Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 31 (24.4.1931)
- Date
- 1931-04-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 192 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 31, 24. IV. 1931 Nr. 3 nicht deutsch bezeichnet. Wir fühlen doch genau so deutsch wie Ihr, leben zu!11 Teil nahezu eben so lange hier und sind in deutschem Wesen völlig verwurzelt. Gewiß wollen wir an unserer jüdischen Religion festhalten und wollen auch unsere Abstammung nicht verleugnen. Aber wir betrachten als eine unserer vornehmsten Aufgaben ״unbeirrbare Pflege deutscher Gesinnung“. Wir empfinden uns als unablösbaren Bestandteil des deutschen Volkes, also müßt auch Ihr uns als einen solchen anerkennen.“ Die Vertreter der zionistischen Auffassung aber konnten etwa so argumentieren: ״Ihr empfindet uns als fremd, undeutsch? Nun, dann laßt uns zunächst untersuchen, auf welchen Gebieten das der Fall ist und wie dieses Gefühl sich erklärt. Da wir eine ältere und zum Teil andere Geschichte haben als Ihr, wäre es ein Wunder, wenn zwischen Euch und uns nicht auf manchen Gebieten Unterschiede bestehen sollten, Unterschiede, die nicht notwendig immer zu einem Gegeneinander führen müssen. Was Judentum wirklich ist, habt Ihr bisher nie richtig beurteilen können, da Ihr immer nur einzelne Exemplare des Juden, noch nie aber eine jüdische Gemeinschaft erlebt habt. Seht nach Palästina, seht den dort sich entwickelnden neuen Menschentypus und überprüft danach, ob Eure bisherige Anschauung über die Uri- Produktivität des Juden, sein Luftmenschentum, seine Maklerstellung richtig ist. Itn übrigen lehnen wir deutschen zionistischen Juden cs ab, Deklarationen über unsere Gefühle zu geben. Wir wünschen, nach unseren Taten, nach unserem Verhalten in jedem einzelnen Falle beurteilt zu werden, und wenn sich dann herausstellt, daß wir uns hierbei in voller Ueberein- Stimmung mit den besten Vertretern der Nichtjuden in Deutschland befinden, so haben wir Zweifel, ob das, was Ihr als echt deutsch bezeichnet, das wirkliche Deutschland ist; wir glauben, daß die weitere Entwicklung die Berechtigung unserer Zweifel dartun wird. In jedem Falle aber müssen wir verlangen, daß Ihr aus Eurer Ablehnung des ״jüdischen Geistes“ nicht Folgerungen auf Gebieten zieht, wo diese Folgerungen nicht gezogen werden dürfen.“ Von nichtjüdischer Seite ist mir im Laufe der Konferenz mehrfach versichert worden, daß auf viele Christliehe Konferenzteilnehmer die Darlegungen der zionistisehen Redner weit größeren Eindruck gemacht haben, als die der sogenannten ״assimilatorischen“ Juden. Als jüdische Vertreter dieser ״assimilatorischen“ Gruppen einiger Länder so weit gingen, judenfeindliche Tendenzen ihrer Regierungs־ und Verwaltungsstellen schlechtweg zu leugnen, fanden sie nicht nur bei nichtjüdischen Vertretern, sondern — und das ist bezeichnend — auch bei jüdisehen Vertretern ihrer eigenen Richtung aus andern Ländem wenig Anerkennung. Dabei gewann man — auch das muß der objektive Beurteiler feststellen — durchaus den Eindruck, daß sie gutgläubig waren und ehrlich an cfie Dinge glauben, die sie unter wachsendem Befremden des weitaus größten Teiles der Konferenzteilnehmer vortragen. Besonders interessant war die nichtjüdische ״völkische“ Gruppe, die Deutschland und Deutsch-Oesterreich — neben einem durch seinen Bekennermut besonders sympathisch wirkenden Sozialisten — als Vertreter geschickt hatten. Auch hier keine einheitliche Auffassung des ״völkischen“ Gedankens. Einzelne machten aus der Ablehnung gewisser Gedankengänge, die ihr Referent, Dr. Wilhelm Stapel, der Herausgeber der Zeitschrift ״Deutsches Volkstum“, vorgetragen hatte, keinen Hehl. Sehr viel ehrliches Ringen war bei ihnen festzustellen, aber oft auch eine überraschende Unkenntnis der Tat- Sachen, so daß Fehldiagnosen unvermeidlich waren. Um nur ein Beispiel zu nennen: Natürlich gingen sie davon aus, daß Kurt Eisner ein erst kürzlich