Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 52 (5.7.1929)
- Date
- 1929-07-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2653062-2653109--20863-2678893- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 52, 5. VH. 1029 JUEDISCHE RUNDSCHAU SVte 389 Zwei Pressekonferenzen Lake Ober Regierungtaufgaben. — Mi«• Szold über Erziehungsträgern Von unserem palästinensischen Korrespondenten. I. A. O. Td-Awlw, den 26. Juni 1920, Bei der in Palästina herrschenden Regierungsform stellt auf der einen Seite die Bevölkerung Palästinas, auf der anderen die Regierung. Die Bevölkerung hat sich nach den Gesetzen und Verordnungen zu richten, die ihr durch die offiziellen Bekanntmachungen der Regierung mitgeteilt werden. Die Regierung erläßt diese Bekanntmachungen oft, ohne ihre Gründe hinzuzufügen. Will sich der Palästinenser gegen eine dieser Bestimmungen auflehne«, so steht ihm der Weg des ״Protestes“ offen. Und dieser Weg wird sehr häufig beschritten. Die Zeitungen sind voll von den verschiedensten Forderungen und Beschwerden und die Regierungsdepartements werden oft von Delegationen verschiedener Zusammen- Setzung aufgesucht, die sich bemühen, ihre Ansichten und Forderungen zu Ohren der Behörden zu bringen. Ob eine solche Beschwerde hilft, hängt fast vollständig von der Ein- Stellung des zuständigen Beamten ab. Der Zusammenhang der Administration mit den verschiedenen Kreisen der Bevöl* kerung ist sehr mangelhaft, der Einfluß der Presse sehr gering. Ob ein Artikel überhaupt von der Regierung bemerkt wird, hängt zu einem guten Teile von der Leitung ihres Pressebüros ab, das darüber entscheidet, ob er übersetzt und vorgelegt werden soll oder nicht. Kurz, es gibt nur wenige und schwache Berührungspunkte zwischen der Regierung und der Landesbevölkerung, und daher ist es schwer, auf die Regierung Einfluß zu nehmen, ebenso wie es der Behörde selbst selten gegeben ist, ihre Aktionen richtig zu erklären und verständlich zu machen. Ein Gefühl für die Mängel dieses Systems muß die Regierung dazu bewogen haben, im letzten Jahre Pressekonferenzen einzurichten, die der Zentrale Gelegenheit geben, mit den Vertretern der öffentlichen Meinung zusammenzukommen. Die erste Konferenz dieser Art fand im September vorigen Jahres statt und war von bedeutendem Interesse. Die Regierung lieferte eine Fülle von interessantem Material über Palästina und den Nahen Osten, und man hatte allgemein das Gefühl, daß hier ein vernünftiger Versuch gemacht worden sei, einem stark fühlbaren Ucbel abzuhelfen. Dann verging mehr als ein halbes Jahr, ohne daß eine zweite derartige Konferenz stattgefunden hätte. Und erst in der letzten Woche lud der stellvertretende High Commissioner, Herr Luke, die Presse von neuem nach Jerusalem ein. Diese Zusammenkunft enttäuschte jedoch vollständig. Vorerst hörte man so gut wie nichts Neues; daß die Arbeiten in den Steinbrüchen in Athlith für den Hafenbau begonnen hätten; daß sowohl Juden wie Araber dabei beschäftigt werden; daß die Regierung sich bemühen werde, der Forderung der ״fair wages“ nachzukommen (wie, das wüßte sie noch nicht); daß die Frage der Fachausbildung jetzt durch einen Sachverständigen untersucht würde und so weiter -j• alles Tatsachen, die bereits mehr oder weniger bekannt sind. Schließlich wurden noch einige Gerüchte dementiert und erklärt, die Regierung hätte keine Konzession für die Ausbeutung der Phosphatschätze in Ml Ägfjpift Je# ,Jptfir A|^«!|?J(־y4r»töt״.