Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 71 (11.9.1931)
- Date
- 1931-09-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 71, 11. IX. 1931 JÜDISCHE RUNDSCHAU Sehe 437 Aufruf des hebräischen Weltverbandes Der auf der hebräischen Konferenz im Juni begründete Weltverband (Brit Iwrit Olarait) beginnt seine Tätigkeit zu entfalten. Bekanntlich hat der Kongreß die Begründung dieses Verbandes begrüßt und seine aktive Förderung zur Pflicht eines jeden Zionisten gemacht. Nachstehend bringen wir den Aufruf des Zentral-Komitces des Verbandes, der dem ״Sela“, dem Mitgliedsbeitrag dieses Verbandes gilt. Der ״Sela** soll die finanzielle Grundläge des Verbandes, ja darüber hinaus der hebräischen Bewegung werden. Wenn er die Verbreitung finden wird, die der Bedeutung des hebräischen Werkes für unsere nationale Bewegung entspricht, so wird er auch die Quelle bilden können für die Unterstützung des großen hebräischen Schulwerkes, welches ohne Förderung seitens einer Zentral-Organisation nicht aufrechterhalten werden kann. Auch die national-jüdischen Kreise in Deutschland werden sicherlich nach Maßgabe ihrer Kräfte diese Bewegung durch Kauf und Verbreitung des ״Sela“ fördern; dieser Mitgliedsbeitrag ist so niedrig gehalten, daß er von weitesten Kreisen geleistet werden kann: der Preis des ״Sela“ ist 1, RM.; daneben gibt es einen ״Jugend-Sela“ für 0,50 RM, und einen ״Goldenen Sela“ für 5,— RM. Zur Einleitung der Sela-Aktion in Deutschland findet eine Veranstaltung am kommenden Mifiwoch, 16. September, statt. (Näheres siehe im Berliner Kalender.) Der Verband erläßt einen hebräischen Aufruf, den wir nachstehend (etwas gekürzt) wiedergeben: חברים נכבדים! הפנסיה העברית׳ שנתכנסה בברלין בימי ו-ח תמוז תרצ״א׳ הכריזה על יצירת ה,,ברית העברית העולמית"׳ שהוטל עליה לכנס תחת דגלה את כל ההסתדרויות׳ המוסדות והאישים הפועלים בשדה התרבות העברית- ה״בריוד באה לקדם את פני הסכנה׳ האורבת לקיומנו הרוהני העברי׳ יוצאת לתמוד במוסדות החנוך והתרבות העבריים הקיימים׳ להרחיב את פעולתנו במקצוע התנוך העברי העממי והעליון׳ תנועת הנוער העברי והספרות העברית. מתוך הכרה׳ שלא יהא פתרון לשאלת תרבותנו כל עוד המכון העברי העליון לא יעמוד על תלו׳ הולכת "הברית" ומארגנת את סניפיה הראשוניבש בארצות שונות ואגו מקווים׳ שבכל מקומות מושבותינו יהיו קיימים סניפים ל״ברית"• את אבן־הפנה לארגון ה״ברית" מניח ה״סלע״ו ה״סלע" חובת־גברא היא׳ וזובח כל איש וכל אשה מישראל׳ הרוצים בקיומנו התרבותי־העברי• המולע את סלע ה״ברית" נותן ירי לבסוס מפעלנו העברי׳ נמנה על חברי ה״ברית׳" ומשתתף בבחירות לקונגרס העברי העולמי. מפעל ז!שלע הראשון של ה״בריוד צריך לשמש המפקד העברי הראשון בכל מושבות ישראל! עלינו לבנם תחת דגלת של ה״ברית״ 100000 סולעים. מאת אלף סולעים בשנת תרצ״ב ייצרו את הארגון העליון׳ המכון שיבטיח את קיום מוסדותינו לחנוך ולספרות׳ המשוועים לעזרה׳ שירחיב את פעולתנו בכל מקצועות תרבותנו העברית• ושלשה סלעיס הם: א) סלע־עם (בגרמנית - 1 מרק׳ בצרפת — 5 פרנקים׳ אנגליה - 1 שיליג׳ פולניה - 1 זהוב׳ ליטא - 2 ליטיס׳ לטביה - 1 לאט׳ ולפי ערך זה בשאר המדנות). ב) סלע ־ז ה ב (פי חמישה ממהיר סלע־העם)• ג) סלע־נוער (מחציתו ממחיר סלע־־העם)• סלע־הנויער בא לשתף אח הנוער העברי׳ זה שבבית־זזספר וזה שמחוצה לו בבנינה של ה״נרית"• סלע־הנוער צריך להיות בידי כל חניך בית-ספר עברי׳ בירי כל לומד עברית׳ כל חבר של ארגוני־־הנוער השונים בישראל. בכל ביידספר יטפלו החניכים בהפצת