Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 55 (17.7.1931)
- Date
- 1931-07-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2653252-2653302--22459-2680679- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 55, 17. VTI. 1931 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 343 Aus den Gemeinden Jüdische Gemeinde Berlin. Die nächste Sitzung der Repräsentantcnversammluiig findet am Montag, dem 20. Juli, abends 7Q. Uhr präzise, im Sitzungssaal, Oranienburger Str. 30/11, statt. Am der Tagesordnung stehen u. a.: Resolution der Fraktion der Jüdischen Volkspartei betr. Stellungnahme zu den pogromartigen Ausschreitungen gegen die Judenschaft Salonikis, ferner Anfragen der Fraktion der Jüdischen Volkspartci betr. Verteiiung der Arbeitsgebiete unter den Mitgliedern des Gemeinde- Vorstandes; betr. Berichterstattung im Gemeindeblatt; betr. den Stand der Arbeiten der Kommission zur Beratung von Maßnahmen gegen die Stiidentcnunruhen. Wohlfahrt und Arbeitsnachweis. Am 28. Juni 1931 tagte zu Berlin unter dem Vorsitz von Landgerichtsrat Dr. Lilien* t h a 1 der neugewählte Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Da gegenüber dem Vorjahre der diesjährige Betrag geringer war, mußte eine Reduktion aller laufenden Subventionen eintreten, und es konnten nur in sehr beschränktem Maße Anträge neuer Anstalten und Verbände berücksichtigt werden. Der Ausschuß war sich darüber einig, daß auch in der neuen Wahlperiode grundsätzlich nur solche Wohlfahrtseinrichtungen durch den Landesverband subventioniert werden dürften, deren Wirkungskreis über örtliche und provinzielle Interessen hinausgeht. In erster Linie sieht der Ausschuß seine Aufgabe in der finanziellen Unterstützung der zentralen Wohlfahrts- Organisationen, da diesen die Beschaffung von Geldmittein aus privaten Kreisen besonders schwer ist, sowie in dem Ausbau der Stipendienfonds. Nur wenige Einzelanstalten und Einrichtungen von anerkannter Gesamtbedeutung konnten subventioniert werden. Eine Erörterung über den Ausbau des Arbeitsnachweiswesens führte zur Bereitstellung eines Betrages, der im wesentlichen zur Unterstützung der bestehenden Arbeitsnachweise im Reich verwandt werden soll. Die Gemeinden sollen in einem Rundschreiben auf die Wichtigkeit nicht nur der materiellen, sondern auch der geistigen und seelischen Fürsorge für die jüdischen Erwerbslosen, besonders die erwerbslose Jugend, im einzelnen hingewiesen werden. Kleine Nachrichten Der 72jährige Jehuda Abraham Cohen in Tei-Awiw, der in der Kolonie Kirjath Schau! ein Grundstück und ein Haus besaß, hatte, nachdem er auf Grund eines Touristen- Visums aus Saloniki nach Palästina gekommen war, ein Gesuch um dauernde Aufenthaltsbewilligung eingebracht. Aus Verzweiflung darüber, daß sein Gesuch abgewiesen wurde, hat der Greis seine Kleider in Brand gesetzt und ist an den erlittenen schweren Verletzungen gestorben. (JTA.) Der Nachtwächter der Kolonie Beth Alpha wurde, als er acht Araber, die sich in den Weingarten der Kolonie eingeschlichen hatten, überraschte, von einem der Eindringlinge durch einen Messerstich schwer verletzt. