Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 15 (21.2.1930)
- Date
- 1930-02-21
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15,21.11 1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 103 Ortsgroppe■ Danzig. Mittwoch war hier eine sehr stark besuchte Feier des 15. Scnwath mit sehr viel Jugend und Stimmung. Am Rednerpult erschien Herr Adolf Pollak, Berlin, dessen Vortrag über das brennende Bodenproblem, dem sich die Zionistische Organisation jetzt gegenübersieht, sehr starken Eindruck machte. Im Zusammenhang mit der Anwesenheit von Herrn Pollak fand eine Reihe wichtiger Zusammenkünfte statt, und zwar mit dem Misrachi, der KKL-Kommission und der Jugend, in denen der Generalsekretär des Keren Kajemeth eingehende Referate erstattete und die Arbeit für die Purim-Aktion einleitete Herr Pollak wird auch noch in einer öffentlichen Ver- Sammlung einen Vortrag ,,Erinnerungen an Herzl“ halten. Bielefeld. Der Gruppenverband Rechtsrheinland und Westfalen veranstaltete am 9. Februar eine Zusammenkunft der Vertreter Ost-Westfalens in •Bielefeld. Außer den Ortsgruppen Osnabrück und Bielefeld waren Zionisten aus Herford, Detmold Oelde, Hamm anwesend. Nach einer lebhaften Ausspräche über die Neubelebung der Arbeit in Ost-Westfalen wurde die folgende Resolution gefaßt: ״Die Zionisten, die an der Peripherie wohnen, treten der Ortsgruppe Bielefeld bei. Die Ortsgruppen Bielefeld und Osnabrück sowie die Gesinntingsgenossen in Hamm treten zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Die Leitung dieser Arbeitsgemeinschaft wird abwechselnd ein Jahr von Osnabrück, ein Jahr von Bielefeid übernommen. Für das erste Jahr wird Herr Erich Weinberg (Herford), der der Bielefelder Ortsgruppe angehört, mit der Leitung beauftragt. Der Gruppenverband Rechtsrhein־ latid und Westfalen wird ersucht, einmal im Jahr eine größere Tagung an einem von Ost-Westfalen leicht zu erreichenden Orte abzuhalten.“ Diese Resolution wurde einstimmig angenommen. Man beschloß, möglichst alle 4 bis 6 Wochen einmal zusammenzukommen und in der Zwischenzeit zu versuchen, an den eigenen Plätzen nach Möglichkeit zionistische Arbeit zu leisten. Alsdann sprach Dr. Werner Bloch über ״Ziel- Setzung und Wegbereitung“. Seine Ausführungen wurden mit außerordentlicher Aufmerksamkeit angehört und in der Diskussion noch ergänzende Anfragen und Ausführungen gemacht. Später gab Dr. Bloch Anregungen für die weitere Arbeit. Er wies insbesondere auf KKL. und KH. und Schekelarbeit hin, vor allem aber auch auf die Notwendigkeit, sich durch Lektüre der zionistischen Presse, insbesondere der ״Jüdisehen Rundschau“ laufend über die Lage zu orientieren. Er bezog auch Gemeindearbeit sowie hebräisch in seine Ausführungen mit ein. Auch hier wurde in der Aussprache die Notwendigkeit dieser Arbeiten betont und zunächst beschlossen, daß am 16. März die nächste Zusammenkunft in Bielefeld stattfinden solle. Wir glauben, daß unsere Gesinnungsgenossen in Ost-Westfalen bereichert und mit neuem zionistischen Arbeitswillen in ihre Wohnorte zurückgekehrt sind. Görlitz. Am 13. Februar fand anläßlich des 15. Sch’wat eine Zusammenkunft der Ortsgruppe statt. Frau G1 a s e r, die