Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 94 (29.11.1929)
- Date
- 1929-11-29
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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S«te* 630 ] Uf DISCWf RUNDSCHAU ויי Nr 04. 20 XJ. 1030 in Anhänger und Qegner des Oberste« Mos• lemlpchen Rates. Die Opposition gegen den Mufti hatte ihren Mittelpunkt 10 Jeff«, Hebron, Safed und Nablus, während Gaza und ßersdieba dein Mufti freundlich gegenüberstanden. In Haifa waren die Miiwge» geteilt Amman, die Hauptstadt Transjordaniens, war, soweit es über« haupt an Palästina interessiert ist, geschlossen für den Mufti. Der Zeuge erklärte weiter, daß nach seiner Meinung die Stimmung unter den Arabern jetzt genau dieselbe sei, wje sic im fahre!021 von der Haycraft-Commissian in ihrem Berietst beschrieben wird. Darin wird ausgesprochen, »laß die Regierung in Palästina keine inneren Schwierigkeiten hätte, wenn nicht die durch den Zionismus geschaffene poli« tische Frage bestünde. Aber, so fährt der Zeuge fort, ob jüdische Frage oder nicht, die Regierung muß das Problem der Regierungsform und einer Vertretung der Be« völkerung behandeln. Auf die Frage, ob die Meinung der Hayeraft«Commission, daß ״es unmöglich sei, die Sehlußfol« gerung zu vermeiden, daß die ganze nicht jüdische Bevölkerung In Feindschaft gegen die Jude» geeint ist", —־ auch noch heute gelte, sagte der Zeuge, dies sei auch jetzt wahr, aber er möchte in der genannten Formulierung die Änderungen Vorschlägen zu sagen, ״praktisch die ganze'׳ statt ״die ganze“, und an Stelle ״gegen die Juden“ müsse es heißen ״gegen gewisse Auf» fassungen von Zionismus". Hierauf wurde der Zeuse noch eingehend von Auni Abdul Hadi, dem arabischen Hilfsanwalt, der einer der Sekre» türe der Arabischen Exekutive ist, über die Gesetzgebung der Regierung In den letzten Jahren und ihren Einfluß auf das Schicksal der Fellachen verhört. Der Anwalt der Zionisten, Sir Boyd Mc rriman knüpfte an die Aussage des Zeugen über die Haltung der moslemischen Bevölkerung gegenüber dem Mufti an und betonte, daß der Mufti die Klagemauer-Affäre als Vorwand benutzt hat, um seine eigene Position als Präsident des Obersten Moslemischen Rates zu stärken, Einige arabische Zeitungen hätten ihn an« feklagt der schlechten Verwaltung religiöser Fonds. Es weren gegen den Mufti auch Anschuldigungen erhoben, daß große Summen Geldes, die außerhalb Palästinas nach dem syrischen Aufstand für syrische Flüchtlinge in Palästina gesammelt worden Sind, niemals ihr Ziel erreicht haben. Sir Boyd legte ein großes Konvolut arabischer Zeitungen vor, aus denen hervorgeht, daß die arabische Presse auch noch nach dem Klagemauer-Weißbuch vom November 1928 eine heftige Agitation wegen der Klagemauer geführt habe. In der Nachmittagssitzung vom 26. wurden eine Reihe von Zeugen, die von der arabischen Vertretung beantragt worden waren, verhört, darunter auch einige niedere englische Be* amte. Gegenstand der Aussagen war die Tötung eines Arabers im jüdischen viertel M cah Schearim atn 23. August« Die Araber zielen darauf ab, nachzuweisen, daß dieser Araber das erste Todesopfer der Unruhen gewesen sei und wollen dadurch begründen, daß die Aus« schreitungen der Araber auf die Nachricht der Tötung eines Arabers durch Juden zurückzuführen sei. Dieselben Zeugen wurden aqch Über den Angriff auf die Moschee im jüdisehen Viertel Sichron Mosche vernommen. * Wie die J. T. A. erfährt, beansprucht der Großmufti als gefstiicMr Würdenträger auf Grund eines türkischen Ge« sftics, von der Untersudvungshommission in seinem Amts« h!use verhört »1 werden, ohne daß er gezwungen werden soll, ton Qerlehtszinuner zu erscheinen. Oberrabbiner Kuk wird 4m gleiche Privileg als geistlicher Würdenträger für sich fit Anspruch nehmen, PalistlBatragen im Untcrhams London, 21. November. (J. T. A.