Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 90 (14.11.1930)
- Date
- 1930-11-14
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 90,!4. X!. 1930 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Seite 001 Briefe an die Redaktion Das revisionistische Communiqtiä. Richard Lichtheim sendet uns eine Berichtigung der von der Ita verbreiteten Darstellung der Rede Dr. Weizmanns im Aktions-Comitö, die auch in der ״J. R.“ wiedergegeben worden ist. In der Berichtigung heißt es: ״Es handelt sich um denjenigen Teil der Rede, in welchem Dr. Weizmann sich mit einer politischen Aktion des Herrn Oroßmann auseinandersetzte. Nach der Darstellung der Ita mußte es den Anschein haben, als wenn Dr. Weizmann eine von Herrn Oroßmann veröffentlichte Protesterklärung gegen das bevorstehende Weißbuch der englischen Regierung als eine tatsächliche Schädigung der zionistischen Politik gekennzeichnet habe. Die Wahrheit ist, daß Herr Dr. Weizmann sich zwar gegen die von Herrn Oroßmann unternommene Veröffentlichung wandte, weil diese den Wünsehen der zionistischen Leitung nicht entsprach, daß er aber nicht nur zugab, sondern sogar ausdrücklich erklärte, er wolle keineswegs behaupten, daß die Veröffentlichung des Weißbuches hätte verhindert werden können, wenn Herr Oroßmann seine Publikation unterlassen hätte. Da der Ita-Bericht in diesem Punkte einen völlig falschen Eindruck erwecken muß, so sei hier nochmals festgestellt, daß das Weißbuch sich bereits an dem Tage in den Redaktionen der großen Tageszeitungen befand, an welchem Herr Oroßmann die Publikation seiner Erklärung veranlaßt?. Es bestand also gar keine Möglichkeit mehr, die Veröffentlichung des Weißbuches aufzuhalten. Darüber hinaus wurde von einem anderen Mitglied der Exekutive bestätigt, daß ihm ein Kabinettsminister am Tage vor der Veröffentlichung erklärt habe, ein Aufschub sei unmöglich und könne sogar von Lord Passfield nicht mehr verfügt werden, weil die Publikation des Weißbuches durch einen Kabinettsbeschluß verfügt sei.“ Nochmals die ZDPV. und Prof. Kampffmeyer. Wien, 10. November 1930. Sehr geschätzte Redaktion, in Nr. 575 bringen Sie eine Erwiderung Prof. Kamp ff meyers auf Ihre Bemängelung seines Berichtes in der ZDPV Bd. 53 Heft 3. Ich erlaube mir ihnen mitzuteilen, daß ich nach Lektüre des Berichtes von Prof. Kampffmeyer aus dem Deutsehen Palästina-Verein, dem ich durch zirka 20 Jahre angehört habe, ausgetreten bin. Denn das ״Referat“ von Prof. Dr. Kampffmeyer ist durchaus nicht so objektiv, wie er es in seiner Zuschrift an Sie darstellt. Es hat den in dieser angeführten Satz: der 17. Juni soll ein Gedenktag werden usw. nicht unter Anführungszeichen gesetzt, persönlich aber hinzugefügt: ״In der Tat als Blutzeugen hohen Mutes sind sie gestorben“, womit er selbst die Mörder als Märtyrer feiert. E r bezeichnet die Worte jener hingerichteter Mörder als ״Worte edler Vaterlandsliebe, warmer Fürsorge für andere, selbstlosen Heldensinns, Worte, die tiefsten Eindruck in allen arabischen Herzen haben machen müssen und fortwirken werden“ (S. 258). Er sagt, sein Bericht würde eine wesentliche Lücke enthalten, wenn er quasi als ״historisches Dokument‘ nicht einen Abschiedsbrief eines dieser Mörder abdrucken würde usw. So Prof. Kampffmeyer selbst. Es Ist mir völlig unerfindlieh, wie er nach diesen, seinen eigenen Worten, mit denen e r die Mörder als Märtyrer, Blutzeugen feiert, noch behaupten kann, daß er ״nur referiert“ habe. Aehnliches behauptete der jetzige Herausgeber Prof. D. M. Noth in einep Brief an