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Jüdische Rundschau · 1930-12-30 · Heft 102 (30.12.1930) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 102 (30.12.1930)
Date
1930-12-30
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 092 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 102, 30. XDL 1930 sal vieler bedeutender Menschen, die sich in geistigem Streite mit ihrem Lande befanden. Seine Einsamkeit war die eines Ibsen, eines Strindberg. Aber wenn Kopenhagen für ihn aut einmal ״die verhaßte Stadt“ wird, weil er dort zu häufig an sein Judentum erinnert wurde, so ist diese Einsam* keit _ nicht imstande, in uns warme Gefühle zu erwecken. ״Mein Publikum ist Europa“ tröstete er sich gewöhnlich in solchen Zeiten des Schmollens mit Dänemark, und wenn er in Gedanken bei den großen Repräsentanten der Menschheit weilte und über sie schrieb, glaubte er die Kränkung über* wunden zu haben. Aber dieser Zustand währte gewöhnlich nicht lange. Die Wunden öffneten sich wieder, ein Gefühl der Einsamkeit verdüsterte sein Gemüt. Dabei welch eine Merkwürdigkeit! Da ist z. B. sein viel jüngerer Freund Henri Nathansen, der sich als nationalbewußter Jude bekennt, der sich eifrig mit der ihm so verhaßten ״Juderet“ beschäftigt, das Zusammengehörigkeitsgefühl mit dem jüdischen Volke be* sonders betont, und diese seelische Haltung hindert Nathansen keineswegs, die dänische Landschaft, die dänische Literatur zu lieben. Wie kommt es, daß dieser Volljude Nathansen unter keinem Zwiespalt leidet und daß Brandes es ist, der sich heimatlos fühlt? ״Ach, Lieber — lesen wir in einem seiner Briefe —, es ist möglich, daß es gut auf dem Lande in Dänemark ist. Aber für mich ist das Land mit der Zeit unbewohnbar geworden. Kaum bin ich hier, so sehne ich mich schon wieder fort.“.. . Es ist nicht die Strindbergsche Flucht, so wie es nicht die Strindbergsche Einsamkeit gewesen ist, die Brandes plagte, es ist die Flucht vor de ra Judentum. Aut dieser Flucht _befand sich Brandes Zeit seines langen Lebens, und nur während des Krieges hat man einige positive, freundliehe Worte über das Judentum von ihm gehört. Sie klangen wie eine Verteidigung, wie die Abtragung einer alten Schuld. Die Volkszählung and die ungarischen Jaden Prager Brief ' Nachhall der Volkszählung. — Große Erregung der tschecho- *slowakischen Presse über die Resolution der Union ungarischer Juden. Von unserem Berichterstatter. hl, Prag, 25. Dezember 1930. Die Union Ungarischer Juden beschäftigte sich unter Vorritz des Hofrats Samuel Stern mit der Volksabstimmung in der Tschechoslowakei und nahm mit Stimmeneinhelligkeit eine Resolution an, die besagt: ״Die Union lenkt die Aulmerksamkeit der ganzen Kulturwelt aut die Mißbräuche, die in der Tschechoslowakei anläßlich der jüngsten Volkszählung gegenüber der jüdischen Bevölkerung, die aut Grund von prache, Kultur und Gefühlswelt sich zum Ungartum bekennt, begangen wurden. Durch