Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 86 (1.11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 86,!.XI. 1929 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 8*77 Zum Delegicrtentag Zwei Erklärungen . 1• Die Unterzeichneten Oruppea halten es für notwendig, folgendes zu erklären: Die politische Haltung der maßgebenden Leitung der Z. V. f. D. insbesondere der ״Jüdischen Rundschau“ in den letzten Wochen seit den Ereignissen in Palästina steht In vielfacher Hinsicht in Widerspruch zu den Erfordernissen der gegenwärtigen politischen Situation des Zionismus und zu der von der großen Majorität der Bewegung heute geforderten Politik der entschiedenen Aktivität, wie sie In den Beschlüssen des Aktions- Comites zum Ausdruck gekommen ist In weiten Kreisen des deutschen Zionismus, die den verschiedensten Richtungen angehören, hat diese politische Haltung der Z. V. f. D. und der ״J. R.“ lebhaftes Befremden und Unruhe hervorgerufen. Gerade an diesem Fall hat es sich wiederum In eklatanter Weise gezeigt, wie sehr die offizielle Politik des deutschen Zionismus auch in außenpolitischen und kongreßpolitischen Fragen durch eine einzelne Gruppe bestimmt wird, 'die, wie es cfle letzten Kongreßwahlen bewiesen haben, nicht einmal die Majorität der deutschen Zionisten hinter sich hat. Diese Situation, gegen die manche Gruppen schon seit Jahren ankämpfen, erschwert die Kooperation aller Richtungen und Parteien Innerhalb der Z. V. f. D. in sehr hohem Maße und macht es auf die Dauer unmöglieh, die Verantwortung für die Politik der Z. V. f. D. zu tragen. Dadurch aber wird die Existenz einer starken und einheitlicken Z. V. f. D. gefährdet, die wir für notwendig halten. Aus diesem Grunde glauben die Unterzeichneten Gruppen, daß jetzt der Moment gekommen ist, Sn dem eine Aenderung der politischen Haltung der Z. V. f. D., insbesondere der ״J. R.“ eintritt, und endlich die Forderung verwirklicht werden muß, daß die Z. V. f. D, in ihrer Politik nicht durch eine einzelne Gruppe, sondern durch eine Koalition aller im deutschen Zionismus vertretenen und zur Mitarbeit bereiten Gruppen bestimmt wird. Nur durch einen solchen organisatorischen Zustand wird auf die Dauer die Erhaltung einer starken und aktionsfähigen Z. V. f. D. möglich sein. Aus diesem Grunde erklären die Unterzeichneten Gruppen, daß der Zusammentritt des für Dezember in Aussicht genommenen Delegiertentages eine unaufschiebbare Notwendigkeit ist; dieser Delegiertentag wird die Aufgabe haben, eine eingehende Erörterung der politischen Probleme vorzunehmen und die organisatorischen Maßnahmen zu treffen, um der Forderung nach der Verwirklichung des Koalitionsprinzips in der Leitung der Z. V. f. D. Genüge zu tun. Vereinigung radikaler Zionisten. Deutscher Landesverband der Union der Zionisten-Revisionisten. Unabhängige Allgemeine Zionisten. Dr, Martin Ascher. Dr. M. Kollenscher. Dr. Tuchler. IL Der CreflcMftsfBlirende Ausschuß der Z. V.f.D. hat beschlossen, einen Delegiertentag für Ende 1929 einzuberufen. Wir begrüßen den Beschluß, der durch unsere Mitwirkung herbeigeführt wurde, und hoffen, daß die Tagung der Arbeit des deutschen Zionismus neue Impulse geben wird. Der Delegiertentag ist eine aktuelle Notwendigkeit geworden, weil die Meinungsverschiedenheiten im deutschen Zionismus über die Bewertung der politischen Hintergründe der Pa-!