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Jüdische Rundschau · 1931-07-24 · Heft 57 (24.7.1931) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 57 (24.7.1931)
Date
1931-07-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
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I Nr. 57, 24. VII. 193! JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 355 Fugball und anderes Werk am Sdsabbalh Von Helene Hanna Thon (Jerusalem). H'rr geben nachstehende Äußerungen ah einen Beitrag :ur Dil- Illusion eines sehr schwierigen Themas wieder, ohne um damit :11 identifizieren, Red. Jüdische Zeitungen haben in den letzten Wochen kurze Berichte über den Konflikt gebracht, der in Palästina zwischen einem Fußballklub und Mitgliedern der Agudath Jisrael aus• brach, als letztere das Spiel des Makkabi am Sabbat zu unterbrechen suchten. Die Erregung der Orthodoxen über dieses Spiel war an dem fraglichen Schabbathnachmittag besonders groß, weil die fußballspielenden Gruppen Eintrittsgeld zu der Veranstaltung erhoben hatten. Dieser Konflikt rührt an ein sehr schweres Problem pa• lästinensischen und darüber hinaus allgemein jüdischen Lebens, das dringend auf eine Lösung wartet und durchaus richtig verstanden werden muß. Der Standpunkt der gesetzestreuen Juden ist so klar, daß man sich ihn nur kurz, zurückzurufen braucht: der Schabbath ist vom rein religiösen Standpunkt aus ein Tag der Ruhe und religiösen Erhebung, an dem jede Art von ״Werk“ — gleichviel, ob es dem Erwerb oder der Erholung dient -- verboten ist; vom Standpunkt des Ghettolebens aus ist er mit seiner unbedingten Ruhe und seinem Verzicht auf jegliche Tätigkeit eines jener Abzeichen, durch die sich der Jude von seiner Umgebung abheben soll. Eine Entweihung des Schabbath durch das Werk des Fußballspielen* und noch dazu des Geldeinnehmens muß selbstverständlich das religiöse Gefühl der Gesetzestreuen krän• ken, um so mehr, als ihr Konservatismus ihnen ohnehin Mißtrauen gegen die moderne Erscheinung des Sports, als Ablenkung der Jugend vom religiösen Studium, einflößt. Ist dieser Standpunkt verständlich und der Rücksichtnahme wert, so wäre es doch falsch, die Fußballspieler im Gegensatz zu dieser ernsten, von der Wichtigkeit ihrer Forderung für das Judentum durchdrungenen Gruppe gegenüber etwa nur als frivole junge Leute aufzufassen, von denen man eben die Aufgäbe ihrer Vergnügungssucht fordern muß. Die jüdischen Sportvereine sind aus dem bewußten Willen entstanden, die jüdische Jugend körperlich zu regenerieren; sie sind daher auch ähnlich wie die deutschen Turnvereine zu Jahns Zeiten — Pflanzstätten einer volkstreuen, vaterlandstreuen Gesinnung. Für die Gesunderhaltung und Kräftigung der jüdischen Jugend, die zum großen Teil ihre Tage in engen, luftlosen Stadtvierteln verbringt, sind diese Vereine von größter Bedeutung. Natürlich kommt zu der für notwendig erkannten Aufgabe die dem Zeitgeist entspringende höhere Bewertung des Körpers und des körperlichen Spiels. Die Mitglieder der palästinensischen Fußballklubs sind junge Arbeiter, Kaufleute, Bürobeamte, also Leute, welche die ganze Woche über mit Berufsarbeit beschäftigt sind und nur an dem einzigen Ruhetag, den die Woche bietet, Zeit und Kraft zu sportlicher Betätigung finden. Man muß sich klar darüber sein, daß ein Verbot des Fußballspieles am Schabbath viele, dieser arbeitenden Menschen jeglicher Möglichkeit zum Sport überhaupt berauben würde. Eine neue Erscheinung im palästinensischen Leben war die Erhebung einer Eintrittsgebühr, während man bisher. auch in Kreisen, die nicht an der Tradition hängen, Geldgesehäfte an! Schabbath vermieden