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Jüdische Rundschau · 1930-11-07 · Heft 88 (7.11.1930) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 88 (7.11.1930)
Date
1930-11-07
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 88. 7. XI. 1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Spite 585 DIR. GROSSE, GEStlLSCUATTÖMlh vera^taltetvoi? . KEREN K4JEHETH WJiSmi. *T.XSL. KROLLSÄLE Protest der Legionäre Jerusalem, 4. November. (J. T. A.) In einer Ver- Sammlung ehemaliger jüdischer Legionäre wurde eine Resolution angenommen״*!® der der englischen Regierung vorgeworfen wird, daß sie ihr den Juden gegebenes heiliges versprechen gebrochen habe. Durch ihre verräterische Handlungsweise habe die Regierung Zehn* tausende ehemalige jüdische Soldaten, die an der Seite der britischen Streitkräfte im Weltkriege in Palästina gefochten haben, bitter enttäuscht. Die jüdische Legion im Weltkrieg, die in einem Augenblick auf gestellt worden war, in dem das englische Heer an Truppenmangel litt, sei der Ausdruck der Dankbarkeit der Juden gegenüber England für die Balfour-Deklaration gewesen. Die Resolution schließt: Gegen die Entscheidung einer Regierung, die uns verraten hat, appellieren wir an das cnglische Volk. Kein Bodenverkauf an Joden in Transjordanien Jerusalem, 2. November. (J. T. A.) Der transjordanische Premierminister Hassan Khaled Pascha, der sich auf der Rückreise aus London gegenwärtig in Jerusalem aufhält, erklärte in einem Gespräch mit einem Vertreter des ״Fe lest in", daß zwar in Trans jordanien kein gesetzliches Verbot des Verkaufs von Boden an Juden bestehe, daß aber dort gewohnheitsrechtlich keine Bodenverkäufe an Ausländer getätigt werden und die Regierung daher Bodenkäufe von zionistischer Seite nicht zu* lassen werde. Me Beratungen der Uagenanerkommission ״ ־S t׳c c k*ffö F4;' iNöüembef.׳i (J. T:־Ä;> Die *Wagttnauö'*' kommission hat ihre in Stockholm unter dem Vorsitz des ehemaligen schwedischen Außenministers Loefgren abgehaltenen Beratungen beendet. Die Beratungen fanden ira Gebäude des schwedischen Außenministeriums statt und waren geheim. Ke Kommission hat das ihr in Jerusalem übergebene informative Material Verarbeitet und wird vermutlich Ende November ihren Bericht der britischen Regierung zur Weiterleitung an den Völkerbund übergeben. Ke Mitglieder der Kommission hegen die Erwartung, daß in der Zwischenzeit doch noch ein freiwillige^ Uebereinkomraen zwischen Juden und Mohammedanern in der Klagemauerfrage erreicht werden wird. Palästina •Debatte im Unterhaus London, 2. November. (J.T, A.) Nach sicheren An- 6aben ist die Debatte über die Palästina-Frage im nterhaus endgültig auf die zweite Woche des November festgesetzt. Der Debatte wird ein ganzer Tag eingeräumt werden. Krach um Leutnant Blumenthal. Reichswehr-Komödie; drei Akte von Alfred Herzog, Wallnertheater. Regie Fritz Staudte, Bühnenbild Martha Liebthal. Wenn man ins Wallnertheater fahren will, muß man bis zur Stadtbahnhaltesteile Jannowitzbriicke fahren. Diese kann man aber nur auf Umwegen erreichen, d. h. man muß wegen der Umbauarbeiten in der Stadtbahnstation (annowitzbrücke bis Schlesisehen Bahnhof fahren, dann die treppe hinunter- und hinauflaufen, wieder einen Stadtbahnzug besteigen und in der Riehtung, aus der man gekommen war, zurückfahren. Diese Maßnähme der Stadtbahn mag ja richtig sein, sie ärgert einen aber doch. Und darum betritt man das Theater nicht in bester Stirnmung. Das aber ändert sich bald