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Jüdische Rundschau · 1929-08-30 · Heft 68 (30.8.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 68 (30.8.1929)
Date
1929-08-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Nr. «8, 30. VIIL 1929 So; —ce 436 ____ 31, müssen in diesem Lande für alle Zeit mit dem national aufstrebenden arabischen Volk Zusammenleben. Ein solches Zusammenleben kann nicht auf ewiger gegenseifiger Feindschaft gegründet sein. Palästina ist von allen Seiten von arabischen Völkern umgeben. Wir müssen einen modus vivendi mit diesen unsem Nachbarn und Mitbürgern herstellen. Wir haben bisher — und dieser schwere Vorwurf trifft die zionistische Bewegung — noch nicht genügend ernsthaft versucht, diese wichtigste Voraussetzung unserer Lebensbedingungen zu schaffen. Die jetzigen Kämpfe werden — hoffentlich bald — vorübergehen, und dann wird das Problem in seiner ganzen Schärfe vor uns stehen. Wir werden stets unsere Position im Lande verteidigen. Aber wir wollen kein Blutvergießen, kein Vergießen jüdischen Blutes und auch kein Vergießen arabischen Blutes. Auf jeden Kampf muß ein Friedensschluß folgen, der möglichst endgültig sein soll. Wir müssen, nach diesen Kämpfen, uns an den Verhandlungstisch setzen und müssen wissen, was wir vorschlagen können, um einerseits unsere Arbeit im Lande und unser Nationalheim zu sichern, andererseits auch den Arabern Garantien für ihre künftige Entwicklung zu geben. Der XII. Kongreß hat 1921 bereits einen dahingehenden Be- Schluß gefaßt, die Ausführung aber unterblieb. Wir haben stets das Schwergewicht unserer Politik nach dem Westen verlegt, nach Europa und Amerika, die arabische Welt aber vernachlässigt. Dies muß, wenn erst die Stürme vorüber sind, anders werden. * Um aber zu einem positiven Resultat zu kommen, müssen wir auch die Position der arabischen Welt kennenlernen. Ebenso wie wir heute anklagen, klagen auch die Araber an und fordern — ״Schutz vor den Juden“. Sie fühlten sich bedroht, und zwar — und das gibt dem jetzigen Konflikt seine Schärfe an dem Punkt, wo sie am empfindlichsten sind, in ihren religiösen Gefühlen. Die Araber, und besonders die an den Kämpfen stark beteiligten Beduinen, sind ein primitives, leicht zu fanatisierendes Volk. Die Entwicklung des Konfliktes um die Klagemauer hat dazu geführt, daß sie glauben, die Juden wollten eines der größten Heiligtümer des Islam, die Omar-Moschee, wegnehmen und in ein jüdisches Heiligtum verwandeln. Dies aber wird jeder Moslern bis zu seinem letzten Blutstropfen verteidigen. Nur durch diese Verleumdung ist es möglich gewesen, die Araber zu einem Aufstand von dieser Stärke zu organisieren. Die religiöse Solidarität läßt die islamische Welt von Aegypten über das Reich lbn Sauds bis nach Syrien und Indien erzittern, und dies ist ein , auch fiigtaM rechnen muß. .Selb#:, wenn dieses religiöse ‘ Argument bei den Organisatoren des Aufstandes nur ein Vorwand wäre, so ist er doch eben so geschickt gewählt, daß die gewünschte Wirkung jedenfalls erzielt wurde. Die Verleumdung! Wir Juden, wir Zionisten wissen, daß es eine Verleumdung ist. NiemalshatderZionismus daran gedacht, die Heiligen Stätten anderer Religionen an zu tasten. Seit Herzl haben alle zionistischen Führer dies immer wieder feierliehst erklärt, unter voller aufrichtiger Zustimmung der zionistischen Welt. Nicht nur aus ethischen Gründen, nicht nur