Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 40-41 (20.5.1931)
- Date
- 1931-05-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 254 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 40/41, 29. V. 1931 Vermischtes Zionistischer Gruppenverband Thüringen. Sonntag, den 31• Mai, 10Vs Uhr, findet im Hotel ״Reichshof‘‘, Erfurt, Bahnhofstraße 27/28 ein Gruppenverbandstag statt, bei dem Gelegenheit sein wird, die Stellung der Parteien zu den Fragen des XVII. Kongresses kennen zu lernen. Bisher sind als Redner angesagt: Eh־. Elias Auerbach (Allgemeine Zionisten), Dr. Georg Landauer (Vereinigte Sozialistische Zion. Liste Poale Zion Hapoel Hazair). Die anderen Parteien haben ihre Redner noch nicht genannt. Gemeinsames Mittagessen ist vorgesehen. Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Am Mittwoch, dem 3. Juni, abends 8 Uhr, veranstaltet die Akademie ihre Jahresversammlung im Gartensaal des Logenhauses, Kleist- Straße 10. Im Anschluß an die Versammlung findet ein Vortrag von Herrn Professor Dr. |. 11 e i n e m a n n ־ Brertau über das Thema ,.Die griechische Weltanschauungslehre bei Römern und Juden“ statt. Gesellschaft für jüdische Familienforschung. Dienstag, den 2. Juni, abends 8 Uhr präz., im Blauen Saal des Brüdervereinshauses, Kurfürstenstr. 116, Vortrag (mit Lichtbildern) Prof. Dr. Franz Weidenreich - Frankfurt a. M., Direktor des Instituts für physische Anthropologie der Universität Frankfurt, ״Rassenmischung bei Juden und Nichtjuden in alter und neuer Zeit“. Gäste herzlich willkommen. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein. Jüdische Studentenseelsorge an der Berliner Universität. Die neugegründete jüdische Studentenseelsorge an der Berliner Universität veranstaltet am 3. Juni, abends 8(4 Uhr, im Hörsaal 140 der Universität, einen Diskussionsabend mit dem Thema: ״Die Studentenkonferenz von Nyon“. Referenten: Min.־ Dir. Dr. Badt und Dr. Friedrich Brodnitz. Gäste willkommen. Zum 50. Geburtstag von Arthur Silbergleit veranstaltet die Vereinigung ,,Am Breitenbachplatz“ Dienstag, den 2. Juni, abends 8 V״ Uhr, in Anwesenheit des Dichters, eine Feier. Alfred Richard Meyer hält die Würdigungsrede. Ernestine Münchheim liest aus Werken des Dichters, u, a. aus dem soeben erschienenen ״Orpheus“. — Teilnahme an der Veranstaltung, nur gegen Einladung, in beschränkter Anzahl noch erhältlich bis zum 20. Mai durch Sekretariat Ernestine Münchhcim, Steglitz, Kleiststraße 28. Verband Jüdischer Studentenvereine in Deutschland, e. V. Sonnabend, den 30. Mai, 8(4 Uhr abends, im Klub ״Achduth“, Kurfürstendamm 50, feierliche Eröffnungssitzung der 8. Tagung des Verbandes der Jüdischen Stirdentenvereine in Deutschland, e. V. 1. Eröffnungsansprache: Dr. F. Rabinowitsch. 2. Begrüßungen. 3. Wege der Studentenverständigung: Ministerialdirektor Dr. Badt. Gäste willkommen. — Auf der Tagung werden sich Vertreter sämtlicher dem Verband angeschlossener Vereine zusammenfinden, um über die Lage der jüdisch-ausländischen Studentenschaft in Deutschland zu beraten und Mittel und Wege zu finden, um diesen Studenten die Lebens- und Studienbedingungen erträglicher zu machen. Es handelt sich um die Erhaltung und den weiteren Ausbau der vom Verband seinerzeit geschaffenen sozialen und kulturellen Einrichtungen, wie: Hilfskassen, Studentenspeisungen, Kurse, Bibliotheken, Lesehallen usw. Darüber hinaus wird die Tagung zu beraten haben, inwiefern der Verband seine Tätigkeit mit der der anderen iülischen Studentenverbände im In- und Auslande koordinieren kann, um ein einheitliches Zusammengehen in Fragen der jüdischen studentischen Politik herbeizuführen und gemeinsame Aktionen zur Stärkung der jüdisch-nationalen Front zu organisieren. Die Tagung wird von Herrn Dr. F. Rabinowitsch