Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 82 (23.10.1931)
- Date
- 1931-10-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 494 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 82. 23. X. 1931 Rabbiner Dr. Warschauer 60 Jabre alt Lieber Freund Warschauer! Wenn ich Sie vor Abfassung dieses Briefes gefragt hätte, ob ich ihn vor aller Oeffentlichkeit an Sie richten darf, hätten Sie sicherlich in der Bescheidenheit und Zurückhaltung, die wir an Ihnen so lieben, geantwortet, daß die 60. Wiederkehr Ihres Geburtstages eine private Anelegenheit sei, die die jüdische Oeffentlichkeit nichts an gehe, s ist also vielleicht ganz gut, daß ich Sie nicht gefragt nabe. Denn ich empfinde es als Zionist, als einer von denen, die das Glück haben, nun fast schon ein Menschenalter lang in Ihrer Nähe den zionistischen Weg mit Ihnen zu gehen, als meine Pfhcht, einer neuen zionistischen Generation, die von den Trägern unseres Ideals aus der Zeit des Anfangs kaum mehr etwas weiß, zu bekennen, was Sie einer Schar junger Berliner Zionisten im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts gewesen sind, yon den Tagen Herzls an bis zu diesem Tage haben Sie dem zionistischen Gedanken die Treue gewahrt. Das war auf dem Posten, auf den Sie das Leben gestellt hat, nicht immer leicht: wir wissen, welche Kämpfe und Opfer diese Ueberzeugungstreue von Ihnen gefordert hat. Sie haben sie gebracht, nichts konnte Sie in der Ueberzeugung wankend machen, daß Reliion und Nation im Judentum keine einander ausschließenden egriffe, ja daß sie nirgends so eng verbunden, untrennbar, einander ergänzend und auseinander erwachsend seien wie gerade im Judentum. Diese Lehre verkünden Sie nun schon ein Menschenalter lang einem Kreise von Menschen, die in Ihnen den formvollendeten, jedem Pathos abholden Prediger, den verstäjidnisvoilen und geistigen Berater und Seelsorger und den unerschrockenen Kämpfer für die doppelte Wahrheit des Juden- 114ns, die nationale und religiöse, verehren und lieben- Viele von diesen Menschen, die in ihrer Jugend sich an den beiden Polen Ihre? Wesens, dem religiösen und nationalen, orientierten, sind vielleicht im Leben äußerlich von dem religiösen Wege, den Sie führten, abgewichen; die Lehre des nationalen Judentums, die Sie in uns vertieften, hat keiner von’ uns aufgegeben, und glauben Sie mir, auch in diesem unseren nationalen Bekenntnis ist etwas lebendig geblieben von der religiösen Betonung, die Sie unserer nationaljüdischen Anschauung verliehen haben. Dafür danken Ihnen heute alle diese Menschen, und ich darf in ihrer aller Namen sprechen, wenn ich diesem Danke die Form des Glückwunsches gebe:!עד מאה ועשרים שנה Ihr _ Georg Herlitz. Aus der Berliner Gemeinde Der liberale Protest gegen Kareskis Rede Die Sitzung der Berliner Reprisentantenversammlung vom Donnerstag Abend, die sich mit der Interpellation der liberalen Fraktion gegen die von Kareski bei der Kundgebung der Jüdischen Volkspartei gehaltene Rede zu befassen hatte, nahm leider den envarteten Verlauf. Die Liberalen waren mit fertigen Beschlüssen in die Sitzung gekommen, sie waren taub gegen alle sachlichen Argumente und erklärten offen, daß ihre Haltung von vornherein feststeht, so daß die Debatte eigentlich überflüssig war. Die Liberalen entrüsten sich über formale Entgleisungen, und begreifen nicht, daß die in der Gemeinde entstandene unhaltbare