Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 5 (16.1.1934)
- Date
- 1934-01-16
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr• 5, lg- 1934 ,Jüdische Rundschau Seite 9 f״ J > c' 1׳^c ץ־־־־־/ 1 j : ץ־" ״1 r־ \י* l'j Vorträge und Konzerte Ein hebräischer Abend. Am 6. Januar fand eine Vorindaltnn(׳ der I Irhrmschcn Lehranstalt statt, die geeignet grollen Beifall auch 111 weiteren Kreisen 7.11 finden. ״Lewa- U Malka" war die Parole des Abends. Konform dem alten Luch friert hier eine indische Gemeinschaft den Ausklang Sahhats in peniiithchcm Beisammensein und — was die Hmphoclic da hei ist — als Gele genhclt 711 Ssichn Iwrit. Tinleitend sprach Herr Berggrün über den Gedanken und den 7wcck uff* Veranstaltung. Hann wurde ein gemeinsames Thern*: ״Warum ernen wir Hebräisch?“ gefunden, über das eint grünere Anzahl der Teilnehmer sich zu äußern wuflte. Zu-, letrt erklang die letzte Strophe des schönen Bialikschen dhbatliedcs und mit Scliirim, Scmiroth und einer kleinen Bewirtung kam die Feier zum Abschluß. B. L. Vlollnabend Kurtz-Uebcnthnl. Das ehemalige Mitglied des Orchesters der Berliner Staatsoper, der Violinist Arved A. gurtz, gab unter Mitwirkung von Werner Liebenthil (Klavier) einen Vlollnabend, dessen Hauptstück die Violinsonatc A-Dur von C^sar Franek, dessen bemerkenswerteste Programmnummer zwei Stücke aus ״Baal schem״ (chassidischc Stimmungen) von Ernest Bloch waren. Die beiden tusiüHrendcn spielten sicher und routiniert, vielleicht etwas m routiniert. Dr. Oskar Guttmann, Zweites Konzert des Neuen Streichquartett». Das Konzert jn der Singakademie bewies, daß die Entwicklung des Neuen Streichquartetts keinesfalls abgeschlossen ist. Es ist ein großer Schritt vorwärts getan worden. Das Musizieren dieser vier lebendigen jungen Spieler ist noch disziplinierter, noch feineglicdertcr geworden, als cs vorher war. Zurückhaltung. .erhaltetiheit vermeiden _ jede Härte und Zersplitterung bei Fortestelicn; der Klang ist milde, — keinesfalls mattgezahmt, von einer sinnlichen, allzu leicht verständlichen Entfaltung sehr "׳eit entfernt. Diese Qualitäten können eine hervorragende Mozartinterpretation ergeben und haben sie auch ergeben mit Hilfe von Josef Rosenstock; hier saß endlich einmal ein Pianist am Klavier, der über das Manuelle hinaus zum inneren Gestus der Musik vordrang; sein Musikertum, eine sehr gute Mischung aus Intelligenz und ״Körperlichkeit“, wurde ebenso in der süßen Wehmut und (vorromantischen) Dämmeruna des G-moll-Quartctts von Mozart, wie in dom leichter ertaßbaren, gelockert und unbeschwert gespielten Klavierquartett von Dvorak spürbar. Zwischen beiden Werken stand Mendelssohns E-moll-Quartett, dessen Scferzo einen Sondererfolg hatte. Hans Nathan. Musikwissenschaftliche Vorträge tm Kulturbund. In dem Vortragszyklus ״Das Lied der Romantik" sprach Dr, Anne* liese Landau über Johannes Brahms, Sie verstand es, niusikwissenschaftliche