selbst ein Jahr in Erez-Israel gelebt und dort das Neujahrsfest der Bäume erlebt hat, hielt anläßlich dieses Tages ein anschauliches Referat über dieses Fest und erzählte von ihren Erlebnissen in Erez-Israel. Der Bericht wurde allseitig mit großem Beifall aufgenommen. Es wurde beschlossen, künftig in regelmäßigen Abständen Sitzungen der Ortsgruppe abzuhalten und einen Vortragszyklus über die Geschiente des Zionismus zu veranstalten. Kassel. Am Sonnabend, dem 15. Februar, sprach Herr Dr. Wolfgang von Weisl in der Z.O. G. über ״Palästina nach dem 8. August“. Sein Vortrag fesselte durch rednerische Gewandtheit und durch das Temperament, mit dem der Redner seine Anschauungen vortrug, einen großen Teil der Anwesenden, besonders die Jugend. Diejenigen allerdings, die der Ansicht sind, daß in der Politik nicht die Rhetorik, sondern allein die Sachlichkeit zu regieren hat, waren von den Ausführungen des Redners weniger begeistert. Dieselben zerfielen in zwei Teile: einen allgemeinen am Anfang, in dem Herr v. Weisl die Erkenntnisse und Ziele des Revisionismus klarzulegen versuchte, und einen zweiten, in dem er die Palästinaereignisse im einzelnen besprach. Der letzte Teil war der bei weitem interessantere: einmal weil der Redner die Dinge selbst raiterlebt hat und manche nicht bekannten Einzelheiten mitzuteilen wußte; dann aber auch, weil ihm die Darstellung erlebter Dinge mehr zu liegen scheint als der logische Aufbau eines politischen Gedankensystems. Auf den Vortrag angewandt heißt das, daß seine allgemeinen Ausführungen über Revisionismus nur ein sehr unvollkommenes Bild desselben geben, so daß von gegnerischer Seite die Broschüre von Lichtheim als ergänzende, klare und authentische Darstellung revisionistischer Gedankengänge empfohlen werden mußte. Im großen gesehen war der Abend für die meisten anregend und belehrend, wenn sich auch viele weder mit den Ansichten, noch mit der politischen Methodik des Vortragenden einverstanden erklären konnten. Magdeburg. .,Das zweite Zentralproblem“ war das Thema eines Vortrags, den der Leiter des Keren Kajemeth für Deutschland, Dr. E. Mechner, Berlin, vor einer senr gut besuchten Versammlung der Ortsgruppe hielt. An Stelle des politischen Problems ist jetzt das bodenpolitische in den Vordergrund getreten. Nichtjüdische Bodenkäufe gefährden die politische Lage; mangelnde Kontrolle des privaten Landkaufs kann die soziale Seite unseres Werkes in Frage stellen. Der Keren Kajemeth ist noch auf lange Zeit hinaus, bis Anleihemöglichkeiten und neue politische Hebel der Bodenfrage rapide Lösungsversuche bieten werden, das Instrument unseres Fortschrittes, dem wir daher unsere alltägliche Kleinarbeit widmen müssen. Eine neue Lichtbilderserie ״Reisedurch den Elftek“ fand ebenso wie der Vortrag starken Beifall. Mannheim. Das jüdische Lehrhaus Mannheim, die Schöpfung Rabbiner Dr. u r ü n e w a I d s, hat mit einer ergreifend schönen Franz-Rosenzweig-Feier einen Höhepunkt seiner Tätigkeit erreicht. Die von Musikstücken stimmungsvoll umrankte Gedenkrede Dr. Grünewalds zeigte den leidenden Kneöht Gottes, den Sprach Schöpfer, der die Stein blocke des Hebräischen ia die deutsche Sprache