Situation viel tiefere Ursachen hat. So hatten sie die Genugtuung, mit allen ihren eigenen Stimmen unter Abwesenheit der Volkspartei ihre Anträge in Beschlüsse der Reprisentantenversammlung zu verwandeln. In diesen Resolutionen, die nach der ganzen parlamentarischen Lage — da kein Vor- Standsmitglied von dem ״Vertrauen“ der Rcprisentantenver- Sammlung ,abhängig ist — nur den Charakter liberaler Dekiarationen haben, wird Kareski die Mißbilligung ausgesprochen und der Vorstand aufgefordert, ihn nicht mit der Leitung eines Ressorts oder mit Vertretung des Vor- Standes zu betrauen. Die Sitzung begann mit Verlesung eines Sündenregisters durch den Vorsitzenden der liberalen Frakfion Herrn Dr. Fleischer, der keine ihm hinterbrachte Aenßerlichkeit vorzulesen vergaß, aber an den wirklichen Problemen leider völlig verständnislos vorbeiging. Sein Schluß-Appell an die Volkspartei, die ״Gemeinde nicht zu zerstören׳*, erscheint im Lichte der folgenden Debatte als eine bloße Redewendung. Denn die Redner der Volkspartei haben in dieser Sitzung in eindrucksvoller Weise gezeigt, daß die Volkspartei zur Mitarbeit und zum Frieden bereit ist. Aber was die Liberalen Frieden nennen, ist kein Friede, sondern bedingungslose Zustimmung zu allen liberalen Maßnahmen und Ablehnung aller voiksparteiUchen Fordemngen. Dies geht nicht an in einer Einh eitsgemeinde, in welcher alle Gruppen das Recht auf Berücksichtigung haben. Mit Recht hat Dr. Klee, nachdem später noch — außer dem persönlich angegriffenen Kareski — Dr• Kolfenscher, Dr. Sandler und Alfred Berger für die Volkspartei sprachen, den Liberalen vorgehalten, daß es auf die sachliche Politik ankommt, die erst die Erregung geschaffen hat, in der auch bedauerliche Entgleisungen in einreinen Wendungen vorgekommen sein mögen. Solange man nicht diese sachlichen Momente prüft, die ungerechte Verteifong cfor Vorstandsitze, die Attacken gegen unsere Schulen, die Sache des Sportplatzes, des Jerusalemer Lehrstuhles, die sich offen vor allem gegen Zionisten wendenden Beamtenentlassungen usw. — solange wird man keinen Schritt zu der von der volkspartei gewünschten Zusammenarbeit getan haben. Wenn man die Redner der Volkspartei nicht einmal anhört, sie ihre Argumente in die Luft reden läßt und dann mit Fraktionszwang alles niederstimmt, darf man sich nicht wunejern, wenn sich die Entrüstung scharf entlädt. Im übrigen bestritten Klee, Kareski und Berger die Richtigkeit der von den Liberalen beigebrachten Unterlagen und Herr Kareski erklärte, daß er eine verletzende Aeußerung, die er auf Grund einer falschen Information getan hat, zurückziehe. Die Liberalen, darunter vom Vorstandstisch Grätz und Rosental, sprachen auch von Zusammenarbeit, wichen aber keinen Finger breit von ihrem Standmmkt ab. Der Schluß war der Exodus der Volkspartei vor der Abstimmung über die oben bereits erwähnten Anträge. _ Ortsgruppen Reuthen (O.-S•). Am 7. d. M. hielt die hiesige Ortsgruppe ihre ordentliche Generalversammlung ab. R.