gründlich. Ich habe die zünttigen Kritiken über ״Krach um Leutnant Blumenthal“ nicht gelesen. Mein Urteil ist also völlig unvoreingenommen. Und ich stelle fest: Kaum in einem anderen Theater Beriins sieht man in diesen Tagen eine so mustergültige Aufführung wie im Wallnertheater. Ich übergehe den Inhalt, ich übersehe die Tendenz (wiewohl mir persönlich beide sympathisch sind); mich interessierte an dieser Aufführung zunächst die künstlerische Leistung eines Ensembles, das bewußt Wert darauf legt, kein Mitglied Starmanieren zeigen zu lassen. Aus diesem Bestreben — etwas ähnliches sah man bisher nur bei den Russen und bei der Habima — entwickelt sich eine derartig wundervolle Leistung, daß man, erhoben und erschüttert, vor dieser Werktreue nach zweistündiger Spannung das Theater verläßt. Auf der Rückfahrt kann man schon in der Stadtbahnstation Jannowitzbriicke einsteigen, wo die Züge, vom Schlesischen Bahnhof kommend, Halt machen. Aber wenn man das auch nicht könnte, würde die frohe, gehobene Stirnmung Vorhalten. Entgegen meiner ursprünglichen Absicht, keinen der Künstler zu nennen, muß ich doch einige Namen anführen. Zunächst Carl Simon als Oberst von Winterfeld, eine Glanzleistung ersten Ranges. Dann Walter Jung, Kompagniefeldwebel Preiß, besonders prachtvoll in den ersten zwei Akten. Lotte Loeb i n g e r als ausgewachsenes Mistvieh Margot. Aber auch die anderen boten redliche, künstlerische Arbeit Glück auf den wackeren Spielern! k.k. * Leutnant Blumenthal ist Judenstämmling. Das Stück somit in gewissem Sinne, aber nur sehr bedingt, ein ״Judenstück״. Man sehe sich die Aufführung anl Es verlohnt sich, BERLINER KALENDER 3«rlintr 3ionifKf4e Bereinigung. OTiitroocfj, ben 12. flooembet, obenbS 8J/a Ufjr, grofjet Saat ber ßoae, lletfiftr. 10, ®orttagSabenb Hurt ® lutnenfelb: ,®er Hugen&Iief״. Hauptfragen }ionlftifcher unb jübtfcf)« Sntroicf* lung. ®te ©ifeung be!8 WtionMIomiteeS unb ber tpolitifdjei# Sommiffton ber 3eroiff) Ülgencp. ®a8 Ijruttge tßaläftina. ®a8 nid)i5ionifttfd)e 3ubentum. ®ie Berliner ©emeinbeioaljlen. — Warten SRI. 1.—, SugenölidEje OTf. 0.60, tm ©üro ber ®.3•©״ ®efnefeftr. 10 (Bidmanf 7165). £>e6räif#e Cebranftalt bet 3fiWf<be§0«ttt«in6e jU :Berlin. ®Httroodi, ben 12. 9looember, abenbS 8 Ufjr, tm ©emmlfimgfigebäube ber/Bemetnbc, Stofenftr. 2, fjebi&ifdbet ©ortrag beS §errn ®־ס■ jentett Dr. f>. ®ercjpner übet: ״Stuf* gaben einet neuen ©ibelüberfefeung“. (Ifjemalige ®djület unb Säfte roiEfommett. בית המדרש לעברית של קהלת היהודים בברלין יערו!, 5יום רביעי* 4.2 בנובמבר* בשמונה בערב, בבית הקהלה רמנשטראסה 2, הרצאה עברית של הד״ר ה. ם1דטשינר על הנושא: "מטרתו ואופיו של תרגום חדש למהרא": תלמידים שלמדו לפנים ואורחים רצויים. Bereinigung 3tabif<tfer Sionijten. ®Htirood), ben 12. fßouember, abenbft 8‘/2 Uhr, tn ben IBufifer* fälen, Raifer*2HIheIm*@tr.81. Deffenlßdhe ®er* fammlung: ,31 ad) ber ®agung be8 St f ti 0 n 8 *®omtteed.“ SRebner: Dr. 3lad!un1 ®olbmann, Dr. SW. Soloroeitfd):!. Ortsgruppen Cottbus. In einer gut besuchten Versammlung unserer Ortsgruppe sprach am 1. November Herr Karl Glaser über ״Das neue englische Weißbuch und seine Bedeutung für dif zionistische Bewegung“. Er befaßte sich mit dem positiven und dem negativen Teile dieses für uns seit der Balfaur■; Deklaration wichtigsten Programmes der britischen Regierung, in dessen Wortlaut und Auslegung sich oft Mißverstand* nisse einschalten. Daß Programme noch nicht das Leben bedeuten, haben wir aus der bisherigen Entwicklung unserer Aufbauarbeit