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Jüdische Rundschau · 1929-09-06 · Heft 70 (6.9.1929) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 70 (6.9.1929)
Date
1929-09-06
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. TO, 6> IX. 1926 J0EDISCW« KURDStWW Sehe 491 Der Bericht von Mittwoch Am 4. d. M. gab das Britische Kolonialamt die folgende* Mitteilung über die Lage in Paliitlna heraus: Im Verlauf de» Dienstag herrschte in Palästina im alhre• meinen Ruhe, nur Im Morden fanden lokale Zwischenfalle statt. Ein Angriff von Arabern auf die Polizei-Baracken In Ch 1 ttI n , einer Jüdischen Kolonie acht Meilen westlich Tihcrias, wurde erfolgreich zurückgeschlagen. Ein leichteres Oefecht fand in der Nähe der Kolonie Jesod Hatnaalah, nördlich des Tiberias-Seea, statt, wobei einige AräbSr festgenommen wurden. Bei diesen Gefechten hatten die britischen Truppen keine Verluste. Die Haltung der transjordanischen Stämme wird im allgemeinen als zufriedenstellend angesehen; eine Ausnahme machen zwei kleine Stämme im Norden. Kairo, 4. September. (LT.A.) Vom Büro der I.T.A. in Jerusalem wird telephonisch nach Kairo mitgetellt, aaß ein großer Arabertrupp die jüdische Kolonie Chitrin bei Tiberias angegriffen hat, aber vom britischen Militär in die Flucht geschlagen wurde. Dabei wurden 12 Araber getötet und mehrere gefangen genommen. Öle jüdische Kolonie Kfar Ta bor (Mescha)in Untergaliläa wurde von Arabern angegriffen und ausgeraubt. Die Araber führten das Vieh der Kolonie mit sich fort. Unter den Arabern wird die Suche nach Waffen und nach geraubtem Oute fortgesetzt. In der Nacht zum Dienstag griff eine Horde Araber die von der Bevölkerung geräumte Jerusalemer Villenvorstadt Talpioth an. Das britische Militär schlug den Angriff zurück, Ein Angriff auf das benachbarte Sedschera wurde abgewehrt. Die Polizei griff sofort energisch ein, erreichte die Horde und brachte aas geraubte Out in die Kolonie zurück. Die Verhaftungen bei dem jüdischenSelbstschutz wurden auch gestern noch fortgesetzt. Am 4. September wird aus allen Teilen Palästinas Ruhe gemeldet Situationsberidit vom Dienstag London, 3. September. (J.T. A.) Das britische Kolonialamt gibt soeben die folgende Mitteilung heraus: In dem Gebiet nördlich von Safed machen sich Zeichen der Unruhe bemerkbar; in allen anderen Distrikten Palästinas herrscht im allgemeinen Ruhe. Britische Flugzeug-Staffeln in ansehnlicher Stärke führten gestern Demonstrationsflüge über den nördlichen und den nordöstlichen Gebieten Palästinas aus, wo — wie von dort berichtet wird — Immer noch bewaffnete Araber-Banden aus Syrien über die Grenze kommen. Die Gesamtverluste seit Beginn der Unruhen ln Palästina bis zum 31. August betragen: Getötet oder!!wen Verletzungen erlegen sind 83 Moslems, vier Christen, 109 Juden; verwundet in den Hospitälern liegen 122 Moslems, 10 Christen, 183 Juden. (Offenbar sind nicht alle jüdischen Opfer vom Safed, deren Zahl am 31. August noch nicht feststellbar war, in den obigen Ziffern enthalten. Ebenso dürfte die Zahl der getöteten und verletzten Mohammedaner viel zu niedrig angegeben sein. — A. d. R. ״J. R.