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Jüdische Rundschau · 1932-03-18 · Heft 22 (18.3.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 22 (18.3.1932)
Date
1932-03-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 108 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 22, 18. m. 1932 Die kommenden Wahlenlscheidungen .״ק Monat April wird In Deutschland im Zeichen der Wahlen stehen. Der für den 10. April angesetzte zweite Wan!gang fiir die Reichsprnsidenfschaft wird keinerlei Ueberraschungen bringen, da Hindenburgs endgültige Wahl menschlicher Voraussicht nach absolut siclicr ist. Die in den oralen Kreisen zuerst laut geäußerte Freude über den Millerfolg der Nationalsozialisten 1m IX März hat mittlerweile nüchternen und rühigeren F.rwägungen Platz gemacht. Immerhin hat der 13. März gelehrt, daß die Nationalsozialisten die stärkste Partei in Deutschland sind und auf Grund dieser Tatsache zweifellos die Kraft besitzen, in der Politik der einzelnen Länder und auch des Reiches eine wichtige Rolle zu spielen. Wir würden es darum für wenig angebracht halten, wenn man jetzt auf jüdischer *lc,י״1ח. ״ der trügerischen Hoffnung hingeben wollte, die Gefährdung der jüdischen Stellung in Staat und Gesellschaft sei nun endgültig gebannt. So liegen die Dinge nicht, riindennurg ist, wir haben es oft genug ausgesprochen, kein ״Kandidat der ״ Juden״ gewesen, und sein Sieg ist demgemäß auch kein ״jüdischer״ Sieg׳. Er hat gesiegt, trotzdem, angesichts der Gegebenheiten, die Juden für ihn eintreien mußten. Die Stellungnahme der Juden für Hindenburg ist eine Belastung seiner Chancen und nicht ihre Förderung gewesen. Darüber muß man sich klar sein und darf sich keinen Illusionen hingeben, daß in dem großen Ringen zwischen spielt. 01f kommenden Preußen wählen sind für das Alltagsleben von drei Fünfteln aller in Deutschland lebenden Bewohner von weit einschneidenderer Bedeutung als die Reichspräsidentenwahl, und diese Wahlen vollziehen sich auf der Ebene des Listensystems, bei welchem für bestimmte Parteien und nicht für bestimmte Personlichkeiten _ geworben wird. Natürlich läßt sich ebenso wenig wie vor der Wahl am 13. März irgendwie voraussehen oder Voraussagen, wie das Ergebnis dieser Preußenwählen werden kann. Die Gefahr, daß die gegenwärtige Regierungskoalition auch bei einem verhältnismäßig günstigen Ausgang der Wahlen von einer neuen Gruppierung der Mitte oder gar der Rechten abgelöst werden kann, ist durchaus fegeben. Allerdings kann durch intensive Arbeit, durch Aufiärung und nicht zuletzt durch eine Besserung der weitpolitischen Situation -- wofür allerdings nur geringe Aussichten bestehen — die Chance der gegenwärtigen Regierungs- Koalition verbessert werden. Für jeden Fall muß man damit rechnen, daß im kommenden preußischen Landtag die Rechte, besonders aber der nationalsozialistische Flügel der Rechten, sehr stark werden wird. Da die Interessen des täglichen Lebens von den Organen der Staatsregierungen viel stärker kontrolliert und gelenkt werden als von den Organen der Reichspolitik, so dürfte ein Einfluß der rechtsstehenden Parteien in der Verwaltung auf kaltem Wege so manches zu erreichen versuchen, was auf dem Wege der Diktatur den Nationalsozialisten durch den Ausgang der Reichspräsidenten- Wahl unmöglich gemacht wurde. Auch bei den Preußenwählen wird der Einfluß und die Mitwirkung der Juden, darüber darf man sich gleichfalls nicht täuschen, von ebenso geringer Bedeutung sein wie bei der