eingewanderter ״Galizianer“ sei und wollten nicht daran glauben, daß er 1867 in Berlin geboren und schon zur Zeit der Sederabend 1. Die Tel-Awiwer Straßen sind ganz menschenleer und still. Aber aus allen Häusern dringt Lichterschein, aus allen das gleiche Rezitativ, die gleichen Lieder. Nur äußerlich gibt es einige Variationen: hinter den Fenstern in der Villa des amerikanischen Kaufmannes sitzt man an langer, von Kristall, Silber und Blumen leuchtender Tafel in Smokings und dekolletierten Kleidern. Im Mietshause drängen sich die Kinder der Familie um den Großvater, der mit seinen weißen Schläfenlocken und dem langen Rock königlich zwischen den weißen, gestickten Kissen seines Sessels lehnt; und in der geflickten Baracke am Strand, am gescheuerten Brettertisch sitzen ein paar junge Leute, die Frauen mit ihren Kindern im Arm, und trinken den Peßachwein aus henkellosen Tassen. Ueberall singen sie die gleichen uralten Lieder, von denen einige, wie das ״Ki le׳ Ölam Chasdo“ und das ״Achat ani jodea“ ganz neue, in Palästina erstandene Nigunim erhalten haben, ueberall sind sie absorbiert von den naiv erscheinenden Unverständlichkeiten der Hagadah, einige gläubiger, andere skeptischer, aber alle erschüttert von dem, was für sie die Klimax ist: Nächstes Jahr in dem wiedererstandenen Jerusalem. Um die zehnte Stunde, nachdem allenthalben der letzte Becher Wein ausgetrunken ist, beginnen die einsamen Straßen sich zu beleben; zwei, drei Stunden lang hat man am Familientisch gesessen, hat sich vom schweren, süßen Wein ein klein wenig den Sinn benebeln lassen und sich Jahrtausende alt gefühlt; nun zieht es sie hinaus in die kühle Frühüngsnacht. Draußen donnert die Brandung an den Strand, draußen ist ein berückender Duft von blühenden Orangen, der sich wie süßes Gift in die Nerven schleicht. Man ist trunken vom Wein, trunken vom Duft, trunken von der Früh- Hngsluft und von dem Traum vom wiedererstandenen Jerusalem, Auf den freien Plätzen der Stadt haben sich große Kreise gebildet: hier ist die Trunkenheit zum Taumel geworden. Auf einem Platz haben sich Burschen und Mädchen zum Kreise vereinigt und tanzen singend und stampfend die Horra. Immer schneller wird der Wirbel, immer erregter das Stampfen, bis in atemlosem Keuchen der Kreis zerbricht, in sich zusamraensinkt. Monarchie wegen seiner politischen Ueberzeugung Gefängnisstrafen auf sich genommen hatte. Auch über nüchterne statistische Angaben und ihre Auswertung konnte mar, sich init ihnen noch nicht einigen. Wenn z. B. die Zahl der Juden In einem Lande nur 0,9 der Bevölkerung ausmachte, gleichwohl aber die Zahl der jüdischen Studenten an den Hochschulen 4,5 betrug, so sahen sie nur die Relation dieser beiden Zahlen, nicht aber die Relation von 4,5 zu 100. Erfreulich war auch hier, in welchem Grade während des Fortschreitens der Konferenz die Aussprache außerhalb des Sitzungssaales zur Klärung beitrug. Oft saß man, wie schon erwähnt, bis nach Mitternacht zusammen, und wenn man auseinanderging, dann sah das Bild des bisherigen ״Feindes“ doch merkwürdig anders aus. Und in fortschreitendem Maße kamen wohl alle zu der gleichen Ueberzeugung: Gegenseitiges Kennenlernen und offene Aussprache zwischen Juden und Nichtjuden in allen Ländern ist die erste Voraussetzung eines jeden Lösungsversuche.?. Unbedingt abzulehnen jedoch sind jede Art von Gewalt und Diffamierung des Gegners. Abzulehnen also auch die bisherige Methode des ״Juda verrecke“! Daß in der Verurteilung solcher Methoden sämtliche Konferenzteilnehmer einig waren, scheint mir ein nicht zu unterschätzender Erfolg zu sein. * Eine schüchterne Anmerkung zum Schluß: Daß dieses gegenseitige Sichkennenlernen, diese offene Ausspräche zwischen Nichtjuden und Juden notwendig ist, das wird allmählich immer mehr zur communis opinio. Aber wie steht es denn damit bei uns Juden selbst? Sollte nicht vielleicht auch hier — und vor allem bei der Ausein־ andersetrang