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Jüdische Rundschau · 1931-03-27 · Heft 24 (27.3.1931) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 24 (27.3.1931)
Date
1931-03-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 24, 27. m. 1031 JUEDISCHE RUNDSCHAU Sei« 1S3 Theater ״Die beiden Adler" (Volktb&hue) Wer das kürzlich an dieser Stelle behandelte Erinnerungsbuch Stefan Großmanns ״Ich war begeistert* kennt, der weiß, daß zu den stärksten Erlebnissen seiner Wiener Jugend die Begegnung mit dem großen Sozialisten Viktor Adler gehört, seinem politischen Lehrer und menschlichen Beistand. Die Tragik im Leben dieses Mannes, die sich offenbarte, als der Sohn des ,,Gewaltlosen“, der Fanatiker Friedrich Adler, den österreichischen Ministerpräsidenten Stürgkh im Oktober 1916 ermordete, fesselte Großmann, während er an seinem Erinnerungsbuche arbeitete und zu diesem Zwecke nochmals die zeit- ״enössischen Dokumente durchsah, so stark, daß er alles andere beiseite schob und in drei Wochen ein Drama schrieb ״Die beiden Adler“, dessen Uraufführung nach einigen geheimnisvollen parteipolitisch bedingten Verschiebungen am 23. März 111 der Volksbühne stattfand. ״Das ist der Weg, der Dramen zeitigt!“ — könnte man mit einiger Shakespeare-Veränderung ausrufen; und hätte auch allen Grund dazu, wenn — Stefan Großmann ein Dramatiker wäre. Das ist er nicht; aber ein kluger und warmer Journalist, dem manch lebendiges Bild aus Anrrt \\7in*1 rfac■ 14r11fj»n l/eizwveun'ni-A•« »«.Inn M , _ schon Papiersohlen an den Militärstiefeln gab. Der Gegenspieler des Fanatikers, Graf Stürgkh, bleibt mit Absicht ganz im Dunkeln; aber er leuchtet nicht unheimlich grell aus seinem Schweigen heraus wie etwa der stumme Juarez in Werfels Drama, sondern er schädigt durch seine Unerheblichkeit auch die Tat, um die sich alles dreht, und den jungen Täter. — Hellstes Licht damenschlich ihm nahe erscheint: im Cafe Pucher, wenn der Sohn dem Zeitungsjungen einen Pack Zeitungen mit der Nachricht von einem deutschen Siege aus der Hand schlägt und der Vater ihn beruhigt; im Parteisekretariat in einem Streitgespräch über die entgegengesetzten Methoden des Sozialismus;"im Prozcß, dessen stenographische Protokolle Großmann benutzte und wo die reine Menschlichkeit und Unerschrockenheit Viktor Adlers dramatischer wirkt als alle dramatischen Zutaten, mit denen übrigens Großmann, der Regisseur seines Stückes, erfreulich sparsam umging. Endlich in der großen Szene in der Strafanstalt Stein an der Donau, wenn Viktor Adler vor seiner Abreise nach Stockholm den Sohn für fünf Minuten besuchen darf und die beiden Männer über alles beabsichtigte Programm hinweg sich in einer stummen Umarmung finden. ״Nicht sprechen, Fritz!“ sagt der Vater. Das spricht stärker als alle Worte. Walter Frank gab ein prächtiges Bild des Vaters Viktor Adler mit seinem durchgearbeiteten Kopfe und den gütig-müden Bewegungen, während Friedrich Adler bei Ernst Busch, der im Rollen derWorte der Entrüstung zu viel tat und dadurch die Worte auch stimmlich beeinträchtigte, weniger gut aufgehoben war. Die derbkomische Charge des ״ehrlichen Mittlers“ Mendel Singer, die Wiener Lebendigkeit der jungen Genossinnen und einer betriebsamen Schauspielerin der Josefstadt — Hans Behal, Trude Rosen, Wanda Rotter — vervollständigten das bunte Bild der ״sterbenden Großstadt“. Manche Schlüsselrolle mag in Wien noch wachere Ohren treffen als hier. Aber auch hier fanden die Pointen verständnisvollen Beifall. Und die manschliehe Wirkung der stummen Schlußszene zwischen Vater und Sohn war sehr groß — und sehr jüdisch; wenn mir das Stefan Großmann, der