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Jüdische Rundschau · 1931-07-31 · Heft 59 (31.7.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 59 (31.7.1931)
Date
1931-07-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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. 1M1 Nr. 50, 31. Vn. 1031 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 363 מ Weise Situation «leuchtet ftkte gen Öedintt Juden schätzen, Verwal- >hne daß tlieit der Cht veriCre, die der anall diese ,«worden lengehen freuüch. Gegenlen aber nn man 1«n man aus der s. ti. arteifsch;ge pro- : seiner sozialis- Bundesin unter Bundes" meindclindes)“ nde Belationalst, und legende in der Bundes, eie, die «11g, es ist, der rtestannus beäs Aufus jede sei der Zweckich als 5 von iß, daß Politik, scheint Bedeu- 11 und :n Betionalbesöner den i seine dem mannrufene gen“ n von ssener straße zwölf enden urden Nazis :nt in dann urden ten, ndelt. dem ätlich n die sucht 1atio-;obdie alistintenzum t hat. Vorählte jetzt idendas son- •traf-;teur An- und rohe rteiaupes en rafe inde laudes rsuiner hitz «in «n. Sokolows Programm Ein L T. A. - Interview des neuen Präsidenten Sokolows Programm Ein J. T. A.-Interview des neuen Präsidenten Der neugewählte Präsident der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency äußerte sich in einem Gespräch mit dem J. T. A.-Vertreter in Basel folgendermaßen: ״Ich bin mir der Schwierigkeit der Aufgabe, die ich durch Annahme der Wahl zum Präsidenten der Zionistischen Örganisation übernommen habe, bewußt. Es war ein Schritt, der Mut erforderte; ich habe ihn unter dem Druck der Erfordernissedes Augenblicks gewagt. Ich sah keinen anderen Ausweg und habe mich deshalb entschlossen, dieses hohe verantwortungsvolle Amt zu übernehmen. Ich habe die Wahl dankbar, ohne Parteilichkeit oder Groll gegen irgend jemand angenommen. Im Gegenteil: Ich war dabei von einem Gefühl der Liebe, der Kameradschaft und des Vertrauens durchdrungen. Meiner Ansicht nach besteht die unmittelbare und wichtigste Aufgabe in der Fortsetzung der Arbeit in Erez -Israel wobei natürlich in erster Reihe die Kolonisafionsarbeit und die industrielle Entwicklung, die wir zum Teil durch eigene Mittel, zum Teil dadurch gefördert haben, daß wir ihr von Zeit zu Zeit beistanden, in Betracht zu ziehen sind. Wir müssen uns bemühen, nicht nur das bereits Bestehende aufrechtzuerhaltee, sondern auch neue Unternehmungen hinzuzufügen. Eine unserer ersten Arbeiten wird die Durchführung des vor einiger Zeit beschlossenen Tausend-Familien-Siedlungsplans sein. Von nicht geringerer Bedeutung ist die gleichzeitige Konsolidierung der bestehenden Siedlungen in jeder möglichen Weise. In diesem Zusammenhang, fuhr Sokolow fort, möchte ich erklären, daß wir trotz der finanziellen Schwierigkeifen, die hauptsächlich durch die jetzt noch akutere Formen annehmende Weltkrise bedingt sind, Fortschritte gemacht haben, die bedauerlicherweise von der öffentlichen Meinung nicht hinreichend gewürdigt werden. Ich möchte hervorheben, daß unsere Arbeiterbevölkerung in Palästina sich mehr und mehr akklimatisiert; sie hat viel gelernt und viel Erfahrung gewonnen. Unabhängig von dem Ausmaß und dem Tempo unseres quantitativen Fortschritts haben wir zweifellos auch qualitative Fortschritte zu verzeichnen. Abgesehen davon, daß unsere Pioniere viel gelernt haben, zeigt auch unsere palästinensische Jugend im Gegensatz zu den Pionieren der ersten Periode eine größere