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Jüdische Rundschau · 1931-06-05 · Heft 43 (5.6.1931) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 43 (5.6.1931)
Date
1931-06-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 208 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 43, 5. VI. 1931 Wer wird High Commlssioner? Jerusalem, 31. Mai. (J.T.A.) Es verlautet in Kreisen der englischen Kolonie in Jerusalem, daß Genera! Sir Peter Strickland, der Kommandant der britischen Truppen in Aegypten, als Nachfolger Sir John Chancellors in Betracht kommt. Auch das ״Palestine Bulletin“ bezeichnet Sir Peter Strickland als aussichtsreichsten Kandidaten auf den Posten des High Commissioner*. ln Erinnerung an Lord Plumer, schreibt das Blatt, wünschen viele, daß der Posten des High Commissioners wieder mit einem Militär besetzt werde, der sich nicht durch Drohungen schrecken und in einen Kurs dringen läßt, der dem Lande nicht von Nutzen ist. — Natürlich müssen alle diese Spekulationen als reine Vermutungen betrachtet werden. Wir haben schon einmal aufmerksam gemacht auf die Verwechslungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, daß es mehrere Träger des Namens Strickland gibt, die alle in der einen oder anderen Weise mit der englischen Kolonialpolitik verbunden sind. Der hier genannte General Sir Peter Strick fand ist nicht identisch mit C. F. Strick fand, Beamter des indischen Zivildienstes, der den Bericht über das Genossenschaftswesen in Palästina erstattet hat und jetzt als einer der möglichen Kandidaten für den Posten des Landentwickfungs-Kommissars in Palistina genannt wird. Der dritte Träger des Namens, der fälschlicherweise vom ״Jewish Chronicle“ mit Palästina in Zusammenhang gebracht wurde, tatsächlich aber keine Beziehun- §en zu Palästina hat, ist der gegenwärtig in London weilende ouverneur von Malta, Lord Strickland. Die Parlamentswahlen in Rumänien Bei den Parlamentswahlen in Rumänien hat die vom früheren Senator Dr. Mayer Ebner geführte ii - di sehe Partei“, die im Altreich wie in den neuen Provinzen, Siebenbürgen, Bukowina und Bessarabien eigene Listen aufgestellt hatte, 2,33 <0/י der Gesamtstimmen erreicht, also den .Mindestquotienten überschritten. Man nimmt an, daß die Jiidische Partei vier bis sechs Sitze im Parlament zählen wird. Auch auf der Regierungsliste haben einige Juden kandidiert, und es kann sein, daß auch auf dieser fiste ein jüdischer Abgeordneter als gewählt erscheinen wird. Die von Professor Cuza geführte antisemitische Partei hat eine große Zahl von Stimmen auf sich vereinigen können, so daß man mit etwa 8 bis 10 antisemitischen Abgeordneten im künftigen Parlament rechnet. In Sucjava (Bukowina), dem Schauplatz der schweren antisemitischen Exzesse im vorigen Jahre, haben die Cuzisten sogar die absolute Mehrheit erreicht. Kleine Nachrichten Mitte voriger Woche Ist Miß Henriette Szold, Mitglied der Zionistischen Exekutive und Mitglied der Leitung des Waad Leumi (Knesseth Jisrael), nach Jerusalem zurückgekehrt, nachdem sie ungefähr ty* Jahr in Amerika war. Sechs Mitglieder des Waad Leumi, und zwar Rabbi Usiel, Bialik, Ben Zwi, Aronowicz, Mejuchas und Suchowitzky, wurden als Vertreter des Jischuw für die Jewish Agency gewählt. Zu Vertretern de» Jischuw in das Zlonistische Aktions-Comite wurden Ben Gurion und Elijahu Berligne, zu Stellvertretern Baratz und Olückson gewählt. Die palästinensischen Zeitungen bringen interessante Einzelheilen über den großen Postraub in Jerusalem, dessen Aufdeckung wir in der Jüd. Rundschau bereits mitgeteilt haben. Der schuldige Beamte, der verhaftet wurde, heißt Schlomo Jagonskv. Die geraubten Geldbriefe wurden bei Nacht ln ein Cafehaus nach Tel Awiw gesandt, wo