Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 86 (31.10.1930)
- Date
- 1930-10-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 86. 3t X 1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 561 Zionisten! Das schöpferische Werk 'des jüdischen Volkes ln Palästina, unser Stolz und unsere Hoffnung, hat durch 'das neue Weißbuch der Regierung einen schweren Schlag erlitten. Eine tiefe Kluft scheidet dieses Dokument von der historischen Balfour-Deklaralion, der magna Charta des Jüdischen Nationalheimes, der heiligen, durch den Völkerbund bekräftigten Verpflichtung Englands, Das jüdische Volk und die Rechtdenkenden anderer Nationen erblicken in dem neuen Dokument einen Versuch der Regierung, die Balfour-Deklaration ihres Inhalts zu entkleiden. Eine Erregung und Erbitterung erfüllt die Herzen von Millionen unseres Volkes so tief und leidenschaftlich, daß wieder taghell sichtbar wird, was das Jüdische Nationalheim für das jüdische Volk bedeutet. In diese Unruhe und. Entrüstung rufen wir: Steht fest und tut Eure Pflicht, die Arbeit geht weiter! Wir werden es nicht geschehen lassen, daß die historische Größe der internationalen Verpflichtung Englands durch einseitige Kommissions-Berichte und engherzige Deutungen entwürdigt und entwertet wird. Wir werden mit einer durch nichts zu erschütternden Energie und Entschlossenheit den uns auf gezwungenen Kampf für unser Recht weiter führen. In diesem Kampfe gibt es keinen Unterschied zwischen sogenannten Extremen und Gemäßigten. Der Rücktritt des Präsidenlen Dr, W ei z mann war der erste, würdige Ausdruck unseres Protestes. )Vir sind überzeugt, daß die vom gegenwärligen Kolonialamt erlassene Interpretation des Mandates nie h t der W illens aus druck des englischen Volkes ist. Nicht gegen dieses ist daher unser Kampf gerichtet. Wir haben den Glauben an den Gcrechtigkeitssinn des britischen Volkes und der anderen Signatarmächle des Mandates nicht verloren. Schon jetzt haben führende Männer der englischen Politik erklärt, daß die Interpretation des Weißbuches in direktem. ’Widerspruch siche zu den Aufträgen des Völkerbundes und dem Geist der Balfour-Deklaration. Aber nicht auf andere, wie wertvoll auch immer ihre Hilfe ist, auf uns selbst in erster Linie frommt es an in unserer Arbeit. Die Entschlossenheit 'des Volkes, die starke Organisation, deren Grund vor Jahrzehnten auf dem I. Zionistenkongreß gelegt worden ist, hat die Well auf die Stimme des jüdischen Volkes hören Imsen. Diese Organisation stark und schlagkräftig zu erhalten, ist jetzt nach den neuesten Angriffen auf uns notwendiger denn je. Macht sie stärker, mächtiger! Jeder werbe neue Genossen! Der Kongreß, den wir zusammenrufen, muß machtvoll den ungebrochenen Willen des verstreuten, aber in seiner Treue zu Zion geeinten Volkes zeigen. Hund er Haus ende von neuen Zionisten müssen ihre Delegierten zu dieser Tagung entsenden. *Tut Eure Pflicht gegenüber Eurer Organisation! Unbeirrt durch politische Konjunkturen gehl unser Werk in Erez-lsrael vorwärts. Die Tore seiner Nationalen Heimstätte können dem jüdischen Volke nicht verschlossen werden. Keine Unterbrechung in der Vorbereitung der Menschen, die das Wachstum des jüdischen Gemeinwesens brauchen wird. Gedenket der Pflichten, die Ihr gegenüber unserem Vorposten im. Lande habt, dem Jischuw, der uns ein Vorbild der Unerschütterlichkeit und Treue ist. Fremde, die die Größe unserer Idee nicht kennen, mögen