Reichspräsidentenwahl. Auch da wird keine Richtung vermutlich Anlaß geben wollen, irgendwie als ״Judenschutzpartei“ bezeichnet werden zu können. Die Situation der Juden, einerlei wie sie sich etikettieren, ist die von Außenseitern, auch wenn viele es selbst nicht sehen ,und durch einen Wortschwall die einfachen Wahrheiten wegschwemmen wollen. Zur Makkabiah Giw’a! Brenner! Wir erhalten folgende Zuschrift: In den nächsten Tagen werden mehrere hundert Zionisten zur Makkabiah nach Erez-Israel fahren; ein großer Teil von Ihnen stammt aus Deutschland oder deutschsprachigen Ländern. Ais der Reiseplan, insbesondere der Plan für die Rundfahrt im Lande, aufgestellt wurde, hielten wir es für eine Selbstverständiichkeit, daß auch Giw’at Brenner in ihm einen gebührenden Platz finden würde. Das ist nicht geschehen. Stillschweigend ist der Makkabi an dem Briefe der Siedlung vorbeigegangen. Giw’at Brenner soll außerhalb des Rundreiseplanes bleiben. Die zionistische Bewegung hat verstanden, ihre Leistungen in Erez-Israel als einen der wesentlichsten Faktoren in die zioimtische Propagandaarbeit nach außen und die zionistische Erziehungsarbeit nach innen aufzunehtnen; und man kann wohl sagen, daß dieser Faktor seine Funktion in einem bedeutenden Mäße erfüllt hat. Der deutsche Zionismus aber hat bisher diese Aufgabe nicht in genügendem Maße erkannt. Die weitere jüdische, doch auch die weitere zionistische Welt kennt den deutsehen Zionisten in Erez-Israel im wesentlichen nur als Akademiker, und hiervon leitet sie die Bewertung des deutschen Zionismus überhaupt ab. Aber deutsche Zionisten haben auch Giw’at Brenner mitgeschaffen. Es sind etwa hundert junge in Deutschland erzogene Zionisten, die als Chaluzim nach Erez-Israei gezogen sind und dort voller Mühen die Kwuzah Giw’at Brenner, eine Siedlung, die zugleich einen Stützpunkt für die Eroberung der jüdischen Arbeit in den umliegenden Kolonien darstellt, mit aufgebaut haben. Einen Teil der zionistischen Jugend Deutschlands gibt es, der die Bedeutung Giw’at Brenners als eines gerade auch auf die Golah wirkenden Faktors erkannt und gewürdigt hat. Das ist derjenige Bund, aus dessen Mitte die nach Giw’at Brenner ziehenden Chawerim zum größten Teile hervorgegangen sind: der Brith-Haolim, damals noch J. j. W. B. Vom Beginne des Jahres 1929 an, als die erste geschlossene Gruppe deutscher Chaluzim den Weg der Alijah nach Erez-Israei antrat, sich mit einer bereits im Lande befindlichen Gruppe vereinigte und mit ihr gemeinsam die Siedlung Giw’at Brenner begründete, wurde zwischen den dortigen Chawerim und uns eine starke Verbindüng geschaffen, die ständig von größter Wirkung auf den Bund war. Giw’at Brenner ist für uns ein wesentlicher Er- Ziehungsfaktor geworden. Giw’at Brenner wurde für uns jenes reale, konkrete Werk, das wir brauchen, um nicht in abstrakter Ideelichkeit umzukommen, um im Gegenteil die Augen unserer Menschen auf ein konkret Gegebenes hinzulenken. Nun gilt es, Giw’at Brenner ins Denken und Fühlen der deutschen Zionisten als einen der wesentlichsten Aktivposten des deutschen Zionismus in Erez-Israel eindringen zu lassen. Die Makkabiah, die persönliche Verbindung, die durch die vielen aus Deutschland stammenden Reisenden mit Erez-Israel geschaffen werden wird, kann einer der wichtigsten Wege hierzu sein. Noch ist es nicht zu spät! Noch besteht die Möglichkeit, Giw’at Brenner (bei Rechovvoth) in das Reiseprogramm einzufügen. Wie dem jedoch auch immer sei, ob innerhalb oder außerhalb des offiziellen Reiseprogramms, ein längerer Besuch in Giw’at Brenner, eia Kennenlernen der Siedlung, d. h. die Annahme der Einladung, die die Siedlung Giw’at Brenner selbst allen Makkabiah-Reisenden durch die ״J. R.