Anpassungsfähigkeit an die Arbeit in Erez-Israel; diese jungen Leute sind wirkliche Palästinenser im besten zionistischen Sinne des Wortes geworden. — Ich hoffe, daß die Juden der ganzen Welt trotz aller Schwierigkeiten an dieser Konsolidierungsarbeit bis an die äußerste Grenze ihrer Leistungsfähigkeit teilnehraen werden. Insbesondere müssen unsere beiden großen Fonds, der Jüdische National-Fonds und der Keren Hajessod, gestärkt werden. Wir müssen eine neue Anstrengung machen, um unsere Brüder in allen Teilen der Welt zur Mitarbeit an der großen und heiligen Aufgabe des jüdisehen Volkes, seine Position in Palästina zu sichern, heranzuziehen. Ich hoffe auch, damit rechnen zu können, daß der j ü - dische Mittelstand sich in privater Initiative der Entwicklung verschiedener Unternehmungen, insbesondere auf dem Gebiete der Heim- und Kleinindustrie, zuwenden wird, einem Gebiet, auf dem bereits gute Erfahrungen gemacht wurden. Wir werden -uns ernstlich bemühen, solchen Unternehmungen mit unserem Rat und unserem besten Können beizustehen.“ Sokolow wandte sich sodann dem Problem der jüdisch-arabischen Verständigung zu. Er führte etwa aus: ״IchbinkeinAnhänger der beschwichtigenden und seichten Friedensdeklarationen, ich erwarte einen wahrhaften Frieden zwischen dem Jüdischen Nationalheim und den nichtjüdischen Gemeinschaften Palästinas, sobald unsere Gegner ihre Obstruktionspolitik aufgeben, sobald sie einsehen, daß ihre Proteste gegen das Mandat wirkungslos sind, und erkennen, daß unsere Arbeit ebenso sehr den allgemeinen Interessen des Landes wie unseren eigenen dient. Sobald sie einsehen werden, daß das Mandat eine Sache von internationaler Bedeutung ist und nicht widerrufen werden kann, wird der Weg zu gegenseitiger Verständigung frei sein. Die Möglichkeit gegenseitiger Verständigung wird durch Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiete erleichtert werden. Die nichtjüdischen Gemeinschaften werden zur Erkenntnis gelangen, daß weder sie sich von uns, noch wir uns von ihnen isolieren können. Wenn wir anfangen werden, bei der Lösung praktischer Aufgaben tatsächlich zusammenzuarbeiten, werden wir einander bedeutend näher kommen. Die antizionistische politische Propaganda verdankt ihre Erfolge nur diesem Mangel an wirtschaftlicher Kooperation. Sobald solche wirtschaftlichen Beziehungen hergestellt sein werden, können wir erwarten, daß auch die freundschaftliehen Beziehungen Fortschritte machen werden, insbesondere, wenn die Gegenseite erkennen wird, wie vielerlei Vorteile ihr aus unserer Arbeit erwachsen. Ich zweifle, ob bezüglich des Landentwicklungsp 1 a n s in nächster Zukunft rasche Fortschritte zu verzeichnen sein werden. Es ist möglich, daß man im Hinblick auf die Ernennung des neuen High Commissioner die Sache eine Zeitlang ruhen lassen wird, damit er Gelegenheit habe, lnformationen einzuholen und sich zu orientieren.“ Zur innerzionistisdien Situation bemerkte Sokolow, er bedaure es, daß anscheinend ein Miß- Verständnis zwischen den verschiedenen zionistischen Parteien besteht. Es scheint die Meinung vorzuherrschen, erklärte Sokolow, daß wir Herzls Konzeption van Zionismus aufgegeben haben und versuchen, den Zionismus zu verkrüppeln, ihn zu einer kleinen Kolonisationsarbeit herabzudrücken. Dieses ist nicht der Fall. Wir werden uns bemühen, jeden Zionisten davon zu überzeugen, daß es eine wirkliche Kluft zwischen den Grundprinzipien Herzls und unseren eigenen nicht gibt. Wir werden an jeden