(e1n:;'Q^ljt^ aas seit fast einem Jahre im Laude umläuft und viel Aufregung verursacht hat); sie hätte auch keine Bodenverteilung für die Beduinen vorgenommen, wie man geglaubt hätte. Das und einige andere Erklärungen waren die gesamte Ausbeute der Konferenz. Auf eine Reihe von Fragen wurden formale Antworten erteilt oder jede Antwort verweigert. Nun wäre das alles vielleicht in der Ordnung, wenn es irgendeine andere Möglichkeit gäbe, die Ansichten der Regierung zu hören und der Öffentlichkeit zu übermitteln. Da das jedoch nicht der Fall Ist, hatte man von diesen Pressekonferenzen mehr erwartet als diesen Bericht, der keinerlei Licht auf die Absichten und Ansichten der Regierung wirft. Es ist selbstverständlich, daß das Oberkommissariat keinerlei Diskussionen in einer solchen Zusammenkunft gestatten kann und 8011. Es läge jedoch in ihrem eigenen Interesse, sie für eine Aufklärungsarbeit zu benutzen und hier nicht nur Tatsachen, sondern auch ihre Motive mitzuteilen. Ohne das ähneln diese Zusammenkünfte in ihrem Stil irgendeiner Regierungsverardnung und lassen die eiserne Wand, die heute zwischen Regierung und Regierten besteht, noch stärker fühlbar werden. II. Die Pressekonferenzen mit der ״Regierung des Jischuw“, der Zionistischen Exekutive dagegen, drohen immer sich in Versammlungen umzuwandeln, una der Vorsitzende muß sein äußerstes tun, um die Teilnehmer auf reine Fragen zu beschränken und Diskussionsreden zu verhindern. Besonders deutlich wurde diese Tendenz in der letzten Presse- , konferenz des Keren Hajessod, in der das Erziehungs• departement Rechenschaft über die Arbeit der letzten zwei Jahre erstattete und zugleich einige Reformvorschläge erläuterte. Miss Szold und Herr Bergson hielten ausfiihrliche Referate über die finanzielle und administrative Seite des Erziehungswesens. Auch einige pädagogische Probleme wurden gestreift, und eine lange Reihe von Fragen der Journalisten und Lehrer wurde am Schluß von den beiden Referenten beantwortet. ln den letzten Jahren sind Erziehungsprobleme in Palästina fast immer nur vom Standpunkt des Budgets aus betrachtet worden. Die schwere Lage der zionistischen Exekutive gefährdete die normale Arbeit in den Schulen, und die Versuche der Lehrer, durch Druck auf das Efziehungsdepartement das zu erhalten, was ihnen an Gehältern zustand, brachte oft genug die Frage des Schulwesens in den Mittelpunkt des Interesses. Trotzdem oder vielmehr gerade deswegen hat es seit Jahren keine Diskussion mehr darüber gegeben, was das Ziel der hebräischen Erziehung in Palästina sei, was wir von den Schulen verlangen müssen usw. Man war schon froh, wenn die Schulen nur zur Zelt eröffnet werden konnten und hatte weder Kraft noch Zeit für andere Dinge übrig. Miss Szold hat, seit sie das Erziehungsdepartement übernahm, mit diesen technischen und finanziellen Schwierigkeiten aufs äußerste zu kämpfen gehabt. Es mußten außerhalb des üblichen Budgets besondere Fonds beschafft werden, um die Maschine im Gang zu erhalten. Verschiedene Kürzungen waren tfurchzuführen, die finanzielle Beteiligung des Jischuw in genügendem Maße mußte garantiert werden. Nach einem zweijährigen Kampfe kann Miss Szold auf einige Erfolge fnnweiseii. Ein großer Teä der $cbaktat der Exekutive an die Lehrer Ist abgezahlt worden. Es blieben nur noch die aus den Jahren 1922—1924 bestehen. Und dieses Jahr Ist bereits das Gehalt für Mai gezahlt worden, eine pünktliche Erfüllung der Verpflichtungen, die bereits seit Jahren in Palästina gefehlt hat. Die Beteiligung des Jischuw am Erziehungsbudget ist dadurch gesichert worden, daß das Departement selbst die Schulgelder einzieht, was früher der Leitung der Schulen oblag und