Detailuntersuchungen einem Laienpublikum nahenibringcn. Ihre vornehme Art trug viel zu ihrem Erfolg bei. Die sehr gut ausgcwähltrn Lieder wurden von Susanne Stein mit stärkster Konzentration und jeglichem Verzicht auf äußerliche Wirkung gesungen; die Sprödigkeit und labile Intonation der Bruststimmc müßte nur ausgeglichen werden. Dr, Willi Aron war ein sorgsamer Begleiter. — Im Logenhaus berichtete Dr. Ludwig Misch über unbekannte Beetbovemverke, Es war interessant, von Kuriosa und Unlka zu hören, - sic selbst im Konzert zu hören, wie es der Vortragende empfahl, wäre cs weniger. Die Nachwelt Beethovens hat schon eine kritische, gerechte Auswahl getroffen. Der Vortrag wurde belebt durch Alice Hannes-Casslrer (Sopran), Josef Sch echter (Violine), Leo Rostal (Cello). Hans Nathan. Bunte Kinderstunde des Kulturbundes. Wenn man sich erinnert, wie gern man als Kind ins Theater ging, so muß man sich wundern, daß heute im ״Jahrhundert des Kindes" derartige Veranstaltungen nur selten stattfinden. Berücksichtigt man noch die erzieherischen und kulturellen Möglichkeiten, die eine ״Kinderstunde“ heute in sich birgt, so ist der Ver- 1uch des Kulturbundes, der unter Leitung von Lucy Oelber *fand, besonders begrüßenswert. Was die Zusammenstellung d« Programms anbetrifft, so ist sie, wie bei jedem Anfang, nicht ganz geglückt. Im ersten Teil — Kinderkonzert — folgten zehn Gcsangnuinmcrn hintereinander, was selbst einen erwachsenen zum Schluß ermüdete. Zum zweiten Teil -— Jüdische Volkslieder — wäre zu sagen, daß die beiden jüdisehen Lieder allein genügt hätten. Einige Nummern waren sccht nett und Icbcmfig, besonders die Szene mit den bunten ״cren, Hie auf Wunsch des Publikums wiederholt werden mußte. Man hatte jedoch manchmal den Eindruck, daß die Kinder ihre Rollen mehr ״cinstudiert" hatten und nicht, wie man es gerade bei Kindern gewöhnt ist, wirklich erlebten. Im ganzen hat sich die kleine Gesellschaft, die das Theater ™He, sehr gut amüsiert. Dem Erwachsenen jedoch blich die ״a5e 0״cn> ob es nicht möglich wäre, Innerhalb einer Kinderveranstaltung doch mehr an jüdischem Stoff zu bieten. Alfred Saling er, Berlin-Pankow, ״wne), wird am 17. Jan. 85 Jahre alt. .Ausstellung. Im Rahmen eines Hausfrauennachinittags ״<•״ am 11. Januar in ״Bühne und Brettl“ Kunstgcwcrbbinnen mit viel Geschick Tische aufgebaut. Man sah ferngearbeitete Lampenschirme von Berta Hei mann, Papcte- 'l״n von Lisa Hinz. Lotte Jacoby zeigte ihre Lojaerzeug- Alice Simon ihre feinempfundenen Seidenmalerden, ״" Puppenstube ihre originellen Taschcntuchpupnen, ״tu Gertrud Gutkind Spielsachen und Tiere, Frau i°,l ׳ * handgepunste Lederarbeiten. Frau F r a 11 k - K1 ein «ichnungen, Fräulein Sauter Filetarbeiten, Hedi Schiff {,tos, frau Mendelsohn handgearbeitete Kappen, Herr »traschitz handgewebte Matten, Frau Sprinz modische wickkleidcr, Frau Gertrud Meyer Handarbeiten, Käte {?' y e r h a r d t Plastiken von künstlerischem Wert, Frau ,0tili tz er selbstgcarheitctc Handschuhe aus Wolle, und , * andere ihre nützlichen Artikel. — Es muß hier ausgefochen werden: Soviel Mühe sich die Ausstcl crinncn auch?'