zwischen nichtzionistischem und zionistischem Judentum — dieser Weg endlich beschritten werden können? Wo bleibt die immer wieder geforderte permanente Tribüne für eine solche Aussprache? Da sie immer noch fehlt, fürchte ich fast, wir werden eher zur Verständigung mit unseren christlichen als mit unseren jüdischen Gegnern kommen. Und nicht zuletzt darin sehe ich das tragische Moment der gegenwärtigen Situation des deutschen Judentums. Oer Schlug der Konferenz (Siehe Bericht in der vorigen Nummer.) N y 0 n, 19. April. (J. T. A.) Der 5. Tag der Internationalen Studentenkonferenz über Antisemitismus war der Fortsetzung der Länderberichte und der Besprechung der Lage der jüdischen Studenten an den Universitäten verschiedener Länder gewidmet. Herr Max Lezer berichtete über die Lage in Holland, die jüdischen Studentenvertreter aus England, Marc Teofil und L Stole, sowie der nichtjüdische englische Studentenvertreter Edwin Barker berichteten über die Lage in England. In Holland wie in England ist von Antisemitismus an den Universitäten wie im öffentlichen Leben fast nichts zu spüren. In gewissen seltenen Vorkommnissen kann man vielleicht Symptome eines gesellschaftlichen Antisemitismus sehen. Dr. Kotschnig (Amerika) berichtete über seine Beobachtungen in den Vereinigten Staaten, wo von Zeit zu Zeit antisemitische Tendenzen stärker in die Erscheinung treten. Seine Ausführungen wurden durch die amerikanischjüdische Studentin Teresa Goell ergänzt Der Vertreter der jüdischen Studentenschaft in Frankreich, Handelsman, gab der Genugtuung und Dankbarkeit über die gute Behandlung der eingewanderten jüdischen Studenten durch die Behörden in Frankreich Ausdruck. Weit ausführlicher wurde die Lage in Polen besprochen. An der Debatte beteiligten sich von jüdischer Seite Dr. Baumkoller, Dr. Brecher, L. Hanna und Handelsman. Alle diese Redner unterstrichen, daß die jüdischen Studenten in Polen keineswegs die volle Gleichberechtigung genießen und daß sie gegenüber ihren polnischen Kollegen zurückgesetzt werden. Den polnischen Standpunkt vertraten Professor Deryng und der Vertreter der polnischen Studentenschaft, Wroczynsku Sie wiesen auf die ökonomischenSchwierigkeiten, die in Polen bestehen, sowie auf die Ueberproduktion an jüdischer Intelligenz hin. Auf einem anderen Platze tanzt hüpfend inmitten eines Kreises von Schulbuben ein Halbwüchsiger, bläst auf einer Mundharmonika: immer die gleiche kleine, aufreizende Melodie. Um ihn in zwei eng verschlungenen Reihen die Knaben. Die schlanken Körper recken sich wie die von Saft geschwellten jungen Orangenbäumchen. Sie tanzen um den Harmonikaspieler die ״Tscherkessia“, neigen sich, beugen sich, gleiten vorbei wie eine Vogelschar im Fluge. Die Knabenreihe biegt sich wie eine Degenklinge und schnellt jäh zurück. Ein paar Mädchen springen in die Reihe, aber nach einigen Minuten fallen sie ab von diesem Knabentanz, den eine stumme, fast bittere Leidenschaft treibt. Der Flügelmann, ein hoher schlanker Knabe, schwenkt unablässig ein weißes Tuch — wie ein Notsignal oder eine Siegesfahne, oder wie eine flatternde Taube. Ausgesandt von wem? von dem jungen Blut, das in der duftgeschwängerten Frühüngsnacht sich selbst erlösen will? von dem jungen Geist, der in der uralten Peßachnacht Jerusalem erlösen will? II. In der Speisebaracke der Kwuzah haben sie die getünchten Bretterwände mit allen Früchten ihrer Felder geschmückt wie eine Laube; ein Früchteopfer dargebracht dem Geist des Volkes, ln sauber gewaschenen Hemden, mit ordentlieh geflochtenem Haar versammelt man sich an dem langen Brettertisch. Den edlen Wein hat du reicher Gast mitgebracht Die Mazzoth werden reichen, wenn man nicht allzu viel ißt Ein Ehrengast übernimmt das Amt des Vorbeters, und alle die braunen Burschen und Mädchen folgen den naiv erscheinenden Unverständlichkeiten der Hagadah. Dann steht einer auf, einer, der seit Jahren hier Pferdeknecht, Kutscher und Viehwärter