behördlichen Druck sollten die Juden veranlaßt werden, ihre Zugehörigkeit zum Ungartum zu verleugnen. Die Union ungarischer Juden schließt sich der von der ungarischen Minderheit der Tschechoslowakei beim Völkerbund eingebrachten Beschwerde an und erwartet von der Judenheit der ganzen Welt, daß sie die Sache der tschechoslowakischen Glaubensbrüder sich zu eigen macht und ihren ganzen moralischen Einfluß aufbietet, damit das ihren Glaubensgenossen zugefügte Unrecht im Geiste der durch die ungarische Minderheit beim Völkerbünde eingereichten Be־ schwerde gutgemacht werde.“ Diese durch die amtliche magyarische Presseagentur verbreitete Resolution gegen die Durchführung der Volkszählung in der Tschechoslowakei hat in der gesamten tschechoslowa- ' ' kischeh^'Pmse'em-'irfegtes Echo gefunden. Für die aatlsemitischen Blätter war diese Nachricht natürlich eine willkommene Beute; aber auch die großen seriösen Tageszeitungen finden scharfe Worte der Abweisung und unterstreichen vornehmlich, daß sich die Union in diesem Falle das erste Mal an die Juden״ Schaft der ganzen Welt wendet, während sie doch etliche Male anläßlich des antisemitischen Terrors gegen die Juden in Ungarn dazu eher Gelegenheit gehabt, aber dann immer zu schweigen vorgezogen hätte. Die ״Prager Presse“, das Organ des Außenministers Benes, schreibt: ״Wir finden keine Worte, um das Vorgehen der ״Union ungarischer Juden“ zu verurteilen. Aus dem Lande des Numerus clausus, aus dem Lande der Pogrome, aus dem klassischen Lande des Antisemitismus, in dem der Heeresminister die Juden aus dem ״Heldenkapitel“ ausgeschlossen hat, wird gerade gegen die Tschechoslowakei der Vorwurf irgendeiner Beeinflussung der Juden bei der Volkszählung erhoben. Im Gegensatz zu Ungarn, das aus den Juden ein Mittel der Magyarisierung der nichtmagyarischen Vofksteile gemacht hat, hat die Tschechoslowakei den Juden 1m Sinne ihrer eigenen Forderungen die Möglichkeit gegeben, sich frei zu ihrer Natio* nalität zu bekennen. Die Tschechoslowakei weist diese Kundgebung, durch die sich die ״Union“ zu einem Werkzeug der übelsten Lügenpropaganda erniedrigt, mit Verachtung zurück.“ Auch der jüdischnationale Abg. Dr. Singer wendet sich in einer Erklärung gegen die Kundgebung der ״Union“ und weist darauf hin, daß ihm nichts von jüdischen Protesten aus dem Osten der Republik gegen die Volkszählung bisher bekannt sei. ״Der Verband magyarischer Juden in Budapest sollte es begreifen, daß das Verhalten der magyarischen kompetenten Faktoren gegen die Judenschaft in Ungarn nicht zuletzt ein Grund war, daß sich viele Juden magyarischer Kultur in der Tschecho- Slowakei auf ihre Zugehörigkeit zum jüdischen Volke besonnen haben.“ —- Genaue Resultate über die Volkszählung liegen bisher nur aus wenigen Städten vor. In Preßburg, dem Hauptorte der Slowakei, ist die Zahl der Nationaljuden von 3758 auf 5600 gestiegen. XVIL Zionistenkongrefc Mitteilung Nr. 1. 