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Jüdische Rundschau · 1930-12-19 · Heft 100 (19.12.1930) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 100 (19.12.1930)
Date
1930-12-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 100, 10. XII1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite «79 Ortsgruppen Reuthen. An» Dienstag! das 9. 4 M., kam Fräulein Dr. Mirjam Scheuer auf ihrer Tournee Krakau—Kattowitz—Bie* litz für die Wizo auch zu uns. Sie sprach am Nachmittag in unserer Wliagruppe» was besonders genuß- und lehrreich für uns war. Sie skizzierte kurz die Arbeitsweise ihrer tschedii» sehen Gruppen, die durch straffste Organisation und besonders fähige Leiterinnen ausgezeichnet arbeiten. Wie Fräulein Dr. Scheuer sich durch Rednerinnenkurse diese Qruppenkiterinnen erzieht, zeigte sie uns an Beispielen. Wir sind ihr für ihre Anregungen sehr dankbar. — Im Anschluß daran fand am Abend in den Raumen der hiesigen Mamrehloge ein von den Radikalen Zionisten veranstalteter Vortrag von Fräulein Dr. Scheuer statt. Fräulein Dr. Scheuer gab in kurzen Umrissen ein Bild der Ent* Wicklung der bisherigen Politik der Exekutive und deren Fehler und Unterlassungen, die letzten Endes zut der heutigen Politik geführt haben. Sie ging dann näher auf einzelne besonders scharfe Angriffspunkte des Weißbuches ein, an dem sie vor allem das Hereinbringen einer ganz neuen, bisher nie gekannten Frage, der angeblichen arabischen Arbeitslosigkeit, entsprechend charakterisierte. In der Diskussion sprach dann Herr Wiener und gab an Fräulein Dr. Scheuer die Anregung weiter, in ihrer Gruppe den Standpunkt zu vertreten, eine authentische Inter• pretation des Mandatswortlautes durch das Haager interaationale Schiedsgericht zu verlangen. In ihrem Schlußwort betonte Frlulein Dr. Scheuer nochmals die Linie der von der Radikalen Gruppe vertretenen Politik und hob auch dabei klar den Unterschied zwischen dieser und derjenigen der Revisionisten hervor, den ein revisionistischer Vertreter in der Diskussion als nicht erheblich sich hinzustellen bemühte. Im ganzen hat der Abend bewirkt, daß das Programm der radikalen Gruppe als Anregung für die weiteren Debatten ira Verlauf des Wahlkampfes für den Kongreß aufgenoratnen wurde. Chemnitz. Am 11. Dezember veranstaltete die Z. O. G. gemeinsam mit dem Bar Kochba die Aufführung des Makkabäerfilms, der von der Filmgruppe des Bar Kochba Berlin hergestellt wurde. Am Nachmittag fand eine n sehr gut besuchte Vorführung statt, die großen Beifall auslöste. Am Abend sprach _ Dr. Hamburger über die Idee der korper* liehen Ertüchtigung und nationaljüdischen Erziehung der Klavier begleitete Herr Dr. Gerendasi stimmungsvoll den Film. Der reiche Beifall zeigte, daß auch solche Abende für die Ortsgruppenmitglieder sehrinteressant und anregend sind. Dortmund. Ara 21. Oktober fand die diesjährige Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt, in der der bisherige Vorstand, Dr. Philipp und Dr. Fisher, entlastet und der neue Vorstand wie folgt gewählt wurde: 1. Vorsitzender: Dr. Max Berl; 2. Vorsitzender: Gerichts-Referendar Stattmann; Schriftführerin: Hilde Diringer; Kassierer: Apotheker Bilewski; Beisitzer: W. Keicz und Jakob Szobel; KKL-Kommission: Statt* mann, Diringer, Szobel, Jahre, Sab. Szobel, Deutscher; Keren Hajessod: Dr. Berl; Hebr. Sprachschule: Dr. Fisher und M. Wurmann. Eine eingehende Aussprache über die Ausgestaltung der Winterarbeit ergab die Notwendigkeit der fntensivierang dieser Arbeit und der Werbetätigkeit für die Gewinnung neuer Mitarbeiter. — Geplant sind Vorträge