Zionisten, welcher Gruppe immer er angehören mag, den Appell richten, seine Fähigkeiten und seine Energien der Verwirklichung unseres Ideals zu leihen. Die gemeinsamen Ansichten und Ziele, die uns verbinden, sind mächtiger als die Meinungs- Verschiedenheiten, die uns trennen. Ruhige, auf Grund von Argumenten geführte Ueberzeugungsarbeit bildet die sichere iWi Grundlage, auf der der Erfolg des Zionismus aufgebaut werden wird. Ich stehe vor der dringenden Aufgäbe, d en Frieden in unseren zionistischen Reihen, wf e d e f h e r z u s't e 1 i e ri. Mit Unterstützung älter* unserer Sache ergebenen Zionisten werde ich meine Pflicht tun und die mir vom XVII. Zionistenkongreß übertragene Aufgäbe erfüllen. * Sokolow hat anläßlich seiner Wahl zum Präsidenten der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency zahlreiche Glückwunschschreiben und - telegramme erhalten. So wurde er von der polnischen und von der tschechoslowakischen Regierung, von Baron James Rothschild, von Louis D. Brandeis, vom Waad Leumi und zahlreichen anderen Körperschäften und Persönlichkeiten beglückwünscht. * R. W. Der ersten Aeußerung des neuen Präsidenten nach seiner Wahl wird sich begreiflicherweise besonderes Interesse zuwenden. Vor allem ist es zu begrüßen, daß Herr Sokolow die Herstellung des innerzionistischen Friedens als eine persönliche Aufgabe betrachtet; er ist dazu vor allen anderen geeignet, schon wegen der persönlichen Verehrung, die er als der ״grand old man“ des Zionismus in den Reihen aller Parteien genießt, ln der heutigen Zeit müßte gewiß jeder Zionist sein Aeußerstes tun und die inneren Streitigkeiten hinter der positiven Arbeit zurückstellen. Diese positive Arbeit, Fortführung des Werkes in Erez-Israel, hat Herr Sokolow eindrucksvoll charakterisiert. Man kann ihm und der neuen Exekutive (sowie der ganzen Bewegung) nur wünschen, daß das von Sokolow kurz umrissene Aufbau- Programm, umfassend Konsolidierung des Bestehenden und neue Siedlung, auch wirklich durchgeführt wird. Daran müssen alle Zionisten solidarisch mitarbeiten, und der Präsident wird dabei, soweit wir für die zionistische Oeffentlichkeit reden dürfen, die volle und loyale Unterstützung und Mithilfe der Bewegung und jedes Einzelnen finden. Nur darf die Bemühung um innerzionistischen Frieden nicht so aufgefaßt werden, daß die Zustimmung gewisser Gruppen durch Konzessionen in bezug auf die außenpolitische Haltung der Exekutive erkauft wird. Dies könnten wir nicht gutheißen, weil dabei zu wichtige Interessen des Zionismus aufs Spiel gesetzt würden. Die eigentlich politischen Angelegenheiten hat Sokolow nur gestreift. Ueber die dornige Frage, wie er — nach diesem Kongreß und nach dem Sturz Weizmanns — die Politik gegenüber der Mandatarmacht zu führen gedenkt, um eine für die Juden günstigere Auslegung der Mandatspflichten durchzusetzen, finden wir keine Andeutung. Diese Sache hielt Herr Sokolow — mit Recht — wohl für zu delikat, um sie in einem derartigen Interview zu erörtern. Dagegen äußert er sich über die jüdisch-arabischen Beziehungen, wobei freilich die Tatsache, daß diese Frage mit der zionistischen Gesamtpolitik verknüpft ist und auch das Verhältnis des Zionismus zur Mandatarmacht, zum Völkerbund und der übrigen Welt entscheidend bestimmt, außer acht bleibt. Wenn Sokolow sich gegen ״seichte Friedensdeklarationen“ ausspricht, so wird ihm gewiß jedermann beinfUchten, denn nichts ist so sinnlos wie derartige Deklaralioncn, denen keine Taten