> Im Unterhaus fragte Herr 0rmsky«G ore, der frühere Unterstaatssekretlr für die Kolonien, ob die Regierung im Hinblick darauf, daß die Presse bereits Berichte über ale Verhandlungen vor der Untersuchungskommisslon bringt, beabsich« tige, eine wortgetreue Wiedergabe der Verhandlungen In der Form eines Blau-Buches erscheinen zu lassen. Der jetzige Unterataatssekretär für die Kolonien, Herr Lunn, erwiderte, die Regierung wird diesen Vorschlag ln Erwägung ziehen. In Beantwortung einer Frage des Konservativen R. J. G. B 0 o t h b y erklärte Lunn, die britische Regierung b e a b« sichtige nicht, das Mandat aufzugeben oder sein« Bestimmungen abzuändern. Auf eine Frage des Konservativen Sir John Power teilte Herr Lunn mit: Während der jüngsten Unruhen in Palästina wurden im ganzen 207 Personen getötet uifd 379 Personen verwundet in die Krankenhäuser emgeliefert. Auf eine Frage von Ormsky-Gore, Colonel Wedgwood und Captain Hudson über den jetzigen Stand der Sicherheit in Palästina erklärte Unterstaatssekretär Lunn: Ich bin Überzeugt, daß die Palästina-Regierung ihr Aeußerstes tut um allen den Gesetzen sich unterordnenden Personen einen angemessenen polizeilichen Schutz zu gewähren, Völkerbund and Ungenauer Die Ständige Mandatskommission des Völkerbundes hat in ihrer Sitzung am 25. November endgültig den Text ihrer Empfehlung an den Völkerbundsrat bezüglich des Vorschlags der englischen Regierung wegen Bildung einer speziellen Kommission zur Behandlung des Klagemauer- Problem s formuliert. Die Kommission weist in ihrer Empfehlung an den Rat darauf hin, daß die Schaffung einer solchen speziellen Kommission nicht ganz im Sinne von Artikel 14 des Palästina-Mandates ist, der die Schaffung einer Kommission zur allgemeinen Behandlung der Frage der )!eiligen Stätten Vorsicht; die Mandatskommission überläßt die Entscheidung darüber, ob dem englischen Ansuchen zw willfahren ist oder nicht, dem Völkerbundsrat, — Es steht fest daß diese Frage auf die Tagesordnung der (m Januar 1930 stattfindenden Session des Völkerbunds rares gesetzt werden wird. SoMow bei Pntgin Maria nnd Manla Bukarest, 24. November. (J. T. A.) Mahum Sokolow, der Präsident des Zionistenkongresses und der Zionistischen Weltexekutive wurde von der Königin Maria von Rumänien, dem Ministerpräsidenten Maniu und dem Außenminister Mi« nore 6cu in längeren Audienzen empfangen. Sowohl die Königin, als auch der Ministerpräsident una der Außenminister gaben erneut ihrem Interesse und Ihrer Sympathie für den Zionisrnus und das Jüdische Nationaiheim in Palästina Ausdruck. Außenminister Mmorescu gab zu Ehren Sokolows ein Dejeuner, dem mehrere Minister und Ministerialheamten, die Führer aer zlo« nistischen Bewegung in Rumänien und die jüdischen Mitglieder von Kammern und Senat beiwohnten. Sokolow sprach einen Toast auf Rumänien, während Minorescu auf den Zionismus und Palästina toastierte. Im Hause des Präsidenten des zionistischen Oberrates Großrumäniens, Dr. Adolf Bernhard, fand aus Anlaß der Anwesenheit Sokolows ein feierlicher Empfang statt. Am 23. November nach- An unsere Abonne1t$e1!S Die Post vertan# von uns die Anmeldung der vom 1. Januar 1930 an «1 liefernden fxemptart bi« zum 15. Dezember. Wir sind daher gezwungen, die Aboimem entsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die •Jfldisdie Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Daanberfagen zu erheben, mul *war werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen xugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dab diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregeimibigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, in» November 1929. Verlas Jüdische Rundschau“ Berlin W15, NelnekestraBe 10 mittags wurden die Vertreter der rumänischen und der jüdischen Presse von Sokolow empfangen. Sokolow gab den Pressevcrtretern eine Darstellung der aktuellen Paiäslnafragen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Sache des Rechtes und der ehrlichen friedlichen Arbeit siegen wird. Ausstellung Arno Nadel Arno Nadel zeigt bis 6. Dezember bei Victor Hartberg (Schöneberger Ufer 41) in einer Kollektivausstellung Pastelle, Dazwischen stehen einige neue Plastiken von Josepn Thorak. die von einer fast klassisch anmutenden Ausgeglichenheit und schönen Einfachheit sind• Im Gegensatz dazu lebt in den Pastellen Arno Nadels noch die Unruhe der Expressionisten, auch das Himmelstürmende, Aufgewühlte, Ekstatische. Sie sind uns, die wir an die ge« schlossene Form, die exakte, saubere Durcharbeitung und klare Linienführung der ״Neusachlichen״ gewöhnt sind, dennoch immer nah, immer verständlich, stehen wir doch bei den heutigen Malern vor dem Rätsel, daß sie in einer Zeit brodelnder Unruhe, einem tätigen Vulkan vergleichbar, der uns jeden Augenb'ick in das Grauen eines Oiftgaskrieges m schleudern droht, einer abgeklärten Sammlung fähig sind. Diese Pastelle sind Dokumente eines ruhelos suchenden und grübelnden Geistes, dessen Ziel es allerdings nicht ist, eine Antwort zu geben, sonder» dem Suchen das ewige Prin« zip des Lebens bedeutet. Mit hastigen Strichen, die kaum der Begrenzung dienen, spürt er dem menschlichen Antlitz nach, und Immer wieder ist es das Menschengesicht, das er deutet, mit dem er sich auseinandersetzt, Seine Modelle holt er sich aus seinem Freundeskreis; meist sind es Künstler, geistig Arbeitende, bei denen ihn das Aufgetockerte, Ungewisse ihrer Existenz reizt: Eise Lasker-S^üler mit sarkastischem Humor, hinter dem eine grenzenlose Melancholie lauert; Valesca Oert in jungenhaftem Trotz, ein farbiges pastellbild, von dem das leuchtende Karminrot in Erinnerung bleibt. Dann sind da Bildnisse von Leo Basck, Felix ßtössinger, dem Verleger von Nadels dichterischem Werk, ei« Porträt des Philosophen Schwarz, Adolf Kestenbergs und pdfrer» Fein« exotische Fraftpköpfe laasp.׳ Aajer-'eAJMiaitirwta ■<$r fai ,*ertikMter scheint als Europa. Die immer wiederkehrende ornamentale Beschriftung der Bildfläche verstärkt noch diesen Eindruck, Eine einzige Landschaft ״Wasser im Tiergarten״ zeigt ihn von einer ganz anderen Seite; es ist eine in sich ruhende ge« schlossene Arbeit in impressionistischer Perspektive. Seine Liebe zu jüdischen Menschen und Künstlern bekündet er besonders in den vier Pastellen aus der Mappe .,Jüdisches Theater. HabHa-Granowskv“. Die große Wand« iungsfähigkeit und Beweglichkeit des jüdischen Gesichtes weiß er meisterlich festrohalten. Die krause Phantasie seines ,.Senderl“ (Suskjn), des jüdischen Sancho Pansa, Weggenossen Benjamin Ilf. oder des ״Fährmanns״ der die abenteuerlichen Palästinafahrer über den Fluß setzt, des Lehrers (aus dem« selben bezaubernden Mir«henspiel Mendeies) mit der Brille auf der spitzen Nase; die feine, behutsame Zeichnung der Rowina als Lea voll schwärmerischer Hingabe und rätselhafter Anmut lassen beglückende Theatererinnerungen wach werden, interessant sind die drei Selbstporträt*, in denen es von dämo• nlseher Kraft wetterleuchtet. Angesichts dieser Pastelle könnte man ein Wort aus Nadels dichterischem Hauptwerk ״Der Ton“, jn dem er be« kennt, ״es handelt sich hierbei nicht um Lyrik, sondern um Religion“ paraphrasleren und sagen: es handelt sich hierbei nicht um Zeichenkunst, sondern