Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 7 (23.1.1934)
- Date
- 1934-01-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Sehe 2 Nr.?, 23,1.!934 Verbindung des Menschen durch seine Arbeit mit dein Ort, wo fr lebt, sondern darüber hinaus das Gefühl enthält, das in dem alten Wort von der ״Luft Erez Israels, die weise macht“ mitschwingt. Dia rovislonlslischo Entartung Wir wissen, dal! wir in der Gallith nur uuvollkoin* mene Zionisten erziehen können, daß alles eine Art von Vorstufe bleibt, hinter der die Erziehung durch das Leben in Erez Israel seihst kommen muß. Die Ucbcrsicdluug nach Palästina, die Alijah, kann niemals der Abschluß der Erziehung sein, sondern nur das Ende einer gewissen Periode In der Entwicklung des Einzelnen, hinter der es sich erst zeigt, ob der Mensch wirklich ein Zionist werden kann. Allerdings soll man diese Periode der Arbeit an uns selbst nicht unterschätzen, ln ihr entscheidet es sich insbesondere, ob wir überhaupt die Klarheit des Blickes und die Freiheit der Gcfühlsent wicklung erhalten können, die für eine echte Einordnung auf dem Boden Palästinas erforderlich sind. Die zionistische Bewegung steht in allen Phasen ihrer Entwicklung vor der Gefahr, daß sic diese Aufgaben leicht nimmt, sich mit Deklarationen ihrer Anhängcr begnügt und damit auch Menschen nach Palästina bringt, die ihren dortigen Aufgaben nicht gewachsen sind. Das gilt in unseren Tagen in erster Linie von denen, die dem Spuk eines leeren, rein proklamatorischcn Zionismus verfallen sind, der im Grunde nicht den Weg der Autoemanzipation geht, sondern seine Hoffnungen auf andere setzt. Vielleicht meinen einige von denen, die sich heute Revisionisten nennen, daß sie etwas ähnliches darstellen wie die Zeloten in der Zeit des Unterganges unseres Staates. Man mag zu dieser politischen Erschcinung im antiken Judentum stehen, wie man will — jene, die heute den Zionismus mit Geschrei zu vertreten glauben, sind nicht die geistigen Nachkommen derer, die ihr Leben für den Kampf um die nationale Freiheit einsetzten. Es ist bedauerlich, daß junge Mensehen in dieser Art von den wirklichen zionistischen Aufgaben, die allerdings mir in der Stille und Besehe!- denheit der täglichen Arbeit getan werden können, abgelcnkt werden. So wird nichts weiter erzeugt als eine prahlerische Großmannssucht, ein überhebliches Kraftmeiertum, hinter dem sich die eigene Schwäche verbirgt, und eine menschliche Verflachung, die für die Reinheit der zionistischen Idee Verhängnisvoll werden kann. Es war von jeher der Kern der zionistischen Haltung, daß sie den höchsten ethischen Ansprüchen, die die Welt und das historisch gewachsene Judentum an sie stellen konnte, entsprach. Heute sehen wir, wie diese Jugend zu nichts Verpflichtendem außer zur Gegnerschaft gegen diejenigen erzogen wird, die in der Stille den ökonomischen und kulturellen Wiederaufbau des jüdischen Volkes in erster Linie tragen. Wir meinen damit nicht die politischen Ansichten, die der Revisionismus im einzelnen vertritt und über die man gewiß diskutieren kann, sondern seine erzieherische Einstellung, deren unheilvolle Früchte mm aus zahlreichen Einzeltällen und Ereignissen in Palästina wie auch in den Ländern der Galuth kennen lernen konnte. ״Synthetische" Erziehung Wir hoffen allerdings, daß auch diese Erscheinung in der zionistischen Bewegung vorübergehen wird. Die Kraft des jüdischen Volkes, die sich im Zionismus dokumentiert, ist stark genug, um mit Krankheitserscheinun* gen am eigenen Körper fertig zu werden und immer wieder den Weg zu einer echten, in der eigenen Substanz wurzelnden und zugleich die Erfordernisse des realen Lebens