ästinaun ruhen und über die aus diesen Ereignissen zu folgernden politischen Lehren sehr erheblich sind. Selbst wer die Haitung der offiziellen zionistischen Kreise in Deutschland nicht ablchnt, wird die Auieinandersetzöug auf einem Dekgiertentag für notwendig erachten. Für den Mlsrachi besteht aber auch unabhängig davon die seit dem Breslauer Delegiertentag vorhandene Unzufriedenheit, weil für ihn die kulturpolitische Linie der Führung der Z. V. f. D. schon seit langem schwer zu ertragen ist und erst eine Mitverantwortung für die Geschäftsführung von uns übernommen werden könnte, wenn durch eine Koalition die Vorbedingungen für eine dauernde Einwirkung auf die Grundlinie der Propaganda und der öffentlichen Vertretung des deutschen Zionismus genommen werden könnten. Wir erwarten von dem Delegiertentag, daß er die obersten Instanzen, Landesvorstand, Gescnäftsführenden Ausschuß und Präsidium so zusammensetzt, daß die Gesamtheit der deutschen Zionisten in allen ihren Richtungen gemäß der ihnen im deutsehen Zionismus zukommenden Bedeutung vertreten ist und daß die Geschäftsführung so zusammengesetzt wird, daß die berechtigten Ansprüche aller im Rahmen der Oesamtarbeit befriedigt werden. Wir haben uns an dem auf dem letzten Delegiertentag eingesetzten Qeschäftsführenden Ausschuß nicht beteiiigt, weil uns die Garantien für ein gedeihliches Wirken in unserem Sinne nicht gegeben schienen. Die innere Situation, vor der der deutsche Zionismus heute steht, hat unseren damaligen Befürchtungen recht gegeben. Wir fordern daher heute wiederum die Bildung eines ftäsidiums der Z. V. f. D., das sich aus Vertretern verschiedener Richtungen zusammensetzt und dessen Aufgabe es sein wird, die innere und äußere Politik der Z. V. f. D. in Bahnen zu lenken, die einerseits der Verschiedenheit der Im zionistischen Lager vertretenen Anschauungen Rechnung trägt, andererseits eine Linie einhält, die auch eine Erweiterung unserer Reihen von außen her ermöglicht. Wir fordern, daß die offizielle Presse der Z. V. f. D. bei voller Wahrung der Möglichkeit freier Meinungsäußerung von Gruppen und Personen eine Haltung einnimmt, die mit der Führung der Geschäfte durch das Präsidium in der oben gezeichneten Riehtung in Uebereinklang steht. Bei der durch die jüngsten Ereignisse in Erez-Israel und die Arbeitsaufnahme durch die neugebildete Jewish Agency geschaffenen Lage ist besonders erforderlich, daß der Gesamtheit eine freudige und erfolgverheißende Mitarbeit an der Z. V.f. D. ermöglicht wird, so daß diese nicht nur eine technische und organisatorische, sondern auch eine geistige und moralische Vereinjgung aller Zionisten Deutschlands darstellt. Einen solchen Zustand herbeizuführen, soll der Delegiertentag behilflich sein. Lsndeszenhrale des MisraeM tlr Deutschland ßrielkasleu der Redaktion Dr. Kirschner. Die Zuschrift, die Sie als Antwort auf den Brief des Herrn Direktor Kareski in Nr. 84 der ,Jüdischen Rundschau“ uns