Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 4 (16.1.1931)
- Date
- 1931-01-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Se'te 20 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 4, 16.1 1931 Die Kongreß - Schekelsammlung! t. Wir bitten alle Gruppen und Schekelvertrauensleute auch hierdurch dringend darum, die bei ihnen noch eingegangenen Schekelgelder bis zum 18. Januar an uns einzuschicken, da nach einer telegraphischen Mitteilung der Exekutive die bis zum 19. Januar an sie abgeiiihrten Schekelgelder noch für die Kongreß-Mandate angerechnet werden. 2. Wir weisen wiederholt darauf hin, daß nach den Be- Schlüssen der Hauptwahlkommission alle Schekelzahler, die bis zum 23. Januar den Schekel entrichten und deren Schekel bis zum 24. Januar mit uns abgerechnet sind, noch das Kongreß- Wahlrecht erhalten. 3. Die Kongreßwahlen finden am 1. Februar statt. Die Landesschekelkommission der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Berlin W15, Meinekestraße 10. Postscheckkonto: Berlin Nr. 8091. Bankkonto: Voiksbank Ivria, Berlin W 8, Französische Str. 8. Rabbiner Nobel-Stiftung Zum neunten Male jährt sich am 24. Teweth der Todestag von Rabbiner Dr. Nobel. Dieser Tag ruft die Erinnerung wach an den großen Lehrer und Führer, der weite Kreise für die hohen Werte des Judentums begeistert, der in der Jugend jüdisches Leben geweckt, erneuert und gefestigt hat. Damit kommt auch die Erinnerung an ein Werk, das aus Liebe zu ihm und ihm zu Ehren geschaffen worden ist. Es ist die Nobel-Stiftung, deren Aufgabe es sein soll, jüdisehen Lehrerinnen, die auf dem Boden der Tradition stehen und sich für den Religionsunterricht ausbilden wollen, Stipendien zu gewähren. Schon zum ersten Jahrzeitstage fanden sich eine große Anzahl von Freunden und Verehrern, die eine ansehnliche Summe zu Ehren des Dahingegangenen stifteten, die leider sehr bald durch die Ungunst der Zeit entwertet worden ist. Zum 7. Jahreszeittage stifteten Frankfurter Frauen einen schönen Becher, der an Rösch- Haschanah abends in der Synagoge am Börneptatz, der Wirkungsstätte Nobels, verwandt wird. Bei dem 9. Jahrzeitstage wird es sicher manche geben, die ihrer unverminderten Verehrung für Rabbiner Nobel und der Treue zu seinem Lebenswerk Ausdruck geben möchten. Wie schön wäre es, wenn gerade in diesen schweren Zeiten ein Werk, das den Namen Nobels trägt, gefördert und der Nobel-Stiftung (Post- Scheckkonto 46 778, Frankfurt a. M., Frau Irene Darmstädter) die Weiterfiihrung ihrer Ziele ermöglicht würde! Irene Darmstädter. Lucie Prinz gestorben. Ira Alter von 28 Jahren starb am 14, d. M. Lucie Prinz, geb. Horovitz, die Gattin unseres Gesinnungsgenossen, Rabbiners Dr. Joachim Prinz. Die Verstorbene, eine in weiten Kreisen beliebte, außerordentlich geschätzte Vertreterin unserer jüdischen Anschauungen, hinter- Ißt ein zwei Wochen altes Kind. Das Mitgefühl der jüdischen Oeffentlichkeit, nicht nur seiner Parteifreunde, wendet sich Dr. Joachim Prinz in ungeteiltem Maße zu. Dr. Alexander Hausmann gestorben. Am 13. d. M. starb im Alter von 51 Jahren Dr. Alexander Hausmann in Lemberg. Der Verstorbene war einer der verdienstvollsten Führer des galizischen Zionismus, ein Gründer und Vorkämpfer der Zionistischen Organisation in Ostgalizien. Er nahm am ersten Zionistenkongreß im Jahre 1897 