hat, teils aus Rücksicht auf die Gefühle der Traditionstreuen, teils auch aus dem Streben, den Ruhetag nicht mit dem aller-alltäglichsten Geschäft zu belasten. Man muß sich aber :klarmachen, daß auch diese Neuerung, die begreiflicherweise die Mitglieder der Agudath Jisrael empörte׳״nicht. aus purem Leichtsinn•*-etwa,,gar* aus einer ״Dawka״-Haltung der jungen Leute entsprang, sondem aus anderen Gründen: die palästinensischen Sportvereine werden zwar um ihres gesundheitsfördernden und erzieherisrhen Einflusses willen sehr gelobt, sie erhalten aber weder von unserem Gesundheitsdepartement noch vom Erziehungsdepartement oder einer anderen Stelle irgendwelche Unter- Stützung. Sie versuchen daher, ihre Ausgaben — ebenso wie die christlichen und arabischen Sportvereine das tun -- durch Erhebung von Eintrittsgeldern zu decken. Diese Frage wird allerdings wohl bei einigem Bemühen, wenn nicht durch völlige Respektierung der Tradition, so doch durch irgendeine Form ihrer Umgehung, die den Mitgliedern der Agudath Jisrael annehmbar erscheint, lösbar sein. Dagegen ist die wesentliche Frage des Spieles am Schabbath überhaupt - - und es gibt ja nicht nur junge Arbeiter, die arn Schabbath Fußball spielen, sondern auch sehr angesehene Leute in Amt und Würden, die diesen Ruhetag zum Tennisspiel benutzen — vorläufig ungelöst. Das aber ist eine Frage, die weit über den Interessenkreis des einzelnen Sportvereins hinausreicht und den gesamten Jischuw in Palästina und außerhalb Palästinas berührt. Das Problem steht nämlich eigentlich so, daß Palästina sich dagegen aufbäumt, daß der Schabbath in seiner jetzigen Form den Juden viele Beschränkungen auferlegt — hauptsächlieh aur Kosten der körperlicher! Kräftigung und Erholung — die wohl einen Sinn hätten, wenn dieser Tag einen geistigen Inhalt für sie böte, die ihnen — vor allem der Jugend — aber sinnlos erscheinen, wenn ihnen, wie das jetzt geschieht, nichts zum Entgelt für ihren Verzicht gegeben wird. Der Gedankengang weiter palästinensischer Kreise ist etwa folgender; Man arbeitet die ganze Woche über — am Schabbath wäre man ,frei zu Ausflügen in die Umgebung der'Städte, bei denen man sich kräftigt und das Land kennen lernt; aber da man erst nach langer Wanderung durch staubige: Stadtstraßen an irgendeinen freien Punkt gelangt, macht das ,Verbot der Beriufzung eines Gefährts es Tausenden von Erwachsenen Und Kindern unmöglich, jemals der Stadt zu entfliehen. Der Schabbath ist auch der gegebene Tag für die Bewohner von Tel-Awiw und Haifa, ihre Lungen mit Seeluft und ihre Nerven mit Mceresruhe zu füllen; gerade für Mensehen, die von der Wochenarbeit ermattet sind, wird es aber zu einer Unmöglichkeit, zu Fuß aus den entlegenen Stadtvierteln in der Sonnenglut an den Strand zu gelangen. Diejenigen aber, die dennoch den Weg zu Fuß antreten, um bis zum Sonnen- Untergang am Strande zu bleiben, müssen sich mit Decken, Kinderwagen, Proviantkörben beladen — was an sich schon eine so starke Uebertretung der religiösen Tradition ist, daß kaum ein Unterschied zwischen dieser Uebertretung und dem Besuch eines der — längst geöffneten -- Strandcafes und der Bezahlung der Zeche besteht. Noch weniger kann man es unter diesen Umständen als verboten betrachten, wenn man, einmal am Strand angelangt, die einzige Gelegenheit zu einem Seebad bei Tage benutzt. Andere Leute wieder, besonders berufstätige Frauen, die nebenbei noch morgens und abends Hausfrauen- und Mutterpflichten zu erfüllen haben, erhalten nur am Schabbath die Möglichkeit, sich ihrer eigenen und ihrer Kinder Körperpflege zu widmen, und übertreten sie hierin das Gesetz, so können sie es wohl