הסלע ולא יהא אף צעיר אהד שלא יהא סולע את סלעו ל״ברית"! והיה בי ישאלוכם: סלע זה למה הוא בא? ואמרתם: הסלע לארגון ה״ברית"* הסלע לצידת התנועה העברית העולמית! הסלע ליצירת המכון העברי העליון* שעליו יוטל לכלכל ברוח ובחומר אה החנוך העברי! את הספרות העברית* את האמנות העברית* את היצירה העברית לכל גלוייה! אדם מישראל* סלע את סלעך ל״ברית" והשתתפת ביצירת בסים לקיומנו הרוחגי־התרבותי״העברי! חבר* השתתף במפעל־1 הסלע בעירך* היה עושרה ומעשה כאחד! בברכת חברים: ה״נרית העברית העולמית". המועצה: נחום סוקולוב (לונדון)* חיים נחמו ביאליק (ת״א) ד״ר איזנשסדס(פריס)׳ ד״ר מ-אהרנפרייז(שטוקהולם)׳ ר״ר י• בך זאב(קהיר)׳ 0 ביסטריצקי(ירושלים)׳ ר״ר ש- ברנפלד וברלין)׳ ר״ר בווידא (לודז> ברנלנד (בסרביה)׳ אב. גולדברג (3- יורה)׳ ’•גרינבויס (וורשה)׳ ח-גרינברג(נ• יורק)׳ י-הפטמן!וורשה)׳ ר״ר צ. הרץ (לונדון)׳ ר״ר סט. ווייז (נ. יורק)׳ ז- זבוטינסקי (פריס)׳ ה. זלטופולסקי(פרים!׳ ר״ר טורצינר(ברלין)׳ ר״ר י• טחון (קרקוב)׳ פרום• סשמוביץ (אמריקה)׳ ר״ר שאול טשמיכיבסקי (זדי)׳ משה כהן (קובנה)׳ כ- כצנלסון (ת״א)׳ פרופ. י. לנדוי (אפריקה)׳ צ׳ לוריד. (אפריקה)׳ י• מץ (ג׳ יורק)׳ ר״ר מוצקין (פריס!׳ פרום׳ מרקון(המבורג)׳ ר״ר נדל (דורפט!׳ הרב חיים נחום (קהיר)׳ ל. סימון (לונדון)׳ פרום׳ סימונסן (קופנהגן)׳ סקווירסקי(בסרביה)׳ ר״ר פטאי(בודפשט)׳ ש• פרסיץ (ת״א ׳ פרוס• י. קלוזנד(ירושלים)׳ ר״ר י• קלציוין(ברלין)׳ פרום- ש• קרייס (ווין)׳ י• קלינוב (ברלין)׳ ר״ר ע. קדלבך (המבורג)׳ ר״ר י. רבץ (ברסלוי)׳ זלמן רובשוב (ת״א) ׳ ר״ר רובינזון (קובנה). ר״ר דוטבלום (וזין) ׳זלמן שוקן(ברליך׳ א י. שטיבל <ברלין1׳ ר״ר ח• שפירא (קובנה)• הועד המרכזי: י. גוטמן (ברלין)׳ מ- גורדון (וורשה)׳ ז• גליקסון (ברלין)׳ פ׳ גריגרד(ברלין)׳ ר״ר ש. וויינברג(ברלון) ר״ר י- בהן(תרשה)׳ ד׳ ייפץ (קובנה)׳ י• ניידיץ(פריס)׳ ר״ר מ׳ סולובייציק וברלין). ר״ר מ• פינם(ברלין)׳ ס• קלינמן(לונדון)׳ דיר מ׳ קלומל(תרשה)׳ ר״ר ש. רבידוביץ (ברלין)׳ ר״ר א• רוזנפלד (ברלין)• Adrtss•: Brit Iwrit Ol •mit, Berlin W19, Kurffirstendamm 91 In Jewpatoria in der Krim hat Agro*Joint ein ihm von der Knm-Regierung zur Verfügung gestelltes großes Gebäude, das früher ein Gefängnis war, zu einer großen Fabrik für Trikotagenerzeugnisse umgebaut, in der über 600 jüdische Arbeiter beschäftigt werden sollen. Kammergerichi und Rassenfrage Von Max Moses Polke (Breslau) Zu den •wenigen deutschen Gerichten, denen man eine Animosität gegen luden nicht vorwerfen konnte, gehörte bis vor kurzem aas Kammergericht. Leider hat sich auch dies feändert, wie eine soeben in der Juristischen Wochenschrift, eite 2512, veröffentlichte Entscheidung des 17. Zivilsenats vom 13. Februar 1931 zeigt. Bemerkenswerterweise handelt es sich hierbei nicht um eine Entscheidung in einem Strafprozeß mit politischem Hintergründe, sondern tun den Rechtsentscheid in einer Mietsache. Ein Hausbesitzer hatte seinem Mieter die Untervermietung an einen Ausländer versagt mit der Begründüng, daß ein nationalgesinnter Deutscher die Untervermietung an einen Polen nicht zu dulden brauche. Das Kammergericht ist zwar dieser Ansicht nicht beigetreten und führt zunächst richtig aus, gerade die Tatsache, daß Ausländer nach dem geltenden Recht gar nicht oder nur unter erschwerten Voraussetzungen zum Besitze selbständiger Wohnungen gelangen sollen, lege es nahe, daß sie als Untermieter den Inländern gleichgestellt sind, denn sie seien auf die Untennietsräume ganz besonders