von Dr. Irvin Fisher über den Zionismus, die alle 4—5 Wochen in den Bethäusern der Gemeinde stattfinden sollen, um unsere Ziele einer größeren Oeffentlidikeit näher vor Augen zu führen und auch insbesondere die ostjüdischen Gemeindeangehörigen zu erfassen. — Der erste dieser Vorträge wird Anfang Januar im Öethause, Leopoldstraße 21, über das Thema ״Die letzte Eutwicklunpphase des Zionismus“ stattfinden. Alle 3—4 Wochen wird ein Pressereferat ׳des Referendar• Stattmann einen Uefaerblefc über die wichtigsten Ereignisse Ja der Jüdischen and rtichtjQdisehen Welt geben. Von Zeit zu Zeit sollen daneben hiesige und auswärtige Redner herangezogen werden, insbesondere zur Vorbereitung der Kongreßwahl. — Als erste Winterveranstaltung fand am 15. 11. 1930 ein Referat des Herrn Referendars Stattmann über den .,Simpson-Bericht und das Echo dieses Berichtes in der ganzen Welt“ statt Den eingehenden und interessanten Ausführungen schloß sich eine Diskussion an. Als Erfolg der gut besuchten Veranstaltung hatte die Ortsgruppe die Aufnahme von 12 neu hfiungekommenen Mitgliedern zu verzeichnen. — Der Einladung des Vorstandes der Ortsgruppe folgend, fand die Gruppeuverbandstagung am 23, 11. 1930 in Dortmund statt. — Im Anschluß daran sprach Dr. Rileski (Mitglied des A.-C.) in einer sehr gut besuchten öffentlichen Abendveranstaltung der Ortsgruppe über das Thema ״Hat der Zionismus Aussichten?“, worüber bereits berichtet wurde. — Am 6. 12. 1930 sprach Herr Rabb'matskandidat Dr. Rettig Über ״Achad Haam und die Zukunft der jüdischen Kultur“. Der Redner, der über eine ge* diegene Kenntnis der jüdischen Literatur verfügt, vermittelte den zahlreichen Zuhörern ein klares Bild vom geistigen, vom Kulturzionisraus Ach ad Haam's. — Zu einer Aussprache über die wird den Abend durch ein einleitendes Referat eröffnen. — Der gute Besuch und der Erfolg der bisherigen Veranstaltungen der Ortsgruppe läßt die berechtigte Erwartung aussprechen, daß die zionistische Arbeit in der Gemeinde, die unter den Einwirkungen der schlechten Wirtschaftslage besonders zu leiden hat, dennoch das erstrebte Ergebnis, Intensivierung der zionistischen Arbeit und Gewinnung neuer Mitarbeiter, zeitigen wird. Dresden. Am 2. Dezember hielt Herr Kurt Blu me n {e 1 d (Berlin) im gut besuchten Saale des Palmengartens einen Vortrag, betitelt ״Der Augenblick“. Seinem eigentlichen Vortrag schickte Herr Blumenfeld Betrachtungen über die Berliner Gemeindcwahlen voraus. Er legte dar, daß diese Wahlen, die unter der Parole Zionismus — Antizionismus vor sich gingen, BERLINER KALENDER E' k auf die Kandidaten der Volkspartei zu vereinigen. Im zweiten Teile seines Vortrages befaßte sich Herr Blumenfeld mit den aktuellen zionistischen Fragen, besonders mit der Lage, die durch das Weißbuch geschaffen worden ist Wir haben seit langer Zeit in Dresden keinen Vortrag gehabt, der in so klarer, rägnanter Form zionistische Probleme behandelte. Das Publi* um dankte durch begeisterten Beifall Köln. Am 2. Dezember trat die Kölner Ortsgruppe der Zionisten-Revisionisten zum ersten Male vor die breitere Oeffentlidikeit. Vor einem zahlreichen Publikum sprach im Elisabrthsaal-Klapperhof Herr Dr. Schechtman aus London, Mitglied der Exekutive der Welt-Union der Zionisttn-Revisionisten Über: ״Der Zionismus am Scheidewege“. In ruhi* gen, sachlichen Ausführungen legte der Redner dar, daß es ein Fehler der Zionistischen Exekutive gewesen sei zu unterlassen, die große Oeffentlichkeit darüber aufzuklären, daß sie dje Art der Durchführung des Mandats durchaus nicht billig». Man habe den Eindruck