“ hat zugehen lassen, sollte Entschluß eines jeden Teilnehmers der Makkabiah sein. Ans dem arabischen Lager Me Palästina-Regierung wandte sich — wie ״Al Dschamia“ berichtet - in einem Schreiben an die Arabische Exekutive mit der Aufforderung, einen Vertreter zu ernennen, der gemeinsam mit dem Landentwicklmigs-Kommissar French einen neuen Siedlungsort für die provisorisch auf dem N.-F.-Boden in Wadi Chawarith untergebrachten Beduinen ausfindig machen soll. Die Arabische Exekutive hat den Vorschlag der Regierung abgelehnt und ihr geantwortet, sie möge sich mit den Beduinen selbst in Verbindung setzen, und diese sollen ihren Vertreter ernennen. ״Al Dschamia“ veröffentlicht dazu eine Erklärung des Scheichs der Beduinen, daß sie keinen anderen Boden als den von Wadi Chawarith annehmen werden. lieber dieselbe Sitzung der Arabischen Exekutive wird im ״Felestin“ berichtet, daß sich dort ein sehr heftiger Kampf zwischen den beiden Parteien entspannen habe. Die Opposition wollte die Sitzung dadurch verhindern, daß die für Beschlußfähigkeit notwendige Mitgliederanzahl nicht erreicht wird. Schließlich kamen doch 25 von 48 Mit- נ Hedem zusammen. Die Debatte gestaltete sich so heftig, aß der Vorsitzende, Muza Kazim Pascha, die Sitzung verließ. Es wurde eine Delegation zu ihm entsandt, der es aber nicht gelang, ihn von seiner Absicht, sein Amt niederzulcgen, abzubringen. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde dann u. a. über die letzten politischen Besuche in Palästina diskutiert und ein Beschluß angenommen, worin es heißt: Mit Rücksicht auf die Gerüchte über die Ernennung des Exkhediven zum König von Syrien oder einem anderen arabischen Lande erklärt die Arabische Exekutive, daß die arabischen Länder keine feilzubietende Ware sind, sondern eine politische Föderation, die zunächst für sich selbst Unabhängigkeit und Freiheit er* strebt und keine politische Regelung annehmen wird, die nicht eine Verwirklichung dieser Forderungen enthält. Wiener Kaltasgemeinde und Keren Kafemefh Anläßlich des 30jährigen Jubiläums des Keren Kajemeth Lejisrael ging dem österreichischen Nationalfondsbüro eine vom Präsidium der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde und vom Präsidenten der Gemeinde, Prof. Dr. Pick, unterzeichnete Erklärung zu: ״Es kann sich wohl niemand der Bedeutung verschließen, welche für uns Juden dem Boden Palästinas, auf dem man Schritt fiir Schritt an die Bibel und die biblische Zeit erinnert wird, innewohnt. Niemand wird seine Bewunderung dem Aufbauwerke versagen, das dort geleistet wird, und so freut es mich, immer wieder von Besuchern des Heiligen Landes die Schilderungen dessen zu vernehmen, was die jungen, vom reinsten Idealismus beseelten Pioniere fiir die Wiederbelebung des Bodens in aufopferungsvoller Arbeit voll•- bracht haben.