Ist, und beginnt zu erklären. Mit gründlichem historischen, philosophischen und sprachlichen Wissen beginnt er, die Hagadah auszulegen, und das, was Hunderttausenden unverständlich blieb, wird hier in der Arbeiterbaracke voller Sinn, voller Leben, voller Unsterblichkeit. Tiefe, ungeahnte Zusammenhänge werden klar, Brücken werden sichtbar zwischen den in der Nacht aus Mizrajim Fliehenden und denen, die aus allen Lindern der Welt hierher kamen, zwischen dem zerstörten und dem langsam, langsam wiedererstehenden Jerusalem, Im Verlauf der Debatte über die Lage in Amerika führte Schmadel (Deutschland) als Antwort auf die Bemerkung von Gelber (Kanada), die Deutschen hätten nicht das moralische Recht, an die öffentliche Meinung Amerikas ira Namen hoher Prinzipien zu appellieren, da sie selbst diese Prinzipien in ihren Beziehungen zu den Juden verletzen, u. a. aus: In Amerika werden die Neger unbarmherzig verfolgt. Ein Land aber, das seine eigene Rassenfrage und seinen Rassenkampf hat, hat nicht das moralische Recht, sich darüber aufzuhalten, daß ein solcher Kampf auch in anderen Ländern geführt wird. Schmadel betonte, er wolle keineswegs die Juden mit den Negern vergleichen, für ihn sei es nur wichtig, darauf hinzuweisen,sdaß auch in einem so demokratisch regierten Lande wie Amerika Rassengegensätze möglich sind. Die RicMinien Die Konferenz ist am 18. April, abends, zu Ende gegangen. Die Leitung der Konferenz hat den Teilnehmern einige Rieht• I i n i e n unterbreitet, die das Gemeinsame, das sich aus den Diskussionen ergab, präzisieren. Diese Richtlinien wurden in einem Resümee zusammengefaflt und von der Konferenz angenommen. Sie lauten: Die Konferenz stellt fest: Oer Lehrersfrelk In Palästina beendet Vor [einen sei ״r Ausset hat, in zionist und K Deuts« Di zionist Durch Es bestehen beute an einer Anzahl von Hochschulen starke Spannungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Sfudenten. Eine oberflächliche Betrachtung lediglich ihrer äußeren Erscheinungsformen ohne ernsthafte Berücksichtigung der zugrundeliegenden tiefen Ursachen wird den Tatsachen nicht gerecht. Die für jeden LOsungsversuch notwendige klare Er- Kenntnis kann in jedem Lande nur auf dem Wege offener Erörterung in akademischen Formen gewonnen werden. Auf beiden Seiten sind Gewalt und beleidigende Herabsetzung des Gegners als Mittel der Auseinandersetzung unbedingt abzulehnen. Die Konferenz beauftragt das Sekretariat des Weltstu• dentenwerks, einen Bericht über den Konferenz verlauf ln deutscher, englischer und französischer Sprache ln der ihm passend erscheinenden Form zu veröffentlichen. Die Konferenz drückt ferner den Wunsch aus, daß Herr Parkes, der Leiter des Kulturdepartements des Weltstudentenwerks und Verfasser des Buches ״Der Jude und sein Nachbar“, ein zweites Buch abfassen möge, in welchem die aktuellen Probleme des jüdischen Studenten und besonders des studentischen Antisemitismus genauer umrissen sein sollen. Die Konferenz drückt den Wunsch aus, daß das Wettstudentenwerk in etwa zwei oder drei Jahren die Einberufung einer dritten Konferenz in Betracht ziehen möge, die die vor zwei Jahren in BlervÜle eingeleitete und jetzt in Nyon fortgesetzte Arbeit weiterführen soll. Das von Parkes zu veröffentlichende neue Buch soll den geistigen Boden für die dritte Konferenz schaffen. Zugleich solle das Studentenwerk Materlalien Uber die Lage der jüdischen Studentenschaft an den Universitäten sammeln und die Wirkungen der Konferenz von Nyon auf die Lage der einzelnen Länder beobachten. Die Konferenz erwartet, daß in den einzelnen Ländern selbst die Ausspräche zwischen den jüdischen und den nichtjüdlschea Studienten fortgesetzt werden wird. Die Konferenz setzte einen Ausschuß, bestehend aus drei Juden und drei Nichtiuden, ein, dessen Aufgabe es sein soll, mit dem Sekretariat des Weltstudentenwerks in dien die Judenfrage berührenden Angelegenheiten zusammenzuarbeiten. Dem