Euch vorwerfen, daß Ihr zuviel getan habt, Ihr selbst aber müßt fühlen, daß es zu wenig war. Fremde mögen sagen, daß kein Kulturboden mehr im Lande vorhanden ist; wir wissen»daß jüdische Hände imstande sind, bisher unfruchtbares Gelände in Kulturboden umzuschaffen. Wir weisen die Verunglimpfung unseres Siedlungswerkes in dem Weißbuch zurück, die nur geeignet ist, die Beziehungen zwischen um und den Arabern zu trüben. Unser Werk der Vermählung von Volk und Land durch Arbeit ist niemandem zum Schaden, dem jüdischen Volke zum Heile. Gedenket Eures Keren Kajemeth, der den Grund schafft, auf dem unsere Siedler drüben stehen. Gedenket des Keren Hajessod, der diesen Boden urbar macht und besiedelt, jüdische Dörfer und Städte baut, unser Schul- und Gesundheitswerk erhält und den befruchtenden Strom der Einwanderung leitet. Glück und Unglück mögen wechseln, Recht aber ist unzerstörbar. Wir kämpfen für das Recht! Juden, wo Ihr seid, in allen Teilen der Welt, in welcher Arbeit Ihr Eure Tage verbringt, welche Sorgen Euch Bur9׳.^sff^rge.g.eltesßttr^itJV^^pA1mm. Lande, dem großen Werk des Auf baut Erez-hemW. Die Exekutive der Zionistisdien Organisation Der erste Eindruck Briet am PalSsifat« Von unserem palästinensischen Korrespondenten. A.G., Tel-Awiw, 23. Oktober 1930. Die Veröffentlichung der englischen Regierung zur Palistinapolitik und des Simpson-Berichtes hat in Palästina wie ein Schlag gewirkt. Obwohl man sich lange auf die Deklaration vorbereitet hatte und obwohl keinerlei besondere Illusloncn in bezug auf ihren Inhalt unter den Juden genährt wurden, war die Erbitterung und Erregung ungeheuer. Die zahlreichen Gerüchte, die im Laufe des letzten Monats über den Inhalt des erwarteten Weißbuchs durchsickerten, enthielten nur einen kleinen Teil der englischen Feststellungen und erweisen sich auch in verschiedenen Punkten als falsch. So mußten die ersten Telegramme, die vorgestern nach Palästina kamen und die zugleich mit den Hauptpunkten des Weißbuchs die Nachricht von der Demission Weizmanns brachten, auf den Jischuw eine niederschmetternde Wirkung haben. Eine genaue Betrachtung der Deklaration ist noch unmöglich, da der volle Text noch erwartet wird. Diese Verspätung in der Veröffentlichung trägt noch zur Verwirrung bei. Es ist ein sonderbarer Zustand, daß zur selben Zeit, wo die Londoner Zeitungen den Bericht bereits ausführlich kommentieren, das Sekretariat des Oberkommissars noch keinerlei amtliche Erklärung erlassen hat und anscheinend den vollen Text der Deklaration und des Simpson-Berichtes noch nicht besitzt. Es wäre doch nur allzu gerecht und vernünftig, wenn Palistina, das doch schließlich der am stärksten Betroffene und Beteiligte an der neuen englischen Politik ist, zumindest sofort in den Stand gesetzt würde, sich ein umfassendes und genaues Urteil über die Lage zu bilden. Wie die Dinge jedoch liegen, gelangen die Nachrichten bruchstückweise hierher und die Aufregung wird immer von neuem durch neue Einzelheiten entfacht. Die Erbitterung des Jischuw geht dieses Mal noch viel tiefer als bei der Sperrung der Einwanderung. Die Sprache der Presse ist von einer bisher noch nicht gekannten Schärfe. Oleich nach dem Eintreffen der ersten telegraphischen Nachrichten traten der Waad Leumi und die Jewish Agency zusammen und gleich danach die im Lande ansässigen Mitglieder des Zionistischen Aktions-Comites und des Administrative Committee der Agency. Die