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Jüdische Rundschau · 1930-05-16 · Heft 38 (16.5.1930) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 38 (16.5.1930)
Date
1930-05-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 38, 18. V.!930 JÜEDISCHE KÜNPSCHÄÜ Seite 285 Briefe an die Redaktion Zur Frage der Todesurteile. Prag, 13. Mai 1530. Sehr geehrte Redaktion! Ich habe in Ihrem Blatte vom 6, Mai den Artikel von Robert Writsch gelesen, der gegen die Vollziehung der Todesstrafe in Palästina protestiert. Ich möchte meiner rückhaltlosen Zu- Stimmung zu den Ausführungen dieses Artikels hiermit Ausdruck geben und glaube, daß alle, die die Verantwortung für die Zukunft des jüdischen Volkes fühlen, jetzt ihre Stimmen dagegen erheben müssen, daß das Verhältnis zwischen Juden und Arabern eine nicht wieder gutzumachende Trübung erfährt. Wenn wir in allen Ländern für die Abschaffung der Todesstrafe Stellung nehmen, so ist es selbstverständliche Pflicht, daß wir in Palästina genau dieselben Richtlinien ver» folgen. Mit besten Grüßen Max Brod. * Sir H. Simpsons Mission. Mannheim, den 13. Mal 1930. Sehr geehrte Redaktion, Die Entsendung eines Boden-Experten nach Palästina wird in der jüdischen, vor allem der zionistischen Presse in Palästina ungünstig kommentiert, bevor er überhaupt nach Palästina gekommen ist, bevor seine Aufgaben una seine Ein- Stellung bekannt sind. Der Exekutive ist diese Begleitmusik der zionistischen Presse unangenehm, sie beeilt sich zu erklären, daß sie der Mission des Experten in vollem Vertrauen auf seine Fähigkeit und auf die Selbständigkeit seiner Urteilsbildung entgegensieht. Diese Erklärung der Exekutive, so rasch sie gekommen ist, macht dennoch den Eindruck der Nachträglichkeit und der Korrektur. Hier wie in unzähligen anderen Situationen macht sich das Fehlen einer offiziellen Presse, einer autorisierten Berichterstattung der Exekutive bemerkbar. Es will uns nicht einleuchten, daß der ״werdende Staat“ Palästina, daß der Zionismus mit seinen vielen Fronten auf das verzichten kann, was heute jeder Politik führenden Macht nötig ist. Eine dreisprachig (hebräisch, arabisch, englisch) erscheinende Zeitung der Exekutive würde auf die oft verwirrte zionistische und nichtzionistische Meinungsbildung klärend wirken, würde die Exekutive der Notwendigkeit entheben, Legendenbildungen nachträglich zu bekämpfen. Auch eine Regierungspresse beseitigt nicht die Verschwiegenheit oder Anonymität gewisser f»olmscher Aktionen. Aber eine dürftige authentische Mitteiung ist besser als hundert Kommentare zu einer Sache, die man nicht genau weiß. Ein Regierungsblatt würde den Wert der bestehenden zionistischen Presse nicht mindern, würde ihr im Gegenteil eine größere Freiheit geben, sie von Rücksichten befreien. Ich trete also für eine Einrichtung ein, die im Rahmen des Budget keine Rolle spielt, und die der Exekutive nach innen und außen die Arbeit erleichtern würde. Ihr sehr ergebener Dr. G r ü n e w a l d. Eingesandt An alle ostjüdischen Landsleute aus Stanislau und Umgebuntf. Eine sehr große Anzahl unserer engeren ostjüdischen Landsleute aus Stanislau und den umgebenden Ortschaften : Halicz, Bolszowce, Bursztyn, Bukaczowce, Wojnilow, Kalusz, Rozniatow, Bohorodczany, Lisiec, Solotwina, Tysraienice, Tluraacz, Horodenka, Nadworna, Delatyn, Mariampol und Jezupol lebt im Deutschen Reiche und hauptsächlich in Berlin. Während alle anderen Landsmannschaften aus dem Osten jede für sich In einent besonderen Verehr gruppiert und zusammengefaßt ist, steht die unselige bisher noch Immer ohne jeglichen persönlichen geselligen Kontakt zueinander, der Möglichkeit benommen, einem von uns manchmal in Not Geratenen kollektiv behilflich beistehen zu können. Daraus ergibt sich die Not- Wendigkeit, auch diese Menschen in einen Verein zusammenzufassen. Von diesem Bestreben geleitet, hat das unterzeichnetc Gründungskomitee beschlossen, die Gründung eines soieben Vereins mit dem Namen ״Wohlfahrtsverein תובתרונן der Stanislauer und Umgebung“ in Angriff zu nehmen. Wir richten die Aufforderung an unsere Landsleute aus der Stadt Stanislau und den oben aufgezählten umgebenden Ortschaften, dem Vereine als Mitglieder beizutreten. Nach 50 Mitglieds- Anmeldungen wird zur ersten konstituierenden Generalver- Sammlung geschritten werden. Anmeldungen bei Herrn Joachim Tauber, Berlin C2, Königstr, 50, Fernspr.: Berolina E. I. 4148. Das Gründungskomitee: Joahitn Tauber, David Gottesmann. Gruppenverband Sachsen-Anhalt. Sonntag, den 25. Mai, vorm. 11 Uhr, findet im Gemeindehaus in Halle, Germarstr. 12, eine Tagung des Gruppenverbandes statt. Tagesordnung: 1. Nach den Londoner Sitzungen und dem Bericht der Shaw- Kommission; Referent: Alexander Adler-Berlin. 2. Ausspräche. 3. Besprechung der Landesverbandswahlen. Referent wird noch bekanntgegeben werden. ״Das deutsche Judentum“. Die Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltet eine» Vortragszyklus über ״Das deutsche Judentum“ unter Leitung von Dr. Siegfried Kanowitz. Der erste Vortrag behandelte das Thema ״Ideologien und Programm des Central-Vereins“. Dr. Kanowitz wies darauf hin, daß die Assimilation auch heute noch existiere und nur eine ״ideolofische Komplettierung“ vorgenommen habe. Der nationale Geanke ist die Trennungslinle zwischen den Parteien. Ke Jewish Agency stellt eine Brücke zwischen den beiden Lagern dar. Die wahren Entwicklungen vollziehen sich in der praktischen Politik und bei kleineren Minoritäten. 1913 kam es zum Austritt der Zionisten aus dem C.-V. infolge des Streites um Sombarts Aeußerungen über die Judenfrage. Die damaligen Ansichten von Eugen Fuchs sind auch heute noch gültig. Man lehnte den Zionismus ab mit der Begründung, man fühle deutsch. Trotz aller politischen Entwicklungen argumentieren selbst die fortschrittlichsten Kreise im heutigen C.-V. ganz ihnlieh. 1917 ging der C.-V. in einer Diskussion zwischen Fuchs und Blumenfeia von der Kluft zwischen West- und Ostjuden aus; nur diese wurden als Volk anerkannt. Man will ein mögliehst von Konflikten freies System aufbauen. Dabei übersieht man, daß die Gefühle einzelner Juden unwesentlich sind, und daß auch das deutsche Judentum nur mit Hilfe des Ostjuden• tums erhalten geblieben ist Bei Kriegsende wankte das System des C.-V. Eugen Fuchs stellte sich in einem Schreiben fest auf den Boden des Baseler Programms. In der Gegenwart gilt im C.