Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 74 (25.9.1931)
- Date
- 1931-09-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Säte 454 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 74, 25. IX. 1931 Zu den Vorgängen in der Wizo Wir haben nach der Wcifercru der Wizo, die bekannt* lieh zu scharfen Meinungsverschiedenheiten und zu dem Austritt einer Reihe von Fahrerinnen aus der Wizo-Exekutive geführt hat, eine Reihe von Artikeln veröffentlicht, in denen der Standpunkt der einzelnen Gruppen zum Ausdruck kam. Wir haben dann, die Diskussion schließen müssen und konnten aus diesen! Grunde eine Reihe von weiteren Artikeln zu diesem Thema, die uns von führenden Mitgliedern der Wizo• Bewegung zugingen, nicht mehr veröffentlichen. Dabei war nicht nur die technische Unmöglichkeit, der Polemik weiteren Raum zu widmen, maßgebend, sondern auch der zionistische Gesichtspunkt, daß bei allem Verständnis für die Erregung, die in den unmittelbar beteiligten Kreisen durch die Vorgänge der Wizo-Konferenz entstanden ist, dennoch eine immer erneute Diskussion über diese Vorgänge und ihre Motive nicht förderlich sein kann. Wir haben bedauert, den weiteren Einsendungen keinen Raum mehr geben zu können, da sich darunter Beiträge von so führenden Persönlichkeiten der Wizo wie Frau Dr. Ester Fei wei und Frau Dr. Salomea Lewite befanden. Wir glauben, daß inzwischen die Klärung der entscheidenden Fragen innerhalb der einzelnen Vizo-Gi uppen weiter fortgeschritten ist und die sachlichen Punkte, um die es sich handelt, in einer ruhigeren Atmosphäre behandelt werden körnten als es früher der Fall war. Es liegt gewiß im zionistisehen Interesse, daß der entstandene Konflikt innerhalb der Wizo beigelegt wird. Unter diesem Gesichtspunkt scheint uns die von Frau Dr. Lewite in dem uns eingesandten Artikel zum Schluß gegebene Anregung das richtige zu treffen. Frau Dr. Lewite verweist auf die Tatsache, daß in der auf die Konferenz der Wizo folgenden Sitzung des Council der Beschluß der Konferenz, der Anlaß zum Austritt eines Teils der Exekutivnutglieder gegeben hatte, abgeändert wurde. Dieser Beschluß sei auf Grund der ultimativen Forderung von Frau Dr. Weizmarm gefaßt worden, die an der Konferenz nicht teilgenommen hatte und erst zum Council erschienen war and ihren Eintritt als Schatzmeisterin in die neue Exekuttve von Bedingungen abhängig machte, die mit den Bedingungen der ausgetretenen Exekutivmitglieder der Sieff- Persltz-Gruppe Identisch waren. Frau Dr. Weizmann habe auch erklärt, sie werde alles tun, um die ausgetretenen Kolkgituien, deren Verlust sie als Unglück für die wizo bezeichnet hatte, in die Exekutive zurückzubringen. Es sei ein unbegreifliches Versäumnis des Council gewesen, daß er seinen Wunsch, die ausgetretenen Exekutivmitglied er mögen zur Rückkehr in die Exekutive aufgefordert werden, nicht in Fotm einer Re- Solution zum Ausdruck brachte. Dieser Fehler müsse jetzt gutgemacht werden. Die Verfasserin setzt sich daher dafür ein, daß die Exekutive der Wizo sich sofort mit dieser Bitte an die ausgetretenen Mitglieder wende. Frau Lewite schreibt: ״Die Zeit drängt, die Winterperiode steht vor der Tür, und wir müssen, wenn wir diese nachträglich und künstlich konstruierten ,programmatischen‘ Spaltungen nicht in die einzelnen Landesföderationen tragen wollen, die Exekutive wieder hersteflen und sie arbeitsfähig machen. Ich zweifle auch nicht daran, daß unsere lieben, treuen Freundinnen in ihrer Liebe zu unserem gemeinsamen Werk die Kraft finden werden, das Geschehene zu vergessen und mit uns zusammen mit alter Energie und Opferfreudigkeit die Arbeit aufnehmen werden.