sie später abgeholt werden sollten. Nach Bekanntgabe des Raubes meldete sich der Chauffeur Noah Levy, dem das verdächtige Paket nach Tel Awiw mitgegeben worden war, und durch seine Mithilfe gelang es, die Sache aufzuklären und 6500 Pfund wiederzubeschaffen. In dem Prozeß gegen die Teilnehmer an dem lieberfall aut das Haus des Kolonisten Broza in Moza im August 1029 wurde am 1. Juni von Richter Plunkett das Urteil gefällt. Der Angeklagte Saieh Zier wurde zu 5 Jahren, die Angeklagten Mohammed Khader und Mahamoud Assad wurden zu je 3 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die elf übrigen Angeklagten wurden wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. In der Urteilsbegründung erklärte Richter Plunkett, die Familie Broza wäre, wenn sie nicht bewaffnet gewesen wäre, von dem gleichet! Schicksal ereilt worden wie die Familie Macleff, deren sämtliche Mitglieder in den August-Unruhen 1929 niedergemetzelt wurden. Auf der Jahreskonferenz der Zionistischen Föderation für Italien, die kürzlich in Ferrara stattfand, trat der bisherige Präsident, Dante Lattes, zurück und an seiner Stelle wurde Advokat Viterbo zum Präsidenten gewählt. Die Konferenz beschloß auch, daß die italienischen Zionisten die Forderangen des Oberrahbinats nach Einhaltung des jüdischen Religionsgesetzes im jüdischen öffentlichen Leben Palästinas unterstützen. in diesen Tagen fand die konstituierende Sitzung der Liga für das arbeitende Palästina in Oesterreich statt. Prof. Sigmund Freud, Franz Werfel, der sozialistische Theoreiiker Rudolf Goldscheid, die Künstler Jehuda Eostein und Prof. Juliusz Wolfsohn, ferner Adolf Böhm, Rabb. Dr. Feuchtwang und Dr. Joseph Löwenherz sind dem Ehrenpräsidium beigetreten. In das Präsidium der Liga wurden gewählt: Dr. Leo Ooldhammer, Frau Sophie Löwenherz (Präsidentin der österr, (Wizo) und Dr, Edmund Jerusalem. Die polnische Regierung hat angeordnet, daß an den Lehrer-Seminaren des hebräischen Kulturverbandes Tarbutli in Warschau, Wilna und Grodno von jetzt ab die Staats- ,־!bschiußprüfungen in hebräischer Sprache im Beisein eines speziellen Delegierten des Kultusministeriums stattfinden sollen. Schweizer Kongreßwahl. Wir erhalten folgende Zuschrift: Die ״J. R.“ berichtete in der vorigen Nummer von der neuen Zusammensetzung des Zentralkomitees des schweizerischen Zionistenverbandes, das aus den Vertretern mehrerer Parteien besteht. Es wurde dabei die Absicht verfolgt, die parteimäßigen Interessen vor den Aufgaben des Gesamtzionismus vtiriickzustellen, also die langgewünschte Entgiftung der Atm> Sphäre herbeizulühren. Zu Beginn der folgenden Woche wurde nun ein Wahlbündnis zwischen Allgemeinen Zionisten und Misrachi abgeschlossen, die sich auf eine gemeinsame Liste einigten mit Dr. Marcus Cohn, Basel, als Kandidat. Obwohl auch in der Schweiz die religiösen Auffassungen und kulturellen Ziele des Misrachi von denen der Allgemeinen grundsätzlich abweichen, nehmen beide Parteien in der Schweiz;׳u den gegenwartspolitischen Fragen des Zionismus keine sehr abweichende Stellung ein. Die Allgemeinen konnten dem Bündnis zustimmen, weil der Misrachi der Schweiz jeden Fraktionszwang in politischen Fragen am Kongreß entschieden ahlehnt. Durch dieses Wahlbündnis besteht die Sicherheit, daß ein Vertreter vernünftiger Politik die Schweiz vertritt. RosaBikrttJ j Frau Geheimrat Rosa Barth ist nicht mehr, die Mutter von Aron und Lazarus Barth. Und in vielen von uns ist heute etwas von dem Leid jener, denen die Mutter entschwand. Und vielen steigt die Erinnerung auf an eine Generation, deren letzte Vertreterin fast die Heimgegangene schien, an ein Oeschlecht, das in der Tradition wurzelte und die Entwicklung der Zeit verstand, das Frische