“ Soweit die Wiener Kultusgemeinde, in der die Zionisten eine Minderheit sind. — Und Berlin . , .? Alexander Asro und Sonja Alomis In Berlin Frohe Kunde kommt. Die Wilnaer oder wenigstens die zwei führenden Persönlichkeiten der Wilnaer Truppe werden sich nach langen Jahren uns wieder in Berlin zeigen. Noch erinnert man sich des großen Triumphes, den die Wilnaer Truppe als erste Repräsentant{« oetjüdischer Bähnenkunst Sn Berlin errungen hat. Sie spielten damals, es war während der Inflationszeit, im Theater in der Kommandantenstraße. Sie spielten die ״Pußte Kretschme“, die ״Neweüoh“, den ״Dorfsjung“, ״Jankel der Schmjed“, ״Grüne Felder“ und den ״Dybuk“. Die Berliner Kritik aller Richtungen schrieb wahre Lobgesänge. Sie zogen damals von uns fort, nachdem sie eine Saison uns erfreut hatten. Sie traten einen Triumphzug durch Deutschland, Holland, England und Amerika an. Dann ist die Truppe auseinandergefallen. Der Dollar lockte, und jeder ging seine eigenen Wege. Jetzt kehren bei u!!s an einem Abend zwei Sterne jener Truppe, das Ehepaar Äsro-AIomis, ein, um zum Besten des Fonds für jüdische Studierende hier am 27. März im Theater am Kurfürstendamm eine Probe ihrer Kunst zu geben und uns die Erinnerung an jene wundervollen Abende neu erstehen zu lassen. Nicht nur der gute Zweck, dem der Abend gewidmet ist, wird das Haus fülien, sondern alle Freunde der ״Wilnaer“ werden sich an diesem Abend finden und freudigwehmutvolle Erinnerungen feiern. Wer aber etwa die ״W1Inaer“ noch nicht kennen sollte, versäume nicht, sie jetzt in ihren ersten Repräsentanten kennenzulernen. Samray Gronemann. Briefkasten der Redaktion R. S. Berlin. Sie machen uns mit Entrüstung aufmerksam auf die mauschelnden Anekdoten, die Kaspar Hauser unter der Ueberschrift ״Kleine Nachrichten“ in der letzten Nummer der ״Weltbühne“ veröffentlicht. Auch wir verstehen absolut nicht, welcher Witz oder Geistreichtum darin liegen soll, wenn man den Führer der Berliner Nationalsozialisten ״Jehuda Joissip Goebbeles“ tituliert, ebenso wie uns das Organ für viele andere taktlose und geschmacklosen Berner•- kungen aus diesem Kreise abgeht. Wir heben nicht die Methode des offiziellen ״Abrückens“, die Sie uns empfehlen. Es liegt uns auch fern, solche Belanglosigkeiten aufzubauschen. Es ist ein Irrtum, wenn bestimmte antisemitische Schriftsteller derartige von Juden stammende Witze unter das Kapitel ״Antigermanismus“ einreihen wollen; nach unserer Meinung liegt darin eher eine Verhöhnung des Judentums, die noch dadurch peinlicher wird, daß es sich um von Juden stammende Selbstverhöhnung handelt. Im übrigen halten wir das jüdische Problem und die Problematik der jüdischen Lage in Deutschfand, die durch solche Figuren wie Kaspar Hauser unbewußt illustriert wird, für viel zu ernst, als daß wir es billigen könnten, daß auf dem Rücken der Juden, die die Zeche dann bezahlen müssen, von Schriftstellern, die sich selbst für unfehlbar halten, abgeschmackte Witze gemacht werden. Aber es ist offenbar viei leichter, hemmungslos drauflos zu schreiben, als sich durch höhere Verantwortlichkeit gebunden zu fühlen. ÖFFENTLICHE KUNDGEBUNG DER JÜDISCHEN VOLKSPARTEI Sonnabend, don IS. Mira, abonda Uhr, ln den Mualkar-Peataftlan, Kalsar-Wllltalm-Straa« 31 Dia jonische schule ln Gefahr I IlinillllIHHIIIlllUlllllllllllllUlillllNIIlllllllllHUHUIIItlllllltllllllimillllllUlllllllUIUIIlllllimillNIlUlIlURUinmillUlHIIIIIIIIII Redner: Dr. Alfred Klee Dr. M. Kollenscher Alfred Berg«• Prof. Dr. H. Pidc. 01• Ubaralan wallen den Abbau der Schulen! Eltern! Jugendliche! Demonstriert gegen diese Beschlüsse] Erscheint In M a « 8 e n | Vermischtes Purimaufführung der Jüdischen Schule Klopstockstraße. Sonntag, den 20., und Dienstag, den 22. März (nicht, wie bereita angekündigt, am 21.), nachm. 4 Uhr, spielen sämtliche Klassen der Schule Klopstockstr. 