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Wie die ״Industrie- und Handelszeitung“ meldet, beginnen russische Waren jetzt auch auf dem palästinensischen Markt in größerem Umfang zu erscheinen. Besonders russisches Holz ist in Mengen und zu so billigen Preisen importiert worden, daß die hiesigen Holzpreise ganz beträchtlich gesunken sind. Die große Synagoge in der Artilleriestraße zu Charbtn wurde durch einen Brand, der, vom Dachgeschoß ausgehend, sich mit großer Schnelligkeit über das ganze Gebäude ausbreitete, vollständig vernichtet. Die 45. Jahresversammlung der Central Conference of American Rabbis (Verband der amerikanischen Reformrabbiner) nahm eine Resolution an, worin es heißt: Wir sind Gegner jeder Gesetzgebung, durch die jene Bekenner irgendeiner Religion, die die persönliche Teilnahme an militarisehen Operationen auf Grund ihrer religiösen Ueberzeugung ablehnen, mit Strafe bedroht werden. Ergänzen Sie lelzl ihre zionistische BIMloliiek! Ein HOiBMes Angebot der Z.V.I.D. 10 aktuelle 0. Inleressanfe Broschüren nur 3 Hark * Im late resse einer umfassenden Information unserer Gesinnungsgenossen und zur Erleichterung der Erziehungsarbeit in den Jugendorganisationen haben wir uns entschlossen, folgende Broschürensammlung zu einem ermäßigten Preise abzugeben, 1. Dokumente zur Palästina •Politik 1929/1930 (Der Shaw - Bericht / Die Antwort der Exekutive auf den Shaw - Bericht / Neue politische Dokumente) 2. Das englische WelBbuch 1930 3. Dokumente zur zionistischen Politik (Baseler Programm / Balfour- Deklaration / Regierungserklärung / Palästina - Mandat / Weißbadh von 1922 / Verfassung für Pal ästin») 4. Prof. Julius Guttmann-Berlin: Der Wiederaufbau Palästinas Im Zusammenhang mit der j(!disehen Geschichte 5. Dr. Gerhard Holdheim• Berlin: Ueber die Vor« aussetzungen und das politische Ziel des Zionismus 6. Schmarjahu Gorelik - Berlin: Herzl ln Seinen Tagebachern 7. Die jOdische Idee und ihre Träger Beiträge zur Frage des jüdischen Liberalismus und Nationalismus von Kurt Blumenfeld, Leo Baeek, Ismar Elbogen, Robert Weltsch, Max Wiener, Max Grünwald, Ernst Simon, Martin Buber 8. Judentum und Nationalismus von Dr. Felix Weltseh 9. Für das arbeitende PalSstlna 10. Literaturverzeichnis zum Pragengebiet; Zionismus und Palästina - Aufbau IDer Preis der ganzen Sammlung beträgt 2.50 M. zuzüglich 0.40 M. Porto (Ausland 0.70 M.). Zusendüng erfolgt nur gegen Voreinsendung des Betrages Zionistische V8PBinigung10rDeutschlanfl Berlin W15, Melnekestr. 10 Postscheck-Konto: Berlin 8091 Keren Kajemeth Lejlsrael Berlin W15, Melnekestrafie 10 Postscheck Konto 1 38347 Aus Erspamisrücksichten wird im Juli der Spendenausweis nur am Ende des Monats erscheinen. BQchsen, jetzt wichtigster Spendenzweigl Büchsenleerung geht weiter! Einsendet umgehend BUchsengelderl Vermischtes Kissingen. Zionistischer Sta mmtisch: Donnerstag, abends 8.15 Uhr, im Restaurant Ruckenstein, Promenadenstraße. Alle zur Kur weilenden Gesinnungsgenossen werden dringend darum gebeten, an den regelmäßigen Zusammenkünften teilzunehmen. Herzl-Nacht 1931: 30. August. Die diesjährige Herzl-Nacht des Bar Kochba-Hakoah findet am 