teil und seit jener Zeit stand er unentwegt im Dienste unserer Idee. Sein besonderes Interesse galt den Palästinaproblemen. Dr. Hausmann spielte auch im Leben der Lemberger Jüdischen Gemeinde eine große Rolle und war eine Zeitlang Regierungskommissar der Gemeinde. Das Begräbnis Dr. Hausmanns fand am Mittwoch, dem 14. d. M, unter ungeheurer Beteiligung der Lemberger jüdischen Bevölkerung statt. Eine neue Ohel-Aufführung. Aus Jerusalem •wird uns ge• schrieben: Wohl wenige Bühnen in der Welt haben mit derartigen Schwierigkeiten zu kämpfen und haben es verstanden, sie mit einem derartigen Enthusiasmus zu überwinden, wie das palästinensische Arbeiterstudio OheL Arbeiter und Arbeiterinnen, die den ganzen Tag über schwer arbeiten müssen, um ihr kärgliches Brot zu verdienen, widmen sich in den Abendstunden einem ernsten Studium der dramatischen Kunst, das sich die große Aufgabe gesetzt hat, ein ursprüngliches palästinensisches Theater zu schaffen, das aus Geist und Boden der hebräischen Tradition heraus der jüdisehen Renaissance ihre Kunststätte schenken wird. Der außer* ordentlich begabte Regisseur H a 1 e v i, der früher Regisseur der Habima gewesen ist, hat es verstanden, die ursprüngliehe Begabung der sorgfältig ausgewählten Mitglieder seiner Truppe künstlerisch zu disziplinieren und so ein gediegenes Ensembiespiel zu schaffen. Der Ohel hat bisher sowohl Stücke aufgeführt, die diesen Bestrebungen eines neuen palästinensischen Theaters nachkommen sollen, wie auch sich bemüht.ein modernes internationales Repertoire dem theaterhungrigen jüdischen Publikum Palästinas in hebräischer Sprache zu vermitteln. Es ist dankenswert und erstaunlich, wie in dieser schweren Krisenzeit der Ohel, der sich keinerlei materieller Unterstützung erfreut und dessen Mitglieder zum Teil seit Monaten arbeitslos sind, es verstanden nat, dem Jischuw sowohl in den palästinensischen Städten wie auch in den Dörfern und Arbeiter- Siedlungen Stunden des Genusses und der Erheiterung zu bereiten. Das letzte Stück, das sie in diesen Wochen aufgeführt haben, war Upton Sinclairs Lustspiel ״The Pot- Boiler“, das der bekannte hebräische Dichter Schlonski vortrefflien übersetzt hat in gelungener Weise wurde dabei das gebrochene Englisch, das von einem deutschen Einwanderer nach Amerika gesprochen wird, hebräisch wiedergegeben. Das heitere und anspruchslose Lustspiel, das das nicht mehr neue Mittel einer Vorstellung während der Vorstellung benutzt, ist die Geschichte eines amerikanischen Millionärssohnes, der sich aus eigener Kraft als Schriftsteller fortbringen will, damit aber natürlich Frau und Kind nicht ernähren kann und schließlich von seinem Vater in Gnaden wieder aufgenommen wird. Besonders gelungen waren die Darbietungen von Frau Samkowska, die die Frau des Schrift- Stellers gab־ von Frau Perlmutter, die in entzückender Weise einen amerikanischen Lausbuben verkörperte und des Herrn Schechari, der den deutschen Einwanderer Schmidt nach Amerika darstellte. Hoffentlich bietet sich dem Ohel bald Gelegenheit, sein Können auch dem europäischen Publikum vorzuführen. Bis dahin aber wäre es notwendig, daß man in großzügiger Weise dem Ohel über seine schwere materielle Lage hinweghelfe. _ La. H. Zion. Bezirksgruppe Ostwestlaten und Lippe. Nächste Tagung am Sonntag, dem 18. Januar, nachmittags 3 Uhr, in Bielefeld, im Handwerkerhaus ״Erholung“, Papenmarkt. Referent: Georg Landauer. Besondere Einladungen ergehen sicht. BERLINER KALENDER 1 I Jreie 3üMf<$* S0(!0$o$f$u(e. SRontaq, ben 19. Saimat, 8 Uf)t, JHetftfita&e 10, 1. funtrabiftorifdjer ®betib: ״$ie Slufga&en etnei 3übifd!en ©rofcgemeinbe." SiecfjW״ anroolt&einrid) Stern — SRed)t8anmaliDr. 