Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 84 (25.10.1929)
- Date
- 1929-10-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2651273-2653062-2653138--21122-2679182- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 500 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 84, 25. X. 1929 Völker auf gemeinsamem Boden ist nur möglich, wenn sie wirtschaftlich miteinaner verflochten sind und beide Teile ein leidliches Wohlergehen genießen können. Um unnötige Reibungen und beide Teile schädigenden Wettbewerb nach Möglichkeit zu vermeiden, ist eine sinngemäße Arbeitsteilung geboten. Allen ideellen Postulierungen zum Trotz hat die bittere Erfahrung der Wirk• lichkeit erwiesen, daß es in den meisten Fällen vergehliches Bemühen und ein zweckloses Opfer bedeutet, die Arbeitsform des Juden der des Arabers ar.zugleichen. Ebensowohl die primitiven Methoden arabischer Land- Wirtschaft, wie die ״Schwarzarbeit“ auf anderen Oebieten können wohl dem Niveau des arabischen Fellachen und Tagelöhners entsprechen und seine Bedürfnisse ausreichend befriedigen. Dagegen ist ihnen der Jude weder nach seiner physischen Leistungsfähigkeit, noch nach seiner geistigen und psychischen Einstellung, noch nach den Forderungen seines Lebensstandards auf die Dauer gewachsen. Unsere wirtschaftliche Arbeit in Palästina wird nur dann von Erfolg begleitet sein, wenn sie in höheren Formen organisiert wird, die einen gesteigerten Leistungseffekt verbürgen. Die sich den Juden in den Ländern der Qaluth bietende Vertrautheit mit den Fortschritten der modernen Produktion muß uns befähigen, die technisch und organisatorisch hochentwickelten Methoden derselben auch in Palästina einzuführen. Da diese Art der wirtschaftlichen Leistung auf einer anderen Ebene liegt als die der arabischen Produktion, so kann von einem direkten Wettbewerb nicht die Rede sein, und viele Reibungsflächen fallen fort. Unsere Arbeitskräfte können Gelegenheit finden, Eigenschaften anderer Art in die Wagschale zu legen als die stumpfe Ausdauer und die weitgehende Anpassung an niedrige Lebensbedingungen, die dem Araber eigen sind. Sie werden in besonderen ihnen mehr gemäßen Beschäftigungszweigen und -formen in der Lage sein, ihre Qualitäten in höherem Orade auszunützen. Zugleich sichern uns rationell entwickelte und verfeinerte Arbeitsmethoden eine monopolartige Sonderstellung im Wirtschaftsprozeß, die ton den Arabern nicht bestritten werden kann. Vielmehr bringt sie auch ihnen Nutzen, indem sie ihnen viele Vorteile der modernen Zivilisation eröffnet, die sie nicht imstande sind, sich aus eigenen Quellen zu verschaffen . Welche aussichtsreichen Entwicklungen in der angedeuteten Richtung liegen, mögen einige Tatsachen als Beispiele beleuchten. Der jüdischen Landwirtschaft ist es nur dort gelungen, einen Vorprung zu gewinnen, wo sie sich von den primitiven Arbeitsmethoden des Arabers losgelöst hat. Die Anwendung rationeller Betriebsformen, Ausnutzung technischer Hilfsmittel, Veredlung der Produktion, Organisierung des Absatzes und ähnliche Mittel geben ihr die Möglichkeit, sich wenigstens auf gewissen Gebieten durch Leistungssteigerung gegenüber der arabischen Konkurrenz durchzusetzen. Das Bauwesen erlebte erst dann einen Aufschwung, als es uns gelang, die unzulänglichen Methoden der traditionellen Naturstein-Technik höher zu entwickeln oder durch andere zu erstezen. Unsere Ingenieure