eröffnet, welcher einen Ueberblick über die bisherige Tätigkeit des Verbandes und seine nächsten Ziele geben wird!, anschließend wird Herr Ministerialdirektor Dr. Badt auf Grund seiner Eindrücke bei der Studentenkonferenz in Nyon ein Referat über die Wege der Studentenverständigung halten. Rundfunk, Am Sonntag, dem 31. Mai, vormittags in der Zeit von 9.20 bis 10 Uhr, findet erstmalig im Hamburger Sender des Norddeutschen Rundfunks eine Veranstaltung über synagogale Musik statt. Herr Oberkantor Hermann Lieber von der Neuen Dammtor-Synagoge in Hamburg, der des öfteren schon mit großem Erfolg vor die Oeffentlichkeit getreten ist, wird nach kurzem einleitenden Vortrag liturgische Gesänge bringen von Lewandowski, Kornitzer, Alm an und auch eine eigene Komposition. Beuthen. Am Sonnabend, dem 6. Juni, 9 Uhr abends, spricht Herr Dr. Max S olow e i t s c h i k in einer öffentlichen Wahlversammlung der Unabhängigen und Radikalen Zionisten im Saale des Kaiserhofs, Beuthen. Schekelzahler sind hierzu freundlich eingeladen. Frankfurt a. M. Im Rahmen der Jungzionistischen Arbeitsgemeinschaft spricht am 30. Mai, abends 9 Uhr, im Heim der jüdischen Jugend, Eschersheimer Landstr. 6511, Jakob Herzberg über ״Die Juden im parteipolitischen Leben Deutschlands“. Frankfurt a. M. (Zionisten-Revisionisten.) Sonnabend, den 30. Mai, abends 9(4 Uhr, spricht in der Suppenanstalt, 1 heobaldstraße 5, Herr Dr. Justus Schloß, Berlin (langjähriger Vorsitzende der F.Z. V.), über das Thema: ״Der Zionismus am Scheidewege“. Freie Aussprache! Nikodem Caro 60 Jahre alt. Der weltberühmte Professor Nikodem Caro, ein Neffe des Geschichtsforschers Prof. Jacob Caro, einer der bedeutendsten Erfinder auf dem Gebiete der chemischen Industrie in den letzten Jahren, feierte am 26. Mai den 60. Geburtstag. Caro, in Lodz geboren, lebt seit seiner frühesten Jugend in Deutschland und nimmt an jüdischen Wohlfahrtsfragen lebhaftes Interesse. Er ist Mitglied des Synagogen- Vorstandes Fasanenstraße. Chajkn Bloch 50 Jahre alt. Am 27. Juni wird der Wiener Schriftsteller Chajim Bloch, eine Autorität auf dem Gebiete der hebräischen Mystik, 50 Jahre alt. Verbilligte Palästina-Reisen. Zum XVII. Zionistenkongreß in Base! geben eine Reihe von Schiffahrtsgesellschaften nicht nur für die Delegierten, sondern für alle Teilnehmer, die sich durch Gastkarten ausweisen können, beträchtliche Ermäßigungen. Es bietet sich hier, sowohl für Touristen wie auch für Palästinenser, eine günstige Gelegenheit zur Verbilligung der Palästina-Reise. Der Paiestine & Orient-Lloyd, Berlin N, Friedrichstr. 121, der im Kongreßgebäude wieder ein offizielles Kongreß-Reisebüro eröffnen wird, erteilt hierüber alle Auskünfte. Außerdem ist geplant, wie alljährlich, eine Gesellschaftsreise zu verbilligten Preisen für Kongreßteilnehmer aus Berlin (wenn möglich auch aus anderen Orten) zu veranstalten. Interessenten werden bereits jetzt gebeten, sich bei der oben erwähnten Adresse zu melden. Frauen-Arbeltsgemelmchaft für Palästina. Palästina- Handarbeiten. Ständiger Verkauf schöner Palästina- Handarbeiten — für Geschenkzwecke besonders geeignet — für Berlin nurnochbeiPortz&Co., Pariser Str. 31 (Nähe Olivaer Platz, Laxlen, J. 2, Oliva 3987). Verkauf täglich während der Geschäftsstunden. Die Zahl der Juden In Amerika. Das American Jewlsh Committee veröffentlicht neue statistische Daten, denen zufolge in den Vereinigten Staaten Ende 1927 4 228 000 Juden lebten, was einem Anteil von 3,4 «0 an der Gesamtbevölkerung des Landes entspricht. Vor 50 Jahren gab es in den Vereinigten Staaten bloß 230000 Juden. Nach einer Zählung vom Jahre 1926 betrug die jüdische Bevölkerung von Groß-New York 1 728 000 Seelen, was etwa 39 ״/o der Gesamtbevölkening der Stadt entsprach. Seit 