30. August auf dem Sportplatz Westend statt. Dieser Tag ist von allen sonstigen Veranstaltungen freizuhaiten, da die Beteiligung sämtlicher zionistischer Jugendbünde Berlins vorgesehen ist. Auskunft erteilt das Büro des Bar Kochba-Hakoah, N 24, Oranienburger Str. 60/63. Kartell Jüdischer Verbindungen. Das Präsidium des Karteils Jüdischer Verbindungen veranstaltet sein diesjähriges Camp vom 1. bis 3. August einschließlich in Groß- Gaglow bei Cottbus. Programm: Offizielle Er- Öffnung am Sonnabend, dem 1. August, abends 8 Uhr: Politisches Referat über ״Die Lage nach dem Kongreß“ (Redner wird noch bekanntgegeben). Die Tagung selbst steht unter der Parole: ״Zionistische Werbung in Deutschland“. Sonntag, den 2. August, vormittag 10 Uhr: 1. ״Zionismus im Angriff“, Referat von Bbr. Ernst Mare u s, Berlin; anschließend Diskussion. 2. ״Propagandamethoden unserer Umwelt“, Referat von Bbr. Heinz Wy dra, Leipzig. 3. ״Unsere praktischen Aufgaben“, Referat von Bbr. Hans Anton Wolft, Frankfurt; anschließend Diskussion. Nachmittag 4 Uhr: |. Keiiarbeit (Referat Bbr. Franz Brüll, Berlin). II. Gruppenbesprechungeil über die nächsten praktischen Aufgaben. Sonntagabend (49 Uh r: Gemeinsanier Neshef. Montag, den 2. August, früh 8 bis 10 Uhr: Ueberweisungsbesprechung. Vormittag, 10(4 bis 12 Uhr: Im Freibad in der Spree Schwimmkonkurrenzen. Nachmittag, (43 bis 6 Uhr: Sportwettkämpfe. Abends, 7 Uhr: Schluß des Camps. iMAIQADII WELTV^GBAND Makkabi Tel-Awiw. Am 2. Tammus findet in Tel-Awiw die feierliche Grundsteinlegung des Makkabi-IIeims statt, für das die Iriah Tel-Awiw den Boden zur Verfügung gestellt hat. Das Heim soll ein Mittelpunkt für die gesamte sporttreibende Jugend der Stadt werden. Deutscher Kreis Bar Kochba-Hakoah Berlin. Frauen Sportfest des V. B. A. V. Unsere Mädels beteiligten sich am Sonntag, dem 28. Juni, am Frauen-Verhandssportfest. Die Organisation ließ dieses Mal, vielleicht auch mit Rücksicht auf eine geringe Beteiligung, viel zu wünschen übrig. Der Aufstieg unserer Abteilung wird am besten dadurch gekennzeichnet, daß unsere Mädels sich durch nichts beeinflussen ließen. Im 100-m-Lauf gewannen alle die Vorläufe, und sechs Mädels kamen aus den 15 Vorläufen in die Zwischenläufe. Die in den Endlauf gelangten Chawerolli Ruth Gerber und Offenberg konnten sich allerdings dann nicht weiter plazieren, da die Programinzusammen- Stellung mit merkwürdiger Ungeschicklichkeit alle Einzel- und Staffelläufe so zusammengelegt hatte, daß die Teilnehmer von einem Start man anderen hetzen mußten. Dadurch ging uns auch die Berliner Staffel verloren, obwohl wir nach spannendem Vorlauf und bester Zeit in den Endlauf gelangt waren. Eva I.ocwv wurde, im Speerwerfen Zweite mit 25,45 m. Der Ausgang des Fodcs berechtigt zu den schönsten Hoffnungen für die Zukunft:. — Branden hurgische Meisterschaften. Leider haben bisher Brandenburgische Meisterschaften für den Bar Kochha nicht die Erfolge gebracht, die nach den vorangegangenen Sporlereignissen zu erwarten waren. Dia Staffelläufo stehen noch aus. In der nächsten Nummer wird darüber berichtet werden. — IV i r brauchen Quartiere! Zur