warf, den Gefährten, zu dem wir wandern. Die Ortsgruppe wird neben Vorträgen bekannter Gesinnungsgenossen ein politisches Seminar emrichten und die zionistische Ausbildung in politischer Beziehung fördern. Endlich sei der Tätigkeit des hiesigen Keren Hafessod-Sekretariates gedacht, das vor kurzem eingerichtet worden ist, sich jedoch trotz der geringen Zeit seines Bestehens gut bewährt hat. Dr. S. Osnabrück. Am Donnerstag, dem 30. Januar, erstattete unser Delegierter Herr Erich Weinberg, Herford, einen eingehenden Bericht über den Delegiertentag in Jena. Der Redner verstand es, die Versammlung, welche gut besucht war, über alle Vorgänge im deutschen Zionismus zu informieren. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion an, die das Interesse unserer Ortsgruppe im zionistischen Leben erneut bekundete. Schule der jüdischen Jugend. Dr. J. N. Steinberg, der soeben von einem längeren Aufenthalt in den europäischen Ostländern zurückgekehrt i״t, wird Dienstag, den 25. Februar, 8 Uhr abends, in der ״Schule der Jüdischen Jugend“, Lützow- •traße 16* über das jüdische Leben in den von ihn be• HERÜBER KALENDER 20nn0benb, ben 22. ftebruar, abetibö 81/« Uhr, 3erlintr IRieriußi• ■hupft im gre&en Saat bei ©emeinbr&aufe«, fSofenftr. 2/4, (Stntrafotrfatttm• fung. Sageöorbnung: 1. ®nicht über bie Irbeit bei oerqangenen 3afjrei, 2. tJorlage eine» ®rbetiiprogrommi, 8. ®«hatte Wefolulionen, 4. SBafji bei SBorftanbei, ß. SBa&I oon Rom» miffionen. SS ifi Pflicht eine« [eben Ortsgruppen» OTttßltebeS, burd) tellnahme an ber ©eneral* oetfammlung bie Sufunft ber Berliner ®lüraefji» ®ruppe fieher *u Wellen?rnnoberib, ben 22. ftebruar, abenbä 81/* Uhr, Jtot für hebräifdje Sfreeit unter ber Juaenb, he» bröifcher Sbenb über bcii Sbema: ,,®er ®eg be* Kinbc* aus affimifierier Familie jum Jubett• tum". ©nWtenbe SBorte: (tf)«n>rr ®fjatian Oppenheimer. — Sonntag, ben 23, gebruar, um 6 Uhr obenbi, finbet eine ®iftung bei Skat« für fjebrätfcfje arbeit unter ber JJugenb ftatt. המועצה הכללית לעבודה עברית בץ הנער עורכת במוצאי שבת, .23 לפברואר, בשמונה וחצי בערב שיחה. הנושא: דרס הילד המתבלו ליהדות. הפותח: החבר הנו אפנהייטר. ביום הראשון, .23 לפברואר, שש בערב תהיה אספת המועצה הכללית לעבודה עברית בין הנער. fDlittmod). ben 26. gft>r1mr׳ abenbi 8l/2 Uhr, ®ruppe ©üb ber 3.3• & int ®eutfdjen $0?, öuefouer 2tr. Iß, Dr. ®eotg fianbauer: 3״r«b ©tßafatn״. ®Üttrood), b*n 26. Äebruar, abenbi 8»/s Uhr, ©ruppe ber JJungrabTfafen 3C0ntflen in ber 3übU fehlen ©emeinbe, »iojenftr. 2/4, Dr. 9R a j © 010* tu c i t f ch i t: »Die nationalen ©runblagen be« Sionistnu*" mit ®täfuffion. 'Jtiilrooch, ben 5. Würg, abenbi 8ו/י Uhr, in ber 3übifcben ®emeinbe, SRofenftr, 2/4, Dr. Stadium ® olbmann: ״Oie po(iti|<J)enSiele be« 3'0ni*tntt<* (Belitikher Sioniimui unb Schab 0oamiimui) mit ®tfifujpon. ©öfte min« tommen, Eintritt frei. 3i0nijlif$er 3ngenbbunb Tiorbau. ©ejd)&ft«fietle: jpeinj ®nglänbet, 9164. 