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Jüdische Rundschau · 1932-08-19 · Heft 66 (19.8.1932) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 66 (19.8.1932)
Date
1932-08-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 66, 19. Vm. 1932 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 317 Die besonderen Aufgaben des deutschen Zionismus Zur Vorbereitung des Delegierieniegct Von Dr. Alfred Landsberg. I. Der Delegiertentag der Z. V. f. D. tagt In einer Zeit, In der die Existenz des deutschen Judentums aufs höchste bedroht ist. Was auch immer die stärkste Partei im Reich, zur Mitverantwortung herangezogen, von ihrem Judenprogramm verwirklichen mag, die deutsche Judenheit sieht die Errungenschaften des 19. Jahrhunderts gefährdet: die poiitische Freiheit, die wirtschaftliche Sicherung, die kulturelle Position in der deutschen Umwelt. Der deutsche Zionismus hat die Pflicht, wenn er in solcher Zeit zu seinem Delegiertentag rüstet, in erster Linie zu dieser Lage des deutschen Judentums aus zionistischer Erkenntnis heraus Stellung zu nehmen. Alle anderen Fragen müssen dagegen zurücktreten. Auch unsere Kongresse und A. C.-Sitzungen hätten — wie wir oft gefordert haben — in den vergangenen Jahren besser daran getan, einen Teil der Zeit, die außenpolitischen Debatten gewidmet war, für die Klärung der inneren Situation im Zionismus zu nützen, neue Wege der Propaganda und der Erziehung zu suchen und damit neue Antriebe zum Kampf zu gewinnen, sei es der notwendige Kampf innerhalb der jüdisehen Gemeinschaft, sei es der Kampf gegen politische und wirtschaftliche Widerstände von außen her. Zionistisches Erlebnis ist stets aus dem Galuth erwachsen, aus der Erkenntnis der Judenfrage, die nicht eine Erfindung gehässiger und böswilliger Gegner ist, aus der Erkenntnis weiterhin, daß niemand unser Geschick meistern kann, als wir selbst, und daß wir frei im höchsten Sinne nur im eigenen Lande und auf eigenem Boden werden. Unsere Gegner, die unsere Erkenntnis bestritten haben, haben nacli einem Kampf von 120 Jahren Schiffbruch erlitten, und wir können in solchen Augenblicken erwarten, daß sie wacher und aufgeschlossener auf uns hören, als es in der vergangenen Zeit geschah. Wir nehmen also erneut die Auseinandersetzung mit ihnen auf, aber wir unterschätzen die Schwierigkeiten nicht, denen auch wir gegenüberstehen. II. Palästina ist nicht imstande, die notleidenden Massen In aller Weit oder auch nur einen erheblichen Bruchteil von ihnen aufzunehmen. Wir vermögen das Galuth nicht aufzuheben, aber im Mittelpunkt unserer Lösung steht trotz allem Palästina. Die deutsche Judenheit in ihrer Mehrheit hat sich bisher negativ, ja vielfach feindlich gegenüber diesem jüdischen Palästina eingestellt. Wir haben die Pflicht, die uns gegnerischen Gruppen in dieser Schicksalsstunde zur Verantwortung zu ziehen: sie haben es verhindert, daßjüdische Menschen in größerer Zahl, als es jetzt der Fall ist, sich dort ein freies, menschenwürdiges und volljüdisches Dasein aufbauen konnten. Hätte es die deutsche Judenheit fertiggebracht, in den letzten 15 Jahren den seelischen Elan und die Mittel aufzubringen, um Tausenden junger jüdischer Mensehen aus Deutschland die Ansiedlung in Palästina möglich zu machen, hätte man sich von einem geringen Bruchteil des Geldes getrennt, das man in der Wirtschaftskrisis dann verloren hat, wäre man zur Tat bereit gewesen, statt in Resolutionen und Proklamationen das jüdische Palästinawerk und die Bewegung, die hinter ihm steht, zu verdächtigen und zu verkleinern, hätte man die Chance, die die Jewish Agency bot, ergriffen, so hätten in Palästina deutsche Juden in weit größerer Zahl Wurzel fassen können als