einsenden, überschreitet sowohl in ihrem Umfanp׳■ als auch in ihrem Inhalt zweifellos die einem ״Briefe an die Redaktion“ auch bei größerer Liberalität gesetzten Grenzen. Wir freuen uns daher, daß Sie Ihr Einverständnis dazu gegeben haben, diese ausführliche Zuschrift nicht abzudrucken, sondern dem Briefschreiber Herrn Direktor Kareski zur direkten Kenntnisnahme zu übermitteln. J. Klinow. ihre Antwort auf den Brief von M. Brachet! a n n mußte aus Raummangel für nächste Nummer zurückbleiben. Auf Anregung des in Berlin weilenden Dichters Chajim N. Bialik wurde in Berlin eine Vereinigung der hiesigen hebräischen Schriftsteller ins Leben gerufen. Dieser Tage findet die Griindungsversammlung dieser Vereinigung statt BERLINER KALERDER ®onnabenb, btn 2. Mooemb«, aBertbß 8 Rfjt, Beginn bet £>ertfit)ürlefungen bet freien Jft* bij^en Solfsßotßfeßule TOeifterfaal ftötf)ener@tt,28 Or. üXartiN 2Jußer: ,28 ie f tef!t bet mobet« ne TO e n j <f) jut Sfieligto n*l 930tlefung8« oetjetebniffe mit auSfüßtlidjen Sttgaben tuten!» geltfid; in allen jübiid)en2htd)f)anblutigen, an ben Efjeaterfaffen £«1Tmmt Tiefe, ßeipjiget ®ftnjje. SSferatnberpIafe, ffrattffurfer SMee, SfauffjauS btS> ffieftenS, Zauenfetenftra&e, unb tut ©efretariat bei ®olbntamt, §ordtftrale 88, etRftlflid). ®eie־ pfjon: Bergmann 473. Sonntag, ben 3. SflooentBer, uotnt. 111/3 Ufo freieifioiföe3««3 »״a&: jeitgen öfftfdjet, jübtfdjet ® t cf) tung. (Ebttf) ©erntfia&t »Dettingen, SRejttation (etepfjan 3®etg, Stirn geudjtmanget, ümofb Sitieig). 6tjnagoge gafanenfirafje. Sonntag, ben 3. SRooember, abenbS 8 Ufo freie JSbiföe 3of(0ßo$f(bufe, im ®atfenfoal, Sogenfjau«, üleiftftr. 10. Son&enjeranftaftung JüMfifo TOufif auf <5<$atH>latten. 8J ortrag HUce 30cob*20eroenfon. üHttntrfenö fftafjel ßrmolntfoff. Slpparat unb Scfjaüplatien (Jarl Sfnbfftöm 21. @. .0örergebüf)t TO, 1,—. ©tu&enten, TOitglieber non 3ugentroereinen unb Sugenbltifo 60 #f. gegen »orjeigung eine« Hu»• roeifeg an ben WfeenMaffett unb im Cefrefarfat?)ordfftrafee 88. TOottfag, ben 4. Slooember, abenbS 8 */* Ufo Serfiner 3ionijKM!e »eteinigimg. 3Jertrttert>er• iatnmlung. ״® i e p 0 litif <f) e Situation im beutfefeen gioniSmug*. SReferent: ®r. ©iegftieb Äanorolfe. ®ie ©ifeung ift für TOitgüeber bet 39. 3• öffentlich. TOittrooch, ben '6. SUoDcntber, abenbS 8*/z lifo :Berliner 3ionifKfd)e :Bereinigung int gifeungsfaal bet S■ SÖ. f. SD-, TOeinefeftr. 10. 3efoba; ״®er Stampf um bte nationale, jübiftfje SBemegung in SRu&Ianb'! Sonntag, ben 10. Slouetn&er, abenbS 8 lifo Berliner 3fonifHf<ß< :Bereinigung, Im gro&en Saal bet Soge «leiftftr. 10. SRejitattanSa&enb: Bibel in Urte« unb Öherfragung. 3«ne Sriefifi, TOanfteb @ei®, Ratten 1u TO.2—4 Bei Sole & ©oef, äBerffjeim, S.3■ 23-, TOetnelefit. 10, Srtenbfaffe. atögenteine 3ungsioni«en. Snicfmft: 3 a m e 3 SenberSti), Berlin 9143 ״noaItbenftr. 6. (Borben 10934). Sonntag, ben 8. 3louember, aBenbS 8 Ufjr, Sogenljaug, RIeiftftr. 10 Uetlnnfime ttn ber @on» beroeranftaltimg ber ״?freien 3ßMfAen ©0118־ hodjfctjule3 ״übiftf>e TOiifif auf SdiaKpIatten. TOHiiuod), bei! 6. 9fooemBer, abeitbg 9 Ubt. ®etneinbefjaug SRofenftr. 2. 