6d)önhaufer «ttee 186. Sonntag, ben 28. Qfebruar, 8 Uhr nad>m^ in ber Stabt balle, Rlofterftrafte, Sunbgebung bei Banbeiauifcbuffei ber jübtfehen 3ugenboereine: .Schafft jübifdije Sugenbhetme*. — ®ienitag, ben 25. gebruar, abenbi 8 Uhr, im 3ugenbhetm, OTefcrt Str. 1, Dr. ®einer Bloch: ,Probleme bei ^aläftinaaufbaui'. ffläfte roillfommen. •— geben SKontag unb®on1teritag hebräifcher Unter* rieht in ber ®pradifdjule ber Sübifdjen ®emeinbe, ©rofte Hamburger Straße 10. בית מדרש לעברית של קהלת היהודים בברלי־ו Ötbräifdje Eeßrmtflaft ber 3übif<hen ©emeinbe ju 3erlfn. Sprechjeit bei Seiterb ber ®nftait 9i. Berggrün: 3m SBeth 21m, ®rolmanftr. 86 ®ienitag 7—8 Uhr abenbi. 3״ bei Schule ©rohe Hamburger Strafte 27: ®Httroodi, 7*/s bti 872 Ubr abenbi unb ®onneritag oon 6 bti ö8/1 Uhr abenbi. ®elephontfdie tShiSfunff: 6 ß Brabant 501 (2-3 Uhr». reisten Ländern in einem Vortrag berichten. Dieser Vortrag, dem sich eine Aussprache anschließen soll, ist eine Sonderveranstaltung innerhalb des Zyklus ״Juden der Gegenwart“, der in der ״Schule der Jüdischen Jugend“ abgehalten wird (immer Dienstag von 8—10 Uhr abends). Gäste sind zu dieser Sonderveranstaltung zugelassen. J. N. Steinberg, der neuerdings auch in Deutschland als Verfasser deutscher Dramen und als Autor des Buches ״Als ich Volkskommissar war“ weiteren Kreisen bekanntgewordene russisch-jüdische Sozialist und ehemaliger Justiskommlssar der Sowjetregierung, ist in den letzten Jahrend vorwiegend mit dem Studium jüdisch-soziologischer Probleme beschäftigt, mit denen auch seine letzte Reise in Zusammenhang steht. Er ist auch Herausge ber der in jiddischer Sprache erscheinenden Zeitschrift ^Fraje Schriften“. — Die Fortführung des Kurses ״Sozialismus als Problem der jüdischen Gegenwart“, den Dr. J. N. Steinberg seit dem vorigen Trimester innerhalb der Schule der Jüdischen Jugend in Form einer Arbeitsgemeinschaft!eitet, mußte wegen Dr. Steinbergs Osteuropa-Reise hinausgeschoben werden. Die Arbeitsgemeinschaft wird wieder aufgenommen Donnerstag, 27. Februar, 8 Uhr abends, in den Räumen der Schule, L'ützowstr. 16. Es können auch noch neue Teilnehmer eintreten. Verlegung des Termins ist möglich. Seine endgültige Festlegung erfolgt beim ersten Kursabend, am 27. Februar. An unsere Abonnenten! Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. April 1930 an zu liefernden Exemplare bis zum 15. März. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die .Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten HSrztagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, da& diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im Februar 1930. Verlas ,Jüdische Rundschau*1 Berlin W15, Melnekestraße 10 Vermischtes Jüdische Gemeinde Berlin. Die nächste Sitzung der Repräsentanten-Versammlung findet Donnerstag, den 27. Februar, abends 7 Uhr, statt. Persönliches. Justizrat Dr. Elias Straus und Frau Dr. Rahel Straus in München, unsere bekannten Gesinnungsgenossen, feierten dieser Tage das Fest der Silbernen Hochzeit und waren aus diesem Anlaß Gegenstand herzlicher Sympathien der zionistischen und weiteren jüdischen Kreise Münchens und 'des Reiches. Auch wir beglückwünschen unsere Freunde auf das herzlichste. Reichtauuchuß der jüdischen Jugendverbände E. V. Am Sonntag, dem 23. Februar, nachmittags 3 Uhr, findet in der Stadthalle, Klosterstraße, eine öffentliche Kundgebung des Landesaucschusses Berlin der jüdischen Jugendverbände statt. Die Veranstaltung