ja bekanntlich nach dem Stefansdom heißt, auch nicht glauben mag ,. , B.H. Ist Charlie Chaplin Jude? Anläßlich des gegenwärtigen Chaplin-Rummels in Europa ist auch die Frage wieder aufgetaucht, oh Chaplin Jude ist. Man muß keine Vorliebe für diese Art von Diskussion, die so oft bei Auftreten irgendeiner Berühmtheit als jüdischer Beitrag zu dem Massenrummel hinzugefügt wird, haben, um doch zu begreifen, daß gerade in diesem Falle die Sache nicht ohne Interesse ist Denn die Meinung, daß Chaplin Jude sei, war ziemlich allgemein verbreitet. Seine Gestalten wurden geradezu als Verkörperung des jüdischen Sehlemiehls aufgefaßt, in Aussehen, Benehmen und Schicksal. Denn es ist der Typus des Weltfremden, Kindlichen, der seinen Pakt mit den feindlichen Mächten der wirklichen Welt noch nicht geschlossen hat, sondern immer wieder in naiver und ungeschickter Weise dem Glauben erliegt, daß Herzenswärme und Menschlichkeit die stärksten Mächte der menschlichen Gescllschaft sind. Chaplins Figuren in seinen Filmen zeigen die Tragik der unschuldig gekränkten und verletzten menschliehen Kreatur, die sich der mechanisch geordneten Welt nicht anpassen kann. Man empfand dies instinktiv als ein ״jüdisches“ Schicksal. Chaplin selbst hat bereits vor längerer Zeit erklärt, er sei kein Jude. In seinem Buch ״Meine Reisen“ sagt er dies ausdrücklich. Er fügt freilich hinzu, daß er überzeugt sei, irgendein Teil seines Wesens sei jüdisch. Alle großen Menschen hätten auch jüdisches Blut in sich. Im Gegensatz hierzu soll Chaplin bei seinem gegenwärtigen Berliner Besuch einem Interviewer erklärt haben: ״Ich habe nicht die geringste Verbindung mitdem Judentum. Auch meine Eltern waren keine Juden. Wenn die Juden mich trotzdem als den Ihren betrachten, so werde ich mich damit abfinden.“ In Wien jedoch hat er der ״Neuen Freien Presse“ ein Interview gegeben, worin er sagte, seine Mutter sei eine bekannte Ghetto-Schönheit gewesen, sein Vater ein ausgezeichneter Jargon-Komiker. Dort soll er auch gesagt haben, er habe die Leiden eines Volkes, das als Rasse minderwertig bezeichnet wird, kennengelernt und trete daher für die Gleichberechtigung aller Rassen ein. im ״Jüdischen Lexikon“ (Herlitz-Kirschner, Jüdischer Verlag) heißt es, daß Chaplin 1889 in London als Sohn einer Mitte des 19. Jahrhunderts in England eingewanderten Ostjudenfamilie geboren wurde, die ursprünglich den Namen Thonstein führte. Da Chaplin selbst offenbar nicht genau über seine Abstammung orientiert ist und darüber widersprechende Erklärungen abgibt (vielleicht werden ihm manche auch nur von übereifrigen Interviewern in den Mund gelegt), so wäre es am besten, diese Diskussion auf sich beruhen zu lassen. Für das jüdische Volk ist es schließlich nicht von entscheidender Wichtigkeit, ob Charlie Chaplin Jude Ist Trotzdem bleibt es jedem unbenommen, in Chaplins Gestalten etwas vom jüdischen Schicksal und jüdischer Tragik zu empfinden. Otto Abeies: Zehn Jüdinnen. Sittenbilder und Geschichten aus dem Leben jüdischer Frauen. Dr. Max Prägen Verlag, Wien 134 S. M. 3,—. Um zehn jüdische Frauen, welche der Dichter aus Chroniken, Frauenbriefen, Memoiren, aus der historischen und mündlichen Ueberlieferung, sowie aus persönlichen Begegnungen schöpferisch gestaltet, ist eine Fülle jüdischer Men* sehen versammelt. Die jüdische Märtyrergescnichte ist der blutige Hintergrund dieser Erzählungen, der warme Humor der jüdischen Anekdote durchpulst sie, und die herrliche jü- «fische lebensbejahung leuchtet aus diesen hinreißenden Schild erringen entgegen. Ortsgruppen Am Sonnabend, ., _. . ugegründeten Ortsgruppe der zweite Vortragsabend