angewiesen. Am Schlüsse des Rechtsentscheides heißt es aber wörtlich: ״Bei dieser Beantwortung der Rechtsfrage hat der Senat nicht verkannt, daß In Fällen, in denen Ausländer als Untermieter in Betracht kommen, wichtige Gründe zur Versagung aus ihrer Person häufiger zu entnehmen sein werden, als regelmäßig bei Inländern. »Die Verschiedenheit der Rassen, des Standes, der Kultur bei fremden Völkern und manche anderen Umstände können dafür die Ursache bilden. Die Bedeutung der Abstammung von einem bestimmten Volke mag mitunter auch örtlich verschieden zu beurteilen sein. Diese Umstände hingen jedoch niemals oder nur in den seltensten Fällen davon ab, ob der Untermieter die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hat oder nicht. Auch wenn er Deutscher geworden ist, können sie einen wichtigen Grund zur Versagung der Erlaubnis abgeben. Deshalb kann es für die Versagung nur auf das Vorliegen solcher Umstände im Einzeltalle, niemals aber auf die Frage der Staatsangehörigkeit ankommen.“ Dieser Schlußsatz war nach dem sonstigen Inhalt des Rechtsentscheids zumindest überflüssig. Sein Inhalt bedeutet, aus der Sprache des Kammergerichts in gewöhnliches Deutsch übertragen, daß ein Jude zwar noch nicht schlechthin ein ungeeigneter Untermieter Im Sinne des Gesetzes ist, daß er aber häufig solche Eigenschaften aufweisen wird, die eine Versagung des Untermietsverhältnisses rechtfertigen. Daß eine solche Auslegung dem Gesetz nicht gerecht wird, bringt bereits Rechtsanwalt Dr. Bruno Stern (Würzburg) in einer kurzen Anmerkung zu der erwähnten Entscheidung zum Ausdruck. Darüber hinaus muß man es aber auf das tiefste bedauern, daß das Kammergericht sich derartige Erwägungen zu eigen macht. Bemerkenswert ist hierbei, daß das Wort Jude vom Kammergericht nicht erwähnt wird, noch bemerkenswerter, daß es niemals oder nur in den seltensten Fällen einen Unterschied machen soll, ob der sogenannte Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hat oder nicht. Das Kammer- Bericht steht also auf dem Standpunkte, daß auch bei eutschen Staatsbürgern die Verschiedenheit der Rasse, des Standes der Kultur ״und manche anderen Umstände“ Gründe in der Person hervorrufen können, daß ein nationalgesinnter Deutscher auch nur die Untervermietung an solche Individuen in seinem Grundstück nicht zu dulden braucht. Ein bedauerlicher Beitrag zum Einfluß politischer Strömungen auf die Rechtsprechung! _______ Brief aas Norwegen Oslo, Anfang September Das zionistische Leben Norwegens in den letzten Monaten stand im Zeichen des Kongresses. Brachte doch dieser das Novum, daß in der Persönlichkeit des schwedisch-jüdisehen Historikers Lektor Valentin aus Upsala die skandinavisehen Zionisten zum ersten Male in der Geschichte der Kongresse ihren unmittelbaren Repräsentanten entsenden konnten. — Schreiber dieses hatte in der ersten vorbereitenden Versammlung unter dem Thema ״Die Aufgaben des XVII. Kongresses“ im wesentlichen den Kampf um die Netigesfaltung der zionistischen Ideologie, die Zielsetzung behandelt. — Diverse Wahlversammlungen und die Wahl selbst verliefen recht lebhaft, teils leidenschaftlich, für kleinere zionistische Gremien wohl ein charakteristisches und, im zeitlichen Abstände