Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 8 (26.1.1934)
- Date
- 1934-01-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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£f& ■ן ¥m Nr. 8, 26. L 1934 jüdische hundschau Seite 5 ׳um! n;un-j u tn 1 V״![ rt 1ד 0r^x ן«ייי^ ק■ **ך 1%*• #4. §•-^ ff 1 *Uii 16. S- ודי ף, auch K<* ohne tat 1t:u סי wird golanrt *״( ”״' n Kraft Von Dr, Ernst Si מג o n, 2. Zt. London *״ ,״,M »r״"״״״ ^;״ Lexrr Mcresnienm, zu aktuellen ifulsch-zwmshscjun Publikationen, deren Werl wir wiederhoH hereorgehaben haben, die kritische Stimme eines gefctzcstrencn Zionisten zu hören, der, außerhalb Deutschlends lebend, an den Entwicklungen des deutschen Juden- (ums lebhaften Anteil nimmt. (Ikd.f fl I. 1931.; wäret! 1 nicht cn «in;! I ,sclb.t illUrie i 1.01,״, ‘rst l:r. 411111:1h. fswerk. iriihtiir, Ic 'fit, ■ vierte da(] ' Wille 1. Mas n Emien des e, daß e noch es H teile 1 in ml 1: *Kr •n von ־r von : c H a ch mit latem r über ׳rlt’llen Aufschlnl! aernde l| fl *I Für «len, der heute außerhalb des deutschen und deutschjüdischen Geschehens lebt, ist es außerordentlich schwer, zu dai Lebens;iußerungen des deutschen Judentums verantn'ortunßsvoll Stellung zu nehmen, so tief er mit ihm auch verbunden gewesen sein mag und noch ist. Gewaltiges Erleben ist ihm nicht unmittelbar widerfahren. Bedeutet dies, daß «, nach dem Kate eines Lehrers und Freundes, rin Urteil ״auch in seinem Herzen“ bis zum persönlichen Konnciilcrnen aufsparen müsse? Ein Urteil — vielleicht. Meist aber: ein Echo. Auch dem Juden ln Deutsch- Land muß «s heute, und gerade heute, wesentlich sein, etwas über die Wirkung seiner Worte und Vcrhaltungswciscn in der jüdischen Welt außerhalb Deutschlands zu hören. So seien einige prinzipielle Bemerkungen gewagt. II. « 1P1 1 ■I מ Ja!1:1 :it der in die inden. kann Man nzclnc Liener I frei habe!» jthtn• ri/ii’rt L’e'iid ein viele ׳ oder n sie :greif- Archicchfsrf .111 Und aildecrika. schon ahoi, Jatiirnausndige ührind in llkuri sehen ndere rivat* anteii amen miss« eitlen rtzten 'e — 1k eit. reich weil u ist. )in ge jzim. in zu- ]gen. Aus- sic rüpp rag'• c Die Publikation der ״Jüdischen Rundschau“ ״Jas?, gen zum Judentum“ umfaßt größtenteils Aufsätze, die seit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in diesem Blatte erschienen sind, und in einem Anhang noch einige wenige altere Beitrage, die zeigen, daß die Linie des Buches schon seit längerer Zeit die der Redaktion war. Es ist unmöglich, die historische Leistung von einigen der hier ent- Wtenen Aufsätze gerade an dieser Stelle nach Gebühr zu würdigen, da es jenem Geschmacksurteil widerspräche, das der Talmud mit den Worten ״Nur das halbe Lob ins Gesicht“ unübertrefflich formuliert hat. Immerhin mag wiederholt sein, was nach dem Erscheinen des Artikels ״Tragt ihn mit Stolz, den gelben Fleck!“ ein russischer Jude in Palästina ausgesprochen hat: ״Dieser Artikel wird in die jüdische Oeschichte eingelicn.“ Wir möchten dem hinzufiigen, daß die stolze Antwort der Selbstbesinnung, die damals gefunden wurde, sicher manchen Juden vor der Verzweiflung bewahrt hat. Und w׳ir fühlen, daß dieser Stolz nicht die Abwehrreaktion des beleidigten Kavaliers war, sondern tief jus der Substanz des Judentums emporkam. Trotzdem muß gesagt sein, daß dieses substantielle Judentum in den vorliegenden Aufsätzen weit weniger Stimme gewinnt, als cs im Sinne unserer zionistischen Selbsterziehung nötig gewesen wäre. Zwar fehlt es nicht an Versuchen, die Sonderart des jüdischen Nationalismus herausziiarbcitcn, eine Aufgabe, die heute sicherlich nicht weniger aktuell ist als je. Aber diese Versuche bleiben sporadisch; sie runden