Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 80 (7.10.1932)
- Date
- 1932-10-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ate 392 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 80. 7. X. 1932 Aus den Gemeinden Anläßlich des 85. Geburtstages des Präsidenten Minden• barg haben die Jüdische Gemeinde Berlin, sowie der Freubische Landesverband Jüdischer Gemeinden und die Reichsarbeitsgemeinschaft an den Reichspräsidenten Schreiben gerichtet. Im Briefe des Landesverbandes heißt es u. a.: ״ln einem Augenblick, in dem weiteste Kreise des deutschen Volkes in Lic' e und Ehrfurcht Ihrer gedenken, sind es besonders die deutschen Juden, die in Ihnen den würdigen Vertreter wahret deutscher Gesinnung und Hort d e u t s c h e r Gerechtigkeit sehen.“ . . Sollte es dem Preußischen Landesverband Jüdacher Gemeinden unbekannt sein, daß wahre Gerechtigkeit schmückender Beiworte wie deutsch, jüdisch, französisch oder englisch entraten kann? * Breslau. Die Repräsentantenversammlung der Breslauer Gemeinde ist auf Grund einer Einheitsliste im Jahre 1930 zusiandegekornmen. Ordentliche Wahlen, so wurde damals vereinbart, sollten unter günstigeren politischen und Wirtschaftliehen Verhältnissen durchgeführt werden. In diesem Jahre waren, nach dem damaligen Liebereinkommen, Gemeindewaltien fähig. Alit Rücksicht auf die herrschenden Verhältnisse besteht die Absicht, den Status quo um ein Jahr zu verlängern, lnzwischen ist aber eine neue Gemeindepartei, welche hauptsächlieh werktätige Mitglieder umfaßt, auf den Plan getreten, die eine angemessene Vertretung für sich beansprucht. Die Parteien sind bereit, der neuen Partei in der Weise entgegenzukommen, daß deren Vertreter in einzelnen üemcindeausschüsscn ihre Desiäo: ta Vorbringen können. Wenn dieser Vorschlag endgültige Billigung aller Beteiligten finden sollte, dann dürften die Bres- Jauer Gemeindewahlen in diesem Jahre unterbleiben. * Der Vorstand der WienerlsraelitischenKultusgemeinde forderte sämtliche 32 jüdischen Gemeinden Oesterreichs zur Schaffung einer gemeinsamen Repräsentanz auf. Insbesondere bei Verteidigung der jüdischen Gleichberechtigung und bei den Be- Strebungen, staatliche Zuschüsse für jüdische religiöse Zwecke zu erhalten, wären weit bessere Erfolgsmöglichkeiten gegeben, wenn die jüdischen Forderungen der Regierung und den maßgebenden behördlichen Stellen durch eine einheitliche Repräsentanz aller jüdischen Gemeinden Oesterreichs vorgetragen werden würden. Die Einladung des Wiener Kultusvorstandes haben bisher 19 Gemeinden zustimmend beantwortet. Der Freitagabendgottesdienst von Heinrich Schallt (in der Berliner Synagoge Lützowstraße, am 16. •September) ist — wie wir aus Urteilen von Hörern entnehmen — vielen irrtümlichen Auffassungen begegnet. Wir haben es hier weder mit einer Wiedererweckung orientalisch-jüdischer Musik (Arno Nadel), noch mit einer direkten Anlehnung an die älteste Form der kathrlischen Kultmusik (Gregorianik) zu tun. Heinrich Schalit ist von den Grundlagen des russischen Nachromantikers Mussorgski, also vom russischen Kirchengesang, beeindruckt, der sowohl Elemente des gregorianischen Chorals enthält als auch zum russischen Volkslied in Beziehung steht. Diese neue liturgische Musik hat einen allgemein-kirchlichen Charakter; am meisten Verwandtschaft hat sie mit katholischer Kirchenmusik, was durch die — übrigens außerordentlich delikat verwandte — Orgelbegleitung noch betont wird. Es ist ein Trugschluß anzunehmen, daß man auf dem Umweg üb;.