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Jüdische Rundschau · 1931-04-17 · Heft 29 (17.4.1931) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 29 (17.4.1931)
Date
1931-04-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite ISO JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 89, 17. IV.!931 stellen, kann die Verständigung mit den Arabern nicht sein. Ja, sie ist durch die ungenützt verstrichene Zeit nicht leichter geworden. Weizmann hat keine maßgebenden Araber gesprochen. Aber er hatte manche Gelegenheit, um die jüdischen Kreise, die es noch nicht einsehen wollen, darüber zu belehren, daß der künftige Plan eines großzügigen, für neue Siedler und neue Einwanderer Platz schaffenden Aufbaus nur bei Mitwirkung aller drei beteihgten Faktoren, also Engländer, Juden und Araber, gelingen kann. Diese Sache ist keine nur zwischen Eng-!and und der Jewish Agency kontroverse Angelegenheit, sondern die im Lande wohnenden Araber glauben gleichfalls über jenes Stadium, wo über ein Volk ohne seine Mitwirkung beschlossen wird, hinaus zu sein. Weizmann scheint gewußt zu haben, daß auch die englische Regierang diesen Standpunkt einnimmt; und die Verschiebung der neuen, den Landentwicklungsplan betreffenden, Londoncr Verhandlungen, so bedauerlich sie ist, beweist nur, daß die Regierung offenbar den Versuch noch nicht aufgegeben hat, Vertreter der beiden Völker wenigstens in dieser entscheidenden wirtschaftlichen Frage des Landentwicklungsplanes an einen Tisch zu bringen. Ob dies zustande kommt oder nicht, jedenfalls wird nach Weizmanns Aeußerungen die Jewish Agency die Verhandlungen so führen, daß der Platz für die Vertreter der Araber stets offen bleibt. Auch in der Frage der konstitutionellen Aenderungen, in der die Jewish Agency bisher einen scharf ablehnenden Standpunkt eingenommen hat, ließ Weizmann durchblicken, daß nach seiner Ansicht die Angelegenheit ״nicht mehr lange wird aufgeschoben werden können“. Vielleicht geben Weizmanns Aeußerungen Anregung zum Weiterdenken, so daß seine Reise später gewisse Früchte tragen könnte. Denn die psychologische Um* Stellung des Zionismus ist keine leichte Operation, und Weizmann hat kaum einen Zweifel daran gelassen, daß er eine jüdisch-arabische Verständigung heute für das politische Hauptproblem des Zionismus und gleichzeitig für eine Vorbedingung eines Weiterkommens auch gegenüber England hält. Denn unsere politischen Verhandlungen mit England werden stets zu einem toten Punkt kommen, so* lange das arabische Problem nicht befriedigend gelöst ist. Diese Erkenntnis hätte freilich schon längst aus den Erfahrungen der letzten zehn Jahre gezogen werden müssen, und vielleicht wäre man dann in der Verwirklichung des Zionismus weitergekommen, als man heute ist. * Aber nicht nur die Politik, auch das Leben im Lande selbst erfordert ein schnelles Handeln. Wir stehen unter dem furchtbaren Eindruck der Bluttat von Jadschur, wo drei eben erst ins Land gekommene Chaluzim, fast noch Kinder, als unschuldige Opfer der im Lande herrschenden Spannung gefallen sind. Denn obwohl die Mörder nicht gefunden wurden und nichts näheres über sie bekannt ist, so besteht doch Grund für die Annahme, daß -־ wenn man nicht an schrecklichen Zufall oder Irrtum glauben will — es sich um einen politisch motivierten Terrorakt handelt. Ein Raubmord liegt nicht vor, und die drei jungen Menschen haben niemandem etwas zuleide getan. Die Schüsse gegen sie sollten offenbar keinen anderen Zweck haben als der Welt zu zeigen, daß im Lande kein Friede