erweckt, als ob die Zionisten voll־ kommen damit einverstanden «eien, daß die Mandatsmacht die Schaffung öffentlicher Einrichtungen wie Gesundheitspflege und Schulwesen ganz den Juden überließ, während sie m dessen aus den Mitteln des Landes für die arabische Bevßlkerung da Schul- und Gesundheitswesen errichtete. Auch sonst habe man sich damit zufrieden gegeben, daß die Mandatsmaeht keinerlei positives Kolonisationsrecht zwecks Schaffung der Jüdisch-Nationalen Heimstätte in Palästina durchgefuhrt habe. So sd es zum Teil die Schuld der Leitung. jj. ,,--־**•* — * י* ־־י.ekoramen zu *onnnSenb, ben 30. ©ejemBef, 0 U|t «BenBi, Seth Rm 3rort —«eBräifÄer ÜJugtnbrat, im fiogenfiauS, SoacßimSthaler 6tz. 13, gtofce ®hanutah»80n|ert»11tier, unter ®Ht* roirfuna non 3fח ®olattb (Staatßoper «roß), 3. öolanb, (Dbel, f aläfiina), Drßerotn, <S. ittlttfler. ©er ©i<f)ttr «aut 2fchernid)0ra*fu roirb au$ feinen ®ebiefifen oorleien. 3m reid)• haltigen Programm: (Belang, Sfiejltation, ®a« tobten, Rarifaturen, $umore6fen, STang, ®hör beö 332W« Berlofung roertooDer •egenftdnbe. «iiilrtttffartc« non l - 3 Mar!, ®mglitber beb ®et| Im erhalten «rmfifelgung »01t 05 •/*. בית־־עס עברי - מועעת הגוער עורכים׳ נשף־חננון בדול׳ בפונאי שבת׳20ב1*מבר׳ בשעה 0 בערב׳ באולם בני ברית׳ רחוב יואבימס־ שלד 18• בהשתתפות איזו גולגד׳זמר האופידה הממלכתית קרול׳ י* גולנד׳ 1םשהק ה״אהלי א׳י)׳ ד* לוין׳ א* אשינגר׳ שאול משרניכובמקי וקרוא משיריו. בהמית העשירה: שירה׳ דקלום׳ מידיות׳ קריקסורות׳ מהול• מקהלה של י׳ י.ו. ב•" הןוי$ה ועוד• ברסימי-מיסה ס 1 — 8 לחברי בית־העם הגהה של 0/*25• ®onnahenb, ben 20. ©ejember, ©trlin ®bra ffleft, dfja nufalj• ftftiez, in bet Ralfen• fWebrWb*®dE)Ule, Mtefl ©ohithof ®aojgngplafc. 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Er stellte den modernen Zionismus als diejenige Bewegung dar, die von ihren natürlichen Gegnern sofort in ihrer Tragweite erkannt, von Anfang an bis heute die jüdische Mdnungsbildung entscheidend beeinflußt hat, indem jede Form jü- Ascher Stellungnahme allein von ihm ausging. Gegenüber dem Versuch, im Kompromiß zu dem restlosen Assamflations verlangen der Emanzipatoren, nach der Parole ״Verlorenes Volk, unsterblieh er Geist“ als Judentum der Bestimmung wdterzuleben, pro- Hantiert der Zionismus die Gebundenheit von Volk und seinem Geist, beschreibt das Schicksal des landlosen Volkes im Galuth, indem es auf die Weitere cMtuwg des Judenhasses — so wie ׳es schon HerzI «getan'־hat?'*— 1®rt׳ressentlmeä1fbaft'«agf*rt, sondern ihn als wesentliches sozialwissenschaftliches Erkenntnismaterial im Hinblick auf die zionistische Folgerung benutzt — Der Redner erläuterte die Funktion, die HerzI im Zionismus ausgeübt hat und kennzeichnete sein Geschick und das der von ihm geschaffenen Bewegung an Hand von Gedanken Max Webers aus dessen bekanntem Aufsatz ״Politik als Beruf“. Der Vortrag war die gründlichste Darstellung des zionistischen Gedankens, die wir seit langem gehört haben. Wir hoffen, die Diskussion in Anwesenheit von Herrn Dr- Pomeranz an weiteren Abenden fortsetzen zu können. Leipzig. Wie bereits an dieser Stelle mitgeteilt, beschloß der Allgemeine Studenten-Ausschuß der Universität Leipzig, die akademischen Behörden zu veranlassen, die durch den Numerus clausus am Studium in ihrer Heimat verhinderten Studenten nicht mehr zum Studium an ihrer Universität zuzulassen. Nunmehr hat die Mensakommission der Leipziger Universität einen neuen Antrag der Nationalsozialisten mit 2 gegen 1 Stimme bei 2 Enthaltungen angenommen, der die Mensa beauftragt, in Zukunft kein Essen mehr an polnische Staatsangehörige zu verabreichen. Der Antrag stellt wahrscheinlich — vielleicht auch nicht — einen Protest geg den jüngsten Terror in Polen dar. In Wirklichkeit betrifft diese Anordnung fast ausschließlich jüdische Studenten. Das alte Wörtchen: Schlägst du meinen Juden, schlag ich deinen Juden _ L. E. Herr Dr. J a m e s S i m 0 n , Paulsbornerstr. 