n>iqh, ohne jedoch auf obige entscheidende Zitate einzugehen. Aber auch wenn ich ganz übersehen wollte, was Prof. K. selbst hinzugefügt hat, so ist schon in Anlage, Auswahl und Wertung des Stoffes eine so einseitige, ja beinahe fanatische parteiische Stellungnahme offenkundig, daß dies allein schon sein ״Referat“ für die altangesehene ZDPV hätte disqualifizieren müssen. Ich glaube daher, daß jeder Zionist meinem Beispiel folgen und aus dem DPV austreten sollte, sofern nicht eine klare und eindeutige Gutmachung erfolgt. Mit bestem Zionsgruß Adolf Böhm. Zionistische Groppenverbands-Tagangen Sonntag, den 23. November 1930, findet inHindenbu rg (O.-S.), Stadlers Restaurant, Marmorsaal, Kronprinzenstr. 325, ein oberschlesischer Gruppenverbandstag statt. Tagesordnung: Vormittags: Beginn 101,4 Uhr pünktlich. 1. ״Die Lage des deutschen Judentums nach den Reichstagswahlen“, Relerent; R.-A. Dr. Georg W e i ß m a n n , Beuthen (O.-S.). 2 Aussprache Nachmittags: Beginn 3 Uhr pünktlich. 1. ״Nach der Sitzung des Aktions-Comites und der Politischen Kommission der Jewish Agency“, Referent: Herr Kurt Blumenfeld, Berlin. 2. Ausspräche. 3. Verschiedenes. Im Anschluß an den Oruppenverbandstag findet in Beuthen (O.-S.), Kaiserhofsaal, abends 81/4 Uhr, eine öffentliche Ver- Sammlung statt, in welcher Herr Blumenfeld über ״Zionistische Tagesfragen“ sprechen wird. Zionistischer Gruppenverband Freistaat Sachsen. Bezirkstagung: Sonntag, den 23. November, in Chemnitz, in den Räumen der Einigkeit, Reitbahnstr. 40. Beginn vormittags 10V2 Uhr. Tagesordnung: 1. Zur Wirtschaftslage der deutschen Juden, Referent: Dr. Pietrkowsky, Leipzig; 2. Die zionistische Situation, Referent: Dr. Kanowitz, Berlin. Mittagspause. 3. Nachmittags 2 Uhr: Aussprache; 4. Bericht der Ortsgruppendelegierten; 5. Verschiedenes. Zionistischer Gruppenverband Nordwestdeutschland. Grappenverbandstagung: Mittwoch, den 19. November (Bußtag), m Hamburg, im Curio-Haus, Rotenbaumchaussee. Beginn vormittags 11 Uhr. Tagesordnung: 1. Die Keren Kajemetn-Arbeit, Referent: Dr. M e c 11 n e r, Berlin. 2. Aussprache. Mittagspause. 3. 2 V» Uhr: Politische und wirtschaftliche Schwierigkeiten — Wie steht es um die zionistische Wirklichkeit? Referent: Kurt Bumenfeld, Berlin; Aussprache. 4. 17!/$ Uhr: Arbeitsbesprechung mit den Vertretern der zionistischen Ortsgruppen und Vertrauensleuten des Gruppenverbandes, insbesondere über die Schekelarbeit. 5. 20 Uhr: Oeffentliehe Ver- Sammlung im Heinrich-Hertz-Gymnasium, Ara Schlump. Referent: Kurt Blumenfeld. Ortsgruppen Chemnitz. Besetzung des Vorstandes: 1.und 2. Vorsitzender: Dr. Holzer, Dr. Fleiß; 1. Schriftführer Dr. Machnitzki; 2, Frl. Charras; N.-F. Fr. Holzer; 1. Schatzmeister H. Bemann; 2.H. Horowitz; K. H. Sluszewer, Dr. Sichel. Bis jetzt sind 2 Veranstalhingen gewesen, in der 1. sprach Dr. Fleiß über die Grundlagen des Aufbaus von Erez-Israel, in der 2. hielt Dr. Holzer ein Pressereferat über unsere augenblickliche politische Situation. Die Veranstaltungen waten rege besucht, an die Vorträge schlossen sich ausgedehnte Diskussionen an. Frankfurt. (Ortsgruppe der Zionisten-Revisionisten.) Dr. Arnsberg׳ spricht Sonntag, den 16. November, abends 81/3 Uhr, in der Unterlindau 21. Thema: Feinde ringsum! Aktuelle jüdische Zeitrevue. Freie Aussprache. Hamborn. In der Generalversammlung der hiesigen Ortsgruppe vom 25. d. M. wurde ein neuer Vorstand gewählt. Am 29. d. M. fand die konstituierende Versammlung statt, bei welcher die Aemter wie folgt verteilt wurden: 1. Vorsitzender Hirsch; 2. Vorsitzender Freundlich; 3. Vorsitzender Schächter; Schriftführer Schächter; Kassierer Schächter; Gabbe Deutscher; Keren Hajessod Pietruschka; Keren Kajemeth Eigenfeld, Dingott und Freund. Sämtliche Korrespondenz ist in Zukunft an Herrn Herbert Schächter, Hamborn, Bayemstr. 