Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1930)
- Date
- 1930-01-31
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Akiva Eger Jr. 1× ep/1002957
- Buenos Aires 1× ep/1047860
- Ernst Cohn-Wiener 1× ep/1032146
- Gabriel Riesser 1× ep/1026280
- Georg Landauer 1× ep/1013830
- Manès Sperber 1× ep/1025633
- Max Liebermann 1× ep/1025314
- Max Wiener 1× ep/1013532
- Montevideo 1× ep/1045213
- Paul Heyse 1× ep/1006556
- Rudolf Mosse 1× ep/1006826
- Siddy Wronsky 1× ep/1035294
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Seite 04 JU1DISCHE RUNDSCHAU Nr. 0, 31.1.1930 Vermischt« Der Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend In Berlin veranstaltet am Schabbath, dem 1. Februar, 8>4 Uhr pünktUdi, einen Abend über das Thema: ״Pazifismus im Zionismus‘. Einleitende Worte: Chawerim Schifmann und Monet. — Am Schabbath, dem 25. Januar, veranstaltete der Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend in Berlin einen hebräischen Abend über das Thema: ״Von der Jugend in Erez-Israe!“ Chawera Jemima Tschcrnowitz gab an Hand ihrer eigenen Entwicklung und der ihres Kreises einen interessanten Ausschnitt aus der Entwicklung der Jugend in Erez-Israe!, vor allem zu dem neuen Ideal der Arbeit. Es folgte eine Diskussion über die Frage der Rück- Wirkung der Jugend in Erez-Israel auf die Jugend im Oaluth. Beth-Am. Palästinakunde. Herr I. Brasla wsk i, dessen hebräische Vorträge über geographische Fragen Pa- Iästinas in letzter Zeit wiederholt lebhaftes Interesse erregt haben, wird jetzt im Rahmen der Veranstaltungen der ״Freien Jüdischen Volkshochschule“ einen zusammenhängenden Kursus über Palästinakunde abhalten. Der Kursus (sechs Vorträge) findet im Beth-Am Iwri statt und beginnt am Mittwoch, dem 5. Februar, 81/3 Uhr. Der Zionistische Jugendbund ״Nordaa“ verabschiedete sich am Dienstag, dem 14. d. M., mit einem Teeabend von ihrem Chawer Max Lekus. Der zahlreiche Besuch zeugte für die allgemeine Beliebtheit von Lekus. Abschiedsworte von James Benderski, Theo Engel, Heinz Engländer und Adolf Preuß gaben den Anwesenden ein Bild der wirklichen zionistischen Arbeit von Max Lekus innerhalb des Bundes. Er selbst verabschiedete sich mit einem ernsten Ermahnen für die positive Arbeit. Allen war an diesem Abend klar, daß der Bund mit Max Lekus einen der Besten verliert. Musik In der Schule der Jugend. Alice Jacob-Loewenson beginnt am Montag, dem 3. Februar, zwei neue Kurse in der Schule der jüdischen Jugend (״Geschichte der jüdischen Musik“, Montag, 8—9 Uhr; ״Singstunde mit Chorübungen“, Montag, 9—10 Uhr), Teilnahme nur nach Voranmeldung bei der Dozentin, Berlin-Schöneberg, Meraner Str. 7. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Montag, dem 3. Februar, Rosenstr. 2/4, einen Vortragsabend. Beginn 8 Uhr. Frau Toni Wiener, Gattin des Herrn Rabbiner Dr. Max Wiener, spricht über das Thema: ״Aus unseren Gebeten“. Die Besucher und Besucherinnen der ״Alten Synagoge“ sowie Gäste sind willkommen. 