-V. die antizionistische Resolution Meklenburg. ln der Agency-Frage ist die positiv eingestellte Minorität sehr stark. Neue Entwicklungen bahnen sich im C.-V. an durch die fortschreitende Isolierung des deutschen Judentums, durch die Erfolglosigkeit des Kampfes gegen den Antisemitismus und durch den Widerspruch zwischen der praktischen Arbeit der Jugend und der Minorität und den alten Formeln, an denen man festhält. — Die Vortragsreihe von Ehr. Kanowitz wird fortgesetzt. Die Krakauer J üdisehe Gemeinde trifft Anstalten für eine Ausstellung in Ihrem Besitz befindlicher und anderer seltener jüdischer Antiquitäten, die im Sömmer d. J. im Wawel- Schloß zu Krakau stattfinden wird. BERLINER KALENDER $«poe< Dtgftir. Skontog, ben 19. Wat, abenb» S Vs U&r, im «tmtiii&eiaug, »ofenftta&e 9/« Dr. «0Stti ffleltfcfj: ,Sie Ae|t«1 au« bem Sttitbi bez Untertud&ungMommtffum״. ®&f»e roiQfommen. 3tt fto<bfa>öafM$- ®onnabenb, ben 17. ®lai 1980, 20•/* llfjr, im ®enteinbtfjau», Stofenftr. 9/4: Vortrag Dr. fftofenfelb: ״ffiinbrücfe oon btt V&läfftna-Steife.״ ®üfte mtttfommen. בבית־העם! במוצאי שבת, 24 למאי, בשעה8 וחצי בערב בדיוק, תתקיים בבית־העם האספה הכללית של חברי בי־העם. על סדר היום: א. דין וחשבון על פעולת בית־העם. ב. ,בהירת מועצה. ג. שונות. כל החברים מתבקשים לבוא! 3m ®eiß>Sfm! lfm ®onnaBenb, bem 94. TOol, abenblSVeUhtpünftl., finbet tm®etfj»Hm eine all* gemeine 3Äitglieber»erfanm»lun« fiait. Sage»* orbnung: ®eridjt be» Borftanbe»; SBafjl eure» neuen Borftanbe». Wie ®Ktgtieber be« Belli* Stet raerben gebeten ju erfdjetnen, .המועצה לעבוצה. עברית בין הנער א. במוצאי שבת ב 17 למאי בשעה 9 תתקום בבית שיחה על הנושע "אסירי MonbijoupUtz 10 הנער ציוך/ הפותח א. יהודה. ב. באם השני ב 19 למעי בשעה 7 בערב תהיה בבית הנער שיחת חברים .(14-16)בשביץ הגיץ הצעיר Oer Hot für bebräifäe »rbefi unter der 30״enb »eronftaltet am ©onnabenb, bem 17. Skai, 9 Uhr aBenb», im Sugenbfjeim, Blonbijouplafe 10, eine 'Äu»jprad)e über ba» 2fj*ma: *®tt nontftifdje Bewegung in ®omjetrufelanb.* $ie ffiinleiiung oon ©errn 3e(1uba. -- Skontag, ben 19. Wat, 7 U^r abenb», finbet eine WtSfpradje bet 3ün* geren (uon 14—16) im Sugenbljeim fiati. Vermischtes HapoöI-HauTf Berlin. Infolge der Veranstaltung der Liga für das arbeitende Palästina haben wir den Vortrag von Chawer Robert Weitsch über ״Die Lehren aus dem Bericht der Untersuchungskommission“ auf Montag, den!*).Mai, abends Si/2 Uhr, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, verlegt. Gäste willkommen. Berliner Zionistische Vereinigung. Der Vortragszyklus Dr. Kanowitz ״Das deutsche Judentum“ hat mit Hinblick auf das Interesse, das der erste Abend fand, eine Erweiterung erfahren. Während der Referent am ersten Abend sich vorwiegend mit der Entwicklung des C.-V. befaßte, werden am Mittwoch, dem 21. Mai, der jüdische Liberalismus und die jüdische Orthodoxie in Deutschland behandelt werden. Näheres siehe Inserat. Iso Golland, der bekannte jüdische Opernsänger und ehemaliges Mitglied der Habiman, singt am Sonnabend, dem 17. d. M., in der Neueinstudierung von ״Rigoletto“ in der Staatsoper am Platz der Republik die Hauptrolle. MA 17. Mai), nachm. 