berücksichtigenden Haltung zurückzufinden. Wir wissen, daß diese eine ״synthetische“ ist: Der Zionismus und der erzieherische Weg zu ihm hin sind nicht ein Parteiprogramm, nicht die Erlernung irgendwelcher Formein, sondern sie sind der Weg zu einem erfüllten Judentum und zu einer Haltung, die in den letzten menschlichen Werten begründet ist. Dies immer wieder zu erkennen und in der praktischen Arbeit zu verwirklichen, ist Aufgabe aller verantwortlichen Zionisten. Je kompromißloser wir diesen schweren Weg gehen, desto stärker wird die Attraktivität unserer Bcwegung auf das jüdische Volk sein, desto geachteter werden wir in der nichtjüdischen Welt dastehen und desto sinnvoller wird unsere Arbeit in Palästina sich gestalten. Der deutsche Zionismus, dessen Reihen sich immer mehr erweitern, hat diese Grunderkenntnisse stets besessen; es wird die Aufgabe all derer sein, die sich als verantwortlieber Nachwuchs fühlen, sie auch in Zukunft in vollem Umfange zu befolgen. K. L. TS'*״’/ ך*""* ך 1!; , J L*4 £>—4 |ף״־*-יךץ i *Jl V. 'wä I |-ץך } 1 וי■׳״״׳' *״׳g f יד feil ii «f und hc“!11 der von Michels scharfneueste 11 Als die Kriegsfolgoii noch nicht סי iiiigrilfäilig wie heute die Versprengung und 1 linaiisselilcudeniiig voll Volkssoli(, tont in die äußere Erscheinung treten ließen und die Emig1aliom.fr,igc «och verhältnismäßig vor anderen brennenden weltpolitischen Fragen im Hintergrund blieb, bat die moderne deiitsrhe < irsellsebaftswissenseliaft der ״Soziologie des intcrnationalri) Mrnschcnnustamchcs“ in drei bekannten Dar- Stellungen eine ausführlichere Behandlung zuteil werden lassen, Max Weher hat in seinen berühmten Schriften das tiefste Verständnis für Masscnerschrimingen veie das ,,(iastvolkverhältnis", ״Pnrinvolk“, ״Exil" und ״rmigrantentum‘• gezeigt. Die klassische Abhandlung■ von Hermann I e v v aus dem Jahre 101) ״Der Ausl.linier1‘ ist ein Muster verstehender Soziologie und kann in der Fragestellung auch heute noch als richtunggebend gelten, Endlich hat Robert Michels über den Fremden und den politischen Fluchtling in seinem wichtigen Werk ״Der Patriotismus" (Prolegomnia zu seiner so/iolngisclien Analyse) den besten Anschnmmgsiinterricht gegeben. Frctmbnilkui, die leichtere Aufsauguiigsiiiiiglichkcit fremder Elemente hei jungen Menschen ferner die Ursachen verschiedener Aufnahmefähigkeit um1 Verarbeitniigsmöglichkcit der Eindrücke, ״ncuvaterlandischc* Gesinnung, Wahlverwandtschaften und Heimattreue Fremde, affe diese Erscheinungen sind blickend dargestcllt worden. Dagegen sind die Emigranten der Zeit wohl Gegenstand unzähliger Stimmungsbilder und Feuilletons oder gutgemeinter Vergleiche mit früheren oder gleichzeitigen ähnlichen Exilschicksalt'11, Aber die Ereignisse sind uns viel zu nah für eine abgewogene, monographische Darstellung. Das gilt besonders für die j ü d i s c h - d e u t - sehe Emigration, die heute noch am wenigsten zu einer leidenschaftslosen soziologischen Ziistaiidsscnildcriing geeignet ist. Dagegen hat soeben Michael Berg im laiiuarhcft der katholischen Monatsschrift ״Hochland" (Verlag j. Kösol Ä Fr. Pustet, München) zwei Emigrationen, der französischen in der Epoche der Großen Rcvolulioii und der russischen tu der Epoche des MoIm'Iicu'Ismus unter dem Titel ״Die Tragödie der Emigration" eine höchst stoffrekhe und gleichzeitig für das allgemeine Pro- Mein des Emigrantentums einsichtsvolle Darstellung Regeben, aus der im Folgenden das Wesentliche berichtet sei. Berg stellt sn die Spitze seines Essays die gnt_ begründete These, daß im Endeffekt politische Emigration und Auswanderung aus wirtschaftlichen Cm'mden sich gleichen. Jedenfalls bleibt für beide der