5. Relchskonferenz des Verbandes ostjüdischer Organisationen. Die 5. Reiehskonferenz des Verbandes ostjüdischer Organisationen findet am 23. Februar in Magdeburg statt. Die Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Die Freie Jüdische Volkshochschule beginnt ihre Winter- Vorlesungen am Sonntag, dem 2. Februar, 111,4 Uhr, Synagoge Fasanenstraße, mit einem Vortrag von Herrn Rabb. Dr. Emil Cohn: ״Ostjuden in östlicher und westlicher Dichtung“. Edith Herrnstadt-Oettingen: Rezitationen. — Im Februar werden ferner folgende Vorlesungen gehalten: 1. Bras- 1 a w s k i: Palästinakunde (hebr. Vorlesung), Dr. Ernst Cohn- Wiener: Die jüdische Kunst, mit Lichtbildern, Dr. Georg Landauer: Wie hat die Kirche die Juden behandelt? Dr. Leo Rosenzweig: Aus jüdischen Werken Hermann Cohens, seminar. Uebungen, Manes Sperber: Individualpsychologie des jüdischen Kindes, Dr. Kurt Zielen ziger: Vom Ghe/tohandel zur modernen Wirtschaft. Rabb. Dr. Bergmann, Rabb. Dr. L e w k o w i t z, Dr. R a b i n o w i t s c h, Dr. Leo Rosen zweig, Rabb. Dr. M. Wi e ne r: Jüdische Frömmigkeit im Wandel der Zeiten. — Im März beginnen folgende Vorlesungen: R.-A. Dr. Marg. Bereut, Siddy Wronsky: Ehe und Familie im Judentum, Rabb. Dr. M. Wiener: Freie Ausspräche über religiöse Fragen. — Am Sonntag, dem 9. März., findet im Brüdervereinshaus, Kurfürstenstr. 115/116, abends 8 Uhr, eine Sonderveranstaltung statt. Prof. Heinrich L o e w e: Jüdischer Humor, Alexander Gra na c h: RczPa'ionen. Vorlesungsverzcichnissc unentgeltlich in allen jüdischen Buchhandlungen, an den Theaterkassen Hermann Tietz, Leipziger Str., Alexanderplatz, Frankfurter Allee, Kaufhaus des Westens, Tauentn'enstraße, und im Sekretariat bei Goldmann, Yorck- Straße 88, Bergmann 472. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Bezirksgruppe Nordwest: Dienstag, den 4. Februar, abends ,8(4 Uhr, im Cafe Gärtner, Holsteiner Ufer 27/28. Vortrag von Herrn Rabb. Dr. Prinz: ״Religion und Psychoanalyse“. Gäste Willkommen. — S t u d i e n z i rk e I Hatikwah: Nächste Zusammunkunft am 3. Februar, nachm. 41/2 Uhr, bei Frau Margarete Cohn, Potsdamer Str. 99. Leitung: Dr. Nadja Stein. — Bezirksgruppen Nord und West: Der nächste Studienzirkel findet am Montag, dem 5. Februar, abends 81/3 Uhr pünktlich, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, statt. Leitung: Frau Dr. Freier. Thema: ״Der jüdische Sozialismus“. Eine besondere Einladung ergeht nicht. Gäste willkommen. Zophim. Die Adresse des Büros des Bundes ״Zophira“ lautet ab 1. Februar: Heimuth Bers, Berlin-Charlottenburg, Kanfstr. 