17. Mai erscheint in Warschau unter dem Namen ״Nowe SIowo“ (Neues Wort) eine neue große jüdische Tageszeitung in polnischer Sprache. Chef red akteur der Zeitung ist der ehemalige Sejmdeputierte A. Insler. Eingesandt Sozialistische Aktion für die Kongreßwahlen im K. J. V. Die Vorbereitung der Kongreßwahlen hat sich im Kartell in früherer Zeit lediglich auf sachliche Auseinandersetzung einz ein er, sei es im ״Jüdischen Studenten“, sei es in Debatten innerhalb der Kartellorganisationen beschränkt, soweit sie nicht überhaupt bloß Teil des allgemeinen zionistischen Wahlkampfes war. Wir alle wissen, daß der diesjährige Kongreß in einer Zeit kritischster Entwicklung stattfindet. Wir alle fordern für das Kartell eine kräftige Wendung zur politischen Realität und eine kampfesfreudige Entscheidung der Bundesbrüder für die besondere zionistische Haltung. Für uns Sozialisten besteht die Aufgabe, in Solidarität mit der palästinensischen Arbeiterschaft den politischen Tageskampf für den Kongreß zu führen und durch persönliche Werbung und durch Teilnahme an der öffentliehen Debatte für die Durchsetzung unserer Fordeningen zu kämpfen. — Wir rufen daher alte Sozialisten ohne Unterschied der Parteigruppierung im Kartell auf, sich in diesen Tagen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vertrauensleuten der vereinigten sozialistischen Liste für den Wahlkampf zusammenzuschließen und im Kartell und außerhalb ihre Pflicht zu tun. gez. Leon C h i t z e s , gez. Theodor Epstein, gez. Georg Landauer, gez. Paul Schnurmacher. Ortsgruppen. Jung-Jüdische Gruppe Crnnicnburg. Auf Einladung der jüdischen Jugend sprach am Donnerstag, dem 7. d. M.. im Oranienburger Gemeindehaus, Herr Rabbiner Dr. Emil Cohn, Berlin, im Rahmen einer Vortragsreihe über: ,,Jüdische Weltanschauung und die Bedeutung der religiösen Formen für die Gegenwart“. Zu dem gleichen Thema hatten an Abenden vorher bereits die Herren Dr. Wiener und Rabb. Dr. Rosenthal Stellung genommen. Von dem Gedanken ausgehend, daß die jüdische Religion, die Religion der Tat ist, daß Judentum also gelebt werden will, sieht Rabb. Dr. Cohn in der innigen Verbindung der jüdischen Religion und des Zionismus die Erfiillung bewußten Judentums. Für die überaus interessanten Ausführungen erntete der Redner starken Beifall. . Beuthen. (Revisionistische Bezirkskonferenz.) Am 14. Mai 193! fand in Beuthen O.-S. die ersft oberschlesische revisiev nistische Bezirkskonferenz statt. Es waren außer der Eeuthoner Gruppe Vertreter aus Breslau, Glehvitz, Hindenburg und Kattowitz anwesend. Rechtsanwalt Dr. Lachmann, Breslau, hielt ein Referat über: ״Die momentane politische Situation und unsere Haltung auf dem XVIf. Kongreß“. Alsdann sprach Herr Gold, Hindenburg, über: a) Bezirks-Organisation: bl Alijah- und Hachscharah; c) Beziehung zum Misrachi; d) diverse Pressefragen. Anschließend hieran folgte ein Bericht der Vertreter der einzelnen Gruppen über die Arbeit in den einzelnen Gruppen. Es schloß sich eine Diskussion an. Es sprachen dann die Herren Dr. Kleiner undRothkopf aus Breslau. Ferner wurde eine neue Bezirksleitung, bestehend aus den Herren Gold-Hindenburg, Wiener-Beuthen, und Brauner-Gleivvitz, gewählt. Zum Schluß sprach die Leiterin der schlesischen Zentrale, Frau Rechtsanwalt Dr. Lachmann aus Breslau, über zukünftige Arbeit. Abends 8 Uhr fand in den Räumen der Mamreh-Loge eine Palästina-Kundgebung statt, in der Herr Rechtsanwalt Dr. Lachmann-BresIau über: ״Weg und Wille zum Judenstaat״ sprach. Der minutenlange Applaus zeugte von der Begeisterung und Zufriedenheit der Zuhörer. Die Werbung neuer 10 Mitglieder krönte den Erfolg der Veranstaltung. Dresden. Zum Abschluß des Sokolow- Werbemonats las am Sonntag, dem 3. Mai, im kleinen Saale der Dresdener Kaufmannschaft Herr R.