“ Wie wir erfahren, hat, unabhängig von Frau Lewite, auch der deutsche Landesverband der Wizo dieselbe Forderung an die Wizo-Exekutive gerichtet. Wir haben den Eindruck, daß der Wiedereintritt der früheren Exekutivmitglieder von allen Teilen der Frauenbewegung mit Genugtuung be* grüßt ■werden würde. liberale Jaden vereint mit Hakenkreuzen! Be! den Getnelndewahlen in Prag. (Von unserem Berichterstatter.) hl, Prag, 23. September 1931. In der Tschechoslowakei ermöglichen die Gemeindewähle« stete eine Ueberprüfung der politischen Kräfte innerhalb der Wählerschaft zwischen zwei Parlaments-Wahlen. Das Hauptinteresse konzentriert sich dabei stets auf den Wahlausgang in der Reichshauptstadt Prag, der als Gradmesser für das politische Kräfteverhältnis überhaupt angesehen wird. In Prag hat sich bei den deutschen Parteien noch der letzte Rest der einstigen Liberalen Partei (Demokraten) erhalten. Es sind dies ausschließlieh assimilatorische Juden. Drei deutsche Parteien kandidieren zu den jetzigen Gemeindewahlen in Prag: Liberale, Sozialdemokraten und eine arische Wahlgemeinschaft mit einem Nationalsozialisten an der Spitze. Zum nicht geringen Erstaunen der Oeffentlichkeit haben nun die Liberalen mit den Ariern ihre Listen gekoppelt. Die Sozialdemokraten wiesen mit Entschiedenheit die Aufforderung zurück, an dieser Wahlgemeinschaft teilzunehmen, die keinen anderen Sinn hat, als den Hakenkreuzlern, die bisher in der Stadtvertretung nicht vertreten waren, zu einem Mandate zu verhelfen. Dafür wird ihnen jetzt seitens der liberalen Juden der Vorwurf des nationalen Verrates entgegengehalten. Den Hauptangriff richten jedoch diese mit den Hakenkreuzlern verbündeten liberalen Juden gegen die Jüdische Partei, die die jüdische Wählerschaft nicht im unklaren darüber beläßt, daß der durch jüdische Stimmen zu wählende nationalsozialistische Bundesgenösse der Liberalen, Ing. Helder, der Organisator der hakenkreuzlerischen Sturmtrupps an der hiesigen Univerität, für die letzten Studentenunruhen verantwortlich ist, die sich ausschließlich gegen die jüdischen Studenten richteten. Mit Entrüstung wird darauf hingewiesen, daß im selben Zeitpunkte, da di« Nationalsozialisten anläßlich der hohen Feiertage in Berlin Pogrome veranstalten, die Prager liberalen Juden mit ihnen Hand in Hand zur Wahlurne schreiten. Jedenfalls ein interessantes Beispiel, wohin das krankhafte Bestreben der assimilatorischen Kreise, die Festigkeit ihrer nationalen Gerinnung immer wieder zu erweisen, führen kann. Das Urteil im Nablas •FrozeB Jerusalem, 22. September. (J. T. A.) Der englische Polizeirichter Cressal sprach heute gegen die drei arabischen Agitatoren, die in der arabischen Versammlung In Nablus am 31. Juli die Bevölkerung unter Hinweis auf angebliche jüdische Warenlager in einer Weise aufhetzten, daß es dann zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen war, das Urteil aus. Dschamal Kassim wurde zu 200 und Dr. Sidki Malhus zu 100 Pfund Sterling Geldbuße verurteilt, wobei sie der Richter als ״politische Schwindler“ erklärte. Den Scheich Abdein sprach er mit der Begründung frei, daß er ein Ignorant sei und selbst nicht wußte, was er sprach. Richter Cressal sagte, es wäre eine Vergeudung öffentlicher Mittel, ״irregeführte Nulten“ ins Gefängnis zu schicken. ״Diese Uebertreibungen“, sagte Richter Cressal in der Begründung des Urteils weiter, ״mögen einer politisch voreingenommenen Zuhörerschaft patriotisch klingen, aber in der ruhigen Atmo- Sphäre• des Gerichtes seien sie nichts anderes als amüsante Beispiele geradezu kindischer Arroganz.