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Jüdische Rundschau · 1930-12-30 · Heft 102 (30.12.1930) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 102 (30.12.1930)
Date
1930-12-30
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 102, 30. XE. 1030 JUEDISCHE RUNDSCHAU Sehe 693 1 HAi^ADl WE LT V®5BAND Jüdisches Liederbuch Die Versuche, jüdische Liederbücher zu schaffen, am In Leben moderner jüdischer Jugend den Gesang und durch ihn jüdisches Leben zu pflegen, sind wenig jünger als die moderne jüdische Renaissance-Bewegung. Anfangs der neunziger Jahre des abgelaufenen Jahrhunderts ist das erste jüdische Vereinsliederbuch in Berlin herausgekommen, ein ärmliches, aber gut gemeintes Erzeugnis, das aber doch den Erfolg hatte, daß es in den letzten vorherzischen Jahren jüdische Jungen und Mädchen mit jüdischen Gefühlen erfüllte. Aus ihm sind dann später brauchbare Liederbücher hervorgegangen. Fast gleichzeitig gab der Kolonist Menasche Meierowitz in RIschon-l’Zion, der damals als einer der ersten Bilu in unserns Kreise eine angesehene Stellung einnahm und der jetzt als alter Mann Direktor der großen Kelter in Rischon ist, ein kleines Heftchen Schire ’Am-Zion heraus, dem bald ein zweites folgte. Diese beiden Hefte, die zu den größten Seltenheiten zionistischer Bibliotheken zählen, — es sind kaum drei Stück noch vorhanden —, haben eine tiefe Wirkung gehabt. In ihrem ganz kleinen Format wanderten sie von Hand zu Hand und waren bei der Arbeit in den Händen der Kolonisten, da sie wegen ihres geringen Umfanges in einer Westentasche untergebracht werden konnten, und deshalb niemals störten. Die Lieder von damals sind verschollen. Fast nur die Tikwah wird noch gesungen. Ein anderer Ton ist an die Stelle der Mollweisen getreten, und die Achtel- und Sechzehntel und noch variableren Töne der orientalischen Weisen beherrschen das neue hebräische Lied, das nicht mehr auf die Kolonien und auf die nächste Umgebung von Erez-Israel beschränkt ist, sondern überall erklingt, wo junge jüdische Menschen am Aufbau von Land und Volk teilnehmen. Denn auch in Berlin kann man aufbauen helfen. Zwar ist es nicht dasselbe für das Land, ob man hier wirkt, oder an Ort und Steile selbst, aber für den Aufbau des Volkes kann man auch in den Lindern des Galuth wirksam tätig sein. Und zur Belebung dieser Arbeit trägt das jüdische Lied erheblich bei. Bei dem Aufbau des Volkes in allen Ländern, mit Ein* Schluß der Volksheimat, hat das neue Makkabl-Uederbuch, das soeben vom deutschen Kreise des Weltverbandes ״Makkabi״ herausgegeben worden ist, eine große Bedeutung. Man versteht erst, was es bedeutet und was erreicht worden ist, wenn man dieses stattliche Liederbuch, mit seinen großen innerlichen Werten, mit den ersten beiden Liederbüchern vergleicht, die vor fast vierzig Jahren in Berlin und in Rischon-I’Zion erschienen sind. Auch das erste Berlinische Liederbuch hatte einen deutschen und einen hebräischen Teil Aber wie ärmlich waren beide! Nur der Teil allgemeiner Jugendlieder, die nicht jüdische sind, ist ungefähr auf der gleichen Höhe geblieben. Der jiddische Teil ist ganz neu hinzugekommen. Von besotisonderem Werte fjjr den praktischen Gebrauch ist die Beigabe von Noten, wenn sie auch für die orientalischen Melodien der neuen hebräischen Lied«־, die in* Vordergründe des Buches stehen, nicht genügend wiedergabefähig sind. Dieses Liederbuch, das der Makkabi geschaffen hat, ist natürlich auch nichts Endgültiges, Aber es •ist ein lebensvoller Sproß an dem Baume, jüdischer Volksentwlckhing. & M da Beweis lebendigen Wachstums und der gesunden Entwicklung unserer Jugend. .Es zeigt zuelelcl1.de» Fortschritt, Gesinnung und hebcüsche Sprache Jn den. ietzten jahrzehntei* gemacht B*beB,״«nd־wii das :La»!!?