gesehen, abgeklärtes Bild. — Am 3. September hielt Lektor Valentin in der ״Norsk Zionist Forening“ Oslo ein Referat über den Kongreß, das in seiner fesselnden Art und vornehmen Sachlichkeit tiefen Eindruck machte. Was das weitere jüdische Leben, insbesondere Oslos, angeht, werden zurzeit Judentum und Sabbath im Zusammenhang mit der geplanten Kalenderreform in einem Teil der Presse behandelt. ״Antisemitismus als Gruppenerscheinung“ beginnt sich zu versuchen. Der geschäftstüchtige Redakteur eines vor kurzem gestarteten hakenkreuz-bewenrten Asphältblittchens und Begründer einer ״Liga für nationale Aufrichtung“ versuchte vor kurzem einen größeren Kreis der das klare Element liebenden Norweger dafür zu gewinnen, mit ihm und für ihn im Trüben zu fischen. Er hatte aber mit den Märchen von den drei ״Juden“, die das Land beherrschen, Mowinkel, dem früheren Ministerpräsidenten, Professor Hambro, dem Störtingspräsidenten und Professor Edvard Bull, dem gefeierten Historiker und großen Volksfreund, sehr wenig Glück• So wenig, daß er es vorzog, nach 20 Minuten zu verschwinden, nicht ohne sich der Abendkasse zu versichern, die nach dem vernünftigen Antrag eines Arbeitervertreters den notleidenden ausgesperrten Arbeitern hätte zugute kommen sollen. Die drei ״Juden“ haben doch noch so viele Freunde, daß die ״nationale“ Aufrichtung Norwegens noch Schwierigkeiten wird überwinden müssen. Was aber die ökonomische Auffrischung leerer Agitatorenkassen betrifft, so darf man ihre Eigner getrost an die großen Blätter Norwegens verweisen, denen sie einen hübschen Stoff für launige Satiren geliefert haben. Rabb. Julius Samuel. Hebräische Reifeprüfungen in KarpathornBland hl, Prag, 7. September Die Einschreibungen an den hebräischen Schulen in Karpathorußland, die seit ihrem Beginne schwer um ihre Existenz ringen und auf die erbittertste Gegnerschaft der Agudas-Jisrol-Kreise gestoßen sind, brachten in diesem Jahr eine neuerliche große Zunahme der Schülerz a h I. Insbesondere stieg die Schülerzahl am hebräischen Gymnasium in Mukach0. Die erste Klasse des Gymnasium hat nun 67, die der Volksschule 70 Schüler. Beide Schulen zusammen 450. Das Gymnasium wird jetzt die ersten Reifeprüfungen vornehmen. Das hebräische Maturitätszeugnis dieser Lehranstalt wird in der CSR. die gleiche rechtliche Wirksamkeit haben, wie das aller staatlichen höheren Schulen. Das hebräische Gymnasium, das bisher u. a. auch an einem großen Mangel an qualifizierten Lehrkräften litt, wird nun bald selbst den Reihen seiner eigenen Absolventen die nötigen Lehrer entnehmen können, NX/QLTV Bulgarien- Das Präsidiusnsmitgiied des bulgarischen Kreises, Willy Jerolim, trifft Mitte September in Berlin ein, am alle mit der Makkabiah zusammenhängend* Fragen mit dem Prfeidiura des Waltverband«» tu besprochen. Polen- Am 5. September feierte der ״Makkabi '־Verein, Krolowska Huta, die Einweihung seine« neuen Heime*. Belgien. Der Brüsseler Makkabi veranstaltet am 9. September eine große Versammlung, suf der Kurt Jacobowltz (Berlin), Milglied des Makkabiah-Präsicliums, über dia Makkabiah sprechen wird. Memel. Nach langer Zeit beteiligt• sich der Bar Koehba Memel wieder an den litauischen Meisterschaften. Seine 11 ersten und 8 zweiten Plätze