58 für die Angehörigen und Freunde der Schule im Spiegelsaal der Johaiin-Georg-Festsäle, Halensee, Johann-Georg-Str. 19. Eintritt 0,50 M. Die Plätze sind numeriert. Eine ״Jüdische Jugendberatung“ für schulentlassene männliehe Jugendliche ist vom Wohlfahrts- und Jugendfürsorgeamt der Jüdischen Gemeinde eingerichtet worden. Die Leitung ist Herrn Dr. Ernst Guggenheim, der sich als heilpidagogischer Mitarbeiter im Jugendheim Wolzig bewährt hat, übertragen worden. Die regelmäßige Sprechstunde findet jeden Dienstag von 5—7 Uhr ini Jüdischen Jugendwohnheim, Holzmarktstr. 64, HI, statt. In jedem Fall ist telephonische Anmeldüng bei Herrn Dr. Guggenheim (Wagner 4031, von 9r~ 10 Uhr) erwünscht. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Das Sommerhalbjahr beginnt am Donnerstag, dem 7. April. Neuanmeldungen für alle Klassen, auch für Anfängerkurse, un Zentrum und im Westen, werden schon jetzt entgegengenommen. N. Berggrün, Grunewald, Trabener Straße 2; Tel.: Brabant 501. Die Jüdische Volkspartei veranstaltet Sonnabend, den 9. April, einen Ball in sämtlichen Krollsälen. Ein erheblicher Teil des Ueberschusses fließt der Selbsthilfe erwerbsloser jüdischer Jugend zu. Im Mittelpunkt des Kabaretts, unter der bewährten Leitung unseres Freundes Dr. S. Hildesheimer und Samy Gronemann, steht ein von letzterem verfaßter Sketch: ״Eine wirkungsvolle Predigt“. Von Solisten haben ihre Mitwirkung bisher zu gesagt: Leo Gollanin, Fritz Grünbaum vom Kabarett der Komiker, Joseph Schmidt, Joseph Avrach. Für die Tombola stehen schon jetzt erstklassige Gewinne zur Verfügung. Hauptgewinne: ein komplettes Herrenzimmer (kaukasisch Nußbaum), gestiftet von der Firma Möbel- Kroll, Lützowstr, 89/90; ein Dreiröhren-Kraftverstärker mit Laut- Sprecher, gestiftet von der Firma Nora Radio G.m. b. H.; eine Schneilnähmaschine, gestiftet von der Firma Louis Littauer, Berlin; ein Vorwerk Tournay Teppich (2X3,20), gestiftet von der Firma Fischer & Wolff, G. m. b. H., Berlin. — Für Bridge- und Skatfreunde ist ein besonderer Saal reserviert. Eintrittskarten M. 2,20 im Vorverkauf an den Theaterkassen der Firma Tietz, Leipziger Straße und Alexanderplatz, Kaufhaus des Westens, bei Bote & Bock, Leipziger und Tauentzienstraße, im Sekretariat des Bar Kochba-Hakoah, Oranienburger Str. 60, im Zentralbüro, Meinekestr. 10, und im Ballsekretariat, Charlottenbürg, Schlüterstr. 60 (C 1, Steinpl. 2338). Tischbestellungen nur im Ballsekretariat, Schlüterstr. 60. Das neue Helm des Zentralverbandes Ostjüdischer Organ!- sationen Berlins. Die dem Reichsverband Ostjüdischer Organisationen angeschlossenen ostjüdischen Berliner Gruppen sind im ״Zentralverband Ostjüdischer Organisationen Berlins“ und im ״Verband Ostjüdischer Organisationen“ zusammengefaßt. Der Zentralverband umschließt ungefähr 20 Gruppen, während der ״Verband“ sieben Untergruppen in sich vereinigt. Beide Verbände sind innerjüdisch neutral. Daß sie politisch sich jeder Betätigung und Aeußerung enthalten, ist selbstverständlich und entspricht der Zusammensetzung dieser Gruppen, in denen die meisten Mitglieder Ausländer sind, wiewohl auch eine große Zahl längst eingebürgerter Juden ihren Zusammenhang mit ihren Landsleuten auch weiterhin innig pflegt. Der Zentralverband Ostjüdischer Organisationen Berlins hat im Hause Rpsenthaler Stc. 55 seit einiger Zeit sein neues Heim, welches Ständig von vielen Mitgliedern des Zentralverbandes besucht wird, um sich dort in juristischen und Paßangelegenheiten wie auch in anderen Fragen Rat zu holen. Wir werden aufmerksam gemacht, daß die einzelnen Konsulate in der Regel verschiedene Gebührenermäßigungen