1. Seipredjung mit aßen Zcilneßmen: unfereS bebräifcfjen Sprach• fitrfeg unter fieilintg non 6f)atoer 910 f an 8!t. ®onnergtag, ben 7. 9Jooember, abenbS 8>/2 tlfjr. fflemeinbeßauS SRofenftr. 2. ״ßebenbe 3eitim9“ Säfte roilffommeit. 3ieniftif(ßer 3ugenbBunt> ״Tlorbau". Sonntag, ben 8. 5?00ember, 8/!IO Uf)1 früfi. SSalblauf für ßhaioerim unb ®hatnerotf). Zreff* punft ©af)11hof ®tunemalb. SfBenbS Bfß Ufjr, gemeinfamet ©efuef) beS Hon» jette# non 2Uice3acob»20etnet\fou (ftef^e 3nfetaf). ®ienSfag, ben 6. ffionember, abenbS 8 Ußt. §eimabenb TOefeerftrafee 1, 3eben TOontag unb ®omierSfag J/*9 BiS 10 Ufjt. ^ebtäifcf). ®rofee |»amburget Straße 27. Frauen-Arbeilsgcmeinschatt Wir Palästina Bezirksgruppe West: Uni den persönlichen Kontakt unter den Mitgliedern, deren Zahl erfreulicherweise stark angewachsen ist, enger zu gestalten, sollen außer, den vierwöchigen Vortragsveranstaltungen noch einmal im Monat Klubnachmittage veranstalten werden, deren erster Dien stag, den 5. November, nachm. 5 Uhr, im K.J.V., Bieibtreustr. 50, stattfindet. Gäste sehr willkommen. Bezirksgruppe Lichterfelde: Am Dienstag, dem 5. November, abends Sf'a Uhr, findet bei Frau Betty Cohn, Lichterfelde-West, Ringstr. 65, eine Zusammenkunft statt, wobei Herr Karl Glaser über ״die arabische Feiheitsbewegung“ sprechen und Frau Dr. Marie Mayer den einleitenden Vortrag halten wird. Gäste willkommen. Programm für den St u - dien Zirkel der Gruppe: Diskussionen über aktuelle Themen, mit besonderer Berücksichtigung innerpolitischer zionistischer Fragen. Leitung Dr. Marie Mayer und Mirjam Czuczka. Daran anschließend ein Kursus, geleitet von Dr. Marie Mayer ״Palästina in der Idee und in der Wirklichkeit“, an Hand des Buches von Adolf Böhm ״Geschichte der zionistischen Bewegung“. Bezirksgruppe Tempelhof: Am Donnerstag,dem 7. November, abends 81/2 Uhr, findet bei Frau Dr. Salomen, Neu-Tempelhof, Kaiserkorso 4, eine Zusammenkunft statt. Herr Dr. Georg Wollstein wird über ״Palästina nach den Erelgnissen“ sprechen. Gäste willkommen. Bezirksgruppe Neuköln: Der S tu d i e n zi rk el der Gruppe findet nicht am Montag, sondern am Mittwoch statt, interessentinnen wollen sich bei Dr. Bertha Zamory, Neukölln, Kaiser-Friedrichstr. 38, Neukölln 6978 melden. Die Zusammenkunft der Gruppe findet am Montag, dem 4. November, abends SVa Uhr, in der Schule Kaiser-Friedrichstraße 4, statt Redner: Herr Josef Blumberg. Thema: ״Palästina und das Weitjudentum'‘. ■MW ■Min n ׳■TU, ■י «■■ «״ו, 1,1. , 1 m 1«M— KjAiaani WGLTvaSpSOAND Erweiterung des Präsidiums des Weltverbandes. Herr Dr, Erwin Michel, Berlin, ist in das Präsidium des Makkabiweltverbandes cingetreten. Polen. Vom 1. bis 3. November finden in Krakau die polnischen Makkabi -Fußballmeisterschaften statt. Gleichzeitig feiert der Makkabi Krakau sein 20jähriges Jubiläum, verbunden mit einer Fahnenweihe, im Fcstprogramm ist ein Vorbeimarsch aller Turner und Turnerinnen sowie eine feierliche Nagelung der neuen Fahne vorgesehen. Die Veranstaltungen werden am Sonntag abend durch einen Festakt im Hause der jüdischen Akademie beendet. Das Mitglied des Präsidiums des Weltverbandes, Herr Dr. Rosenfeld, Berlin, wird an den Festlichkeiten