?eben haben, nur wenige werden die Kosten für Tisch und; ״'Koration hercingebracht haben. Der Saal war überfüllt, 1,de mußten umkehren, Karten waren nicht ausgegeben, u<lSatld *«Ute sich, den Platz, den er sich erkämpft hatte, ן " “'r zu kurzen Pause zu verlassen. Dr. T. 3. | - Oberkantor Kallscher verabschiedete sich an» letzten j ״®nnabend, kurz vor seiner Abreise nach Erez Israel, von , Besuchern der Synagoge Kaiserstraße und von der Statte '•״er 26jährigen Wirksamkeit. Rabbiner Dr. Freier widmete 1״.Anschluß an seine Predigt Herrn Kallscher herzliche Ab- •jniedsworte. Der Vorsitzende der Berliner Gemeinde, Herr Heinrich Stahl, sprach sodann im Namen der Oesamtbeit, Familien ״ Nadiriditca £111%#! spricht nm Mittwoch, 17. Januar, 201/ל Uhr, Im Logenhau«, Kleiststrn&e 10, über: 1 lim f(%mß *UM Entwicklung des flsdmw ׳׳ Zlantgtlsdte Organisation / Führung*• Problem <׳ Araber / Mandatarmacht t Jnneralonlstlscher Kampf Einwanderung aus Deutschland / Anstcdlung der deutschen Juden Die nächste Zukunft Eintritt nur für MlHieder der BZV mit Einladung. Einladungen Im Büro der BZV erhältlich. . . Isis Schloß!». 17 (früher Zionistisches Seminar - ZIONISTISCHE PQLlGK Dr. Ernst Marcuit PillStlll 818 St&3! MUlwoc'.i, imn 17. Jastnav» L>s*״h«J>, Kl.i.tilr.S* 10, 20} Uhr SENOSBENSCHAFTSWEftEH IN PALAEStlNA Dr. Enzo Serenft 113 G5HCC:£i ' DonncritA(! dlan 18. 4*11■», Logonhn«!• KleUiitr. 10. 20 Uhr BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG ך־י-י^ ) V. / Bairkigrupp« Frledrichih.itnl 18• Jan., 20,50 Uhr, bei Gerecht, Am König ,graben 2, Dr. Georg Lubimkli ״Wn tun di» deutschen Juden?" Bsilrksgruppe Hanuplatsr 17. J»n., 20,90 Uhr, Im Helm der BZV., Kimtstr. 94, Rabbiner Dr. Harry Levyi ״R«llgiö«er Zlonlimui?" , Betlrksgrtippt Jannowltsbrückal 1». Jan,» 20.90 Uhr, Im Helm, Ilrii« ■kniHlr. 011, U-i Gnniiirrd, ״Gericht (Iber (len Revisionismus", Kintritt mir grj.fi! Vorzcigt'ii einer Eittltuiimg. Butrkigrupp« Krcurberg/Tempelboti lfl. Jan90,90 ״ Uhr, Im großen Vereins«, nal, Belle.Allinnre-Strnße 22: Hof Erdgeschoß, Rabbiner Dr. Emil Levyi ״Jüdischt St hulfrngcn". Beilrkigrupp« Lehnlner Platsl 18. Jan20,36 ״ Uhr, Im Helm der BZV., Knntstr. 84, Dr. M*1 Krembergerl ״JUdischei Wanderung«• Schicksal Her Gegenwart". Bttfrkigruppt Savlgnyptatsr 18. Jan,, 20.30 Uhr, Im Helm der BZV״ Kantstr. 84, Geschlossene Mitglledemriammlung. Betlrkigrupp« SUdt 21. Jan., S Uhr nachm., im Helm, Oranten- Straße 170, Hebräische Sichah. ' : ׳ ׳ Arbeitsgemeinschaft ״Ivrl*״i 1Ä,"> JnH('.2Ü.30 Uhr, im Hotel König ־ חיו׳י l’trrhigul, Hurgstr. 10, Haht Jakob, ״Einordnungsmöglichkeiten Jri Palästina", Hebrltiche Kur.« der B. Z. V, In ntiehster Zeit werden folgende neue Kirne eingerichtet 1 in Chnrlottenburg, km Bayerischen Flat* Und am Aiemndrrplati. Der Unterricht wird jweimul wärhentlich je!