der Lebensauffassung mit Anmut der Lebensführung zu verbinden wußte, Frische der Gesinnung mit Heiterkeit der Seele, stärkstes Pflichtgefühl mit freudigstem Wohlwollen. Sie war die Tochter von Esriel Hildesheimer, die Tochter des Mannes, der allem Dunkelmännertum und allen Finsterlingen im Innersten abhold, neues Leben in uralt geheiligte Formen zu füllen wußte, der Brücken zu schlagen wußte von Mensch zu Mensch und ln seiner Zielrichtung sicher war wje kaum ein anderer. Als Gattin des gelehrten Orientalist«» Jakob Barth hatte sie mit ihm ein Haus geschaffen, das vielleicht das jüdische Haus Berlins war. Wer in jenem Hause nur einmal «inen Freitag-Abend erlebte, hat für immer eine beglückende Erinnerung. Ein Haus war es von reinster geistiger Atmo- Sphäre, nichts weniger als ein Salon für Geistrelchler oder Geistesakrobaten, niemand wagte, sich dem gutmütig-scharfen Spott Geheimrat Barths so leicht auszusetzen, der stets die erade und klare Linie einhaltend, keiip# Spintisierereien dulete, keinen Problemen nachjagte und keinem Problem auswich. Und neben ihm stand die heitere, in stolzer Bescheidenheit sich zurückhaltende, kluge, — nein, mehr als das — weise Frau, wenn anders Weisheit nichts ist als Güte mit Klugheit gepaart, die unmerklich, aber taktsicher ihren versßhnlichen mütterlichen Geist über das Heim ausstrahlen ließ. — Alfred Kerr sagt einmal: Es gibt Menschen, von denen es genügt zu wissen, daß sie da sind, um ein glückliches Gefühl zu erwecken. Zu diesen gehörte Rosa Barth. Sie hat das große und seltene Glück gehabt, am Ziel ihrer Tage zu wissen, daß sie nicht umsonst gelebt hat, daß die Tradition ihres Vaters und ihres Hauses fest verwurzelt in ihren Kindern fortiebt. — Sie hat auch schwere Tage durchgemacht, und es gibt eine Episode in ihrem Leben, in der sie sich zur Höhe antiker Heldinnen erhob, das war im Herbst 1914. Als ihr Mann hoffnungslos darniederlag, da kam die Nachricht, daß der Sohn Heinrich efalien sei. An demselben Tage mußte Heinrichs Bruder, eo, ins Feld — auch er blieb ein spätes Opfer der Kriegs- Strapazen. Damals, als jene Schreckensnachricht eintraf, Kat diese Frau, um ihrem Mann den Kummer zu ersparen, Tage hindurch an seinem Bett gesessen, den Schmerz im Herzen verschließend, hat ihm die Briefe Heinrichs vorgelesen und lächelnd mit ihm über den Sohn gesprochen, um den seine Gedanken ständig kreisten. Dann erst, ais Jakob Barth die letzte Ruhe gefunden hatte, brach sie zusammen und setzte sich zur Trauer um Mann und Sohn. Wer jene Tage miterlebt hat, bewahrt auf immer die Erinnerung an ein erschotterndes und erhebendes Erlebnis. Was Frömmigkeit wirken kann, was Glaube eigentlich ist, bleibt den meisten von uns wohl ein ewiges Ratsei. Aber eine Ahnung von dem unbegreiflich, unbeschreiblich ewig Weiblichen faßte uns alle damals. Um sie schwebte für uns seit jenen Tagen ein unsichtbarer Glanz. S. Gronemann. Rabbi Benfamln, der bekannte hebräische Schriftsteiler und Publizist, feierte dieser Tage seinen 50. Geburtstag. Rabbi Benjamin (J. Radler-Feldmann) ist eine der eigenartigsten Persönlichkeiten des modernen hebräischen Schrifttums. Er entstammt einem orthodoxen Milieu in Ostgalizien und ist der gesetzestreuen Richtung im Zionismus treu geblieben, er verbindet jedoch mit seiner Anhänglichkeit am die jüdische Religion einen offenen, allen Fragen des wirkliehen Lebens zugewandten Geist und weiten Horizont, Kenntnis der europäischen Literaturen und des modernen Denkens und eine regsame, für neue Gedanken empfängliche Phantasie. Seine schriftstellerische Tätigkeit erstreckt sich auf die verschiedensten Gebiete, er hat das hebräisch lesende Publikum mit den wichtigsten Werken der Moderne bekannt gemacht