74, zu schicken. Königsberg/Pr. Am 2. November, dem Tage der Balfour- Deklaration sprach hier Dr. Elias Auerbach in einer sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung über ״Die neue Stel- Sungnahme Englands und der Palästinaaufbau“. Der Redner verstand es ausgezeichnet, aus eigenem Erleben die Stimmung des Jischuw wfederzugeben. Er schilderte in kurzen Zügen die Entwicklung Palästinas unter dem Einfluß der jüdischen Einwanderung und die Stellungnahme der englischen Regierung und Verwaltung. Dr. Auerbach zeigte die Fehler des neuen Weißbuches und kam zu dem Schluß, daß die Juden durch die letzte Entwicklung nicht nur im Willen zum Aufbau Palästinas nicht erschüttert Sind, sondern zu verstärkter Tätigkeit schreiten werden, denn selbst das von uns bekämpfte neue Weißbuch erkennt an, daß gegenwärtig noch Raum für tausende neue landwirtschaftliche Ansiedler vorhanden ist. Ke Versammlung hinterließ bei Zionisten und Nichtzionisten eine*» nachhaltigen Eindruck. — Die am 29. Oktober stattgefundene Generalver- Sammlung hat folgenden Vorstand gewählt: Dr. Daugilajcky, Hermann Schloßberg, R.-A. Dr. Erich Cohn, Dr. Sandler, Boris Eisenstadt, Dr. Ginsburg, Frau Ooldberg, Dr. Lewald, Julius Weißberg. Köln. Am 18. Oktober 1930 sprach in Köln vor vielen hundert Zuhörern Herr Alfred Berger, Berlin, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses derZ.V. f. D., über das Thema: ״Gemeindepolitik der jüdischen Volkspartei“. Herr Berger gab einen Ueberblick über die Lage der Juden in Deutschland nach den Reichstagswahlen, Insbesondere unter Berücksichtigung der allgemeinen Wirtschaftskrise, die die jüdischen Kreise besonders schwer trifft. Er entwickelte im Anschluß daran die Leitsätze der Jüdischen Volkspartei und stellte programmatische Forderungen für die Gemeindearbeit auf. An der Diskussion zu seinem Vortrage, der als Auftakt zu den Repräsentantenwahlen gelten sollte, die aber jetzt infolge eines Kompromisses nicht stattfinden werden, beteiligten sich die Herren Schnelling vom Misrachi und Nathan Kahn von der Achduth. In seinem Schlußwort vertrat Herr Berger, dem reich gespendeter Beifall der Erschienenen für seine Ausführungen lohnte, den Standpunkt der reinlichen Trennung zwisehen Jüdischer Volkspartel und Achduth. Landsberg, Warthe. Ke hiesige Ortsgruppe wurde durch den aktuellen Vortrag des Herrn Dr. Georg Wöllstein, Berlin, über ״Die zionistische Antwort auf das Weißbuch der englischen Regierung“ zu neuem Leben erweckt* Herr Dr. Wollstein gewann das lebhafte Interesse der Zionisten und Nichtzionisten und führte eine angeregte Aussprache herbei, von der wir eine nachhaltige Wirkung erwarten. Leipzig. (Vortragszyklus der nationaljüdischen Arbeitsgemeinschaft!) *• Abend: Rabbiner Dr. Elk ״Religiöser Liberalismus“. Die nationaljüdische Arbeitsgemeinschaft begann ihren Vortragszyklus mit einem inhaltreicnen Referat des Herrn Rabbiner Dr. Elk (Stettin) über ״Religiösen Liberalismus“, an das sich eine eingehende Kskiission anschloß. Rabbiner Dr. Elk führte aus, wie der religiöse Liberalismus als Folge der rationalistischen Aufklärung des 18. Jahrhunderts entstand. Durch die bürgerliche Emanzipation wurde die Religion aus dem jüdischen Lebenszusammenhang herausgerissen, sie wurde