für diese eine große Last bedeutete. Durch die Einstellung einer größeren Zahl von Inspektoren hat das Departement stärkeren Einfluß auf den Betrieb der Schulen zu nehmen gesucht. Das sind die wichtigsten Aktionen des Erzlehungsdepartements in den letzten zwei Jahren. Aus dem Referat Dr. Bergsons ergibt sich, wie ungeheuer viel noch allein auf adminlstrativem Gebiete zu tun ist. Die Administration des Erdehungswesens im Lande ist heute außerordentlich kompliziert. Nicht nur deshalb, well das Budget von verschiedenen Stellen gedeckt wird (Zionistische Organisation, Jischuw, Regierung usw.), sondern auch wegen der Dreiteilung der Schulen in die des Misrachi, die der Arbeiter und die restlichen allgemeinen. Die Geschichte der letzten Jahre auf diesem Gebiet ist eine einzige Kette von Komplikationen, die aus den Grenzstreitigkeiten mit den Flügeln erwachsen und — wie Miss Szold betonte — die Entschlußfähigkeit der Departementsleitung aufs äußerste einschränken. Dr. Bergson verlangt eine einheitliche Administration, die seiner Ansicht nach allein eine reibungslose Arbeit gewährleisten würde, wobei in allen pädagogischen Fragen den Flügeln vollste Freiheit gewährt werden soll. Die Frage ist bisher noch kaum diskutiert worden, und die Oeffentlichkeit bringt gerade administrativen Problemen nur ein schwaches Interesse entgegen. Das zeigte sich auch bei diesem Presseempfang, wo die verschiedenen Richtungen in Fora von ״Fragen“ ihrer Meinung Ausdruck verliehen. Allgemein spürt man eine Ungeduld, die auf den Kern der Fragen hindrängt, und keiner hat Lust, sich mit administrativen Dingen aufzuhalten. Es scheint aber unmöglich, die allgemeinen Fragen pädagogischer Natur zu bearbeiten, ehe nicht die größten administrativen Schwierigkeiten behoben sind. Denn nur die glatte technische Arbeit des Erziehungsdepartements gibt seiner Leitung und dem Waad Hachinuch die Möglichkeit, sich für die wahren Erziehungsprobleme freizumachen. Bel jeder Erörterung dieses Komplexes macht sich heute eine gewisse Nervosität bemerkbar, die auch in diesem Presseempfang stark zum Ausdruck kam. Der Versuch des Departements, mehr Ordnung in die Dinge zu bringen, hat viele aus ihrer Ruhe aufgestört. Aenderungen der Admlnistration sind kaum ohne Reibungen durchzuführen. Außerdem tobt gerade auf dem Gebiete der Erziehung der Kampf der Parteien in voller Schärfe. Misrachi und Arbeiter und ebenso die ״Mitte" kämpfen um die Erhaltung und Verstärkung ihrer Positionen. Pädagogik und Politik sind mit• einander verwoben. Die Frage, was die hebräische Schule für die nächste Generation bedeuten soll, erhebt sich von neuem mit großer Schärfe. Und bei jeder Gelegenheit, wo diese Frage angeschnitten wird, verliert man sich in den verschiedensten Gebieten, der Sprachenfrage (Einführung des Arabischen in die Volksschulen, die Notwendigkeit einer europäischen Sprache neben dem Hebräischen), der Fachausbildung, des Arbeitsuuterrichts, kurz der Ausbildung eines gemeinsamen Systems, das die Grundlage der jüdischen Erziehung im Lande v«1»gebeprfl1#t®«»,״W8 nur» ein Teil all dieser Fragen geklärt sein wird. Voraussetzung jedes Fortschritts aber ist eine Regelung der Finanzen und der Administration, und gerade auf diesem Gebiet hat sich das Erziehungsdepartement im Laufe der letzten zwei Jahre bemüht. Dr. Boris Bogen . New York, 2. Juli. (J.T.A.) Dr. Boris Bogen, der früher europäischer Direktor des American Joint Distribution Committee und später Sekretär der Weltloge des Unabhängigen Ordens Bnei BritH gewesen war, ist in Arcadla, Kalifornien, wo er sich