aus Qründen der Toleranz, für die wir, die wir am eigenen Leibe Unwirksamkeit gespürt haben, einstehen, sondern auch aus Gründen der Realpolitik. Denn wir wissen, daß es bei Antastung der Heiligen Stätten nur einen Kampf auf Tod und Leben gäbe. Aber es ist nicht sicher, daß die arabischen Agitatoren nur in schlechtem Glauben gehandelt haben. Denn leider konnten sie sich auf manche jüdische Aeußerungen und Handlungen berufen, die ihnen recht zu geben schienen. Das muß gesagt sein, weil uns daran liegen muß, die Ur- Sachen dieses akuten Konfliktes zu beseitigen. Wir haben nicht in genügendem Maß alles vermieden, was in dem Sinne mißdeutet werden konnte, als wollten die Juden sich mit Oe Walt in den Besitz eines Teiles des Tempelplatzes setzen. Manche Handlungen unverantwortlicher, jugendlieh unbesonnener Elemente und manche auf Propaganda- Wirkung berechnete, gedankenlose Großsprecherei rächen sich jetzt. Wir müssen das einsehen, um in Zukunft unsere Politik verantwortlich leiten zu könne* und um den Elementen, die sich selbständig politisch betätigen, klar zu machen, was durch derartige Spielerei angerichtet wird. Wir kämpfen einen Kampf mit ungleicher Position Die Araber sind im Lande und ihre Stellung wird auch durch Zwischenfälle nicht beeinträchtigt. Wir Juden hingegen haben ein oberstes Interesse, und das ist die R u h e i m L a n d e, die uns ungestörte Aufbauarbeit und Einwanderung ermöglicht. Um dieses obersten Zieles willen müssen wir andere Interessen, mögen sie noch so wichtig scheinen, zurückstellen. Der Gegensatz, der zwischen den jüdischen und den arabischen nationalen Zielen besteht, muß von uns nach Tunlichkeit gemildert werden, denn wir sind es, die eine ruhige Atmo- Sphäre brauchen. * Wir Juden werden durch keine Angriffe von unserem nationalen Ziel abgeschreckt. Die ganze jüdische Welt wird sich zusammenschließen, um der bedrohten Position mit um so größerer Energie zuhflfe zu kommen. Das elementare Nationalgefühl des jüdischen Volkes ist durch ,die letzten Ereignisse nur gesteigert worden. Unsere Trauer über die Verluste ist unermeßlich, aber unsere ||nt8eI1I0Mwüwü ztun :Wiaderaufbftu unseres nationalen JUED1SCHE RUNDSCHAU Lebens ist unerschütterlich. Wir hoffen, daß die böse Zeit bald vorüber sein wird, und daß wir dann im Sinne einer vernünftigen, den gegebenen Realitäten entsprechenden Politik unser Werk des Friedens fortsetzen können. R> W. ב״ה Aufruf! Unter dem furchtharen Eindruck der Vorkomm־ nisse in Erez-lsrael, die ungeheure Opfer an Leben und Gut gefordert haben, rufen wir, im Einverständnis mit unseren Rabbanim, die misrachistische Judenheit Deutschlands auf, am Mittwoch, dem 29. Aw (4. Sepfernher) einen תענית zu begehen, um unserer Trauer Ausdruck zu geben und um die göttliche Hüfe für unser Ht seinen heiligsten Gefühlen getroffenes Volk und für die so schwer heimgesuchte Jüdische Bevölkerung Erez-Israels anzurufen. Wir sind der Hoffnung, daß die gesamte Judenheit Deutschlands sich diesem תענית anschlfeßt» um so seiner Verbundenheit mit Erez-lsrael, der ewigen Helmat unseres Volkes, Ausdruck zu geben. Wir woilen an diesem unseren Trauertage Rechenschaff ablegen vor uns selber, uns prüfen und fragen, ob wir wirklich unsere zionistischen und unsere |üdischen Pflichten gegenüber Volk und Land erfüllt haben, um mit dem ernsten Vorsatz wieder In das Leben des Alltags hinüberzugehen, unsere Kräfte Zu vervielfältigen und die begonnene Arbeit der Erneuerung unseres Volkes in Erez-lsrael, der Erneuerung jüdischen Lebens in der Diaspora durch Erez-lsrael fortzusetzen, bis der Tag erscheint, an dem unser Land in neuem Glanz erstrahlt and unser Volk ln Ihm einer neuen glücklichen Zukunft entgegengeht. .