134b I, bei Hochheim, Tel.: Steinplatz 5446. Die ״Gesellschaft für Jüdische Familienforschung“ (Vorsitzender Dr. A. Czellitzer) versendet soeben Heft 20 ihrer Zeitschrift, in der Dr. Czellitzer als Fortsetzung des Archivkataloges eine Liste der bis jetzt gesammelten jüdischen Stammtafeln mitteilt Ihre Zahl beläuft sich auf über 80 (wozu noch die in früheren Heften mitgeteilten Chroniken und Familiengeschichten hinzuzuzähien sind); die ausgedehnteste ist mit über 3000 Personen die Samsontafel, d. h. die gesamte Nachkommenschaft von Markus Gumpel, gest. 1733 und seiner Frau Minka, gest. 1732, in der überraschend viele christliche Deszendenteti aufgeführt werden, die als hohe Beamte, Offiziere und Politiker in Staat und Wirtschaft führende Stellungen errungen haben. Von bekannteren Familien seien sonst erwähnt: Lassalle, Max Liebermann, Rudolf Mosse, Paul Heyse, Akiba Eger, die Katzenellenbogen, Warburg, Heinrich Hertz, Meyerhof, Ballin, Bing, Schiff, Geiger, Deutsch, Münz, Gabriel, Riesser u. a. m. Sodann stellt Otto Neumann aus 72 verschiedenen Jahrgängen der bekannten ״Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ alle familiengeschichtlichen Arbeiten zusammen. Klei. (Gemeindewahl.) Bei der am letzten Sonntag stattfefundenen Ersatzwahl für den nach Altona übersiedelten Herrn anitätsrat Dr. Jacob wurde der Zionist Herr Isidor Herzberg als Vorstandsmitglied neugewählt. Beuthen. Am 1. Januar er. fand die Generalversammlung des Clubs der Zionisten — Revisionisten statt. Nachdem der bisherige provisorische Vorstand David Siegel Bericht über unsere bisherige Tätigkeit abgelegt hatte, wurde folgender neuer Vorstand gewählt: Diptm.-Kaufm. Roman Siegel, S. Lewkowitz, S. Hirschhorn. המועצה הכללית לעבודה עברית בין הנער עורכת במוצאי שבת" 1. לפברואר״ בשעה 834 בדיוק שיחה על הנושא: הפציפיסמום בציונות. הפותחים בשיחה: החברים שיפטן וטונט. בית־עם עברי! ידיעת ארץ־ישראל. מר י. ברסלבסקי" שהרצאותיו על שאלות ניא-ניפיות של א״י עוררו התענינות רבה" יערוך קורם שלם על ידיעת א״י במסגרת הרצאותיה של "בית המדרש העממי׳/ הקורם «6 הרצאות) יהיה בבית־ העם העברי ויתחיל ביום הרביעי״.3 לפברואר״ בשעה 8 וחצי בעדם BERLINER KALENDER Hm Sonnnbtnb, ben 1. gebruar, ueranjtaltet ber Jtai für $t6räifd)e Sfrbeil unter bet 3ugent> in ®etltn um 8‘/3 Übt pünftlid) einen Hbeitb über bafl Efiema ״J>a§ifi«1m1« im 3i#wi«tnu«" (Sinleitenbe Sorte: ®baroerim ©djifmann iinb ajlonai. המועצה הכללית לעבודה עברית בין הנער עורכת במוצאי,ישבת. .1 לפברואר״ בשעה 8H בדיוק שיחה על הנושא: הפציפיסטום בציונות. הפוסחים בשיחה: החברים שיפמן ומונט. ÜJitflmocb, ben 6. Februar, abenbS 9 ttßr, ©rappe ©üb ber 33. 3- מ. im ®eutfeben £aof, Siicfouerftrnpe 15. D r. HI f r e b St l e e: ״Oie ©emeinfteunbmir", ®orfjer um 8Uftr Ölen eral- Derlatnmiunp. SEageöor&mtng: 1. ®triebt be8 ®orftanbeS. 2.©rtettung ber ®eeßarge. 8.2001)1 beS neuen ®orfianbeä, 4. Hntrnge. ®?itfrood), ben 5. gebrunr, obeiu־■« S'/’a Uf)t, im Stfcung$faal ber 3■ f. 'S'•• ®Jeinefefir. 10. ©rappen JBejl unb Cbarloftenburg ber 3. 3• 2.<0ttrap$sr)flu§: 3. Slbcnb: Dr. Sanbauer; ״Oa* jfibtfcb«ara6if<be probfem in patäfüna". ®lontag, ben 10. jVbritar, abenöd 81/.