“) Die Araber gegen Chancellor Jerusalem, 3. September. (J.T. A.) Prominente Araber Palästinas haben eine Erklärung erlassen, sie erachten den Inhalt der Proklamation des Oberkommissars Sir John Chancellor als SuBerst ungerecht gegenüber den Arabern,.well diese Proklamation ein Urteil spricht, bevor noch eine Untersuchung durchgeführt worden sei. Die arabische Exekutive hätte deshalb beschlossen, ihr Vorhaben, den High Commissioner um eine Unterredung zu ersuchen, aufaufzugeben; statt dessen sandten sie an das britische Kolonialamt in London einen telegraphischen Protest gegen die Proklamation. Arabische Kundgebungen verboten Kairo, 5. September. (J. T. A.) Nach einer telephonisehen Meldung des Büros der Jüdischen Telegraphen-Agentur in Jerusalem hat die Polizei in Jaffa und in mehreren anderen Orten Palästinas Versuche der Araber, Protestkundgehangen gegen die Proklamation Chancellors zu veranstalten, vereitelt Bei der Abwehr des erneuerten Angriffes der Araber auf Jessod Hamaalah durch britische Truppen wurden 14 Araber getötet In der Nähe von Semakh wurde eine Horde transjoraanischer Beduinen von Militär auseinandergetrieben, wobei die Beduinen Verluste hatten. In dem Dorfe Jawneel wurden 10 Juden, bei denen Waffen gefunden wurden, verhaftet Dr. J a s k i, der das medizinische Hilfswerk in Safed leitet, teilt mit, daß der Ruin der jüdischen Gemeinde von Safed unbeschreiblich sei. Die Brände sind noch nicht alle gelöscht Starker Verwesungsgeruch aus den niedergebrann• ten und zerstörten Häusern läßt darauf schließen, daß noch mehrere Tote unter den Trümmern liegen. Die Behörden von Hebron haben verboten, die Verstüm• melten und Getöteten zu photographieren. Die Frage des Selbstschntzes Jerusalem, 3. September, (J.T.A.) Die Proklatnatiop des Oberkommissars Sir John Chancellor, die durch Flugzeuge im ganzen Lande abgeworfen wurde, hat in Palästina starken Eindruck gemacht und hat im jüdischen Jischuw ein Gefühl der Erleichterung hervorgerufen. Am 2.. September hatten die Mitglieder des Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat Palästinas) abermals eine Unterredung mit dem High Commissioner über die Frage der Legalisierung des jüdischen Selbstschutzes. Der Waad Leumi wies auf die dem unteren •wie dem oberen Galiläa Immer noch drohenden Gefahren hin, sowie auf die unglücklichen Erfahrungen, die man mit der Entwaffnung des jüdischen Selbstschutzes in mehreren palästinensischen Orten gemacht hat. Der Waad Leumi ersuchte den High Commissioner, zu veranlassen, daß an die Kolonisten in den bedrohten jüdischen Kolonien des Nordens Waffen verteilt werden und daß die zahlreichen Juden, die noch in den Gefängnissen sitzen, weil sie im Besitz von Waffen, die sie zur Verteidigung ihres Lebens brauchten, befunden wurden, in Freiheit gesetzt werden. Der Oberkommissar erklärte er könne sich nicht entschließen, diesen Ersuchen stattzugeben. Im Beisan-Gebiet kam es am 2. September morgens zu einem schweren Zusammenstoß zwischen der g r i e c h 1 s c h* orthodoxen Kirche angehörenden Arabern und moslemischen Arabern. Die Zahl der Verluste auf beiden Seiten ist noch nicht bekannt Das Makkabttest In Litauen Der litauische Makkabl feierte sein 10 jähriges Jubiläum mit einem großen Treffen aller litauischen Makkabim in Kowno. Es war das erste Fest dieser Art. Der Erfolg war durchschlagend. Besonders imposant gestaltete sich der Marsch durch die Straßen, der eine« großen Eindruck auf die jüdische Bevölkerung Kownos machte. An dem Aufmarsch beteiligten sich zirka 800 Makkabim, die in disziplinierten Reihen, unter Vorantragung von Fahnen und unter den Klängen einer Musik, kapelle die belebtesten Straßen der Stadt durchzogen. Auf dem Sportplätze fand eine große Feier statt, die durch die Rede des Vorsitzenden des Litauischen Makkabikreises, des Redakteurs der ״Jüdischen Stimme“, R. Rubinstein, eingeleitet wurde, ln schwungvollen Worten würdigte