“ Levante ״Messe Tel״Awiw 1932 Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: Es wird bereits intensiv an den Vorbereitungen zur Eröffnung der Levante-Messe Tel-Awiw 1932 gearbeitet. Das Komitee der Messe besteht aus denselben Personen, die an der Spitze des Komitees der Ausstellung im Jahre 1929 gestanden haben, und zwar H. M. Dizengoff, Bürgermeister Tel-Awiws, (Vorsitzender); Mitglieder: S. Hoofien (Direktor der Anglo- Palästina-Bank und Vorsitzender der Handelskammer); $. Toikovsky (Citrus Exchange, Direktor der Jaffa Fruit Co.); A. Krause (Direktor der Landwirtschaftlichen Schule in Mikweh- Israel); A. Schenkar (Vorsitzender des Verbandes der pallstinensischen Industriellen und Inhaber der Fabrik ״Lodziah“); Dr. A. I. Kasteliansky; E Berlin (Mitglieder des Waad Leumi) und H. Eseroff, Jaffe, Idelson und Torokor von der Gesellschaft ״Mischar w’Taasia“, die die Veranstalter der Levante- Messe sind. Der Hohe Kommissar Palästinas hat, wie in der Ausstellung 1929, das Patronat über die Messe übernommen. Vorsitzender der Jury ist II. I. F. Campbell, Gouverneur des südlichen Bezirks. Man erwartet eine große Beteiligung seitens der Regierung und ihrer Departements an der Levante-Messe 1932. Die Levante-Messe wird in zwei Richtungen ausgebaut: als Messe und als Ausstellung. Als Messe reflektiert sie auf die Länder des Mittleren Ostens: Palästina, Syrien. Aegvnten, Mesopotamien und Persien. Es wird erwartet, daß in der Messe einige Tausend europäische Firmen ausstellen werden, womit die Kaufmannschaft des Mittleren Ostens die Möglichkeit bekommen wird, wirtschaftliche Verbindungen mit Europa zu schließen. Die Levant Fair beabsichtigt somit die ״Leipziger Messe des Mittleren Ostens“ zu werden, und Palästina als Transitland (Vermittler) zwischen Europa und Asien auszubauen. Zu gleicher Zeit bietet der zahlreiche Besuch der Kaufmannschaft des Nahen Ostens in Palästina zur Zeit der Messe den palästinensischen Industriellen große Vorteile für die Erweiterung ihrer Geschäftsverbindungen auf den Märkten des Nahen Ostens. Es ist bemerkenswert, hier zu erwähnen, daß die palästinensische Industrie, die noch vor einigen fahren gegen die Organisierung von internationalen Messen ln Palästina war, heute die Beteiligung ausländischer Finnen an der Messe fordert und dadurch beweist, daß sie heute schon in einigen Artikeln, was Preis und Qualität anbetrifft, konkurrenzfähig ist Der große Erfolg der Ausstellung und Messe 1929, die in einem viel kleineren Maßstabe als die bevorstehende Messe organlsiert war, gibt Anlaß zu der Annahme, daß die 1932 Messe ein wirklicher Faktor im ■wirtschaftlichen Leben Palästinas sein wird. Wenn aber die Messe eine außerordentlich große Bedeutung für die Wirtschaft des Landes hat, so ist die Ausstellung von besonderemJWert für den Aufbau des jüdischen Pa- Iästina. Es werden Schritte unternommen zur Organisierung zahlreicher T ouristen-Gruppen nach Palästina zur Zeit der Ausstellung. Das Judentum muß Palästina wieder