-A. Dr. Saramv Gronemann aus eigenen Werken. Die Stärke Sammy Gronemanns, 61 An unsere Abonnenten! Die Post verlangt die Anmeldung der vom 1. Juli 1931 an xu liefernden Exemplare bereits 3 Wochen vor Quartalsbeginn. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die ״Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Junitagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dafs diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der Jüdischen Rundschau" nicht zu vermelden sein dürften. Berlin, im Mai 1931. Verlag ,Jüdische Rundschau“ Beriln Vf 15, Melnekestrafle 10 ein jüdisches Milieu und jüdische Persönlichkeiten mit feiner Psychologie und treffender Satire zu zeichnen, zeigten sich an der Schilderung einer Gründungsversammlung des jiidisehen Vereins und an dem pointierten Gespräch über das assimilatorische Erziehungsideal. Zum Schluß las Herr Gronemann seine bekannte Gerichtsszene ans Tohu wabohu, die bei der Zuhörerschaft besonders lebhaften Beifall fand. — Am Sonnabend, dem 9. Mai, hatten wir Herrn Maxim Sakaschansky und Frau Rutn Klinger vom jüdischen Kabarett Kaftan aus Berlin zu Gast. — Obwohl die Vorbereitungen des Abends in Eile getroffen werden mußten, konnten wir doch einen vollgefüllten Saal feststellen. Der Kontakt zwischen Bühne und Publikum war sofort hergestellt. Der Abend war im höchsten Maße genußreich und angenehm. Die Einzel- Ieistungen der Vortragenden sind wohl heute überall genügsam bekannt. Inhaltlich und formal gehören die Darbietungen des Kaftan wohl zum besten, was heute die jüdische Kleinkunstbühne bieten kann. Herr Kapellmeister joset Goldstein von der Staatsoper war ein meisterhafter Begleiter. A. S. Kassel. ״Städtische und landwirtschaftliche Kolonisation. — Entwicklung Haifas“. Ueber diese wichtigen Fragen der Ent- Wicklung Palästinas sprach Herr Walter Roth-Berlin in einer von der Zionistischen Ortsgruppe Kassel einberufenen Ver- Sammlung. Der Vortragende, ein hervorragender Sachkundiger, verstand es, das jüdische Aufbauwerk mit seinen wirtschafllichcn Nöten und seinen großen wirtschaftlichen Hoffnungen einer großen Zuhörerschaft darzustellen. Der Vortrag fand lebhaftes Interesse, d3s ln der dem Vortrag folgenden Aussprache zum Ausdruck kam. Köln. Am Sonnabend, dem 25. April, sprach Dr. Nah um Gol (i mann im überfüllten großen Saale der Bürgergesellschaff über ״Die Tendenz der gegenwärtigen jüdischen Bewegung“. Dr. Goldmann schilderte zu Beginn seiner aus gezeichneten, mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen die schweren wirtschaftlichen und politischen Erschütterungen, denen das Welt Judentum überall, besonders auch in Amerika, ausgesetzt ist. Er zeigte, wie die Prophezeiungen für das Bestehen des Galuthjudentums, die schon vor 30 Jahren von den Zionisten ausgesprochen wurden, in einem viel schnelleren Tempo, als man je erwartet habe, leider Wirklichkeit geworden sind. Nur das Experiment des Zionismus kann die Existenz der Juden in der Welt retten. Die momentanen Schwierigkeitem dürfen uns nicht beirren. Jede Bewegung hat damit zu kämpfen. In diesem Sinne behandelte Dr. Goldmann auch kurz die Tagesfragen, die Beziehungen zu England und zu den Arabern und verlangte unter Zurücksetzung aller ideologischen Kämpfe Zusammenschluß zu stärkster realer Arbeit. Landau (Pfalz). In einer gut besuchten Versammlung, die von Herrn Ernst Sender geleitet wurde und zu welcher neben dem südwestdeutschen Initiativkomitee der Jewish Agency die Loge eingeladen hatte, sprachen Sonnabend, den 9. Mai, Herr Dr. Franz Wolf, Frankfurt, und Frau Dr. R. K1 o m p u s , Tel- Awiw. In klaren fesselnden Ausführungen stellte Herr Dr. Wolf den Palästina-Aufbau als Aufgabe des gesamten Judentums dar. Zeitgemäßes Denken könne