haben der Verwendung des Zements und den Bauweisen in Beton und Eisenbeton solchen Eingang verschafft, daß sie heute nicht nur den jüdischen Baumarkt beherrschen, sondern auch in den arabischen immer mehr eindringen. Die Ausführung der Eisenbetonkonstruktionen ist derart ein Monopol des jüdischen Bauhandwerkers geworden, daß auch der arabische Bauherr und Unternehmer nicht ohne ihn auskommen kann. Eine vollständig beherrschende Stellung besitzen wir in der Elektrotechnik, angefangen von der Stromerzeugung bis zur Inneninstallation, die auch innerhalb des arabischen Hauses in jüdischen Händen ist. Am deutlichsten prägt sich unsere wirtschaftliche Sonderstellung und -aufgabe in der Industrie aus, die — von ganz vereinzelten Ausnahmen abgesehen — in jüdischem Besitz konzentriert Ist. Daß der Araber — obwohl ein geschickter Handwerker — trotzdem der Industrie fernsteht, liegt hauptsächlich 1n der Natur seines Wesens begründet, denn im allgemeinen fehlt ihm durchaus der Sinn für diese straffste Form organisierter Arbeit. Auch steht er so wenig in Berührung mit dieser Produktionsform, daß ihm jegliche Anregung und Schulung auf diesem Gebiete abgeht. Bezeichnend ist etwa der Vergleich zwischen dem üblichen Typ der arabischen Oel- und Seifen-״Fabriken“, wie er hauptsächlich in Nablus vertreten ist, und der modern eingerichteten und rationell betriebenen Fabrik ״Shemen“ in Haifa. Die jüdisclfe Industrie Palästinas hat ihre Feuerprobe bestanden, dadurch, daß sie, über die Befriedigung des lokalen Marktes hinaus, ihr Absatzgebiet schrittweise durch Export ins Ausland erweitern konnte. Diese friedliche Eroberung der ausschließlich von Arabern bewohnten Nachbarländer beweist, daß die jüdische Industrie ihren arabischen Nachbarn, wie innerhalb so auch außerhalb Palästinas, gute Dienste leisten kann, ohne ihnen durch Konkurrenz zu schaden. Die angeführten Beispiele zeigen deutlich den Weg, den unsere ökonomische Tätigkeit mit Erfolg betreten hat und künftig noch weiter intensiver verfolgen muß. Je höher das Niveau ist, das sie zu erreichen sucht, desto eher ist sie imstande, rentabel zu arbeiten, was in primitiveren Formen unmöglich ist Im Zusammenhang damit steht die Absorptionskraft unserer Wirtschaft, die nur bei günstigen Erfolgchancen imstande ist, einer großen Zahl arbeitender Kräfte angemessene und lohnende Beschäftigung dauernd zu sichern. Die steigende Entwicklung unserer ökonomischen Tätigkeit wird es auch ermöglichen, immer neue Einwanderer ins Land zu ziehen und unsere numerische Kraft zu stärken. Auch hier begegnen wir wiederum dem tieferen Kausalzusam« menhang zwischen wirtschaftlichen Ursachen und politischen Wirkungen. Und von anderer Seite gesehen, ergibt sich noch eine weitere wichtige Folge, wenn wir in der angedeuteten Weise den besonderen Charakter unserer Wirtschaftstätigkeit konsequent wahren. Dadurch können dem Araber die seinem Wissen angepaßten, durch lange Tradition vertrauten Arbeitsgebiete, besonders in der Landwirtschaft erhalten bleiben, ohne daß er sich von jüdischer Konkurrenz ständig bedroht zu fühlen braucht. Im Gegenteil, die steigenden Bedürfnisse einer an Zahl und Konsumkraft wachsenden jüdischen Bevölkerung vergrößern den Absatz seiner Erzeugnisse und vermehren seinen Wohlstand. Hier öffnet sich der aussichtsreichste Weg, der durch gegenseitige wirtschaftliche Förderung am sichersten auch zu einer