er in hebräischer, litauischer und jüdischer Sprache die großen Aufgaben des Makkabl. Es begrüßten ferner der Vorsitzende der litauischen Sportliga, das Mitglied der Kownoer Stadtverwaltung, Ingenieur Roginsky, im Namen des Zionistischen Landes-Komitees Dr. Josef Berger, und im Namen des Ose Dr. Bludz. Die sportlichen Leistungen brachten ausgezeichnete Resuitäte. Die turnerischen Massen-Freiübungen ninterließen einen starken Eindruck. Ke Leitung des Sportprogrammes lag in den Händen des Sportreferenten des Landeskreises Davicf Heller• mann. Mit dieser Veranstaltung treten der Litauische Makkabi, besonders sein stärkster Verein, Makkabi-Kowno in eine neue Periode des Aufstiegs. Das Präsidium des Makkabi-Weitverbandes, das leider verhindert war, selbst teilzunehmen, sandte ein herzliches Begrüßungstelegramm. Schauturnen des Makkabi-Podivin (Tschechoslowakei). Zur Feier »eines zehnjährigen Bestehen» veranstaltete am Sonntag, dem 18. August, der Makkabi in Podivin ein Schauturnen, das ebenso wohlgelungen, wie eindrucksvoll war. An dem großen Aufmarsch nahmen teil die Makkabi-Vereine: Brünn, Ung.-Hradisch. Lundenbürg, Olrmitz, Nikolsburg, Pohrütz, Kremeier, Mähr.-Ostrau, Znaim, Ung.-Brod, Straznice und Bratislava. Die jüdische und nichtjüdische Bevölkerung nahm die jüdischen Turner begeistert auf. E» war sicherlieh die größte turnerische Demonstration, die jemal» an diesem Orte staufand. Außer einer Herd-Gedenkfeier im überfüllten Tempel erfolgte ein Feslzug mit klingendem Spiel durch die Stadt. Hervorruheben vom Sportfest sind die Freiübungen der Zöglinge, Sonder- Vorführung der Makkabi-Vereine Podivin, Ung.-Hradisch, Brünn, und die exakte Wiederholung der Freiübungen vom großen Mähr.- Ostrauer Fest. Dieses Fest in Podivin kann als weiterer Schritt der sich ständig ausbreitenden Makkabi-Idee, als Folge von Mähr.- Ostrau angesehen werden. Der Makkabi-Hazair, der sich unter der Führung von Leo Lederer geschlossen beteiligte, fiel durch seine ausgezeichnete Disziplin auf. Große Erfolge der jüdischen Schwimmer bei den tschechoslowakischen Meisterschaften in Bratislava, Vom 3. bis 4. August fanden die tschechoslowakischen Schwimmeisterschaf ten in Bratislava statt. Trotz des ungünstig#! Wetters wurden außerordentlich günstige Erfolge erzielt. Frl. Hansel (Bar Kocha Brünn) gelang es, den Rekord im 200-m-Brustschwimmen zu unterbieten und in dieser Strecke, sowie im lOO-m-Brustscbwimmen den Meistertitel zu erreichen. Eine einzig dastehende Leistung vollbrachte Getreuer (Hagibor-Prag), der seinem Verein zum Rekordsieg in 4 X aoo-m-Freistilstaffel ■verhalf. Getreuer übernahm mit 7 m Verlust als letzter Mann seiner Staffel. Es gelang ihm bereits, nach vier Längen diesen Verlust aufzuholen und in den letzten zwei Längen mit 6 m Vorsprung den sicheren Sieg in •Rekordzeit zu erzielen: Diese Staffel wurde von Hagibor-Prag in der Zeit vor» 10:36,6 mit Unterbietung von 9,4 Sekunden des Rekordes gewonnen. Ballacz (Hagibor-Prag) wurde Meister in Kunstspringen. Oesterreich. Wien. Das Makkabi-Sommerlager, das zum ersten Male vor zwei Jahren in Blensko-Macocha veranstaltet worden war, fand dieses Jahr in Burgau (Steiermark) statt. Es wurde, was besonders hervorgehoben werden muß, von der dortigen Bevölkerung tatkräftig unterstützt, indem die Volksschule im Schloß des Ortes zur Verfügung gestellt wurde. Zunächst wurden die Jüngeren (n bis!4 Jahre) in einer Siedlung zusammengefaßt. Es wurden Lieder gelehrt, Morsen, täglich irgendein jüdisches Thema besprochen, abends wurde