herrscht. Die Polizei scheint diesmal zwar mit Energie ans Werk gegangen zu sein, konnte aber anscheinend bis* her die Mörder nicht entdecken, die vielleicht schon nach Transjordanien entkommen sind. Mit Recht erhebt das palästinensische Judentum — und mit ihm die Juden aller Länder — die Forderung, daß die Regierung alle Mittel aufbietet, um die Täter zu fassen. Aber indem wir mit Schmerz und Teilnahme an diesem Grabe stehen, werden wir inne, wie weit die Verhältnisse heute in Palästina gc* diehen sind, und die Frage des Gewissens ist nicht zu unterdrücken, ob in einer solchen Atmosphäre das Jüdische Nationalhelm sich entwickeln kann. Selbst wenn durch die verstärkte Garnison, durch die Polizei, durch jüdischen Selbstschutz und drakonische Repressalien Ge* walttaten verhindert werden, ergeben sich schwere Be* sorgnisse für die Zukunft. Und sogar wenn sich erweisen sollte, daß wirklich, wie die J.T.A. heute meldet, ein Irrtum vorliegt, so zeigt doch die Tatsache, daß das ganze jüdische Palästina zuerst an einen arabischen Terrorakt glaubte, wie man im Lande selbst die Stimmung beurteilt. Es muß also alles daran gesetzt werden, diese Atmo- Sphäre zu ändern. Es ist schwer, aber der Zionis* mus ist vor Schwierigkeiten noch nie zurückgeschreckt, und gerade diese ist vielleicht eher mit den Machtmitteln des jüdischen Volkes, die vor allem die einer uralten Geistes* und Seelenkultur sind, zu beheben als manche andere. Man muß nur ernsthaft alles daran setzen wollen. Ist es doch d i e Lebensfrage unseres Nationalheims, in das soviel Kraft, Liebe, Energie, Blut und Schweiß versenkt worden sind. * Weizmann hat während der 14 Tage seines Aufent- Haltes ein erstaunlich großes Programm von Veranstaltungen, Konferenzen, Besuchen und Besprechungen bewältigt. Nicht immer ging es um Fragen der Politik, immer mehr und mehr schieben sich heute wieder die Fragen der Wirtschaftsnot und der Finanzen in den Vordergrund. Nach der letzten A.-C.־Sitzung schien es, als ob sich die Lage etwas gebessert hätte. Die Spende des Barons gestattete eine Atempause und die Nachrichten aus Amerika lauteten zuerst verheißungsvoll. Man hat aber den Eindruck, daß die Kampagne in Amerika nicht einmal die erhofften bescheidenen Ergebnisse gehabt hat. Die Jewish Agency ist wieder in katastrophaler finanzieller Bedrängnis. Sie ist nicht imstande, rückständige Gehäl* ter zu bezahlen und wieder, wie schon häufig in verlange» nen Jahren, droht nach Peßach ein Streik der Lehrer. Es wäre ungerecht, den Lehrern einen Vorwurf zu machen. Diese Menschen, die als hebräische Kulturpioniere soviel Komplimente ernten, leben seit Jahren in dürftigsten Verhältnissen, und wenn die Gehälter mehrere Monate rückständig sind, ist es überaus schwer, die Arbeit fortzu* setzen. Hinzu kommt noch der Umstand, daß jetzt die ohnedies geringen Gehälter noch gekürzt werden sollen. Es ist nur menschlich, wenn sich dagegen Widerstand geltend macht. Nicht die Lehrer sollen also getadelt werden, aber das ganze System der Budget- und Finanzpolitik der Jewish Agency ist seit Jahren dringend reformbedürftig. Selbst wenn es gelingen sollte, die Gelder zur Deckung der Gehälter notdürftig zusammenzukratzen, erhebt sich noch die viel größere Frage, was aus dem eigentlichen Hauptzweck der ganzen zionistischen Bemühungen, nämlich Kolonisation, Ansiedlung und Einwanderung, werden soll. Vor fünf Jahren wurde bereits an dieser Stelle auf die drohende Stagnation hingewiesen. Schon damals ergab sich aus den Tatsachen die gebieterische Forderung eines