ebensogut durch die Verrichtung kleiner, die ganze Woche über aufgeschobener häuslicher Verrichtungen, die ihnen vielleicht weniger Mühe machen als die von einem Klima, in dem die Speisen von einem Tag zum anderen verderben, erforderte Bereitung der Schabbathmahlzeiten. Noch unklarer wird das Wesen des Erlaubten und Verbotenen dem palästinensischen Bauern, der zwar so schwere Arbeiten wie das Melken und Füttern der Tiere, das Hintragen der Milch zu dem -- im Gang befindlichen! — elektrischen Milchkühler in aller Herrgottsfrühe vornehmen muß, dem dagegen ein sportliches Spiel oder die Benutzung des Fahrrades auf einem langen, ermüdenden Feldwege untersagt wird. Es liegt für die so Erwägenden nahe, zu glauben, daß alle diese Verbote wohl für die bläiidler und Gelehrten der Ghetto- Städte möglich waren, besonders wenn sie sicli einen Schabbesgoj hielten (was ja eigentlich dem Hinweis auf den ,,Fremden in deinen Toren“ kraß widerspricht), daß aber bei einem normalen Volksleben der Juden ein großer Teil dieser Gesetze unausführbar wird. Fragt sich nun der nachdenkende Palästinenser, was ihm, der mm einmal kein Genüge mehr am jüdischen Gottesdienst in der Synagoge findet, der Schabbath statt dessen, was er opfern soll, bietet, so muß er sich sagen, daß ihm der Schabbath in seiner jetzigen Form, als ein langer, in Untätigkeit und ohne geistige Er- Hebung verbrachter Tag überhaupt nichts bietet. Dazu fällt auch noch in Palästina, wo man sich flicht, wie im Ghetto, gegen ein Aufgehen in der Umgebung zu sichern braucht, die Aufgabe des Schabbath als Abgrenzung der jüdischen gegen die gojische Art fort. Es Ist verwunderlich, daß moderne jüdische Theologen, die das Leben kennen und nicht einfach verlangen, daß der Mensch um der Aufrcchterlialtung des Gesetzes willen lebe, sondern die wissen, daß das Gesetz um der Menschen willen besteht, sich so wenig um die Lösung des Schabbath-Problems, wie es in Palästina besonders akut geworden ist, kümmern. Dieses Vorbeisehen an einer so wichtigen Frage hat zur Folge, daß man in Palästina bis in fast alle Kreise hinein die traditionellen Schabbathgesetze verwirft oder listig umgeht, daß man dies aber mit einem ausgesprochen schlechten Gewissen und in gedanklicher und seelischer Verworrenheit tut eine innere Haltung, die dem Menschen, besonders dem jungen Menschen, gewiß nicht zuträglich sein kann und die ihn - seien wir uns darüber klar — in den Augen der nicht jüdischen Umgebting herabsetzt. Wohl sind an einzelnen Stellen — durch die von Bialik gestützte 011 eg Schabbath-Gesellschaft in Tel-Awiw, die Jeschurun-Geineinde in Jerusalem - gelegentlich Versuche zur Belebung des Schabbath mit neuem Seliabbathgeist gemacht worden, der, wenn er sieh aus breitete, das Opfern anderen als geistigen Schabbathwerkes gerechtfertigt erscheinen lassen könnte^ aber diese Versuche sind vereinzelt und dringen nicht in die Menge, kommen besonders nicht an die Jugend heran. In einer Beschäftigung mit diesem Problem läge vielleicht eine Aufgabe für den Misrachi, die gerade für ihn um so wichtiger erscheint als es sich letzthin erwiesen hat, daß auch den Zöglingen sehr orthodoxer Institute die von ihnen verlangte Erfüllung der ״Mizwoth“ ein unaufrichtig und ganz äußerlich befolgter Lippcndicnst ist. Würde wirklich dem Ruhetag eine neue, dem Geist der Zeit augepaßte ״Scliabbathsecle“ eiligehaucht, die dem Tage Bedeutung verleiht, dann könnte man vielleicht an die Einrichtung eines zweiten — weltlichen —- Feiertages oder Haibfeiertages in der Woche für Sport, Spiel und jegliche Art der Erholung denken. Dieses Problem geht natürlich nicht nur die