sich ra keinem Gesamtbilde, und wo die Front nach innen ge- Mimen wird, da geschieht das stärker gegen die (sich freilieh wieder kräftig regenden) ״ewig Gestrigen“, im Lager der Assimilation als gegen die ״allzu Heutigen“ im eigenen Lager. Hier liegt eine der großen Aufgaben, welche die ״Jüdische Rundschau“ in der Zukunft wird wieder attfzunehmen haben. Das Sanimelbuch deutet sic nur an, und trägt deshalb seinen Namen nicht ganz zu recht. Es hätte nicht ״Jasagen zum Judentum“, sondern nur ״Jasagcn zum Jude- Sein!" heißen sollen. Auch diese Funktion erfüllt zu haben, bleibt jedoch, in einer Zeit stärkster Bedrohung des jüdi* sehen Seins, ein wahrhaft geschichtliches Verdienst. der Diaspora mit dem lebendigen Kraftkern in Er« Israel. So weit ist alles gut. Aber unsere grundsätzlichen Bedenken können und dürfen wir nicht unterdrücken: dazu ist der Gegenstand des Buches zu ernst. Wollen doch diese!75 Seiten nichts Geringeres geben als Besinnung auf die Wirklichkeit unserer Gegenwart, Rück* blick auf das wahre Gesicht unserer Geschichte und ein Bild unserer Zukunft. Was ist der gedankliche Gehalt, der hinter dieser dreifach-einheitlichen Bemühung steht? Er ist nicht ganz leicht zu formulieren, wegen maneher Widersprüche, von denen immerhin einige genannt sein müssen. So ist z. B, die Stellung des Verfassers zum Ghetto keine sehr einheitliche: cs wird in seiner deutschen, vor• mendelsolmschcn Form schroff verurteilt, sonst aber weitgehend anerkannt. Wichtiger schon ist, daß es einerseits, mit Recht, von den Propheten heißt, sie seien ״keiner Erseheinung der Welt vergleichbar“, und daß dann Theodor 1 lerzi doch mehrmals mit prophetischen Attributen belegt wird. S lierin zeigt sich schon der Grundirrtum, In dem sich der Verfasser über seine eigene geistige Position befindet: er glaubt, den Liberalismus überwunden zu haben, und steckt doch in Wahrheit noch mittendrin. So spottet er z. B. über den Begriff der ״kulturellen IJcbcrlcgcnheit“, um dann selbst doch, und noch dazu Im gleichen Zusammenhang, für Moses nur die Kulturplirasc zu finden, daß ״seine Genialität der Genius des Judcnvolkcs“ gewesen sei. Moses als ״Genie“ statt als Träger der Offenbarung: ist das nicht gerade jene psvchologisierende Rationalisierung, der Prinz einen so scharten Kampf ansagt und der er nun selber wieder verfällt? Auch die Stellung zur Funktion und Macht der Vernunft selbst kommt nur zu höchst irrationalem Ausdruck. Es heißt einmal über die ewig Gestrigen: ״... nur sic bleiben Trabanten der Ratio- ... Während die Spatzen von den Dächern bereits allen vernehmbar pfeifen, daß der Rationalismus am III. Joachim Prinz, der Autor des Buches ״Wir Juden“ (Erich Reiß Verlag), gehört zu den aktivsten und offenbar wirkungsvollsten Führern der jüdischen Erneuerung in Deutschland. Er ist mit sehr jungen Jahren zu einem der beliebtesten Berliner Rabbiner geworden und übt außerdem durch eine Reihe von Veröffentlichungen und eine Unzahl von Vorträgen, zionistischen und allgemein jüdischen Inhalts, starken Einfluß. Uni so wichtiger ist es, seine Gedanken pnau kcnncnzulcrncn; denn hier spricht ja ein Autor nicht nur für sich, sondern zu und vor einem großen und noen (lauernd wachsenden Auditorium. Zunächst ist fcstzustellen, daß der Leser dieses Buches den rednerischen Eriolg seines Autors durchaus versteht. Hier ist Schwung und die Kunst der rhetorischen Steigerang in Aufbau und Ausdruck; hier ist die Fihigkeit, a»* schaulich zu schildern, neben der anderen, begrifflich knapp ru formulieren. Es fehlt auch nicht an jener persönlichen Hinwendung zur Hörerschaft, die diese so ״ansprient . Das Buch liest sich, nein: hört sich wie eine