Umbaus des Budgets und einer Reform der Verwaltung, einer Anpassung der Gesamtarbeit an die wirklichen materiellen Kräfte der Jewish Agency. Ein Vorwärtsschreiten wäre nur möglich gewesen, wenn man sich zunächst strenge Be- Schränkungen auferlegt hätte, uni die gesamte Arbeit in geordnete Bahnen zu lenken. Heute ist beinahe zu fürchten, daß es dazu schon zu spät ist. Ein Versagen der Jewish Agency in finanzieller Beziehung hätte aber auch schwere politische Folgen, da die Jewish Agency gewisse staatsähnliche Aufgaben im übertragenden Wirkungskreis zu erfüllen hat, über deren Durchführung die Regierung wacht. Es handelt sich hier vor allem um Aufrechterhaltung des Schulwesens und Gesundheitswesens und um die Verpflichtungen, die die Jewish Agency bei Ausstellung von Eimvanderungszertifikaten für die materielle Existenz der zur Klasse der Arbeitnehmer gehörigen Einwanderer für den Fall ihrer Arbeitslosigkeit übernimmt. Man rechnet heute durchschnittlich bereits 3000 Arbeitslose, und es kann sich jeden Tag die Frage erheben, wer für die materielle Erhaltung dieser Menschen aufzukommen hat. Hier drohen also ernste Gefahren, die von der zionistischen Öffentlichkeit nicht unbeachtet bleiben dürfen. Die Bewegung muß alle Anstrengungen machen, um diese Gefahren abzuwenden und wenigstens die Deckung eines Not-Budgets bis zum Kongreß zu sichern. Der Kongreß aber, der Inzwischen endgültig für den 29. Juni einberufen wurde, wird nicht wieder in den Fehler aller vorausgehenden Kongresse verfallen dürfen, ein Budget, dessen Deckung zweifelhaft ist, auf dem Papier zu beschließen. Er wird vielmehr die Frage weitgehender Reformen mit allem Ernst prüfen müssen. In der zionistischen Diskussion des Tages, die diesen Kongreß vorbereiten soll, trifft man freilich .nicht viel Verständnis für das wahre Wesen de!* Dinge, die heute auf dem Spiele stehen. Es ist zu befürchten, daß der Wahlkampf mit allen iedem WahlkamDf anhaftenden Begleiterscheinungen die Dinge eher verdunkeln als klären wird. Aber es wird ein Prüfstein für die Reife der Bewegung sein, ob sie sich über den inneren Parteistreit erheben und in einer Lage, die besonders durch die Wirtschaftskrise in Amerika kritisch zu werden droht, klare Maßnahmen zu treffen vermag. Wir treten vor den Kongreß mit einem sehr großen Material an Erfahrungen auf allen Gebieten. Die Grundfragen des Zionismus sind von neuem aufgerollt. Statt dem Ressentiment freien Lauf zu gewähren, statt sich mit Resolutionen und Protesten zu begnügen, muß der Kongreß die Kraft zu einer konstruktiven Antwort finden. Wir bedürfen einer Reform der Politik, der Wirtschaft, des Finanzsystems und in einer gewissen Hinsicht auch der Ideologie des Zionismus. Nur eine gründliche Vorbereitung, zu der noch knapne zwei Monate gegeben sind, vermag zu verhüten, daß dieser schicksalsschwere Kongreß ergebnislos verläuft und der Zionismus statt zum Gestalter seiner eigenen künftigen Geschicke zu einem Spielball des Zufalls und der widrigen Gewalten wird. Durch kühne Entschlüsse auf nordischem und wirtschaftlichem Gebiet, die von der Weisheit der Selbstbeschränkung im Interesse der Sache inspiriert sind, kann der Weg freigemacht werden zu jener Epoche ruhiger Aufbau-Arbeit und stetigen Fortschrittes, von der Dr. Weizmann in seinen zionistisch durchglühten Reden in Palästina gesprochen hat. Konorei-scheKei-iiiiien Kongreß: 29. Juni, Basel. Wahlen: In Deutschland voraussichtlich 3!. Mai. Schekel: Schlußtermin zur Berechnung der Mandate 4. Mal. Schekalim, die bis zu diesem Tage