politischen Befriedung der beiden Völker und zu einem würdigen und dauernden modus vivendi führen kann. Natürlich sind diese Gedankengänge nicht als ein starres Programm aufzufassen. Wie immer in der Wirklichkeit, und besonders in derjenigen des Wirtschaftslebens, bilden sich zahlreiche Zwischenformen heraus und eine absolute Scheidung der Produktions- Sphären ist undenkbar. Meine Absicht ist nur, die großen Linien einer möglichen und wünschenswerten Wirt- Schaftsentwicklung anzudeuten. BISITH SCHALONt Oruppa Psutschlancl ברית שלום Kundgebung Martin Buber: ,Jüdisches Nationalllelm und nationale PoliliK in Paläsiina“ Vorsitz: FRITZ NAPHTAU Donnerstag, 31. Oktober, 8y2 Uhr abends Schubertsaal, BOIowstr. 110 (amNollandoripiatz) Auf alle Fälle läßt sich erkennen, daß der Schlüssel zur Stärkung unserer politischen Position in der Festigung und Konsolidierung unserer wirtschaftlichen Macht liegt. Doch ist diese nicht nur um jener willen wichtig, sondern sie muß uns in allererster Linie Selbstzweck bedeuten. Um unser selbst willen ist es unsere vitalste Aufgabe, wirtschaftliche Werte zu schaffen, zu erhalten und zu vermehren. Systematische Arbeit, ungeheure An- “strengung' und ״gewaIf|i'=:Mitf4fr: Schaffung eines sicheren wirtschaftlichen Fundamentes. Auf ihm gegründet, kann das Jüdische Nationalheim allmählich aufwachsen als ein fester Bau, der auch äußeren Stürmen zu widerstehen vermag. Uns Palästinensern war es seit jeher klar, daß die Art und Weise, das Tempo und die Intensität unserer bisherigen Ökonomischen Leistungen in keinem Verhältnis zu der Größe der uns gestellten Aufgabe stehen. Wie so oft, bedarf es jedoch erst der aufrüttelnden Mahnung trauriger Ereignisse, um auch weiteren Kreisen die Augen zu öffnen, daß sie jenes Mißverhältnis erkennen. Dürfen wir daran die Erwartung knüpfen, daß das jüdische Volk aus dieser Erkenntnis auch die notwendigen Konsequenzen ziehen wird? Es genügt nicht, durch Sammeln von Hilfsgeldern die von Zerstörung und Raub direkt Betroffenen zu stützen und die vernichteten Werte wieder aufzurichten. Es ist nicht ausreichend, durch Mobilmacht! ng entsprechender Mittel das ins Stocken geratene Wirtschaftsleben wieder in Gang zu setzen und den zahllosen aus ihrem Gleis geworfenen Existenzen irgendwie weiterzuhelfen. Vielmehr ist es das Gebot der Stunde, das in zehn Jahren Versäumte endlich nachzuholen und durch großzügige Leislutigetf den wirtschädlichen Aufbau Palästinas in systematischer Weise einzuleiten. Die Jewish Agency wurde gerade im rechten Augenblick geboren. Ohne die Ereignisse, die ihrem Entstehen folgten, wäre die Gefahr vorhanden, daß die Agency die Tätigkeit der Zionistischen Organisation etwas erweitert, aber doch im alten Stile fortsetzen würde. Die Arbeit fies Jischuw in seiner Gesamtheit hätte jedoch keinen entscheidenden Impuls nach vorwärts erfahren. Deutlicher als die schönsten Reden und Proklamationen, welche die Agency-Gründung begleitet haben, ist der Appell, den die letzte Vergangenheit an die neuen Männer in der Leitung der Agency und durch sie an das ganze jüdische Volk richtet. Die Agency hat sich, in Anpassung an das alte Arbeitsprogramm, zum Hauptziel gesetzt, die beiden nationalen Fonds intensiver zu speisen und die aus ihnen geleistete Arbeit zu fördern. Dies ist unzweifelhaft eine sehr wichtige Aufgabe. Aber es muß klar erkannt werden, daß es nur eine Teilaufgabe ist. In