Theodor-Herzl-Veranstallung am 30. August treffen zahlreiche Makkabinrt aus dem Reiche ein. Wir benötigen dringend Quartiere mit Verpflegung, resp. Mittag- und Abendessen 01 mo Quartier. Wir lütten Euch, Meldungen an das Sekretariat, N 24, Oranienburger Sir. 60/63 (Weidendamm 1003), zu richten. — Theodor -II erzl- N a c h 1, Felix Simmenauer hat ein Makkabispiel geschrieben, das bei der Theodor-Herzl-Nacht am 30. August in Berlin zur Darstellung gelangt. — 1. S c h w i in m f e 5 t der S c h w i ni m a h t e i 1 u n g. Im September findet die erste interne Schwimmkonkurrenz der Abteiiung statt; sämtliche Mitglieder des Vereins sind herzlich ein geladen, hierfür zu melden und dadurch zur Popularisierung dieses Volkssports heizulragen. Für alle Mitglieder der Abteilung ist regelmäßiger Besuch des Trainings Pflicht, um hei dieser ersten derartigen Veranstaltung gut ahschnoiden und der Abteilung und der Makkabibewegung neue Freunde und Mitglieder zu gewinnen. Arbeitsprogramm der S c h w imm abteilunf: 1. Riegen- Iraining: Montag, 20—21,30 Uhr in der städtischen Schwimmhalle, Gartenstraße. 2. Training der Wettkampfmannschaft: Sonntag, 9 Uhr vormittags, im Wellenbad, Bornimer Straße, 3. Heimabende: jeden zweiten Donnerstag, 20י ) Uhr, im Heim Oranienburger Straße 63—65. Nächster Heimabend: 30. Juli. Fs finden abwechselnd Referate über geistige Probleme der Makkabibewegung und über technische Fragen des Schwimmsports statt. Außerdem steht jeden Donnerstag abend eir» Klubraum den Mitgliedern der Abteilung z.11 geselliger Zusammenkunft, Schachspiel usw. zur Verfügung. Die Mitglieder werden aufgefordert, diese Heimabende regelmäßig zu besuchen. Gäste sind willkommen. Bar Kocflba Danzig. Handball. Unsere 1. Herrenmann- Schaft Sieger der 2. Klasse. Das Endspiel um die Meisterschaft der 2. Klasse zeigte den großen Fortschritt, den unsere Mannschaft im letzten halben Jahr genommen hat. Der Gegner. Sportverein WarW, wehrte sich gegen das überlegene Spiel »ler Rar Kochbaner aufs hartnackigste. Schon in den ersten 15 Minuten fielen sechs Tore, fast j all« von unserem MifcteJsttaner David Alter geschossen. Die Halb- Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des Misrachi. Auch in diesem Jahr findet der Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung; und des Misrachi an den hohen _ Feiertagen wieder in den Räumen der Zionistischen Vereinigung, Meinekestraßc 10, statt. Karten A 15, 10 und 5 M. sind rechtzeitig im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10 (Bismarck J 1, 7165), zu bestellen. Stellenvermittlung. Erfahrener hebräischer Lehrer oder Lehrerin, möglichst aus der Jugendbewegung, für eine deutsche Mittelstadt bei auskömmlichem Gehalt gesucht. Außer der unterrichtlichen Tätigkeit ist auch Büroarbeit in der Jüdischen Gemeinde zu übernehmen. Bewerbungen mir schriftlich an N. Berggrün, Berlin-Grunewald, Trabener Str. 2. — Studentin, Kindergärtnerin usw. gegen freie Station evtl. Taschengeld mit der Verpflichtung, nachmittags zwei Kinder (Mädchen) zu beaufsichtigen, zum' 1. 10 für Berlin gesucht. Zuschriften mit Referenzen erb. an die Z. V. f.D., Berlin W 15, Meinekestr. 