>/, Stunden erteilt, ttnterric!1t<geh!ihr 9 RM. monatlich in Kurien mit 14—10, und 3 RM. In Kurien' mit 20—28 Teilnehmern. Ilehriii'whVrnciKte, Hie Vorkenntnissn hesitten. können lieh den In verschiedenen St.iiltteilcn hcUrhrnrtcn, versrhieden weit fortgcsrlirit- Ionen Kursen aiKiliücßen. Siimtliclic Anmelihingen bitten wir kn die KtilnirabMhing Her BZV״ Mrinekcrtr, 10, IV. Stock, iu richten. AnmelHung.gehillrr 0,20 RM. Diesen Betrag bitten wir bei. whrlit» liehen Anmeldungen in Briefmarken beirtifllgcn. —• Berliner Zionlsche Vereinigung. Kulturabtellung. Hebrltiche Slcbalh. Am 13. Januar fand Im fleim der B.Z.V., Kantstr, 84, Hie erste hebräische Sichah der ,Kulturabteilung der B7.V. statt, die von mehr ais 100 Personen besucht wurde. 21. Jan., nachm. 5 Uhr, findet eine Sichah über dieselbe Themar ״Mein erster hebrahrher Unterrirht in der Schule" im Helm der BZV., Oranienstr. 170, statt. Einleitung! Dr. Borodlanskt. Anschließend spricht Lea Krupnik iilser das hebräische Schulwesen ln Palästina. Frauen-Arbcitigcmeinichalt für Pallitlna, 18. Jan״ nachm. 4.30 Uhr, Vortrag von Frau Elir. Bergel-Gronemanni ״Selbstbeitnnung", im Hain« von Frau Gtilngard, Frelher-vom-Stein-Straße IS. — Gruppe Nord west: 17. Jan., nachm. 4.30 Uhr, Beginn der 14tägig •taltfimjemlen A rbe 11 ו g e m e i n tc h a f t! ״Aus der Entwlrklung des Zionismus". Lcitungt Frau Dr. Berth( Badt- Strauß, Pension Malamuth, Cuxliavener Str. 18. Der Habtmlm Noar Chaturf, GHud Süden, veranstaltet am 20. Janutr, 8.15 Uhr, in dem Heim der BZV., Oranienstr. 170, einen Elternabend. Am dem Programm: Singen hebräischer Lieder, Vorführung des Films: Aus dem Lagrrleben des Hahonim, u, a. m. Naftall Unger aus Erez-Israel (Kwuiah Giwath Brenner) spricht. Eintritt frei. mänlel mit I,cittrt1g einer Ariieitsstulte, geiitite GeorgettemUntel- »trpnrrin, erste und!weite llandnälierinnen für Herrenkoncktion, perfekte Kettlerm für kirnst seidene Damenwäsrhe (Be* trieb). Direktrice für BtlstenhiHterlabrik, junge Direktrice (ür Pylatnai Und Strnndanrüge, perfekte OberliemdenntM hntiderln, geübte Handschuh■ und Pulloverstrickerinnen, aelhständige KrawatlennJlterin (Kehr* hlnder), perf. t.ampenscbirmarbfHerinnen (Cell״n). geübte Puderquastenarlreilrrin, gut aii-geb, F1i־.cu־c1t, Sdiirmmütrenn,Hierin. 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Außerdem suchen wir Paten, die bereit sind, die Jugendlichen durch Zuzählung von Lehrbeihilfen bei der Durchführung der Lehrieit zu unterstützen. — Diejenigen Schüler (innen), die Ostern die Schule verlassen, bitten wir, •ich schon ln der nächsten Zeit bei der Berufsberatung der Jüdischen Gemeinde tu melden. Sprechstunden finden statt! Montag bis Freitag, außer Mittwoch, 9,30 bis 12.30 Uhr, Rosenstr. 2—4, und Donnerstag, nachm. 4 bis 7 Uhr, Bleibtreustr. 