in der Sitzung des Waad Leumi ausgearbeitete Deklaration des Waad Leumi ist mit großer Schärfe abgefaßt und entspricht in Geist und Ausdruck den in London und New York erlassenen Statements. Noch vor wenigen Tagen hatte die Leitung des Waad Leumi auf eine Anfrage von revisionistischer Seite mitgeteilt, daß sie der Regierung erklärt habe, sie würde nur dann der Frage eines Legislative Council näher treten, wenn vorher Verhandlungen darüber zwischen der Agency und der Regierung ,stattgefunden hätten und für die Einberufung einer ״Round-Table-Conference“ zwischen Juden und Arabern gesorgt wurde. Diese Aeußerungwar die erste und einzige, die von seiten einer der leitenden Instanzen zu dieser Frage getan wurde. Auch die Presse hatte das Problem nicht behandelt, obwohl man seit langem wußte, daß es aktuell war. Die letzte, durch das Weißbuch verursachte Ent- 1 Wicklung tot -das Thema nicht nur zur, Diskussion «citdlt, ,iöhaem auch? «Miflttdbif beantwortet Der .Waad lleumi * teilt in seiner Deklaration mit, daß er keine parlamentarische Institution anerkennen und sich an keiner beteiligen würde, die geeignet sei, den Aufbau des Landes stillzulegen. Das ist ein Boykott des von der Regierung angekündigten Legislative Councils. Wenn auch das normale Leben weitergeht, so ist doch überall der große Schock zu spüren, den der Jischuw durch die neuen Ereignisse erhalten hat. Die Extraausgaben der Zeitungen, die seit zwei Tagen mehrmals täglich erscheinen, sind im Moment der Ausgabe sofort vergriffen, jede neue Nachricht wird mit Leidenschaft und Empörung diskutiert, angesagte Veranstaltungen und Feste werden verschoben. Der ״Dawar“ veröffentlicht neben seinen Protestartikeln eine ernste Mahnung, es nicht zu einer Panik kommen zu lassen und vor allen Dingen zu vermeiden, daß die politische Niedergeschlagenheit und Verwirrung auf das Wirtschaffsleben übergreifg. Aus Jerusalem wird eine besondere Bereitschaft der Polizei gemeldet, es sind jedoch nirgends irgendwelche Anzeichen, die auf eine Ruhestörung hinweisen. Die Aufnahme der Erklärung durch die arabische Presse ist vorläufig sehr vorsichtig. Besonderes Interesse erregt naturgemäß die Proklamation des Legislative Councils. Die Meinungen über seinen Nutzen in der angegebenen Form sind geteilt. Es scheinen im arabischen Lager sowohl Neigungen zur Boykottierung des Councils wie auch zu einer Beteiligung daran zu bestehen. Eine Klärung der Lage wird erst mit der offiziellen Veröffentlichung des vollen Textes möglich sein. Schon heute ist jedoch eine tiefgreifende Revolution deutlieh. Der Gegensatz zwischen den Juden und der Administration, der das letzte Jahr hindurch ständig gewachsen ist, droht jetzt zu einem Bruch zu führen. Dieser Bruch braucht nicht offiziell einzutreten, aber es ist sicher, daß die Be- Ziehungen zwischen Engländern und Juden äußerst gespannt sind und daß der letzte Rest des Vertrauens in die Regierung zu schwinden droht. Andererseits ist bisher noch kein Weg gefunden worden, um, unabhängig von den Beziehungen zu den Behörden, die Verständigung mit dem anderen Teile der Bevölkerung vorzubereiten. So ist heute der palästinensische Horizont so dunkel, wie er während des schweren letzten Jahres noch niemals gewesen war. Und niemand kann heute Voraussagen, wohin der Weg führt, auf den die Ereignisse das Land gedrängt haben. Demonstrationen in Tel-Awiw Jerusalem, 27. Oktober. (J. T. A.) Nach einer am 25. Oktober in Tel-Awiw abgehaltenen Protestversammlung der Revisionisten gegen das neue Weißbuch der englischen Regierung kam es in den Straßen von Tel-Awiw zu heftigen Kundgebungen einer mehr als fiOOOköpfigen Menge. Unter Rufen wie ״Nieder mit Pass fi eId!