Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 10 (6.2.1931)
- Date
- 1931-02-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 62 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 10, 6. n. 1031 die Hypertophie parlamentarischer Entscheidungsmethoden — all diese von Campbell festgestellten Mängel sind aus der Genesis des zionistischen Werkes leicht zu erklären. Aber erklären und verstehen heißt noch nicht billigen. Im Interesse des Werkes müssen die Mängel abgestellt werden. Sachverständige sind nicht dazu da, unverbindliche Lobhudeleien für propagandistische Auswertung, zu liefern, sondern unbarmherzig diejenigen Fehler zu bezeichnen, die ein Gelingen des Werkes in Frage stellen. Nicht um der Sachverständigen willen, sondern um des Werkes willen muß ihren An* regungen Folge geleistet werden. Sir John Campbell und Sir John Hope Simpson, die in sieben Jahren 145 000 griechische Familien so angesiedelt haben, daß trotz allen ungeheuren Schwierigkeiten ihre Weiter* Existenz als gesichert betrachtet werden kann, sind wahrscheinlich die größten Fachleute auf dem Gebiete der Massensiedlung, die heute überhaupt zur Verfügung stehen. Wenn sie für Palästina Rat und Hilfe bieten, so muß davon Gebrauch gemacht werden. Campbell widmet bekanntlich einen Abschnitt seines Berichtes dem Vergleich zwischen den Voraussetzungen der jüdischen und der griechischen Kolonisation und kommt zu dem Resultat, daß die beiden Unternehmun* gen ganz verschiedene Aufgaben stellen, da in dem griechischen Fall eine bestimmte Anzahl von Menschen mit zwingender Notwendigkeit untergebracht werden mußte, wofür eine bestimmte Summe zur Verfügung stand; bei den Juden jedoch ist sowohl Geld als auch Einwandererzahl elastisch und daher könne und müsse die Arbeit jeweils den Bedingungen angepaßt werden. Es ist leicht einzusehen, daß das, was hier als eine größere Bequemlichkeit der jüdischen Aufgabe er* scheint, zugleich die größte Gefahr für den Umfang des Kolonisationserfolges bedeutet Gerade in dieser Hin* sicht ist die Notwendigkeit, die Aufgabe dem griechi* sehen Fall ähnlicher zu gestalten, ganz offenbar. Was die anzusiedelnden Menschen betrifft betont Campbell, daß es sich bei den Griechen — im Gegensatz zu den Juden — größtenteils um landwirtschaftlich geschulte und an ähnliches Klima gewöhnte Elemente handelt Daß aber auch hier psychologische Momente mitspielen und* die Kolonisatoren nicht bloß wirtschaftliche, sondern auch menschliche Faktoren zu berücksichtigen haben, beweist folgendes Zitat aus Hope Simpsons Endbericht über Griechenland: ״Der Flüchtling mußte unterstützt und gestärkt werden wie ein genesender Kranker; er mußte die UebCrzeugung gewinnen, daß er nicht im Stich gelassen werden wird; er mußte die Gewohnheit überwinden, sich als entwurzelt zu betrachten; er mußte durch die Arbeit daran gewöhnt werden, gegen die Schwierigkeiten des landwirtschaftuchen Berufes, die in Oriechenlancf wegen der Beschaffenheit des Bodens und des Klimas größer■'sind als anderswo, ahzukärapfen.