Ausschuß gehören von jüdischer Sette Ministerialdirektor Dr. Hermann Badt,A. Teich und ein noch nicht nominierter der assimilatorischen Richtung angehörender ungarisch-jüdischer Student an. Die nichtjüdische Vertretung wir# sich aus einem Deutschen, einem Polen und einem Rumänen zusammensetzen. Die Konferenzleitung erkannte an, daß ungeachtet der zutage getretenen scharten weltanschaulichen Gegensätze die gesamte Konferenz in ehern Geiste der Verständigungsbereitschaft geführt worden ist. Die nichtjildisehen Studentenvertreter haben die Bezeichnung ״Antisemit“ scharf von steh gewiesen und erklärt, ihr Kampf sei ein geistiger und habe den Zweck, ihre völkische Kultur rein zu erhalten, er habe mit Radauantisentitismus, den sie verurteilen, nichts zu tun. Jerusalem, 20. April. (J.T.A.) Nach einwöchiger Dauer wurde der palästinensische Lehrerstreik beendet. Die Lehrerschaft hat auf Grund eines Versprechens des Waad Letimi, die Forderungen der Lehrer In dem hm gerecht erscheinenden Ausmaße vor der Jewish Agency zu vertreten, der Uebernahme der Vermittlung zwischen Jewish Agency und Lehrerschaft durch den Waad Leumi zugestimmt. Alle von der Jewish Agency erhaltenen Schulen ln Palästina wurden am Sonntag, dem 19. April, wieder eröffnet. Es \ ן bliebe, sind an persönlii jedoch ä Heranzi« lästina k | fische P I warm t aus, er ן Zioniste; Beteilig! schwere gratuliei schußloi Es fange fc Investm gelegt י sischen Co.“ ex zu erha schiede! wandte! durch 1 gefloss« geben Zionisir M ö g 1 Ma desvors Hochkc schnell« noch n Platze nicht, s Die Kr Aktuali der jür die frü Kinder heute weite Tr Krise unter < oder £ lassen, in Pali betrieb dem S; tals, s Exis nicht 1 sparm! mit T helfen, In Einzell einzug sein, ' Zinssä Rente Z gamsa bunge Land tlick Kacha hatte Beruf scher III. In Jerusalem sind die abendlichen Straßen ein wenig stiller als gewöhnlich, aber sonst geht hier alles seinen gewohnten Gang: Araber in hohen Tarbuschen sitzen mit ihren Wasserpfeifen in den Cafds; englische Posten patrouillieren; Mönche in langen Gewändern gehen in plaudernden Gruppen in der kühlen Abendluft spazieren. Die Hauptstraßen sind weder heller noch festlicher als sonst. Nur in den jüdischen Vierteln, wo man seit Wochen geputzt und gefegt und gekalkt hat, dringt Gesang und lichterscnein auf die Straße, hier ist jedes Haus ein Festhaus. Noch später am Abend, als es Schlafenszeit geworden ist, sind auch die Hauptstraßen einsam und dunkel. Aber auf einmal tönt es durch die Nacht: ein paar Mädchenstimmen trällern ״Chad gadja, chad gadja״ und verklingen im Weiterschreiten. Eine weile Stille, dann kommt ein ganzer Chor von jungen Männer- und Frauenstimmen näher, formt sich immer deutlicher zum ״Chad gadja“, wird leiser, verhallt. Und wieder nach einer Weile ein leises Brummen wie von bärtigen alten Männern; auch sie singen leise vor sich M Robinson“ im Ghetto Zum 200. Todestag Daniel Defoes am 26. April. Von S. Meis eis. Auf dem Gebiete der Erzählungskunst nimmt das englische Schrifttum innerhalb der Weltliteratur eine Sonderstellung ein. Nur in der englischen Literatur gibt es Geschichtenbücher und Romane, die hinsichtlich des Erfolges sozusagen einen Weltrekord aufzuweisen haben. Der ״Robinson“, zum Beispiel, ist im wahrsten Wortsinn ein Weltbuch geworden. Die Ueber- Setzungen, Bearbeitungen, Umdichtungen, Nachbildungen, einschließlich der zahllosen Robinsonaden, die auf Grand dieses Buches entstanden sind, würden zusammen eine stattliche Bibliocm sc burgi! scher, son u bilde! Lebet binso: vielen ,,Roh: a. M, cs de cs ül mass< nicht, blieb hin: ״Chad gadja, chad gadja“. Schwer stampft es am Fenster vorbd, dann verhallen aie Stimmen. Still wird es wieder in den Straßen. Jerusalem schläft, ermüdet vom Wein, vom Frühling, von der unsterblichen Hoffnung. Helene Hanna Thon. \ son“ schie! die A den Jugei maßt Oste! sehr fast j verfa Das mein der irger gend selte: leset Ohet leset Jnge