folgen und die nur der englischen Zeitschrift ״The Near East and India“ •und anderen Engländern Anlaß geben, ironisch von ״L i p p e n d i e n s t“ zu sprechen. Aber wenn andererseits wirklich nach diesen zwei Jahren, nach diesen zehn Jahren, die Araber-Politik unseres Präsidenten darin gipfeln sollte, daß wir warten müssen, bis die Araber die Zwecklosigkeit ihrer Obstruktionspolitik ״einsehen“, dann scheint uns das doch ein etwas zu bescheidenes Programm zu sein. Denn man muß sich wohl fragen, ob denn die Wahrscheinlichkeit, daß die Araber bald zu dieser gewiß wünschenswerten Einsicht kommen, sehr groß ist, und was inzwischen geschehen soll, falls sie es nicht ״einsehen“ und falls sie am Ende sogar der Meinung sein sollten, daß diese Obstruktionspolitik im ganzen großen für sie gar nicht so ungünstige Resultate hatte. Die Probleme werden sich ja schwerlich alle einfach auf schieben lassen, und leider haben nicht wir allein den Zeitpunkt zu bestimmen, wann Entscheidungen fallen. Soll die Erklärung des Präsideuten bedeuten, daß die Jewish Agency nur warten, also auf jede Initiative verzichten, den andern die Initiative überlassen will? Wir können nicht annehmen, daß Herr Sokolow dies als sein Programm verkünde» wollte. Aber vielleicht hielt er diese Presse-Aeußerung nicht für den richtigen Ort, seine wirklichen politischen Absichten zu enthüllen. Aber es kann leicht mißverstanden werden, besonders da ja in diesem Moment die interessierten Faktoren besonders aufmerksam aufhorchen. Darum wäre es zu begrüßen, wenn man bald das wirkliche Programm der neuen Exekutive hörte. * Bukarest, 29. Juli. (j. T. A) Am 26. Juli fand in Bukarest unter dem Vorsitz des Präsidenten der Allgemeinen Zionisten Rumäniens und Mitglieds des Zionistischen Aktions- Comites, Adolf Bernhardt, eine Versammlung statt, in der Dr. M i b a s h a n über den Verlaut des XVII. Zionistenkongresses berichtete. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in der der neuen Leitungder W eltorga nisation und insbesondere Nanum Sokolow volles Vertrauen ausgesprochen wird. Dr. Weizmann sprach die Versammlung den Dank für seine der zionistischen Sache geleisteten großen Dienste aus. Tagung des Jewish Board 01 DepuUes London, 27. Juli. (J. T. A.) Am 26. Juli hielt der Jewish Board of Deputies unter dem Vorsitz seines Präsidenten O. E. d’Avigdor G o 1 d s m i d seine letzte Sitzung in der diesjährigen Sommerarbeitsperiode ab. Auf der Tagesordnung stand u. a. ein Bericht über die Basler Tagung des Council der Jewish Agency. Der Sekretär des Board, J. M. Rieh, berichtete zu Beginn der Sitzung über den Empfang einer Delegation des Board of Deputies und der Angio-Jewish Association durch den griechisehen Ministerpräsidenten Venizelos im Zusammenhang mit den judenfeindlichen Ausschreitungen in Saloniki. Herr Rieh führte aus: Ministerpräsident Venizelos empfing während seines letzten Aufenthalts in London in der griechischen Gesandtschaft den Präsidenten des Board of Deputies O. E. d’Avigdor Goldsmid, den Präsidenten der Angio-Jewish Association Leonard G. Montefiore und mich als Sekretär des Joint Foreign Committee, im Verlauf der Unterredung verurteilte Minister- Präsident Venizelos schärfstens die vor kurzem stattgefundenen judenfeindlichen Ausschreitungen in Saloniki. Er erklärte, daß diuse Ausschreitungen nicht hur seitens der Regierung, sondern auch seitens der Führer aller im Parlament vertretenen Parteien verurteilt worden sind. Die