Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 74-75 (19.9.1930)
- Date
- 1930-09-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 74/75, 19. IX. 1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 485 Was weiter? Für uns, die wir das wahre Judenproblem Jenseits von Philo- oder Antisemitismus erblicken, bedeutet der unerhörte beispiellose Erfolg der Nationalsozialisten bei den Reichstagswahlen vom 14. September keine so niederschmetternde Angelegenheit wie für jene jüdischen' Kreise, die das Um und Auf der jüdischen Situation in dem Erstarken oder Schwächerwerden judenfeindlicher Parteien erblicken. Immerhin ist das Anschwellen der antisemitischen Flut in Deutschland eine Erscheinung, die alle Juden veranlassen sollte, über ihre bisherige Politik nachzudenken. Es ist selbstversländlich für Menschen schwer, Anschauungen zu revidieren, die sie ihr Leben lang vertreten haben. Aber man muß sich doch sagen, daß Tatsachen stärker sind als noch so lieb gewordene irrige Anschauungen. Der geradezu furchtbare Aufstieg des Hakenkreuzlertums muß doch auch allen denjenigen die Augen öffnen, die in der Abwehrroutine die einzige notwendige und nützliche jüdische Arbeit gesehen und sich von jeder konstruktiven jüdischen Volkspolitik ferngehalten haben. Noch in den letzten Monaten haben wir oft auf entschiedenen Widerstand in weiten Kreisen des Central-. Vereins und der Liberalen gestoßen, wenn wir auf das Be-״ stehen einer spezifischen jüdischen Wirtschaftsnot hingewiesenj und Maßnahmen seitens der zentralen jüdischen Orgarrisationen, der Gemeinden und Landesverbände in der Bekämpfung dieser Wirtschaftsnot verlangt haben. Mit Nachdruck ist uns immer entgegengehalten worden, daß es in Deutschland keine Judenfrage in dem Sinne gibt, wie etwa in den Ländern Osteuropas. Nun ist es ja richtig, daß die Lage der deutschen Juden nicht ohne weiteres mit der der Juden in Litauen oder in Polen verglichen werden kann. Das wird von uns ohne weiteres anerkannt, und wir haben cs immer abgelehnt, innerhalb Deutschlands für die Juden jene Forderungen nationaler Art aufzustellen, wie sie mit Selbstverständlichkeit In Litauen, Lettland, Polen und Rumänien erhoben werden. Andererseits jedoch haben wir immeT gesagt, daß die Formen der jüdischen Selbsthilfe in Deutsch-!and einen anderen Umfang haben müssen als > etwa die Aktionen anderer religiöser Minderheiten. Auch hinsichtlich der Abwehrarbeit, über deren Wert und über deren Methoden noch sehr viel zu reden sein wird, haben wir stets die Ansicht vertreten, daß sie, wenn überhaupt, nur von den Organen der jüdisch-deutschen Gesamtheit, also von den Gemeinden und Landesverbänden geleistet ,werden muß. Das alles ist von den Kreisen um den C.-V. und von den Liberalen bekämpft worden. Nun präsentiert sich der organisierte Antisemitismus als zweitstärkste Partei des deutschen Volkes, die 6 400 000 Stimmen auf sich vereinigen konnte. » Wir behaupten nicht, daß wir imstande gewesen wären, diese Entwicklung aufzuhalten. Aber wir haben eine derartige Entwicklung stets in den Bereich der Möglichkeit gezogen, und darum sind wir, nachdem 1dieses traurige Ereignis eingetreten ist, innerlich gefestigter, seelisch stärker und bereiter, der neuen Situation gefaßt gegenüberzutreten. Für