י ltf)r, Oerliner 3io«ifKfd)e Oereinigung im CogenfiaitS,?oadnmätfmler Str. 13. Dr. SB 0 I f g a n g 0 מ n Set 81, ®litglieb beS Saab Seumt: ״poläflina feil Sfuguß". w₪₪₪m*TMmmmwmm₪mKwmmmmmm₪m₪a₪mm₪₪₪₪m₪₪K₪m ®?itnood), ben 13, Jtebniar, abenbS 8*/3 Uhr, Berliner 3ionifHf4e Bereinigung im StfeungSfaal ber 3 f• ®•׳ ®?etnefeffrafie 10. Dr. 2B ©ad)?, 2. ®orfiftenber ber jionifüfdjcn Crganifation in?ofjannefeburg: ״Oer 3toni0mtt0 in ©üb9׳ffrifa". $0n11er§׳ag, ben 13. föcbruar, abenbd 8’/« Ubr, ©rappe DP ber B. 3• 0• in ber Soge Hgnbaö Sd)tm, Jofipftrafte 4. flarl©lafcr: ״One arabifebe Problem". ®lontag, ben 17. ׳Februar, abenb? 81;״׳ Ubr, im Saal ber?übifeben ©emetnbe, ®ofenftr. 2/4, ©rappe ber Jla&ifalen 3ionij!en Berlin«. Deffent* liebe ®erfatmnlung. Sfiftna: ״Oer 3ioni«mu« im dampf um fein Bed)t". 91cferen!en: Dr. 9?od)um ©olbtitann, Dr. ®I a jr ©010־ tu e i t f d) t!. Gintritt frei, ®äfte rotQforttnmt. Sraucnar6cit0gemeinfd)aftfürPaläjlina. ®ejirfö• gruppe Siorbroeft: ®tciiütag. ben 4. gebt., abenbS 8 */, Ußr, im Cafe Gärtner, .ßolfteiner Ufer 27/28, ®ortrag oon £>errn Slab&tner Dr. ® r t n ן : ,/Religion unb pfp<boanalpfe". ©äfte mtKfommen. 3 411 b t e n » 3' r fe I 5 a i t! in a I): SJädifte 31t|ammenfunft am 3. Tfebruar, nodjm 4!/2 Uhr, bei Jftau ®largarete Cofjn, tpotöbamer ©tr. 99. Peilung Dr. 91 a b j a @ t e i n. ® eGrtögrtippe; 910 rb «nb Oft: ®er näcbffe ©tubtenjirfef ftnbet am ®lontag. ben 6. Februar, abenbS 81/* Ubr. pünftlid), int @e* meinbebauS, 8?ofenftraf?e 2/4, ftatt. Ceitung: ftrau Dr. ff r e i e r. STtema: ״Oer jübtfdje ©ojia» ifomue". ©ine befonbere ©inlabung ergebt ntdjL ©äfte roillfommen. 3ionifHf<ber 3ugenb6unb Tlorbau. ©eidjäftbftene: öeinj Snglänber, 9? 54, Sebönbaufcr Hflee 186. Sonntag, ben 2. ffebtuar, pünfiltcb 3 Ubr, im 3ugenbbeim, ®lohbijouplab 10, ®ortal IV, 21r• beitSgcmünfdinft, ״Hftu,eHe ®naeöfragen*. — ®tenöioaTben 4. ffebrüar, pünftlid) 8 Ubr: §etm* abenb ®?eher ©trage 11• Dr. S er 11 er ® 10 di über ®aläftina: 1. ®ertrag: ßanb unb Beute; 3. ®ortrag: ®robleme öeö Hufbauö. — ©onn« tag, ben 9. ffebruar. nachm. 3 Ubr, 311genbbeim, ®?onbijpuplab 10/Slrbeit?aemetnfcbaft: Sfbert?hier: ״©runblagen beS 3i°ni?muS׳'. —?eben Sonntag, ab 9. ffebruar, oon 811-1/נ Ubr, bet Dr. ffreunb, ®re?bner Strafte 8ü, Sfrbeitd• gemeinfebaft: ©ufta0 Sieblina, 3״toni8* muß unb SostaltßmitS". —?eben ®?ontag unb ®onnerßiag Unterridjt in ber bebrätfd)en Sehr• anfialt ber?übifdjen ©emeinbe, ©rofec $»m< burger ©trabe. —?eben Sontiabenb, abenbS 81/2 Ubr, treffen mir uns im ®etb Hm, ffirol* manftrahe 36, Sonntag, ben 2. ffebrtiar, norm.: ®üchfenaftion beS SffiB. — ®littrood), ben 6 ge« Bruat, aeben mir gemeinfam jur ®eranftaltung ber ©ruppe ©üb. — 3״ allen ®eranftaltimgen ©äfte millfommen. ®onnerStaa, ben 20. ffebruar, TOänncrfporlabtei« lung beo Bar Rod»&a, ®orftag beS ßerrit &I 0bei: ״©inbrüde eine« jübifeben?oumaliflen". ®äfjere? toirb nod) befanntgegeben. Alice Jacob-Loewenson, die soeben von einer erfolgreichen Vortragsreise durch schlesische und polnische Städte zurückgekehrt ist, wird auf vielfache Einladung im März eine weitere Konzert- und Vortragstournee durch Hessen, Thüringen, Schle- סזי׳ח 1>י״! י•־־"׳!! antreten. — Themen: ״Ein Gang durch die jüdische Musik von den Anfängen bis zur Gegenwart“ (mit . ... . 