“, ,Tis lebe die Balfour-Deklaration!“, ״Es lebe die Mandatskommissioni“, ״Hoch Van Rees!“ (der Vizeobmann der Mandatskommission, der die Anschauungen der Kommission in der Palästina-Frage vor dem Völkerbundsrat vertrat), ״Hoch die freie Einwanderung!“, durchzogen die Demonsfranten in geschlossenem Zuge mit einer zionistischen Fahne die Stadt Es kam zu einem Zusammenstoß mit der Po *zei, die unter dem Kommando des Polizeioffiziers Schiff die Menge zu zerstreuen versuchte. Polizeioffizier Schiff wurde von den Demonstranten ausgepfiffen und vom Pferde geworfen. Bei dem Zusammenstoß wurde ein zwölfjähriger Knabe verletzt, drei Leute, darunter ein Revisionist, namens Z e a v i, wurden verhaftet. Zur Verstärkung der Tet-Awiwer Polizei wurde eine Schwadron von britischen Konstablern aus Jaffa berufen, die jedoch keine Gelegenheit mehr hatte, einzugreifen, da sich der Demonstrationszug unterdessen ohne weitere Zwischenfälle aufgelöst hätte. * Jerusalem, 27. Oktober. (J. T. A.) Der Waad Leumi hat an den Vorgänger Sir John Chancellors im Amte eines High Commissioners von Palästina, Feldmarschall LonfPIumer, nachstehendes Telegramm gerichtet: In Erinnerung an Ihre gerechte und faire Verwaltung unseres Landes appelliert die jüdische Bevölkerung Palästinas ehrfurchtsvoll in diesem Augenblick der Prüfung an Ihre Hilfe bei der Verteidigung des Rechtes der Juden, die historische Mission des Wiederaufbaus Palästinas fortzusetzen, unerschüttert durch die Verleugnung des feierlichen Versprechens, das uns das große englische Volk gegeben hat, seitens der Regierung. — An den ״Vater“ der jüdischen Kolonisation in Palästina, Baron Edmond de Rothschild, hat der Waad Leumi folgende Botschaft gerichtet: Seien Sie versichert, daß der Jischuw ehrenvoll auf seinem Posten ausharren und das mühevolle Werk des Wiederaufbaus Palästinas verteidigen wird. Ihre grenzenlose Liebe und Hingabe, ihre große Weisheit verleihen uns Kraft in diesen Stunden schwerer Prüfung. * Der Jerusalemer Korrespondent der ״Times“ berichtet unter dem 26. Oktober: Das die Erklärung der britischen Regierung über ihre Politik in Palästina enthaltende Weißbuch ist jetzt in Jerusalem im vollen Wortlaut veröffentlicht worden und wird heute in der gesamten Presse reproduziert. Die beiden führenden christlichen und arabischen Blätter ״F e 1 e s t i n“ und .,Maarad esh Sherk“ billigen die Erklärung durchaus und fordern die Araber auf, am Gesetzgebenden Rat teilzunehmen. Sie weisen die jüdischen Anklagen wegen eines britischen Verrates zurück und weisen hin auf die große Förderung, die Großbritannien den Juden zur Errichtung ihres Nationalheims gewährt hat, indem sie ihnen erlaubt hat, eine Million Dunam Bodens zu erwerben, Kolonien und Industrieunternehmungen zu schaffen, sowie durch die Erteilung zweier lebenswichtiger Industriekonzessionen — der Toten-Meer- und der Ruthenberg- Konzession — sowie schließlich Anerkennung einer toten Sprache als offizieller Sprache. Nach der Meinung dieser Blätter sind es umgekehrt die Juden, die eine verräterische Haltung zur Schau getragen haben, indem sie England vor der Mandatskommission anschwärzten. ״El D s c h a m