vorübergehend aufhielt, plötzlich gestorben. Dr. Bogen, der ein Alter von 60 Jahren erreichte, wurde in Rußland geboren und kam in früher Jugend nach den Vereinigten Staaten. Nach Ausbruch des Krieges ging er als Kommissar des Hilfswerks des Joint Distribution Committee nach Holland und wurde später Leiter des Joint-Hilfswerks in Polen, Rußland und in anderen Ländern. Nach Beendigung des Krieges bis zum Jahre 1923 leitete er das Hilfswerk des Joint Distribution Committee in Rußland. ______ *י FJnsteln-Ehrungen durch den KKLauch in Anstand Der Gedanke, Professor Einstein anläßlich seines 50. Geburtstages auf dem Wege des Nationalfonds zu ehren, hat außer in Amerika, auch in anderen Ländern großen Anklang gefunden. Die Studenten der Tschechoslowakei haben sich der amerikanischen Goldenen-Buch-Aktion ״Boden für den Einstein-Wald" angeschlossen, in Belgien wurde eine große Anzahl Bäume gespendet und auch in Holland geht eine Aktion erfolgreich vorwärts. An der Spitze des ״Huldigungs- Komitees“ Ir» Amsterdam stehen die Professoren Dr. P. Ehrenfest, Dr. David Cohen lind Dr. L. S. Ornstein. Neue Jüdische Heime. Die Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde Berlin hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, ein Tuberkulosenheim, ein Heim für Nervenkranke und ein Asyl für Obdachlose, insbesondere für durchreisende Obdachlose, zu errichten. Ferner wurde beschlossen: das Kinderheim im Solbade Eimen geht mit seinen Gebäuden auf den Etat der Gemeinde über. Die jüdische Gemeinde wird im Solbade Eimen jährlich etwa 400 bis 500 Kinder zu Heilungszwecken unterhalten können. Informationsdienst mPropagandisten Soeben folgende Arbeiten erschienen: Zionismus - Sozialismus von Df• Geofjf Landauer Analyse des Jndenproblems von Dr. Erwin Hamburger Erhältlich durch die Propaganda ״Abteilung der Z. V. f. D., Berlin W15, Meinekestra&e 10 Postscheck - Konto: Berlin 8091 Aus den Gemeinden Tagung der Bayerischen Gemeinden Die diesjährige Tagung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden zu Aschaffenburg begann am 30. Juni 1929. Oberlandesgerichtsrat Prof. Dr. Silberschmidt begrüßte die Ehrengäste und die Mitglieder von Rat und Tagung, unter anderen waren erschienen Ministerialrat Dr. Miez ge r als Vertreter des Bayerischen Ministeriums für Unterricht und Kultus, Oberbürgermeister Geheimrat Dr. Matt, Bürgermeister Schwink. Für das Bayerische Staatsministenum für Unterricht und Kultus sprach Ministerialrat Dr. Mezger in anerkennenden Worten für die Tätigkeit des Verbände®. Er bedauerte, daß es bisher nicht möglich war, eine Reichs* Organisation der deutschen Juden endgültig zustände zu bringen. Aus dem Berichte des Präsidenten de« Rates, Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, geht u. a. hervor: Die Entwicklung des Verbandes ist durchaus befriedigend. An Umlagen werden 3 % der Reichs- und Landessteuern er* hoben. Eingegangen sind an Umlagen im Jahre 1928 rund 635000 Mark, so daß sich auf den Kopf der Bevölkerung eia Betrag von 12,92 M. berechnet. Für 1929 werden die Um*‘ lagen aut 620 000 M. veranschlagt. Der Staatszuschuß wurde um 10000 M. auf 70000 M. erhöht. Der Betrag Ist nicht groß, wenn man die Aufwendungen von Verband und Oe* meinden dagegen half, die im Lande 3'/* Millionen MfcriC betragen. ־— Unter den Ausgaben stellt sich che Beamtenbesoläuttg mit 312000 M. dar. Ab 1. April 1928 erhalten sämtliehe Rabbinate einen Zuschuß von 50°/o, das BeziricarabbfcHt Schwabach 75 °/0, das Bezirksrabbtaat Neumarkt 70 «fa. Regel• mäßig Oehaltszuschüssc bekommen 56 Gemeinden. Unser