gesehen, die mit allen Mitteln fortzusetzen immer wieder von den verantwortungsvollen Menschen unserer Bewegung gefordert wird. Ein Hinweis auf die neue Möglichkeit des KKL-Vermächtnisses in Form einer Phönix-Lebens- Versicherung beschloß die mit Beifall aufgenommenen Ausführungen. In der angeregten Aussprache kam auch der revisionistische Standpunkt und die sozialistische Auffassung der letzten Ereignisse zum Wort. H. F. Landau (Pfalz). Am 22. Oktober sprach im Rahmen einer KKL-Veranstaltung Herr Jehuda K a r m i, Jerusalem, über ״Zehn Jahre Palästina-Aufbau“. Der ideelle Erfolg und das durch anschließende Besuche erreichte materielle Ergebnis dieser Veranstaltung waren groß. Die freundliche Aufnahme der Veranstaltung war mitbestimmend für einen sehr starken * Besuch־• »•einest •zwse-rt■#» g s a b«nd m an welchem Rabbiner Dr. Grünewald, Mannheim, über ״Religion und Politik“ und Herr Karmi über ״Ke Renaissancebewegung des Weltjudentums“ referierten; es schloß sich eine sehr gute Diskussion an. Die umfassenden Darlegungen der beiden Redner, welche sich vornehmlich mit den Zielsetzungen des Zionismus und der Jewish Agency befaßten, ernteten reichen Beifall. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit, Ortsgruppe Frankfurt a. M. Ke Verkaufsstelle der Palästinadfandarbeiten, Kinderkleider, Damenkleider und Blusen, Teegedecke, bunte Woll- und Seidenarbeiten, handgeschraiedete Silberschmucksachen und farbige Ketten usw., bietet eine reiche Auswähl von Geschenkartikeln in erlesenem Geschmack. Die Ver* kaufsstelle befindet sich jetzt im Wäscheatelier von Frau Claire Ettinger, Lange Str. 31, und steht auch außerhalb der Geschäftszeiten zur Verfügung. Als Auftakt zu der Winterarbeit sprach Frau Ettka Levy-Stein an vier Abenden in Privathäusern, in denen sogenannte Werbe-Teeabende veranstaltet wurden. Die faszinierende Art der Rednerin machte auf alle Teilnehmerinnen großen Eindruck. Eine Reihe neuer Mitglieder wurde gewonnen. Jungjüdische Friedensgemeinschaft, (Geschäftsstelle: Berlin SO 16, Michaelkirchstr. 12, Kurt Jac&bowitz. Die erste öffcntliche Versammlung der Jungjüdischen Friedensgemeinsehaft findet Sonntag, den 16, November 1930, 101/2 Uhr vorm., in der Synagoge Prinzregeirtenstr. 69/70, statt. Thema: ״Friede durch die J ugendl“ Vortrag Franz Oppenheimer. Am 2. November sprach Prof. Franz Oppenheimer auf Einladung des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur im überfüllten Saale der Loge Kleist- Straße 10, über die Weltsituation der Juden im 20. Jahrhundert. Wir werden über diesen Vortrag noch ausführlich referieren und begnügen uns heute mit der Feststellung, daß Ser Eindruck auf die Zuhörer außerordentlich war. Nr. 5 der Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau Dokumente zur Paiasuna-Politik 1929-1930 Der Shaw-Bericht / Unsere Antwort auf den Shaw-Bericht / Politische Dokumente ★ Preis 1.— RM. zuzüglich 0.20 RM. für Porto und Verpackung (Ausland 0.25 RM.). Zu beziehen nur gegen vorein- Sendung des Betrages oder per Nachnahme. Lieferung nach dem Auslande erfolgt der hohen Nachnahmespesen wegen nur gegen Vorauszahlung. «,Jüdische Rundschau“ Berlin W *I»! Meinekestra&e 10 Postscheck * Konto: Berlin Nr. 17392 Grnppenverbandstag Rechlsrheinlaad und Westfalen Dr. Epstein leitete den Gruppenverbandstag am 19. Oktober ein mit einer Uebersicht über die jüdische Situaucm vor und nach den Reichstagsvvahlen. Ke Methoden unserer jüdischen Gegner hätten sich als abwegig