׳■ _ ״.. Interessant ist auch, daß trotz dar siebenjahrigefl Arbeit der Kommission die Kolonien noch k eineswegs als kons olidiert betrachtet werden können. Ihr endgültiger Erfolg wird, wie ״Near East and India" bemerkt, nurnneht־ von der Fürsorge seitens der griechischen Re* gierung abhängen, und es sei zu hoffen, daß nicht das Ende der internationalen Aufsicht eine Verminderung der den Kolonien gewidmeten Fürsorge zur Folge hat. Um nun wieder zu Palästina zurückzukehren, so leidet hier freilich bisher jeder Versuch einer syste* matischen, nach strengen Methoden verwalteten Koloni* sation an einem Mangel, der alle guten Ratschläge illu* sorisch macht Am deutlichsten wird dies in dem Teil des Gutachtens von Campbell, der die zionistische Finanzwirtschaft kritisiert und u. a. die Forderung auf* stellt daß ein Reservefonds von einer halben Million Pfund geschaffen werden muß. Kennern der zionistisehen Finanzwirfschaft erscheint ein derartiger Vorschlag wie von einem anderen Planeten stammend. Hope. Simpson, der nicht für die Jewish Agency, sondern für die Regierung zu berichten hatte und daher nicht nur die jüdischen Siedlungen, sondern das ganze Land behandelt, fordert folgerichtig von der Regierung die Errichtung eines mit großen Mitteln ausgestatteten Kolonisationsinstrumentes zur Entwicklung des Landes. Beide Männer können sich eine Kolonisation nicht anders vorstellen als mit gesicherten Finanzen, wie es in Griechenland der Fall war. Die Jewish Agency vermag aus ihren Erfahrungen die Richtigkeit dieses Grundsatzes durchaus zu bestätigen. * Wir stehen an einem Wendepunkt in der Ent- Wicklung Palästinas. Nicht nur das jüdische Problem, auch das arabische Problem ist (in Gestalt der Fellachen- Frage) akut geworden. Die Regierung hat nun eine Reihe wertvoller Expertisen zu ihrer Verfügung. Neben dem Bericht von Simpson ist der bisher von der Oeffentlichkeit leider viel weniger beachtete Bericht von Strickland zu erwähnen, der eine Reihe ganz konkreter Anregungen für die Regierung enthält, z. B. Beteiligung der Regierung an einer jüdischen Hypothekenbank und Schaffung eines Darlehensfonds für die Fellachen. Beide Sachverständige beantragen die Aufnähme einer Anleihe seitens der Palästina-Regierung für die besagten Zwecke. Die englische Regierung hat bekanntlich die Einbringung eines Gesetzes im Parlament, betreffend die Garantie einer derartigen 2Va-Miliionen-Anleil1e, in Aussicht gestellt. Einzelheiten sind noch nicht bekannt, auch erheben sich in Eng- Iand aus Sparsamkeitsgründen Widerstände gegen die geplante Anleihe. Aber wenn die ganzen Mühen, Leiden und Aufregungen des verflossenen Jahres nicht umsonst gewesen sein sollen, dann wird die Mandatarmacht in dieser oder jener Weise aktiv an die Bewältfgung des Palästinaproblems herangehen müssen. Die jüdischen Anstrengungen, die unvermindert weitergehen, bedürfen einer Einordnung in einen größeren, mit Autorität ausgestatteten Gesamtplan. Es ist eine Aufgabe ersten Ranges für die gesamte zivilisierte Menschheit, das heißt aber heute, politisch gesprochen, für den V ö 1 - kerbund; die Mithilfe der Vereinigten Staaten wäre gesondert zu sichern. England könnte schwerlich für ein Land, das es als Kolonie verwaltet, eine intemationale Hilfe durch eine Völkerbundsaktion beanspruchen, ebensowenig wie eine andere Kolonialmacht In Pa- »lästina aber liegt der Fall anders. Hier ist die Ent- Wicklung des Landes eng verbunden mit einem großen Menschheitsproblem, an dem alle Länder mehr oder weniger direkt oder indirekt interessiert sind. Wenn ähnlich wie bei der griechischen Repatriierung unter den Auspizien des Völkerbundes eine Anleihe für Palästina zustande käme, dann wäre die