2Ufteb Slee. ©öretuebüßr. ö<$ule her JübiRben 3ugct!fr. Sonnabend, ben 17. Sanuar, abeitb« 8 Uhr, ®t&ffnunoboorlejung in ber Slula her ®?übcRen» febute «aifetftt. 29-39, Dr. 3. 91. (Stein berget: ״Öornt unb 3nf)alt in ben jübifchen Stampfen ber ®eqenmarP. ttnfoftenbeitrag 25 ißfg. :Rat für ßcbrmf<be Strbeii, Sonitabenb, ben 17 3anuar, 8 Uhr abenbS, im SPe(f) 21 in, ®rolmanfit. 3«, 21u8fprad)e über ba8 STiema:״$ie Sage im 3i0n!SmuS un& ber 17. ßongtefj.“ dtnlcüung oon SHofcbe Schapiro, <$ö fo gen ®efang unb fRejitaiton. ©äfte roiHfommen! המועצה לעבודה עברית בין הנער עורכת במוצאי שבת־ 17 לינואר. בשעה 8 בערב* בבית העם שיחה על הנושא: "המצב בציוניות והקונגרס הציוני•" הפותח משד, שפירא ןא״י) אורחים רצויים 1 Preußischer Landesverband Jütischer Gemeinden. (Aus dem offiziellen Kommunique) Am 11. Januar hat in Berlin unter dem yorsitz des Präsidenten, Kammergerichtsrat Leo Wolff, eine Sitzung des Rates stattgefunden. Zum stellvertretenden Schatzmeister des Landesverbandes wurde an Stelle des im vorigen Jahre verstorbenen Direktors Hugo Ostberg der neu in den Rat eingetretene Direktor Gerson Bach gewählt In der Sitzung wurde zunächst das Ergebnis der Wahl vom 30. November 1930 festgestellt. Es entspricht durchaus den in der Oeffentlichkeit bereits bekanntgewordenen vorläu igen Ermittlungen. Sodann wurde beschlossen, den Verbandstag auf den 22. und 23. März 1931 einzuberufen und auf seine Tagesordnung, abgesehen von den regelmäßigen Gegenständen (Tätigkeitsbericht des Rats, Rechnungsabschluß und Voranschlag) insbesondere die folgenden Punkte zu setzen: Stand der Bestrebungen nach Schaffung einer Reichsorganisation und Erlaß eines Gesetzes betreffend die Rechtsverhältnisse der Juden in Preußen, Gründung einer Beamtenpensionskasse sowie Schaffung eines Beamten rechts, eines Normalstatuts für Gemeinden, ueber den vorgelegten Haushaltsplan für 1931/32 fand eine sehr ausgedehnte Besprechung statt, deren Hauptgegenstand das Problem bildete, wie trotz der schweren wirtschaftlichen Not, durch die alle jüdischen Gemeinden betroffen sind, die Aufgaben des Landesverbandes wenigstens in einigermaßen vertretbarem Umfange weiter erfüllt werden können. Einen besonderen Raum nahm in der Beratung die Frage ein, in welcher Weise Maßnahmen zur Milderung der wirtschaftlichen Not unter den Juden getroffen werden können, insbesondere die Frage der Errichtung von Kreditvereinen auf genossenschaftlicher Grundläge in den einzelnen Gemeinden. Bei der Schwierigkeit des Gegenstandes werden noch weitere Erörterungen sich anschließen müssen. — Der von einigen Provinzial- und Landesverbinden gegebenen Anregung, den Preußischen Landesverband zur Uebernahme des politischen Abwehrkampfes zu veranlassen, wurde nicht entsprochen. Es wurde vielmehr beschlossen, über diese Anregung zur Tages- Ordnung überzugehen. Berichtigung. Zu dem in unserer Nummer vom 12, 12. v. J. erschienenen Bericht über die Publikationen des Herrn K a d m i Cohen in Paris macht uns der Autor darauf aufmerksam, daß dem Referenten ein kleiner Irrtum unterlaufen ist Der Verfasser hat in seinem Buche nicht den Entwurf für eine ״Konstitution Palästinas“ veröffentlicht, sondern für eine Konstitufion des jüdischen Volkes“. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ביח מדרש לעברית של קהלת היהודים בברלין. Die Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin hat nach den Winterferien den Unterricht wieder aufgenommen. Neuaufnahmen können nach Rücksprache mit dem stellvertretenden Leiter der Anstalt erfolgen. Sprechstunden: Dienstag 6—7, Große Hamburger Str. 27, Mittwoch 6—7, Beth- Am Iwri, Grolmanstr. 36. TeL Anruf (täglich 1—2) Bismarck 5280. Der Leiter, L V.: Dr. M. Goldmann, Charlottenburg, Mommsensfr. 52. Orisgroppen Erfurt. Sonntag, den 11. Januar, fand in den Festräumen des ״Erfurter Hof“ unter stärkster Beteiligung fast sämtlicher Ortsgruppen der Thüringer Gruppenverbandstag statt Außer den meisten Erfurtern waren Gotha, Waltersnausen, Mühlhausen, Sondershausen, Nordhausen, Jena, Ruhl und Eschwege vertreten. Die Referate für den ganzen Tag hatte der Präsident der Z. V. f. D., Herr Kurt Blumenfeld, übernommen. Am Vormittag behandelte er in eingehender, klarer Form die außenpolitische Lage, während er am Nachmittag die innerpolitische Lage beleuchtete. Beide Male lösten die Referate eine lebhafte Debatte aus, in der ein vollständiges Einverständnis mit dem Referenten zum Ausdruck kam und nur durch Fragen noch mehr Aufklärung geholt wurde. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Dr. Noack (Gotha), Dr. Peyser (Eschwege), Dr. David!, Dr. Wolfheim, Dr. Stern, E. Unger und die Damen Israelski, Satonower (Erfurt). Den Abschluß der Tagung bildete ein öffentlicher VortTag, der auch von Nichtzionisten gut besucht war. Das Thema des Abends lautete: ״Zionistische Antworten auf jüdische Fragen“. Herr Blumenfeld verstand nicht nur seine zahlreichen Zuhörer aufs stärkste zu interessieren, sondern auch sie zu erschüttern. In der darauffolgenden Diskussion gab ein Gegner unserer Sache seiner tiefen Beeindruckung Ausdruck. In seinem vorzüglichen Schlußwort ging der Redner sehr ernst und gründlich auf al(e Einwände ein. Eine Liste für den KKL zu Ehren Blumenfelds hatte einen ansehnlichen Erfolg. Nürnberg. Vor einigen Wochen wurde hier auf Veranlassung der Herren Albert Salzer und Nathan Nußbaum eine Arbeitsgemeinschaft der Zionisten-Revisionisten gegründet Als Vertrauensmann dieser Gruppe wurde Herr Albert Salzer bestellt und Herr Nußbaum zu seinem Stellvertreter gewählt. EHe Gruppe hat beschlossen, im Rahmen der Zioritstischen Ortsgruppe eitrig mitzuarbeiten. Als ihr Vertreter im Ortsgruppenvorstand wurde — bis zur Generalversammlung — Herr Nußbaum nominiert. Meeri. Vermischtes Freie Jüdische Volkshochschule. Beginn der Wlntervorlesungen Montag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, Kleiststr. 10. 1. kontradiktorischer Abend: ״Die Aufgaben einer jüdischen Großgemeinde“, R.-A. Heinrich Stern — R.-A. Alfred Klee. (Weitere kontradiktorische Abende: 2. Februar, ebenda: ״Brauchen wir eine jüdische Schule?“ R.-A. Dr. Walter Br eslauer — R.