10. Arbeitsnachweis. Wir geben bekannt, daß während der großen Ferien vom 1. Juli bis 3, August 1031 die Sprechstunden der Berufsberatung und Lchrstellenvermiltlung .1 u sfallen. Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise, Abtlg. Berufsberatung, Berlin N 24, Auguststr. 17. Gesucht wird Berl Spierak aus Wechowka von seinem Vetter Zwi Trojaner. Nachrichten erbeten an das Beth-Am, Berlin, Kurfürstendamm 61. Verschollen J i z c h a k Schmidt aus Sccureni, Bez. Hotin (Rumänien), 26 Jahre alt, Mittelgröße, dunkelblond, aus Brasilien, anscheinend geisteskrank, im ״April 1931 nach Bi einen in Begleitung eines 1 lerrn Ephraim Wenger zurückgckchrt. Nachricht erbittet her/lichst Rabbiner Dr. E. Munk, Berlin, Artilleriestraße 31. Zeenah und Reenah. Frauenbibel. Nach dem Jüdisch- Deutschen bearbeitet von Bertha Pa p p e 11 h c i in. Bereschth. Erstes Buch Moses. Verlag J. Kauffmarin, Frankfurt a. M. 1930. 5 Mark. Im Verlag der jüdischen Jugendverbände Jugoslawiens in Zagreb ist eine kroatische Uebersetzung von Martin Bubers ״Drei Reden über das Judentum“ erschienen, mit einem Vorwort von Paul Wertheim und einer kurzen Biographie sowie Bibliographie. Im Verlag von Dr. R. Färber, Mähr.-Ostrau, erschienen in einer erstmaligen deutschen Uebertragung von Aaron Prop es und Karl Baum die Feuilletons Wladimir Jabotin skys, die er vor dem Kriege unter dem Pseudonym ״Altalcna“ in führenden russischen Zeitungen über die Probleme der jüdischen Gegenwart veröffentlichte. Das Vorwort für das Buch, in das auch eine ausführliche Jabotinsky-Biographie verarbeitet ist, .schrieb J. Klinoff. Im Verlage des ״Zidov•־‘ in Zagreb erschien eine Broschüre in kroatischer Sprache von Samuel Romano über ״Selomo Ben Gabirol“. zeit endete 8:0 für uns. Nach der Pause begann sich Wacker mit allen Mitteln verzweifelt zu wehren, was zur Folge hatte, daß unsere beiden Verteidiger und ein Mann der Gegnermannschaft herausgestellt wurden. Trotzdem gelang es uns aber, die Tomhl auf 15 zu erhöhen, während der Sportklub Wacker nur zwei Tore erzielen konnte. Durch diesen Sieg steigt unsere Mannschaft in die 1. Klasse auf. — Unsero 2. Herrenmannschaft verlor ihr letztes Rundenspiel in der 3. Klasse gegen Postsportverein 8:1. Die Üebrrlegenheit der Postmannsrhafl erklärt sich daraus, daß sie in der vorigen Ruralo von der 2. Klasse in die 3. Klasse abgestiegen war. — Leichtathletische Baitische, F r a u e nm o i s t 0 r s c h a I" t 0 n. Der Balli-che Rasen- und Sportverband trug zum erstenmal dio M<'ls!<׳r«1;1!׳[|e״ für Frs.. in Danzig aus. Die besten Leichtathletinnen aus Königsberg, Elbing. Lyck und Danzig traten an. Unsere Vertreterinnen kämpften tapfer und verbesserten sogar teilweise ihre bisherigen Leistungen, ohne alter nennenswerte Siege zu erringen. Im 100-m-Lauf (18 Teilnehmerinnen) gelang Lydia Pines mit der Zeit von 13,8 Sek. in dm Endlauf, 11m dort in der Zeit von 13,6 Sek. den 6. Platz zu belegen. Die 4 X 100-111- Staffel konnte sich in den Fudkampf tlurchkämpfen, mußte sich aber durch taktisch schlechtes Rennen mit dem 4. Platz begnügen. Im VVeitsprung wurde Lydia Pines mit 4,54 m Vierte. Irr allen drei Konkurrenzen war der Kreis Danzig nur durch zwei Verein״ vertreten, nämlich durch die Leichtathlelenvereinigung hzw. Neufahr- Wasser und durch uns. Bar Kocflba Hindenburg. Der Bar Korhba Himlenburg (Ö.