unsere Emanzipation nur durch die Autoemanzipation verwirklicht sehen — unser Leben als Staatsbürger und Juden stehe im unmittelbaren Zusammenhänge mit dem jüdischen Leben Palästinas und dessen Entwicklung. — Frau Dr. Klompus gestaltete ihr Referat über die Verhältnisse in Palästina zu einem großen nachhaltigen jüdischen Erlebnis. Im Galuth neue Erkenntnisse — in Erez-Israel die Manifestation jüdischen Opfermutes und jüdischen Lebens. Beide Vortragende hatten reichen und überaus herzlichen Beifall. Eine im An- Schluß an diesen Abend von Frau Dr. Klompus und Frau Mirjam Ettlinger, Karlsruhe, durchgeführte K. H.-Aktion hatte gute Ergebnisse. . Leipzig. In der im März abgehaüer.en Generalversammlung der Zionistischen Vereinigung in Leipzig wurde nach Erstattung des Tätigkeitsberichtes und einer sich daran anschließenden eingehenden Aussprache der Vorstand in folgender Besetzung gewählt: Dr. Fritz Loebenstein als 1. Vorsitzender, Wilhelm Dubincr, Hermann Bromberg und Dr. Lehrfreund als weitere Mitglieder des Vorstandes. Mit der Leitung der K. H.-Arbeit wurde wiederum Herr Jacob Bromberg betraut. Die KKL-Arbeit übernahm leitend wie früher Herr Sudowicz. Mannheim. Die Ortsgruppe hielt am 11. Mai die ordnungsmäßige Generalversammlung ab_, die folgendes Ergebnis hatte: Herr Dr. Hildesheimer, der seit Jahren mit schönem Erfolg und Hingabe die Ortsgruppe geleitet hatte, erbat eine Entlastung in dieser Tätigkeit. Es wurden in den Vorstand gewählt: Frau Dr. Bodenheiiner-Biram, Herr Richard Marx, Herr Isaak Rennert, Herr Lehrer Kälbermann, Herr Otto Simon, Frl. Lilli Kahn und Herr Dr. Hildesheimer, der auch weiterhin sich für die Leitung der Ortsgruppe nach einiger Zeit zur Verfügung zu stellen zugesagt hat. Das Leben innerhalb der Ortsgruppe kann als ein durchaus reges und befriedigendes bezeichnet werden. Auch die Tätigkeit der innerhalb der Gemeinde Mannheim tätigen Vertreter der Ortsgruppe fand eine eingehende Würdigung und Besprechung. Die an jedem Montag in der Harmonie (D. 2, 6) stattfindenden Zusammenkünfte haben sich sehr gut entwickelt, und es ist jeder Gesinnungsgenosse, der auch nicht der hiesigen Ortsgruppe angehört, zu diesen Abenden jederzeit gerne willkommen. Ratibor• Am 27. April sprach in der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe, der letzten Veranstaltung des Werbemonats, der 1. Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung in Hamburg, Herr Dr. med. E. Heppner, über das Tnema ״Das Jüdische Religions-Gesetz und seine Bedeutung für den heutigen Juden“. Herr Dr. Heppner hat in formvollendeter Red: ausgeführt, daß wir im Judentum keine Religion und Konfession kennen, sondern daß das Gesetz der Mantel ist, der das gesamte Judentum Zusammenhalt. Von diesem Gesichtspunkt aus, unter besonderer Betonung der Göttlichkeit des Gesetzes, bekräftigte der Referent die Wichtigkeit des kulturellen Zionismus, der es ermöglichen muß, ausstrahlend von Palästina das Gesetz im alten Geist zu moderner Form zu entwickeln. Trotz des hochphilosophischen Vorträges bannte der Redner zwei Stunden lang die Zuhörer. Eine anregende Diskussion und ein aufklärenaes Schlußwort hielten die Versammlung noch lange zusammen. Elbing. Am 2. Mai 1931 sprach Herr Rechtsanwalt Dr. Schloßberg, Marienwerder, an einem von der Z. V. f. D. veranstalteten Vortragsabend im Gemeindehause über ״Die heutige Situation der deutschen Juden“. Die klaren und interessanten Ausführungen des Redners fesselten die Znhörer außerordentlich und fanden lebhaften Beifall. In einer anschließenden kurzen Diskussion sprach Herr Friedland, Vorstandsfiritglied der Gemeinde. Eft <s&ttkmT um meotium des he&en hajbmsth ^euspARmsse mu vßRGgmrmuMGm BERLIN W<>, FRIEDRICH EBRRYSTttASS* 2JB « TÄLSRÖN: KUR PURST *464