in einen christlich bestimmten Kultur- und Wirtschaftskreis hineingestellt. So mußte sie lebensfremd werden, alle ihre Entwicklungsformen sich von außen holen und unfähig werden, aus eigenen Kräften zu schöpfen. Durch das Mehrbetonen des gefühlsmäßigen Gehaltes der Religion trat hier eine Wandlung ein, die noch besonders verstärkt wurde durch die Berührung mit dem Ostjudentum und durch die neue Palästinabewegung. Re Religion kann jetzt in einem eigenen Lebens- und Kulturzusammenhang wieder eine Lebensmacht werden, da ein lebendiges Judentum sie trägt. Die nationale Idee macht den religiösen Gedanken lebendig, der religiöse Gedanke vergeistigt die nationale Idee, das ist der Inhalt des neuen religiösen Liberalismus. — In der Rskussion kam die alte liberale Richtung, vertreten durch die Herren Rabbiner Dr. Goldmann, Rabbiner Cohn, zu Wort Dr. Goldmann führt aus, daß er nicht den Standpunkt von Herrn Rabbiner Elk teilen kann, da der Schwerpunkt des Judentums auf der Religion läge. Rabbiner Cohn betonte, daß der alte Liberalismus noch durchaus lebensfähig sei. Ke orthodoxe Richtung wurde vertreten durch Herrn Rabbiner Dr. Carlebach und die Herren Werczberger und Schereschewsky. Sie betonten übereinstimmend, daß ihr Ziel die Einheit des religiösen Volljudentums sei. Das Hervorheben des Entwicklungsgedankens treibe nur zum Abfall vom System und zum Verfall des Judentums. Herr Dr. Mareowicz hob hervor, daß der Zionismus in gewissem Sinne eine religiöse Bewegung wenn auch nicht seinem Namen, so doch seinem Inhalte nach sei. Der Schabatt sei in Palästina eine Selbstverständlichkeit, alle jüdisch-religiösen Dinge lebten in Palästina in neuer lebendiger Form wieder auf. Herr Wydra wandte sich besonders gegen die Trennung von Religion und Nation in der jüdischen Geschichte und schilderte die geschichtlichen Wurzeln des modernen jüdischen Nationalismus. N. N. Samuel Loeb Zitron gestorben. In Wilna verstarb am Sonntag abend, kurz nach Vollendung seines 70. Lebensjahres, der bekannte hebräische und jiddische Schriftsteller, Kritiker und Literaturhistoriker Samuel Loeb Zitron. Er war seit 1877 Mitarbeiter des ״Hamagid“. Im ״Haolam“ erscheint seit 1911 eine seiner gründlichsten Arbeiten ״Letoledot Ha’itanut ha’iwrit“ (Zur Geschichte der hebräischen Presse). Er schrieb Werke über die Geschichte der zionistischen Bewegung, Leben und Wirken "Theodor Herzls, ״Lexikon zijoni“ (Biographien bekannter Zionisten). Er veröffentlichte mehrbändige Werke in Jiddisch über jüdische Literatur und jüdische Presse. Er war seit vielen Jahren Mitarbeiter der warschauer jiddischen Tageszeitung ״Moment“. Vermischtes Freie Jüdische Volkshochschule, Ybrckstr. 88 (Goldmann), Bergmann 472. Der Vortrag von Rabbiner Dr. Leo Baeck über Pazifismus 0. Vortrag des Zyklus ״Jüdische Tagesfragen״) ist von der Synagoge Fasanenstraße nach der Synagoge Prinzregentenstraße verlegt worden und findet im Rahmen einer Kundgebung der Jungü 'h ’1er! Friedensgemeinschaft am Sonntag, dem 16. November, 101/3 Uhr vorm., statt. Vor und nach dem Vortrag sprechen Vertreter der J. F. G.: Dr, Schendel, Dr. Swarsensky, K. Jakobowitz, Dr. Alfred Nossig u. a. Prof. Heinrich Loewe beginnt am 17. November einen Zyklus von vier Montagabenden in der Synagoge Fasanenstraße, abends 8 Uhr, über ״Namen der Juden“. — Der Zyklus von Rabb. Dr. Warschauer: ״Ein Gang durch die jüdische Geschichte“ wird auf das Wintertrimester 1931 verlegt. Galerie J. Casper, Berlin W 10, Lützow-Ufer 5, eröffnet am 15. November zwei Kollektivausstellungen von Bob Gesinus Visser und Hubert Landau — Berlin. Schule der jüdischen Jugend. Dr. Georg Landauer: 17. November, 8 Uhr abends, in der Aula der 8. Gemeindeschule, Joachimsthal er Straße 32: ״Was hat die neue Wendüng der britischen Palästinapolitik zu bedeuten?