-A. Dr. Max K011 e n s c h er; 16. Februar, ebenda: ״Deutsch-jüdische und nationaliüdische Anschauung“ Dr. Ludwig Holländer — Kurt Blumen feld.) — Vorlesungs- Verzeichnisse kostenlos in allen jüdischen Buchhandlungen, Tietz, Leipziger Straße, Alexanderplatz, Frankfurter Allee, im K. d. W. und im Sekretariat, N 24, Oranienburger Str. 29, Weidendamm D 2, 5921 (9—4). Schule der jüdischen Jugend. Eröffnung des neuen Lehrgangs Sonnabend, den 17. Januar, abends 8 Uhr, Aula der Mädchenschule, Kaiserstraße 29—30. Dr. J. N. Steinberg: ״Form und Inhalt in den jüdischen Kämpten der Gegenwart“ — Der Arbeitsplan ist kostenlos erhältlich in allen jüdisehen Buchhandlungen, bei Tietz, Leipziger Straße, Alexanderplatz, Frankfurter Allee, im K. d. W. und im Sekretariat N 24, Oranienburger Straße 29, Weidendamm D2 5921 (9—4). Der Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend veranstaltet am Sonnabend, dem 17. Januar 1931, um 8 Uhr abends, im Beth-Am (Grolmanstr. 36), eine Aussprache über das Thema ״Die Lage im Zionismus und der XVII. Kongreß“. Einleitung von Mosche Schapiro. Es folgen Gesang und Rezitation. Gäste willkommen. Der Gesellschaftsball der Freunde des arbeitenden Palästina am 8. Februar 1931 in den gesamten Räumen des Brüdervereinshauses, Kurfüstenstr. 115/116, verspricht ein großes Ereignis zu werden. Eine auserlesene Tombola wird einen Höhepunkt des Balles bilden. Hervorragende Kapellen und Künstler werden mitwirken. Wir werden an dieser Stelle demnächst das genaue Programm und die Namen der Künstler veröffentlichen. Karten zum Preise von RM. 3,— und Auskünfte durch das Büro: Berlin N24, Auguststr. 17, IV, Tel. D 2, Weidendamm 3985. Weitere Vorverkaufsstellen: Berl. Zion. Vereinig. W15, Meinekestr. 10, Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina, W 15, Meinekestr. 10, Beth-Am, Charl., Grolmanstr. 36. Frauen-Arbeitsgemefnschaft für Palästina. Gruppe T e m - pelhof: Montag, den 19. Januar, abends 8»/8 Uhr: Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Frau Dr. Freier: ״Gegenwart im Gleichnis“ (zeitgenössische hebräische Literatur). Im Hause von Frau Herrmann, Kaiserkorso 152, — Gruppe Neuk ö 11 n: Montag, den 19. Januar, abends 82/י Uhr, Gruppenzusamm enkunft: Bericht über den gegenwärtigen Stand der Wizo-Arbeit in Berlin und im Reich und Besprechung aktueller Fragen. Referentin: Dr. Bertha Zamory. Bei Dr. Bertha Zamory, Kaiser-Friedrich-Str. 38. — Gruppe Nordwest: Dienstag, den 20. Januar, nachm. 41/2 Uhr, Gruppen- Zusammenkunft: Bericht über den gegenwärtigen Stand der Wizo-Arbeit in Berlin und im Reich und Besprechung aktueller Fragen. Referentin•. Frau Edith Hirsch. Besondere Einladungen ergehen nicht. Frauenarbeit. Am 2. Januar d. J. fand im Hause von Frau Recha Freier eine Aussprache von Vertreterinnen der Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina und Vorstandsmitgliedern der Berliner Ostjüdischen Frauenverbände statt In einem kurzen Referat informierte Frau Freier über das Wesen der Wizo und forderte die Mitarbeit der ostjüdischen Frauen. Sie erzählte in neuer Gestaltung die Geschichte der Hanna, die in einer der heutigen ähnlichen, zerrissenen und ziellosen Zeit, sehnsüchtig zu helfen, ein Kind für ihr Volk, nicht für sich selbst erflehte. Die eingeladenen Vertreterinner! erklärten sich — in selbstverständlicher Verbundenheit mit Palästina — bereit, in ihren Verbänden informierende Vorträge für Rednerinnen der Wizo vorzubereiten. Etwa 20 Gäste trugen