4..U1- und Klaviervorführungen) und ״Moderne jüdische Klaviermusik“. Hebräischer Lehrer. Es wird für Dortmund ein hcbräischcr Lehrer gesucht, und zwar für das nächste Schuljahr, d. i. April 1930. Da es sich hauptsächlich um Kinder ostjüdischer Eltern handelt, ist ein Lehrer erwünscht, der bereit wäre, auch auf religiöse Erziehung Wert zu legen. Man wende sich an folgende Adresse: Etha König, Dortmund, Heckenstr. 5. Stellenvermittlung des K. J. V. In einem kleinen Ort Rheinhessens besteht sehr günstgie Niedcrlassungsmöglichkcit für praktischen Arzt. — Einem gut ausgebildeten Internisten kann gute Niederlassungsmöglichkeit in Schlesien nachgevviesen werden. —_ Bundesbrüdern, die bereit sind, aktiv zionistisch tätig zu sein, können folgende Stellen nachgewiesen werden: in größerer mitteldeutscher Stadt Niederlassungsmöglichkeit als Arzt, Stellungen als Assistenzärzte, besoldet oder als Volontär, Beschäftigung als Referendar gegen Bezahlung, evtl, können auch junge Kaufleute untergebracht werden. — Auskunft* erteilt das Präsidium des K. j. V. FISEffiSni WELTV BAND Buenos Aires. Das Präsidium des Weltverband»» hat einen ausiiihrlichen Bericht vom Makkabi in Buenos Aires erhalten, aus dem li rvorgeht, daß »ich der Verein im Aufblühen befindet und in Argentinien verschieden» Makkabi-Verein» gegründet hat, — so in Rosario, La PlaU — *und im Begriff ist, auch in Montevideo (in Uruguay) einen Verein ins Leben zu rufen. Der Makkabi in Buenos Aires hat am 1/!. Dezember »in großes Schauturnen veranstaltet, bei dem 800 Personen anwesend waren und das in der jüdischen Deffentlichkeit den besten Eindruck gemacht hat. Wien. Am 51. Januar fand in Wien der Dolegiertcntag der jüdischen Turn- und Sportvereine des Kreises Oesterreich statt, auf welchem eine neue Kreisleitung, bestehend aus Dr. Bonedikt, Ing. W »sse.rvogel, Taglicht. Aron, Goldslein und Lebensbaum gewählt wurde. Di» Debatte behandelte vor allem die Frage einer vcrwaltungslochriischon Zusammenlegung der Vereine und außerdem das Problem einer intensiveren Erfassung der Mitglieder und der Propnganda nach außen. Die Jugendarbeit, wird durch den Makkabi ifazair gut versehen. Sao Paulo (Brasilien). Am 33. N'ove.mber gab der Makkabi in Sao Paulo ein Bübnenst bauturnen mH großem Erfolg. Am 23. Dezember fand das Jubiläumsfest des Makkabi verbunden mit einem Wetturnen statt, über das noch kein Bericht vorliegt. Ira Januar will man mit Frauenturnen beginnen, da das ganze Turnen bisher nur von Männern ausgefühlt wurde. Prag. Die tschechoslowakische Kreisleitung hat in ihrer Sitzung vom 36. Januar beschlossen, sich am Makkabifest in Antwerpen mit folgenden Gruppen zu beteiligen: eine Männertumricgo, eine Frauenturnriege, eine Schwimm- und Wassciballabteilung, eine