Möglichkeit gegeben, gestützt auf einen gesicherten Kapitalrückhalt, das Land rapid zu entwickeln, zugunsten seiner gegenwärtigen Bewohner, die voll an dieser Vorzugsstellung des Landes partizipieren würden, und zugleich zugunsten der Errichtung des Jüdischen Nationalheims, das einer großen Zahl von Juden, die in anderen Ländern nicht mehr leben können, eine Heimstätte böte. Die Verwaltung der Anleihe müßte in der Hand einer Völl;crbunds-Kommissten liegen, vielleicht unter Zuziehung je eines Vertreters der Jewish Agency und der nichtjüdischen Bevölkerung Palästinas. Die sachgemäße, streng Wirtschaftliehe Administration würde die Gewähr bieten, daß Werte geschaffen werden, die eine volle Sicherheit für den Zinsendienst böten, und das heute so sehr nach produktiven Anlagen Ausschau haltende Kapital hätte eine fruchtbare und solide Betätigungsmöglichkeit. Die Hauptverantwortur.g und Hauptaufgabe würde auch weiterhin England zufallen, das die Last dieses Patronats nun einmal auf sich genommen hat, dafür aber auch die weltgeschichtliche Ehre, die nicht gering sein wird, einheimsen wird. Wenn es noch gelingt, Personlichkeiten wie Campbell und Hope Simpson für die Leitung der konstruktiven Arbeit zu gewinnen, so daß auch innerhalb des jüdischen Kolonisationswerkes die durch den unvollkommenen Apparat einer im Wesen politischen Bewegung verursachten Schäden ausgeschaltet würden, dann könnte man Palästina eine günstige Prognose stellen. In der heutigen Krisenzeit wäre ein Lichtblick geschaffen, ein Beweis, daß auch bei eigenen Sorgen die auf die Führung der Zivilisation aspirierenden Völker ihre Pflichten gegenüber der Gesamtheit nicht vergessen. * Man spricht in der letzten Zeit viel über eine j ü - disch-arabfsche Verständigung, und es be* steht die Gefahr, daß sich unter dem Eindruck gefälliger Worte in der zionistischen Oeffentlichkeit,. die in ihrer Mehrheit noch vor kur|em von der Notwendigkeit dieser Verständigung nicht gern hörte, die Meinung entsteht, als stehe ein Ausgleich vor der Tür. Leider ist die Wirklichkeit anders. Während vor einem Jahr nach Ansicht mancher Zionisten noch ein Boden für eine Verständigung dagewesen sein mochte, sehen wir heute kaum Anhaltspunkte für besonderen Optimismus, zumal sich die beiden Völker in nationalistischer Leidenschaft immer mehr auseinander geredet haben. Eine Verhandlung, die sich nur um Formeln und Prestigefragen dreht, dürfte in diesem Moment kaum erfolgversprechend sein. Ganz anders wäre die Situation, wenn es nicht um bloße Reden, sondern um große.Taten ginge: Wenn wirk* lieh der Moment da wäre, wo mit internationaler Hilfe der Aufbau des Landes dank dem Jüdischen Nationalheim einen gewaltigen Aufschwung nähme. Auch die arabische Bevölkerung weiß, daß das Gefüge ihrer Wirtschaft brüchig ist und sie einem Wirtschaftliehen Erdbeben zum Opfer fallen kann. Wenn man mit leeren Händen im Hause der Not sich zusammensetzt, ist das Gegenteil von Einigung der wahrscheinliehe Ausgang. Bei Bereitstellung großer Mittel jedoch könnte im Zeichen einer großen positiven Leis t u n g ein gemeinsamer Weg gefunden werden. —־ Durch eine so offenkundige Interessengemeinschaft müßte die Rivalität zurückgedrängt werden. Dies muß das Ziel der Jewish Agency sein. Die Sehnsucht aller Zionisten geht danach, sich aus dem Hexensabbat des innerzionistischen Streites, der außenpolitischen