oft gelesen (Ewald, Paasche: Lukanga Mukara, Ilerzl, Trumpeldor, Bibel u. a ), Sonnenaufgangswanderungen, Lagerfeuer, ein Heidelbeerwettsuchen, eine Fuchsjagd veranstaltet; Baden und Waldspatiergänge vervollständigten das Programm. Dieser erste Teil der Lageraktion dauerte drei Wochen. Anschließend fand das Lager der Aelteren (16 bis 19 Jahre) statt, das von fünf Makkabim geleitet wurde, die die Lagerteilnehmer aus ihrer Mitte gewählt hatten. Das Programm war sehr reichhaltig. Fünf hebräische Kurse wurden durchgeführt, um jedem Grad von Können Gelegenheit zum Lernen zu geben. Außerdem gab es Scouting-Kurse, Vortragsreihen über zionistische Aktualia, Sozialismus, Turntechnisches und Körperkultur, ferner Freiübungen, Wasserspringen, Spiele, auch Fußballspiele, Lieder, Theaterstücke, Ausflüge und sonstiges, Ernst und Scherz, wie sie im Beisammensein Jugendlicher in einem Sommerlager entstehen. — Das Lager stand unter dem Eindruck des letzten Makkabi-Kongresses in Mähr.-Ostrau, an dem alle teil^enominen hatten, sowie unter dem Einfluß des Zionisten-Kongresses in Zürich, dessen Protokolle (Kongreß-Zeitung) Gelegenheit zu eingehenden Erläuterungen und Diskussionen gaben. Polen. Makkabi Bielsko sucht einen tüchtigen Turnlehrer, Einreiseerlaubnis und wirtschaftliche Sicherheiten übernimmt der genannte Verein. Schweiz. Basel. Das Sportfest auf dem Neufeld in Bern konnte unter erfreulich starker Teilnahme der Verbandsvereine durchgeführt werden. Vormittag fand eine Vertreterversammlung statt, an der die Delegierten folgender Vereine teilnahmen: J. T. V. Basel, J.T.V. Zürich, Club Sportif Israelite de Gen&ve, Verein ״Iail" Lausänne. S.C. Hatikwah Biel, Wanderbund Blau-Weiß Basel und Wanderbund Blau-Weiß Bern. Im wesentlichen standen zur Erörterung die Fragen, die durch die Erweiterung des Tum- und Sportverbande» zum Schweizerischen Jüdischen Jugendverband aufgerollt waren. Am Nachmittag fanden die Wettspiele statt mit folgendem Ergebnis de* Handballturniers: Zürich—Bern 4: o, Basel I—Genf 5: o, Basel II— Zürich 0:3, Genf—Bern 0:1 (Freundschaftsspiel). Den Wanderbeeber gewannen di* Züricher Damen. Nach Schluß der Spiele fand eine Zusammenkunft aller Teilnehmer im Saal der ״Inneren Enge" statt. Es apraehen u. a. der Vertreter der ״Union Bern" und der Vorsitzende der Zionistischen Ortsgruppe Bern, Dr. Stender, und schließlich der Leiter des Schweizerischen Makkabiverbandes, Blum, Basel. Mit dem Absingen der Hatikwah wurde die Versammlung geschlossen. Deutscher Kreis Bar Kochba Hannover (Makkabl-Monat). Mit Rücksicht auf die Ereignisse in Palästina hatte der Bar Kochba Hannover natürlich die weiter angesetzten Veranstaltungen (Liederabend, Festball uw.) abgesagt. Dagegen fand am Sonntag, dem 1. September, im großen Saal des alten Rathauses eine öffentliche Kundgebung statt, Schon lange vor Beginn der Veranstaltung mußten die Saaltüren wegen Ueberfüllung geschlossen werden, Herr Dr. Fritz Löwenstein aus Jerusalem und Herr Direktor Georg Kareski aus Berlin sprachen sehr eindrucksvoll über die in Palästina zu ergreifenden Maßnahmen. Außerdem gelangte eine Resolution einstimmig zur Annahme, die das Verhältnis der englischen Verwaltung in PallstüM aufs schwerste verurteilt und die die Bestrafung der Schuldigen fordert. Oberkantor Alter leitete mit einem Vortrag von El mole raebamim die Kundgetan« wirkungsvoll ein. Der Bar Kochba-Chor •011101 die Wirkung»- voll# Veranstaltung mit den Liedern: Schwuah und Hatikwah, die von der Versammlung stehend mitgesungeo