-A. Frankel gab den Bericht der verflossenen 16 Arbeitsmonate, und, nachdem er bat, von seiner Wiederwahl Abstand zu nehmen, wurde einstimmig Herr Arnold Wiener zum 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe gewählt. Der übrige Vorstand kanstitpierte sich in der alten Farm mit einigen Zuwahlen, Nur der gewählte Vertreter der Revisionisten, der zunächst die Wahl snnanm, gab nachträglich nach Schluß der Versammlung über* haupt seine Ablehnung bekannt. Mit der Bildung der einzelnen Kommissionen ist der Vorstand beauftragt worden, desgleichen die Winterarbeit einzuleiten. Mannheim. Herr Dr. Hans K 0 h n sprach ln außerordentlieh packender lind interessanter Weise über ״Die Wirtschaftliehen und kulturellen Zustände in Sowjetrußland“. Der Abend war ein verheißungsvoller Auftakt für die regelmäßige Winterarbeit der Ortsgruppe. — Am 26. Oktober wird Herr Dr. Hildesheimer über ״Die Grundlagen des Allgemeinen Zionismus und den Gruppenverbandstag“ referieren. ~’Im weiteren Verlauf des Winters ist ein Vortrag von Sehmarjah L e v i n vorgesehen. Dr. S. Vermischte* «« Dr; Ernst Heppner (Hamburg) spricht am II. November, nachmittags 5.30 Uhr, im Nordischen Rundfunk (Norag) über das Thema: ״Palästina, eine werdende Welt“. Der Vortrag wird auf den Deutschlandsender übertragen, so daß er überall gehört werden kann. WohltStlgkeltsmatlnee zugunsten des Ersten Israelitischen Volkskindergarten und Kinderhort E. V., Gipsstr. 3, am 1. November in den Mozart-Lichtspielen. Karten a 1 und 2 M. sind erhältlich im Kindergarten selbst, bei Frau Goldschmidt, Schiffbauerdamm 8 (Weidend. 8838), bei Frau Dr. Jacobsohn, Kurfürstendamm 230 (Bj. 4568) und bei Frau Dr. Rothenberg, Geriehtstr. 78 (Wedding 5390). Literarischer Abend für den ostjüdischen Dichter Samuel Lewin Mittwoch, den 28. Oktober, 8 Uhr abends, im Logenhaus, Klelststr, 10. Der Schriftsteller Rudolf Rocker wird über Lewins Kunst, insbesondere über seinen noch nicht veröffentlichten Roman ״Der Jude singt“ sprechen. Aus diesem Roman wird die Schauspielerin vom Staatstheater, Marie von Faber du Faur, lesen. Am Schluß wird der Dichter selbst in der Ursprache, in der er schafft, lesen. Samuel Lewin ist in der deutschen Literatur durch seine ״Chassidische Legende“ — herausgegeben vom Euphorion-Verlag — durch das Epos ״Gesichte“ und durch den Roman ״Zeitwende“ — herausgegeben von der Soncino-Qesellschaft — bekannt. Die Eintrittspreise sind der heutigen Zeit angepaßt. Zeire MisrachL Frankfurt a. M. Dienstag, den 27. Oktober, abends i/29 Uhr, spricht in unserem Heim, Seilerstr. 24, Dr, Fritz M i I In er über ״Aktuelle Probleme zionistischer Arbeit und Politik“. Gäste willkommen- Reuthen- Die Ostjtidisc.be Arbeitsgemeinsebaft veranstaltet Sonntag, den 25. Oktober, um 3 Uhr nachmittags, im Hamburger Hof, Friedr.-Wilh.-Ring 6, eine öffentliche Versammlung, in der Herr Redakteur Moses Waldmann (Berlin) einen Vortrag über das aktuelle Thema ״Was wird aus den Ostjuden in Deutschland?“ halten wird. Der Vortrag des Herrn Waldmann, des bekannten Kenners ostjüdischer Dinge, verspricht den Zuhörern einen höchst Interessanten Nachmittag. Gäste sind herzlich willkommen. Jüdische Gemeinschaft Reinickendorf• 14 dem Berliner Vorort Reinickendorf hat sich eine jüdische Gruppe gebildet zwecks Gründung einer ״Jüdischen Gemeinschaft Reinickendorf“. Proramm: 1. Veranstaltung von Gottesdiensten; 2. Pflege und örderung jüdischer Interessen geistiger und kultureller Art. Beitrittserklärungen und Auskunft bei Bernhard Kaplan, Reinickendorf-Ost, Brienzer Str. 26/11 (Tel. Rkdf. D 9, 3062). Der Verband der Chorangestellten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, E. V״ veranstaltet am 6. Januar 1932 ein großes Wobltätigkeitskonzert zu populären Preisen in der Synagoge Fasanenstraße. Der