und unwirksam erwiesen. Es sei jetzt unsere Aufgabe, in dem aufgelockerten Judentum unsere Arbeit auszubauen. Oberregierungsrat Dr. Marcus wies in seinem Referat über die Ortsgruppenarbeit auf die Notwendigkeit hin, durch große Versammlungen wieder eine Basis zur Auseinandersetzung zu finden. Man müsse die Mitglieder der Ortsgruppen, vor allem aber auch die Jugend zu intensiver Arbeit bringen. Der Makkabi, der eine Menge jugendlicher Mitglieder habe, müsse zionistisch mehr ausgewertet werden. In der Aussprache wurde allgemein die Notwendigkeit einer intensiven Ortsgruppenarbeit sowie die für die Werbearbeit günstige Lage im deutschen Judentum anerkannt. Die Gruppenverbandsleitung müsse mehr als es bisher geschehen sei unterstützt werden durch eine Art Generalstab, der zu einer straffen Zentralisierung der gesamten zionistischen Arbeit kommen müsse. Jeden Monat sollten die Ortsgruppen- Vorsitzenden zu gemeinsamer Aussprache Zusammenkommen. Dr. Mechner, der als Vertreter des KKL an der Tagung teilnahm, sprach über die Arbeit des KKL, besonders über die neugeplante Legatsversicherung, die dem KKL jährlich größere Summen zuführen werde. Am Nachmittag sprach Alfred Berger (Berlin) über die ״weltpolitische Lage des Judentums und die Situation im Zionismus“. Er setzte die ernste Lage des Weltjudentums und des Zionismus auseinander, überging auch nicht die Fehler, die in der Arbeit gemacht worden seien. In der Kskussion wurden Fragen des Revisionismus angeschnitten, auf die Herr Berger in seinem Schlußwort einging. Er lehnte den Revisionismus als schädlich für die Arbeit der Zionistischen Organisation ab. Der Gruppen verbandstag war recht gut besucht. Am Abend fand eine öffentliche jüdische Versammlung statt, in der Alfred Berger über das Thema ״Das Ergebnis der Reichstagswahlen und die deutschen Juden“ sprach. Ke zahlreiche Zuhörerschaft spendete dem Redner starken Beifall. Vermischtes Konzert. Der Pianist Gerhard Willner gibt am 26. November, abends 8 Uhr, einen Klavierabend im Bechsteinsaal. Das interessante Programm enthält neben Stücken von Schubert, Haydn und Beethoven zwei Werke von Erich- Walter Sternberg: Präludium und Fuge“, sowie als Uraufführung ein ״Allegretto fanatico“. Berlin. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge eröffnet das Winter-Semester am Sonnabend, dem S. d M-, abends 8 Uhr, Rosenstr. 2—4, mit einer Frauen- Versammlung. Frau Recha Freier hält einen Vortrag über. ״Das Schicksal der Frau im neujüdischen Leben“. Die Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Rhythmus als Lebensnotwendigkeit. Am Freitag, dem 7. November, abends 8 Uhr, spricht Fritz Böhme im Rahmen der Freien Hochschulabteilung im Vortragssaal der Jutta- Klamt-Schule, Berlin-Grunewald, Gillstr. 10, über ״Rhythmusals Lebensnotwendigkeit״. (Natürliche Formung und persönliehe Gestaltung im Gegenwartsleben.) Berlin. ״Die Berliner jüdische Jugend hat durch ihre Santalung am Balfour-Tag zum Ausdruck gebracht, daß sie trotz der schweren politischen Lage weiter zu dem Aufbauwerk l in Palästina,‘ steht. Die im Abschluß. an die Balfour-Aktion stattfinderide Versammlung grüßt in treuer Verbundenheit den Jischuw in Erez-Israel.“ Mit der Annahme dieser Resolution schloß eine massenhaft besuchte Kundgebung in den Musiker-Festsälen, zu welcher sich die Berliner Jugendbünde versammelt hatten, nachdem sie im Zeichen des ״praktischen Protestes“ zirka 3000 Zionisten in Berlin besucht hatten. Auf der Versammlung, die von Dr. Ernst Mechner geleitet wurde, sprachen Gerling (K. J. V.)