wurde. JublHams-Sportfest des Bar Kochba Hannover. Am letzten Sonntag veranstaltete der Bar Kochba Hannover einen nationalen Staffeltag, in dem der Bar Kochba Berlin gegen die besten hannoverschen Sportvereine antrat. Schauplatz der Wettkämpfe war das Hindenburg-Stadion, wo im Hinblick auf die traurigen Ewignisie in PaläsUna die blau-weiße Flagge auf Halbmast wehte. — Die Berliner Kampfmannschaft präsentierte sich in auigewiehneter Verfassung. Alle fünf ausgeschriebenen Staffeln konnte sie, wenn auch nach hartem Kampfe, gewinnen. Die 4X 100 m wurde in der bekannten Aufstellung: Gerber, Kurz I, Kurs II, Lewin in 43 Sek. gewonnen. In den 4 X 400 in entspann sich ein harter Kampf zwischen Bar Kochba Berlin und Hannover 96. Obgleich die Berliner schon mit ihrem Startmann Rosenthal in Führung ’ging•« und Gerber einen kleinen Vorsprung horauslief, mußten Jakl und Bergmann hart kämpfen, um als Sieger das Rennen *u beenden. Die Hirt» des Rennens wird dadurch gekennzeichnet, daß jeder Läufer beider Mannschaften unter 5a Sek. lief. In der Sch wodenstaff el gab über 400 m der beste Hannoveraner dem Bar Koebbaner Eger das Nachschon, jedoch konnte Kurz I bereits den ganzen Rückstand aufholen und Braun und Löwin konnten auch diese Staffel sum Siege führen. Die 3 X tooo-m-Staffel wurde in der Aufstellung Janklowitz, Kat* lind Bergmann eine überlegene Beute der Berliner. Die abschließende סו X Vs-Bundenstaffe! sah noch einmal einen harten Kampf, obgleich der Bar Kochba Berlin von Anfang an die Führung inne hatte. Auch diese Staffel wurde schließlich gewonnen. — Die gleichzeitig ausgetragenen Meisterschaften des Norddeutschen Makkabi-Bezirks sahen den Bar Kochba Hamburg erfolgreich, der u. a. die Ilugo-Goldschmidt- Gedenkstaffel gewann, und deren erfolgreichster Einzelkämpfer Sonneureich war. H. E. Bar Kochba Berlin. Am kommenden Sonntag beteiligt sich der Bar Kochba am Asseburg-Memorial des V. R.A. V. Jeder Verein der A-Klaasc muß hierbei 50 Teilnehmer stellen, die in den versebiedenen Spezialiibungen antreten müssen. Wenngleich der Bar Kochba Berlin in diesem Jahre noch keine Aussicht auf Erfolg hat, so beteiligt er sich doch am Asseburg-Momorial, um einer größeren Anzahl seiner Mitglieder Gelegenheit zum Wettkampf zu geben. — Ara 15. September finden wie im Vorjahre die Wemer-Stein-Gedenkkämpfe statt, hei welchen die Jugendlichen des Bar Kochba ihr Können zeigen werden. Bar Kochba Berlin. Herzi-Gedenkfeier. Am Sonntag, dem 3a. September, findet im Harmoniumsaal, Steglitzer Straße, die diesjährige Ilerzl-Feier dos Bar Kochba Berlin statt. Bar Kochba Danzig. Bei den Freistaet-Meisterschaftan _ am 35. August auf der Kampfbahn wurde Entin mit 54,3 Sek. Dritter im 40o-m-Lauf. Er erreichte fast dieselbe Zeit wie der alt» Freistaatmeister, der nur »/tn Sek. besser lief. Unsere Damen machten uns wiederum Ehre. Durch Lydia Pines kamen wir zu zwei Meisterschäften, und zwar im 100-m-Lauf mit 13,8 Sek. und im Weiteprung mit 4,58 m. Rosa Margulies wurde zweite Meisterin im Diskuswerfen mit 33 m. Bar Kochba Duisburg. ״Vorwärts" Mülheim-Dümpten — Bar Kochba Duisburg 3:1. Ara Sonntag, dem 25. August, weilten die Duisburger Bar Kochbaner in Mülheim zu Gast. Wer von den Duisburgern mit einer hohen Niederlage gegen den spielstarken Gegner rechnete, wurde angenehm überrascht. Es wurde auf beiden Seiten ein schönes, schnelles Spiel vorgeführt. Dem besseren Kombination»- spiel der Mülheimer setzten die Bar Kochbaner einen riesigen Eifer entgegen, so das Minus etwas ausgleichend. Glänzend