“ (U11kostenbeitrag 15 Pf.) — Rabb. Dr. Joachim Prinz hält die (am 6. Nov.) begonnenen Vorträge des Zyklus: ״Religiöse Gestalten der jüdischen Geschichte׳‘, noch an den kommenden drei Donnerstagen, 8י/« Uhr abends, im Friedenstempel, Markgrat-Albrecht-Straße 11—13. (Beitrag für den Zyklus 1 RM., für den Einzelvortrag 25 Pf.) — Der Kursus von Dr. Elias Auerbach: ״Die Prophetie“, Dienstag, 6—8 Uhr, wird nach dem Westen (Lützavvstr. 16) verlegt werden, falls genügend neue Anmeldungen erfolgen. (Diese sind umgehend der Geschäftsstelle abzugeben.) Die Liga für das arbeitende Palästina führt am Sonntag, dem 16. November eine Aktion für den Volksprotest und den Politischen Kampffonds durch. Beiträge für den Kampffonds werden auf Postscheckkonto 152 083, Eduard Bernstein, Pa• lästina-Arbeiter-Fonds, erbeten. Das Büro der Liga befinde) sich Berlin N 24, Auguststr. 17. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Donnerstag, den 20. November, abends 8 Uhr, im Sitzungssaal, Meinekcstr. 10, gemeinsame Sitzung aller Bezirksgruppen. Den einleitenden Vortrag über die politische Situation hält Frau Dr. Gertrud Zadfk. Freie Aussprache. Wir erwarten den Besuch aller Mitglieder. — Bezirksgruppe West: Dienstag, den 18. November, nachm. 4!/״ Uhr, Im K. J. V., Bleibtreustr. 50, Vortragsnachmittag. Frau Paula Nathan, Leiterin der Jüdischen Schule Fasanenstraße und Herr Lehrei Bing sprechen über ״Erlebnisunterricht und Gemeinschaft«• erziehung in der modernen jüdischen Schule“. Gäste willkommen. ״Friede durch die Jugend!“ In der ersten öffentlichen Kundgebung der ״Jungjüdischen Friedensgemeinschaft, Sonntag, den 16. November, 10*/* Uhr vorm., in der Synagoge Prinzregentenstr. 69/70, werden von den Vertretern der J. F. G. Kurt J acobowit z, Dr. Swarsensky, E. Lewin tt a. nachstehende Referate erstatte( werden: ״Ke religiöse Friedensforderung des Judentums“, ״Friede durch die Jugend!“ ״Ke Schule des Friedens“, ״No( und Selbsthilfe der jüdischen Jugend“, ״Frauen und Friede“. Im Rahmen dieser Kundgebung findet als Veranstaltung der Freien Jüdischen Volkshochschule der Vortrag von Rabb. Dr. Baeck ״Pazifismus“ statt. Schlußansprachc: Dr. Nossig ״Ke Friedensfackel“. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Sonnabend, dem 15. November, einen Vortrags• Abend. Beginn 8 Uhr, Rosenstr. 2—4. Redner: Herr Rabbiner Dr. Jakob Freimann. Thema: ״Akiba Eger“. Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind will• kommen. An die Revisionisten in Deutschland. Zwecks besserei Durchorganisierung unserer Arbeit und Verliere,■ ung zum Kongreßwahlkampf. bitten wir alle Revisionisten, die sich in den einzelnen Provinzstädten Deutschlands befinden, und die bisher keinen Kontakt mit der Berliner Zentrale hatten, roforl ihre Adressen mitzuteilen. Das Berliner Büro der Revisionist!- sehen Partei befindet sich: Berlin-Charlottenburg, Philippistr. 11, Telephon: Westend 5114. Landesverband der Zionisten-Revisionisten in Deutschland. Ortsg ruppe Berlin. Am Donnerstag, dem 20. November, findet im Großen Saal des Lehrervereinshauses^ Alexanderstr. 