Phrasendrescherei und der praktischen Stagnation zu befreien. Die Leitung der Jewish Agency «)Ute alle Kräfte darauf konzentrieren, zum nächsten Kongreß mit einem großen staatsmännischen Programm zu kommen, das Perspektiven für die Zukunft eröffnet R. W. Frayen-ftrBflit8g8mein8cnaii rar Palästina Vortragsabend amDonneratag, den 12.Februar, abends 8; _• Uhr itn Meistersaal, Kötheeer Straß« 38 Es gpret&en: Frau Rebecca D. Sieff, London, Mitglied der Executive der Wuo über * ״Pie qaeaawrtWBtflatwiH dar |üd. Frau“ Frl. Dr. Lotte Hanemann, Jerusalem, über ״Wln.ftfbslt iw Palästina“ Gäste willkommen | Rev- William H. Hechler | In diesem merkwürdigen Menschen, der soeben hochbetagt in London verstarb, besaß der Zionismus einen Freund und Helfer, der an der Wiege unserer Bewegung gestanden ist und dessen Name mit der Oeschichte des politischen Zionismus für immer verknüpft bleiben wird. Wie viele andere interessante Nichtjuden, kam auch Hechler durch die Veröffentlichung von Herzls ״Judenstaat“ mH dem Zionismus in Berührung. Bereits wenige Wochen nach Erscheinen des Buches, am 3. März!896 schreibt Herzl in seinem Tagebuch: ״Rev, William H. Hechler, Kaplan der hiesigen englischen Botschaft, war bei mir. Sympathischer, zarter Mensch mit langem grauen Prophetenbart. Er enthusiasmierte sich für meine Lösung. Audi hält er meine Bewegung für eine ,prophetische Krise‘, die er schon vor zwei Jahren angekündigt bat Er hat nämlich nach einer Prophezeiung aus Omars Zeit ausgerechnet, daß nach 42 prophetischen Monaten, also 1260 Jahren Palästina den Juden zurückgegeben werden würde. Das ergäbe 1897/OS. Als er mein Buch gelesen hatte, eilte er sofort zum (englischen) Botschafter Monson und sagte ihm: die angekündigte Bewegung ist da! Hechler erklärte meine Bewegung für eine ,biblische‘ obwohl ich in allem rationell vorgehe. Er will meine Schrift einigen deutschen Fürsten zu gehen lassen. Er ״war Erzieher im Hause des Großherzog von Baden, kennt den deutschen Kaiser und glauht, mir eine Audienz verschaffen zu können.® Von diesem Tage an beginnt ein sehr reger, persönlicher Verkehr Herzls mit Hechler, der volle acht Jahre dauert und erst mit Herzls Ableben endet Viele Seiten von Herzls Tagebücher legen Zeugnis ab von der seltenen Hingabe dieses treuen, christlichen Freundes an dem Werk unseres Führers und den großen Diensten, die er dem Zionismus geleistet hat Schon einen Monat nach ihrer Bekanntschaft konnte Hechler die von Herzl erbetene Audienz beim Oroßherzog Friedrich von Baden vermitteln. Damit hat er einen weiteren edlen Freund unserer Sache gewonnen. Für Herzl war dies der Anfang der zionistisch-diplomatischen Tätigkeit und er hat sic auch symptomatisch hoch eingeschätzt Bei seinem zweiten öffentliehen Auftreten in London, kurz nach dieser Audienz, erzählte er, daß er an dem Tag, wo er zum ersten Male die Aufforderung erhielt,: den Judepstaatsplan einem regierenden Fürsten vorzutragen, die Nachricht vom Ableben des Baron Hirsch empfing. ״An diesem Tage starb der phllantropische Zionismus und der politische wurde geboren.