Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1930-07-04 · Heft 52 (4.7.1930) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 52 (4.7.1930)
Date
1930-07-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653156-2653205--21679-2679804
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 354 JtJEOISCHE RUNDSCHAU Nr. 52, 4. VTL 1030 Briefe an die Redaktion Leipzig, den 26. Juni 1930. Sehr geehrte Redaktion! Weshalb gibt es noch keine hebräische Einheitsstenogra- Phie? Für viele Menschen besteht heute die Notwendigkeit, eine hebräische Kurzschrift zu erlernen, auf Kongressen, in jüdi• sehen Institutionen, ist die Kenntnis einer solchen Kurzschrift eine Notwendigkeit, geworden. Erschwert wird aber der Wunsch zur Erlernung einer hebräischen Kurzschrift durch das Bestehen mehrerer Systeme. Es soll bereits heute vier Systeme geben, darunter sind mir bekannt das von Tenies, Frau Dr. Schar* gorodska und jetzt das neueste von Mainion. Warum interessiert sich nicht der Waad-Hallaschon dafür, diesem Umstand abzuhelfen durch die Schaffung einer hebräischen Einheitskurzschrift, die wesentlich dazu beitragen kann, die richtige Wiedergäbe hebräischer Reden und Diktate zu erleichtern? Mosche ben Sehattai. Jang-Zionlsfen-Lager In Holland M an schreibt uns: Während für Schuljugend und Studenten in fast allen Laudern zionistische Sommerlager veranstaltet werden, wo zionistisches Wissen gelehrt und die Zusammengehörigkeit gestärkt wird, besteht hierzu für die ältere, nicht akademische Jugend, wenig Gelegenheit. Seit 1028 nun hat Holland diese Lücke mit großem Erfolg ausgefüllt und für junge Zionisten von 18 bis 30 Jahren Lager eingerichtet. Auch in diesem Jahre besteht die gleiche Absicht. Die holländischen Zionisten sind davon überzeugt, daß mancher junge Zionist (Zionistin) in anderen Lätidern Europas gerne diese Gelegenheit benützen wird, ein paar freie Tage in einer schönen Gegend und gleichzeitig in einer rein zionistischen Umgebung zu verbringen. Da gerade die Zusammenkunft junger Zionisten aus verschiedenen Ländern zur Stärkung des Kontakts zwischen den Landsmannschaften und deren künftigen oder sogar heutigen Führern äußerst wichtig ist, hat sich die Vorbereitungskommission des holländischen Jung-Zionisten-Lagers 1930 entschlossen, an sämtliche junge Zionisten der west- und mitteleuropäischen Länder einen Aulr 11 f zur Beteiligung an diesem Lager zu erlassen. Das Lager wird von Freitag nachmittag, dem 29. August, bis Montag morgen, dem 1. September, staufinden. Das Haus liegt in einer prachtvollen Umgebung in der Nähe von Epe zwischen Apeldprn und Zwolle. Die Küche ist streng rituell. Es sollen folgende Referate gehalten werden: A. Ehrenf eld (Mitglied des Vorstandes des holl. Zion.-Bundes) ,,Die aktuelle Lage des Zionismus“; Dr. A. J. H e r z b e r g!Vorsitzender der Zion. Ortsgruppe Amsterdam) Thema noch nicht bestimmt: Leo v. d. L i j n (Vorsitzender der holl. Jugend-Föderation) ״Der Uebergang von Jugendverein zur Organisation“; Z. Mos sei (Vorsitzender des Misrachi-Verbandes Amsterdam) ״Wichtige Wendepunkte in der Geschichte des jüdischen Volkes“, Anmeldungen bis zum 31. Juli bei der Unterzeichneten Sekretärin; die Lagergebühr von 16 RM. ist zu gleicher Zeit zu