• den gregorianischen Gesang, der vermutlich der orienta'.isch-jüdischcn Kultmusik entstammt, diese wieder rekonstrc.’ib'v erschließen kann (—wie Hugo Leichtentritt in seinem Aufsatz im ״Gemeindeblatt‘' angedeutet hat- —) und falb Schalit etwas Derartiges beabsichtigt haben sollte, so ist sein Werk eben der beste Beweis dafür, daß es so nicht geht. Eine Erneuerung der jüdischen Synagogenmusik kann eben mir durch direkte Wiederanknüpfung an das Orientalisch- Jüdische und seine Auswirkungen in der frühjüdischen Musik Osteuropas gelingen. Hier sind unsere ältesten Traditionen verankert. Man tut aber dem Werk von Schalit wahrschein־ lieh Unrecht, wenn man es von dieser Seite her befrachtet. Das Wesentliche ist, daß man endlich einmal den Mut gehabt hat, in einer liberalen Berliner Synagoge der Gemeinde etwas vorzusetzen, wodurch die Epoche Lewandowsky der Gesinnung nach überholt ist — wenngleich es sich hier keineswegs um eine Komposition handelt^ die etwa mit zcitgenössisehen Mitteln ältestes Musikgut lebendig macht. Man muß auch keineswegs mit dieser Arbeit oder mit ihren Einzel- Partien einverstanden sein. Sicherlich hat sie die Vorzüge eines einheitlichen und kultivierten Musikstils und einer unsentimentalen Feierlichkeit. Sie ist natürlich der Kantorenmusik, die man im allgemeinen in der Synagoge zu hören bekommt, turmhoch überlegen. Trotz vieler Schönheiten fällt es jedoch schwer, sich von dieser vielfach konstruierten und schemenhaften Musik ergreifen zu lassen: es fehlt uns die El.. , Farbigkeit und Vividität echter jüdischer Musik; die Rezitative wirken nicht improvisiert, sondern geschrieben; die antikisierende mystizistische Monotonie zwingt uns nur an seltenen Stellen in ihren Bann. Und daran konnte weder der brave Vortrag des Oberkantors John noch Alexander Weinbaums Chorleitung etwas ändern. Alice Jacob-Loewenson. Jüdische Kinderschutzfragen. Am 4. September fand in Düsseldorf die diesjährige Vorstandssitzung der Zent r als teile für jüdisches Pflegestellen wesen und jüdische Adoptionsvermittlung, Vertrauens- und Beratungsstelle für Mütter, Elberfeld, Genügsamkeitstr. 7, statt, in ihren Einführungsworten stellte Frau Sam u e 1 fest, daß der Schwerpunkt der Arbeit zurzeit im Pflegevvesen liegt, obwohl im Berichtsjahr noch 11 Adoptionen getätigt werden konnten Neben der Ueberweisung jüdischer Kinder aus andersgläubiger Umgebung und der möglichst schnellen Unterbringung jüdischer Neugeborener in jüdische Pflege wurde hautiger die von Behörden verlangte Ueberweisung aus Anstalten 111 Famiüenpflege vermittelt. Bei der heute mehr denn je durch die Behörden erfolgten Herausnahme von Kindern aus Anstalton — wobei meistens finanzielle Gesichtspunkte maßgebend sind — soll die Zentralstelle je nach Lage des Falles sich in die Verhandlungen zwischen Behörde bzw. Entsendestelle und Anstalt einschalten, um evtl., wenn es im Interesse des Kindes liegt, eine Belassung in der Anstalt zu erreichen. Die Zentralstelle soll ferner erneut ihre Vermitthmgs- und Vertrauensstellen, vor allem in den Universitätsstädten, darauf hinweisen, dem!11..!; ae!1 unehelichen Neugeborenen besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. — Im Hinblick auf die Schwanferenhilfe soll die Zentralstelle den Untertitel ״Vertrauens- und eratungsstelle für Mütter“ führen. — Es erwies sich als notwendig, die Landesjugendämter erneut darauf aufmerksam zu machen, daß für Kinder jüdischer Mütter die Möglichkeit der Unterbringung in geeignete jüdisch? pflege- bzw. Adoptivrarailien besteht. — Sodann wurde nochmals betont, daß bei Ado׳', onsVermittlungen auch strengste Diskretion in den Anstalten gewahrt und daß auch diese die Einsendung der notw ״.:iigeu Unterlagen bei Meldung eines Kindes unterstützen müssen. — An Stelle der bisherigen Schatzrneistcrin