uns ist" das Judenproblem in erster Linie hauptsächlich eine innerjüdische Angelegenheit gewesen. Wenn es eine Möglichkeit gibt, in der Diaspora, die für einen großen Teil der Judenhcit leider immer bestehen wird, irgendeine erträgliche Regelung des jüdischen Problems zu finden, so kann diese sicherlich nur mit den Methoden unbedingter Selbstbehauptung mW Int Anschluß an moderne Auffassungen von Staat, Volk und Wirtschaft gefunden werden. Die bisherigen Methoden, die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Juden in Deutschland von einer bestimmten Gesinnung abhängig zu machen, die ewigen Beteuerungen deutschvolklichen Wohlverhaltens haben bei den letzten Reichstagswahlen vollständigen Schiffbruch erlitten. Das ist das innerjüdische Fazit der letzten Reichstagswahlen. Es besteht die Gefahr, daß angesichts der konsternierenden Wirkung, die die Wahl von 107 Rasseantisemiten in den deutschen Reichstag auf die Judenheit in Deutschland geübt hat, allenthalben der Ruf nach ״Scholaum‘ im jüdischen Lager ertönen wird. Wir sind sicherlich für innerjüdischen Frieden und für Zusammenschluß aller jüdischen Kräfte zur Abwehr und Begegnung der drohenden Gefahr. Aber es wäre das größte Unglück, wollte man unter dem Deckmantel dieses ״Scholautn“ die alten Methoden fortsetzen. Wir sind für unbedingte Einheit nach außen, für einen Zusammenschluß gegenüber den Gefahren der Umwelt, wir sind dafür, daß die gesamtjüdischen Organisationen auch jüdisch-politisch führend auf den Plan treten, wir sind aber für eine Klärung der jüdischen Ansichten über die Methoden und Mittel der notwendigen aufbauenden Arbeit im Dienste der deutschen Judenheit zwecks einer konstruktiven Hilfe und nicht zum Zwecke einer Abwehr, die, an Stelle von Gedanken, nur über Kartotheken und Routine verfügte. j. r. Selbstmord Hans Herzls P a ri s , 17. September. (J. T. A.) Hans H e r z 1, der einzlge Sohn Dr. Theodor Herzls, hat heute in Bordeaux, wo er zur Teilnahme an der Begräbnisfeier für seine vor einigen Tagen verstorbene Schwester Pauline Hift-H erzl eingetroffen warv Selbstmord begangen. Kurz bevor die Begräbnisfeier hätte stattfinden sollen, hat sich Hans Herzl in seinem״Hatelzimraer durch einen Revolverschuß entleibt. Ueber dasfunmittelbare Motiv zu diesem letzten .Verzweiflungsschritt Hans Herzls ist bisher nichts bekanntgeworden;■ er hat Briefe an seine in Wien verheiratet lebende SchwesterjTrude und an ג seinen Wiener Freund, Dr. Zinsler, hinterlassen,'deren Inhalrtder OeffentHchkeit noch nicht übergeben werden, kaum. - Der>Leicbnant״ Hans Herzls, der vom Hotel in,die Morgue überführfworden ist, wird morgen bestattet werden. * Mit dem Tode Hans Herzls nimmt t das!tragische Geschick der Familie Theodor Herzls seinen: uneTbittlichen״Fort-* gang. Theodor Herzl wurde hn vbtehendenrAlter#vonW4*Jähre!» von einer tückischen HerzkrankhefLgefällt. jKurzefceitxoaeh‘ seinem Tode starb, gleichfalls in^jungeniJahren)fseine|Gattm! Julie. Vor einigen Tagen starbf nachllamgemf Siechtumfdie älteste Tochter Paul-ine»Hift -Herzrim^Atter^onWOjijah■; ren. Nunmehr kommt die Nachricht*vom, SelbstmordeWans Herzls, der die Last eines großen Namens'fnicht'zutitragen vermochte. Von Theodor Herzls‘KindemMebtlnur!nochiTn1de Herzl. Hans Herzl war englischer Staatsangehöriger. s» Nach Nachrichten in der *hebräischen?Presset( Bestätigt *es sich nunmehr, daß dievZentrale^der A. P.