«!וזי»# dias:ji^g*-,P«K Israel im Brennpunkt der. jüdischen Gefühle uitseter Jmks»• wachsenden und herangewachsenen Jtizöid stete., Uni w«m die Alten ־das Buch in die Hand bekommen, ind ׳.wtaw sie die Weisen hören und musingen, die dort fo..tgelegt׳. fmf, und gar nicht fest liege», dann fühlen sie sich weiter jung 4nd zur Jugend zugehörig. . V . . ' *•יי׳ Der eigentlich. Träg*־ ^dieser Ve-jxs- und’ Jugendweihen Ist der Weltverb and Makkabi mit seinen Zweigen Bar Koehba, Hakoah, Bar-Giora und •wie sie alle heißen, und wo sie alle stecken. Es ist ein großes Verdienst, das sich das Präsidium des Weltverbandes und der von ihm Beauftragte Nathan Ka m 1 n ski erworben haben, daß sie dem jüdischen Liede und vor allem dem jung-hebräischen Gesänge den Weg weiter in das Volk geöffnet haben. Auf den Flügeln des Liedes wird der nagtionale Geist des Judentums weiter über die Linder und Meere fliegen und Makkabi-Geist mit Makkabi-Gefühlen zu den Juden aller Länder des Galuth tragen. Bravo Makkabi! Heinrich Loewe, Litauen. Achte Landeskonferenz des Li tauischen Makkabi. Am 20. und 21. Dezember fand unter großer Beteiligung der Delegierten der Makkahi-Vereine In Litauen die achte Landeskonferenz des Makkabi statt. Ein besonderes Gepräge erhielt die Konferenz durch die Anwesenheit von Dr, Georg Kareski, der der Einladung des Litauischen Makkabi Folge geleistet hatte. Das Präsidium des Makkabi-Weltverbandes delegierte zur Konferenz sein Mitglied, Dr. A. Rosenfeld, den Ehrenvorsitzenden de» Litauischen Makkabi. Am Freitag Abend fand im Hause des Präsidenten des Makkabi-Kreises in Litauen, Rechtsanwalts R. Rubinstein, Redakteurs der ,Jüdischen Stimme", Kowno, ein Abendessen statt. Am Sonnabend wurde unter der Leitung des Dr. M. Wolf, Vorsitzenden de« Adas Israel, eine Kundgebung abgehalten, in der Dir. Kareski einen Vortrag über ״Die politische lare im Zionismus“ hielt. Am Sonnabend Abend fand die feierliche Lröffnugssitzung der Konferenz statt. Nach einer längeren Ansprache des Redakteur« R. Rubinstein und den Begrüßungen durch die litauische Sportbehörde, dio Zionistische Organisation und OSE erfolgte die Wahl der Kommissionen. Zum Ehrenvorsitzenden der Konferenz wurde Dir. Kareski und zum Vorsitzenden Dr. Rosenfeld gewählt. Hierauf sprach Dr. Rosenfehl über die Makkabiah und den Makkabi- Weltverband. Er schloß mit einem Appell an den Litauischen Makkabi seine Arbeit im Zeichen der Makkabiah mit verstärkter Energie fortzuselzen. Dir. Kareski sprach über die jüdiache Jugend uod den Sport und riß durch seine begeisternden und anfeuemden Worte die Zuhörer zu minutenlangen Ovationen hin. Zum Schluß gab Dr. R. Rabinowitsch den Rechenschaftsbericht über die Arbeit des Kreis- Präsidiums und behandelte ausführlich die Richtlinien der zukünftigen Arbeit. Am Sonntag besuchte Dir. Kareski die jüdischen Institutionen der Stadt Kowno, u. a. das OSE-Haus. Am Nachmittag fand eine ausführliche Generaldebatte statt. Es wurden