Prozeß wirtschaftlicher Um- Stellung eins gemeinsame bezeichnende Merkmal, Dieser Prozeß beginnt, je nach den geretteten Existenzmitteln, für den einen früher, für den anderen später, bleibt aber fmrner eine unausbleibliche, unerbittliche Notwendigkeit. Da* Wichtigste ist, daß bet jedem Exilierten ein zweites Leben beginnt, daß die Lebenslinie einen Bruch erleidet. Berg spricht von den französischen Emigranten vor 150 Jahren: Frauen der Aristokratie werden zu Näherinnen, Laden- Verkäuferinnen, Sprach- oder Musiklclircrinnen, Barmhcrzigen Schwestern. Die große französische und russische Aus* wanderungswelle 1789 und 1918 ist gekennzeichnet durch bewundernswerte Zucht und Selbstbeherrschung Ihrer Angehörigen. Die Vielschichtigkeit der gegenwärtigen russlsehen Emigration, die Resignation und der Stoizismus der Betroffenen, ist ein Unikum fn der Weltgeschichte und ein Zeichen der staunenswerten Elastizität der menschlichen Seele, in der unter einer völlig neuen Lage neue Kräfte freigemacht werden. Den?.et! n 11 ui i t der Geschichte sieht als den Kern der geistigen Tragödie der russischen Fl;./(,‘ littge an; sie hadern mit *irr Vergangenheit und der nt״- wart gleichzeitig. Die Exilierten fliehen in die Vergjt!> heit; ein romantisches Ressentiment bemächtigt siet! *<► ehemals Wohlhabenden mul Mächtigen. Sic flüchten in 4, Erinnerung. Die neuen Schichten des Bewußtsein* und 4 neuen Erfahrungen vermischen sich mit diesen Erimierur» Das gilt für die Mclir/altl der Emigranten aller kprj«, (soweit es sieh um Gruppen- oder M.־!ssrm*rsd1i׳inM’,״' handelt), die ,,einmal bessere Zeiten" gesehen hohen hinter denen der Höhepunkt ihres meist materiellen, auch ideell zurecht gelegten Daseins liegt- Sie kommen <■. auch dam! als die schuldlos Verfolgten vor, Wenn eit 4, Exponenten eines ״Systems" sind, das in der Heimat!4׳ gespielt hat. ״Allein je weiter die Zeit fortschreitet, je länger <׳, die zunächst mir als Provisorium angesehene neue (>ח]:• .. der Dinge in der Heimat erhalt, desto gebieterischer prauch andere Probleme in den Vordergrund des emigfi:• scheu BewuPdseins und heischen von ihm Antwort: Problem des in der Heimat verbliebenen Volkes, die Rtc' fertigung des eigenen Daseins außerhalb dieser Heimst >«׳ die Beziehung zur neuen Umwelt". Wohlgemerkt geht; hier um eine ,,Soziologie" des Exils, nicht um «innä berühmte Persönlichkeiten in Her Verbannung, die ja oft % schildert wurden. Hie Skala der Empfindungen gegen die alte Heia! steigt und fällt in einem Gewirr von Vorstellungen, Erktse nissen, Illusionen, beginnend mit glühenden Hoffnungt* fj zur tiefsten Fnttiiuschung. Pathos und Affektiertheit hat bei allen Emigrationen in jeder Schattierung beobacht; Alexander Herzen schrieb in seinem Ahschicdsbrid « 1. März 1819 an seine Freunde: ״Ich habe weder Frea noch Zerstreuung, . . , ich kann mir sogar nicht der.kj daß jetzt jemand in Europa Ruhe oder Freude finden k« Ihr laset ja den Gram aus jedem Worte meiner lirie'r Gegen die in der 1 leim,1t Gebliebenen kommt leicht tt ungerechte und voreingenommene Haltung auf; das Ve ständnis der jenseits und diesseits der Grenzen Vethhä nen für die gegenseitige Lage wird immer geringer. 6 kommt zu einer ״geistigen Annullierung" des Geburtd»:?, lind man prägt den Begriff des ״geistigen Ailoptivlands Ein geistiges Anlelnuingsbediirfnis an das AdoptivUnd, e leicht begreifliche ״Verklärung" seiner Tugenden kann 1u ebenfalls bei allen Emigrationen beobachten. Die Seele des russischen Emigranten liegt in den!