Rede. Es bat einen Auf• und einen Schlußtakt, der beide . ‘ Thema ״Wir Juden“ wiederholt anschlagt, und dazwiscf cn drei große Mittelsätzc: der erste behandelt die Verfalls- «scheinungen des modernen ״Juden am Rande »der z wendet den ״Blick zurück“ auf Bibel und jüdische ucschichte, und der dritte fordert uns auf zum n°f£״ ״ ״ Wirklichkeit“ eines selbstbewußten nationalen Judentu micii vom fun? daß der um? che״ ipfer tatet (Zelt• {kc1> und Zu■ cticn ׳ im ruf’־ 7.11 f Vcr־ eilet jrzu־ :rieft llH״ im Dr.aäkliec mdtmUd), SKu*fi01t3l|att3 ®«»5««» יי, I•«5 ** ׳ * ' Spezialität: tt. 2Eß0ljtu1«ö$»«f״‘ß• ftulantcfic ®ebtnaunnm Wir erhalten soeben die Nachricht, «laß Dr. Hermann Kadisch Anfang Januar im Alter von 72 Jahren in Bid Vöslau bei Wien gestorben ist und in Baden bei Wien begraben wurde. Mit Dr, Kadisch ist einer der interessantesten Köpfe der zionistischen Bewegung Vorkriegsösterreichs dahingegangen, ein Mann, der immer ein Sonderling war und seine eigenen Wege ging, aber an Lebendigkeit des Denkens und Weite des politischen Horizontes viele jüngere weit hinter sich ließ. Kadisch hat sich mit besonderer Liebe in das europäische Nationahtäten-Problem vertieft und sowohl als jüdischer als auch als österreichischer Politiker ist er hereits 1006 für den Gedanken der nationalen Autonomie und des Selbstbcstimmungsrcchtcs der Minderheiten eingetreten. Er war der Mitschöpfer des sogen. ״Krakauer Programms“ der österreichischen Zionisten für die Landespolitik. Kadisch hat seine Theorien in unzähligen Vorträgen und Artikeln in der jüdischen Presse und in nichtjüdischcn Organen vcrtreten. Alle seine politischen Theorien waren aber nur der Ausdruck seines leidenschaftlichen Ethos. Er war ein scharfer Gegner des Marxismus, aber ein unermüdlicher Prediger für eine aus den Quellen des Menschentums und des Volkstums ethisch erneuerte Welt. Er hat auch die jüdische Aufgäbe in Palästina im Zusammenhang mit der gesamtjüdischen Situation gesehen und auch dort die Eigenart des Nationalitätcnproblcmu schärfer gewürdigt als viele andere. Er forderte eine Erneuerung der zionistischen Ideologie gemäß den Gegebenheiten der neuen Zeit, und ein alle Teile der Völker umfassendes Renaissance-Programm. Manche Leser der ״Jüdischen Rundschau“ werden sich noch an die Beiträge erinnern, die Hermann Kadisch in den letzten Jahren in unserem Blatte veröffentlicht hat und die, auch wenn der Leser nicht allem Oesagten zustimmte, immer anregend und aufmunternd waren, in der Geschichte des zionistischen Denkens sollte Dr. Hermann Kadisch nicht vergessen werden. Ende sei...“ Und cs heißt hundert Seiten weiter: ״Will man aber erkennen, was wirklich ist. ... will man Erkenntn i s statt Traum, Realität statt Fiktion, klare Rechnung statt Spekulation — dann, ja dann heißt es umlerncii Es gibt also zweierlei Ratio: eine falsche und eine richtige. Ist es nicht zu bequem, die erste mit der nichtzionistischen und die zweite mit der zionistischen Erkenntnis eint,ich gleicli/usctzcn? Und ist etwas überhaupt noch ganz wahr, was die Spatzen längst von allen Dächern pfeifen? ist es nicht das wort der Ratio von gestern? Damit kommen wir zu unserem gewichtigsten Bedenken gegen das Buch. Es ist allzu zeitgemäß, und tritt dabei mit dem Pathos einer ״unzeitgemäßen Betrachtung“ auf. Als Motto sind ihm einige Sätze Hcrzls vorangesetzt, wo von den harten Zumutungen die Rede ist, die Hcrzi an seine Leser, und gerade an die besten Juden unter ihnen, zu stellen gezwungen ist. Spürt Prinz nicht, wie falsch dieser Ton heute klingt? Hat er nicht erfahren, daß die Problematik zionistischer Propaganda heute darin besteht, daß sie zu leicht ist? Meint er