näherkommen und sich überzeugen, daß auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen Palästina seine Wirtschaft intensiv weiterbaut, daß es eine Reihe von Wirtschaftszweigen gibt, wo man gutbasierte und rentable Investierungen machen kann. In Verbindung mit der Ausstellung werden eine Reibe wirtschaftlicher Konferenzen, Sitzungen, Kommissionen usw. geplant, und ist es anzunehmen, daß jedermann, der wirtschaftliches Interesse an Palästina hat, zurzeit der Aus- Stellung das Land besuchen wird, um an Ort und Stelle die nötigen Informationen einzuholen, die Möglichkeiten zu prüfen usw. Das Komitee der Messe steht in Verhandlungen mit verschiedenen Schiffsgesellschaften und Eisenbahn-Direktionen zwecks Erlangung aller möglichen Erleichterungen und Ermäßigungen. Es werden auch Schritte unternommen, um nicht nur die Fahrt, sondern auch den Aufenthalt im Lande selbst mögliehst zu verbilligen. Ortsgruppen Beuthen (O.-S.). In einer stark besuchten Mitgliederver- Sammlung berichtete am Mittwoch, dem 16. September, Herr Arnold wiener über den Verlauf des XVH. Basler Kongresses. Es gelang Herrn Wiener, trotz des umfangreichen Stoffes, ein objektives, alle wichtigen Einzelheiten darstellendes Bild von der Entwicklung und dem Ablauf des Kongresses zu geben. Wegen der vorgerückten Stunde wurde die gewünschte und durchaus notwendige Aussprache, auch über die am Kongreß gehaltenen Referate, späteren Ortsgrupjenabenden vorbehalten. J. K. Mannheim. Die Tätigkeit der Ortsgruppe hat auch In den Sommermonaten nicht geruht, vor allen Dingen ist es der unermüdlichen Tätigkeit der KK.-Sekretärin Frl. Lilli Kahn zu verdanken, daß die Sammlung für den KK. eine außerordentlieh erfolgreiche geworden ist. Wir haben jetzt schon in dieser Sammlung über 1000 M. erzielt, und geben uns der Hoffnung hin, diesen Betrag noch erheblich steigern zu können. Zur Nachahmung für andere Ortsgruppen sei mitgeteilt, daß diese Sammlung sich auf viele Einzelleistungen aufbaut. — Am 28. September wird Dr. Hans Kohn über ״Nationalismus im Orient“ sprechen. Mit diesem Vortrag beginnt die regelmäßige Winterarbeit der Ortsgruppe. Dr. S. München. Am 2. September sprach Herr Dr. Alfred Landsberg (Wiesbaden) in der Zionistischen Ortsgruppe München über aktuelle zionistische Probleme. ״Nach dem Kongreß — vor neuen Aufgaben“ so betitelte er seine interessanten und temperamentvoll vorgetragenen, von umfassender Kenntnis der zionistischen Politik zeugenden Ausführungen, ln der Aus* spräche nahm J.-R. Dr. Elias Straus das Wort, der auf die Frage der Bewertung des Kongresses und der Stellung der Revisionisten innerhalb der Zionistischen Organisation einging. — Am Donnerstag Abend unterhielt sich Dr. Landsberg mit einem Kreise jugendlicher Zionisten und Nichtzionisten über das heute in besonderem Maße aktuelle Problem Kommunismus, Sozialismus und Zionismus; es kam eine lange sehr fruchtbare Aussprache zustande, Vermischtes Jüdische Gemeinde Berlin. Die für Donnerstag, den 24. d. M., anberaumte Sitzung der Repräsentanten- Versammlung wurde auf Montag, den 28. September, abends 8 Uhr, verlegt. Hechaluz. Die 9. Konferenz des deutschen Hechaluz findet vom 10. bis 12. Oktober in Berlin statt. Das Programm umfaßt Referate über die Tätigkeit des Merkas im vergangenen Arbeitsjahr, über die Probleme der fachlichen und kulturellen Aus- Bildung, sowie einen Bericht über die Situation im Welt- Hechaluz. Im