«: ten 15 Jahren geöffnet vor uns: wie sie in tragischer iS«! den historischen Prozeß in der Heimat belauscht, und ix nur ihr eigenes Klopfen vernimmt, wie sie den weltgesclki liehen Sinn der in dem verlassenen Land sich vollzieh® den Vorgänge zu begreifen sucht, wie sie sich dagegen» bäumt und wie sie müde wird und resigniert. — Grundverschieden von den französischen und russkte Verbannten von gestern und heute ist die jüdische Emigr» tion der Gegenwart. Ihre Ursachen und Motive können a denen von 1789 und der vor dem russischen Solschen» mus Fliehenden ebensowenig verglichen werden wie ihr Za stand, ihre Hoffnungen und Illusionen. Das klassische Ntf des Exils hat sich in fast allen Erdteilen niedergelassen x fast überall eine neue Heimat gefunden; es hat dann fc! wieder rasch vergessen, wa* ״Oolus“ beißt, bis es von neue aufbrach und seine vermeintlichen Sicherheiten sich i ״Treppen ln den Abgrund" herausstellten. L. f• Henry Morgenthau jun., der vom Präsidenten der Vereinigten Staaten zum amerikanischen Staatssekretär der Finanzen ernannt worden ist, ist der Sohn Henry Morgenthaus, der auch aus der jüdischen Politik im Krieg und nach dem Kriege bekannt geworden ist. Als amerikanischer Botschafter in der Türkei hat der alte Morgenthau sich während des Krieges große Verdienste um die palästinensischen Juden erworben. Später war er Chef einer vielumkämpften Untersuchungskommission zur Klärung der polnisch-jüdischen Verhältnisse. Ein Interesse seines Sohnes, des jetzigen Staats- Sekretärs, an jüdischen Angelegenheiten ist nicht bekannt geworden. Die Entlassung jüdischer Angestellter Zu der Frage der Entlassung jüdischer kaufmännischer Angestellter fällte das Landesarhcitsgericht Breslau lt, ״Voss. Zig.“ vom 20. Januar eine neue Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung. Eine früher in jüdischem Besitz, befindliche Breslauer Einzelhandelsfirma, gegen die im Zu• snmmenhang mit der Boykottpropnganda besonders heftige Vorwürfe erhoben wurden, war von dein Inhaber verkauft worden. Der neue Inhaber, Mitglied der NSDAP., übernahm zunächst die über zwanzig jüdischen Angestellten der Firma, Im Herbst vorigen Jahres fand man in einem Ladenfach Hemden einer kommunistischen Organisation und stellte in den Toiletten hetzerische Inschriften gegen den Reichskan/.lcr fest. Daraufhin entließ der Inhaber fristlos sämtliche jüdischen Angestellten. Das Arbeitsgericht entschied zu ihren Gunsten. Das l.andcsarbeitsgericht kam zu dem gleichen Ergebnis mit folgender Begründung: Die Zugehörigkeit zur jüdischen Rasse allein 821 kein Grund zur fristlosen Entlassung. Als der Beklagte das Oeschüft übernahm, habe er gewußt, daß eine größere Anzahl jüdischer Angestellter vorhanden war. Er habe ihnen nicht gekündigt, sondern Monate hindurch mit ihnen zusammen gearbeitet, ohne ihre Entlassung in die Wege zu leiten, Der Beklagte könne sich jetzt nicht mehr darauf berufen, daß die jüdischen Angestellten dem Gedeihen des Geschäftes schadeten. Er mußte, nachdem er das bis dahin jüdische Geschäft mit dem Vorhandenen jüdischen Persona! übernommen hatte, mit der Möglichkeit gewisser Schwierigkeilen rechnen. Er könne die Folgen dieser Schwierigkeiten nun nicht einseitig auf die übernommenen jüdischen Augestellten abwälzen. Auch die Auffindung der Hemden und der Schmutzinschriften sei kein Grund zur fristlosen Entlasstmg aller jüdischen Angestellten, da durchaus nicht erwiesen sei, daß alle jüdischen Angestellten z. B. von dem Vorhandensein der Hemden gewußt hatten. Für die Erfüllung des Urteils wurde dem Beklagten Voilsirecktmgsschutz bewilligt. Der rasscnkundliche Unterricht ln der Zeitschrift ״Die Neue Deutsche Schule" ]nnuar 193], heißt es in einem Aufsatz ״Erreichbares Im rnsseukundlichcn Unterricht der Volksschule“ von Käthe Brandt nach einer Darstellung der Behandlung der amenkanischen Einwanderungsgesctzc wie folgt: ״Beim Auftauchen der Judcnlragc würde ich die Mädchen in derselben Art leiten. Die Juden find wejenivcrachicden von uni, ihr vorderasiatischer Einschlag paßt nicht zu um. Eine Heirat mit einem Juden ist ausgeschlossen. Also noch einmal, nicht Mißachtung der fremden Rassen, sondern Verantwortungsbewußtsein für rfai eigene Volk wollen wir ihnen anerziehen.