statt. Nach einem einleitenden Berieht des Herrn Hcpner über die Vertraucnsmänncrversammlung der Jüdischen Volkspartei referierte Herr Hans Rosenkranz über ״Zionistische Gemeindearbeit“. Die sehr luteressanten Ausführungen behandelten insbesondere die Aufgaben der Jüdischen Volkspartei für die künftige Periode der Gemeindearbeit. An das Referat schloß sich eine lebhafte Diskussioti an. — Am Dienstag, dem 3. März, fand im Hause des Herrn Zupan, Tegel, eine gutbesuchte Purimfeier unserer Ortsgruppe statt. Dieses wohlgelungene Fest ist von besonderer Wichtigkeit für unsere Ortsgruppe, da die persönliehe und gesellschaftliche Verbindung hierdurch gefördert worden ist. — Am 23. März hielt Herr Dr. Werner Bloch ein Referat: ״Die zionistische Situation nach dem MacDonakl- Brief“. Nach einer ausführlichen Aussprache betonte der Referent in seinem Schlußwort, daß man die politische Diskussion nicht überspitzen dürfe, sondern daß es vielmehr auf eine kemstruktive positive zionistische Arbeit —- in kleinstem Kreise begonnen — ankomme. Dresden. Nachdem der Sportverein Bar Kochba den An- Schluß an den Makkabi beschlossen hatte, war es eine Selbst- Verständlichkeit, daß die Zionistische Ortsgruppe den Sportverein Bar Kochba in jeder Beziehung unterstützen würde. Die Zionistische Ortsgruppe hatte deshalb beschlossen, den diesjährigen Purim-Ball gemeinsam mit Bar Kochba zu veranstalten und dadurch das Interesse der Ortsgruppe an dem Bar Kochba auch der Oeffentlichkeit kundzugeben. Dies brachten die Herren Dr. John Levy und Architekt Lustig Ln ihren Begrüßungsansprachen zum Ausdruck. Der Purim-Ball war eine Demonstration für den Sportverein Bar Kochba. Die Turnübungen, die da gezeigt wurden, fanden allgemeinen Beifall. Eine reichhaltige "Tombola sowie ein reichhaltiges Büfett haben zu dem Erfolg des Abends beigetragen. Den Damen und Herren, die ihre Kräfte in den Dienst unserer Sache gestellt haben, sei an dieser Stelle im Namen beider Vereine aut das herzlichste gedankt. — Am 15. März referierten im Rahmen eines Heimabends unter Leitung des Herrn Dr. Strauß die Herren Otto Lehmann und Dipl.-Ing. Grünstein über die gegenwärtige Lage des Zionismus. Beide Referenten sprachen den Wunsch aus, der Werbemonat möge dazu beitragen, neue Menschen den! Zionismus zuzuführen. Die Ausführungen beider Referenten fanden großen Beifall. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Dr. Strauß, Frenkel, Dr. Lipschitz, Korn, Fürstenfeld und Max Weiner. Die beiden Referenten haben in ihrem Schlußwort alle Fragen ausführlich beantwortet. B. K. Frankfurt a. M. Ucber das wichtige und in seinen Kon- Sequenzen noch unüberschaubare Thema ״Jüdische Wande runden“ sprach Mitte März Herr Dr. Michael Traub (Berlin) in einer Veranstaltung der Frankfurter Zionistischen Vereinigung. Die Darstellung der ökonomischen und politischen Wirklichkeit der Emigrations- und Imigrationsländer mündete in eine Begründung und Fundierung des Zionismus und des Aufbauwerks in Palästina, wie sie in solcher auf Daten gegriindeten Logik selten gegeben worden ist. M. Hamburg. Dr. Michael Traub , der durch seine Forschun-;eit aut dem Gebiete der jüdischen Wanderbewegung weithin bekannte Schriftsteller, sprach im Zionistisch-Akademischen Klub am 5. Februar 1931 über ״Die moderne jüdische Wanderbewegung“. Dr. Michael Traub machte zur Grundlage seiner interessanten Ausführungen eine tiefgehende Analyse der jüdisehen Amerikawanderung in den letzten Jahrzehnten und der sozialen Struktur des nach den Vereinigten Staaten eingewandertea ostjüdischen Bevölkerungselements. Er vertiefte,, itifrvön ausgehend, die -besonders von