1. Errichtung des Kongreßbüros. Das Büro des XVII. Zionistenkongresses hat seine Tätigkeit in Karlsbad bereits aufgenorrur.en. Es amtiert im ״Schützenhaus“ (Zimmer 115, I. Stock), io dem auch der Kongreß tagen wird. Die Adresse lautet: Karlsbad, Postfach, Tschechoslowakisebe Republik; Telegramm-Adresse: Congrezion, Karlsbad; Mosse-Coae; Telephon 1200; Bankkonto: Böhmische Union־ bank, Filiale Karlsbad. 2. Gastkarten. Sämtliche Sitzungen des Kongresses finden im ״Schützenhaus“ statt. Die Bestellungen auf Gastkarten sind an die zionistischen Landes- bzw. Sonderverbände jenes Landes, in dem der Besteller wohnt, zu.richten. Im vorhinein werden nur Permanenzkarten abgegeben. Die Preise der Permanen2karten sind wie folgt festgesetzt. Kategorie S Kc. 500,— ״ II —,300 ״ ״ III -,150 ״ ״ IV 80,- Stehplätze werden nur als Tageskarten an jedem Kongreßtage im ״Schützenhaus“ abgegeben. Bestellungen auf Permanenzkarten sind sobald als möglich, spätestens aber bis zum 15. Januar 1931 an die Landes- bzw. Sondervarbände zu richten, welche sie nachher gesammelt an Das schlechte Quartals-Ergebnis kann verbessert werden, wenn Sie noch heute die In den Chanukahtagen gesammelten Spenden an die KKL-Zentrale überweisen I Ausweis Nr. 12 16.—23. Desomber 1930: •f. 7470,0• LANDSPENDE Berlin: Vorläufiger UeberschuB des Balles 2500. Dr. S. Eppenstein 12, Dr. Werner Konschewski 10, Dr. Benno Altmann 5; Imitaschen: Bund Jüdischer Schüler: Kurt Samolewitz. 5. Aachen: Uebersch. d. Chanukahfeier 50. Chemnitz: Sammlg. anl. d. Gruppenverbandstages f. Sachsen in Chemnitz am 23. 11. 30: Scnocken-Dresden, Dr. Holzer, Carl Lewin je 20, Dr. Noßbaum-Zwickau, Tschernoff, Baum, Paretzkin, Dr. Frankel, Dr. Pietrkowski, Dr. Lewy je 5, Dr. Fleiß, Dubiner-Leipzig, Dr. Loebenstein, Dr. Walter Katz, Dr. Machnitzki, Bermann, Dr. Geis, Dr. Sluczewer, Dr. Sichel, Levien-Dresden je 3, 9/3 13; 1. Rate Chanukah-Aktion 250, Büchse Chanukah-Feier 23, Büchse Gruppenverbandstag 23.11.: 18, Büchse Wahlversammlg. Schornstein 10, Büchse Vortrag Blumenfeld 10. Dortmund: ges. a, d. מלוה מלכה d. Misrachi 20. Frankfurt/O.: Sammlg. b. e. Chanukahfcier 13. Guben: Frau Elsa Meyer 7. Hamburg: Lotterie d. Zion. Frauengruppe v. d. aut Teenachmittagen angefertigten Handarbeiten 350, Hugo Braunsberg grat. Hans Kehlenberg 1. Verlobg. 4. Hamborn: ges. dch. Stein a. d. Brith Milah Goldmann 4. Kiel: Prof. Dr. Otto Opet 50. Königsberg: Herrmann Segall Synagogensp. 10. Leipzig: Dr. Harry C. Schnur grat. s. Eltern z. Chanukah 50, Israel Wald anl. Vermählg. 25, Frau Sophie Spitz anl. i. 70. Geburtstages 18, Jack Spielmann anl. d. Barmizwah s. Sohnes Günther 10, B. Sudowicz, Prakt. Protest 10. Liegnitz: Bolak anl. Silberhochzeit 5. München; Nathan Scheimann-Landshut anl. d. Silberhochz. s. Schwiegereltern Herrn u. Frau Z. Spielmann 20, N. N. aus e. freudigen Anlaß 5, 4/3 5. Plauen: fes. b. Herrn Rovinsky 9. Stettin: Max Silbersohn Chan.