teilnehmen. Gleichzeitig ist nach Krakau eine Vorkonferenz einberufen worden, an der Delegierte der großen polnischen jüdischen Turn- und Sportvereine teilnehmen werden, um den für Dezember nach Bielsko einberufenen all-polnischen Makkabikongrcß vorzubereiten. — Ueber die am 29. und 30. September in Krakau stattgefundenen leichtathletischen Wettkämpfe im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen des Makkabi haben wir bereits kurz berichtet. Es waren folgende Vereine vertreten: Makkabi Krakau, Makkabi Warschau, Dror Lemberg, Kadimah Oswiefim, Z. A.S. S. Warschau, Makkabi Krol. Huta, Hasmoneah Lemberg, Makkabi Bielsko, Hagibor Przemysl, Z. T.S.O. Cmtochowa, Makkabi Wilna, Hakoali Bendzin. Die Wettkampfe standen auf einem hohen Niveau und waren ein Beweis dafür, daß die Leichtathletik im Makkabi Polen immer größere Anteilnahme bei der jüdischen Jugend erwirbt. Vor Beginn der Wettkämpfe defilierten die Teilnehmer vor den Zuschauern und Stadtrat Freund, der Vorsitzende des Makkabi Krakau, hielt eine Ansprache, in der er im Hinblick auf die letzten Ereignisse in Palästina auf die Notwendigkeit hinwies, einen gesunden und starken Nachwuchs heranzuziehen, und somit der physischen Erziehung der Juden doppelte Aufmerksamkeit zu widmen. Im Rahmen dieser Wettkämpfe fand der Marathonlauf um die Makkabi-Meisterschaft von Polen mit 18 Teilnehmern auf der Strecke Krakau—Liszki—Krakau (42,194 km) statt. Sieger wurde Milcz (Z. A. S. S. Warschau) in der Zeit von 2 Std. 57 Min. 55,4 Sek. Die gelaufene Zeit ist um eine Minute schlechter als der polnische Rekord. Oesterreich. In der Notiz der letzten ״Makkabi“-Spaite wurden natürlich nicht die ״lettländischen“ Rekorde zum Vergleich des Sieges von Blödy herangezogen, sondern die fetzten österreichischen. In den Bericht hatte sich ein Druckfehler eingeschiichen. Deutscher Kreis Bar Kochba Hamburg. Generalversammlung. Am 10. Oktober fand die Generalversammlung des Bar Kochba statt. Vor Beginn des geschäftlichen Teils gedachte der erste Vorsitzende Dr. Marx kurz der Ereignisse in Erez-Israel, erinnerte an die Toten, an den Stolz auf den Mut des Selbstschutzes. Die Versammlung hörte die Worte stehend an. Dann berichtete Dr. Marx über dis Arbeit im vergangenen Jahre und konnte erfreulicherweise feststellen, daß man auf verschiedenen Gebieten Erfolge auf weisen könne. Die Hockey-Abteilung hat weiter gute Fortschritte gemacht und durch ihre Siege das Ansehen des Bar Kochba in der ()Öffentlichkeit gestärkt. Auch die Ruder-Abteilung hat sehr gut f* ־*"' *" < יי •י ״ י ’ ' י*• dient die erst seit kurzem bestehende Handball-Abteilung der Jugend, der es trotz der kurzen Arbeitszeit schon gelungen ist, sich einen guten Namen zu sichern. Auch die in diesem Jahre in den verschiedenen Abteilungen durchgeführten Hoimahenda sind als Erfolg unserer nationaljüdischen Aufklärung!