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Jüdische Rundschau · 1929-09-03 · Heft 69 (3.9.1929) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 69 (3.9.1929)
Date
1929-09-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 09, 3. IX. 1929 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 447 Jüdische Kundgebungen ln den letzten Tagen wurden In allen jüdischen Zentren große jüdische Kundgebungen abgehalten, die eu den Ereignissen in Palästina Stellung nahmen. Die nachfolgenden Nachrichten geben ein Bild dieser spontanen jüdischen Volksbewegung, die keine Bewegung des ״Protestes“ allein ist, sondern, wie schon jetzt die Taten beweisen, eine Bewegung für ״Hilfe und Aufbau“ (wie auch die Berliner Parole lautet). Die indische Massenversammlung in New York Eine Botschaft Hoovers. — Senator Borah als Redner. New Yok, 30. August. (J. T. A.) Im Madison Square Garden zu New York, der mehr als 25000 Personen faßt, wurde eine Massenversammlung der New Yorker Juden abgehalten, um gegen die Vorgänge in Palästina und gegen das Verhalten der britischen Administration vor den und während der Unruhen zu protestieren. Den Vorsitz führte Samuel Untermyer. Zu Beginn der Versammlung wurde eine Botschaft des Präsidenten Hoover an die Versammelten verlesen. Präsident Hoover erklärt, daß die Regierung der Vereinigten Staaten durch die Ereignisse in Palästina tief beunruhigt ist. Er, der Präsident, ist dahin informiert, daß die britische Regierung strenge Maßnahmen unternimmt, um die Ruhe und die Sicherheit in Palästina wiederherzustellen. Die Ausbrüche des Fanatismus in Palästina sind eine schwere Belastung. Ich hege aber die Hoffnung, schließt die Botschaft des Präsidenten Hoover, daß aus diesen tragischen Ereignissen eine erhöhte Sicherheit und Festigkeit für die Zukunft Palästinas und für die jüdische Heimstätte erreicht werden wird. Borahs Kritik der Mandatar-Macht. Senator Borah, Vorsitzender des Komitees für auswärtige Angelegenheiten im Senat, war einer der Hauptredner der Ver- Sammlung. Borah erklärte, die bestialischen Taten gegen die Juden in Palästina werden schwer lasten auf dem schuldbeladenen Gewissen derjenigen, die für diese Taten verantwortlich sind. Man muß sich jetzt fragen, ob Palästina das j ü - dische National heim wird, wie es versprochen und bekräftigt wurde, oder eine internationale Schamlosigkeit? Die Ereignisse in Palästina haben ein Schwindcndesenglischcn Prestiges zur Folge. Die Aufgabe zur Begründung der jüdischen Heimstätte in Palästina wurde von Großbritannien nicht richtig verstanden. Es muß nun anders werden. Nach Senator Borah sprachen Samuel Untermyer, der Vizegouverneur des Staates New York, Oberst Herbert Lehman, der Leiter der United Jewish Campaign, David A. Br.own, Max; Shulma», Rabbiner MargtiLt•es u; a. m. Die Worte der Redner machten einen tiefen Eindruck auf die fünfundzwangzigtausendköpfige Versammlung. Prominente amerikanische Juden haben sich zu einem Komitee für Schaffung eines Nothilfsfonds für Palästina zusammengetan. Julius Rosen wald in Chikago erklärte sich bereit, die ihm angebotene Ehrenpräsidentschaft des Fonds anzunehmen. Dem Komitee gehören noch an Nathan Straus, sowie die gegenwärtig in Europa weilenden Herren Felix M. W a r b u r g und Louis M a r s h a 11. Die Versammlung in Albert Hall London, 1. September. (J. T. A.) In der heutigen Massenkundgebung in der Albert Hall waren 15 000 Menschen