es gegen alle Widerstände dennoch geschehen ist. Die moralische und Wirtschaftliehe Krisis des deutschen Judentums wäre damit allein noch nicht behoben; aber man stelle sich vor, was es auch für Zurückbleibende bedeutet hätte, wenn einige Tausend junger jüdischer Menschen — heute wirtschaftlich entwurzelt und moralisch gebrochen — den Weg in die Freiheit gegangen wären. Mehr fast als diese Rettiing Einzelner hätte es bedeutet, daß damit der Kontakt der deutschen Juden mit Palästina enger geschlossen worden und zugleich damit auch der Weg zu der Einheitsfront der deutschen Juden auf allen Gebieten offen gewesen wäre. Man hat sich in einer Zeit schwerster Bedrängnis diesem jüdischen Palästina ferngehalten und sich damit des Hochgefühls beraubt, das die Verbindung mit dem neuen Leben dort jedem verleiht, der daran Anteil nimmt und dafür arbeitet. Wir haben gewiß nie die Schwierigkeiten verkannt, die es auch dort gibt: die Enge des Landes, die Schwierigkeiten des Bodens, die Araber, die laue Unterstützung unseres Werkes durch die Mandatarmacht. Aber wir fühlten uns eins mit jenem Häuflein starker Juden dort, die allen diesen Schwierigkeiten trotzen — unter Einsetzung ihres Lebens, wenn es nottut — und ״zwar nicht sicher, doch tätig — frei zu leben״ vermögen, um mit dem sterbenden ״Faust“ zu sprechen. Dieses von vielen Gewalten bedrohte, aber ״tätig-freie“, schöpferische Leben, ist das stolzeste Ziel, das eine Gemeinschaft erreichen kann, und am Traktor der jüdischen Siedlung, im Getriebe der jüdischen Stadt, die sich dehnt Und weitet, vollzieht sich die Erneuerung einer jüdischen Gemeinschaft, heute nur knapp 200 000, morgen mehr und mehr, trotz aller Schwierigkeiten — wenn nur die Juden wollen. Dieses ״Wollen“, das mit den Pionieren verbindet, dieses für sie leben und arbeiten, läßt schon hier im Galuth ein Stück von der Freiheit gewännen, die es dort drüben ganz und ungebrochen gibt. Noch ist es nicht zu spät, und mit all der Kraft, die uns das Freiheitsgefühl Palästinas verleiht, haben wir erneut die deutsche Judenheit, und insbesondere ihre Jugend, aufzurufen und ihr diesen einzigen, beglückenden Weg heraus aus tiefster Not aufzuzeigen. III. Ist somit ein Stück Freiheit aus der Enge, In der wir leben, gewonnen, so ist damit noch nicht alles getan. Auch wir leben hier und auch uns ist — trotz Palästinas — ein weites Stück Lebensraum genommen, wenn man uns den deutsehen Boden streitig macht. Der deutsche Jude ist tief in deutsches Geistesleben eingewurzelt, er hat die deutsche Sprache, die deutsche Landschaft, den deutschen Geist in seiner höchsten Form als eigenes erlebt und erworben — und kann davon nichts preisgeben, solange er in Deutschland lebt. Alle Versuche, sich von diesem deutschen Leben abzukapseln, halten wir für aussichtslos. Wenn neuerdings von einem Nicht-Zionisten wirtschaftliche und kulturelle Autonomie für die deutsehen Juden in Vorschlag gebracht wurde, so verwerfen wir diesen Plan, und zwar unabhängig davon, wie wir uns zu der Frage der jüdischen Autonomie fn Ländern jüdisdher Massensiedlung stellen. Angesichts der Schichtung der deutsehen Juden Ist er lebensfremd und undurchführbar. Das trifft in gleicher Weise auf die Forderung zu, die jüngst Dr. Alfred Marcus unter dem Schlagwort ״Non Cooperation" aufgestellt hat. Das ist gerade das Tragische an der deutsch-jüdischen Lage, daß angesichts der weitgehenden Zerstreuung der deutsehen Juden eine Konzentrierung im Jüdischen nur beschränkt möglich ist. Was an unmittelbarem Erleben an uns herankommt, in fast jedem Bezirk des Alltags, im Beruf, in der Sprache, in Politik, in Kunst, ist deutsch, und alles Jüdische empfangen wir mehr oder weniger mittelbar