-Schl.) errang beim Lauf Quer durch Hindenburg mit erheblichem Vorsprung den Kranz in seiner Klasse. Der Verein nahm während seines kurzen Bestehens einen Aufschwung, der von der Werbekraft des Makkabi das beste Zeugnis ableg!. Mit über 50 aktiven Sportlern haireu wir an unseren Trainingsabenden fast sämtliche in Frage koinmendon jüdischen Jungens und Mädels unserer Gemeinde. Bar Kochba Köln. Auf der letzten Arbeitsausschußsitzung wurde nach Erstattung der Berichte über das ahgeiaufeno Geschäftsjalir die Neuwahl der Leitung vorgenommen. Ihre Zusammensetzung ist jetzt folgende: Gcsamtleitung: Leo Tr,immer; Technische Leitung: Hermann Rollikopf; Kasse: Adolf Felber. Zum Jungführer-Qbmanu war Julius Goldberg gewählt worden. Sein Beruf —. er ist Musillehrer — hindert ihn aber, das Arnt anzunehmen. Dieser Posten bleibt, ebenso wie der des Schriftführers, vorläufig unbesetzt. Dio Besetzung der Funklionärposten bleibt wie bisher. — Aus dem Berieht vom Chawer Tramroer war zu erkennen, daß die Arbeit vergangenen Jahr eine, zufriedenstellende war. Dio geistige und sporlliehe Tätigkeit waren von Erfolg gekrönt. Drei noue Junggruppen und ein Chor wurden ins Leben gerufen. Eine Bibliothek mit zirka 200 Büchern wurde geschaffen. Am großen Makkahi-Treffen in Anlwerpen nahmen 50 Kölner teil, die überraschende Erfolge erzielen konnten. Der Turntag in Hamburg wurde von 25 Jungens und Mädels beschickt. Am Priwall-Lager beteiligt0 sich Köln mit sechs Jungens und drei Mädels. Das letzte Winterlager des Westdeutschen Bezirks am Möhne-Seo wurde wiederum von Köln in mustergültiger Weise durchgeführt. Die, einzelnen Turnabetide wiesen eine Beteiligung bis zu 70 Teilnehmer auf. In der Woche fanden zwei Turnabende, je ein Tumabend für Herren und Knaben und Damen und. Mädels sowie ein Abend für das Halirniraining der Leichtathleten statt. Der hebräischo Sprachkursus wird von einer Anzahl unserer Mitglieder besucht. An den einzelnen Aktionen des KKL und an der Schekelaktion nahm ebenfalls der Bar Kochba teil. Ein guter Abschluß der Wintcrarbeit und ein wuchtiger Auftakt zur neuen Arbeit war das Kinderfest. Das Fest, das von tausend Kindern und deren Eltern besucht war, gab ein Bild über den Stand unserer Arbeit und zeigte dio Reichhaltigkeit des Arbeitsfeldes. — Aus dem Kassenbericht, den Chawer Wildstrom gab, war zu erkennen, daß es mit den Finanzen im Bar Kochba nicht gerade rosig aussieht. Der Sportbetrieb wird leider eingeschränkt werden müsssen, da weder für Platz noch für Trainer genügend Geld vorhanden ist. Wenn keine Subvention seitens dor Gemeinde oder von anderer Seite kommt, besteht die Gefahr, die Turnhallen schließen zu müssen. — Zusammenfassend kann gesagt werden, daß der Bar Kochba einem sehr kritischen Jahr entgegen geht, und alle Anstrengungen verdoppelt werden müssen, um den jetzigen Betrieb aufrechterhalten und weiter ausbaueo zu können. »wi-.