Konsequenz der vorhergehenden Ausführungen, welche die entscheidende Primatstellung des wirtschaftlichen Faktors in unserm Aufbauwerk betonen, müssen wir das ökonomische Schaffen in den Mittelpunkt unserer Bemühungen rücken. Von dieser Einstellung aus gesehen, bedeutet die im Rahmen der offiziellen Arbeit bewirkte Leistung nur einen Bruchteil der wirtschaftlichen Tätigkeit des gesamten Jischuw. Sie beschränkt sich auf einen engen Ausschnitt aus einem einzigen Wirtschaftszweig, dem agrikulturdien, und kommt daher auch nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zugute. Der Hauptanteil der jüdischen Landwirtschaft und alle anderen Wirtschaftsgebiete In ihrem vollen Umfang —- die Existenzgrundlagen der überwiegenden Majorität — sind aus dem Bereich der offiziellen Fürsorge ganz ausgeschlossen. Die wirtschaftliche Beurteilung, die nun einmal die entscheidende ist, führt uns somit zu der Schlußfolgerung, daß das Schwergewicht in der privatwirtschaftlichen Betätigung liegt und auch in Zukunft liegen wird. Sie ist es, die das ökonomische Uhrwerk des jüdischen Palästina bisher, wenn auch oft mit Mühe, in Oang gcbracht und erhalten hat. Und sie ist es auch, die künftighin mit größter Intensität und in erweitertem Ausmaß gefördert werden muß, denn in allererster Linie hängen von ihr jene weitgehenden Wirkungen ab, die ich vorher aufgezeigt habe. Ueber die entscheidende Bedeutung der Privatinitiative gegenüber der im Rahmen der Organisation geleisteten Wirtschattsbetätigung ist man sich in allen Kreisen mehr oder minder klar, sogar einschließlich der offiziellen. Aber über gelegentliche Andeutungen in vereinzelten Reden ist man nicht hinausgegangen und die Taten entsprechen nicht einmal diesen bescheidenen Worten. Die Weitererhaltung der sögenannten ״Abteilung für Handel und Industrie“ (für die auch im neuen, erhöhten Budget nicht mehr als 1 °/00 desselben zur Verfügung steht) ist nichts als ein Verlegenheitsakt, von dem keinerlei praktische Wirkungen ausgehen können. Hier sollte sich die Agency loslösen von der Tradition der bürokratischen Maschinerie der Zionistischen Exekutive und, aus der Erkenntnis der vitalsten Bedürfnisse heraus, dem so überaus wichtigen Gebiet der privatwirtschaftlichen Betätigung in stärkerm Maße Aufmerksamkeit und Förderung widmen. Sie sollte in ihrer Agitation diesem Teil der Aufbauarbeit mit Nachdruck den gebührenden Platz einräumen. Ferner müßte sie besondere Organe schaffen, die in Wirtschaftlichem, unbürokratischen Geiste, von Sachverständnis getragen, die nötigem Vorarbeiten durchführen, um die Privatinitiative anzuregen und dem Kapital den Weg zu gesunden Unternehmungen in Palästina zu öffnen, Ich sagte vorhin: Die Jewish Agency wurde im rechten Augenblick geboren. Die Zionistische Organisation konnte sich nur an den engen Kreis ihrer Anhänger wenden, die nur zum geringen Teil so leistungsfähig sind, um einem solchen Appell Folge zu leisten. Anders ist es mit der Agency. Sie hat das Recht, die Gesamtheit des jüdischen Volkes zur Mitarbeit aufzurufen, und gewinnt dadurch die Möglichkeit, unvergleichlich reichere Geldmittel zum wirtschaftlichen Aufbau des jüdischen Palästina heranzuziehen. Hoffentlich ist kein Grund zur Besorgnis, daß ״der große Moment ein kleines Geschlecht findet“. v S Die Exekutive fordert NM Zertifikate Jerusalem, 21. Oktober. (J.f.A.) *Die ZlonistBcnd Exekutive hat der