sich als Mitglieder der F. A. P. ein. Auf Anregung von Herrn Berggrün wurde ein Komitee unter Führung der Damen Alter, Keilmann, Koppel und NuBbaum gegründet, das die Aufgabe übernahm, die kulturelle Arbeit unter den Kindern, jugendlichen und Frauen in Zusammenhang mit der F. A. P. auszubauen. Private Volksschule des Jüdischen Schulverefns, Fasanenstraße 79/80. Die Anmeldung schulpflichtiger Kinder für Ostern 1931 erfolgt Montag, Mittwoch und Freitag, von 12 bis 1 Uhr, bei der Schulleiterin Frau Nathan. Es wird gebeten, die Kinder bei der Anmeldung vorzustellen und Geburts- und Impfschein mitzubringen. Ein ärztliches Attest ist nicht erforderlich. Die Budapester Im ״Kaftan“. Der Direktion des jüdischen Kabaretts ״Kaftan“, Jägerstr. 18, M. Sakaschansky — Ruth Kiinger, ist es gelungen, zwei der besten Vertreter jüdischen Ffumors: Moritz Weltz und Ida W. Zwilling (Budapest), für ein kurzes Gastspiel im Rahmen des neuen Programms zu gewinnen. Premiere: Sonnabend, 17. Januar, 9 Uhr. Durch den Palestlne & Orient-Lloyd werden in diesem Jahre eine Reihe von Spezialreisen nach Palästina mit und ohne Aegyptenaufenthalt durchgeführt. Informationen hierüber wie alles sonstige Material über Palästinareisen erhalten unsere Leser ohne jede Verbindlichkeit im Büro des Palestine & Orient- Lloyd, Berlin N 24, Friedrichstr, 121. Galerie J. Casper, Lützow-Ufer 5, eröffnet am 17. Januar eine Ausstellung von Professor Klein-Chevalier (Florenz) anläßlich seines kommenden 70. Geburtstages. Ferner erste Aus- Stellung von Mathilde Ziegler (Berlin) Oelbilder, Theaterentwürfe und Holzschnitte. Der Verein jüdischer Gewerbetreibender zu Berlin, ״Esra“, veranstaltet am 8. März 1931 im Logenhaus, Kleiststraße, sein zehnjähriges Stiftungsfest mit Bannerweihe. Verkauf von Palästfna-Handarbeften. Spitzenarbeiten, Stickereien, Kinderkleider, Silberarbeiten usw. und Orangeade bei Frau Rechtsanwalt Cohn, Berlin W, Potsdamer Str. 99, Lützow 6428 (nur Donnerstag Nachmittag); ferner im Laden der Firma Portz & Co., Berlin W, Pariser Str. 31, Nähe Olivaer Platz. Arbeitsnachweis. Wir geben bekannt, daß ab 1. Dezember 1930 für noch nicht schulentlassene Kinder wieder nachmittags von 1/24 bis 5 Uhr unsere Beratungsstunden sind. — Es ist zweckmäßig, sich rechtzeitig vor der Schulentlassung zu melden. Beim ersten Besuch unserer Beratungsstelle sind die letzten Schulzeugnisse, sowie Handfertigkeits- und Bastelarbeiten mitzubringen. Sprechstunden: Auguststr. 17 (TeL; D 2, Weidendamm 5936): Knaben: Dienstag und Freitag von 10 bis 1 Uhr, Mädchen: Montag und Donnerstag von 10 bis 1 Uhr; Fasanenstr, 79 (Synagogengebäude (Tel.: J 1, Bismarck 7(4), für die Bewohner des Westens: Knaben und Mädchen: Donnerstag von 3 bis 6 Uhr; für Schüler (Auguststr. 17): Knaben und Mädchen: Montag, Dienstag, Mittwoch, nachm, von 5/34 bis 5 Uhr. — Wir suchen noch Handwerkerlehrstellen! Jüdische Arbeitgeber! Meldet jede freiwerdende Lehrstelle der jüdischen Berufsberatung. — Studenten für Nachhilfeunterricht können jederzeit nachgewiesen werden durch den Jüdischen Arbeitsnachweis, Abt. für freie Berufe, Berlin SW 19, Lindenstr. 48/50, Tel.: Dönhoff 307/308. המועצה לעבודה עברית בין הנוער עורכת במוצאי שבת 17 לינואר׳ בשעה8בערב׳ בבית העם שיחה על הנושא: "המצב בציוניות וההינגרם מציוני." הפותה משה שפירא(א״י> אורווים רצויים!