Programm ist auch eine Feier vorgesehen. Das genaue Programm der Tagung wird in einer der nächsten Nummern veröifentlieht. Rabbiner-Seminar zu Berlin. Das Wintersemester am Rabbiner-Seminar zu Berlin beginnt am 15. Oktober. Das Verzeiefmis der Vorlesungen kündigt für Talmud, der in einer Unter-, Mittel- und Oberabteilung von den Dozenten Dr. Auerbaeh, Dr. Grünberg und Dr. Wohlgemuth gelehrt wird, die Traktate Baba Bathra, Kidduschin und Pesaehim (täglich 2Stunden) an. In Dezisoren wird Dr. Wohlgemuth in wöchentlich 4 Stunden Hilchoth Trefoth lehren und Dr. Weinberg wöchentlieh 2 Stunden Hilchoth Ribit. Ferner lesen Bibelexegese (Kleine Propheten und historische Bücher) Dr. Grünberg, G e schichte Dr. Auerbach, Literaturgeschichte und Midrasch Dr. Grünberg, Religionsphilosophie Dr. Wohlgemuth, und Uebungen sowohl in Homiletik als auch in [geTeth de Rabbi Scherira werden Dr. J. Wohlgemuth bzw. Dr. Auerbach abhalten. Neu eingeführt sind Vorlesungen über ״Die Bedeutung der Geonira für die Halachi“, & Herrn Dr. Esriel Erich Hildesheimer übertragen worden sind. Brith Trumpeldor Berlin, ln der Zeit der Schulferien, vom 4. bis 11. Oktober, veranstaltet der Bethar Berlin ein Camp auf dem Gute Georgstal, Kreis Dt. Krone (Westpreußen), ge־ meinschaftlich mit dem Brith Trumpeldor Danzig. Die sportliehe Ausbildung liegt in den Händen von Hans Eger und Alfred Feiler. Die Zoliut wird von den Betharim Leon Auerbach und Georg Zwi Berest geleitet. — Gleichzeitig findet auf dem Camp der ostdeutsche Bethar-Tag statt. Auf diesem hält Alexander Reiter das Referat über das Thema■־ ״Gemischter oder reiner Zionismus, eine Abgrenzung“. Die weiteren Besprechungen dienen der praktischen Bethararbeit in den einzelnen Ortsbünden. Jüdischer Gelehrter, der längere Zeit in Amerika als Do• zent der Judaistik tätig war, sucht Beschäftigung irgendwelcher Art. Der Betreffende hat Rabbiner-Examen, ist Orientalist und kann hebräisch,arabisch sowie andere orien* talische Sprachen unterrichten, übernimmt auch Vorbereitung für Religions- und Bar Mizwah-Unterricht. Ferner könnte ei englischen Sprachunterricht erteilen oder evtl, kombiniert Englisch und Judaistik, Nähere Mitteilungen durch die Re• daktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W 15, Meineke• straße 10. Palästina-Handarbeiten im Büro der Fnuen-Arbeitsgemein־ schaft, Meinekestraße 10, Bism. 7165, und bei Portz & Co. Pariser Str. 31 (Nähe Olivaer Platz), Laden. Große Auswahl in Kinder- und Damenkteidern, Decken, Taschentüchern, Barchesdecken, Mazzothtaschen, Schmucksachen usw. Hebräischer Kindergarten. Wir weisen noch einmal auf den hebräischen Kindergarten des üdlschen Schu'.veteins, Klopstockstraße 58, hin, der am 1. September eröffnet wurde. Die Leiterin ist Frau Alice Weis-Stadthagen, die in den letzten acht Jahren als Kindergärtnerin und Erzieherin im Kinderhaus in Beth Alpha gearbeitet hat. Das Schulgeld beträgt jetzt 15 M. monatlich. Anmeldungen nimmt die Schulleiterin Frau Nathan, Klopstockstr. 58, Montag, Mittwoch und Freitag von 12—13 Uhr entgegen. Arbeitsnachweis. Für eine 19jährige Schuhverkäuferin mit 4’/ajähriger Praxis wird Stelle in der Provinz, möglichst mit Familienanschluß, gesucht. Meldungen sind zu richten an die Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Abt. für kaufm. Berufe, Berlin SW 19, Lindenstr. 