nicht, daß man sic schwerer, fordernder, unzeitgemäßer machen müßte? Man erzielt falsche Wirklingen, wenn man Erkenntnisse, die sich bei der maßgebenden Schicht seiner Hörerschaft bereits durcligcsctzt haben, als neue Wahrheiten verkündet, statt sich, mit der Autorität dessen, der kein Konjunktiirzionist ist, gegen die Vergröberung und damit Vcr- Mischung der Wahrheit zu wenden, die sic Im Augenblick ihrer Masscnrczcption unvermeidlich erhält. Prinz ist ein alter Zionist, und des halb wäre seine Aufgabe heute nicht Propaganda, sondern Erziehung. Er verbaut sich den Weg dazu durch die, wohl tinbewußt, aktuell bestimmte Art. mit der er auf das größte Instrument unserer Volkserzicnung blickt, auf die Bibel. Prinz, ist freilich nicht der erste unter uns, der diesen Weg versucht: Tschcrnichowsky und Bcrdischcwsky haben, nacli Nietzsche, den irdisch-heroischen Gehalt der Bibel wieder zum Sprechen gebracht. Aber sie, und vor allem Bcrdischcwsky, haben auch «len Mut gehabt, die Konsequenz dieser Auffassung zu ziehen und von der prophetisehen Fälschung gesprochen, der wir die heutige Bibeltiberlicferung verdanken. Prinz aber will beides: die rauhen und mörderischen Könige und die Propheten, die gegen sie kämpften. , . ,, Der Weg des jüdischen Volkes war ein Weg nicht nur und nicht vor allem von der Naturverbundenheit des Bodens in die Entartung der Stadt, sondern in erster Linie ein Weg der gewaltigsten Bändigung und Humanisierung der zugleich anarchischen und bauenden Urkräfte durch das Mittel des göttlichen Gesetzes. Diese Urkräfte haben sich zu sehr verflüchtigt: wir wollen ihre Stärkung, wir sind Zionisten. Die Mächte der Bändigung und Reinigung aber, die in den Propheten zum ertemnal unsere Geschichte geformt und Weltgeschichte gedeutet haben, müssen bei uns bleiben auf unserem Wege in die Zukunft. Denn wir wollen nicht Kanaaniter werden, sondern Juden. Vom Seebad Heringsdorf Orc!.f,cin7.iR« amtliches Nach- Der ״Swinemünder u!«;.״ hri״lrt ficbtcrrhlatt aller staatlichen und städtischen Behörden , bringt ״seiner Ausgabe vom 19. Januar einen Bericht über cm י Schulungsabend der NSDAP-Ortsgruppc Neuhof-Ficr1ng«iort SH dem ein Vortrag über ״Weltanschauung und rassiscne Sitten“ gehalten wurde. Im Anschluß an den Bericht ub Vortrag heißt es: ״In der Diskussion wurde die Frage angeschnitten, ob »י»״•״•* dort noch jüdische Badegäste nufzunehmen ficücrik ' ß' . ״ (der Vorsitzende der Versammlung. — Red.) erklärte iitrr ׳ derjenige ausgeschlossen werde aus der Volksßemcmselinl , («’ J •ufnimmt. Iicringsdorf wird dieses Jahr ohne Juden s״l' , Presse wird dies durch alle Gaue Deutschlands trage’1 un < ־ Volksgenossen werden in diesem schönen Fleckchen -r Erholung finden, die sie suchen. Der Gemeindevorstand wml. eu falls alles daranselzcn, FIcringsdorf zu einem deutschen machen,“ n Wir'haben im Juni v. J. in unserer Zeitung auf einet Prospekt hingewiesen, der uns anzudeuten seinen, daß J Selbstanzeige Neuhebräisch schnell gelernt. II. Teil. Von Rabbiner Dr. Emil Cohn. Bcrlin-Schöncbcrg, Verlag Siegfried Scholem. Kartonnlert. (RM. 1,90.) Zweierlei hat mich zur Herausgabe dieses neuen und wiederum kurzen Buches veranlaßt. Der außerordentliche Erfolg des I. Teils, der bewiesen hat, daß Prägnanz und Kürze im Unterricht wichtiger sind als der Ballast wissenschaftlicher Ausführlichkeit. Außerdem das allgemeine Bedürfnis nach einem Lese- und Uebiingshiieh, das sich nicht begnügt, das Schtilzimmer mit Bank, Tisch und Fenster zu schildern, sondern mitten hinein ins praktische Leben Palästinas führt. Als Gcbrauchstcxtc wählte icli die Presse Palästinas schon deshalb, weil ans ihr die lebendige Sprache des heutigen