ה׳ מנחם ציון ואת אבליה Landeszenlrale des öcnlsdien Hlfradtl Alexander Adler. Dr. Oskar Wollsberg. Auf Veranlassung des Vorstandes der Berliner üdi sehen Gemeinde ist anläßlich der Vorgänge in alästina für Mittwoch, den 4. September, ein Taanis angeordnet worden, in dessen Verlauf in den Gemeindesynagogen, abends 1'{I Uhr, Trauergottesdienste abgehalten werden. Wir ersuchen die Zionisten Berlins, zu den Gottesdiensten am Mittwoch in großer Zahl zu erscheinen. . Zentralbüro ffe®s;Mi«־acI1i fpr Deutschland, —■■■■i-h.i. 111»rill i וו.1 ■—«■■■ ■ii'i —»■וl^ןlו^ ■ ^■ו^ n Offizieller Bericht von Mittwoch Das britische Kolonialamt hat Mittwoch abend folgendes Communique herausgegeben: ״Es ist keine besondere Veränderung in der Lage in Palästina zu verzeichnen. Jerusalem, Jaffa und Haifa sind ruhig. Unruhen in der Umgegend von Haifa wurden von einer Landungsabteilung des Schlachtschiffes Barharn unterdrückt. Flugzeuge beobachteten das Unruhegebiet und feuerten auf Trupps von Arabern in der Umgebung von Haifa, Ramleh und dem Hügelland von Jerusalem. Gestern abend wurden wiederholt Angriffe gegen BethAlpha, sechs Kilometer westlich Beisan, von einer Abteilung transjordanischer Grenztruppen erfolgreich abgeschlagen. Die Telephonleitun gen von Jerusalem nach Nazareth, Haifa und Tiberias sind durchschnitten worden. Die Lage in Tr ans Jordanien ist normal. Weitere Nachrichten Der Sonderkorrespondent der ״United Preß" meldet, daß über Haifa von Dienstag an der Belagerungszustand verhängt und zwischen Haifa und Beirut aller Verkehr gesperrt ist. Die Militarzensur wird streng gehandhabt, nur MlfltfirteJegramme dürfen befördert werden. Das Konsularkorps ist zusammengetreten und hat beschlossen, jeder Konsul solle sich an seine Regierung wenden mit dem Vorschlag, bei der Mandatskommission des Völkerbunds dahin vorstellig zu werden, daß das Mandatsgebiet Palistina künftig nicht mehr dem englischen Kolonialministerium, sondern dem Foreign Office unterstehen solle. In England selbst wächst infolge der Ereignisse in Palästina die Bewegung gegen die Zweckmäßigkeit des britischen Mandats. Führena in diesem Kampf ist die Rothermcre- Presse, die in außerordentlich scharfen Artikeln darauf hinweist, daß England nur Ungelegenhelten und keinerlei Vorteile aus dem Mandat über Palästina habe. Die schleunige Abgabe des Mandats müsse verlangt werden. Daß die Lage noch immer Grund zu tiefer Besorgn i s gibt, erhellt allein schon die Tatsache, daß Mufti Hussein!, der Vorsitzende des Obersten Mohammedanischen Rates, es abgelehnt hat, eine Reise durch das Land zu unternehmen, um die arabische Bevölkerung zu beschwichtigen und sie vor weiteren Ausschreitungen zu warnen. Der Mufti hat seine Weigerung damit begründet, daß von den Behörden nur an die jüdische Bevölkerung Waffen verteilt worden seien. Daraufhin wurde beschlossen, daß die Juden heute wiederentwaffnetwerden sollen. Andererseits hat die Mandatsregierung jetzt einen Schritt unternommen, von dem sie sich sehr viel verspricht. Panzerautomobile sind nach der Grenze von Transjordanien abgegangen, um Vertreter