-Sp. 5. tolp: N. N. 20. Stuttgart: L. Marx-Cannstatt 6. Würzburg: Frau Sarah Seligsberger Chan.-Sp. 10, N. N. anl. d. Veribg. 5. GOLDENES BUCH Martha Weltsch s. A.: Max W. u. Anni Kober 5, Frau Rabbiner Warschauer s. A.: Kurt Samolewitz kondol. Rabbiner Dr. Warschauer 5. Zion. Ortsgruppe München: 4/3 — 6, es grat. Fam. Schachno z. Veribg. i. Tochter: Dr. Straus u. Frau, B. Lustig u. Frau, Dr. Gutmann u. Frau, Max Landmann u. Frau je 3, 10/3 17,!. Ausführg. d. Resolution d. Jung-Zion. Arbeitskreises v. 24» 11. 30 (Protestversamralg.); Dr. J. Emrich 15, Max Kalter 10, Isa Straus 6, Camilla Hohen־ berger, Fritz Weißbarth, N. N. je 5, Elly Schwarz, Jetty Blau je 3, 3/3 3 ־=־; Sonderaktion d. Aktivitas d. V. J. St. Jordania 1. K. J. V. 135, zus. 226. Dr. Max Mayer-München: Freunde eröffnen a. d. N. v. Dr. Mayer eine Eintragung i. d. Gold. Buch des KKL anl. s. Abreise nach Palästina u. sagen ihm u. s. Gattin herzl. Lebewohl 120. BALFOUR-PROTEST-AKTION Lübeck: Frau Nathan Blumenthal, Dr. Martin Mayer je 10, Wagenberg, Frau Lilli Meyer, Dr. Joel, Dr. Cantor je 5, 18/5 27, zus. 67. Schneidemühl: W. Kanforowicz 15. SchSnlanke: Tobias, R.-A. Ascher, Grünbaum je 50, Rychwalski, P. Grünewald je 30, Kaufhaus Levy 25, B. Lewy, Badt, M. Grunewald, Meißner, Dr. Berlinger, w. Grunewald, Dawidsohn je 10, 2/5 5, zus. 310. Stettin: Kaatz 20, Woreczek & Braver 25, Wilheim Fonfe, Frau Emma Blochert je 10, zus. 65. ספדי הזהב t ־־w־• •. r. JS, ־ ■•׳! mtvHh ■ ציש v BAUMSPENDE Eitingon-Halm Dr. M. Eitingon 60, Hans Kroch, Dr. P. Deuel je 30, Recha Fuchs 12, Arthur Löwenstein 10, I. Felsenstein, J. Neumann je 6, zus. 154. Dr. Moritz Mordechai u. Agnes Chamlzer-Halnt Dr. Myschalow, A. Bochenek, Dr. Friedenthal, Dr. A. Löbl grat. Dr. E. Chamizer z. Geburtstag 24. Fam. Loebensteln-Haln: Daniel u. Gustav Loebensteln-Garten: Dr. Fritz Loebenstein dankt s. Freund, u. Verwandten f. d. herzl. Wünsche anl. s. Umzugs 18. Familie Walter Levy-Garten: Sammlg. b. d. Hochzeit 40. Dow Beer u. Bertha Sudowicz-Garten: anL d. Schechtmann-Veranstaltg. v. d. Gästen d. Herrn Sudowicz z. Ehren v. Herrn Sudowicz 30. Zeire Misrachl-Garten Im Landau-Wald: Zeire Misrachi-Leipzig grat. Herrn Babad anl. Verlobg. 6- Hannah Deborah Leopold- Garten: Lambert Leopold z. 20. Dez. a. d. N. s. Vaters Louis Elieser Leopold 6. Wolff Georg Kupferberg-Garten: Sammlg. b. d. Chanukahfcier d. Zion. Frauengruppe als Dank aller Teilnehmer 100, d. Zion. Frauengruppc dkt. allen Mitwirkenden b. d. Chanukahfcier 24, zus. 124. Max Schenk s. A.-Garten: Louis Keiser-Hameln anl. d. 1. Todestages v. Max Schenk s. A. 6. Dir. L. Hofmann-Garten: J. Nieteckmann 6, Büchse Frohwein 10, Sammlg. a. d. Vortrag v. R.-A. Haas 9, zus. 25. Sarah Reich s. A.-Garten: Jakob Reich grat. 1. Silberhochzeit Z, Spielmann u. Frau 6. Resl Krakauer-Garten: Rabb. Dr. Rülf u. Frau-Saarbrücken 6. Ludwig Ebstein-Garten: Frau Leni Ebstein z. Geburtstag i. Mannes am 13. Dez. 20, Dr. Dresel u. Frau 4, zus. 24. Einstein-Wald: Adolf Hammerschlag-Harmuthsachsen an!, d. Barmizwah s. Sohnes Max a. d. Namen 6. Herzl-Wald: Berlin: Dr. Adolf Wagner anl. d. Jahrz. v. Albert Katz s. A. 6. Düsseldorf: Dr. Gerson grat. Kurt Schatz-Bonn z. Vermählg. 