Chor wird aus den Mitgliedern sämtlicher Synagogenchöre Berlins zusammengestellt und steht unter Leitung des Chordirigenten Herrn Theodor Schönberger. Außerdem wurden namhafte Gesangs- und Instrumentalsolisten zur Mitwirkung herangezogen. Der Ertrag des Konzertes ist für die Zwecke des Jüdischen Wohlfahrtsamtes bestimmt. Der Jüdische Frauenbund, der sich auf seiner Gesamt- Vorstandssitzung am 11. Oktober in Leipzig auch mit der Frage der Bekämpfung des Antisemitismus beschaftigte, hatte zu einer internen Aussprache über dieses Thema eine Reihe christlicher Frauen, vor allem Führerinnen trtd Vertretefanen interkonfessioneller und christlicher Frauen-, verbinde, geladen- Nach Referaten Von Frau Bettina Brenner (Leipzig), Bertha Pappenheim (Neu-Isenburg) und Frau Paula Ullendorf (Breslau) entspann sich eine lebhafte Debatte, in deren Verlaut mehrere christliche Damen, darunter Frau Dr. Agnes von Zahn-Harnack, Frau Anna von Gierke (Berlin), Frau Landtagsabgeordnete Martha Dönhoff, Frau Lenka von Körher (Leipzig), Frau Hilde von Gierke (Berlin), Frau Prof. Schulze (Königsberg), Frau Isa Grüner (Berlin) sämtlich gegen den Antisemitismus Stellung nahmen. Jüdische Musik. Am Montag, dem 2. November, spricht Alice JaCob-Laewensop im Synagogenverein Steglitz- Friedenau über ״Ein Gang durch die jüdische Musik von den Anfängen bis zur Gegenwart“. Der Vortrag findet im Saal von Irmler, Friedenau, Bornstr. 1 (Ecke Krisera'.lee Schloß- und Rheinstraße) statt. Eintritt frei, Gäste willkommen. Arbeitsnachweis. Studentin jus sucht au pair gegen Uebefnahme von Hausarbeit resp. Unterricht der Kinder Stellung in Berlin, die es ihr ermöglicht, 2—3mal in der Woche am Vormittag das Kolleg zu besuchen Meldungen sind zu richten an die Arbeitsgemeinschaft d. lud. Arbeitsnachweise, Abt. f. kaufmu. freie Berufe, Berlin SW 19, Lindenstr. 48/30, Tel: Dönhoff 307/JC8. Glelwitz. Ein alter Vorkämpfer des Zionismus ist mit H e r - mann Aron heim von uns gegangen. Lange Zeit hindurch war er der Vertreter der Ortsgrupne im Oemeindeoarlament, wo er stets mutig für unsere Sache eingetreten ist. Als es ln der Gesellschaft noch verpönt war, zu den zionistischen Kämpfern zu gehören, hat er bereits mannhaft f£r unsere Idee gewirkt. Darum wird sein Andenken stets lebendig sein. D.E.H. ״Die Revision des Bolschewismus“, herausgegeben von der Gruppe ״Borjba", Kommissionsverlag Gustav Engel, Leipzig 1931. Welches die Gründe auch sein mögen, die den ehemaligen Botschaftsrat der sowjeti$tischen Botschaft in Paris, Bessed 0 w s k y, der unlängst auch in Berlin einen Vortrag gehalten hat, veranlaßt haben mögen, die bolschewistische Partei zu verlassen, i$t gleichgültig/ Er hat nach seiner Flucht aus den bolschewistischen Reihen eine Gruppe von anderen Malkontenten vereinigt und gemeinsam mit ihnen versucht er im Verbande ״Borjba“ vom Ausland her das bolschewistische System in Rußland aus den Angeln zu heben. Wenn es nun eine Methode gibt, für den Bolschewismus Reklame zu machen, so Ist es diese Ssmmelschrift, die zu einem gegenteiligen Zweck herausgegeben wurde. Man fragt sich, warum so viel Papier und so viel Mühe verschwendet werden, um eine Sache so schlecht zu vertreten. Eine belanglose Veröffentlichung, welche wahrscheinlich überall wegen ihres Dilettantismus nicht ernst enommen werden wird. Mit derartigen Büchern wird man eisen Kommunisten in