in Paß- und anderen Angelegenheiten nur dann gewähren, wenn die Gesuchsteller eine Bestätigung des Büros des ״Zentralverbandes Ostjüdischer Organisationen Berlins“ beibringen. Wohltätigkeitsfest. Dorothea Albu, Blandine Ebinger, Eva Liebenberg, Genia Nikolajewa, Manfred Geis, Alexander Granach, Dr. S. Hildesheimer, Manfred Lewandowski, Paul Morgan, Paul Nikolaus sowie das Wittenberg-Quartett und das Janowskaja-Quartett (Das jüdische Volkslied) haben ihre Mit- Wirkung zu einer Verunstaltung zugesagt, die am Schuschan Purim (Mittwoch, den 23. März), abends 8 Uhr, ln den Gesamtraumen des Brüdervereinshauses stattfindet. Der Gesamtertrag fließt dem in Not befindlichen jüdischen Schulwerk Siegmundshof zu. Brith Chaluzim DathYim. Von dem neuen Rundschreiben des Brith Chaluzim Dathiim (Hattenhof/Fulda-Land) sind noch einige Exemplare gegen Einsendung von RM. 0,50 in Briefmarken zu haben. Das Rundschreiben enthält u. a. Artikel von Seh. Leibowitz, Mo Unna sowie interessante Berichte über die Arbeit in Erez-Israei und den augenblicklichen Stand der Hachscharah-Arbeiten in Deutschland. ״Kameraden“. Die Ortsgruppe Berlin des D. J. W. B. ״Kanieraden“ veranstaltet am Sonntag, dem 20. März, 11 Va Uhr, in den Spichernsälen, Berlin W, Spichernstr. 3, einen Kameraden-Vormittag. Zur Aufführung gelangen Bilder des Gegenwartsspiels von Curt Corinth ״Trojaner“ sowie die Bauernkantate von J. S. Bach usw. Einlaßkarten 0,75 M. — Bündische, Studenten, Schüler 0,25 M., auch an der Kasse. Der Wohlfahrtsverein Rodef Zedukoh E. V. hat am 4. Febinar 1932 unter starker Beteiligung seine diesjährige General- Versammlung abgehalten. Aus dem vom Vorsitzenden Herrn Schönhorn erstatteten Bericht geht hervor, daß die Darlehenskasse des Vereins alle an sie gerichteten Darlehensgesuche bewilligen und auszahlen konnte. Es ist das Bestreben des Vereins, Familienvätern durch zinslose Darlehen zu einer Existenz zu verhelfen. Einstimmig beschloß die Generalversammlung, dem abtretenden Vorstand den Dank für seine Tätigkeit auszusprechen. Der langjährige Vorsitzende des Vereins, Herr Hermann Schönhorn, wurde auch diesmal einstimmig zum t. Vor* sitzenden gewählt, ebenfalls einstimmig wurden die Herren Norbert Thau zum stellvertretenden Vorsitzenden, Benno Scharf zum Schatzmeister der Unterstützungskasse, Sajomon Lecker zum Schatzmeister der Darlehenskasse und Bernhard Sucher zum Schriftführer gewählt, außerdem 12 Beisitzer. Zionistische Schülergruppe (Z. S. G.) Frankfurt a. M. Am Sonnabend, dem 19. d. M-, 203/י Uhr, wird im Jüdischen Jugendheim, Eschersheinjer Landstr. 65 (IF. Stock, großer Saal) das für jeden Jugendlichen überaus interessante Thema: ״Allgemeinjüdische oder Tendenzerziehung?“ behandelt. Zwei langjährige Führer von Jugendvereinen: Herr Ernst Holzer luia Georg Guthmann werden von den verschiedensten Gesichtspunkten das Problem erörtern. Anschließend Diskussion. Gäste willkommen. Eintritt frei. Hamburg. Am Sonnabend, dem 19. März, veranstalten der Keren Kajemeth, Bar Kochba und Verein Hachscharah ein Purim-Köstümfest im Curio-Haus, großer Saal. Aufführung der Revue ״G’spusa in Susa“, große Tombola, Bar. Karten zu 1,50 RM. an der Abendkasse. Leipzig. Purim-Kostümball. ״Die Nacht ohne Zores“, Dienstag, den 22. März, im Bonorand. Kapelle Gebr. Weiser (Piccadflly Band) —־ sprechende Purimzeitung — Wahl der Purim-Königin und die Prämiierung der schön* sten Maske und des schönsten Kostüms,

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