entrichten. Das Sekretariat erteilt auch jede erwünschte Auskunft bezüglich des Lagers. Die Lagerkömmission: Vorsitzender: Dr. 1. L. Hamburg. Sekretärin; Chel Kalker, Amsterdam C, Nieuwe Keizersgracht 92 (Postscheckkonto: 160 847), Ein Landheim der jüdischen Jugend in Wolzig. Am Sonntag, dem 29. Juni 1930, wurde in Wolzig (Kreis Beeskow), in der Nähe von Berlin, die erste jüdische Jugendherberge in Deutschland eingeweiht. Die Anregung dazu ging von der Leitung des neuen Jugend- und Lehrhelms Wolzig aus» die auf diese Weise eine lebendige Verbindung zwischen der organisierten jüdischen Jugend und den Zöglingen des Heimes in Wolzig herstellen will. Diesen Gedanken griff die Jüdische Gemeinde Berlin, in enger Zusammenarbeit mit dem Landesausschuß Berlin der jüdischen Jugendverbände, auf, und so wurde in kürzester Zeit der Gedanke der Schaffung einer solchen Jugendher berge verwirklicht. Das Heim ist ein kleines Bauernhaus, sehr schön am Wolzigcr Sec gelegen, und umfaßt zwei getrennte Schlafzimmer für Jungen und Mädchen, einen Tagesraum, eine Küche und einen gut eingerichteten Waschräum. Die Zahl der Betten beträgt 28; doch kann diese Zahl evtl, noch vergrößert werden. Zur Einweihungsfeicr hatten der Jugend- Pflegeausschuß der Jüdischen Gemeinde Berlin und der Landesausschuß Berlin gemeinschaftlich eingeladen und diesem Ruf waren ungefähr 375 Jugendliche und eine Reihe von Vertretern der Gemeinderepräsentanz, der Mitarbeiter des Wohlfahrtsamtes der Jüdischen Gemeinde Berlin und andere gefolgt. Herr Direktor Ka r e s k i, der Vorsitzende des Landesausschusses Berlin der jüdischen Jugendverbände, Herr Martin Sobotker, Herr Rosenthal, im Namen der Gemeinderepräsentanz, und Herr Dr. Lamm als Vertreter des Wohlfahrtsamtes beglückwünschten die Jugend zu diesem Erfolg. Ortspappen Gelsenkirchen. Die Zionistische Ortsgruppe Gelsenkirchen veranstaltete am 25. Juni einen Vortragsabend. Ingenieur Agronom Huterer sprach über die gegenwärtige Situation des Palästina-Aufbaues. Die Versammlung war sehr stark, auch von Nichtzionisten, besucht. Seit dem letzten Bericht, der hier erschienen ist, sind als bemerkenswerte Veranstaltungen nachzutragen•. Vortrag des Herrn Eduard Levy über: Geschichte des Zionismus seit der Baifour-Deklaration und des Herrn Ewald Stern über: Zionismus und Gemeindepolitik. Beide Vortragsabende und die in der in der Zwischenzeit stattgefundenen Heimabende erfreuten sich eines starken Besuches auch seitens der Nichtzionisten und der Jugend. Leipzig. Nachdem Herr Dr. L o e b e n s t e i 11, der 1. Vorsitzende der Zionistischen Ortsgruppe Leipzig, schon einige Male in besonderen Veranstaltungen über Einzelprobleme des palästinensischen Lebens und der Palästina-Politik gesprochen hatte, erhielt das zionistische Publikum am Montag, dem 16. Juni, den allgemeinen Bericht Herrn Dr. Loehensteins über seine Palästinareise. Diese Reise, die vom Kartell der jüdischen Verbindungen aus mitorganisiert war, fand in einer Zeit statt, wo das ganze palästinensische Leben noch stark unter dem Eindruck der August-Ereignisse stand. Wie stark trotzdem das Vertrauen des palästinensischen Jischuws in die eigene Kraft und die ganze Zukunft des Aufbauwerkes ist, das war der Tenor der Ausführungen