Unruhen, führte Venizelos weiter aus, seien in keiner Weise, wie von mancher Seite behauptet wurde, auf eine Provokation von jüdischer Seite zuriiekzuführen, sondern waren ausschließlich die Folge der maßlosen Propaganda einer extremen nationalistischen Organisation. Gegenwärtig ziehe man Maßnahmen zur Verhütung ähnlicher Ereignisse in der Zukunft in Erwägung. Er sei überzeugt, daß die lokalen Behörden ihre Pflicht in energischer Weise erfüllen würden. Rabbi Dr. S. Da ich es berichtete über die letzte Tagung des Council der Jewish Agency in Basel. Er teilte mit, daß Präsident d’Avigdor Goldsmid und er an den Beratungen in Basel, darunter auch an den Sitzungen des Administrative Committee, in denen wichtige politische, finanzielle und organi»- torische Fragen erörtert wurden, als nichtzionistische Vertreter der englischen Judenheit teilgenommen haben. D’Avigdor Goldsmid, fiihrte Rabbi Dr. Daiches aus, wurde auch zum Obmann der politischen Kommission gewählt, die eine Dauersitzung von 12,15 Uhr mittags bis 2,15 Uhr morgens abhielt. In der Kommission fand eine lange lebhafte Debatte statt, die von d’Avigdor Goldsmid mit großem Takt und staatsmännischer Klugheit geleitet wurde. Wertvolle Mitarbeit bei den Beratungen der Kommission leistete auch Leonard Stein. Die von der Kommission vorgeschlagenen Resolutionen wurden vom Council einstimmig angenommen. Die Organisationskommission habe der Notwendigkeit einer Verbreiterung der Basis der Jewish Agency besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Auf seinen, Dr. Daiches, Vorschlag habe die Kommission eine Resolution formuliert, in der der Council das Administrative Committee beauftragt, einen Plan zur Bildung und Entwicklung einer Mitgliederorganisation des nichtzionistisehen Teils der Jewish Agency auszuarbeiten. Das Plenum habe zwar diese Resolution nicht angenommen, den in ihr niedergelegten Grundsätzen jedoch zugestimmt. Dr. Daiches betonte besonders, daß der Council der Jewish Agency neuerlich seinem Wunsche nach Kooperation mit England bei dem Aufbauwerk in Palästina Ausdruck verliehen habe. Der von Dr. Weizmann in seiner Rede vor dem Council ausgesprochene Gedanke, daß ״die Kooperation mit der britischen Regierung der Fels von Gibraltar der jüdisch-polifischen Basis“ gewesen sei, habe im Council volle Zustimmung gefunden. Dr. Daiches schloß seinen Bericht, indem er der sicheren Erwartung Ausdruck gab, daß der Board auch in Zukunft die Arbeit der Agency fördern werde. Der Board nahm den Bericht Dr. Daiches mit Befriedigung zur Kenntnis und bekräftigte den Beschluß des Councils der Jewish Agency, in der Palästina-Arbeit mit der britischen Regierung zu kooperieren. Es wurden sodann die Wahlen der Vertreter des Board of Deputies im Joint Foreign Committee vorgenommen. Gewählt wurden: O. E. d’Avigdor Goldsmid, Rabbi Dr. S. Daiches, A. S. Diamond, Dr. M. Epstein, Dr. Israel Feldman, Jsrael Cohen, Barnett Jänner, Neville Laski, K. C. Morris Myer, Lord Rothschild, Major Isidor Salmon, M. P. und B. S. Straus. Jerusalem, 28. Juli. (J. T. A.) Auf Intervention des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Haifa wurden vier jüdische Familien aus Kurdistan, die wegen Ueberschreitung der Grenze ohne Visum verhaftet worden waren, freigelassen. Der Präsident der Agudas j i s r o e I hat den Agudah- Zentralrat zu einer Tagung für den 18. August nach Königswart bei Marienbad einberufen.

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