43 legt Wert darauf festzustellen, daß er nicht der Jüdischen Volkspartei angehört und daß sein Name versehentlich unter den Aufruf gesetzt worden ist. werbet Abonnenten tor die Jüdische Rundschau“ Jahrgang 1931 IV Die ״Jüdische Rundschau“ ist das einzige in deutscher Sprache erscheinende Organ, das lückenlos and zuverlässig über die politische Behandlung dm Palästinafrage informiert Sie verrichtet auf Sensation zugunsten wahrhritagetreuer Darstellung dm Dinge. Me ״Jüdische Rundschau“ vermittelt als einzige zionistische Zeitschrift eine volle Uebersidht der maßgebendem Äeußerungen der öffentlichen Meinung, besonders in England Ke Probleme Palästinas werden kritisch und unter großen Gesichtspunkten betrachtet Die wichtigsten Dokumente werden im Wortlaut veröffentlicht, um dem Leser die Bildung einer eigenen Meinung zu ermöglichen- So ist die ״Jüdische Rundschau“ gerade in dieser Zeit ein unentbehrliches Hilfsmittel für Jeden Palästinafreund, der auf dem laufenden bleiben will. Bestellungen sind zu richten an die Administration, Berlin W15, Meinekestraße 10. Zum XUll.zionistenKongreB Bekanntmachung Nr. 2 1. Die Kongreß wählen In Deutschland finden am Sonntag, dem 28- und Montag, dem 26. Januar, statt. mittag Mehtekestr. 10) eingeben. 2. Die Schekelaktion muß mit größtem Eifer fortgesetzt werden. Die Ortsschekelkommttskmen werden dringend auf- Meinekestr. 10) zu senden und müssen die restlichen Beträge so rechtzeitig Überweisen, daß sie spätestens Ende Dezember bei der Zionistischen Vereinigung für Deutschland eintreffen. (Für die Anzahl der auf Deutschland entfallenden Kongreßmanaate kommen ausschließlich die Schekelgelder In Betracht, die spätestens am Stichtag, d, h. am 31. Dezember, bei der Zionistischen Exekutive in London ringelten.) Auf mehrere Anfragen wird ausdrücklich bemerkt, daß n u r der Schekel des Jahr« 5691 (also nicht der Schekel des Vorjahr« 5690) zur Ausübung da Wahlrecht• berechtigt 3. Es wird noch einmal darauf hlngewlesen, daß in stattflehen Wahlorten, d. h. Orten, in denen zumindest fünf wählberechtigte Schekelzahler Ihren ständigen Wohnsitz habest, unverzüglich Ortswahlkommlsaionen zu bilden sind, deren genaue Zusmtmensetzung und Adresse sofort der Hauptwahlkommisiion mltzutcüen Ist. 4. Für die Einreichung von WaMvorschnge«, die Bildung von Ortswahlkoimnissionen, die Ausschreibung und Ae Durchfflhrung der Wahlen sind Ae Bestimmungen der ta Nr. 98 der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichten Wahlordnung maßgebend, von der auf Wunsch Abzüge kostenlos zur Verfügurtg gestellt werden. Berichtigung. Zu der in Nr. 98 der -Jüdischen Rundschau“ veröffentlichtenWahlordnung. In I 6 Absatz 2 muß es statt 31. Januar 1931 richtig beißen 21. Januar 1931. Dis HaaptwahlKommlssion tor dl• Babisii zum mm. zionistßnuongpsD ln omneutM Rosenbiütb. Halle/S. Am 7. Dezember fand l» Roten Stal des Stadtschützenhauses unsere diesjährige Keren Hajessod-Verasstaltung statt. Es war ein von Herrn Rabbiner Dr. Albert Kahlberg, aß Mitglied des Initiativ-Komltees für die Erweiterung der Jevrish- Agency und von Herrn Th. Heiibronner als Vorsitzendem der Z.O.G. Halle, geladenes Publikum erschienen. Im Rahmen eines Teenachmittags wurden zwei Vorträge gehalten. Ab Redner waren die Herren Dr. Friedrich Brodnitz, der Sohn des Vorsitzenden des C.