-jCsijv04#J*ä f f a-*n ac h' Jerusalem verlegt wird. Die*Büroräume»tder*Direktion und der Jerusalemer Filiale werden in dem großen Neubau, den die Firma 1. Cohen zurzeit im neuen Handels« ertef von Jerusalem ausführt, untergebrapü* werden. {£iko$ Die Tätigkeit des Emergency-Fond . Die Leitung des Hilfsfonds übergibt der Oeffentlichkeit einen Bericht über die Verwendung der Mittel, dem folgendes entnommen sei: Wie in früheren Veröffentlichungen bereits ausgeführt wurde, war die erste Aufgabe des Hilfsfonds die Gewährung von Unterstützungen und medizinischer Hilfe an diejenigen, die von den Unruhen unmittelbar betroffen wurden. Die Bereitstellung von Nahrung, Wohnung, Kleidung, geldlicher Beihilfen, Kinderfürsorge, juristischer Hilfe, akuter Sicherheitsmaßnahmen usw., all das fiel in den Bereich des Hilfsfonds. Ungefähr 17 000 Personen, die bei den Unruhen gelitten hatten, wurden mit einem Gesamtaufwand von 42000 Pfund individuell unterstützt. Der Betrag, der speziell für die Witwen- und Waisenfürsorge reserviert wurde, beläuft sich aut 32 000 Pfund, von denen bis jetzt 4000 Pfund verausgabt wurden. Die mittellos hinterbliebenen Witwen wurden durch den Hilfsfonds mit Lebensmitteln und dem übrigen nötigsten Bedarf versorgt. Diejenigen, die sich eine Existenz errienten können, werden in diesem Bemühen tatkräftig unterstützt; die Waisen erhalten bis zu dem Alter, in dem sie selbst einen Beruf nachgehen können, Erziehungs- und Existenzbeihilfen. Die ärztliche und medizinische Hilfe, für die 0300 Pfund ausgegeben wurden, umfaßte die Behandlung der ,Verwundeten in Hospitälern, medizinische Hilfe außerhalb der Hospitäler u. ä. D AS ARBEITSPROß RAMM DES KKL IN DEUTSCHLAND FÜR DAS JAHR 5691: 800 000 MARK FÜR NEUEN BODEN1 100.000 Mark zu Rasch Haachanah und Purim 100.000 Mark 100.000 Mark SOO.OOOMark durch Gelejrenheits- Spenden durch vier Büchsenleerungen durch Legatsvenddheruagen DlE FREIWILLIGE MITARBEITERSCHAFT IST UNSER STOLZ UNO UNSERE H0FFNUN6! Ein Bctrag»von|2500jPfund׳, wurde > an verschiedene^medizl nische Institutionen verausgabt,^um die durch die(JJnrutjenirer ursachtentAusgaben,zu decken., Juristiscl .für diejenigen, die im Zusammefihangf mit den genommen wurden ־ ־ f*rdriBg«8tjd*'S lfc'1lertrett»tt4'rffn ah 11% »IMenlWWlItef unmittelbar nach den Unruhen,*insbesondere,für Bereitstellung von.Wächtern und für Sicherheitsvorkehrungen wurde ein Betrag von 16700 Pfund verwendet. Die wichtigste Rolle unter den Ausgaben des *Hilfsfonds spielt die konstruktive Hilfe, für dje eine'Summe von 93 000 Pfund,bereitgestellt und zum größten Teil schon^iUsgegeben wurde.? Die Beträge wurden ,zum*größten*Teilyzur Wiedererrichtung der Häuser und Wiederetablierung,von’ Be-. trieben und Geschäften verwendet. Fast die Hälfte der Summe wurde in der Form von Darlehen1 gegen« Abtretung der Ent- Schädigungsansprüche an die Regierung gewährt, um|Härten zu vermeiden, die durch die Verzögerung, der^Auszahlungfder Regierungs-Entschädigungen entstehenJconnten.lJEüt besonderer1 Faß konstruktiver Hilfe ist der der T almud Thora-Lehr-s anstalt in Hebron. Die Ueberlebenden»der Jeschiwah'sind® nach Jerusalem übersiedelt, wo der Jeschiwah durch den^Hilfsfonds die Möglichkeit gegeben wurde, ein eigenes Heimrfmit geeigneten Räumen usw. zu erwerben. Für die »Unterstützung der einzelnen Mitglieder der Jeschiwah wurden'14 263 Pfund ausgegeben. Neben dieser Fürsorge, die für die Reparation der unmittelbaren Unruheschäden angestellt war, befaßte sich^der Hilfsfonds noch mit der Aufgabe der koIIektiven Wiederhersteliung zerstörter Siedlungen.