seinen Anschauungen wankend machen. Ls. JUDISCHE VeiKSPARTil Mittwoch, den 28. Oktober, abends 8 Uhr VERSAMMLUNG im Türkischen Zelt, Pankow, Breite Straße 14 Thema: ״Was 0«ht In der indischen demelnde verf יי Referenten: Prof. Dr. H. Loewe, Relerendar Hans Klee. Von d*r Wlw». Wir erhalten folgenden Bericht: Für den 30- _September d. J. hatte die Frauen• Arbeitsgemeinschaft für Palästina in Lettland (Wizo) ihre erste Landeskonferenz in Riga einberufen. Fast alle in Lettland arbeitenden Wizogruppen: Riga, libau, Mitau, Goldingen, Dünaburg, Antonopol, waren durch Delegierte vertreten. Nach der Begrüßung der Konferenz durch Frau Gottlieb sprach Frau Friedländer über die Aufgaben der Konferenz, Frau Rabinowitsch über die 6. Wizo-Konferenz in Basel, Frl. Seligsohn über die Arbeit des Konlinentalbundes, Frau Gottesmann über Kulturarbeit und Propaganda, Frau Genin über die Mitarbeit am Keren' Kafemeth und Keren Hajessod, Frau Weinberg über die Tätigkeit der Wizo in Riga. Darauf folgten die Berichte der Delegierten: Frau Dr. Schlesinger (Libau), Frl. Klein (Goldingen), Frau Dr. Drjjyer (Mitau). in der Nachmittagssitzung wurde der lettländische Landesverband, mit dem Sitz in Riga, gegründet, der sämtliche in Lettland arbeitende Wizogruppen umfassen soll. Auf der ersten Sitzung des Landesverbandes wurde, nachdem die Arbeit der Wintersaison besprochen war, beschlossen, eine Resolution an die Wizo-Exekutive nach London zu schicken, in der ,dieselbe aufgefordert wird, die ausgeschiedenen Mitgliecjer zu veranlassen, ihre Demission zurüdkzunehmen. Darauf richtete Frau Luiow an alle anwesenden Frauen die Aufforderung, eifriger am Palästina-Aufbau mitzuarbeiten. Mit einem Teeabend, auf dem Herr Prof. Laserso'n einen Vortrag über ״die nationalen und sozialen Momente im Palästina-Aufbau“ hielt, schloß der für die zionistische Frauenwelt Lettlands bedeutsame Tag. _ Gruppe Reinickendorf der B.Z.V. Sonnabend, den 24. Oktober, abends 8*/» Uhr, im Mokka Marold, Müllerstr. 137 (U-Bahn Seestraße), Dr. S. Kanowitz: ״Weltkrise und Judenschicksal". Vertreterversammlung der B. Z. V• Muiwoch, den 28. Oktober, abends 8Vj Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10. Tagesordnung: 1. Die Arbeit der B. Z.V. Referent: Dr. W. Schön; 2. EtaUVoranschlag für 5692; 3. Die Situation in der Jüdischen Gemeinde Berlin. Referent: Landgerichtsrat Dr. Rau; 4. Die Dunamquote, Referent: Tschertok. Frauenarbeitsgenieinschaft für Palästina- Studiengruppe Tempelhof: Der für Montag, den 26. Oktober, angesetzte Studienzirkel ist auf Montag, den 2. November, verschoben. — Gruppe Lichterfelde: Im Rahmen des Palästinakurses spricht Herr Sereni aus Palästina am Dienstag, den 27. Oktober, nachm. 41/2 Uhr, über die Kwuzoth. Bei Frau Dr. Holzer, Steglitz, Beymestr. 14. Gäste willkommen. — StudiengruppeNordwest: Donnerstag,den29.Okt., bei Frau Mittwoch, Brückenallee 11, Leitung Frau Prof. Koigen, Jüdische Geschichte. Jeden Mittwoch Nachmittag: Hebräischer Spielnachmittag bei Frau Dr. Fischer, Flensburger Str. 3. Leitung Frau Holländer. Außerdem finden in dieser Gruppe hebräische Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Interessentinnen erfahren Näheres bei Frau Mittwoch, Brückenallee, Tel. Tiergarten 8698. — Studiengruppe West-Charlottenburg: Montag, den 2. November, nachm 4i/j Uhr: Palästinakursus. Lei'ung Frau Miriam Gzuka, bei Frau Battsek, Dahlmannstr. 