eine Reihe wichtiger Resolutionen angenommen, über die wir in der nächsten Nummer berichten werden. Zum Vorsitzenden des neuen Präsidiums wurde der Leiter de« hebräischen Lehrerseminars, Dr. R. Rabinowitsch, gewählt. Mit einer zündenden Ansprache Dir. Kareskis und mit dem Gesang der Halikwah schloß die «ndruck» volle Konferenz, die ohne Zweifel eine Belebung dar Makkabi-Arbeit mit »ich bringen wird. Am Sonntag Abend fand ein Bankett dar Gemeinde Adas Israel und der Konferenz-Delegierten statt, an dem die Spitzen der jüdischen Gesellschaft teilnahman. Die Redner dankten Dir. Kareski für seinen Besuch. In seiner Erwiderung betalte Dir. Kareski die Bedeutung des litauischen Judentums für die jüdische Renaissance und dankte seinerseits für den begeisterten Empfang, der ihm beratet worden war. Zum Kongreß in Karlsbad. Anläßlich des Kongresses in Karls- Lad plant die Leitung des tschechoslowakischen Makkabikmtes eine li<:grüßung*-Stafette ttasel» p! Karlsbad und ein Bäiumtciia»• turnen der besten Turner des tschechischen MakkaWkreises m Ehren der Kongreßteilnehmer. — Gleichzeitig beruft da* Präsidium des Weltverbandes ein« Tagung von Vertretern der europäisch« Makkabikreise nach Karlsbad zwecks Beratung über die Fragen der Makkabiah und Fühlungnahme mit dm Vertretern der zionistischen Institutionen. Bulgarien. Ende Januar findet In Sofia die Obmännertigung des Bulgarischen Makkabi verbände« atatt, an der der PrSaide de» Weltverbände», Dr. Leiewer, talnehmeo wird. Kopenhagen. Am 26. Januar findet in Kopenhagen eine öffentliche Kundgebung statt, welche der Jüdische Sportklub ״Hakoach“ veranstaltet. Da* Mitglied d«» Weltverbandspräsidiums, Dr. Roseilfeld, wird einen Vortrag über das Thema: ״Der Makkabiah entgegen“ halt«. Am selben Tage findet ein# Aufführung des Makkabäerfilms statt. Der österreichische Makkablkreis jilant für den 14. Januar 1931 eine Aufführung des Film* ״Makkabäer“ in Wien. Die Makkabler-Film-Gruppe, Berlin-Wilmersdorf, Kaiser-Alle« 177, hat im Auftrage des Makkabi-Weltverbandes den Verleih des Filmes ״Makkabäer' übernommen und steht all«! Makkahivcreinon zur Durchfiilirung der Filmveranstaltungen zur Verfügung. % B) % •«-qng^agc. jj-a rx %\Ti*ryxtv; £2X4. ,., und Mittwoch, don 31. Dezamber, aelbatveratindllch zum Kostümfest der Sport-Abteilung des BAR KOCHBA-HAKOAH Im Flugverbandshaus, Schönebarger Ufer, Eingang Blumaahof 17. Bagin 9 Uhr , Erscheint nach Möglichkeit in Kostümen. ׳ .י;•'," ־Kart•« t» "Ververkaeft B* KeÄa»Hdb*d»‘lör®, Meinekeatraße IQ, T«L J 1 Bkmardk 7165, Eli Kirschenbaum, NO 43, limenitz. 247. Deutscher Kreis ׳ Bar Kochba-Hakoah, Berlin. Nach der anstrengenden Wahlarheit der vergangenen Monate, die die Kräfte unserer Sportjugend weit über das übliche Maß hinaus beanspruchte, brachten die Cha* nukkahfeiern der verschiedenen Abteilungen in fröhlichem, gemüt- Ichem Beieinandersein wohlverdiente Entspannung. Den Auftakt machten die Jugendlichen der Fußball *bteilung. Vor über 600 Mensehen hielt Direktor Kareski eine vielbejubelte Festansprache; vertchieden« gut gelungene Vorführungen sorgten für die Unterhaltung. Hervorzuheben sind die Inszenierungen jüdischer Volkslieder. — Die vom Alt-Herren-Bund veranstaltete Feier der Kinder- und Schüler abteilungen in der Gesellschaft der Freunde umgab ihre 600 Gäste mit einer besonderen Feslstimmung. Nach den Reden