Palästina-Regierung Vorschläge betreffend Ausfolgung von 6000 Zertifikaten für neue Einwanderer unterbreitet und diese Vorschläge mit der augenblicklichen Arbeitsläge und dem Bedarf nach neuen Arbeitskräften begründet. Wie mitgeteilt wird, haben alle in den Monaten September und Oktober in das Land gekommene Chaluzim in verschiedenen Arbeitszweigen Beschäftigung gefunden. Ein Teil der Neueingewanderten sind beim Bau von Wegen zwischen den jüdischen Siedlungen beschäftigt. In Jerusalem besteht Mangel an Arbeitskräften. Aus allen Teilen des Landes laufen Forderungen wegen Zuteilung von Arbeitskräften ein, Eine Abordnung der arabischen Exekutive hat dem Oberkommissar Sir John Chancellor die Forderung unterbreitet, im Hinblick auf die ״politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse“ eine neue jüdische Einwanderung nicht zuzulassen, Chancellor hat aut diese Forderung eine Antwort nicht erteilt. Gegen die Boykottpropaganda Jerusalem, 22. Oktober. (J.T.A.) ״Offlclal Gazette“, das offizielle Organ der Palästfna-Regierunfl, veröffentlicht eine Regierungsverordnung In Angelegenheit der arabischen Boykott-Propaganda gegen die Juden, in der Polizei und Distrikts- Kommissariate instruiert werden, gegen Boykott-Agitatoren schärfste Maßnahmen anzuwenden. Rodarts Paläslinareise ar.- Paris, 20. Oktober. Die heutigen Pariser Blätter berichten: ״Der Senator des Departements Rhone, der frühere Minister Justin Godart, ist eben aus Palästina zurückgekehrt, wo er Nachforschungen über die Ursachen der blutigen Unruhen angestellt hat. Der französische Staatsmann hat alle jüdischen Kolonien, die Angriffen ausgesetzt waren, besucht; seine Untersuchungen erstreckten sich vor allem auf jene Punkte, an wechen die Ausschreitungen einen besonders heftigen Charakter angenommen hatten: Jerusalem, Safed, den Süden des Tiberias-Sees, Hebron und den Süden des Toten Meeres. — Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw hat zu Ehren Godarts ein Festessen veranstaltet. — Dieser hat sich nicht darauf beschränkt, Material über die Geschehnisse zu sammeln. Er ist auch mit allen Persönlichkeiten und allen Gruppen in Verbindung getreten, die ihm zvveckdienliehe Angaben über die Stimmung geben konnten. Godart hat nicht nur die Vertreter der zionistischen Organisationen und jüdischen Gemeinden angehört, er hatte auch wichtige Besprechungen mit dem Groß-Mufti von Jerusalern und den führenden Persönlichkeiten der arabischen und christlichen Komitees in Haifa und Jaffa. — Auf der Durchreise durch Alexandrien wurde Godart von König Fuad empfangen, der ihm eine lange Audienz gewährte. Justin Godart wird über das Ergebnis seiner Nachforschungen in Vorträgen berichten, deren Bedeutung für Frankreich mit Rücksicht auf die Nachbarschaft zwischen Syrien und Palästina jedermann klar ist.“ Godart, Präsident der ״France-Palestine“, ist durch seine politische Position berufen, in erheblicher Weise auf Stellungnähme von Regierung und öffentlicher Meinung In Frankreich gegenüber dem jüdischen Aufbauwerke Einfluß zu üben. Wir werden über die Feststellungen Godarts berichten. Der Anwalt der Palisttna-Regierung London, 22. Oktober. (J. T. A.) Herr Keneltn Preedy hat sich vom Flugplatz Croydon mittels Flugzeugs nach Palästina begeben, um dort die Palästina-Administration vor der britischen Untersuchungskommission, die in diesen Tages ihre Tätigkeit beginnt, zu vertreten.