41, eine Richard Lichtheim. Eintritt; ‘Erwachsene 50 Pf., Jagendliehe 20 Pf. ־y Das Ehrenkomitee des Palästinaballes, der großen repräsentativen Veranstaltung in den Krollsälen, bei der sich die Berliner Zionisten am 7. Dezember treffen werden, besteht aus folgenden Damen und Herren: Frau Kurt Biumenfeid, Frau Prof. Albert Einstein, Frau Dr. Marie Mayer, Fra« Prof. Otto Warbürg, Direktor Georg Kareski, Dr. Alfred Klee, Dr. Hermann Leiewer, Salman Schocken. Dr. Willi Schön, Max Wollsteiner. Ke Vorbereitungen sind in vollem Gange. Ein rühriges Damenkomitee hat bereits über 1100 Karten zum Verkauf übernommen und aus den zahlreichen bereits eingelaufenen Tischreservierangen ist zu ersehen, daß diesmal wirklich alle Zionisten Berlins bei dieser einzigen festlichen Zusammenkunft in der Wintersaison anwesend sein werden. Der Eintrittspreis ist, gemessen an einer erstklassigen Musik, der verschwenderisch ausgestatteten Tombola una den verschiedenen Darbietungen, außergewöhnlich niedrig angesetzt. (Karten im Vorverkauf M. 5, Meinekestr. 10, an der Abendkasse M. 6.) Besondere Ueberraschung wird eine aktuelle Ballzeitung bieten, die in mehreren Ausgaben während der Festlichkeit erscheint. Herr und Frau Direktor Ch. Belilowsky in Berlin haben aus Anlaß des 50. Geburtstages Wladimir Jabotlnskys ein Heim in Palästina für die revisionistische Jugend und Mitglieder des Brith Trumpeldor unter dem Namen ״J a ־ botinsky-fugendheim“ gestiftet. Das Heim wird neben den Unterkunftsräumen auch einen Speisesaat, einen Versammlungssaal und einen Turnsaal enthalten. Palästina-Handarbeiten, Jafforange. Ständiger Verkauf schöner Palästina-Handarbeiten — für Geschenkzwecke besonders geeignet — und ausgezeichneter Jafforange (Orangeade aus frischen Palästinafrüchten) jeden Donnerstag nachmittag bei Frau Rechtsanwalt Cohn, Potsdamer Straße 99 (Lützow 6428). Beth-Am. Das Beth-Am Iwri veranstaltet im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen zu der Berliner Jüdischen Gemeinde eine große hebräische Wahlversammlung am Sonnabend, dem 15. November, abends 8*4 Uhr ünktlich, in der Aula, Gr. Hamburger Str. 27 (nicht wie ereits angekündigt in der Rosenstr.) Als Redner werden auftreten: Kurt Hammerstein, Nachum Lewin, Dr. M. Pines, Landgerichtsrat Rau, Dr. M. Soloweitschik, Dr. Harry Torczyner, Dr. Wolfsberg. Eintritt frei. Gäste willkommen. KJV.-Stellenvermlttlung. Auf der 1. inneren Abteilung eines größeren Krankenhauses in Berlin ist zum 1. Dezember evtl, auch später die Stelle eines Medizinalpraktikanten zu besetzen. — In einer kleineren Stadt bietet sich für Zahnarzt günstige Niederlassungsmöglichkeit, — In größerer Stadt Ostpreußens besteht Möglichkeit einer Praxisübernahme für gut ausgebildeten Gynäkologen. — Stenotypistin mit fünfjähriger Anwaltspraxis sucht Stellung. — Auskunft erteilt das Präsidium des K.J.V. Arbeitsnachweis. Wir machen erneut auf die Berufsberatung und Lehrstelienvermlttlung der Jüdischen Gemeinde aufmerk- $am. Es ist zweckmäßig, sich rechtzeitig vor der Schulentlassung zu melden. Beim ersten Besuch unserer Beratungsstelle sind die letzten Schulzeugnisse sowie Handfertigkeits- und Bastelarbeiten mitzubringen. Unsere Sprechstunden: Für Knaben: Kenstag und Freitag v. 10—1 Uhr; für Mädchen: Montag und Donnerstag von 10—1 Uhr. Für die Bewohner des Westens und der westl. Vororte Berlins: für Knaben und Mädchen: Donnerstag von 3—6 Uhr nachm, im Synagogengebäude, Charlottenburg, Fasanenstr. 79. Wir suchen noch Handwerker- Lehrstellen! Jüdische Arbeitgeberl Meldet jede freiwerdende Lehrstelle der Indischen Berufsberatung. — Für einen perfekten Landschafts-Gärtner (für Villenhaushalt geieignet) suchen wir eine Tätigkeit. Arbeitsgemeinschaft aet l