von Dr. Loebenstein, der trotz der Kürze seiner Reise die Dinge in Palästina in ihren wesentliehen und entscheidenden Tatsachen klar vor seinen Hörern ausbreiten konnte. Wenn die Lichtbilder deutlicher gewesen wären, würde der starke Eindruck des Abends wahrscheinlich bedeutend größer gewesen sein. Briefkasten der Redaktion R. Treiser, Cassel. Wir empfehlen Ihnen den Jewish Chronicle, 2, Finsbury Square, London E. G 2. Dr. Kirschner, Nikolassee. Betreffs der umstrittenen sog. amerikanischen Versichcnmgsverlängerung haben wir von Ihrem erneut ausführlich begründeten, nach wie vor abweichen־ den Standpunkt Kenntnis genommen und sehen mit Ihrem freundlichen Einverständnis von der Veröffentlichung Ihrer eingehendes sachlichen Entgegnung ab. bedi incb iim endcd DcnLincn!■ivLEiiiiEif 0n!Wt der 3ioniflen>:RttHjionijI«u, ®Httroodi, ben 0. 3uli obenba V* 0 Uhr, iit ben Säumen bet 3■ S. f. ®tineleffrahe 10. ©e?1J)10ffene ®ntgliebeructfamtnlunfl. 221fje0otönunfl: 1. Sor unfern 2Mlfonferen*unt> not ber 8L*0?*@tfeung Sebner: biederten Rlinotu unbßidjtfielm.2.Sud* fpraeße über itnfere Slrfieii in ®eutfcftlanb (ein» leitcnb ein!arger Seriefit non fierrn Dr. ßißfif)). 8 ffiafjl ber »erliner ®eleqierien gut IV. Seit* fonferenj. 4. Suentualia. 9htr fofdtje ®?ttglieber haben affine« 2Baßlre<f)t, bie ba$ 18. Sebendjahr erreicht haben unb im fiefifce eine« ®dßefelS für ba« laufenbe 3aßr ftnb. ®djelel fann noch am ffiafjlabenb erworben werben. Unfoftenbeitrag: Gmmdjfene 50?f, 0.80, 3ugenbliche TO. 0.15. Aas den Gemeinden Gelsenkirchen. Man schreibt uns: Eine Reihe Gemeindemitglieder beantragten bei der Jüdischen Gemeinde eine Subvention für einen orthodoxen Schächter. Der Gemeindevorstand errechnete, daß die Antragsteller nur 2100 M. Kultus- Steuer zahlten und benutzte diese Tatsache als Argument für seine ablehnende Haltung. Ein recht demokratisches Argument, vorgebracht unter Bruch des Steuergeheimnisses in öffentlieber Sitzung! In derselben Sitzung erhielt der Vorstand Ver- Stärkung durch ein Mitglied der Wolilfahrtskommission, das bekanntgab, unter den Antragstellern befänden sich auch Unter- Stützungsempfänger. Im Begriffe, deren Namen zu nennen, wurde er durch einen vorsichtigeren Freund daran gehindert. Ein anderes liberales Mitglied der Gemeindevertretung propagiert die Trennung von West- und Ostjnden. Er will diese in eine besondere Gemeinde verweisen. Vermischtes Von der P. L. D. C. Die XV. ordentliche Generalversammlung der ״Palcstine Land Development Co.“ Ltd. fand am 9. Juni 1930 im Bürohaus der Gesellschaft in Jerusalem statt. Der Managing-Direktor Dr. Thon gab einen detaillierten Berieht über die Tätigkeit der Gesellschaft während des Jahres 1929 und für die Monate Januar bis Mai 1930. Auf seine Anregung wurde beschlossen, den Reingewinn des Jahres 1929 in Höhe von £Pal. 2064 zusammen mit dem nicht ausgeschiitteten Gewinn für die Jahre 1923 bis 1928 in Höhe von £Pal. 8601 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Generalversammlung beschloß ferner die Ausgabe von 60 000 Dollar- 7prozentiger, Ende 1935 fälliger Ob'igationen, die teilweise zur Ablösung der Ende dieses Jahres fälligen 6prozentigen Obligations-Anleihe dienen sollen. Die Generalversammlung wählte das bisherige Direktorium wieder. Herr Dr. Werner Senator, als Bevollmächtigter der Jewish Agency, wurde in das Direktorium zugewählt und übernimmt die Stelle des Governors. Auf Anfrage des Direktoriums des Keren Hajessod gab Dr. Thon nähere Erklärungen über den Neuerwerb des Bodens in Rechawiah. — Zur Information über eine Reihe Einzelheiten besuchte Hope-Simpson die ״Palestine Land Development Co.