versammelt. Eine fast gleiche Zahl forderte von der Straße aus vergeblich Einlaß, es herrschte eine fürchterliche Enge. Den Vorsitz führte Lord Melc'nett. Reden hielten Chief Rabbi Hertz, d’A vigdor-Goldsmid, Louis Lipsky, Weiz mann,Sach er, Wedgwood und Arlosoroff. Es wurde ein besonderes Trauergebet gesprochen, das von der Versammlung stehend angehört wurde, Begrüßungsschreiben liefen ein u. a. von General Sir George Macdonogh, dem Vorsitzenden der ״Palestine Mandate Society“, der die tiefe Sympathie mit der Judenheit der gesamten Welt zum Ausdruck brachte und der Hoffnung Ausdruck verlieh, daß die Regierung schleunigst die Ordnung wiederherstelle und völlige Sicherheit für das jüdische Volk schaffe, ebenso die völlige Freiheit des Gottesdienstes vor der Klagemauer. Er verlangt eine genaue Untersuchung der Vorkommnisse und erklärt im Namen der Gesellschaft, daß diese ihre Bemühungen verdoppeln wird, um bei der britischen Regierung die Durchführung der jüdischen Ansprüche zu erreichen. Lord Reading gibt der Entrüstung über die Schreckenstaten Ausdruck; die ganze zivilisierte Welt, nicht nur die Juden, würde sich gegen die schrecklichen Massaker wenden. Bestürzung herrschte über die Unfähigkeit der Regierung, die jüdische Bevölkerung die sich auf die Erklärungen der Regierung verlassen hatte zu schützen. Auch Reading verlangt eine unabhängige Untersuchungskommission und prompte Maßnahmen, daß das Man• dat tatsächlich peinlich beachtet werde. Er halte es für sicher, daß die Regierung die Gefahr der Lage erkannt habe und ohne Zögern die notwendigen Schritte ergreife, um die Lage zu beherrschen. Er vertraue darauf, daß das gesamte britische Volk — unabhängig von der Parteistellung eines jeden einzelnen — seine Unterstützungen gewähren werde zu einer getreuen Einhaltung des Mandates und Aufrechtcrhaltung des guten Rufes der britischen Regierung. Die Juden würden dann der Zukunft, trotz der schrecklichen Erfahrungen, mit Vertrauen entgegensehen und würden das Aufbauwerk von Palästina in Ruhe und entschlossenem Mute weiterführen. Viscount Robert Cecil bedauert, daß er infolge seiner notwendigen Anwesenheit in Genf nicht an der Versammlung teilnehmen könne. Er schließt sich dem Ausdruck der größten Entrüstung über die in Palästina vorgekommenen Ereignisse an. General Smuts warnt vor Streitigkeiten untereinander während der schreckliehen Katastrophe; er sagt, daß das British Empire der beste Freund einer Politik der Nationalen Heimstätte bleibe und daß er überzeugt sei, daß die letzten furchtbaren Ereignisse diese Politik noch stärken und kräftiger als je die Interessen der Juden verfolgen und sicherstellen werden. Ormsby Gore drückt seine Entrüstung über die barbarischen Taten aus und bemerkt, daß der Angriff von ״sogenannten Arabern“ auf ihre jüdischen Landsleute eindeutig organisiert und vorbereitet war, um die Zivilisation zu erschüttern, denn die Brutalität der Angriffe sei entsetzlich. Er hofft, daß die Tragödie nicht eine Schwäche von seiten der Regierung herbeiführen wird und daß in Zukunft die in Palästina stationierten britischen Truppen dort die ״Pax Brittanica“ aufrechterhalten werden und dafür sorgen werden, daß die Balfour-Deklaration ausgeführt werde. Vor allem wünschen wir keinerlei Unterhaltung mehr über par- Iamentarische oder Selbstverwaltungseinrichtungen in Palästina. Sir Robert Waley-Cohen schreibt, man müsse von der Regierung