durch das Buch, durch Lernen, durch Gebet, und selbst das Leben Palästinas kommt nur durch das Mittel der Zeitung, des Berichtes, des Bildes zu uns. Wir können die hebräische Sprache pflegen, Muttersprache wird sie uns nie in Deutschland sein; niemand, dem um wahrhaftige Klärung zu tun ist, kann diese unabänderliche Wirklichkeit leugnen. Wir wollen also um unser deutsches Dasein kämpfen, wie die andern, aber Ausfallspforte zu diesem Kampf ist unser jüdischer Besitz, von dem wir nichts preisgeben. Wir füllen ihn auf, so sehr wir können, und tun es nicht nur im seelischen, geistigen, religiösen, mithin in Gebieten, die in der Realität unkontrollierbar sind, wir leben mit der Wirklichkeit Palästinas, durch die wir unser jüdisches Erbe bewahren und verlebendigen. Hält man uns vor, daß diese Verbindung mit dem ganzen Volk und mit dem Lande Palästina uns das Recht hier streitig machen kann, so antworten wir zunächst, daß, wenn es so sei, wir es hinnehmen müßten. Wir halten fest an dieser unserer Grund- Stellung auf die Gefahr hin, daß dadurch der Kampf mit der Umwelt vergebens sei. Es gilt jedoch zu beweisen, daß wir gerade dadurch die Stärke gewinnen, die uns diesen Kampf besser bestehen läßt, als es jene vermögen, die im Anfang sich ״deutsch“ legitimieren und von der ״Pflege unbeirrter deutscher Gesinnung" ausgehen. Der Kampf ging in der Vergangenheit, In der liberalen Epoche, um die Gleichberechtigung der Juden im weitesten Sinne, um das ״Gleichwerden“ mit den anderen. Er hat nie zum Ziel geführt, stets blieb ein beträchtlicher Rest unerobert. Nur einmal schien der Sieg vollkommen errungen, in der deutsehen Revolution, als Juden sich an die Spitze des deutschen Volkes stellten, sei es als tätige Revolutionäre, sei es nachher innerhalb der Demokratie als Außenminister. Damals war das letzte und fernste Feld besetzt. Sofort aber erfolgte der schrecklichste Rückschlag. Aus dem bis dahin freiesten deutsehen Land, Bayern, wurde der Hort des wüstesten Judenhasses. Die in der Intention ihres Woliens reinen jüdischen Menschen, Luxemburg, Landauer, Eisner, Rathenau, fielen als Juden, nicht als Deutsche. Ihre ״Grenzüberschreitung" aber wird uns als unerlaubt ganz deutlich, wenn wir an ihrem Beispiel, nicht mehr in der Theorie, sondern aus bitterer Erfahrung, aufzeigen können, daß sie gerade von der deutschen Position und ihrer eigenen Weltanschauung aus gesehen, dasjenige deutsche Wollen gefährdeten, ja sogar zerstörten, um dessentwillen sie kämpften und fielen. Die revolutionäre Inbrunst der jüdischen Führer war, wie sich zeigte, nicht konform mit dem revolutionären Können der deutschen Massen, an deren Spitze sie sich stellten. Jene blieben hinter dem Sturm der jüdischen Führer zurück. So scheiterte die Revolution nicht nur, die gegenrevolutionären Kräfte wurden durch Judenhaß verbunden und gestärkt, und es zerbrach der revolutionäre Wille auf lange Zeit. IV. So gewinnen wir die Erkenntnis, daß der Jude, ob er will oder nicht, zu der Welt um ihn herum in seiner jüdisehen Eigenart und besonderen Prägung Stellung nimmt. Ist er sich dieser Sonderheit nicht bewußt, fühlt er sich ״gleich“ mit der Umgebung — gutgläubig, aber in verhängnisvollem Irrtum befangen —, gerade dann beraubt er sich der Legitimation, im Deutschen mitzutun und mitzuraten. Die Juden in der deutschen Publizistik, die diese ihre Grenzen nicht kennen und meist auch nur locker mit allem Jüdischen verbunden sind, haben keine geringe Schuld an der furchtbaren Form, die der Judenhaß jetzt angenommen hat. An den Fragen, die der Nationalsozialismus aufwirft, an einer deutschen Bewegung von dieser Kraft, ist die liberale, von Juden geführte Presse lange Zeit negierend