“ Ltd., Jerusalem. An der Besprechung nahmen vom Direktorium der P. L. D. C. Jehoschua C h a n k 1 n , Dr. Thon und Dr. Senator teil. Die Fragen Simpsons bezogen sich auf das Wesen der P. L. D. G, ihr Aktienkapital, Dividendenzahlungen, Reserven usw. Ihn interessierte ferner die Art der Durchführung der Bodenkäufe, das Verhältnis der P. L. D. C. zum KKL und zur Zionistischen Organisation, der Umfang der von der P. L. D. C. durchgeführten Käufe und die augenblicklichen Verhältnisse am Bodenmarkt. Er erkundigte sich weiter nach der ״Pica“ und dem Kreis ihrer Aufgaben. Die Fragen der Bodenspekulation in Palästina sowie die Entwicklung in der Pflanzungszone wurden ebenfalls ausführlich besprochen. Im Anschluß an die Unterredung bat Simpson Jehoschua Chankin zu sich, um sich über verschiedene Einzelheiten zu informieren. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Ueber ״Das Friedensproblem in Palästina“ sprach Dr. Ernst Simon aus Jerusalem in der sehr gut besuchten Juni-Veranstaltung der Frauen-Arbeitsgemeinschaft. In sachlicher und rednerisch vollendeter Art legte er die Auffassung des Brith Schalom über die Palästina-Politik dar und grenzte sie kritisch gegenüber den Anschauungen der anderen zionistischen Gruppen ab. Das Interesse, mit dem die versammelten Frauen den Ausführungen folgten und die lebhafte, auch den gegensätzlichen Standpunkt geschickt vertretende Diskussion bewies, daß auch die politisehen Fragen des Zionismus unsere Frauen stark beschäftigen. Diese Erkenntnis wird der F. A. P. ein Anlaß sein, nach den Sommerferien auch Redner anderer zionistischer Parteien referieren zu lassen. Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker ln Deutschland E. V. Am Montag, dem 14. d. M., findet um 1,48 Uhr im Gemeindehaus, Berlin C2, Rosenstr. 2—4, die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Anschließend (um 9 Uhr) hält Herr Kulturingenieur Berner, Haifa, einen Lichtbildervortrag über: ״Die Besiedlung des Emek und seine technische Erschließun g“. K. J. V.-Stellenvermittlung. In Dessau ist die Stelle eines Vertrauensarztes bei der dortigen Ortskrankenkasse zum 1. Okto!'•:r 1930 zu besetzen. Verlangt wird erfahrener Mediziner mit Röntgeu-Diagnostik-Ausbildung. Näheres durch das Büro des K. J. V. — In Dortmund ist die Praxis eines Hautarztes zu vermieten, evtl, auch käuflich zu erwerben. Die Praxis ist klein, aber einbringend, ohne Krankenkassenbehandlung. Näheres durch das K. J. V. — ln Oberschlesien wird für eine Allgemein- Praxis für 4—5 Wochen ein Vertreter gesucht. Nähere Mitteilungen durch das Büro des K. J. V. — ln einer kleinen Stadt im Schwarzwald wird auf 3—4 Wochen ein Vertreter für einen Arzt gesucht, der Erfahrung in Geburtshilfe haben muß. Interessenten wenden sich bitte an das Büro des K. J.V. Offene Stelle, ln einer kleinen Stadt in Sachsen ist eine Kassenarzt-Stelle zu besetzen. Interessenten erhalten nähere Auskunft durch die Z.V.f.D., Berlin W 15, Meinekestr. 10. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 4. Juli, abends: Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 7,30 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. In den Synagogen mit neuem Ritus: Ansprachen des Rabbiners. Sonnabend, den 5. Juli, morgens: Alte Synagoge: 8,30 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst Syn. Rykestr.: 7 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel) 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Syn. Friedenstempel: 9,30 Uhr. Predigten: Syn. Rykestraße: Rabbiner Nobel; Syn. Lützowstr.: Dr. Wiener; Syn. Friedenstempel: Dr. Prinz. Schrifterklärung: Syn. Münchener Straße: t>r. Arthur Levy. Sabbat-Ausgang: 9,30 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn.: 7,30 Uhr; morgens: Alte Syn., Syn. Kaiserstr., Rykestr., Koltb. Ufer: 6,30 Uhr; Syn. Münchener Str., Pestalozzistr., Grunewald und Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. MAI VC/ELTV m BAND Auf dem Wege nach Antwerpen! Die zehn Mitglieder des palästinensischen Makkabt, welche auf Motorrädern von Palästina nach Antwerpen zur Tagung des Makkabi-Weltverbandes fahren, kamen am Montag, dem 30. Juni, von Breslau kommend, nach Berlin. Sie wurden vor Berlin von Mitgliedern des Bar Kochba-Hakoah in Automobilen erwartet und zum Gebäude der Jüdischen Gemeinde ln der Rosenstraße geführt, wo zu ihren Ehren sich ungefähr 200 Mitglieder des Bar Kochba-Hakoah versammelt hatten. Nach den Begrüßungen blieb man noch bis ln die Nacht hinein zusammen. Am Dienstag Nachmittag gab die Z. V. f. D. zu Ehren der pa- Ilstinensischen Gäste einen Tee im Sitzungssaal in der Meinekestraße, auf welchem Kurt Blumenfeld die Grüße der Z. V. f. D. überbrachte. Sodann brachen die Gäste auf und fuhren ln der Richtung Hannover-Köln nach Antwerpen weiter, wo man mit ihrer Ankunft Donnerstag Abend rechnet. Astwerpener Gäste! Als Gast auf der Tagung in Antwerpen wird der berühmte Tennis-Champion Daniel Prenn, der dem Makkabi nahesteht, teilnehmen. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland wird durch ihren Vorsitzenden Herrn Kurt Bfumenfeld vertreten sein. Das Hauptbüro des KKL entsendet Herrn Pollak aus Berlin. ׳־ Deutscher Kreis Das Makkabüiederbuch enthält 61 hebräische Lieder und Niggunim, no deutsche und 18 jiddische Lieder. Fast alle hebräisehen Lieder sind mit Noten versehen. (Näheres siehe nächsten Freitag.) Bar Kochba-Hakoah-Berlin Fußbaiiabteilung. Am Sonntag, dem 3g. Jun! 1g30, waren infolge eines Spielverbotfis des Deutschen Fußhallbundes nur unsere Junioren-, Jugend- und Schülermannschaften tätig. Trotzdem die Gegner nach Zweckmäßigkeit angesetzt waren, d. h, unsere Mannschaften, entsprechend ihrer Spielstärke, schwerste Gegner bekamen, konnten wir fast auf der ganzen Linie erfolgreich sein. Nachfolgend die Resultate: Iiakoah, 1• Junioren — Union, Oberschöneweide 4: 3; ilakoah, I. J11gend — Union, Oherschöneweido 3: 1; Haknah, II. Jugend — Wilmersdorfer Sportklub 3:0; Iiakoah, I. Schüler — Spandauer Sportverein 1:3; Iiakoah, II. Schüler — Weißenseer Fußballklub 7:0; Iiakoah, III. Schüler ■—• Polizeisportverein kampflos gewonnen. Das Spiel der I. Junioren war, speziell in der ersten Halbzeit, ein ganz hervorragendes, konnten sie doch in dieser Halbzeit mit 4 Toren Varsprung in die Pause gehen. Nach Halbzeit ließ die Mannschaft in dem Gefühl des sicheren Sieges nach und konnta der Gegner 3 Toro aufholen. Das Spiel der I. Jugend war, nach den bisherigen Leistungen gemessen, eine hervorragende Leistung. Konnten sie doch einer der besten Jugendmannschaften Berlins, wenn auch erst nach Verlän - rung, den Sieg entreißen. Sonst ist noch das ganz hervorragende Spiel der II. Schüler zu erwähnen. H. R. Am 31. August veranstaltet der Bar Kachba-Hazair für den gesamten Bar Kochba-Hakoah interne Abendwettkämpfe und eine Theodor Herz]-Nacht. Nähere Mitteilungen hierüber folgen. Jüdischer Ruder-Club ״Ivria“. Programm für Juli וg'So: Sonntag, den 6, 7., 8,30 Uhr, bootsferftg Friedrichshagen: Mittwoch, den q. 7., 18—31 Uhr, Uehungsbatrieh in Friedrichshagen; Sonntag, den 13, 7., 8,30 Uhr, bootsfertig Friedrichshagen; Mittwoch, den 16. 7., 18—21 Uhr, Uehungsbatrieh Friedrichshagen; Sonntag, den 30. 7., 8,30 Uhr, bootsfertig Friedrichshagen; Mittwoch, den 33. 7., 18—31 Uhr, Uebungsbetrieb Friedrichshagen; Sonntag, den 37. 7., 8,30 Uhr, bootsfertig Friedrichsilagen; Mittwoch, den 30. 7., 18—31 Uhr, Uebungsbetrieb Friedrichshagen. Jeden Dienstag, im neugebauten Stadtbad, Gartenstr. 5, von 30—31,30 Uhr Schwimmen. Eintritt nur gegen Mitgliedskarte. Preis für Erwachsen» 30 Pfg , für Jugendliche bis zu 30 Jahren 30 Pfg. Einlaß nur von ig.lö bis 30,30 Uhr. Bar Kochba Köln im Tennis erfolgreich! Am Sonntag, dem 32. Juni, trat die in diesem Jahro erst gegründete Tennisraannschaft des Bar Kochba erstmalig zu einem Klubiampf gegen die kombinierte Mannschaft des Sportverein ״Freiheit“ Düsscldorf-EUer auf dessen Platzanlage an und siegte unerwartet hoch mit 10: 3 Punkten, 21:4 Sätzen und 131: 10) Spielen. Bei den Damen zeigten sich im Spielverlauf Berta Berger und Alice Goldschmidt ihren Gegnerinnen stark überlegen, während bei den Herren sich Adolf Lachs und Jakob Böller durch technisch gutes Spiel auszeichneten. Marti Landesberg bewies als Anfängerin ihre guten Anlagen durch einen 6: 3-, 6: 5-Sieg. Es ist zu begrüßen, wie schnell sich die Mannschaft in den zwei Monaten eingespielt hat, und hoffen wir, daß sie beim Retourspiel in Köln zeigen wird, daß sie ihren Sieg nicht nur einem Zufall zu verdauken hat. V. B. V. E. S. der jüdischen Knabenschule. Familienausflug nach Schulzendorf. Treffpunkt: 9Uhr Stettiner Vorortbahnhof. Nachzügler treffen uns gegen 2 Uhr im Restaurant Hubertus. Gäste willkommen. Für Kursunterricht und Selbststudium empfehlen wir allen, die gründlich Hebräisch erlernen wollen, die von Wissenschaftliehen und p&dagogisehen Autoritäten als auBerordentllehe Leistung beurteilte Einführung In das Hebräisch der Gegenwart von DAVID JOSEF BORNSTEIN Broschiert RM. 7,SO, In Oanzleinen «ob. RM. 9,—, zuzDgllch RM.0,90 für Porto und Verpackung. Austsnd RM. 0,70. Lieferung erfolgt gegen Vorauszahlung oder per Nachnahme. Verlag und Alleinvertrieb: JÜDISCHE RUNDSCHAU G. M. B. H. «Berlin w 1s, Melnekeatraso to. Poataidieek• Koni« 1789t.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.