- und Erziehung»- arbeit armnehen, vor allem die unter der Leitung von Dr. Marx veranstalteten ״Fülirerschaflsabeside", auf denen über die Grund- Probleme im Zionismus, Tages fragen und Fragen der Makkabim Bewegung diskutiert wurde. Weniger zufriedenstellend ist der Turnbetrieb; hier hofft man, durch Verbesserung einiger Mißstände, den Besuch der Turnabende zu erhöhen. Da» Schmerzenskind de» Bar Kochba, die Fußballabteilung, hat »ich auch im letzten Jahre nicht konsolidiert, war sportlich wenig erfolgreich und itaht dem Gesamtverein nach wie vor fern. — Die Training-Abende der Leichtathletik-Abteilung waren leider nicht so regelmäßig besucht wie es für ein Vorwärttskommen auf diesem Gebiet notwendig ist. — Der seit einem Jahr bestehende A ll-Herren-Bund enttäuschte bisher. Boi der Wahl des Vorstandes kam es zu einigen Aendorungea durch Ausscheiden zweier Vorstandsmitglieder. Es wurde Dr. Marx zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Die Kasse bleibt weiter in den Illnden des bewährten Kassenwartes Joseph, zu dessen Mitarbeit und Entlas tung Steinhardt in den Vorstand gewählt wurde. Van Gelder übernimmt das Amt des Schri ftwartes, Herbert Cohn die Tendenzarbeit und Max Sonnenreich die Leitung des Sportbetriebes; den Tumbetrieb leitet Joseph. Der erste Vorsitzende gib dann der Hoffnung Ausdruck, daß es im neuen Arbeitsjahr gelingen möge, die geplanten Verbesserungen in dem Tum- und Sportbetrieb erfolgreich durchzuführen. Auch ein Ausbau der Heimabende in allen Abteilungen ist nun möglich, da sich genügend — auf den ״Führerschaftsabenden" »usgobildeto — Leiter zur Mitarbeit bereit erklärt haben. So hoffen die Führer des Hamburger Bar Kochba, durch intensive Arbeit wohl vorbereitet, den — in diesem Jahre in Hamburg stattfindenden — Turn- und Sporttag des deutschen Kreises im Mnkkabi-Weltverband begehen zu können. Heinz Bromberger Unerwartet und desto schwerer hat der Tod in unsere Reihen eine Lücke gerissen. Einer unserer Bosten, unserer Treuesten, mußte von uns gehen. Eine tückische Krankheit hat ihn, jetzt in die Reife dos Lebens tretend, uns genommen. Schwer, bitter und schmerzhaft lastet dieses erschütternde Ereignis auf uns, wir können es noch gar nicht fassen, daß Du, lieber toter Freund, nie wieder bot uns sein wirst. Dein überaus bescheidenes, liebes Wesen, das Dir die Sympathie aller erwarb, Deine Kameradschaftlichkeit und Deine» treue Anhänglichkeit an unsere Bewegung, unsere Idee, sichern Dir ein stetes, ehrenhaftes Gedenken. In diesem Sinne legten wir Dir zur letzten Fahrt das Symbol unserer gemeinsamen Bindung, des aufrechten Judentums, unser« Fahrt* mit dem Magen David auf den Sarg. — Friede Dir, lieber Heinz Björnberger! . Stefan Steinbach. Bar Kodfeba Berlin. Bar Kochba-Tag. Der ab Ab- Schluß unserer Sdrtftmgswoche geplante Bar Kochba-Tag am Sonntag, dem 3. November, muß infolge Abwesenheit von Dr. Leiewer und Df. Rosenfeld leider verschoben werden. Zeit und Ort des Bar Kocliba-Tages werden den einzelnen Abteilungen und durch die B.J. Z. und Jüdische Rundschau bekanutgegeben. Bar Kochba-Ball. Schon jetzt läßt es »Ich sagen, daß der Bar Kochba-Ball am 9. November in den Gosamtraumcn von Kroll ein voller Erfolg sein wird. Angesichts des niedrigen Eintritt»- preises von 4,— NI. und des glänzenden Festprogramms (Daios Bela und die Romanows sind als Tanzkapellen engagiert, für ie Tombola gehe□ täglich zahlreiche wertvolle Spenden ein) besteht eise außer-