nicht eingegangen sind, werden keinesfalls mehr für die Mandatszahl angerechnet Die Schekelsammlung muß an allen Orten unverzüglich auf alle diejenigen erstreckt werden, die bisher noch nicht erfaßt worden sind! Wahlorte sind nur die Städte, die für das Jahr 569t min». Bestens fünf Schekel von wahlberechtigten Zionisten abgeliefert haben! Die neue Scbekelarbeit muß sofort mit dem Endziel begönnen werden, ein zehntes Kongreß-Mandat zu sichern! Arbeitet für den Erfolg des Schekels! Dis UMM'Scftste-Kommission S01* Zionisiiscnen uspeinigung für Dsu 8cn!and Lehrerstreik in Palästina? Die Schulen nach Pefjach nicht eröffnet Jerusalem, 13. April. (J.T.A.) Die für den 12. April angesetzte Wiedereröffnung der hebräischen Schulen In Pa• lästfna nach den Peßachferlen konnte Infolge der Welge rung des hebräischen Lehrer verbandet, die Verhandlungen über Gehaltsreduzierungen fortzusetzen, nicht stattfinden. Der Lehrerverband fordert, daß die Frage der Gehaltsreduktion durch ein Schiedsrichterliebes Verfahren geregelt werde. Die Exekutive der Jewish Agency hat diese Forderung mit dem Hinweis darauf, daß die Reduzierungen der Lehrergehälter in den Rahmen der allgemeinen Gehaltsreduktionen fallen, abgelehnt und erklärt, daß sie Vorschläge auf ein schiedsgerichtliches Verfahren bei gleichzeitiger Streikandrohung nicht akzeptieren könne. Die Lehrer haben am Sonntag vormittag das Anerbieten des Waad LeumI, für den Fall, daß die Schulen wieder eröffnet werden, zwischen den beiden Parteien zu vermitteln, zurückgewiesen. Sonntag, den 12. April, abends, fand eine Sitzung des Waad Leumi, statt, um zu dem drohenden Streik, der sich auf 258 Schulen und Kindergärten mit S97 Lehrern und 22!3,1 Schülern erstrecken würde, Stellung zu nehmen. An der Sitzung nahmen auch die Mitglieder der Palästina-Exekutive der Jewish Agency, Colonel Kisch und Dt. Werner Senator, teil. Der hebräische Lehrerverband gibt bekannt, daß die Lehrer seit Dezember kein Gehalt erhalten haben, und daß die Palästina-Exekutive dem Pensionsfonds der Lehrerschaft 5000 Pfund schuldet. Der Lehrerverband lehnt eine Intervention des Waad Leumi ohne eine beide Seiten bindende Entscheidung ab. Die Exekutive der Jewish Agency erklärt, daß die auf der letzten Aktions-Comitd-Sitzung eingesetzte Ersparungskommission die Herab- Setzung der Lehrergehälter um durchschnittlich 16 0/0 beantragt, daß aber die Exekutive mit Rücksicht darauf, daß im Jahre 1924 eine 10״/oige Kürzung der Gehälter erfolgte, bloß die Durchführung einer 60/oigen Gehaltsreduktion bcschlossen habe. Der Waad Hachinuch richtet an die Lehrer den Appell, die Streikdrohung zurückzuziehen, und hat Frau Persitz zur Unterhändlerin bestimmt. Dr. Werner Senator hat sich namens der Exekutive bereit erklärt, die Verhandlungen mit dem Lehrerverband zu führen, unter der Voraus- Setzung, daß die Lehrer den Streik einsteilen und anerkennen, daß die für alle Beamte der Jewish Agency vorgesehene Gehaltsreduktion auch bei ihnen in Anwendung gebracht werde. Die Sitzung des Waad Leumi am Sonntag dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Das Präsidium des Waad Leumi setzt seine Vermittlungsaktion fort. Das Erziehungsdepartment der Jewish Agency erwartet, daß in einigen Tagen die Wiedereröffnung der Schulen möglich sein werde. Mayer Dizengoff Die Feier des 70. Geburtstages des Bürgermeisters von Tel- Awiw gestaltete sich zu einem Volksfest, an dem alle Kreise und Schichten der Bevölkerung teilnahmen. Und mit Recht. Denn Dizengoff ist einer der Erbauer des modernen Palästina