“ Die Judenemanzipation Im ״Völk. Beobachter“ vom 21. Januar veröl(* licht Dr. Wilhelm Grau einen Aufsatz: ״Zur Jixlcnfnjf der sich mit der Stellung der Juden im Mittelalter rden Folgen der Emanzipation beschäftigt. Im Anschluß hi«׳* schreibt der Verfasser: ״Wir stellen in Deutschland heute am Kn.le des grf.ihr!."* Experiments der Juilcnemiinzipatinn. Ooscliichtlieh gee-lif« r• es nur eine kurze Spanne Zeit. Seit Le-Gngs und Mendelu": Tod sind etwa mehr als 150 Jahre vergangen. Man brauch! Prophet zu sein, um jenen Staaten, die heute noch so tun. ob es für sie keine Judtnfiagc gäbe, vorauszusagen, daß dir ל nicht mehr allzu fern sei״ wird, wo am h sie die liberale )«* emanzipation gründlich lirjuidieren werden. Perm das Elf‘’- dieser Art von Losung der Jiidcnfragc ist erschütternd. " Völker sind nattirhaftc (״bilde mit Blut und Seele und Geschah und solche Tatsachen Melicn dauerhafter und lebenszuher w 1 Welt als blasse und leblose Erfindungen eines obstrakten sehen an sich". So erhob sich im Judentum selbst die!■*:< nationale Bewegung des Zionismus, der geschworene Feind י emanzipierten ״mosaische״ Glautrcirdrekcnntaisses“. Pas deuts•’ Volk kämpfte mühselig sei! den 70er und 80er Jahren des ״־״? Jahrhunderts gegen seinen eigenen LUreraUnnus und Bild׳:‘* Humanismus, um nun 1933 das Judcnproblem im national«! « natürlichen Sinne anhmen m können. Nach dem mittelaiteri׳:* und auiklärerischen Lösung־,versuch beginnt nun der w|1S‘ M'zi.distiH die.“ Der Artikel beschäftigt sich dann mit dein RasscpröS und seinem Einfluß auf die kirchliche Sphäre. Vom Reichsluftschutzbund werden Nichtarier In der Regel als Mitglieder nicht ausgenommen. Nunmehr wird lt. ״Frankf. Zeitung" vom 21. Januar bekannt, daß ״Nichtarier, die in Anerkennung ihrer Kriegsteilnchmerschaft im Reichs• oder Staatsdienst belassen worden sind, Mitglied im Reichsluft- Schutzbund werden können“. Der Reich sverband D e u t s c h e r K l e 1 ת kali^ Schützen-Verbände bat sich nach einer Meldung ץ ״Deutschen Zeitung“ vom 11. Januar bezüglich des Paragraphen die Anforderungen des Gesetzes zur nersteilung des Berufsbeamtcntums vom 7. April 193» der dazu ergangenen Ausiuhrungsvorschriftcti zu eigen j« macht. In Anlehnung an die Ergänzung des Rejch^G führers betreffend Besetzung von Führerposten in -P, vereinen und Verbänden hat der Führer des RcichsverMj■־־ bestimmt, daß darüber hinaus der Erlaß von Vorscnn.־ über die Aufnahme nichtarischer Mitglieder in die ״»׳יי des Deutschen Schicßsportverbandes den einzelnen Ver«1••' überlassen bleibe. Durch Verfügung des Geheimen Staatspolizeiamts Grund des Gesetzes über die Einziehung staats* und v0' feindlichen Vermögens ist das Guthaben des V *ז * T, zur Abwehr des Antisemitismus cingeny worden. Der Vorsitzende der Föderation der Sy nag 0J Englands, Davis, Mitglied des Londoner Stadtnnrlam ־״ hat bekanntgegeben, daß die Föderation einen Betrag 5000 Pfund zu dem Central British Fonds für das deu״^ Judentum beizustcuern beschlossen hat. 2925 Pfund m«> sollen dem Jüdischen Nationalfonds zugute kommen. dem werden die einzelnen Qemeindemitgllcder autge״L den Jüdischen Nationalfonds durch eine freiwillige 5'1 beiteuerung von einem Penny pro Tag zu unterstützen.