Frau 1 s a c - s o n (Barmen), welche sieben Jahre das Amt als Seliatzmeisterin innegehabt hat, wurde Frau Solms (Düsseldorf) gewählt. Ortsgruppen Beuthcn. Am 19. September hielt Herr Rabbiner Dr. S i m 0 ns oh n - Breslau in der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe einen Vortrag über: ״Erlebtes und Erlauschtes in Erez Israel'‘. Der große Saal des Hotel Kaiserhof war mit hiesigen und auswärtigen Palästinafreunden dicht besetzt. Man bemerkte auch Leute, die zu den Veranstaltungen der Ortsgruppe sonst nicht zu erscheinen pflegen. Dr. Simonsohn war in diesem Frühjahr zum zweiten Male im Lande, das er vor sieben Jahren das erstemal besucht hat. Er konnte darüber Rechenschaft ablegen, welche Fortschritte der Aufbau in Stadt und Land bei der Pflanzungs- und gemischten Wirtschaft, beim Handwerk, bei der Industrie und dem Häuserbau erkennen läßt. Er gab uns Kunde von der zuversichtlichen Stimmung, die z. Zt. in allen Teilen des Jischuw herrscht. Sie bildet einen erfreulichen Gegensatz zu der Depression, die allenthalben in unseren Ländern auf den Menschen lastet. Der Hauptwert des Vortrages bestand jedoch in der Schilderung der kulturellen Situation des alten und des neuen Jischuw. Wir haben in den letzten Monaten schon mannigfache Berichte von Palästinafahrern entgegengenommen, aber noch keinen wie von diesem Redner, der mit Wissen und mit Weisheit die Wege unseres Volkes begleitet und erlauscht, was in seiner Seele lebt. Seine Worte waren uns eine frohe Botschaft, da wir heraushören konnten, daß trotz alledem eine geistige Annäherung spürbar wird zwischen demjenigen Teil des Jischuw, welcher hundertprozentig in den traditionellen Werten des Judentums wurzeit und zwischen den Menschen, die an einem neuen Sinn um ihr Judesein arbeiten. Der Vorsitzende, Arnold Wiener, hat das Besondere des Simonsohnschen Vortrages in seinem Dankwort aufgezeigt und die Veranstaltung als einen wirkungsvollen Auftakt für die Rosch Haschanah-Aktion des Keren Kajemeth gewürdigt. Nach dem Vortrage blieb noch ein Kreis von einheimischen und auswärtigen Persönlichkeiten beisammen und nahm von dem Redner einen Bericht über die Jüdische Schule in Breslau entgegen. Es ist auf diesem Wege Herrn Dr. Simonsohn gelungen, die Provinz über den in ji'idischem Sinne so eminent wertvollen Aufbau zu unterrichten, der da vor sich geht, und uns dafür zu interessieren, auch unsere Jugend in den Fällen, wo sich dies ermöglichen läßt, der Breslauer Anstalt zuzuführen. Leipzig. Als Auftakt für die Winterarbeit zählten wir eine Veranstaltung, die in anderen Ortsgruppen, besonders in der Tschechoslowakei, schon heimisch geworden ist: ״Die GesprochcneZeitun g“. Dank der liebenswürdigen Leitung durch unseren Gesinnungsgenossen Dr. Fritz Ullraann aus Karlsbad konnte dieser Abend zu einem vollen Gelingen geführt werden. Schon äußerlich dokumentierte sich dies durch den erfreulich guten Besuch der Veranstaltung. Die erste Nummer der ״Gesprochenen Zeitung“ in Leipzig enthielt neben zwei Berichten über den Frankfurter Delegiertentag ein humorvolles palästinensisches Feuilleton, sowie Darlegungen über Wahlrechtsfragen der Leipziger Jüdischen Gemeinde und eine instruktive Darstellung der letzten Makkabitagung mitsamt den Leipziger Makkabi-Wettkämpfen. Selbstverständlich kamen sowohl Keren Hajessod als auch Keren Kajemeth zur Sprache. Mag auch immerhin das Neuartige den guten Besuch des Abends mit veranlaßt haben, so rechtfertigt doch vor allen Dingen der günstige, sachliche Verlauf, entgegen den anfänglichen Bedenken mancher Zweifler, die Fortführung dieser Veranstaltungen. Besonders aber sei auch von dieser Stelle