sofort völlige Wiedergutmachung gegenüber den Ueberlebenden der Tragödie und Sicherung der Zukunft verlangen, für die, welche auf Britannien vertraut hätten. Weitere Botschaften liefen ein von Montefiore, dem Dekan von Durham, Sokolow usw. Lipsky verlas im An- Schluß daran noch eine Botschaft des Cardinal Hayes, lllllllllilllllllllllllllllflllllllllllllillllllfllllllllllim Einsteins Brief An den Berlin, 31. August 1929. Vorsitzenden der Jüdischen Kundgebung Sehr geehrter Herr Vorsitzender, zu meinem Bedauern außer Stande, an der heutigen Kundgebung persönlich teilzunehmen, bitte ich Sie, der Versammlung den Ausdruck meiner Sympathie zu übermittein. Erschüttert durch die tragische Katastrophe in Paläsliria hat die Judenheit jetzt zu zeigen, daß sie der großen Aufgabe, die sie auf sich genommen hat, auch wirklich gewachsen ist. Zuerst spreche ich die Selbstverständlichkeit atu, daß unsere Ergebenheit für die große Sache und unsere Entsehlossenheii, das friedliche Aufbauwerk weiterznf Uhren, durch solche Rückschläge nicht im geringsten wankend gemacht werden wird. )Vas aber muß geschehen, um der Wiederholung soleher traufttfeis‘:’Bfditfni$’M ifVZ'äKunft vofzüSeUgen? Das Erste und Wichtigste ist die Schaffung einer solrhen Form des Zusammenlebens mit dem arabischen Volk, bei der die — vielleicht unvermeidlichen — Reibungen durch organisierte Kooperation überwunden werden, so daß sich die Konfliktstoffe nicht in gefahrdrohender )Vcise ansammeln können. Durch den Mangel des natürliehen Kontaktes im täglichen Leben wird notwendig eine Atmosphäre der gegenseitigen Furcht und des Mißtrauens geschaffen, die derartige bedauerliche Entladungen der Leidenschaft begünstigt. Wir Juden haben vor allem zu zeigen, daß wir in den schweren Zeiten unserer Vergangenheit soviel Verständnis und so viel psychologische Erfahrung erlangt haben, daß wir diesem psychologischen und organisatorischen Problem gewachsen sind, zumal es sich bei dem Zusammenleben des jüdischen und des arabischen Volkes in Palästina keineswegs um uniiberbrückbare Gegensätze handelt. Hüten wir uns also vor allem vor einem blindmachenden Chauvinismus jeder Art und mögen wir nicht glauben, daß Vernunft und Verständnis durch englische Polizei-Bajonette ersetzbar sind. Eines aber müssen wir von der M andatar macht, der das Wohl des Landes anverlraut ist, unbedingt fordem: daß Einrichtungen für die Sicherheit friedlich arbeitender Menschen im Lande gefunden werden, welche einerseits der dispersen Verteilung der jüdischen Siedlungen gerecht werden, andererseits zugleich im Sinne einer Ueberbrückung der nationalen Gegensätze zu wirken im- Stande sind, wobei selbstverständlich ist, daß eine entsprechende Beteiligung von Juden am Sicherheitsdienst gesichert wird. Es kann der Mandalarmacht der Vorwurf nicht erspart werden, daß sie dieser Pflicht nicht in ausreichendem Maße nachgekommen ist, ganz abgesehen da- 1'0n, daß sich die maßgebenden Instanzen über die wirkliehe Lage im Lande getäuscht haben. Die größte Gefahr der gegenwärtigen Situation liegt darin, daß blinder Chauvinismus in unseren Reihen an Boden gewinnen könnte. So sehr wir auch für die Verteidigung unseres Lehens und unseres Eigentums einstehen, dürfen wir aber keinen Augenblick vergessen, daß unsere nationale Aufgabe in ihrem Kern eine übemalionale ist, und daß die Kraft, der ganzen Bewegung auf ihrem ethischen Wert beruht und mit ihm steht und