der dortigen Araberstämme nach Jerusalem zu bringen, wo heute bri dem stellvertretenden Oberkommissar Luke eine Konferenz aller Beteiligten stattfinden soll. Die Behörden schicken sich weiter an, die Juden an einigen Hauptpunkten iip Lande zu sammeln, wo es für die Behörden leichter ist, sie vor arabischen Angriffen zu schützen. So erhielten in Haifa 700 Juden, die unter der andersgläubigen Bevölkerung wohnen, den Befehl, sofort Ihre Wohnungen zu räumen und sich in Hadar Hakarmel, dem luden viertel am Fuß des Berges Karmel, zu sammeln, infolge dieser Maßnahmen herrschen dort augenblicklich entsetzliche Wohnungsverhlltitisse. Beispielsweise mußten fast 500 Personen in einem einzigen Hause die Nacht verbringen. 400 Mann englischer Marine-Truppen sind nach Hebron unterwegs, wo man jeden Augenblick den Ausbruch neuer Unruhen und Plünderungen erwartet, obwohl die gesamte jüdische Bevölkerung den Ort bereite geräumt hat. Passltelds Erklärung an Welzmann Aus London wird gemeldet: Auf einer Sitzung der English Zionist Federation teilte Dr. Welzmann mit, daß ihm der britische Kolonialminister Lord Paasfleid folgende Versprechen gegeben habe: In der Verwaltung des Mandats würden Aenderungen vorgenommen werden, die eine Wiederholung der gegenwärtigen Unruhen ln Zukunft unmöglich machen. Die britische Regierung halte nach wie vor an der Balfour-Deklaration fest. Der britische Kolonlalminlster habe auch zugegeben, daß die zionistischen Forderungen auf Wiedergutmachung des Infolge der Unruhen angerichteten Schadens durchaus berechtigt seien. — In nächster Woche wird eine Delegation der britischen Zionisten unter Führung von Lord M e 1 c h e 11 hei MacDonald vorsprechen. Kommenden Sonntag findet in London ln der Albert- Hall eine große, von der Zionistischen Organisation einberufene jüdische Kundgebung zu den Vorgängen ln Pallstbta statt. Ctaikcellor flbemhnnit die Regierung Jerusalem, 29. August. (J.T.A.) Der Oberkommissäi von Palistina, Sir John Chancellor, der bekanntlich in England aut Urlaub geweift hatte, als die Unruhen ausbrachen, Ist Mlttwoch wieder in Jerusalem eingetroffen. Donnerstag, den 29. d. M. empfing der Oberkommissär eine jüdische Abordnung, bestehend aus dem Mitglied der ln Ab- Wesenheit der Exekutive während der Kongreß-Dauer die Geschäfte führenden Provisorischen Exekutive Advokat Horovltz, dem Mitglied der Jerusalemer Stadtverwaltung Solomon, sowie den Arbeiterführern Ben Zwf und Dr. Bell inton. Chancellor gab der Abordnung die Erklärung ab, daß er gewillt sei, die Situation mit aller Energie ln die Hand zu nehmen. Eine jüdische Deputation, die gleichfalls aus Vertretern der Zionistischen Exekutive und des Jischuw bestand, hatte eine Unterredung mit dem neuen Oberkommandanten de! britischen Streitkrlfte in Palästina, General Dobbie. Sif stellte die Forderung, daß die aus militärischen Gründen durchgeführte Evakuierung der Jüdischen Kolonien rück gängig gemacht werde, da diese Evakuierung in den meisten Fällen eine Preisgabe der Kolonien und Inre Vernichtung bedeute. Der General sagte zu, die Bitte der Juden zu be• rücksichtigen. Kämpfe an dm Grenzen Ullstein-Dienst meldet: Während in den Städten Palästinas heute nur noch Heckenschützen und Scharfschützen aus Gärten und Gebäuder heraus auf englische Soldaten und Juden schießen, haben die Kämpfe an der Grenze und im Lande selbst viel weitere Ausdehnung erfahren. Der