i j e e 1 A r a h i e“, die als Organ des Mufti gilt, gibt zu, daß die Erklärung eine Niederlage des Zion ismus auf dem Felde der britischen Politik enthalte, lehnt es aber ab, anzuerkennen, wenn aus dem verwundeten Aufschrei der Juden geschlossen wird, daß sie als ein a r abisch er Erfolg zu verzeichnen, sei. Der englische Irrtum sei lediglich teilweise berichtigt worden. Die Araber, so behauptet das Blatt, lehnen das Mandat ab und verlangen Fortschritt und Unabhängigkeit, während das britische Angebot lediglich eine Rückkehr zu den Verhältnissen vor acht Jahren darstelle. Die Arabische Exekutive ist gestern zu einer Sitzung zusammengetreten, um das Weißbuch zu diskutieren und hat beschlossen, nach einer gründlichen Prüfung der R e - gierung ein Memorandum zu unterbreiten. Der Prastdent der Exekutive, MustaKasim Pascha el Hussein i, soll, wie berichtet wird, der Meinung Ausdruck gegeben haben, daß die von der Balfour-Deklaration her drohende Gefahr zu Ende sei, nachdem den Juden weitere Bodenkäufe nicht mehr gestattet werden sollen. Doch erfahre ich, daß die Araber ihren gewohnten jährlichen Proteststreik am 2. November, dem Jahrestag der Balfour-Dekl a r a t io n , auch in diesem Jahre halten werden. Warborg and Melchett an den Jischuw Jerusalem, 28. Oktober. (J.T. A.) Felix M. Warbürg hat an die Exekutive der Jewish Agency in Palästina ein Telegramm gerichtet, in dem er erklärt, daß die amerikanische Judenheit entschlossen sei, den Palästina-Aufbau ״tapfer fortzusetzen“. Lord Melchett hat seinem Büro in Palästina telegraphische Weisungen erteilt, in denen es u. a. heißt: ״Ich sehe keinen Grund, warum die politische Lage unser Autbauwerk beeinflussen sollte. Ich wünsche, daß das Pflanzungsprogramm in seinem gesamten Umfang fortgesetzt werde, und hoffe, in naher Zukunft meine palästinensischen Unternehmungen erweitern ru können,“^ Diese beiden Telegramme haben aut die gesamte Judenheit Palästinas äußerst ermutigend gewirkt. — Die Exekutive der Jewish Agency beabsichtigt,‘ eine Konferenz von Vertretern aller wirtschaftlichen und Finanrinstitutionen einzuberufen, um Maßnahmen zur Verhinderung einer finanziellen Panik im Zusammenhang mit der neuen Palä:tnapolitik der englischen Regierung zu treffen. Jerusalem, 28. Oktober. (J.T. A.) Oberrabbiner K u k hat eine Botschaft an das jüdische Volk gerichtet, in der die Juden ermahnt werden, Ruhe zu bewahren und ihr heiliges Werk nicht im Stiche zu lassen, wenn sie auch durch den Verrat der Mandatsmacht tief getroffen seien. Kein fremdes Volk, sondern nur die Hand des Gottes Israels, dessen Wort allein dauernde Geltung habe, werde die Juden bei d״r Wiederbesiedlung des Heiligen Landes stützen. Jerusalem, 28. Oktober. (J. T. A.) Colonel Kisch hat sich nach London zu Beratungen mit der zionistischen Leitung begeben. Am 29. Oktober reiste auch Dr. Maurice B. Hext er nach London ab. Der Waad Leumi hat beschlossen, den Bürgermeister von Tel-Awiw Dizengotf und loset Baratz als seine Vertreter zu der am 4. November beginnenden Sitzung des zionistischen Aktions-Comites nach London zu entsenden. Mit großer Majorität hat der Waad Leumi eine Resolution angenommen, ln der die Einberufung des Kongresses zu Beginn des kommenden Winters gefordert wird. Die Vertreter der Arbeiterpartei im Waad Leumi hatten sich dafür eingesetzt, daß der Kongreß erst nach dem Peßach-Fest einberufen werde. t f |. Hi - . l!il r:l־: I: r* h p!f