fällt. Mögen alle Freunde des jüdischen Palästinawerl:es in dieser Gesinnung verharren, und in diesem Geiste ihre Anslrengungen vervielfachen und ihre besten Kräfte in den Dienst der großen und heiligen Sache stellen. Za diesem Ziele mögen auch die heutigen Versammlungen der Berliner Judenschaft beilragen. Mit vorzüglicher Hochachtung A. Einstein. Dr. Welzmaitn erklärte, er sei überzeugt, daß die Regierung sich ihrer Verantwortung völlig bewußt sei und entschlossen ist, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Er besteht auf einer genauen U n t e rsuchung, und zwar nicht nur über die Verantwortung am Ausbruch der Ereignisse, sondern besonders auch über die Durchführung der M a n cl a t s p o I i t i k. Er sagt, daß die wiederholten Anstrengungen der Araber, durch Gewaltanwendung das entstehende Jüdische Nationalheim zu vernichten von dem Versagen der britischen Politik herriihre, den Arabern klarzumachen, daß hinter der Politik der 11 n e r - s c h ü 11 e r f i c h e W i I f c der Mandatarmacht stünde. Das jüdische Volk würde nicht wanken in seinen Anstrcngungen, sondern das Tempo seiner Arbeit beschleunigen. Lord Melchett sagte unter anderem, man könne ihm nicht vormachen, daß die Administration Palästinas nicht gewußt haben soll, was im Lande gärt. Das Versagen der dortigen Administration hat den Glauben der ganzen Welt an Großbritanniens Herrschaft in Palästina erschüttert. Ohne Palästina kann aber keine Rede sein von der Sicherheit des Empire. Die Schwäche in Palästina ist ein Signal der Revolte gegen die Herrschaft Britanniens in allen seinen Besitzungen überall in der Welt, hauptsächlich im Nahen Osten, und in erster Reihe nach den letzten Ereignissen in Aegypten. Redner kritisiert das Verhältnis der Palästina-Regierung mit den schärfsten Ausdrücken und sagt, das, was die Juden in zehn Jahren aufgebaut haben, sei zügellos vernichtet worden von Räubern und Mördern. Es scheint, daß die britische Regierung ihre Pflichten mißversteht, die ihr als Mandatarregierung auferlegt worden sind. Ihre Pflicht dort ist nicht nur den Frieden im Lande aufrechtzuerhalten, sondern sie muß aktiv teilnehmen an der Errichtung des Jüdischen Nationalheims. ״Ich habe“, sagt Lord Melchett, ״nie von einer so absurden und lächerlichen Situation gehört, als daß die Politik der Balföur-Deklaration ausgeführt werden soll von Leuten, die nicht nur dieser Politik unsympathisch gegenüberstehen, sondem auch aktiv in Opposition zu ihr stehen. Ich appelliere an die britische öffentliche Meinung und an die britische Gerechtigkeit, ihr Ehrenwort zu halten. Trotz dem Rückschlag ist das jüdische Volk entschlossen, das Nationalheim mit größerer Entschlossenheit unef mit verdoppelter Anstrengung aufzubauen. Diese Arbeit aber muß 'gegründet sein auf Sicherheit und Vertrauen.“ Chiefrabbi Hertz führte aus, das was in Palästina passierte, sei unglaublich und vergleichbar mit dem grausamen Gemetzel der Kreuzfahrer. Wir sollen diesmal die Trommel des Patriotismus nicht schlagen, sondern die Wahrheit sprechen. Was in Palästina geschehen ist, erinnert an die russischen Pogrome. Redner beschuldigt die Regierung der Unfreundlichkeit, Unfähigkeit, schlechten Verwaltung und Wankelmütigkeit. Bis jetzt war es unerhört, daß di« britische Regierung sich vor Drohungen beugte, wie es die Palästinaregierung getan hat. Zur Frage der Klagemauer übergehend, sagte der Redner, daß deren Steine