oder bagateliisierend vorübergegangen. Der Versuch von Dr. Gustav Krojanker, den Nationalsozialismus aus der jüdischen Frage und aus zionistischer Erkenntnis heraus zu analysieren, ist nach unserer Ueberzeugung auch als Beitrag zur Diskussion deutscher Politik wertvoller und aufschlußreicher als die Stellungnahme der liberalen Presse, die, erst durch die Ereignisse getrieben, allmählich einsieht, daß die reine Negation und alle Schlagworte an solch mächtige aufkommende Gewalten nicht herankommen. Wir sehen also die Grenzen, die den deutschen Juden ganz besonders in dem politischen Bezirk gesteckt sind. Diese Grenzen lassen sich allerdings nicht in Normen fassen, selbst wenn es einen Partner gäbe, mit dem wir uns als gleich und gleich an den Verhandlungstisch setzen könnten. Es geht um feinste menschliche und seelische Beziehungen, die durch Normierung weitgehend zerstört würden. Die gesetzliche Gleichberechtigung muß unantastbar bestehen bleiben; die Grenzziehung vollzieht sich innerhalb des jüdischen Mensehen. Unsere Kenntnis von der Judenfrage, unser Wissen von Grenzen, die uns in dem ״Hier" gesetzt sind, unsere Bindung mit Palästina, die Tätigkeit und Innere Anteilnahme an dem jüdischen Geschick in aller Welt, all dies schafft eine Bereit- Schaft, aus der heraus in freier Erkenntnis die Grenzen gezogen werden. Wenn uns Sombart schon vor langen Jahren auf den ״Takt“ verwies, der uns geböte, von der Gleichberechtigung nicht den vollen Gebrauch zu machen, so kam das zwar dem nahe, was wir anstreben, aber diesen Takt gewinnen wir aus einer Umbildung des jüdischen Menschen, und er wird damit zum freien Entschluß. In einer ruhigeren, weniger wirren und verhetzten Zeit gilt es, in dem Partner, der unsere Schwierigkeiten kennt und abzuschätzen vermag, der unser Recht in Deutschland nicht leugnet, das Vertrauen herzustellen, das unsere zionistische Anschauung rechtfertigt. Es mag auch dann immer wieder strittige Positionen geben, aber es wird nicht mehr der Gegner allein sein, der sie feststellt, eine neue, aus zionistischer Erkenntnis erwachsene jüdische öffentliche Meinung in Deutschland wird auf der Wacht sein und notfalls im Streitfälle kämpfen oder zur Vorsicht mahnen. Die letzte Freiheit ist das nicht, deswegen bauen wir Palästina. Aber wer hier mehr will, wer Galuth in diesem Sinne leugnet, der zerstört die Möglichkeit ehrlichen Wirkens und Schaffens, auf die wir auch in diesem Galuth Anspruch haben XXIV. Delegierfentag der Z. V. f. D. Tagesordnung Sonntag, den 1t. September 1932: Eröffnungssitzung: 10 —13 Uhr. Eröffnungsansprache des Vorsitzenden der Z.V.f.D. Begrüßungen. Referate: Dr. Nachurn Gold mann: ״Das jüdische Volk in der Weltkrise“. ■— Kurt Blumenfeld: ״Die zionistische Aufgabe im heutigen Deutschland“. Zweite Sitzung: 15—19 Uhr. Generaldebatte. Wahl der Kommissionen. Dritte Sitzung; 21 Uhr. Referate: Prof. Dr. S. Brodetsky (London), Mitglied der Exekutive: Politischer Bericht. — Dr. Artliur Ruppin (Jerusalem): ״Neue Entwicklungsphasen des Palästinaaufbaus“. — Heinrich Margulies (Tel-Awiw): ״Die Privatwirtschaft in Palästina und ihre Aussichten“. Montag, den 12. September 1932: Vierte Citzung: 10—13 Uhr. Fortsetzung und Ab- Schluß der Generaldebatte. Palästina-Debatte. Fünfte Sitzung: 15—20 Uhr. Fortsetzung und Ab- Schluß der Palästina-Debatte, Berichte der Kommissionen. Wahlen. * Die Delegierten werden dringend gebeten, ihre Reise so einzurichten, daß sie unter allen Umständen noch am Montag Abend an einer internen Sitzung teilnehmen können. Wahltermine: 25. August bis 1. September. Wahlen, die vor oder nach diesem Termin vorgenommen werden, sind ungültig. Delegterfenwahleo and Keren Hajessod Es wird