/Ei sner (Zeire Zion), Simonsohn (J.J.W.B.j, Bers (Zophim), Lewin (Bar Kochba), Mecklenburg (Kadimah). Der große Palästina-Ball bei Kroll. Dem Ball-Komitee gegenüber ist von so vielen Seiten der Wunsch ausgesprochen worden, den Repräsentationsball der Berliner Zionisten wie ge? plant am 7. Dezember stattfinden zu lassen, daß die Vorbereitungen mit allem Eifer fortgesetzt werden. Es ist sicherlich ein Bedürfnis für die Zionisten, gerade in diesen politisch bewegten Zeiten - einmal auch in einem gesellschaftlichen Rahmen zusammenzukommen, und da der gesamte Reinertrag des Balles an Stelle einer Chanukkah-Sammlung dem KKL gewidmet ist, darf mit Beteiligung weitester Kreise gerechnet werden. Der Wahltag am 3a November wird zweifellos ein Sieg des Palästinagedankens In der Jüdischen Gemeinde Berlin bedeuten, der der Veranstaltung die richtige Stimmung geben wird. Ke Zahl der Anmeldungen ist außerordentlich groß; es empfiehlt sich, jetzt schon Karten im Ball-Büro, Meinekestr. 10 (5,— M.), zu besorgen, wo auch gegen eine geringe Gebühr Tischreservierungen vorgenommen werden. Ke ־Tombola ist diesmal durch die Großzügigkeit einiger Spender so glänzend ausgestattet wie noch niemals. Das Programm wird als besondere Ueberraschung ein aktuelles ״Politisches Kabarett״ bringen. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 7. November: abends in allen Synagogen und Alterversorgungsanstalten 4,30 Uhr; Svnagoge Prinzregentenstr.: II. Gottesdienst 7,15 Uhr, Predigt: Dr. WeyL Prwligten: Neue Synagoge: Dr. Salomonski; Synagoge Lindenstr.: Dr. Blumenthal; Synagoge Fasanenstr.: Dr. Galliner; Synagoge Levetzowstr.: Dr. Bergmann; Synagoge Friedenstempel: Dr. Prinz. Sonnabend, den 8. November, morgens: Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten 9'Uhr: Frühgottesdienst; Synagogen Rykestr. und Kottbusser Ufer 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Synagoge Friedenstempel) 7,30 Uhr, Hauptgottesdien st 10 Uhr; Synagoge Friedenstempel 9,30 Uhr. Schrifterklärung: Synagoge Münchener Str.: Dr. A. Levy; Synagoge Grunewald: Dr. E. Cohn. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Synagoge Pestalozzistr.: Dr. E. Levy; Synagoge Kaiserstr.: Dr. W. Lewy; Synagoge Kottbusser Ufer: Dr. Bleichrode; Synagoge Münchener Str.: Dr. A. Levy. Sabbat-Ausgang: 5,09 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen 4,30 Uhr; morgens: in den Synagogen mit altem Ritus: 7 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus: 7,30 Uhr. Arbeitsnachweis. Wir machen erneut auf die Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung der Jüdischen Gemeinde auf merksam. Es ist zweckmäßig, sich rechtzeitig vor der Schulentlassung zu meiden. Beim ersten Besuch unserer Beratungsstelle sind die letzten Schulzeugnisse sowie Handfertigkeits- und Bastelarbeiten mitzhbringen. Unsere Sprechstunden: Für Knaben: Kenstaig und Freitag v. 10—1 Uhr; für Mädchen: Montag und Donnerstag von 10—1 Uhr. Für die Bewohner des Westens und der westl. Vororte Berlins: für Knaben und Middien: Donnerstag von 3—6 Uhr nachm, im Synagogengebäude, Charlottenburg, Fasanenstr. 79. Wir suchen noch Handwerker- Lehrstellen! Jüdische Arbeitgeber! Meldet jede freiwerdende Lehrstelle der Jüdischen Berufsberatung. Arbeitsgemeinsehaft Jüdischer Arbeitsnachweise, Abt. Berufsberatung, Berlin 24 א, Auguststr. 17; Tel: WeWendamra D 2, 5936.

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