Huterers und Hirsch!, nach Kuchen und Schokolade, nach gymnastischen Vorführungen und Kasperletheater feierte in Lotte Gabriels Spielsachenrevne das Trendelspiel einen großen Sieg über jeden anderen Zeitvertreib. Für die wohlgelungene Veranstaltung gebührt Marga Sobergky ganz besonderer Dank. — Bei der J u g e n d 9 p o r t abteilung bewies Alfred Korn mit seinem Ensemble, daß es bei der Makkabiah nicht regnen kann. — Gleichzeitig vier Veranstaltungen fanden am 20. Dezember, Sonnabend, statt; Schülerturn-, Wilmersdarfer.Chargya* und Männerturn - und Frauentum- Abteilung. Professor Löwe begeisterte seine Zuhörer bei den Turnern in seiner packenden Art mit einer Darstellung der historischen Zu- *ammenhänge zwischen der Zeit der Makkabäer und der Zeit des Makkabi-Weltverbandes. Von den Vorführungen ragten die hebräischen Lieder der Gruppe Halev hervor. — Am 8. Chanukkahtage feierten Nachmittags in der Klosterstraße die Jugendturner mit der Jungm&dch en abteilung. Turnbr. Feuer hatte für einen gemütliehen Rahmen gesorgt. — Abends schloß dio Reihe der Feste mit der Veranstaltung der Männer- und Djmensport abteilung. Samy. Gronemann sprang für den in letzter Minute verhinderten Vorsitze»׳ den des Bar Kochba-Hakoah, Dr. Leiewer, ein und wies auf die Pfliit aller Zionisten hin, wie Simson bis zum Letzte!! gegen alle Gegner — gegen das Philistertum dos 30. November — für ihre Idee zu tinpfen. In später Stunde trug zwischen Walzer utfd Tango Direktor Sakaschansky vom Kabarett Kaftan mit Frau Ruth Klinger, jedeimal von ungeheurem Beifall belohnt, jiddische Volkslieder vor. Eröffnung zweier neuer Abteilungen In MoibÄ- In der Turnhalle Levetzowstraße 26 werden am Mittwoch, der» 7. Januar, zwei tfeue Abteilung« eröffnet: KinderabteilUflg: von J/26 bis 7 Uhr (evtl, schon um 6 Uhr), für Kinder von 6—12 Jahren. Technische Leitung: Frau Ruth Goldmann, ■taatl. geprüft« Hortnerin und Gymnastiklehrerin. .Anfragen und Neuanmclduiigen sind zu richten an Frau Lotte Engel, Levetzowstr. 12a, Tel.: Moabit 2390 (9—10 Uhr vorm., 7—8 Uhr abds.). — Damenabteilung: unter Leitung von Diploinsportlehrerin Lotto Gabriel. Gleichfalls jeden Mittwoch, ven 8—10 Uhr abends. Anmeldungen an das Büro, Ma&ekestr. 10. — Für beide Abteilungen können Neuanmeldungen auch auf dem Turnboden selbst beim ewten»Juratag, Mittwoch, dem 7. Januar, erfolgen. Die nächste Dele-gierlonversaniinlung findet am 19. Januar 1931 «tatt Die Anträge müssen bis zum 12. Januar 193L im Büro sein. Werbefahrt der Berliner Handballer nach Stettin. Bereit•; seit einigen Monaten lauten zwischen dem MaU-abi-W e’k ׳ rl.-and und dem Stettiner Bar Koehba Verhandlungen über dessen \\ ialevrinlritt־ in daß Deatocben •,׳reis. Zunächst war der Stettiner Verna eine Interanengemeinschaft nüt dem Wdtverband eingsgsngen. Um die Be- Ziehungen — erst einmal «»rischen Berlin und Stettin — enger zu gestalten, war für den 26. Dezember eine llandballbegegnung der beiden Verein® vereinbart worden. Bei einem gemütlichen Boisanwnensein am Vorabend des Spiels sprach Hans Friedentbal vom Präsidium des Woltvorbandos über den Aufschwung der MakknLi-Idcc in den letzten zwei Jahren, über dio verschiedene Struktur der einzelnen Kreise und Ober die Notwendigkeit, der Bewegung eine möglichst breite Grundlage zu geben. Friedenthal wie» darauf hin, daß in fast all#• deutschen Großstädten