* Diese Aufgabe, die von Anfang an als eine der vornehmstem Pflichten des Hilfsfonds erkannt wurde, konnte*jedoch nur,mit einer Einschränkung durchgeführt werden; die.bei der Ansiedlung in der Vergangenheit begangenen Fehlerjsollten bei dem Wiederaufbau nicht wiederholt werden. Siedlungen sollten ,also 1 dann nicht mehr in ihrer ursprünglichen^Form errichtet werden, wenn nicht durch das Vorhandensein von Wasser, geeignetem Boden usw. die Voraussetzungen für wirtschaftliches Fortkommen gegeben seien. Dies ist die Erklärung dafür, daß der Wiederaufbau der zwei Siedlungen KfarUriehundHuIda zunächst vertagt wurde. Im Hinblick auf die andern ländlichen und städtischen Siedlungen, die von den Unruhen betroffen wurden, gibt der Bericht folgende Einzelheiten: Mozah. Die Mehrheit der Siedler erhielt Unterstützungen für die Reparatur ihrer Häuser und den'Einkauf von Vieh. Ein Teil der Siedler ist bereits zurückgekehrt, die übrigen werden bald nachfolgen. Mit,Hilfe des Fonds konnte HerrSStein- «b erg* die ♦Arbeit in|selner ,Ziegetfabrik/die ca. 30* Arbeiter; beschäftigt,'* wieder| aufnehmen. A H artuf.|Alle,21 jFamilien/die früher,in dieser,Kolonie gewohnt haben, erhielten die Möglichkeit, dorthin f zurückzukehren. Der »,.Hilfsfonds stellt ||die beschädigten ' Häuser wieder her und , errichtet an Stelle der ,,zerstörten Wohn- und Wirtschaftsgebäude neue Bauten und versorgt "die*Kolonisation mit landwirtschaftlichem Inventar. Beer-Tuvia. Den früheren Siedlern, die nicht nach Beer-Tuvia zurückkehren wollten, wurde alsjBeihilfe für ihre Ansiedlung - an ׳ einem anderen »Platz •10 000» Pfund» zur Verfügungfgestellt. Dafür übertrugea'diese^Siedleridas*Eigentum Jan ihrem Besitz (Boden und Gebäude^dem Nationalfonds. Auf (dem Boden der alten Kolonie wird jetzt eine neue errichtet. wird Jetzt die Arbeit in beschleunigtem Tempo vor sich gehen können. Die Investierungen des Hilfsfonds in der neuen Kolonie werden nicht weniger als 32(300 Pfund betragen. En Sei'tim. Die Mitglieder dieser kleinen Siedlung haben kürzlich*- beschlossen, in ihre früheren Wohnstätten zurückzukehren; der Hilfsfonds hat mit der Wiederherstellung ihrer Häuser begonnen und wird den Siedlern lebendes lnventar zur Verfügung stellen. Safed. Mit Unterstützung des Hilfsfonds, der den jüdischen Händlern und Kaufleuten ermöglichte, ihre frühere Tätigkeit wieder aufzunelimen, hat das wirtschaftliche Leben der Bevölkerung von Safed wieder normale Formen angenommen. Für diese Beihilfen sind allein 10000 Pfund verwendet worden, außer den beträchtlichen Summen, die sofort für kleinere Unterstützungen u. ä. Zwecke ausgegeben worden sind. Jeder einzelne Fall hat eine individuelle Behandlung erfahren. Für den Wiederaufbau seihst wurde ein Betrag von 25 (WO Pfund bereitgestellt und Pläne sowohl für die Errichtung eines Handelszentrums