scharr existierten 1500 Jahre vor dem MohammetfänSmus. Während Jahrhunderte standen die Juden vor dieser Mauer in Gottesverehrung, ohne belästigt zu werden. Ehe Unruhen begannen dort erst 192t. An Stelle der heute Getöteten und für jeden, der in der Zukunft getötet wird, werden am nächsten Tage Tausende kommen. Wir sind hier versammelt, nicht nur unsere Toten zu betrauern, sondern auch die Verletzung des Gelübdes durch England. D’Avlgdor Goldsmid, der Präsident des Jewish Board of Deputies und Vertreter det britischen Judenheit in der Jewish Agency, erklärte, daß die jüdischen Rechte an der Klagemauer unter dem Kriegszustand begrenzt worden seien. Es sei beschämend für Großbritannien, daß das Kriegsrecht zum Status quo gemacht worden sei, aber keinerlei Macht oder Uebelwollen kann unsere erfolgreiche Bestrebungen in Palästina zunichte machen. Dr. Moses Gasfer, Der Reverend der sephardischen Gemeinde, der vollständig erblindet ist, wurde zur Plattform geführt. Es sei eine Tragik, führt er aus, daran zu denken, daß eine Woche nach Gründung der Agency diese Vorkommnisse eintreten konnten. Wohin sollen die palästinensischen Juden, wenn sie in Erez-lsrael getötet werden. Im Galuth sind alle Grenzen geschlossen, von Palästina gibt cs nur einen Weg; ins'Meer. Wir sind der Sündenbock der verborgenen Pläne gegen das British Empire. Wir werden die Klagemauer nicht aufgeben. Wir müssen ein verdoppeltes Verantwortlichkeitsgefühl bezeugen trotz aller Rückschläge, und werden Palästina zum Nationalheim unseres Volkes machen. Unterhausmitglied Colonel Wedgwood, mit einer stürmischen Ovation empfangen, erklärte, wenn er ein Jude wäre, so fiele es ihm leichter, auf dieser Plattform zu sprechen, aber als Christ und britischer Bürger möchte er sagen: Lord Melchett hat gesagt, daß der Schlüssel zum englischen Empire Englands Ehre ist. Wenn waffenlose Juden nach Palästina im Vertrauen auf England gehen, so ist der Schlüssel in Gefahr. Es ist unmöglich, daran zu glauben, daß es wahr sein könnte, kein Engländer, der irgendeinen Rang in der britisehen Regierung bekleidet, kann solche Feigheit gutheißen. Der gegenwärtige Streit spielt sich jetzt zwischen Juden und der britischen Verwaltung ab und nicht zwischen Juden und Arabern. Es handelt sich nicht tim einen religiösen, sondern um einen politischen Kampf. Palästina koste den britischen Steuerzahlern nichts, es zahlt seine eigenen Bedürfnisse und bringt noch Vorteile. Die jüdische Polizei in Palästina war die einzige, die die Befehle ausgeführt hat. Wir sind des Lippendienstes satt und wollen Taten sehen. Wir verlangen eine bewaffnete jüdi sc 11c Polizei , die den Frieden erhalten soll. Wedgwood erinnerte an die Vorgänge im Jahre 1920 und verglich sie mit den jetzigen. Er möchte eine geeignete jüdische Front von San Francisco bis Shanghai sehen, die mit machtvoller Stimme Gerechtigkeit für das jüdische Volk und die Erfüllung des von England gegebenen Versprechens verlangt. Der nächste Redner, Mitglied der Zionistischen Exekutive, Louis Lipsky, New York, wurde gleichfalls mit stürmischem Beifall empfangen. Dr. Chaim Arlosoroff sagte, er sei im Geist bei den Kameraden, welche nach Jahren friedfertiger Arbeit im Lande nun das Gewehr ergreifen mußten, um ihre Siedlungen zu verteidigen. Er schäme sich, hier aut der Plattform stehen zu müssen, anstatt mit dem jüdischen

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