Herrn Dr. Fritz Uilmann nochmals für die Einführung dieser ersten Nummer gedankt. Vermischte» Dr. Werner Bloch, der mehrere Jahre die Arbeit der Ber- Iiner Zionistischen Vereinigung geleitet hat und zwischendurch auch im Dienste der Zionistischen Exekutive in anderen Ländern Europas tätig war, begibt sich dieser Tage mit seiner Familie nach Palästina, um ein Engagement bei der ״Jüdischen Waisenhilfe“ in Ben Schemen anzutreten. Dr. Bloch, der sich in seiner Arbeit eine große Beliebtheit in der zionistischen Welt zu erwerben vermochte, begleiten auf seinem Wege die herzliehen Wünsche seiner Freunde und Kollegen. Die Beamten der Vereinigten zionistischen Büros in Berlin haben an einem Teeabend von Herrn und Frau Dr. Bloch Abschied genommen. Von der Keren Hajessod-Arbeit in Deutschland. Richtig- Stellung: ln dem Bericht des Deutschen Keren Hajessod an den Frankfurter Delegiertentag ist im Verzeichnis der ehrenamtlichen Mitarbeiter infolge eines technischen Versehens leider der Name von Univ.-Prof. Dr. Adolf F r a e n k e 1, Kiel, ausgefallen, dem der Deutsche Keren Hajessod für seine ständige Hilfsbereitschaft zu besonderem Dank verpflichtet ist. Prof. Fraenkei hat sich im Laufe dieses Jahres in einer Reihe von Zirkelveranstaltungen und öffentlichen Vorträgen in mehreren Orten außerordentlich wirkungsvoll für das jüdische Palästinawerk eingesetzt; er hat sich auch als einer der ersten schon nach dem Delegiertentag für die diesjährige Herbstaktion zur Verfügung gestellt und in deren Rahmen in den letzten Tagen mit sehr gutem Erfolg in Augsburg und Erfurt gesprechen. Wirtschaftsfördernde Palästinaarbeit. Bei dem Artikel in der vorigen Nummer der ,,Jüdischen Rundschau“ ist versehentlieh der Name des Autors, Dr. Elieser Aschers, weggefallen. Die Levante-Ausstellung ln Bari. Auf der italienischen Levante-Ausstellung in Bari war Palästina in einem eigenen Pavillon sehr gut vertreten. Der Eindruck, den die palästinensischen Exponate machten, wird in der italienischen Zeitung ״Piera de Livante“ ti. a. folgendermaßen geschildert: ״Die Ausstellung, welche im Palast der Nationen untergebracht ist, hat die Aufmerksamkeit des Prinzen von Aosta erweckt, der sich gegenüber Herrn Klingweil, dem Vertreter der Industrielien Palästinas und Herrn Luzatto, dem Vertreter der Zionistischen Organisation und der zionistischen Fonds, dahin äußerte, ,,daß die Objekte im Palästina-Pavillon überraschen mul Bewunderung erwecken müssen.•‘ Das italienische Blatt macht besonders auf die ausgezeichnet ausgestattete Broschüre des Keren Hajessod ״Dieci Anni Di Lavoro Di Ricostruzione in Erez Israel“ (Zehn Jahre Aufbau in Palästina) aufmerksam, deren Ausstattung einen glanzenden Beweis von der Leistungsfähigkeit Palästinas auf graphischem Gebiete ablegt. Die Hebräische Lehranstalt der jüdischen Gemeinde zu Berlin hält Kurse ab im Zentrum der Stadt (Gr. Hamburger Straße 27) und im Westen (Klopstockstr. 58, am Bahnhof Tiergarten). Die Teilnehmer der Kurse setzen sich aus Schülern, Studenten, Kaufleuten und Lehrern zusammen. Der Unterricht wird nachmittags und abends abgehalten. Es wird zweimal wöchentlich — insgesamt 4—5 Wochenstunden — unterrichtet. Das Schulgeld beträgt 2 RM. monatlich, für Studenten, Schüler und Lehrlinge 1 RM. Zum Zwecke der Anschaffung von Lehr- und Lesematerial wird ein Bibliotheksbeitrag von monatlich 50 resp. 25 Pf. erhoben. Auf Antrag kann das Schulgeld ermäßigt oder erlassen werden. Beginn des Unterrichts in den Anfang erklasscn: A) Gr. Hamburger Str. 27: a) Für Erwachsene: Montag, den 17. Oktober, 201/2 Uhr (Unterrichtszeit: Montag und Mittwoch, 20/0—22 Uhr); b) für Jüngere: Donnerstag, den 