und wurzelt doch tief im Jüdischen, so daß er allen Gegenständen, die er behandelt, eine eigenartige Beleuchtung ibt. Wenige verbinden so wie er die Idee des Zionismus, der ückkehr und Renaissance des jüdischen Volkes, mit der Idee echter Humanität, die aus dem Gefühl tiefer Brüderlichkeit aller Menschen Verständnis für die Probleme und Leiden anderer hat, im Sinne der besten europäischen Geister, deren Denken und Wirken Rabbi Benjamin dem hebräischen Leser vermittelte. Er war es auch, der bereits vor mehr als zwanzig Jahren auf die Bedeutung der arabischen Frage für den Zionismus hinwies. Damals bestand diese Frage noch nicht in ihrer heutigen politischen Schärfe, aber mensciilieh und sittlich offenbarte sie sich schon damals Rabbi Benjamin ais der entscheidende Prüfstein des Zionismus. Er forderte von den Zionisten, die selbst einem nationalen Ideal anhängen, Achtung für das Nationalgefühl und die Heimatliebe auch des Arabers. Seine Worte sind freilich ungehört verhallt. In der nach dem Kriege geschaffenen neuen Situa* tion warb Rabbi Benjamin unablässig für den Gedanken einer pansemifischen Renaissance, einer nicht nur politisch, sondern auch geistig begründeten Annäherung zwischen Juden und Arabern. Er gehört zu den Gründern des Brit h Sc ha- 1 om, in dessen Rahmen er eine eigenartige Stellung einnimmt. Er bekennt sich ais treuer Anhänger Herzls, glaubt aber, daß die Lösung der Judenfrage im Herzischen Sinne gerade nur durch eine Verständigung mit den Arabern mög- Uch ist, während eine einseitig auf die europäischen Mächte sich stützende, die Araber bagatellisierende und abstoßende Politik den Weg zu diesem Ziele versperren müsse. Rabbi Benjamins jugendlicher Elan, seine innige Einfühlungsgabe und sein gutmütiger Humor machen ihn zu einer der liebenswürdigsten Gestalten der hebräischen Publizistik, auch von denen geehrt, die mit vielen seiner Gedanken nicht übereinstimmen. Sein 50. Geburtstag ist daher auch ein Anlaß für Glückwünsche und Sympathiebeweise aus allen Lagern der zionistischen Welt. A. D. Gordon wäre zu Schawuoth dieses Jahres 75 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß ist es wohl am Platze, auf diese große Figur der jüdischen Renaissance-Bewegung hinzuweisen, die dem Zionismus unserer Tage und insbesondere der zionistischen Jugend noch manches zu sagen hat. Gordon hat nicht nur durch seine Schriften, sondern durch sein Vorbildliches Leben gewirkt. Aber in seinen Schriften ist uns ein gewaltiges Erbe überantwortet, das die ganze Fülle und Kraft der Idee der jüdischen Wiedergeburt noch vielen Generationen mitteilen kann. A. D. Gordons Schriften sind in hebräischer Sprache in fünf Bänden in Tel-Avviw erschienen; ein deutscher Auszug unter dein Titel ״Erlösung durch Arbeit“ erschien im Jüdischen Verlag, Berlin, und wurde in der ״Jüd. Rundschau“ bereits mehrfach ausführlich besprochen. Wir benutzen die Gelegenheit des Qordon-Oedenktages, um auf dieses wichtige Buch nochmals hinzuweisen. Sechste Wizo «Konferenz Die Wizo-Zentrate teilt folgendes Aber die bevorstehende Weltkonferenz mit: Ort und Datum; Mastermesse, Basel, Schweiz. 22. bis 28. Juni 1931. Vorkonferenz; Council-Sitzung, Montag, 22. Juni, ab 9.30 Uhr vorm. Anschließend Exekutiv-Sitzungen und Vorbesprechungen. EröffnungderKonferenz: Montag, 22, Juni, abds. 7.30 Uhr, im ״Blauen Saal“ der Mustermesse. Geselliger Empfang: Anschließend an die Eröffnung geselliger Empfang für die Delegierten im Hause von Frau Carola Kaufmann, Vorsitzende des Schweiz. Landesverbandes, Basel, Peter Merianstr. 