-V. Herrn Justizrat Dr. Brodnitz, Berlin, and Herr Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin, erschienen.Nach einer kurzen Begrüßung des Herrn Dr. Heiibronner sprach zunächst Herr Dr. Kanowitz über die politische Situation. Sein klar« und ehrlicher Vortrag fand auerarita groß« Verständnis and erntete reichen Beifall. Sodann sprach Herr Dr. Friedrich Brodnitz als Vertreter der nichtrioaistischen, am Palistinaaufbau interessierten deutschen Judenhdt Seine Ausführungen giptdten darin, daß es für das deutsche Judentum, unter Fora•!! aller politischen Gegensätze, ritte Selbstverständlichkeit iiit» müsse, sich an dem Paiästutaaufbau za beteiligen. In Anlehnung an die hohe Tradition des deutschen Judentums forderte er jeden einzelnen Juden auf, durch seine Beteiligung am Aufbau des heiligen Landes dem deutschen Judentum dfe Möglichkeit zu geben, daß es der ganzen Welt sein Verantwortungsgefühl in gesamtjüdischen Fragen beweisen könne and daß es dem Judentum der Welt zeigt, daß es sich innerhalb des ״Klal-Jisroel" stellt. — Herr RabS. Dr. Kahlberg schloß sich den Worten des Herrn Dr. Brodnitz an, und forderte seinerseits die Teilnehmer auf, durch die Tat d« persönlichen Opfers sich an dem großen jüdischen Werk za beteiligen. Nachdem die Veranstaltung auch in materieller Beziehung einen guten Erfolg gezeitigt batte, schloß Herr Th. Heübronner Ae Veranstauung mit Worten des Danket. Hebräische Lehranstalt der Jüdisches Gemeinde za Berta בית סו־רש לעברית של קהלת היהודים בברלין. 1. N 24, Gr. Hamburg« Str. 27. 2. Chariottenburg, Orolraanstr. 36 (Beflt-Am). XXV. Semester. Im Wintersemester 1930/31 gliedert •leb der Unterricht an der Hebräischen Lehranstalt im Zentrum und Im Werten in acht resp. sechs Stufen. Für viele von ihnen bestehen Parallelsammensetzung der Gruppe und Wahl der Lehrgegenstlnde Rechnung getragen werden kann. Als Sonderklassen bwtehen Lehrgänge für Mitglieder des Bar Kochba und Studenten des K. j.V. Das Schulgeld beträgt 2 M. monatlich, für Studenten, Schüler und Lehrlinge 1 M. Zum Zwecke der Anschaffung von Lehr- und Lesematerial wird ein Bibiiothektbdtrag von monat* lieh 50 Pf. erhoben. Auf Antrag kann das Schulgeld erlassen werden. Die Schülerzahl beträgt gegenwärtig 490. Das Lehrerkdlegium setzt sich im Wintersemester aus fotzenden Herren zusammen: Alexander Barasch, Nissan Berggrün, David I. Bora• stein, Josef Braslawski, Dr. A. Dörfler, Dr. Mos« Ooldmann, Walter Heilbrunn, M. E Jeraensky, Nachura Lewin, Meier Mohr, Moses Schianger-Mohr, Dr. Alexander Rosenfeld und W. Werba. Es wird eine Vortragsreihe veranstaltet, in deren Rahmen der Dozent Herr Dr. Harry Torczyner am 12. Oktober über ״Aufgaben und Ziele einer neuen Bibelübersetzung“ gesprochen hat Auskünfte erteilt der Leiter der Anstalt, Herr N. Berggrün in seiner Sprechzeit: Montag, 17—18 Uhr, im Beth-Am, Uralnranstr. 36, und Donnerstag, 18—19 Uhr, In der Schule, Große Hamburger Str. 27. (Die Sprechzeit am Montag, dem 22. Dezember, fällt aus.) Adresse für schriftliche Anfragen: N. Berg* grün, Grunewald, Trabener Str. 2. Die Winterferien dauern von Mittwoch, den 24. Dezember, bis Montag, den 5. Januar. Neuallmeldungen für den Eintritt in Ae Kurse nach den Winterfellen werden entgegengenommen: a) im Beth-Am: Montag, den 15. Dezember, 17 bis 18 Uhr; b) in der Schule, Or. Hamburger Str. 36: Donnerstag, den 18. Dezember, 17V» Ws 1(% Uhr. da! Ruhestand getreten. Dr. ÖrunwakS ist ab Historik« und Folklorist bekannt.

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