1/35 Uhr, im Heim des K.J.V., Bleibtreustraße 50. Thema: Der westjüdische Chaluz in Palästina (Fortsetzung). In der Diskussion sprechen u. a. Ooldschein, Tabenkin (Ein Charod). Verband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Die 8. ordentliche Delegiertentagung des Verbandes der Jüdischen I..__- W._1_J!« UaiJah D TiHnrC tr׳S (חסד bisherigen Meldungen durch die Delegierten und Gäste von etwa 150 Bünden aus ganz Deutschland besucht werden. Hebräischer Lehrerverein. Der für Sonnabend, dem 17. Mai, angekündigte Vortrag von Dr. Max Mayer muß verschoben werden. Er findet am 31. Mai statt. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Gemeinsame Veranstaltung der Oruppen Lichterfelde und Grünewald am Mittwoch, dem 21. Mai, nachittags 41/2 Uhr, bei Frau Kreschower, Steglitz, Schloßstr. 67. Vortrag mit Lichtbildern von Herrn Dr. Ernst Mechner: ״Eindrücke von einer Palästinareise“. Gäste willkommen. — Gemeinsame Veranstaltung der Gruppen Nordwest und Nord und Ost am Donnerstag, dem 22. Mai, abends 8(4 Uhr, im Tiergartenhof, Diaspora und in Palästina“. Gäste willkommen. — Gruppe Nord und Ost. Der nächste Studienzirkel findet am Montag, dem 26. Mai, abends 81/2 Uhr, statt. Thema: Der jüdische Sozialismus. Leitung: Frau Dr. Freier. Gäste willkommen. Breslauer Arbeitsgemeinschaft für die Jewish Agency. Am Sonnabend, dem 3. Mai, veranstaltete die Breslauer Arbeitsgemeinschaft für die Jewish Agency den letzten in der Reihe der dieswinterlichen Vorträge, die dazu bestimmt waren, den alten und neuen Freunden des Palästinawerks sachliche Untertagen zur Beurteilung palästinensischer Fragen zu übermitteln. Herr Dr. Halpern, Mitglied des Administrative Committee der Jewish Agency, referierte über ״Die gegenwärtige rechtliche und politische Lage unseres Palästinawerkes“. Den Ausgangspunkt seiner Ausführungen bildete der Bericht der Shaw-Kommission, insbesondere die Beschwerden der Araber, deren Haltlosigkeit er an Hand von Beweismaterial aufzeigte. Trotz der vorgerückten Jahreszeit war der Vortrag sehr gut besucht. *■ ■Primer zionistische UBreimpimg Vortragszyklus Dr. S. Kanowitz Das dauiscna Judentum" im K.J.V., Bleibtreuatraßo 50 2. Vortragt Mittwoch, den 21. Mal, abends 81/2 Uhr: ״Ideologien und Programm•», 2. Teil Der Jüdisch® Liberalismus und dia jddiache Orthodoxie in Deutschland 3. Vortrag; Mittwoch, den 4. Juni: ״Das deutsche Judentum ira Spiegel der Statistik■* 4. Vortrag: Mittwoch, den!8.Juni: ״Der Antisemitismus u. seine Wirkung auf die Juden“ 5. Vortrag: Mittwoch, den 5. Juli: ״Die Jugendbewegung des deutschen Judentums“ \K/ELTV BAND Bericht über die Reise Dr. Rosenfelds nach Palästina. Da• Präsidium des Makkabiweltverbandea entsandte sein Mitglied, Dr. A. Rosenfeld, nach Erez-Israel, um die Vorbereitungen für di# im Jahr# jg32 stattfindend׳: Makkabiade in Angriff tu nehmen. Auf dem Wege nach Erez-Israel stattete Dr. Rosenfeld den Makkabivereinen in Alexandrien und Kairo einen Besuch ab und hatte eine länger» Unterredung mit dem Oberrabbiner von Alexandrien, Prof. David Prado. Der Sport ist üi Aegypten unter der jüdischen Jugend stark verbreitet und *» ergibt sich die Möglichkeit auf dem Wege über die jüdischen Tum- und Sportvereine, die dem nationalen Gedanken noch fernstehende jüdische Jugend Aegyptens für