bezweckt die Propagierung des Gedankens der Schaffung eines Jugend- und Gemeindehauses. Das Fehlen eines solchen zentralen Heimes wird von der jüdischen Jugend Berlins sehr stark empfunden, so daß in kürzester Frist Abhilfe geschaffen werden muß. Die Kundgebung wird durch den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Direktor Kareski, eröffnet. Ferner sprechen Dr. Leiewer, Dr. Fleischer, Rabbiner Dr. W e i ß e und andere. Das Referat hält Dr. Georg Labinski, für den Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände spricht Dr. Ludwig Tietz, ferner ein Vertreter des Magistrats Berlin. Die Veranstaltung wird von Chören der Jugendbünde und Musik umrahmt. Eintritt frei. Radiokonzert Alice Jacob-Löewenaon - Leo Rjasanzew. Am Montag, dem 24. Februar, nachmittags 41/3 Uhr, singt Leo Rjasanzew in der Berliner Funkstunde ״Lieder aus dem russisehen Orient“ von Lazare Saminsfcy (darunter ein ״Schlrhaschirim“ der georgischen Juden) sowie ״Melodies Musufmancs“ von Gretschaninoff. — Alice Jacob-Loewenson spielt außer Werken von Bach und Busonl eine Erstaufführung des Wiener Komponisten Josef Matthias Hauer: Klavierstücke nach Versen von Hölderlin. — Das Konzert wird auch über den Deutschlandsender geleitet. Im Beth-Am Iwri. Am Montag, dem 24. Februar, findet Im Beth-Am, Grolmanstr. 36, die Eröffnungsvorleaung des neuen Vortragszyklus statt. Dr. S. M a s e spricht über ״Die Lvrik als Form“ (eine methodologische Untersuchung der Poesie Bialiks). Beginn 81/3 Uhr. Die Krankenfürsorge der Chewra Kadlscha Groß-BerUfl versendet in diesen Tagen einen kurzen Bericht über die von ihren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern im vergangenen Jahre geübte Liebestätigkeit. Die Chewra Kadlscha bittet darum um weitere ideelle und materielle Förderung ihrer Bestrebungen. Insbesondere legt sie Wert darauf, daß sich ihr würdige und verantwortungsbewußte Damen und Herren anschließen und mithelfen, die Aufgaben einer Chewra Kadischa sowohl bei der Tahara als bei Krankenbesuchen zu erfüllen. Das Büro der Chewra Kadischa befindet sich in Charlottenburg, Pestalozzi- Straße 88, Telephon: CI Steinplatz 0497. Geldspenden werden unter Postscheckkonto 20815 dringend erbeten. In allen die Chewra Kadischa betreffenden Fragen ist Rabbiner Dr. link gerne bereit, Auskunft zu erteilen. Freie Jüdische Volkshochschule. Im letzten Vortrag im Zyklus über ״Ostjuden in östlicher und westlicher Dichtung“ am Sonntag, dem 23. Februar, 111/2 Uhr, Vortragsraum Sy»- agoge Fasanenstraße, wird Herr Dr. Emil Bernhard •Cohn, begleitet von der Rezitatorin Edith Herrnstadt-Oettiagen, aus eigenen Werken vortragen und darstellen, wie sich die ostjüdische Welt in der westlichen bichtung spiegelt Jüdisches Wissenschaftliches Institut Am Sonnabend, dem 22. d. M,, um 8Vs Uhr abends, findet im Caf6 Schmidt, Martin- Lüther-Str. 6, ein vom Verein zur Förderung des Jüdischen Wissenschaftlichen Instituts in Deutschland veranstalteter Vortrag in jiddischer Sprache des aus einer sechswöchentlichen Reise über Polen zurückgekehrten bekannten jüdischen Publizisten Jakob Lestschinsky statt über das Thema: ״Was ich in Polen gehört und gesehen habe“. Eintritt frei. Gäste willkommen. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentun» E. V. hält ihre diesjährige Mitgliederversamm- 1 u n g am Mittwoch, dem 19. März, 20 Uhr pünktlich, im Logenhaus, Berlin W 62, Kleiststr. 10, ab. Es ist gelungen, Herrn Dozent Dr. I. Heinemann in Breslau als Redner zu gewinnen. Er wird über das Thema: ״Die geschichtlichen Wurzeln des neuzeitlichen Humanitätsgedankens“ sprechen. Der auch für einen weiteren Kreis sehr interessante Gegenstand des Vortrages wird sicher zahlreiche Mitglieder veranlassen, die Versammlung zu besuchen. Auch Gäste können eingeführt werden. Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde. Nach dem großen Erfolgj den der erste Gemeindeabend in den Union-Festsälen nasiums zu Hermsdorf einen zweiten Gemeindeabend mit lüchtbildervortrag: ״Die Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde“. Es werden sprechen: der Vorsitzende des Gemeindevorstandes, Herr Direktor Georg Kareski und Dr. Karl Schwarz, Kustos der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde. Anschlicßend daran findet die Einweihung der neuen Zweigbibliothek der Jüdischen Gemeinde Hermsdorf durch den Oberbibliothekar Dr. Stern statt. Die Vereinigung für die Interessen der Alfen Synagoge veransfaltet am Montag, dem 24. Februar, einen Vortrags- und musikalischen Abend, Beginn 8 Uhr; Rosenstr. 2—4. Altes Chasonus. Synagogale Musik auf Schallplatten. Verbindender Text Herr Rabbiner Dr. Bleichrode. Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Jüdischer Frauenbund E. (nachgehende Fürsorge) des _ am Main will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle, Lange Str. 3, tragen zum Erreichen dieses Zieles bei. — Der Jugenddienst des Jüdischen Frauenbundes kann aber nur dann seine Aufgabe erfüllen, wenn sich die jüdischen Organisationen seiner bedienen und mit ihm Zusammenarbeiten. Dieser Dienst will in der ganzen jüdischen Frauenwelt Deutschiands das Verantwortungsgefühl für das Schicksal der im Erwerb stehenden, aber auch der erwerbslosen oder arbeitslosen Jugendlichen wachrufen, um sie vor Verwahrlosung zu bewahren. Jungradikale Zionisten. In Berlin hat sich eine Jugendgruppe der Vereinigung Radikaler Zionisten unter dem Namen ״Gruppe der iungradlkalen Zionisten“ konstituiert. Zuschriften sind zu richten an Herrn Oscar Wulf, Berlin N, Rosenthaler Str. 40/41, Aufg. G. Die Gruppe veranstaltet eine Reihe von Vorträgen mit anschließender Diskussion über die grundsätzlichen Probleme des Zionismus. Die ersten beiden Veranstaltungen finden am Mittwoch, den 26. Februar, abends 8!/s Uhr, in der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, statt. Referent?Dr. Max Soloweitschik: ״Die nationalen Grundlagen des Zionismus“; ferner am Mittwoch, dem 5. März, abends 8Vs Uhr, ebenfalls in der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, Referent: Dr. Nachum Goldmatin: ״Die politischen Ziele des Zionismus (Politischer Zionismus und Achad-Haamismus)“. בבית־העס! ביום השני, .24 לפברואר, תהיה בבית־ העם הרצאת הפתוחה של טחזור־רהרצאות הראשוי. הד״ר סעדיה מאוח ירצה עק "הליריקה בתור צורה" (מחקר טיתודולוני בשירתו של ביאליק) ההתחלה ג 8 וחצי. לחברי בית־העם הכניסה הפשית.