ausdrücklich noch einmal darauf aufmerksam gemacht, daß an dem bevorstehenden Delegiertentag der Z.V.f.D. nur solche Delegierten teilnehmen können, die ihre Pflichten gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Die Ortswahl- Kommissionen sind verpflichtet, bei der Aufstellung von Kandidaturen die entsprechende Bescheinigung der zuständigen Keren Hajessod-BUros einzufordern. Der Legitimationsausschuß wird kein Delegiertenmandat anerkennen, für das die Voraussetzung der Erfüllung der Keren Hajessod-Verpfiichtung nicht gegeben ist ש. Delegierfentag des Verbandes Jüdischer Franen für Palästina-Arbeit am Donnerstag, 8״ und Freitag, 9. September, ln Frankturt a. M. Alle näheren Angaben werden noch bekanntgegeben. Unterbringung. Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, am Delegiertentag teilzunehmen, ■werden dringend gebeten, dies rechtzeitig dem Wohnungsbüro des Delegiertentages (Adresse: Rechtsanwalt Heinrich Rosenblum, Frankfurt a. M., Günthersburg-Allee 48) mitzuteilen. Es stehen Hotelzimmer zu Vorzugspreisen von 6,50 M., 6 M., 4,50 M. und 2,50 M. pro Bett inkl. Frühstück und Bedienung zur Verfügung. Außerdem können eine größere Anzahl kostenloser Privatquartiere beschafft werden. —- Bei allen Bestellungen ist Ankunft und Aufenthaltsdauer anzugeben und auch mitzuteilen, ob Zimmer mit 1 oder 2 Betten gewünscht werden. Eintrittskarten. Es werden Eintrittskarten für Zuhörer abgegeben, und zwar für Sonntag, den 11. September, zum Preise von M. 2,—, für Montag, den 12. September, zum Preise von M. 1,—. Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines Freikuverts werden erbeten an die Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestr. 10; Postscheckkonto: Berlin Nr. 8091. In Frankfurt a. M. werden besondere Verkaufs« stellen errichtet werden. Jugendliche erhalten Eintrittskarten zum Preise von M. 1,— resp. M. 0,50 nur durch Vermittlung der Jugendbünde. Delegiertenmandate. Zur Uebcrnahme eines Mandats von Gruppen, die nicht in der Lage sind, eigene Vertreter nach Frankfurt zu entsenden, haben sich bereit erklärt: Josef Hirsch (Berlin), Dr. B. Kontors zczyk (Berlin), Moses Waldm ann(Berlin). Zionistische Vereinigung für Deutschland Bekanntmachung der Ortswahlkommission Berlin. Gemäß der Wahlordnung der Hauptwahlkommission wird hierdurch aufgefordert, Wahlvorschläge für die Wahlen zum 24. Delegiertentag für Berlin einzureichen. Gemäß der Wahlordnung der Hauptwahlkommission müssen die Wahl Vorschläge die Unterschriften von mindestens 10 wahlberechtigten Mitgliedern der Z.V.f.D. tragen. Die Wahl Vorschläge müssen bis zum 23. August, mittags 12 Uhr, im Büro der B. Z. V. eingereicht sein, damit diese rechtzeitig vor den Wahlen publiziert werden können. Ortswahlkommission Berlin. Dr. Werner Bloch. Erfurt: Gemäß § 3 der Wahlordnung ist in Erfurt ein Delegierter zu wählen. Es liegt ein Wahlvorschlag vor, der von zehn Mitgliedern der Ortsgruppe, die wahlberechtigt sind, unterzeichnet ist. Der Wahlvorschlag lautet: Delegierter: Dr. Ludwig Klein, Erfurt; Ersatzdelegierter: Dr. Richard Wolfheim, Erfurt. Wie die Londoner ״Times“ berichten, wird am 5. September von der ״Imperial Airways“ eine neue Fluglinie zwischen Palästina und dem Irak eröffnet. Das Flugzeug wird jeden Montag von Ramleh nach Bagdad und jeden Mittwoch von Bagdad nach Haifa fliegen. Die erste Tour wira in etwa 8 Stunden, die zweite in etwa 51/4 Stunden zuriickgelegt. Die Fluglinie wird Anschluß an die direkten Dampferlinien des Lloyd Triestino haben, so daß eine Konibination von Schiffahrt und Flug leicht möglich ist. Der Fahrpreis von Palästina bis Bagdad beträgt £ 20 (ca. 290 M.).

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