den poalc-zionistischen Wirt- Schaftstheoretikern vertretene These, daß das jüdische Volk, nach Kanlun-Kogans Wort, wirtschaftlich ״in den Poren der Wirtsvölher“ sitze, daß es also im Laufe der ökonomischen Entwicklung immer von neuem ausgestoßen werde, durch eine Fülle von Beispielen aus aller Herren Länder. Den Zionismus stellte er in diesem Zusammenhang als die Bewegung dar, die einen derartig ziellosen Kreislauf einzig und allein zu bannen imstande sei. — Die rege Diskussion, insbesondere eine von kommunistischer Seite vorgebrachte Kritik an diesen Ausfüllrungen, veranlaßten Dr. Michael Traub, in seinem Schlußwort seinen Standpunkt noch zu erweitern und durch mannigfache neue Gesichtspunkte zu fundieren. Hindenburg, O.-S. (Zionisten-Rcvisionidcn.) Am 23. März sprach hier Herr Samuel Friedmann (Beuthen) über die Vorläufer der modernen hebräischen Literatur. Vor einem stark interessierten Publikum konnte Herr Friedmann ein sehr anschauliches Bild dieser Epoche des hebräischen Schrifttums entwerfen. Herr Rabb. Dr. Viktor dankte namens der Gäste dem Redner und gab seiner Hoffnung auf das Folgen eines weiteren Vortrages von Herrn Friedmann Ausdruck. Kattowltz. (Zionisten-Revisionisten.) Sonnabend, den 28. März, 8,30 Uhr abends, findet im Sitzungssaale der Kattowitzer Synagogengemeinde eine Festversammlung anläßlich des einjährigen Bestehens der Kattowitzer Ortsgruppe der Zionisten-Revisionisten statt, zu welcher wir alle unsere Freunde und Sympathiker aus Deutsch-Oberschlesien einladen. Es sprechen die Og. Frau Dr. Lachmann (Breslau), Dr. Wdowinski (Bielitz) und Prof. Rabinowicz (Prag). Tilsit. Am 14. März d. J. sprach Herr Dr. Georg Lan datier (Berlin) in einer gut besuchten Ortgruppen-Versammiung über das Thema: ״Der Erfolg der zionistischen Politik“. Das außerordentliche Interesse, das die überaus klaren und instruktiven Ausführungen des Redners fanden, äußerte sich in der lebhaften Diskussion am Schluß des Vortrages. Mit diesem Abend wurden die Veranstaltungen des Werbemonats in Tilsit erfolgreich und vielversprechend begonnen. Vermischtes Gesellschaftsabend des Hilfsvereins. Am 24. März fand im Hotel Kaiserhof ein Konzert- und Gesellschaftsabend zugunsten des Hilfsvereins der Deutschen Juden statt. Die Veranstaltung nahm dank der Erlesenheit des Programms und der ausübenden Künstler und der Fülle der in Kunst, Wissenschaft und Wirt- Schaft führenden Persönlichkeiten aus Berlin und dem Reiche, die sieh zu dem Abend eiiigefuuden hatten, einen glänzenden Verlauf. Das Konzert wurde von hervorragenden Künstlern bestritten, und zwar Maria Ivogün, die, von Michael Raucheisen am Flügel begleitet, neben der Pagen-Arie aus Meyerbeers ״Hugenotten“ eine Reihe Volkslieder u. a. sang, dann der Cellist Professor Emanuel Feuermann, der, von Sophie Feuermann begleitet, Werke von •Boccherini, Beethoven, P. E. Bach und Frescobaldi vortrug, und die Pianisten Bruno Eisner und Franz Osborn, die vierhändig Schuberts Phantasie F-moll, Marsch H-moll und Marsch G-moll spielten. Den künstlerischen Darbietungen schloß sich ein gemütliches Beisammensein an. Das Ergebnis des Abends wird zugunsten der Emigranten- und Jugendhilfe, der Notstandsaktionen und der Kulturarbeit des Hilfsvereins verwendet. Jüdischer Schulverein Breslau E. V. Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Jüdischen Volksschule und der bevor- ' enden Einweihung des Schulhauses am Rehdlgerplatz findet Sonntag, dem 29. März 1931, vormittags 11 >4 Uhr, pünktlieh , im Großen Konzerthaussaal, Gartenstr. 