afs für die Errichtung eines neuen Wohnviertels ausgearbeitet. Das Handelszentrum wird an Stelle der alten jüdischen Läden, die während der Unruhen zerstört wurden, errichtet und 25 Lüden und einen Gemüsemarkt enthalten. Dieses Projekt wird ungefähr 8600 Pfund erfordern. Der Beginn der Arbeit hat sich infolge rechtlicher Schwierigkeiten (gemischtes Eigentum an den zerstörten Gebäuden) verzögert. Ein weiterer Befrag von 2000 Pfund wird für die Reparatur der beschädigten Privathäuser verausgabt. Haifa. Zum Ausbau "und zur Befestigung der bestehenden jüdischen Wohnviertel auf dem Hadar Hakarmei und in Ard-el-Yahud, sowie zwecks Verbindung dieser Wohnviertel׳ hat der Hilfsfonds,.einen Betrag von 9500 Pfund (für den Kauf eines Bodenkomplexes zwischen diesen beiden Wohnvierteln)'verausgabt. Der Hilfsfonds beschloß ferner, zur Er-, lefchterang der Wohnverhältnisse in Haifa auf einem Teil dieses Bodens zwei große Mehrfamilienhäuser mit je 22 Wohnungen mit einem «Aufwand von 12500 Pfund zu errichten.; Der Bau^dieser beiden Häuser: hat׳ bereits begonnen. Weiter wurde beschlossen, sich' an der Errichtung des Arbeiterviertels auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds in der Bucht von Haifa mit: einem Betrage von• 7500. Pfund zu beteiligen. Dort werden;,demnächst ca. '200 Häuser;׳ neu erbaut werden. J er us al em. Ein Betrag;von«2l 000־Pfund wurde für den Ausbau, und die Stärkung der’vorhandenen Wohnviertel und für die “Erleichterung des Wohnbauproblems für Familien mit kleineren Einkommen bereitgesteift. Es wurde beschlossen, imj Sanhedria-Viertel ein großes Mietshaus mit 20 Kleinwohnungen für den Betrag von 8500 Pfund zu errichten. Von diesem Be- 1trage sollen 1500 Pfund von ׳dem lokalen* Ausschuß in Sanhedria beigesteuert werden. Alle Vorbereitungen für den Beginn der Häuser sind bereits getroffen worden; zurzeit steht nur noch die Genehmigung der Stadtbaukommission aus. Unvorhergesehene Schwierigkeiten verzögerten auch »die,Inangriffnahme des Baues der Einfamilienhäuser in*T׳'alpio:th', wo die Anglo Palestine Company und der lokale"Ausschuß von Talpioth beim Erwerb des Bodräs wertvolle, Hilfe geleistet haben. Um die Sache» in ,Gang zu bringen, wunde^beschlossen, ׳inzwischen mit dem Bau*der ersten zehn Häuser zu beginnen und wegen der übrigen die Verhandlungen fortzusetzen, ht'Bait#w*e Gan beteiligte sich *der Hilfsfonds־an׳der Erachtunggjv0tt)22:Häusem im Bnai-Brith-VierteL Insgesamt sind in Ekaäuwe Gan, Beth Hakerem und Givath Schaul % Häuser« mit *Unterstützung des Hilfsfonds im ,Bau. Die Errichtung von »weiteren .12 Häusern in Beth Hakerem^Mdcor Chaim, GiwatiSchaul (und^im, persischen lin diesen Häusern zirka 6000 Pfund betra0BB~״I>*״״R«*1»th R!ä c4 ei (lÄaerNifce von*TsWott!f!iK»ntef»d«*Gdud Haawoda durch die Unterstützungudes Hilfsfonds seia»aitesf<jebäude wieder herrichten und ein zweites»Stockwwkchmrufügen. Der Hittsfonds beteiligt sich auch mit einem kleineren Betrage an einem anderen großen Gebäude in Raraath ,’.Rachel,*das vom Keren Hajessod für 4000 Pfund errichtet!־Kvird. | Für öffentliche Gehäude|f5traßeabau^ynzäynungen, Tele-J phon, Kauf von Boden zwecks Verbesserung der ,Sicherheitsverhältnisse,* insbesondereiin isoliert gelegenen;Kolonien, wurde־ ein Betrag von *zirka «421100 Pfand, bereit gesteHtrund zum großten Teil verausgabt. 