um Hingabe an Welt und Gegenstand. Diese Pastelle sind weniger das Produkt eines künstlerischen Formwilkms als Entladungen eines Künstler« temperaments, dem das seltene Glück zuteil wurde, in einer Urzelle drei Ausdrucksmöglichkelten zu vereinen; die dich« terische, die malerische und die musikalische. Anja Asehkenasy. Agency-Veranstaltnng ln Hall« Ant Sonntag, dem 24. November, fand im Schützenhaus in Halle ein Tee statt, zu dem ein aus prominenten jüdischen Persönlichkeiten der Stadt bestehendes Komitee geladen hatte und dem zirka 150 Personen beiwohnten. Der Vorsitzende, Herr Theodor Heilbronner, mußte e'nieltend seinem Be« dauern darüber Ausdruck geben, daß einer der in der Ein״ ladung angekündigten Referenten, Herr Rabbiner Dr» Felix G 01a mann, Leipzig, aus persönlichen Gründen absagen mußte. Er begrüßte sodann die erschienenen Gäste, Herrn Ministerialdirektor Dr. Badt. Herrn Ernst Marcus, und insbesondere auch Herrn Rabbiner Dr, Kahlberg, Halle, der liebenswürdigerweise die Vertretung von Dr. Goldmann übernommen hatte, Herr Dr. B a d t!»«handelte in einem sehr wirkungsvollen elnstündigen Referat alle Fragen, die die Jewisft Agency gegenwärtig beschäftigen. Vor allem ging er auch auf die durch die ״Erklärung deutscher Juden" innerhalb des deutschen Judentums geschaffene Situation ein und verlangte unter einmütigem Beifall mit großem Nach« druck, daß die Versuche, irgendwelche Gruppen deutscher Juden in ihrem Staatsbürgern» herabnjsetzen, endlich auf« hören müßten. Auch Herr Dr. Kahlberg wandte sich sehr scharf gegen diese Erklärung und legte sodann dar, warum er als Nichtzionist sich besonders verpflichtet fühle, für das Palistinawerk innerhalb der Jewish Agency einzutreten. Nachdem darauf Herr Ernst Marcus in einem kurzen Schlußwort die Anwesenden aufgefordert hatte, mit gesteigerter Opferbereit• Schaft für den Keren Hajessod einzutreten, ergab die Zeh*, nungs-Aktion einen Betrag von zirka 15000 M. Nach der Zeichnungs-Aktion konnte Herr Dr. Badt noch eine Reihe von Fragen aus dem Kreise der Oiste beantworten. Herr Heilbronner schloß sodann d e wi! kungsvollc Kundgebung, die auch aus den umliegenden Orten stark besucht war* Wahlen zum XXIIL Delegiertentag der Z. V. I. D. in Jens, Volkshaus (Zeisa«Stiftung) •m 19, u. 30, Dezember 1929, Bekanntmachung 2 (s. auch Veröffentlichung in Nr. 92 u. 93 d. ״Jftd. Rundschau“.) t. Die Wahlen zum XXIIL Delegiertentag der Z. V, f. V. müssen stattfinden ii der Zeit vom 14. bi« 10, Dezember einschließlich. Wahlen! die vor oder nach diesem Termin atattfinden! sind ungültig. 2. In sämtlichen Wahlorten sind Ortswahlkommissionen aus den Vertretern aller an diesem Orte an der Wahl beteiligten Richtungen zu bilden. Die Ortswahlkommission soll wähl« bestlmmungen im Rahmen dieser Bekanntmachung erlassen, 3, In Orten, in denen Verhältniswahlen stattfinden, sind die Wahlvprsehilge bis spätestens eine Woche vor den Wahlen «!neureichen. Sie müssen «ine von der Ortewahlkommisslou festzusetzende Anzahl von Unterschriften tragen. 4, Die Wahlleitung jedes Ortes hat di« Wahllokale und die genauen Wahltermine (Tag und Stunden) spätestens drei Tag« vor Beginn der Wahlen in der Jüdischen Rundschau oder in ortsüblicher Weise bekanntzugeben. 5. In den Orten, in denen laut Statut Verhältniswahlen statt, finden, sind die Wahlvorschläge spätestens drei Tage vor der Wahl ln der Jüdischen Rundschau oder in ortsüblicher Weise bekanntzugeben. In Ortsgruppen mit über 300 Mitgliedern müssen Ver« hältnlswahien stattfinden, In kleineren Ortsgruppen können Verhältniswahlen auf Grund eines Beschlusses der General« Versammlung stattfinden. 