6. Hamburg: Fam. Nathan a. d. N. v. Dr. Oscar Nathan anl. d. Jahrzeittages 6, Käthe u. Walter Weigert a. d. N. v. Ulrich Felix van der Walde 6. Herford: Erich Weinberg a. d. N. v. Mabcl Koopmann-London 6. Karlsruhe: Misrachi-Mitglieder anl. e. Abschiedsfeier z. Ehren 1. Gesinnungsfreund, u. Lehrers Pinchas Schächter 9. Schönlanke: Rabb. Berlinger dankt Jehuda Karmi f. erste Hilfe b. Schlomo 6. Stettin: Leo u. Erna Bloch d. Andenken an Frau Elise Nadelmann 30. BÜCHSEN Zur Erspamit der Druckwesen worden von nun an nur mehr die Büchten• Ergebniae 1>01> f il n 1 Mark aufwärts auwewiesen Berlin: S. u. Theodor Schocken 200, L. Wertheim 16, R.-A. Hirschland, Malinowsky je 10, Dipl.-Ing. Mansfeld 8, Wizo- Büchse 7, Hirsch, Frau Taubes, Frau Wolf je ft, Berger, Bloch, Bratt, Dr. Cohn, Nawratzki, Neustätter, Dr. Sachs, Dr. Simon je 5, 97/5, zus. 371,50. Buchau: Dr. Schlesinger 11, Peppi Dreifuß 3. Chemnitz: Zion. Ortsgruppe 41, Dr. Holzer (Privat) 24, Mittagstisch Poljak 15, Fleiß 11, Lande 10, Dr. Machnitzki 9, O. Herz, Dr. Holzer (Praxis), Paretzkin je 7, Goldmann, Fischer je 6, Merin, Dr. Wulfsohn, Dr. Fleiß, Dr. Adler, Dr. Arnsdorf, Bräunsdorfer Strumpffabrik ״Unitas“, Dr. Wolf, Dr. Sichel, Gehr. Geller, Schwalb, Dr. Glaser, M. Wolf, Dr. Mannheim, Dr. Sluczewer, Horowitz & Grünberg je 5, 143/5 — 252. Dortmund: 110-J-. Essen: 20-K Forst: Max Freundlich 12, FL Tworager ,10, Apatb. Jacobsoha, :De. Simon je. 5, .8/5 27׳.«־=־. Fulda: 294־=- Grelzt Leo Cohn 6. Hamburg: Misrachi-Verr sammlg. 9, James Henschel, A. Kramarski je 5, 51/5 -= 94. Hamborn: Diengott 5, 1.3 5 18 ־=־. Heidelberg: 1324-. Idar: 12 4־. Königsberg: Malbin 7, Herbert Hirsch 6, Siegmund Rosenfeld, F. Fiatc v je 5, 5/5 7. Köthen: 77 —. Leipzig: Mendei Wydra 10, Dr. J Adler 7, A. Broi berg 6, N. Perlin. Ch. Hoyda, D Adler je 5. Liegnitz: Emil Met/, Frankel, Dr. bilbermann je 5, 17/5 — 41. München: R. , 'inikes, Ph. Stern je 10, Fraa E. Gutter 9, Willy F ■er 7, 2548 - י׳. Nauheim: R.-A. Dr. Stahl 18. Offenburg 811 . Prenzlau: 8/5 — 13. Ratibor: 144Stuttgart: 57-f-. Wismar: 6/5 13 ־=־. Würzburg: Frau Baumblatt, Schulhöfcr u. Lachmann, A. Riesenfeld je 5, 9/5 Abkürzungen, die im Ausweis verwendet werden: a) Pfennigbetrage fallen fort, sind aber im Gesamtresultat enthalten, b) Ziffern bedeuten Markbeträge, c) 8/5= 14 bedeutet 8״ Spenden oder Büchsen unter 5 Mark zusammen 14,—“. d) -j~ heißt ״ohne Spezifikation überwiesen“. Keren Kaiemeih Leiisrael 1 Berlin umb. meinenestr.10 miscntiM 26247 ... das Kongreßbüro weiterzuleiten haben. Es können nur solche Bestellungen berücksichtigt werden, für die der Betrag auf dem Wege über die Landes- und Sonderverbände beim Kongreßbüro erlegt wird. 3. Quartierbestellungen., Das Kongreßbüro wird den Kongreßteilnehmern auf Wunsch Quartiere vorher besorgen. Nähere Mitteilungen über die Art der Bestellung werden folgen. 