Eines der stärksten Bollwerke des palästinensischen Judentums, die Stadt Tel-Awiw, verdankt ihm ihr Dasein und ihre fast beispiellose Entwicklung. Dizengoff wurde 1861 in einem beßarabischen Dorf geboren und nahm in seiner Jugend Anteil an der sozialistischen Bewegung, so daß er unter dem zaristischen Regime mit einer Gefängnisstrafe von acht Monaten belegt wurde. Während der Verbüßung der Haft las er viele Bücher über die Judenfrage und wurde zu einem Anhänger der Cliowewe-Zion-Bewegung. In Kischinew gründete er dann den ersten chowewe-zionistischen Verein, suchte persönliche Füblung mit Dr. Pinsker und anderen Führern, und seit dieser Zeit ist er ein aktiver Führer der Bewegung geworden. Schon 1891 kam er auf Veranlassung des Baron Rothschild nach Palästina, der ihm die Leitung der Glasfabrik in Tantura übertrug. Die Herstellung von Flaschen konnte aber wegen der Konkurrenz des zu billigen Importes nicht aufrecht erhalten werden und so kehrte Dizengoff nach vier Jahren nach Odessa zurück, das er nach den Pogromen des Jahres 1905 verließ, um sich in Jaffa niederzulassen. Er trat an die Spitze der Landkauf-Kompagnie Geula, die zahlreiche Ländereien in der judäischen Pflanzungszone erwarb. 1908 begann er mit den Vorarbeiten zur Gründung von Tel-Awiw, dessen Bürgermeister er seit jener Zeit geblieben ist, mit Ausnahme des kurzen Zwischenspieles des Jahres 1927/28. Während des Krieges wurde Dizengoff von Dschemal Pascha verbannt und kehrte erst nach dem Kriege wieder, zurück. Dizengoff gehörte auch stets dem Waad Leumi an, während er an der Tätigkeit der Zionistischen Organisation verhältnismäßig geringen aktiven Anteil nahm. Seine Arbeit und seine Zeit gehörte seinem Lebenswerk, der Stadt Tel-Awiw. Dizengoff hat sich auch persönlich große Beliebtheit erworben, und er hat es verstanden, gegenüber den in immer größerer Zahl hereinströmenden fremden Besuchern und Gästen die erste jüdische Stadt der Welt in würdiger und angenehmer Weise zu repräsentieren. Zahlreiche Reisebücher verschiedenster Autoren aller Kultursprachen aus den letzten zehn Jahren erwähnen voll Respekt die Begegnung mit Dizengoff und beschreiben seine Leistungen in Tel-Awiw. Seine Vielseitigkeit ermöglichte ihm, für alle Seiten des städtischen Lebens Verständnis zu haben. Er förderte Industrie und Handel, war ein Anreger vieler Unternehmungen, zugleich steht er an der Spitze mehrerer kultureller Institutionen wie des Achad Haam- Hauses. Seine letzte Tat war die Gründung des Museums in Tel-Awiw, in welchem er vor kurzem die erste Künste»• Steilung eröffnen konnte, über die auch in der ״Jüdischen Rundschau“ berichtet war. Sämtliche palästinensischen Zeitungen widmen Dizengoff zu seinem Geburtstag eine Reihe herzlicher Begrüßungsartikel. Auch die Zionisten außerhalb Palästinas beglückwünschen diesen tatkräftigen Mann, dem der Zionismus und Palästina soviel zu danken hat. Die Welikonlereoz des Brttb Tnuopeldor Danzig, 14. April. (J• T.A.) Montag, den 13. April, wurde in Danzig die weitkonferenz des Britn Trumpeldor er* öffnet Das Mitglied der Exekutive Hoffmann erstattete den Bericht über die Tätigkeit und die Entwicklung des Weltverbandeg. Delegierter Lubarski erstattete ein Referat über die Zukunftsaufgaben des Britb Trumpeldor, in dem er die Organisation als eine Verbindung von Schule und Armee bezeichnete, deren Ziel es sei, verantwortungsbewußte Bürger des Judenstaates heranzuziehen, die jederzeit zur Ver- (cidigung ihres Landes bereit sind.

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