Volkes spricht. Ich versucho auf neuartige Weise in die unpunktierte Lektüre eiitzufüliren. Gelegenheit dazu gibt mir in der ersten Hälfte des Buches ein knapper und. übersichtlicher systematischer Aufbau der hebräischen Sprachbildiingsnormen. Ich glaube, daß derjenige, der diese abgcleiteten und erklärten Wortgruppen und Sprachbildungsnormen einigermaßen beherrscht, mit Leichtigkeit sich in die unpurtktierten Texte hincintinden wird. Ich bringe ferner sechs allgemein bekannte und in Text und Melodie aus- ,wendig gewußte Heinesche Lieder und Balladen, Vers für Vers in nüchterner hebräischer Prosa und glaube, daß der Leser und Lerner — den hebräischen Text vorm Auge und den deutschen im Kopf — einen überraschenden Lernerfolg haben wird. Den Schluß bildet ein hebräisch-deutsches Lexikon, das über beide Teile meines Lehrbuches und noch weit darüber hinaus Vokabelschatz und Wortmatcrial bietet. Rabbiner Dr. Emil Cohn. Palästina auf der Berliner Olympiade Im Gegensatz zu anderslautenden Meldungen in bezug auf die Beteiligung Palästinas an der Olympiade teilt uns der Deutsche Makkabl-Kreis mit: Die Gründung eines olympischen Komitees für Palästina Ist elngeicltet und die Verhandlungen mit den olympischen Behörden sind im Gange. Bisher sind zur Olympiade 1936 nur die Länder eingeladen, die an der letzten Olympiade in Los Angeles tellgcnommcn haben. Man rechnet mit Bestimmthelt damit, daß Palästina in kurzer Zeit die Formall• täten erledigen wird, die es zur Teilnahme an der Olym* piade berechtigen. in Heringsdorf nicht mehr erwünscht sind, und haben daraufhin von der Kurdlrcktion des Seebades Heringsdorf eine Zuschrift erhalten, die in unserer Nummer vom 23. Juni 1933 veröffentlicht war und worin cs hieß: ״Die jüdöehi-n Besucher können nach wie vor Iicringsdorf ungestört, besuchen und werden in keiner Weise behellig(, sclbstverstündlich linier der Voraussetzung, du ft »ic sieh dein allgemeinen Umschwung im Deutschen Reich nurh hier anpassen, l’nserc zahlreichen jüdischen llndegästc haben sich Pfingsten auch davon überzeugen können, daß nie nnrh wie vor ungestört ihre Erholung in Iicringsdorf suchen und linden können und ist uns diese» auch von vielen Seilen nach Pfingsten noch besonders bestätigt worden.“ Es ist für diejenigen Juden, die die Absicht haben, das Seebad Iicringsdorf aufzusuchen, natürlich von großer Bedeutung ,zu wissen, ob sic dort ungestört ihrer Erholung nachgehen können. Niemand will sich der Gefahr aussetzen, ohne Nötigung einen Ort aufzusuchen, an dem er ungern gesehen ist. Eine Aufklärung der Frage liegt daher im Interesse aller beteiligten Kreise. Eine Abordnung der polnischen Lehrerschaft unter Führung ihres Präsidenten Kampccki hat sich an das zionistische Zentralkomitee in Polen mit der Bitte gewandt, eine Gesellschaftsrcisc nach Palästina für 50 Lehrer an polnischen Schulen zu organisieren. Der Präsident des Lehrerverbandes erklärte, die polnische Lehrerschaft habe viel von dem außerordentlich holten Stand des jüdischen Schulwesens in Palästina gehört und wolle durch Studien an Ort •und Stelle Erfahrungein für die eigene pädagogische Tätigkeit gewinnen. l/0f» Jlc&CM&CfyUu* Us Jj&eto&etvde- Alle Ereignisse in Ihrer Familie melden Sie Bekannten und Freunden durch eine Anzeige in (tefa ff Jrt4>d>tr$C'h&ft Jfol'H'Ct’Sdt-dU* der führenden jüdischen Zeitung Deutschlands. Ab t. Januar 1934 ermäfeigter Grundpreis für Familienanzeigen von nur RM -,15 für zwölfgespaltene Millimeter-Zeile. (Bei uns übliche dreispaltige Zeile also pro mm RM -,45). Einzel-Anzeigen nur gegen Vorauszahlung auf unser Postscheckkonto Berlin Nr. 716 lö oder in der Anzeigen- Annahme, W15, Meinekcsfr. 10. 1