palästincnsischen Juden an, aber es ist hier von unmittelbarer Bedeutung, weil es eben hier alles auf die ersten Grundlagen ankommt, aut denen das palästinensische Werk aufgebaut wird und weil die Welt auf Palästina als das sich bildende Zentrum jüdischen Lebens schaut. Vermischtes Frankfurt a. M. (Zionisten-Revisionisten.) Die Union der Zionisten-Revisionisten, Ortsgruppe Frankfurt, veranstaltet am äQL Juli. 103J, abends SVi-LUuyan unterUndau 21,•ein« Mitglieder- Versammlung, in der die Herren Dr. jur. Leo Harry (Wiesbaden), Dr. jur. Paul Arnsberg (Frankfurt) einen Bericht über den XVII. Zionistenkongreß und die Tagung des Weltverbandes der Zionisten-Revisionisten gtben werden. - Die revisionistisehe Ortsgruppe plant die Veranstaltung einer Arbeitsgemeinschafi über das Thema: ,,Zionismus im Spiegel des Zeitgeistes“. Interessenten werden gebeten, sich an Herrn Hans Kaufmann, Frankfurt a. M., Cronberger Str. 48, zwecks näherer Information zu wenden. Stellenvermittlung. Studentin, Kindergärtnerin usw. gegen freie Station evtl. Taschengeld mit der Verpflichtung, nachmittags zwei Kinder (Mädchen) zu* beaufsichtigen, zum 1. 10. für Berlin gesucht. Zuschriften mit Referenzen erb. an die Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestr. 10. Nlederlassungsmttglichkeiten. In einem großen Kurort Thüringens besteht die Möglichkeit, sich als Badearzt, evtl, mit Zulassung zur Kasse, niederzulassen. Ferner sind ein bis zwei weitere Stellen mit Zulassung als Kassenärzte zu besetzen. In einer mittleren Stadt Ostpreußens bietet sich eine glanzende Niederlassungsmöglichkeit für einen gut ausgebiideten Internisten. — Auskunft durch die Z. V.f. D., Berlin W 15, MeinekestraBe 10. Der ״Kaftan“ in Amsterdam. Maxim Sakaschaiisky und Ruth Klinger haben nach ihrer erfolgreichen Rheinlandtournee, die 12 Städte umfaßte, am 19. Juli in Amsterdam ein Gastspiel veranstaltet. Die Aufnahme war außergewöhnlich. Die Presse (Telegraf) bezeichnet den Abend als eine ,,Offenbarung jüdischer Volkskunst“. Der Saal des ״Concert-Qebouws“ war überfüllt. Die beiden Künstler werden auch im Haag und Rotterdam Abende veranstalten. D A «•V 1 mA A •m» «*fc. 1 AM AM JOp MJ# Jt M M MM Ml# m ,BnMfc €CM M MM MM MZÜ» M ״Massad“. Am Sonnabend, dem 25. Juli, um 9.30 Uhr abends, findet in den Räumen des Beth-Arn ein zwangloses Beisatumeiisein der Chawerim des ״Massad“ aus Anlaß des Scmesterschlusses statt. Alle Chawerim sind herzlich eingeladcn. Beth-Am. Das Beth-Am Iwri veranstaltet gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde der hebräischen Universität Jertisalem am Montag, dem 27. Juli, abends 8 Uhr, einen hebräisehen Vortrag. Der Sekretär der Universität und Leiter des hebräischen Verlags an der Universität Jerusalem, Herr Arie I b n - S a h a w , spricht über das Thema: ״Die hebräische Universität in Jerusalem und ihre Publikationstätigkeit“. Mitglieder des Beth-Am wie die Kreise, die der Gesellschaft der Freunde der Universität Jerusalem nahe stehen, sind hiermit berzlichst eingeladcn. - Die erste Berliner Versammlung, die den Fragen des soeben abgeschlossenen Zionisten-Kortgresses in Basel gewidmet ist, findet am Mittwoch, dem 29. Juli, abends 9 Uhr pünktlich, im Beth-Am, Kurfiirstendanim öl, statt. An der Aussprache nehmen u. a. teil; Dr. N. Ooldmanii, Dr. M. Solowcitsdiik, Dr. M. Pitics. Gäste willkommen. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Sonntag, dem 26. Juli d. J,, vormittags fl Uhr, in der Aula der Knabenschule, Gr. Hamburger Str. 27, eine Trauert eie r anläßlich des Todes von Frau Ernestine Eschelbachcr. Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Herzl-Nacht 1931: 30. August. Die diesjährige Hcrzl-Nacht des Bar Kochba-Hakoah findet am 30. August auf dem Sportplatz Westend statt. Dieser Tag ist von allen sonstigen Veranstaltungen trcizuhalten, da die Beteiligung sämtlicher zionistischer Jugendbünde Berlins vorgesehen ist. Auskunft erteilt das Büro des Bar Kochba-Hakoah, N 24, Oranienburger Str. 60/63. Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des Misrachi. Auch in diesem Jahr findet der Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des Misrachi an den hohen Feiertagen wieder in den Räumen der Zionistischen Vereinigung, MeinekestraBe 10, statt. Karten ä 15, 10 und 5 M. sind rechtzeitig im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10 (Bismarck J 1, 7165), zu bestellen. ,סמר". במוצאי שבו!, •25 ביולי, בתשע שעות ומהצד, בערב• מתקיים באולם בית* העם (קורפירסטנדם 61) מסיבת־ הבדים לסיום שנת תלמודים• בתכנית - »מכל הבא בידי. כל החברים מוזמנים• בביודהעם! בית העם העברי וחברת,דורשי האוניברסיטה הירושלמית ברלין עורכים ביום השני׳ 27 ליולי׳ בשעה 8 וחצי בערב׳ במעון בית־העם, אספה מוקדשת לשאלות האונבדסיטה העברית בירושלים והוצאת הספרים שלה• המרצה הוא מר אריה איבן זהב׳ מזכיר האוני־ ברסיטה ומנהל החברה של הוצאת הספרים שעל יד האוניברסיטה בבית־העם! ביום הרביעי׳ 29 ליולי־ בשעה 9 בערב בדיוק׳ תתקיים בבית־העם שיחה על הנושא: "הקונגרס הציוני הי״ז בבזל' בין הנואמים: ד״ר נ• גולדמן׳ ד״ר מ• סולובייטשיק ד״ר מ• פינם ועוד׳ אורחים רצויים! IHllllllllllllllllllllllllllllllllWlllllllllllllllMlllllllllWIlHlBWIMIIIIIIIIIHIlIHnilllllllllllMllllllllllltllllMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlllHllllllllllirlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllBIIIIIIIIIIIIIIMlItlllllllllliylHIIIIIIIIIIIlIHMIIIIIlllll M 1=31 WELTV m □AND Kongreß in Basel. Auf dem Basler Kongreß war das Präsidiumsmilglied des Weltverbaiidrs, Dr. Alexander Koren Feld , als Vertreter de» Makkabi anwesend. Er verhandelt® mit den Milgliedern der neuen Exekutive ausführlich über die Mitwirkung der Zionistischen Organisation an der Makkabiah und nahm Fühlung mit den Delegierten zahlreicher Länder, um sie über die Makkabiah zu informieren. Dio auf dem Kongreß anwesenden Makkabim aus aller» Ländern versammelten sich in den llaiimcn des .1 T. 11. 8. \ . zu einem gemütlichen Beisammensein. Herr A. Rlum, Präsident des J.T. 11. S. V. der Schweiz, hieß die Gäste, besonders dio palästinensischen!Radfahrer des Ifapoel, herzlich willkommen. Dr. Roaonfeld brachte die Gefühle der Entrüstung über die. Ausschreilungen in Saloniki zum Ausdruck. Unsere Antwort auf dies« blutige Herausforderung muß «ine um so intensivere Arbeit auf dem Gebiet der sportlichen Ertüchtigung sein. Der Redner forderte! die Schw eizer Makkabim zur Mitarbeit an der Bausteinaktmp für das Stadion in Krez, Israel auf. Barnett Jänner von der Bar Uorhha- Association London überbrarhtc die Grüße seines Vereins. Kr erzählte von dem großen Aufschwung dm- Makkabi-ßrwrgimg in England, dem feierlichen Empfang der palästinensischem Motorradfährer durch die jüdische und englisch« Öffentlichkeit und «len Vorbereitungen für die Makkabiah, auf der er die Freunde aus der Schweiz zu sehen hoffe. Di!• Grüße des Deutschen Makhahihrrisns ühmhrachto Ham burgor. Für das Zrnlrai-koniitee des Schweizer Zionisten Verbandes sprach Herr Dr. Novtashy. Für dir Radfahrer des Hspocl, die sich auf dem M ege zur Arbeiter- Olympiade in Wien befanden, dankte Herr Sc. hör r, für die. kameradschaftliche Begrüßung und gab ' der Hoffnung auf eine, gemeinsam« Zusammenarbeit Ausdruck. Australien. Die, Haknah in Melbourne übersandte gleichzeitig mit dem Australischen Fußballverband dem Präsidium des Makkabi- Welt-Verbände* ein« formelle Einladung, im Jahre 1932 ein Fußball- Team des Weliverhandes zur Propaganda des jüdischen Sporks auf Kosten der Australischen Organisation zu entsenden. Das Präsidium hat diese Einladung angenommen. Aegypten. Die Makkabivm-einr in Gaii-o, Port-Said und Alex»״- dri» haben siel, »1 einem Kreis Arg* pteu des Makkabiwell verband«, zussnuviengeschfossen. Lettland. G r ü n d!