“ Im Laufe der Jahre folgten noch zahlreiche Besprechungen mit dem Großherzog, bei denen Hechler meistens dabei war. Durch den Großherzog lernte Herzl den deutschen Kaiser kennen, und an der denkwürdigen Reise nach Konstantinopel und Palästina, an den Vorbereitungen für den Empfang der Deputation in Jerusalem, hat Hechler gleichfalls hervorragenden Anteil genommen. Audi beim ersten Zionistenkongreß in Basel und einer Reihe anderer Kongresse war Hechler anwesend, immer bemüht, werltÄ^ Bedehuijgen und Sympathie»für den Zionismus zu schaffen. Die erste Verbindung mit Professor Armin Vauibery stellte gleichfalls Hechler her und erschloß damit Herzl den Weg zum Sultan Abdul Hamid. Die Freude, die er jedesmal empfand, wenn Erfolge sich einsteüten, äußerte sich bei ihm mitunter in sehr origineller Weise. Als im Mai 1901 die Nachrieht in Wien eintraf, daß Herzl in seiner Eigenschaft als Präsident der Zionistischen Organisation vom Sultan offiziell empfangen wurde, erschien Hechler vor unserem Büro in der Türkenstraße in Wen in einem großen Reisewagen, der durch seine eigenartige Form allgemein auffiel. & war der Wagen, in dem Moses Montefiore seine Reisen in Palästina gemacht ׳ hatte. Hechler hatte ihn aus dem Wiener jüdischen Museum für einige Stunden entliehen und zur Feier des Tages mußten einige von uns — Martin Buber war auch darunter — mit ihm eine kleine Rundreise durch die Stadt machen. Verbindungen mit einflußreichen Vertretern der englischen Hochkirche und anderen Persönlichkeiten der englischen Oeffentllchkeit erhielt Herzl gleichfalls durch Hechlers Vermittlung. Geradezu rührend war seine ständige Bereitwilligkeit, selbst die längsten und anstrengendsten Reisen zu unternehmen, wenn Herzl ihn dazu aufforderte, und dabei war er schon damals nahe an die sechzig. Er stand am Sterbebett unseres Führers in Edlach und die Erinnerung an die letzten Stunden Herzls, die er uns am nächsten Tage schilderte, Ist mir durch ihn unvergeßlich geblieben... Herzl hat ihm — als Rev. Hopkins — in ״Altneuland“ ein Denkmal gesetzt. Auch nach Herzls Tod ist Hechler ein hilfsbereiter Freund des Zionismus geblieben. Die Motive, die ihn zu uns brachten und ihn bewogen, einen großen Teil seines Lebens der Verwirklichung des zionistischen Ideals zu widmen, mögen in mancher Beziehung unseren Anschauungen entgegen gestanden haben. Aber niemand wird bestreiten, daß er uns ein treuer Helfer immer gewesen ist. ln seinem langen und ereignisreichen Dasein hat er sicherlich nichts Größeres erlebt, als jenen 24. JuU 1922, als er mit wenigen anderen bei der Sitzung des Völkerbundsrates ln London dabei sein und die Ratifizierung des Palästinamandates miterleben durfte. Für ihn war es — um mit seinen eigenen Worten zu sprechen — die ״Erfüllung der Prophezeiung“. Adolf Pollak. Biamenield in Wesigalizlen nod Polulseh ■Schlesien Der Krakauer ״Nowy Dzlennik“ vom 5. Februar berichtet über einen Empfang, der zu Ehren Kurt Blumenfelds im Repräsentationsaal des Jüdischen Akademikerheims in Krakau am 1. d. M. veranstaltet winde. Kurt Blumenfeld hat sich der Leitung des Keren Haiessod für Westgalizien und Polnisch- Schlesien für einige Vorträge zur Verfügung gestellt, und sowohl die Mitglieder der Jewish Agency wie auch die führenden Persönlichkeiten der westgaliziscben Zionistischen Organisation nahmen die Gelegenheit wahr, den Gast in einer feierlichen Akademie zu begrüßen. Vertreter aller zionistischen Fraktionen hielten Ansprachen, worauf Blumenfeld in I :/»-stündiger Rede über zionistische Probleme ein mit starkem Beifall aufgenomtnenes Referat hielt. Das Arrangement des Empfanges wurde von den Damen der Wizo besorgt.