2: Sondersprechstunde für di« tu Ostern «bgehenden Schüler:* }fontag bis Mittwoch, 3 bi* 4,30 Uhr, Rosenstr. 2—4. — Arbeitigemeinschaft der Jüd. Arbeitm.chwel»«, Berlin C 2, Rosenstr. 2—4 (Tel: Norden Dl 8711). Aus den Vereinen Synagngen-Vireln Oiten, Rigaer Str. 3. Täglich morgen! und abends Gottesdienst, Abendgottesdienst 8 Uhr. Alle 14 Tage •m Sabbat Predigt durch Rabb. Dr. Rosenwasser. Jeden Dienstag abends nach dem Gottesdienst Vortrag über das Buch Hiob. -- Zweighibllothek Ostent Sonntag von 11 hi* 12 Uhr vorm״ Dien*• tag von 7 bis 8 Uhr nachm. Bilehcrausgabe. SchSneberger Syrt«g״gcn-Ver*lfl, Münchener Str. 37, Täglich nach dem Abendgottesdienst — auch Freitag und Sonnabend — Lehrvor• trage aus dem Gesarptgebict jüdischen Wissen*. Die Dosenten: Rabb» B. Possen, R.-A. Dr, Loeb, Dr. S. Ksimky, Rabb. Dr. Rosenwaster, Vom Stcllcn-Mftrld Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweis*» .Offene Stellen: Gesucht werden für Berlin: perf. Abnehmerin für Kleider (guter Milteigenre) aus KonfektInnsfirma, Htifsdirektfi'ce für Damenkonfektion, erstklassige Bluseniusclineiderln mit Nähen, geübte Damenroekniihorinncn für Betrieb, selbständige Damenkonfektion*• näherin tilr elektrischen Betrieb, perfekte Zuschneiderin für Damen* Kleine Nachrichten Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes E. V. Zuverlässige Frauen, dm bereit sind, die erkrankten Hausfrauen In jeglicher Arbeit gegen Betaklung tu vertreten, werden gebeten, sieh mit Ausweispapicren und Empfehlungen an den nachfolgenden Steffen zu mehlen 1 Charlottcnburg: Frau Garne Goldberg, Wilmersdorf, Württembergische Ktr, 15, Fernruf 1 J2 Oliva 7379, Sprechst: 8—9, 14—18 Uhr, —■ Fried ensu: Frau Hedwig Goldenring, Friedenau, Wilhelmshölter Str! 29, Fernr.r H 8 Wagner 0709, Sprcehst.1 9—10 Uhr. — Horst -W ceie 1- S tedt: Frau Dr. Kiwi. O 17, Stralauer Str, 35, Fcrnr.1 E8 Andreas 2893, Sprechet.! 8—9 Uhr. — Kreuzberg( Frau Sophie Schalem, S, Sebaslianstr. *20, Fernr.: F7 Jannowitz 1480, Sprechst.: 9—10 Uhr, — Lichtenberg: Frau Dr. Kiwi (siehe Horst*Wessel-Stadt). — Lichterfeld«: Frau Hedwig Goldenring (s. Friedenau). — Mittel Frau Trude Kaufmann, N 85. Excrzicrstr. Ha (Jiid. Krkhs.-Fürsorge, Fernr.: D8 Wedding 4446, Sprechet.: 9—13 Uhr, Sonnabends 10—13 Uhr. — Neukölln: Frau Srholcm (s. Kreuzlierg). — Pankow/ Prenalauer Berg: Frau Dr. Neiholf, NO 55. Prenzlauer Allee 16, Fernr.: E3 Könlgsit. 8928, Sprechst.: 9—10 Uhr. — Schöneberg/Steglitz! Frau H. GoMenring (s. Friedenau). — Tempelhof! Frau Scholem (s. Kreutberg). — Tiergarten: Frau Dr. I.lpsehitz, W 80, Marhurger Str. 18, Fern.! B 4 Bavaria 0734, Spreehstr.: 14—18 Uhr. — Wedding: Frau Trude Kaufmann (1. Mitte). — Weißen *ec! Frau Dr. Ncihoff (s. Pankow). — Wlimeradorfi Frau Carrie Goldberg (1. Charlbg.). diiefe■ a*t. die Redaktion Dr. Richard Loewe Kljkdutn post Loosdtilnen (Holland), den 12. 