10000 Pfund*" wurden flfü'r Venbindungs-, Straßen^zwischen,(abgelegenen SietHungeni.'und^ den Haupt-! straflen*Tverausgabt; an <.le!1;betreffenden v Arbeiten beteiligte' sich aacl$die,R0fgerung mit einer SummeWon»5000 Pfund. An Ibt-du serielle und Kau.fi«e®te, die durch die Unruhen geschädigt wimlen'׳wurden 15(000 Pfunden Form von Darlehen gegeben.jDiese Summe schließt׳*einen.. Betrag von *2000 Pfund ein, derjpfnach^-den Unruhwi^als*Exportbonus zur }•Förderung der* Industrien»gegeben wurde. Schließlich;,wurde ein Betrag von 50 00W*fundiaIs ׳BeteiHgung des Hilfsfonds an dern •ÄnsicdJungsprojekt -der ׳ tausend rammen bereitgesteHt '“׳ » Die Verwaltungsausgaben des ו Hilfsfonds betragen bis jetzt ,8500 Pfund. Darin sind die Ausgaben für die vielen mühevollen Untersuchungen der Einzelfälle, ׳ Arbeitslöhne,- Inkasso der Anleihen usw.-inbegriffen. Das Budget des Hilfsfonds Das Budget des Hilfsfonds, das nach Abzug^der in London erfolgten Ausgaben für Anwälte usw. 482 000.Pfundbeträgt, ,verteilt sich im* einzelnen auf folgende ־'Posten:'* Siedlung und das Leben in ihr einen möglichst * homogenen* Charakter erhalten. Zur Ansiedlung kommen (nur) verheiratete * Personen mit landwirtsch י 'ichcr Ausbildung;' die ׳ Hälfte ■der Kandidaten gehört der lanö.virischaftlichen Gruppe «fder*ehemaligenyjüdisehen Legionäre an. Einige der.SiedIer* sind' bereits^nachi (Beer-Tuvia übersiedelt, wo schonWeine^Reihe' von Hausern* wiedererrichtet wurde. Beim Graben eines Brunnens wurden sehr günstige Wasserverhältnisse festgestellt, so daß beschlossen wurde, jedem Siedler 15 Dun am bewässerbaren 1. Individuelle Hilfe und Wiederherstellung 2. Wiederaufbau: Safed Hebron Kolonien 3. Häuser in (Jerusalem *und Haifa 4. Maßnahmen für Sicherung, isoliert gelegener Siedlungen,•öffentl. Gebäude, Straßen, Telephonverbindung usw. 5. Darlehen an Industrielle und. Kaufleute 6. Beteiligung an dem Projekt , für, die Ansiedlung von 1000 Siedlerfamilien 7. Verschiedenes 8. Zentrale Verwaltung £P 210 000 25 000 10000 65 000 50 000 42500 15000 50000 6 300 8 500 Insgesamt 482 300 Der XVII. Zionisten-Kongreß. Der Termin des XVII. Kongrosses ־ ist gemäß einem in Berlin während der letzten lagung gefaßten Beschlüsse des Aktions-Comites von der Ge- Stauung despotischen Situation abhängig gemacht worden. Die Exekutivelund das Präsidium des;Aktions-Comites sind vom Aktions-Comite ermächtigt worden,’sobald die politischen Umstände es erfordern, den ordentlichen Kongreß einzuberufen. Um die rascheste Durchführung der Kongreßwahlen zu ermögliehen, ist die Exekutive, beauftragt!worden, besondere Maßnahmen organisatorisch-rechtlicher :und technischer Natur zu treffen. Für einen ordentlichen Kongreß, der noch vor Ende des Jahres 1930 Zusammentritt, werden.die Schekolim des Sehekeljahres 5690 maßgebend sein. Der »Schlußtermin dieses Schekeljahres wurde auf den 3L Oktober festgesetzt. Die Exekutive richtete'an die,zionistischen Landesstellen die dringende Aufforderung, bis dahin für die weiteste Verbreitung des Sehekels und den Abschluß der Sammlungen zu sorgen und gleichzeitig die Vorbedingungen für eine rascheste Durchführung der Kongreßwahlen zu schaffen, über die die Exekutive noch recht-