45. Plenarsitzungen; Täglich (tagsüberund abends),mit Ausnahme von Mittwoch Nachmittag, Freitag Vormittag und von Donnerstag. Kommissionssitzungen: Die Kommissionen tagen Mittwoch Nachmittag, Donnerstag Vormittag, Nachmittag und Abend und Freitag Vormittag. Nachkonferenz: Erste Council-Sitzung der neuen Ar* beitsperäode voraussichtlich Montag, den 29. Juni 1931, in Basel. Technisches: Quartierbeschaffung erfolgt auch dieses Mal durch das Büro des XVII. Zionistenkongresses, Basel, Mustermesse. (Telegramm-Adresse: Congrezion, Basel.) Es empfiehlt sich, die nötigen Quartiere sofort beim Kongreßbüro vormerken zu lassen. Unsere Basler Freundinnen wollen sich bemühen, einige Gaststätten zur Verfügung zu stellen. Delegierte, die darauf reflektieren, mögen sich unverzüglich mit dem Londoner Hauptbüro in Verbindung setzen. — Preise der Gastkarten: Dauerkarten Fr. 5,—, Tageskarten Fr, 2,—. — Die Delegiertenkarten werden erst in Basel und nur gegen Vorweisung einer offiziellen, von der Präsidentin gezeichneten Bestätigung ausgefolgt, aus der ersichtlich ist, daß die Delegierte als Bevollmächtigte ihrer Föderation handelt. — Wie in früheren Jahren, so werden auch diesmal kurze Tages- Bulletins herausgegeben, die gratis an Interessenten versandt werden. Wir bitten dringendst, uns das nötige Adressenmaterial rechtzeitig zuzusenden. — Das Protokoll der Konferenz erscheint, auszugsweise, in der Kongreßzeitung. Wir empfehlen allen Wizo-Mitglledem und Zionlstinnen die Kongreß-Zeitung zu abonnieren. Bestellungen an die Expedition der ״Jüd. Rundschau“. Das Konferenz-Büro wird am 15. Juni in Basel eröffnet. Adresse ab 15. Juni: Büro der Wlzo-Konferenz, Mustermesse, Basel. Telegrammadresse: Congrezion Wizo. Mosse-Code. Bis zum 15. Juni sind sämtliche Zuschriften an das Londoner Büro zu richten. Die Wahlen zum XVH. Zionislenkongrefj Bekanntmachung Nr. 13. Die Kongreßwahlen ln Deutschland finden am Sonntag, dem 7. Juni, statt. Wahlen, die vor oder nach dem 7. Juni abgehalten werden, sind ungültig. Auf Deutschland entfallen 9 Kongreß-Mandate. * Ausübung des Wahlrechts Die Wahl ist direkt und geheim. Jeder Wihler muß persönlich Im Wahllokal erscheinen. Als Wahllegltlmatlon gilt die auf den Namen lautende Schekelquittung für das Jahr 5691 (sofern der betreffende Schekel bis zum 14. Mal mit der Landesschekel-Kommlsslon verrechnet wurde), jedoch hat die Wahl- Ieitung das Recht, daneben eine Personal-Legitimation zu verlangen. Wahlberechtigt sind nur solche Mitglieder der Zionistischen Organisation, die spätestens am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Schriftliche Wahl (Briefwahl) Ist nicht zulässig. * Der von der HWK. herausgegebene offizielle Stimm* zettel hat folgendes Aussehen: Stimmzettel für die Wahlen zum XVII. Zionistenkongreß Liste 1: Allgemeine Zionisten Blamenteld — Schochen - Klee O Liste 2: Zionisten-Revisionisten Llchtheim - Arnsberg - Bloch o Liste 3: Vereinigte Zionistisch > Sozialistische Liste (Poale Zion — HapoSl-Hozafr) Naphfall - Adler •Radel - Landauer 0 Liste 4: Misrachi und Zelre Misrachi Wolfsberg — Holtmann - Barth o Liste 5; Vereinigte Liste der Radikalen und Unabhängigen Zionisten Soloweitschlk - Kollenseher — Goldmann o Der Wähler hat den Wahlvorschlag, für den er stimmen will, durch ein X Im betreffenden Kreis kenntlich zu machen Neben dem offiziel'en Stimmzettel können zur Abstimmung auch andere (gedruckte oder geschriebene) Stimmzettel verwendet werden, sofern sie mindestens die Listennummer oder die Listenbezeichnung und den Namen des an erster Stelle stehenden Kandidaten eines der oben bekanntgegebenen Wahlvorscbläge enthalten. Stimmzettel, die dieser Bestimmung nicht entsprechen, sind ungültig, es sei denn, daß die Wahlleitung einstimmig der Ansicht ist, daß der wirkliche Wille des Wählen unzweifelhalt erkennbar ist

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