1, 1934. Sehr geehrte Redaktion! In meiner 1902 erschienenen Heidelberger Doktorarbeit heißt es in der Einleitung (S. 9): ״Ich selbst verdanke die Anregung zur Beschäftigung mit der mir bis dahin gänzlich un* bekannten jüdisch-dcutschcn Sprache dem Herrn Theodor Zloclsti." Noch viel weniger kann davon die Rede sein, wie Sie in dem in Nr. 102 der ״J. R." erschienenen Jubilätimsartikel über Richard Loewe schreiben, daß Richard Loewe die Arbeit ״geleitet“ hätte. Vielmehr heißt es in dem zum Schluß hinzugefügten ״Lebenslauf“: ״Allen meinen verehrten Herren Lehrern, besonders aber Herrn Prof. Braune in Heidelberg, der mir vielfache Förderung und Anregung, auch bei der vorliegenden Arbeit, hat zuteil werden lassen, fühle ich mich zu herzlichem Danke verpflichtet. Wie man mich, den ״Lcibfuchs“ Loewes im V. J. St, Berlin, als seinen ״Schüler“ bezeichnen kann, ist mir unerfindlich. — Last not least ist auch durchaus abwegig, von dem ״Holländer Jakob Gerzon" zu •prechen. Erst nachdem Ich in zwei preußischen Infanterieregimen• fern meiner Dienstpflicht genügt hatte, wandte ich mich nach Holland, wo ich 1909 naturalisiert wurde. Dr, Jacob Oerzon. 4: Hcbrülich-ichreibende Weitjuden Memel, den 14. Januar 1934. Sehr geehrte Redaktion! Es muß unbedingt ergänzt werden, daß nach der Aera Moses Mcndelsohtis gerade außerordentlich namhafte Jüdische Gelehrte in Deutschland auch hebräisch geschrieben haben. Der Altmeister der Wissenschaft des Judentums, Leopold Z u n z, schrieb im vortrefflichen Hebräisch im ״Keren Chemed“ V 1841 die Biographie des italienischen Oclenrtcn Asarja de Rossi; ferner die Einleitung zu Nachman Krochmal More Nebuche ha-Seman, Lemberg 1851. Zunzens Altersgenosse, der erste jüdische Geschichtsschreiber in deutscher Sprache, J. M. lost, schrieb in der hebräischen Wochenschrift ״Hama- Eid" Nr. 42 1860 einen längeren Brief, worin er seine weitere Mitarbeit zusagte. Abraham Geiger verfaßte eine größere Anzahl von Abhandlungen in hebräischer Sprache, die in den Monats- und Jahresschriften seiner Zeit erschienen und in seinen nachgelassenen Schritten in 5 Bänden von Raphael Kirchhcim (1877) in einem besonderen Anhang gesammelt wurden. Zum 100. Geburtstage (1910) hat Dr. Samuel Poznanski die hebräischen Abhandlungen Abr. Geigers neu berausgegeben und bearbeitet. (Tuschija Warschau.) Dr. Raphael Kircnheim hat in hebräischer Sprache (1851) ein Werk ״Karmö Schomron“*Geschichte der Samariter veröffentlich*. Der jüngst verstorbene Königsberger Rabbiner Professor Felix Perles hat in der Schriftenreihe der hebräischen Universität seinen Eröffnungsvortrag (1927) in Jerusalem publiziert. Zu erwähnen sind noch Professor Dr. Abraham Berliner und Rabbiner Dr. L. A. RosenthaI. Damit aber ist diese Liste noch lange nicht erschöpft. Leon Scheinhaus. . J״.Nr•,4 dD ^11״dschau״ war die Mitteilung enthalten, Im Ruthenberg-Kraftwerk am Zusammenfluß von Jordan .und Jarkon ״1* ‘»יe neue Turbine aufgestellt worden. Jorditn ״c^ heißen, am Zusammenfluß von J ■ r m u k und