Mannschaft für Leichtathletik und eine Fußballmannschaft. Deutscher Kreis Zeigt Haltung! Beim Berliner IlaHensportfest ertönten, als einer unserer I,äufnr$ mit dem Gegner zusammengeriet, laut» Pfiffe. Zwar übertrieb der ״Vorwärts“ wohl etwas, wenn er von antisemitischen Kundgebungen sprach, jedoch nahm die ״Deutsch» Zeitung" aus diesem Anlaß Gelegenhoit zu einem überaus gehässigen Angriff gegen uns. — In der nationalsozialistischen Zeitung ״Der Stürmer" erschien auf der Titelseit» unter der Sehlagzeilon-Üoberschrift: ״Bar Kochba" ein Artikel, der von den wüstesten Beschimpfungen und Verleumdungen strotzt. Jüdische Sportler! Zeigt Haltung! Beweist durch sportliche Gesinnung und sportliches Auftreten, daß ihr der Achtung und Anorkennung aller anständigen Sportler wert seid! Beweist aber auch, daß ihr imstande seid, euren Mann zu Stehen, und daß ihr bereit seid, einen Kampf für unser Recht gegen joden, der es anzutaston droht, aufzunehmen! W ir treten, beseelt von dem Willen zur Körperertüchtigung und z.ura sportlichen Wettkampf, überall mit offener Hagge auf den Plan. Wir glauben erwarten zu dürfen, daß den Entartungen des politischen Lebeus im Sport kein Raum gegeben wird. Hans Eger. Bar Kochba Gleiwitz. Am 31. Januar 1g30 wurde auf der Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe Gleiwitz einstiratnig der Beschluß gefaßt, einen jüdischen Tum- und Sportverein Bar Kochba Gleiwitz zu gründen. Nach einleitenden Worten von Heinz Liegnor, dem bisherigen Vorsitzenden des neutralen Hakoah, der auf die Unmöglichkeit, in diesem Verein als Zionist weitarzuarbeiten, hin wies, und die Gründung eines zionistischen Turnvereins forderte, sprach als Vertreter des Makkabi-Präsidium» Fritz Levfnsohn - Berlin über die gegenwärtige Situation der Makkabi» Bewegung. Er wies auf die große Entwicklung bin, die der Weltverband und besonders der Deutsche Kreis in den letzten Jahren genommen hat. Er führte aus, welche erzieherischen Aufgaben der Makkabi bei der Jugend zu erfüllen hat und daß er nur durch die sportliche Arbeit in der Lage ist, größere Massen zu gewinnen. In seinen Schlußworten versichert er dio größtmöglichste Unterstützung des Makkabi-Präsidiums und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dio Zionistische Ortsgruppe den Bar Kochba in ideeller und materieller Hinsicht weitgehend unterstützen möge. Zum 1. Vorsitzenden wurde, nachdem Heinz Liegner aus persönlichen Gründen die Wahl ablehnen mußte. Tbrd. Herbert Herlitz gewählt. Tbrd. Liegner erklärte sich bereit, die Leitung des oberschlesischen Bezirksvcrbande«, der Hakoah Oberschlcsien, dem nunmehr vier Vereine unterstehen, auch weiterhin zu übernehmen. Dom neuen Verein traten sofort 40 Mitglieder bei, die beschlossen, den Turabotrieb sofort zu eröffnen und dem Makiabi-Verhand beizutreten. Hali. Bar Kochba Berlin - Siege ln Magdeburg. Die Kampfmann- Schaft des Bar Kochba konnte ihren diesjährigen Start beim