48/50, Tel.: Dönhoff 307/308. Berliner Kalender Berliner Zionistische Vereinigung. Donnerstag, den 1. Oktober, abends 81/2 Uhr, im Herrenhaus, Leipziger Straße 3, Dr. Schmarja Levin: ״Schicksalsfragen der Juden“. Karten ä M. 1,— und 0,50 im Büro der B. Z. V. Da die Nachfrage sehr groß ist, ist es zu empfehlen, die Eintrittskarten im Vor• verkauf im Büro der B. Z. V. zu besorgen. Gruppe Charloftenburg der B. Z. V. Mittwoch, den 7. Oktober, abends 81/2 Uhr, im Cafd Löon, Kurfflrstendamm 155 (Lehniner Platz), Dr. Harry Tarczyner: ״Vom Bibelwort zum modernen Hebräisch“. Gäste willkommen. Frauen-Arbeltsgemelnschaft für Palästina. Dienstag, den 29. September, nachm. 41/2 Uhr, im Sitzungssaal, Meinekestr. 10, Lichtbildervortrag von Frau Dr. Nadja Stein: ,,Ist Raum genug in Palästina?“ Mitglieder und Gäste herzlich willkommen. Das Beth-Am Iwri veranstaltet eine Abschiedsfeier zu Ehren des Schriftstellers David Vogel am Sonntag, dem 27. S®ptember, 2. Sukoth-Feiertag, um 81/2 Uhr abends, in den Räumen des Beth-Am. Es nehmen teil: Dr. Woys Ja wski,Meier Mohr, Mosche S c h l a n g e r, Dr. P i n e 8. Itn Konzert-Teil der Feier wirken mit: S. A h a r o n i - Palästina (Gesang), Mosche C h a wi wi - Palästina (Cello), Rajah Chawiwi- Palästina (Klavier). Eintrittskarten: 1 M. Für Mitglieder des Beth-Am 0,50 M. Alle Mitglieder des Beth-Am und aie Jugend- Organisationen werden gebeten zu erscheinen. — Großes Konzert im Beth-Am. Am Sonnabend, dem 17. Oktober, findet in sämtlichen Räumen des Beth-Am-Iwri eine größere Konzert-Veranstaltung zugunsten des Beth-Am statt. Nartihafte Künstler haben ihre Mitwirkung zugesagt. Näheres in den nächsten Ausgaben der ״Jüdischen Rundschau“. Klub junger Zionisten. Dienstag, den 29. September, um %9 Uhr, Meinekestr. 10, spricht Dr. Georg Ha Ipern über ,,Aktuelle Wirtschaftsprobleme in Palästina“. Gäste willkommen. Jüdischer Schülerbund (Charlottenburg 2, Bteibtreustr. 50). Am Montag, dem 28. September, abends pünktlich Va8 Uhr, spricht bei uns im Heim des K. J.V., Bteibtreustr. 50, Stadtarzt Dr. Max H 0 d a n 11 über ״Probleme der heutigen Jugend“. Alle jüdischen Schüler und Schülerinnen sind herzlichst eingeladen. Der Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend veranstaltet am Sonntag, dem 4. Oktober, 81/2 Uhr abends, Tm Beth-Am-Iwrl eia Simchat-T hora-r es t. Im Programm: Gesang, Musik, Parodien usw. Eintritt 0,25 M. Gäste willkommen! Schalom-Alelchem-Klub. Am Freitag, dem 25. September, findet im Schalom-Aleichem-Klub (Lutherstr. 48/49) ein Vortrag des bekannten jüdischen Gelehrten und Sprachforschers Dr. A. Harkavi (New York) über das Thema: ״Sind Juden — Juden?“ (Zur Rassenfrage der Juden) statt, Anfang: 8*/3 Uhr. Gäste willkommen. ביודהעם העברי עורך "נשף־פרידד." לכבוד המשורר דוד־ פ וגל ביום ראשון׳ מוצאי ב׳ סוכות׳ 27 בספטמבר׳ ב 8 וחצי בערב׳ באולם בית־העם* המשתתפים: ר״ר צ. ויסלבסקי׳ מאיר מוהר׳ משה שלנגר׳ ד״ר מ- פינס. דור פוגל יקריא מיצירותיו. בתלה חאמנותי: שמואל אתרוגי מארץ ישראל (זמרה)׳ משה חביבי (משלו). רעיה חביבי (פסנתר). דמי נגיסה: 1 מרק׳ לחברי בית־העם: 0.50 מ. כל חברי בית העם ואורגני הנוער מתבקשים לבוא! - קוגצרט גדול בבית־העם! בבית העם עורך במוצאי שבת׳ 17 באוקטובר" קונצרט גדול לטובת ביודהעם. אמגים ידועים הבטיחו להשתתף. על הפרטים בהואאות הבאות של ודייר. רונדשוי"• המועצה לעבודה עברית בנוער עורכת נשף שמחת תורה שיתקיים במוצאי החג ביום הראשון 4 לאוקטובר בשעה ־/<8 בבית־העם• בתכנית: שירה׳ גגיבה׳ פדדיות וכדומה׳ ועל כלם תה׳ עם עוגות׳ מכניסה 25 פם׳ אורחים רצויים"