1, Portal I. — Studiengruppe West-Wilmersdorf: Dienstag, den 27• Oktober, nachm. 41/9 Uhr, Zionistische Geschichte, Leitung Frau Hettny Frank, bei Frau Frank, Düsseldorfer Str. 73 (a. d. Uhlandstr.). :*Rh»b MassaÜ. Sonnabend,'•24. ■Oktober,' abends 81/3 Uhr, im Beth-Am, Kurfürstendamm 61, Versammlung. Jüdische Gegenwartsabende und Zeltaussprachen• Montag, den 26. Oktober, abends 8,15 Uhr. spricht im blauen Saale des lehrervereinshauses, am A’exanderplatz (Alexanderstr 41), Rabbiner Emil Bernhard-Cohn über ״Warum müssen wir uns mit unserer Zeit auseinandersetzen?“ Aussprache. Jedermann willkommen. Unkostenbeitrag 0,20 M. Gesellschaft für Jüdische FamlHenforschung. Mittwoch, den 28• Oktober, abends 8 Uhr präzise, im Saale der Synagoge, Münchener Str. 37, Ministerialrat Hans Goslar: ,.Struktur- Wandlungen der jüdischen Familie“. Aussprache. Gäste willkommen. Kundgebung der J”d*sch9n Friedensorganlsatfonen Donnerstag, den 29. Oktober, 8 Uhr abends, in den Union-Festsälen, Greilswalder Str. 221/23. Nach Rabb. Dr. Weyl spricht im Rahmen der Schule des Friedens Amtsgerichtsrat Herz über die Abrüstung. Aus dem künstlerischen »eil: Oberkantor Ah 1־ beck (hebräische und iiddis~he Gesinge), Senta Pinette (Vlolinvorträge), Erna Feld (Rezitation). Geselliges Beisammensein. Schalom-Ale’chem Klub. Sonntag, den 25. Oktober, im Klub, Lutherstr. 48/49: Fortsetzung des Diskussions• Abends über ״Weitkrisis und Schicksal des Kapitalismus“. Anfang 61/9 Uhr abends. Gäste willkommen. Der Rat für |1ebr3ische Arbeit unter der Jugend veranstaltet am Sonnabend, dem 31. Oktober, 8 Uhr abends, im großen Saal der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, eine Jugend- Kundgebung über das Thema: Der hebräische Weltbund, seine Aufgaben und Ziele. Es sprechen: Dr. Simon Bernfeld (hebräisch), Prof. Dr• Koigen, N. Lewin (hebr.), Dr. M. Pines (hebr.), Dr. M. Soloweitschik (deutsch), Dr. H. Torczyner (deutsch). Alle Jugendbünde, Mitglieder des Beth-Am Iwri und Freunde der hebräischen Bewegung werden gebeten zu erscheinen. Jßd'scher Schülerbund. Dienstag, den 27. Oktober, sprrht im K. J. V., Bleibtreustr. 59, Rabbiner Dr. Joachim Prinz über ״Juden in der europäischen Politik“. Alle jüdischen Schüler und Schülerinnen sind herzlich eingeladen. Beginn pünktlich Wh (71/3) Uhr. Klub junger Zionisten. Dienstag, den 27. Oktober, Meinekestraße 10, 8V« Uhr, spricht Otto Heller über ״Die Ein- Stellung des Kommunismus zur Judenfrage״. Eingeführte Gäste willkommen. Syna01«׳*enverein Friedenstempel. Am 3. November, abends 9 Uhr: Vortrag von Dr. Amolski im Cafd Leon, Lehniner Platz, ״Jüdischer Humor“. Gäste willkommen. Jüdische Volkspartei. Versammlung: Mittwoch, den 28. Oktober, abends 8 Uhr, im Türkischen Zelt, Pankow, Breite Str. 14. Thema: ״Was geht in der Jüdischen Gemeinde vor?“ Referenten: Prof. Dr. H. L0ewe, Refr. Hans Klee. קלוב הנחרות העכרית "מסד"• אנו מבקשים את כל חנינו ואת כי דברי עברית המעונינים בפעולות ארגוננו לבא לאספה הכללית במוצאי שבת״ 24 באוקטובר בשעה 4י8 בעיב בבית״העם לורפירסטנ- דם 61•> סדר היום:1> דו״ח של הועד ותמית הפעולה להבא. 2) בווירות ועד. 3) מפעל הסלע- המועצה לעבודה עברית בין הנער עורכת במוצאי שבת 31 באוהשובר בשעה 8 בערב באולם הקהלה (רוונשטר. 2-4)״ אס:ת נער פומבית על הנושא: "הברית העברית העולמית תפקידיה ומטרותיה"* בין הנואמים: ד״ר ש. ברנפלד" נחום מיז׳ דיר טויגינר• ד״ר סולוניציק" ד״ר מינם״ פרום. ד״ד קויגז• אורחים רצויים 1