Magdeburger Hallensportfest zu einem Erfolg für die blau-weißen Farben gestalten. Erich Bergmann konnte seinen Sieg im 1000-m-Lauf vom Vorjahre wiederholen und gewann, von Anfang an in Führung liegend, mit erheblichen Vorsprung. Das offene ßom-Laufen sah von rjo Teilnehmern dio Bar Kochbaner Gerber und Kurz II im Endlauf. Kurz II hatte in echt sportlicher Kameradschaftlichkeit dem Snrintermeisler Körnig soino Rennscbubo geliehen, mußto diesen Freundschaftsdienst aber teuer bezahlen, denn 1m Endlauf des <k>-m- Laufens zerriß der durch Körnigs schnellen Stampfschritt überbeanspruebte Schuh und brachte so Kurz II, in Führung liegend, um alle Chancen. Doch Bar Kochbas zweit» Waffe, Fritz Gerber, hat seine Sprinlfähigkeit wiedergefunden und gewann mit Brustbreite in 7,1 Sekunden. Wie Kurz II, so war auch sein älterer Bruder vom Pech verfolgt. Im Snrintcrdreikampf traten neben zwei Turnern an: Körnig, Jonatb, Malilz und Kurz I. Den ersten Lauf gewann, durch schnellen Start begünstigt, Körnig vor Jcmath und Kurz 1. Ina zweiten Lauf war Kurz I besser auf dem Posten und gewann sicher vor Körnig und Jonatb, vom lauten Beifall der überfüllten Halles begrüßt. Der dritte Lauf sollte dio Entscheidung bringen, wer der schnellste Sprinter der Halle ist. Doch Fehlstart folgte auf Fehlstart. Beim sechsten Schuß schoß der Starter nicht zurück, obwohl Körnig offensichtlich zu früh losgelaufen war. Kurz I blieb am Start sitzen im Glauben, daß zurück geschossen werden würde, doch der Lauf wurde für gültig erklärt. Kurz I kam um alle Chancen. In der 3 X aoo-m-Staffel kam Bar Kochba ebenfalls durch Sturz und schlechten Wechsel um den sicheren Sieg und wurde hinter B. S. C. und S. C. C. Dritter. Am Sonntag, dem 3. Februar, folgt im Sportpalast das IlaHensportfest der Turner. Hier wird es eine neue Auflage des aufregenden Staffclkampfes in der 10 X DO-m-Pendelstaffcl vom V. B. A. \ .-Fest geben. Die Turnermmnnnschsften brennen darauf, für ihre letzto Niederlage an der Bar Kocbba-Mannschaft Revanche nehmen zu können, doch ist Bar Kochba bestens gerüstet und wir sollten — wenn cj nicht wieder unglückliche Zwischenfälle im Reimen gibt — gewinnen. Am Sonntag, dem g. Februar, startet eine Mannschaft des Bar Kochba in Hannover. Hallenfcst des Bar Kochba Berlin. Das traditionelle Hallenfest des Bar Kochba wird auch in diesem Jahre das Ereignis de» jüdischen Sports sein. 500 aktive Bar Kochbaner werden in zwei Stunden ein Zeugnis von der Intensität der Bar Kochba-Arbcit und von der großartigen Entwicklung, die der Sport in unseren Reihen genommen hat, ablegen. Fast alle Sportarten, die im Bar Kochba betrieben werden, haben im Programm Berücksichtigung gefunden und eino reibungslose Abwicklung wird dafür Sorge tragen, daß die Zuschauer voll auf ihre Rechnung kommen werden. Turnerisch® Feinheiten und sportlicher Elan sind die Zeichen, unter denen das diesjährige Hallcnfest am Sonntag, dem 16. Februar, um 4,30 Uhr