4. In der folgenden Woche wird das Kongreßbüro weitere Mitteilungen, insbesondere über Pässe und Visa, veröffentliehen. Büro des XVII. Zionistenkongresses. Dr. Fritz UIImann. Dr. Franz Kahn. Stellvertreter. Leiter. Aus den Gemeinden Duisbnrg Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Krefeld, die in der Lage ist, nur 10 °/0 Steuern erheben zu müssen, sprach sich für den Austritt aus dem Preußischen Landesverband aus und richtete an die niederrheinischen Gemeinden die Aufforderung, sich mit derselben Frage zu beschäftigen. Daraut beschloß die Jüdische Gemeindevertretung in Duisburg am 23. Dezember folgendes: Auf die ihr zugegangene Anregung zum Austritt von jüdischen Gemeinden aus dem Preußischen Landesverband Stellung zu nehmen, erklärt die Gemeinde- Vertretung Duisburg einstimmig: 1. Die Jüdische Gemeinde Duisburg hat sich m ihren Satzungen selbst gebunden, einem anerkannten Landesverband zuzugehören. 2. Der vom Landesverband mit allen gegen eine Stimme beschlossene, der Regierung vorliegende Vorschlag eines Judengesetzes sieht die Zwangszugehörigkeit der Gemeinde zu einem Landesverband ebenso wie die Zwangszugehorigkeit des einzelnen Juden zur Gemeinde vor. Wird der Vorschlag demnächst Gesetz, so wird die ausgetretene Gemeinde doch wieder Verbandsgemeinde. 3. Der Austritt einer Gemeinde aus der Organisation der Gemeinden oder die Drohung mit dem Austritt aus geldlichen oder anderen Beweggründen ist ein Verstoß gegen die jüdische Solidarität nicht weniger als der Austritt des Einzelnen aus der Gemeinde oder die Drohung mit dem Austritt aus der Gemeinde. Es ist ein Gebot jüdischer Selbstachtung, auch vor Einführung des staatlichen Zwanges der Gesamtheit sich nicht zu entziehen. Anders wird nie der erstrebte Jüdische Reichsverband zustande kommen. Gruppe Ost der B. Z. V. Donnerstag, den 8. Januar, spricht in den Räumen der Agudas Achim, Jostystr. 4, Dr. Max Kollenscher über das Thema: ״Gemeindepolitik als Minderheit“. Hebräische Sprachschule ״Kirjath Sepher", Breslau. Der Unterricht beginnt wieder Dienstag, den 6. Januar 1931, für alle Kurse zu den festgesetzten Zeiten. (Wallstr. 14, pt., Zimmer 4.) Anmeldungen für alle Kurse, auch für Anfänger, stets Montag bis Donnerstag, 19—20 Uhr, Wallstr. 14, pt., Zimmer 4. Dessau. Am 13. Dezember 1930 referierte in einer Ortsgruppenversammlung Dr. Werner Bloch aus Berlin über ״Auf zionistischer Reise rings um die Ostsee“. Der Vortragsabend, der gut besucht war, war außerordentlich interessant, denn er bot fast allen Zuhörenden sehr viel Neues. — Am 20. Dezember 1930 fand für die Mitglieder der Ortsgruppe eine Chanukkah-Feier statt, die ebenfalls gut besucht war, und die für I den Nationalfonds einen UeberschuB erbrachte.

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