13. Oktober, 16י G Uhr (Unterrichtszeit: Montag IS l()i'2 Uhr, Donnerstag HVU—18 Uhr). B. Klopstock- Straße 5S: a) Für Erwachsene: Dienstag, den 18. Oktober, 20 Uhr (Unterrichtszeit: Dienstag 20—2ly* Uhr und Sonnabend nach Sabbatausgang. Zeit nach Vereinbarung); b) für Jüngere: Montag, den 17. Oktober, 16 Uhr (Unterrichtszeit: Montag 16—171/2 Uhr. Die andere Stunde wird noch vereinbart). Beginn des Unterrichts in den Klassen für Fortgeschrittene: Ab Donnerstag, den 13. Oktober. Der Stundenplan bleibt unverändert. Auskunft erteilt der Schulleiter N. Berggrün, Grunewald, Trabcner Str. 2 (Tel.: H 5, Brabant 501). Das Simchath Thora-Fest des Zeire Misrachi findet am 23. Oktober, abends 8>/* Uhr, im großen Saal der Loge, Joachimsthaler Str. 13, statt. ״Geschnorrte Braut“ heißt das Stück von Cuno Lehrmann, welches von einer Spielgruppe des Zeire Misrachi unter Leitung von Dr. Benno Wünsch und Mit- Wirkung von Erich Conradi aufgeführt wird. Musikalische Darbictungen und Rezitationen bilden das weitere Programm. Reichhaltige billige Tombola. Der Reinertrag fließt dem Keren Kajemeth und den Institutionen des Zeire Misrachi zu. — Karten zu M. 0,50, 1,— und 2,— im Büro des Misrachi, N., Rosenthaler Straße 55, im Büro des KKL, Meinekestraße 10, und bei Heinz Orünwald, Cuxhavener Str. 12. Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde Berlin. Zum Leiter der Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Krankheiten im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ist Herr Dr. Josef Lach mann gewählt worden. Herr Dr. Lachmann wird die oliklinische Behandlung und die Betreuung der im Krankenaus selbst aufgenommenen Patienten übernehmen. Haschomer Hazair. Die Adresse der Deutschen Landes- Organisation des Haschomer Hazair lautet: Berlin N54, Brunnenstraße 181. Frankfurt a. M. Zionistische Schülergruppe (ZSG.). Samstag, den 8. Oktober, abends, pünktlich 201/1 Unr, spricht im Jüd. Jugendheim, Eschenh. Landstr. 65 (II. Stock, großer Saal), Universitätsdozent Dr. Nahum Olatzer über ״Jehuda Halewi und seine Zeit“. Unkostenbeitrag 10 Pf. Fünf Minuten Pressebericht. Auszeichnung eines Palästinensers. Eliahu Cholodenk o aus Tel-Awiw bestand vorige Woche als Erster unter 30 Prüflingen mit Auszeichnung irn Hauptfach Klavier die staatliche Privatmusiklehrerprüfung in Berlin. Herr Cholodenko hat schon Gelegenheit gehabt, in mehreren hebräischen Veranstaltungen mit seinem Klavierspiel besondere Aufmerk־ samkeit aur sich zu lenken. Kadimah. Vom ״Kadimah“ wird uns geschrieben: Eine Notiz des ״Britii Hanoar schel Misrachi“ in Nr. 72 der ״Jüd. Rundschau“ erweckt den Anschein, als bestände für religiöse Menschen seit dem letzten Bundestag keine Möglichkeit mehr, im Kadimah zu arbeiten. Wir legen Wert auf die Feststellung, daß dies nicht der Wahrheit entspricht, sondern nur die subjektive Meinung einiger Chawerim ist, die den Weg des leichteren Widerstands gingen, indem sie es autgegeben haben, mit anderen zusammen für ihre Meinung in unserem Bunde einzutreten. Wir stellen fest, daß nach wie vor in unserem Bunde Menschen sind, die sich bemühen, nach dem Grundsatz Thora weawodah zu leben und zu erziehen. Köln. Am Sonntag, dem 16. Oktober, findet in der Rheinlandloge, Cäcilienstraße, das in vielen Orten Deutschlands mit großem Erfolg aufgeführte Lehrstück ״Die einzige Lös u n g“ als Erstaufführung statt. Aufführende: sämtliche zionistischen Jugendbünde Kölns. Karten Aarverkauf: bei den Jugendbünden und an der Theaterkasse bei Tietz, Hohestraße. Lebensrettung. Wie uns mitgeteilt wird, berichtete kürzlieh die dänische Zeitung ״Nordsjoelland“ über die Lebensrettung eines Bäckergesellen