jüdische Sportvereine existieren, die dem Weltverband angeschkueen sind, und daß Stettin zu den wenigen unerfreulichen Ausnahmen gehört. — Die Aufnahme der fünfzehn Bcrliner durch die Stettiner Sportbrüder war weil über Erwarten herzlieh: mehr als die Hälfte der Spieler blieb denn auch über den vorgesehenen Termin hinaus noch ein oder zwei Tage dort zu Gast, Die Stimmung in Stettin erschien so, daß man wohl mit dem Wiedercinfritt in den Makkabi-Weltverband Innerhall» der nächsten Monat« rechnen kann. —- Das HandballtreTcn zeigte keine wesentlichen Unterschiede im Können der beiden angetretenen Mannschaften. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, daß die Berliner mit fünf Mann Ersatz den Kampf aufnelunen mußten. Bei Halbzeit führte Berlin mit 2:! Toren; im zweiten Spielabschnitt gelang es aber den eifrigen Stotti- Dern, mit Hilfe zweier Dreizehnrnetor noch einen knappen 6 : 5-Sieg zu erringen. Am 21, Dezember trug di# I. Haadhallroannsehaft des Bar Kochba-Hakoah ihr letztes V• rbandsspie 1 der ersten Serie aus. Trotz mehrfachen Ersatzes gelang es, den Sportklub Armin mit 4:3 zu schlagen und damit die Tabellenposition der Mannschaft wesentlich zu verbessern. — Vor dem Schiedsgericht des V. B. A. V. fand am 33. Dezember die Verhandlung über unseren Protest wegen des Spiels Bar Kochba-Hakoah — Neuseddin, Damen, statt. Das Schjedsgeriebt schloß sich unserer Auffassung an; das Spiel wird daher ab unentschieden gewertet. Unsere Damenmannschaft liegt nunmehr mit dem S. C. Grunewald zusammen an der Spitze. Bar Koehba, Frankfurt a. M. Fußball. Am Sonntag, dem 21. Dezelfiber, spielt# Bar Koehba, Frankfurt a. M-, gegen ״Bega“ (Bender & Gattraann) und erzielte 8: 3. Auf dem auigetauten Boden sah man in der ersten Halbzeit wohl ein faires, aber nicht gerade ein schönes Spiel. Nach der Pause änderte sich da* Bild Vollkommen, auf beiden Seiten wurde jetzt hart gekämpft, und als noch B. K״ nachdem er bei Halbzeit mit 1:3 im Hintertreffen war. auf 8:8 aufholt״, wtirdo dio Spannung noch größer, aber es blieb bei 8: 3. — Handball. Wohl die größte Ueberrasehung im Frankfurter Damenhandball- Sport war die Niederlage der I. Elf des B. K. gegen Eintracht, Frankfurt a. M., mit 2:3 (2:0). Nachdem die Bar Kochbaoerinnen bei Halbzeit mit 2: 0 noch führten, glaubte man ■eben an einen sieberwi Sieg. Aber das Fohlen einzelner Spielerinnen, für die kein guter Ersatz zur Stelle war, macht« sich stark bemerkbar, and so kann man verstehen, daß der Gegner aufholte und es sogar noch zu einem Sieg langte. — Tischtennis. Die Damenkampfroannschaft des B. K. scheint in den Spuren der Herrenmannschaft zu gehen, denn sie schlug mit Reis, Gr. Gans, Bindefeld und Heuberger den Eislauf-Verein Darmstadt mit nicht weniger als 9:1 Punkten. Bar Koehba, Hamburg. Hockey-Abteilung. Bar Koehba I. Damen — St. Georg I. Damen 1:8 (0:0). Die Dam« mußten mit Ersatz anlrefen, der sich in der Verteidigung sehr bemerkbar machte. Dadurch war die Läuferreihe gezwungen, oftmals in der Verteidigung mit «»»!helfen. i'Jt» Sturm var »*־:•>. wimm .auf sich, «ad batte gegen di« gute St. Georger Verteidigung einen *chweren Stand, Ausgezeichnet di« B. K -Mittelstürrnerin, die es plänzond ▼ersteht, den Sturm mitzureißen. Di# linke Saite war etwas besser als die *echte, da *die Hnk,e Llnfeda Ute Sturuhilfto .gut unterstützte. Man kann mit den Lm»tcog»B der Damen zufrieden •ein. — Bar Kochl-.a U. Damen Die. Damen zeigten ein täbtath!