den Makkabi zu gewinnen. Die Notwendigkeit der Gründung eines starken Makkabikreiset in Aegypten und dessen stärkere Beeinflussung durch den Makktbiweltverband sieht Prof. Prado ein und es wurde deshalb vereinbart, gemeinsam mit dem Präsidium des Makkabi Erez-Israel die Fragen des igyptiachen Makkabi zu regeln. Sodann besuchte Dr. Rosenfeld die Makkabivereine in Beirut und Damaskus, die die größten und aktivsten jüdischen Organisationen dieses Landes sind. Er berichtete über die Arbeit des M.W.V. und nahm auch einen Bericht über die Lage des Makkabi in Syrien entgegen. In Beirat und Damaskus fand ein feierlicher Empfang statt, an dem die Führer der Jüdischen Gemeinde und die angesehensten Führer der ortsansässigen Juden teilnahmen. Dr, Rosenfeld hatte viel» Unterredungen mit den Leitern verschiedener jüdischer Institutionen, insbesondere der jüdischen Schulen und in seiner Anwesenheit wurden viele den Makkabi betreffende Angelegenheiten geregelt. Da» Interesse für die Makkabiado ist ungemein stark und der einen vor- *täglichen Eindruck machende Makkabi Syriens bereitet sich schon auf dieselbe vor. Ein genauer Bericht folgt. In Erez-Israel war Dr. Rosenfeld Gast des Landesverbandes Makkabi und besuchte fast alle Abteilungen. UebcraU wurden große Versammlungen abgehalten, die sehr gut besucht, waren und in welchen Dr. Rosenfeld über die Arbeit und die Lage der Weltorganisation und der Weltbewegung berichtete. In fast allen Orten fanden auch Bankette statt, auf denen die angesehensten Führer des Jiaehuw und Freunde des Makkabi ihre Bereitwilligkeit, mit, allen Kräften der Makkabiade zum Erfolg tu verhelfen, zum Ausdrucke brachten. In Jerusalem fand unter dem Vorsitz des Präsidenten des Makkabi Erez- Israels, Herrn Abieser Yellin, ein Bankett im Hotel Eden statt, das einen glänzenden Verlauf genommen hat. ln Tel-Awiw fand ein feierlicher Aufmarsch des Makkabi und der Scouts, anläßlich des Treffens der Vereine des südlichen Kreises, und ein großer Fackelzug statt, in dessen Verlauf Dr. Rosenfeld im Namen des Präsidiums des M. W. V. drei große Kränze auf das Grab Max Nordaus, Achad-Haams und der Opfer der Unruhen niederlegte. Mit der Stadtverwaltung von Tel-Awiw, insbesondere mit. dem Bürgermeister Herrn Diezengoff und dessen Stellvertreter Herrn Rokach, wurden Verhandlungen bezüglich der Makkabiade und eines Plalres für die Errichtung eines Stadions eingehend erörtert. Desylnchen stattete Dr. Rosenfeld in Begleitung des Vorsitzenden des Makkabi Tel-Awiw, Herrn Ziesling, einen Besuch beim Mitglied der Stadtverwaltung, Frau Schosehana ePraitz und Chaim Nachman Bialik ab. In Jerusalem besuchte Dr. Rosenfeld Herrn Ussischkin, Colonel Kisch, Dr. Berkaon, den Leiter des Erziehungsdepartements, Dr. Katzeneisun, Leiter dos Gesundheitsdeparlements, den Waad Leumi und die Hisiadruth. Mit dem Leiter der Jugend- und Organisation!