beweisen, daß er zu den besten litauischen Vereinen gehört. Den 110-m-Hürdenlauf gewann Rosenberg, der als Gast vom Bar Koehba Berlin teilnahm, in neuer litauischer Rekordseh. Die Junioren Schkut, Liebmann, Sackheim wurden im Dreikampf (100 m, 1000 m, ffocbsprurig) Meister. Außerdem gewannen die Junioren sämtliche Steffeln, so die 4 X 100-m-Staffel und die Schwedenstaffcl. Bei den Damen siegte Lotte Schocher im 100-m-Lauf in 14,2 Sek., Thea Hannemann im Weitsprung mit 4,17 tn. Außerdem belegten die Damen des Rar Koehba Memel im Vereinskampf den ersten Platz. Deutscher Kreis Makkabi und Neujahrs-Aktion. Die Leitung des Deutschen Makkabi-Kroises hat den Aufruf zur diesjährigen Hoseh Hasehanah- Sammlung des KKL durch einen starken Appell zur Mitarbeit an alle Btr Koehba 11er unterstützt, der auch in der letzten Nummer dos ,,Makkabi" abgedruckt ist. Es wird darauf hingewiesen, daß der KKL die Vorbereitung und Ausgestaltung der Makkabiah in verschiedener Weise zu fördern versprochen hat, daß ea daher Ehrenpflicht aller Makkabim ist. auch diese wichtigste Aktion de» KKL zu unterstützen. Bei den Hausbesuchen ergibt sich für unsere Mitglieder ein» auagosrichneto Gelegenheit, zugleich mündliche Propaganda für die Idee der Makkabiah m machen. Der Aufruf schließt mit folgenden eindrucksvollen Worten: Viele von uns werden zu Peßacb 5692 da» Glück haben, nach Erez-Iirael zu fahren und da* unaus—. sprechlicho Gefühl zu empfinden, wenn sie von den Na zarether Bergen auf den Emek niederblicken, oder vom Karmel auf die Bucht, von Haifa, sagen zu können: Ws* ist mein Land. Aber das Auto wird sie auch stundenlang durch Gebiete führen, deren Namen jedem von uns aus der Bibel und aus der Geschichte vertraut sind, von denen aber der Führer der Boise bemerken muß: Nein, das ist noch nicht unser Land. Dann werden wir dort vielleicht Beschämung darüber empfinden müssen, daß wir nicht genug getan haben, um den Boden zu erlösen. Wollen wir, daß wir an möglichst vielen Stellen im Lande denken und sagen dürfen: Dies ist auch unser W 0 r k , hier 11 a t auch Makkabi -Arbeit mitgeholfen. Dio Neujahrs-Aktion hat bereit« begonnen, Jede Gruppe und jedes Mitglied des Makkabi muß mitwirk an t Präsidium des Deutschen Makkabi-Kreises. Klubkampf MSnnersport-Beriin gegen Bar Rochba-Stettin. Den Erfolgen gegen Männertu mabtcilung und Bar Koehba Leipzig konnte die Männersportabteilung einen dritten gegen Bar Koehba Stettin inreiben. Alle erzielten Zeilen hatten sehr unter der durch dun dauernden Regen aufgeweiehlen Bahn zu leiden. Ergebnisse: 100 m: 1. Marx (S) 11,7 Sek.: 2. Simmenauer (B) 11,8 Sek. 300 m: 1. Marx (S) 24,7 Sek.; 3. Scharf (B) 24,8 Sek. 1500 m: 1. Rath (B) 4: 38 Min.: 2■ Hutschnecker (B) 20 m zurück. 4X 100 m: 1. Stettin 48,ß Sek.; 2. Berlin 48,8 Sek. Sclmedcnstaffel: 1. Berlin; 2. Stettin. 