39/41, ein Festakt statt, bei dem Herr Dr. Heinrich Speyer eine Festrede über ״Das jüdische Bildungsideal im Wandel der Zeiten“ halten wird. Ferner werden von dem Schulchor (Leitung: David Tichauer) und von einem aus Freunden der Schule gebildeten Kämmen- Orchester (Leitung: Hans Krieg) Werke von Bach, Händel und Schnabel zu Gehör gebracht werden. Arbeitsnachweis. Für ein Kommissions- und Versandgeschäft der Rohproduktenbranche in der Provinz wird ein junger Kaufmann im Alter von 18—23 Jahren gesucht, der nationaljüdisch eingestellt ist. Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Lichtbild sind zu richten an den Indischen Arbeitsnachweis, Abt. für kaufm. Angestellte und freie Berufe, Berlin SW 19, Lindenstr, 48/50, TeL Dönhoff 307/8. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 27. Mir* 1331, abend«: In aßen Synagogen (außer Srn. Prinrrogentcnstr.) und Alterversorgungsanstalten: 6,45 Uhr; Syn. Prinzrrgentemtr.: 7,15 Uhr. In den Synagogen mit Orgel: Anspraclio des Rabbiners. JugwdgottMdicott: Syn. Kottbusser Ufer — Ahawas Reim: 6,45 Uhr. Syn, Kalwrttr,: Jugendfoier im Anschluß an den Hauptgottesdienst. Sonnabend, den 28. Mira 1931 (Sabbat Hagadol), morgens: In den Synagogen mit allem Ritus und Altnrversorgungs&nstalten: 9 Uhr. Frühgottesdienst: Syn. Rykestr. und Kottbusser Ufer — Ahawas Reim: 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel): 7,30 Uhr, Ilauptgollesdienst: 10 Uhr; Syn. Friedenstempel: 9,30 Uhr. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. A, Levy; Syn. Grünewald: Dr. Emü Cohn. Syn. Lindenstr.: Im Anschluß an den Gotte*־ dienst: Mädchoneinsognung: Dr. Blumenthal. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy; Syn. Kottbusser Ufer — Ahawas Reim: Dr. Bleichrode. Alte Syn.: 6 Uhr nachmittags: Ifalachisclier Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Freimann über Traktat Peßachim 21b und Maimonides, liil. Chomez I, 2. Sabbat-Ausgang: 7,15 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends bis 31 M*rs: in allen Syn. 6,30 Uhr; morgens bis 1. April in den Srn. mit altem Ritus: 7 Uhr, in den Syn. mit neuem Ritus: 7,80 Ulir. Mittwoch, den 1. April (Erew Peßach), morgens: Alte Syn.: 6,80 Uhr. Sijum- Feiern: Mittwoch, den 1. April: Syn. Rykestr. Vortrag: Dr. Freier; Syn. Pestalomstr.: Dr. E. Levy; Syn. Kottbusser Ufer — Ahawas Reim: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener Str.: Dr. A, Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn; Syn. Kaiserstr.: Dr. W. Lewy, Teilnehmermeldungen für letztgenannte Feier bei Herrn Sally Struck, Direkten- «traße I. —- Gottesdienst am Peßach fest.׳ Mittwoch,*!« 1. April, abends: In allen Syn. und Altervoraorgungsanstalten: 6,45 Uhr, und Donnerstag, den 2. April, abends: 7 Uhr. Donnerstag, den 2. April, und Freitag, den 3. April, vormittags: Alte Syn., Syn. Pest»־ loztislr. und Kottbusser Ufer — Ahawas Reim: 8,30 Uhr; alle anderen Syn. mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Syn. Rykestr. und Kottbusser Ufer —- Ahawas Reim: 7 Uhr. In den Syn. mit neuem Ritus Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstompol(: 7,80 Uhr, Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Syn. Fried«•- tempel: 9,30 Uhr. Predigten: Donnerstag, den 8. April, vormittap: Alte Syn.: Dr. Freimann; Svn. Kaisers tr.: Dr. W. Lewy; Syn. Ry«o- Straße: Dr. Freier; Syn. Pestalozzistr.: Dr. E. Levy; Syn. Kolthusser Ufer — Ahawas Reim: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy: Syn. Grunewald: Dr. Cohn; Neue Syn.: Dr. Blum«- thal; Syn. Lindenstr.: Dr. Warschauer; Syn. Lütrowstr.: Dr. Wiener; Syn. Fasanenstr.: Dr. Bergmann; Syn. Levotzo'vstr.: Dr. Lewkowit*; Syn. Friedenstempel: Dr, Freund; Syn. Prinii-egentenstr.: Dr. Galliner. Predigten: Freitag, den 3, April, vormittag*: Alte Syn.: Dr. Freier; Syn. Kaiserstr.: Rabbiner Nobel; Syn. Rykestr.: Dr. W. Levy; Syn. Pestalozzistr.: Dr. E. Levy; Syn. Kottbusser Ufer — Ahawas Reim: Dr. Frankfurter; Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn; Neue Synagoge: Dr. Warschauer; Syn. Linienstr.: Dr, Weyl; Syn. Lützowatr.: Dr. Salomonski; _ Syn. Fasanonstr.: Dr, Galliner; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz: Syn. Friodenstcmpol: Dr, Bergmann; Syn. Prinzregentenstr. Dr. Wümer. Dr. Karl Pollak, der wiederholt Präsident der Zionistischen Organisation Oesterreichs war und als solcher den 11. Kongreß in Wien begrüßt hat, feierte dieser Tage den 60. Geburtstag. Dr. Karl Pollak ist aus den Kreisen der jüdisch-akademischen Verbindungen Wiens hervorgegangen und stand stets in der ersten Reihe der aktiven Zionisten. In den letzten Jahren hat er sich dem Revisionismus angeschlossen. Handelsauskunftei in Palästina. Zu der Notiz in Nr. 17 der ״J. R.“ teilt uns der Palestine & Egypt Lloyd, Jerusalem, mit, daß auch er Handelsauskünfte erteilt und Vertreter der größten europäischen Handelsauskunftelen Ist In den größeren Städten Palästinas unterhält er Filialen seiner Jerusalemer Auskünfte- Zentrale. Kinderbücher. Lotte Hansen, die sich mit den ״Kaputtmachern“ und ״Jürgens Abenteuer mit den Wolken“ die Kinderherzen erobert hat, bringt in der gleichen Serie ״Die Kinderweit“ (Verlag Williams & Co., Berlin-Grunewald) ein lustiges Hasenbuch heraus: 4״ X Hasen“. Lotte Hansen hat hier ein lustiges und spannendes, für jedes Kind leicht verständliches Buch geschaffen, das durch seinen schönen klaren Druck besonders gut lesbar ist, und dessen Witz und Wert noch durch die vielen reizenden und einprägsamen Zeichnungen von O. K. Rina unterstrichen wird, Berliner Kalender Der Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend veranstaltet am Sonnabend, dem 28. März, 8*4 Uhr abends, im Beth-Am Iwri einen hebräischen Abend über das Thema: ״Die Jugend in Palästina“. Einleitend spricht Jona Bath-Jacob, Gäste willkommen. Hechaluz. Sonntag, den 29. März, abends 7 Uhr, Versamnvlung im Heim des Brith Haolim, Gr. Hamburger Str. 17, Hinterhaus II. Bund jüdischer Schüler. Wir veranstalten eine Arbeitegemeinschaft über ״Die Judenfrage“. Jeden Donnerstag, 7 Uhr, Meinekestr. 10, großer Sitzungssaal der Z.V. f. D. Jüdischer Jugendbund ״Esra“. Montag, den 6. April (Ostermontag) Film-Matinee im Admirals-Kasino (am Bahnhot Friedrichstraße) zugunsten des Ferienheimes des Esra. Zur Aufführung gelangen der Günther-Piüschow-Film ״Silberkondor über Feuerland“ und mehrere Kurz-Tonfilme. Karten zu 1,—, 1,50 und 2,— M. sind bei allen Esräem erhältlich, sowie in den Buchhandlungen M. Ganzer, Oranienburger Straße 26, Louis Lamm, Neue Friedrichstr. 61/63, und in dem Restaurant von M. Schlank, An der Spandauer Brücke 4/5. Postscheckkonto: Heinz Weichselbaum, Berlin NW7, Nr. 136667. Verein zur Unterstützung armer Leidtragender (Schoraer Laboker Umischan Abelim). Montag, den 13. April, abends präzise 8 Uhr, im Versammlungssaal der Synagoge Fasanenstraße 79/80: Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes; 2. Kassenbericht; 3. Neuwahl des Vorstandes; 4. Bericht der Revisoren; 5. Vortrag des Herrn Rabb. Dr. phil, Martin Salomonski über das Thema: ״Religion und Sensation“. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. Gäste sind herzlich willkommen. המועצה לעבודה עברית בין הבער עורכת במוצאי שכת׳ 28 במרץ, בשעת */81 בערב בבית־עם שיחת על הנישא: "הנער באיץ ישראלי. nnnum י»מ *•ח-יזזמר. *1 iwm nsnws

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