> n ״ eine* Lettischen Kreises im Makkabi wett verband, (Verspäteter Befiehl,ו Vom 1, bis <J. April 1931 fand in Riga ein® Tagung aller lettischen Makkabiverein« statt, tu der dal Weltverbandipräaidium Trb. Hans Klee aus Berlin enUandl hatte. Es waren die Vertreter »Iler wichtigen Vereine erschienen, I»»besondere aus Riga, Libau, Windau, Tuekuni, Dünaburg, Hasenpot, Rejsclützen usw., sowie die Spitzen des lettischen Judentums, u. a. die. Abgeordneten Nureck nrnl Prof. Laserson. Trb. Klee hielt ein längeres Referat Ober den Makkabiweltverband und die Makkabiah. Unter Anwesenheit eines Vertreters dos jüdischen Departement« im Innenministerium fand dann eine längere Beratung über die Bildung eines einheitlichen Merkas Lettland im Makkabiweltverband statt. Es gelang den voreinten Bemühungen, die Gegensatz« zwischen den beiden großen Rigaer Vereinen auszugleichon. Den Abschluß der Tagung bildete dann die Gründling des Merkas Lettland. Unter dem Beifall der zahlreichen aus den .Nachbarstaaten herbeigeeilten Delegierten wurde eine Resolution angenommen, daß nach Konsolidierung dos lettisch«» Kreises die Bildung eines baltischen Kreise« angestrebt werden soll. Im Anschluß an die Tagung besuchte Trb. KW noch Diinaburg, eines der jüngsten Kinder de» Makkabiwellvorbandes. Die gesamte jüdische Jugend Dünaburgs war zu dem Vortragsabend über ...Makkabiah und MakkahiweUicrkuul'' erschienen, Auf der Rückreise berührte Trb. Klee noch Kowno, wo er einige Besprechungen mit den litauischen kreisfübrem hatte. Deutscher Kreis Bar Kochba-Hakoah Berlin. Neuer Bar K och h * - Iv ® k o r d! Bei dom diesjährigen Univmität«sportfo8l startet« von 11ns Lasar Dünner und konnte in dem von ihm erstmalig hestritten«!» 110 m - Hürdenlauf einen schönen Erfolg erringen. Er verbessert« den von Felix Simmenaueimit, 18,1 gehaltenen Rekord nicht unerheblich auf 17,4. Das ist in dieser Saison dio erste Rekord» iTbessmmg und mau darf hoffen, daß ihr recht bald weitern folgen. Namentlich in den technischen Hebungen sind unsere ״Rekord'-Leistungen noch rocht dürftig und leicht Verbesserung*, fähig. Der Anfang i-t gemacht und im Stabhochsprung dürfte bald eine weitem Verbesserung der Bestleistung zu verreich non sein, hat. doch Kaposi« im Stabhochsprung-Training eim; IL.11■ von 3.10 rn bewältigt 1!fellermann hält den Rekord mit, 3 וון). Es ist zu erwarten, daß Kapital« bei seinem nächsten Weltkampf-Start «1mindest diese Höbe wieder erreicht, so daß der offiziellen Anerkenmmg nichts mehr im Wege steht. — Fußball. Di« Ruhezeit geht zu Ende. Nachdem dio vom Verband vorgr!*cl1riel>ene Spielpause am 31. Juli abgelaufen Kt, müssen wir uns für die kommend»*» Dinge vorbereiton. Das Training findet bis auf weiteres auf dem VVeißenseo-Sportplatz, in der Greifsw»hier Straße 68--70 statt. Die Traiiiingszciti'rt sind für Schüler: Mittwoch 4— (! Lhr. F'ür Jugend, Junioren und unter« Mannschaften: Mittwoch I»—8 I hr. Fiir 1. Junioren und 1, Senioren: Miltwoch von 8 Uhr ab. Es ist selbstverständlich, daß da? Training mit neuer Energie aufgonomm&n wird, damit wir in dieser Saison Erfolg« erdeten. Di« nüchato Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, dem 6. August, statt._

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