durch einen deutschen Kaufmann Erich Altmann. Dieser Erich Altmann, der aus Stettin stammt, beteiligte sich früher sehr an der jüdischen Jugendbewegung (Blau-Weiß). Er hat vorher bereits drei Ertrinkende aus dem Wasser geholt. Lehrerin gesucht. Wir sind evtl, in der Lage, einer Gesinnungsgenossin, die die Berechtigung hat, an einer städtisehen jüdischen Schule zu unterrichten, einen Posten nachzuweisen. Geeignete Bewerberinnen wollen sich unter Aufgäbe von Referenzen sofort wenden an: die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Amtseinführung, ln Bad K iss in gen fand dieser Tage die feierliche Amtseinführung des neuen Rabbiners Dr. Max Ephrajm aus Burgpreppach statt. Bei der Feier waren Vertreter der Behörden, sowie der katholischen und evangelischen Geistlichkeit und andere Persönlichkeiten anwesend. Oberbürgermeister Dr. Pollwein hielt eine Begrüßungsansprache, in der er sich für das friedliche Zusammenwirken der Konfessionen aussprach. Gottesdienste. Freitag, den 7. Oktober, abends: In den Synagogen mit altem Ritus, Synagogen Lindenstr., Friedenstempel und Köpenick und Aliervcrsorgungsanstattcn: 5,30 Uhr: Nene Synagoge, Syn. Lützowstr., Fasanenstr. und Levctzowstr.: 6 Uhr; Syn. Schmar* gendorf (Altersheim!, Berkaer Str.: 7 Uhr; Syn. Prinzrcgentenstr.: 7.15 Uhr. In den Orgclsvnagogcn: Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, den 8. Oktober (Sabbat Schuwoh), morgens: Alto Synagoge: 8.30 Uhr, andere Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Friihgottcsdienst: Syn. Rykestr. und Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: 6,45 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst 7,30 Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Synagoge Küpenick: 9.45 Uhr; Synagoge Schmargendorf: 10 Uhr. Schrifterklärung: Syn.. Münchener Str.: Dr. A. Lew; Syn. Grunewald: Dr. Cohn. Jugendgoltesdienst: 12—1 Uhr: Gemeindeschule, Bochumer Str. 8c, Leiter: Lehrer J. Wachsmann; 4 Uhr: Syn. Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: Dr. Frankfurter: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy. Alte Synagoge: 4 Uhr: llalachisrher Vortrag des Herrn Dr. Freimann über: Zuverlässigkeit in Ritualangelegenheiten. Sabbat-Ausgang: 6.11 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: Sonntag, den 9. Oktober (Erevv Jom Kippur) in allen Synagogen: Minrha: 2 Uhr. Abends: vom 11. Oktober ab: in allen Synagogen: 5.15 Uhr. Morgens: Synagogen mit altem Ritus (außer Syn. Pestalozz.istr.) 9. Oktober: 6.15 Uhr, Syn. Pestalozzistr. 6.30 Uhr; vom 11. Oktober ab• (aufSer Pestalozzistr.): 0.30 Uhr, Syn. Pcstalomistr.: 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. — Gottesdienst am Versöhnungstag: Sonntag, den 9. Oktober, abends: In allen Svnagogen und ßolsälcn : 5.30 Uhr. Montag, den 10. Oktober: In den Synagogen und Betsälen mit altem Ritus: 8.30 Uhr, in den Synagogen und Beisälen mit neuem Ritus: 9 Uhr. Festausgang: 6.06 Uhr. Gottesdienst des Beth Hamidrasch, Rosenthaler Str. 55. begründet vom Misrachi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Berliner Kniender Beth-Am Iwri. Mittwoch, den 12. Oktober, 81/2 Uhr abends, spricht im Both-Am Iwri Dr. Fritz Loewenstein über ״Der deutsche Zionismus im gegenwärtigen Moment". (Analyse und Kritik.) Gäste willkommen. Kundgebung der jüdischen religiösen •Jugend Berlins: ״Galuthnot — Gesetzestreue Jugend — Erez Israel'4. Sonnabend, den 8. Oktober, Hauptreferent: Dr. O. Wolfsberg. In den Sophiensälen, Sophienstraße, abends 8 Uhr. בית־עם עברי• ביום ד׳ 12 באוקטובר ב ״״8 שעות בערב ארצה הד״ד פריץ לוונשטיין על הנושא: »הציונית הגרמנית בשעה זו" (דברי בקורת), אורחים רצויים• הכניסה חפשית•