- abteihmg im Hauptbüro de» KKL hatte er «ins längere Unterredung bezüglich der Mitarbeit der Makkabiweltorganisation am KKL. Auf Veranlassung Dr. Rosenfelds fand ein* gemeinsame Sitzung *wische« dem Präsidium das Makkabi. Erez-Israel und dem Präsidium des Hapoel statt, auf der ist Verhältnis der betden Organisationen and ׳«in• evtl. Mitarbeit der beiden Sportorganisationen besprochen wurde. Auch mit der Leitung der Scout» fand eine Besprechung statt, in deren Verlauf der Beschluß gefaßt wurde, daß zusammen mit der Makkabiade im Jabre 1983 auch eine Jamborte aller jüdischen Scouts stattfinden soll. Während seines Aufenthalts fanden auch viele Sitzungen des Präsidiums des Makkabi Erez-Israel und der technischen Kommission statt, in der alle den Makkabi berührenden Fragen eingehend behandelt wurden. Die hebräische Landespresse brachte ausführliche. Berichte mit Artikeln über die Makkabiade und die Lage im Makkabiweltverband. Zum Abschied fand in Tel-Awiw ein vom gesellschaftlichen Komitee beim Makkabi Tel-Awiw veranstaltetes Bankett statt. Der Vorsitzende des Komitees, der verdienstvolle Herr Rokach, begrüßt« die Anwesenden und gab der Hoffnung Ausdruck, daß im Jahre tg3s tausend« jüdischer Sportler und Turner Erez-Israel besuchen werden. Hierauf übernahm die Leitung der Bürgermeister von Tel-Awiw, Herr Diezengoff, dessen begeisternde und ermunternde Red« stürmischen Jubel auslöste. Nach den vielen Begrüßungsansprachen dankte Dr. Rosenfeld für den herzlichen Empfang, der ihm im Lande bereitet wurde und versprach im Namen des Präsidiums des Makkabiweltverbandes, die größten Anstrengungen zu machen, um der Makkabiade zum Erfolge zu verhelfen. In folgenden Orten wurden die Makkablvereine besucht: Jerusalem, Tel-Awiw, Haifa, Tiberias, Petach Tikwah, Rischon 16 Zion, Sichrem Jakob, Chede.rah, Rechoboth, Ness Ziona, Kfar Saba, Magdiel u. a. kleinere Gruppen. Auf der Rückreise besuchte Dr. Rosenfeld die Städte Triest, Zagreb und Wien, in denen er über di« Lage des Makkabi Erez- Israel und die Makkabiade berichtete. In allen Ländern konnte man ein großes Interesse für die erste Jüdische Makkabiade wahrnehmen. Programm des Turn- und Sportfestes in Antwerpen der Vereine des Makkabi-Weltverbandes. 4. bis 7. Juli 1930. Donnerstag, 3. Juli: 8 Uhr abends; Versammlung für Anweisungen au sämtliche Abgeordnete der antcilnehmenden Vereine. Freiing, 4. Juli: 3 bis 4 Uhr nachmittags: Generalprobe, Einmarsch und Frei- Übungen Sportplatz; 4 Uhr: Kongreßeröffnung: 4 bis 7 Uhr: zwei Fußball Vorrunden: 81/5 Uhr: Gemeinsamer Gottesdienst im Tempel. Sonnabend, 5. Juli: 3 Uhr nachmittag: Gemeinsamer Besuch der Weltausstellung; 9 Uhr abends: Feierliche Eröffnung mit Filmvorführung. Sonntag, 6. Juli: 8 bis 11 Uhr vormittags: a) Turnerische Wettkämpfe (Turnhalle): b) Leichtathletliehe Vorkämpfe (Sportplatz). 11J/3 bis 121/2 Uhr: Festzug durch die Staat; 3 bis 7 Uhr nachmittags: Großes Tum und Sportfest: a) Einmarsch und allgemeine Freiübungen: b) Turavorführungen Makkabi-Antwerpeo; e) Entscheidungen Leichtathletik; d) Kreisturnvorführungen (Geräte); e) Entscheidung Fußball. 81/2 Uhr abends: Scnwimmfest. Montag, 7. Juli: 3 Uhr nachmittags: Bootausflug; gemeinsam• Besichtigung des Antwerpener Hafens; 8 Uhr abends: Ball, Siegerehrung und Festvorführung«!. Tagung de» Verbandaauasehusaea. An Referaten sind vorgesehen: 1. Arbeitsbericht des Präsidium•! Dr. Leiewer; 3» Makkabiahs Ihr. Rosenfeld; 3. Technik: Leo Kamwski; 4.

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