10 x 200 m: 1. Berlin. Kugelstoßen: 1. Weichselbaum (B) 10,32 m; 2. Flink (B) 10,18 111. Hocksprung: 1. Nöeker (B) 1,55 m; 2, Simmenauer (B) 1,50 m. Gesamtergebnisse: 48:40 für Berlin. Leichtathletik. P. S. V. ״National(»". Bei dar erstklassigen Besetzung dieses Sportfestes war für uns fast gar nicht« zu erben. Der Wechsel Kurz-Gerber war leider wieder schlecht. Dia nach Eintracht - Frankfurt noch vor uns eiakommende Mannschaft des S, C. C• wurde distanziert. Im 100-m-Einzellauf gelangte nur Georg Kurz in die Entscheidung, konnte sich aber hier nicht placieren. — Fußball: I. Männer — Mariendorfer Ballspielclub 2:2. Nachdem der Gegner bereit* mit 2:0 geführt hatte, konnte wenigstens noch ein Punkt gerettet, trotz «inständiger Ueberlegenheit aber nicht mehr erreicht werden. Dieser Verlustpunkt ist der erste in dieser Spielzeit. Torschützen: Isenheim und Hilkowitz, II. Männer gegen Corso 2:2: IIT. Männer — Helios 0:2; I. Junioren — Gedevag ß; 8: II. Junioren — Union Potsdam 6:1; III. Schüler gegen Wedding 2:0. — Hockey: Sowohl die erste als auch dio zweite Mannschaft konnte gegen den in einer Klasse höher spielenden Gegn«r nicht gewinnen. I. Männer — Nauen 11:2: II. Minner gegen Nauen II 2:3. Lasar Dünner, Bar Koehba Hamburg. L eicht,»thletikabtoilung. Als Saisonalischluß veranstaltete der Sp, V, St, Georg seinen ״Nationalen Staffeltag". In der 4 X tOO-m-Staffol startete der Bar Koehba mit seiner Mannschaft (Flatow, Rotsrhild, Bleiweiß und Levy) und siegte hier sicher gegen Urania und B.-U. — II a n d b a 11 a b l e i - lang. Bar Koehba I. Herren schlägt Finkenwärder I. Herren 10:6 (3:2). Bar Koehba I. Damen — Wicking I. Damen 5:0. Bar Koehba I. Mädchen — Alstertal II. Mädchen 1 : 2 (0 : 1). Bar Kocliba I. Jugend — Urania I. Jugend 8:5 (4 : 2). Bar Koehba I. Schüler gegen Eimbüitel II. Sch-Jgd. 0:4, — F u ß h a 113 b l o i 1 u n g. Bar Koehba I. Herren — Börnsen I. Herren 1 : 1. Bar Koehba Raa. gegen Börnsen Res. 3:0, Die Bes .-Mannschaft spielte eifrig und zeigte ein sehr gutes Spiel, Bar Kocliba II. Herren Pinneherg II. Herren I, 2. — Hockeyabteilunp. Bar Koehba I. Herren gegen Altona I. Herren 2 : 0. Bar Koehba II. Herren — Altona II. Herren 3 : 0. Bar Koehba I. Damen — St.-Georg I. Damen 1: 4. Bar Koehba II. Damen י- Altona I. Damen 1:2, v. G. Bar Koehba Köln. An dem 4.!'reffen der Westdeutschen Leichtathleten in Köln-Sülz am 6. September beteiligten sieh zirka 400 Sportler und Sportlerinnen aller Groß-Vareina Westdeutschlands. Der Bar Koehba Köln konnte infolge Ferien-Abwesenheit einer Anzahl Mitglieder nicht iu der gewohnten Stärke an treten, so daß die Blau-Weißen sich hauptsächlich auf die Jugendkonkurrenzrn ,beschränkten. Hier belegte der Jugendliche, Leo Attermann, Bar Koehba Köln, mit bemerkenswerten Leistungen drei erste Plätze, und zwar im Speerwurf mit 48,50 tn, in» Diskuswurf mit 33,25 m und im Kugelstoßen mit 12,53 tn. Außer Konkurrenz bestritt er auch das Speerwerfen der Senioren und erziedte hierin dm fiir oiuen Jugendlieben hervorragende Leistung von 47,86 m. Die 4 X 100-m-Staffel in der ältesten Jugendklasse wurde zu einem spannenden Duell zwisehen Düsseldorf und Bar Koehba Köln, das die Düsseldorfer knapp fiir sieb in 47,4 Sek. entscheiden konnten, während die Bar Koehba- Jungen« überlegen die Schwedenstaffel an sich bringen konnten. Den 1000-jn-Lauf gewann Schwarz, Bar Koehba, in 2: 43,3 Min. Bei den Senioren boiegten Gradmann im 800-m-Lauf in 2:11,7 Min., Cerf im 30Q0-m-Lauf in 9:53,4 Min. die dritten Plätze, während die mit Ersatz »ngetretenen Staffeln des Bar Koehba sich hei der starken Konkurrenz nicht durchsetzen konnten. H. S.