6. Aktives Wahlrecht habe» nur Mitglieder der Z, V. f. D., die das 18. Lebensjahr vollendet haben, den Schekel für das Jahr 5689 oder 569Q entrichtet und den Landesbritrag für das Jahr 1929 bezahlt haben- In der Zahlung der Zianistenateuer ist der Landesbeitrag einbegriffen. Der Landesbeitrag be« trägt 1,- RM. Die Mitgliedschaft zur Z. V, f. D. setzt nach § 2 des Statuts der Z. V, f, D, die Zugehörigkeit zu einer Ortsgruppe oder einem Oruppenverband der %• V. f. D. voraus. 7. In jeder Ortsgruppe muß ein« Wahlkartothek ange« legt werden, auch in den Ortsgruppen, in denen Verhältniswählen nicht stattfinden. in die Wahlkartothek werden nur diejeni« gen Mitglieder der Z, V. f. D. au {genommen, die die Zionistensteuer, b?w, den Landesbei* trag für 1929 bis zum 9. Dezember 1929 bezahlt haben. 8. Die Wählleitungen haben sämtlichen Wahlberechtigten «ine auf seinen Namen laufende Wahllegitimation WZU« stellen. Die wahlberechtigten Mitglieder von Sonderverbänden, die in dem betreffenden Wahlbezirk einen eigenen Wahlkörper bilden, erhalten k«|te Wahllegitimation. 9. Diejenigen Mitglieder der Z. V. f. D., die trotz recht« zeitiger Erfüllung ihrer Beitragsverpflichtungen fSchekei, Zio« nistensteuer, bzw. Landesbeitrag) eine Wahllegitimation nicht erhalten, können bis zum Tage der Wahl eine solche Wahliegitimation unter Vorzeigun g der entsprechenden Belege reklamieren. 10. Die Wahl ist in sämtlichen Ortsgruppe״ direkt und ge« heim. Jeder Wähler m# persönlich seine Stimme abgeben. (Wahl durch Zuruf oder Handaufheben ist unzulässig.) 11. In Ortsgrupoen, In denen nur ein Wahlvorschlag existiert, entfällt der Wahlgauc. Die auf dem betreffenden Wahlvor« schlag verzeichnet«! Kandidaten gelten als gewählt. 12. Jeder Wähler kann sein Wahlrecht nur einmal ausüben. Die Ortswahlkitungen haben darauf zu achten, daß jeder Wähler ihrer Ortsgruppe nur in einer Wahlliste geführt wird und haben die entsprechenden Listen vor der Ahsendung an die Z. V. f. D. miteinander zu vergleichen, Wähler, die in mehr «is einer Wahlliste aufgeführt sind, werden aus sind* liehen Wahllisten gestrichen. Die Hauptwahlkommission für die Wahlen *um XXIII. Delegiertentag der Z.V.LD. גית הדרש לעבריה מל קהלת היהידים נגדלין* Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Qrolmanstr. 36 (Beth-Ara) und Gr. Hamburger Str, 27. Sonnabend, den 30, November, 8,30 bis 10 Uhr abends, findet im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde, Rosen« Straße 2, ein hebräischer Vortrag mit Lichtbil« dern statt. Herr Asch bei spricht über; ״Galiläa vor und nach dem babylonischen Exil". Ehemalige Schüler und Gäste willkommen. Bayerischer Gruppenverbandstag. Ara I. Dez., 11 Uhr vorn!., findet ein bayerischer Gruppenverbandstag in Nürnberg im Jugendheim aer Israelitischen Kuitusgememde statt (Treustr, 7)• Tagesordnung; 1, Zionistische Politik: Dr. M. Nußbamn-Nüruberg, Dr. j. Emrich-Muncheu; 2. Verbands* und Gemeindereferaf; Dr. Kollenacher-Berün; Verbandswahlen 1930: Dr, Eli Strauß-München; 3. Schulfragen: Dr. I. Bamberger-Nürnberg; 4. Organisation des Onippenverbandes, Begründung des Antrags Bamberg: Alfred Katz-Bamberg; 5. Jugendarbeit: Harry Bein« Nürnberg; 6. Wahlen, Diverses.. Die ״Hablmah“ in Frankfurt a, M. Aus Frankfurt wird uns berichtet: Am Samstag begann die ״Habimah“ ihr Frank« furter, auf 8 Tage berechnetes Gastspiel mit einer Auffüh« rung ״Die Krone Davids“. ־־ Wieder wie seinerzeit vor zwei bunden mit dem Pathos der Haltung hat so gewirkt, daß alle zustimmten, gleichviel, ob vielleicht die Darstellung dieser oder jener uns doch aus dem Geschichtlichen bekannt erscheinenden Figuren dem gewohnten Bild widersprach. Letzten Endes verstummt vor der Habimah die Frage, was das Wesen jüdischer Kunst sei. M.