bewährte sich die Duisburger Hintermannschaft, die durch ihr aufopferndes Spiel eine höhere Niederlage verhinderte. Immer noch etwa» unentschlossen spielte der Sturm, der dadurch so manche Torgelegenheit ausließ. Im übrigen war der Sieg der Mülheimer verdient und da» Resultat dem Spielverlauf entsprechend. Justro. Bar Kochba Mannheim. Wir veranstalten am 15. September 1939 im Stadion zu Mannheim unser 1. Sportfest der Jüdischon Jugend, wozu wir Einladungen an sämtliche Jugendbünde und Vereine Süddeutschlands gesandt haben. Wir versprechen uns eine recht große Werbevcranstaltung und hoffen auf recht zahlreiche Beteiligung. Am 8. September 1929 werden wir auch das Sportfest unseres Brudervereina in Frankfurt a. M. besuchen, wozu wir 28 Teilnehmer gemeldet, sowie 55 Einzel- und 8 Staffelmeldungon abgegeben haben. Wir hoffen, auch auf diesen! Spqptfest erfolgreich bestehen zu können und uns i n dem ausgetragenen Klubkampf mit zu plazieren. ״Der Makkabi“, Heft .9, September, ist erschienen. Aua dem Inhalt: N. K.: Lo nelech mi poh. — Stefan Zweig: Zu Theodor Herds Todestag. — Heinrich Loewe: Otto Warburg. — Dr. A. Roaenfeld: Eindrücke vom XVI. Zlonisten-Kongreß. —• Hans Eger: Frauengport und Wettkampf. — Fritz Mautner: Ist das jüdischer Sport? Eine Kritik des Verfassungs-Sportfestes. — Zehn Jahre Bar Kochba Hannover. — Gründung des Bar Kochba Duisburg, — Aus dem Blakkabi-Weltverband. — Jugendspiegel: Heinz Milwidskv: Viertln- Herfahrt des Bar Kochba Hazair Berlin usw. Vermischtes Rundfunk-Vortrag. Fritz Naphtaii spricht am Sonnabend, dem 7. September, 4 Uhr nachmittags, int Rundfunk über die Vorgänge in Palästina. בבית־העם! הועדה לעבודה בין הגוער שע״׳י ביר,"ע עורכת במודאי שבת״ד. לם8ט., בשעה 9 בערב שוחה בשביל המתקדמים בעברית על הנושא: המאורעות באריז ישראל הפותחים בשיחה: ו. לוין, הוח־יץ. im Beth Am, Grolmanstr. 36. Die Kommission für Jugendarbeit veranstaltet am Sonnabend, dein 7. September, 9 Uhr abends, eine Aussprache für Fortgeschrittene in der hebräischen Sprache über das Thema: Die Ereignisse in Palästina. Eröffnung: N. Lewin, Hurwitz. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise. Einem Elektro-Ingenieur oder Elektro-Physiker mit guten meßtechnischen Kenntnissen kann eine Stellung in Süddeutschland nachgewiesen werden. — Des weiteren haben wir eine Stelle für einen Lack- Chemiker oder -Techniker in Westdeutschland zu besetzen. — Arbeitegemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Abteilung für Akademiker, Berlin N., Augustatr. 17 (Tel. Norden 7085—7087 und g!30). Der Verein ״Neustadt b. Pinne“ setzt seinen im Weltkriege gefallenen Söhnen ein Ehrendenkmal. Die Enthüllung findet am 32. September 1939, nachmittags 3 Uhr, auf dem jüdischen Friedhof in Weißensoe statt. Der Verein selbst, Handwerker JSd. Glaubens, E. V, zu Berlin, Geschäftsstelle NO 18, Gr. Frankfurter Str. 80/81, veranstaltet gemeinsam mit seiner Frauengruppe und dem Lehrlingsverein anläßlich einer am Montag, dem 9. September 1929, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus, Rosen» tr. 3/4, statt findenden außerordentlichen Generalversammlung einen Vortragsabend. Herr Rabbiner Dr. Alexander behandelt das Thema ״Was bedeutet uns heute noch Moses Mendelssohn?" V. E. S. der Knabenschule der jüd, Gemeinde, gegr. 1900, E.V. (Geschäftsstelle: Elsässer Str. 9; Norden 1651). Sonnabend, 7. September, 31 Uhr, Bierabend im Restaurant Metropol, Rosenthaler Str. 1a. Anmeldung«» zur Teilnahme bis S. September (Go•

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