*» *t *.'*'*‘י* vernagle Start», <** hat ,׳Safciifilar^ Ü, die *14 ihm bietenden Gslegeriieiten MMnmrtam« •־* ®ff, KeÄ« M. Herren gegen R»li»i 11• Herren 1:0. Hier h* Iüw»d«1s die Läuferreihe zu erwähnen, die de« Sturm dauernd יוו* Bill« fütterte. ICttel*tfins«r und Halblinker «raren hier »ehr gut. r B•״ Koehba IV, «nd V. Herren gegen Sportkamertden Hl. Harr«) 1; 0, v. G. Briefe an die Redaktion Wir erhalten folgende Zuschrift: Angeregt durch di! Anträge der ״Jüdischen Volkspartei“ und durch den einstimmigen Beschluß der letzten Reprisentanten-Versammlung Jer Berliner Jüdischen Gemeinde, habe Ich mir gestattet, auf IH־ Postscheckkonto M. 25,— zu überweisen, mit der Bitte, die!e bescheidene Spende der Stelle zu übermittein, die die?Vinteraktion für die jüdischen Erwerbslosen und den jüdisch® notleidenden Mittelstand durchführen wird. Da gerade groß? Schichten der jüdischen Bevölkerung von der traurigen wirfcchaftslage besonders hart betroffen sind, scheint es mir wünschenswert, wenn alle in Deutschland erscheinenden jüdischen Zeitschriften ohne Unterschied der Partei und Richtung einen Aufruf an die jüdische Bevölkerung erlassen würden zwecks Eröffnung einer Sammlung für die Winterhilfe. Sollet diejenigen, die in ihrer warmen Stube bei noch nicht gepf find dem Mobiliar sitzen, ihrer notleidenden Glaubensgenossen gedenken! N. N. Liga für das arbeitende Palästina. Am Sonntag, dem 8. Febru«r veranstalten die ״Freunde des arbeitenden Palästina“ in sintlichen Räumen des Brüdervereinshauses, Kurfürstenstraße N. 115/116, einen Gesellschaftsabend mit anschließendem Ball. 9er Eintrittspreis ist sehr niedrig angesetzt und beträgt für Vorzugskarten 3M. im Vorverkauf. Hervorragende Künstler und gute Kapellen sowie eine reich ausgestattete Tombola werden dazu beitragen, diesen Abend zu verschönern. Karten und Auskünfte durch das Sekretariat: Berlin N 24, Auguststr. 17, IV. Tel: D 2, Weidendamm 3935. Wir bitten heute schon alle Organisationen, diesen Tag von anderen Veranstaltungen freizuhalten. Jewlsh Agency-Veranstaltung in Darmstadf. In einer Veranstaltung am 10. Dezember in den Räumen der Loge, zu der die Herren Freitag, Dr. Isaak, Direktor Karl Lehmann und Dr. Loeb eingeladen hatten und die von Herrn Dr. Isaak geleitet wurde, referierten die Herren Dr. Siegfried Auerbach und Dr. Franz Wolf aus Frankfurt/M. über ״Die weltpolitische Bedeutung des Palästina- Problems“ Ein Erholungsheim für jüdische Akademiker-Familien. Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums hat aus dem Nachlasse der Eheleute Justizrat Wilhelm Hausmann und Frau Margarete geb. Frank in Arendsee, direkt am Strand, ein schloßartiges Gebäude mit großem Park geerbt, das als Erholungsheim für jüdische Akademiker und deren Ehefrauen eingerichtet werden soll. Die Eröffnung wird voraussichtlich zu Pfingsten 1931 erfolgen. Private Volksschule des Jüdischen Schulvereins, Fasanenstraße 79/80. Die Anmeldung schulpflichtiger Kinder für Ostern 1931 erfolgt Montag, Mittwoch und Freitag, von 12 bis 1 Uhr, bei der Schulleiterin Frau Nathan. Es wird gebeten, die Kinder bei der Anmeldung vorzustellen und Geburts- und Impfschein mitzubringen. Ein ärztliches Attest ist nicht erforderlich״

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