Norden des Landes Ist, abge• seren von Haifa, anscheinend in der Hand der Beduinen, die durch syrische Araber und durch 2000 Drusen ver• stärkt worden sind. Von Jaffa und Haifa sind Panzerwage^nkolonnen ausgeschickt worden, um die Juden aus den zu weit von der '-Kflsm entferol: 11• f « niti-SUiI«4t|4t11 »bsab*• I e n und Ile Üt dt« leicht zu verteidigenden Häfen oder auf den Kriegsschiffen unterzubringen. Dis transjordanische Gendarmerie steht am Jordanufer in schwerem Kampfe gegen die Araberstämme, die, von Osten kommend, den Uebertritt über den Jordan zu erzwingen suchen. Arabische Notabein bi Jerusalem haben der Mandatsregierung erklärt, daß eine wirkliche Beruhigung des Landes nicht durch Waffengewalt, sondern nur dadurch eintreten könne, wenn Palästina eine Verfassung Im Sinne der arabischen Wünsche erhalte und die Balfour-Deklaratlon mit ihren Sonderrechten für die jüdischen Einwanderer widerrufen werde. Beruhigende Nachrichten Donnerstag, den 29. d. M״ vormittags, Ist bei der ״Jüdischen Rundschau“ ein von Hoof len unterschriebenes Telegramm eingelaufen, worin mitgeteilt wird, daß allmählich eine gewisse Beruhigung, besonders ln den Städten, eingetreten sei. Die Zahl der jüdischen Toten beträgt nach diesem Telegramm insgesamt 100. In den letzten Tagen sind zahlreiche Telegramme aus Palästina an Angehörige in Europa elngetroffen, die besagen, daß die betreffenden Personen unversehrt sind. Das Berliner Komitee der ״Jüdischen Waisenhüfe“ hat aus Ben Schemen am 29. ds. Mts. efti Telegramm erhalten: ״Out überstanden, alle gesund“. Nach einem anderen Telegramm soll ein Teil der Kinder in Jerusalem untergebracht werden. Von der Ita werden folgende Nachrichten ausgegeben: London, 29. August, 11 Uhr vormittags: Aus Beirut wird mitgetellt, daß aus Palästina beruhigende Nachrichten eintreffen. Die Ankunft der roüttlrischen Verstärkungen hat die jüdische Bevölkerung beruhigt. Gestern morgen wurden die telegraphischen Verbindungen an der Eisenr bahnstrecke Jerusalem—Haifa wieder aufgenommen. Tel-Awiw ist ruhig. In Haifa wird die Nahrungsmittelversorgung für die Flüchtlinge mittels militärischer Eskorte besorgt Die Fellachen aus den Dörfern Anis und Abu Oosch sandten der jüdischen Kolonie Kirjath Anawitn (Dflb), die auf dem von diesen Dörfern gekauften Boden liegt, ihre Kinder als Bürgen des Friedens. Demonstrationen ln Damaskus and Beim London,®. August. 0.T.A.) InDsmaskus fand am Dienstagnachmittag eine erneute Massenkundgebung der 6yrisehen Araber statt. Es kam zu einem Zusamraenstcw zwischen Polizei und Manifestanten, wobei zwei Araber und du Polizist verletzt wurden, Die militärische Bewachung de« jüdischen Viertels von Damaskus wurde verstärkt Tanks wurden zum Schutze des Viertels herangezogen. (Bekanntlich war Damaskus vor einigen Wochen Schauplatz von Ritualrnord-Tumulten.) In Beirut hat am Mittwoch eine große Manifestation der Araber stattgefunden. PolizdTund Mflitär sperrten die Eingänge In die Stadt ab, niemand wurde hereingelassen. In den Straßen patrouillieren Truppen, Tanks beschützen das Gebäude der Anglo Palestine Bank. Ein französisches Kriegsschiff kreuzt vor Beirut Beirut, 28. August (W, T. B.) Anläßlich der Unruhen in Palästina blieben hier heute die Läden geschlossen, um der Sympathie der Bevöhenuig für die Sache der Araber zum Aua• druck zu bringen.

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