Beamtenrecht soll ergänzt werden, es dürfte dann wohl so aus- 28000 M. Für soziale und kulturelle Zwecke wurde« rund 245 000 M. aufgewendet. Bayerische Wohtfahrtsanstalten mit mehr als lokaler Bedeutung erhalten etwa 40000 M. Für die Verpflegung von Hilfsbedürftigen in den Gemeinde«! wurden zum ersten Male 10000 M. eingesetzt. Wir betefligen tu» an den Wohlfahrtsausgaben Im Reich, wie bet der Zentral* wohlfahrtsstelle, der Hauptstelle für Wanderfürsorge, den Ein* rkshtungen des D.LG. B., des Frauenbundes, a a. m. Die Lehrerbildungsanstalten in Würzburg und Höchberg epheischen an Betriebszuschüssen 58000 M., für StipemSea 9000 M. Im Reiche erhalten die drei Rahbfnersembiare Bei* hilfen, ebenso die Gartenbauschule Aalen, «Be Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums und die Aka* demie. Wir schreiten vorwärts in der Inventarisation jüdischer Kunstdenkmäler und in den gescHehttichen Forschungen. Wir pfleget» die köroerliche Ertüchtigung der Jugend. Wir pflegen die jüdischen Siedlungen aut aem Lande. (In Untenramten befinden sich nahezu 1000 ha Grundbesitz in jüdischen Händen.) Wir haben im vergangenen Jahre den Entwurf der Ver* fassung für einen Reichs verband gebilligt. Die preußische Landesversammlung hat ihn mit der Mehrheit von einer Stimme verworfen. Wir können warten. Ke süddeutschen Gemeinschaften haben neuerlich einmütig der Anschauung Ausdrude gegeben, daß ein Reichsverband nur durch den Zu* sammenschluß der Landesverbände gebildet werden könne. י—־ Ke Schächtfrage erfüllt uns mit der größten Sorge. Der Landtag hat in den letzten Tagen beschlossen, die Eingabe von 10 Tierschutzvereinen aut Durchführung des Beschhnsea von 1926 (die Schlachttiere vor Beginn des Bhitentzuga zu betäuben) der Staatsregiemng zur Berücksichtigung at überweisen. Es muß hiernach damit gerechnet weiden, äafi die Staatsregierung demnächst den Gesetzentwurf dem Landtag zugehen läßt. — Allgemeine Studentenausschüsse m feayerischen Hochschulen haben in, Beschlüssen die Einführung eines Numerus elrür»rfüf «!Hirite Sliilenaiit"l«ÄaÄ Wir verwahren uns, daß staatlich anerkannte ZwangsorgaM* sationen ihre verfassungsmäßige Neutralität und unsere Gleich* Berechtigung und Ehre in so schwerer Weise verletzen. Dr. Neumeyer wies auf die Ritualmordlegende in Manau hin und stellte mit Dank fest daß der Kultusminister angeordnet hat, daß durch Aufklärung in den Schulen der Bewegung entgegenzutreten sei. Briefe an die Redaktion Das Haffaer Technikum Sehr geehrte Redaktion! Im Zusammenhang mit den Nachrichten der Presse über den Konflikt zwischen dem Lehrerkollegium und der Leitung des Technikums, beehren wir Unterzeichneten Lehrer des Technikums uns, ohne gegenwärtig auf die Sache selbst einzugehen, mitzuteilen, daß mit Ausnahme eines Konfliktes zwischen vier Lehrern von achtzehn und dem Kuratorium des Technikums kein Konflikt zwischen Lehrern and Leitung vorgefallen ist. Diese Erklärung ist unterschrieben von S. Ettülgon (Wegebau), A, Ilieff (Chemie und Mineralogie), i. Ehrlich, (technisches Zeichnen), I. Breuer (Hydraulik), M. Ladisanski (Brückenbau), B. Schönberg (Geodäsie), A. Strich (Zeichnen), 1. Kluge (Assistent für Chemie und Mineralogie), CH. Krupnik (Volks- Wirtschaft), S. Goldberg (Hebräisch), M. Den gut (Englisch). V Diese Zuschrift bestätigt nur, was wir gemeldet haben, nämlich, daß vier Lehrer der Hauptfächer aus dem Lehrersenat austraten, und zwar die Professoren Baerwald, Badian, Grünberg, Neumann. Unsere Forderung nach Untersuchung der Sache bleibt aufrecht. Ortsgruppen Allgemeine Jungzionisten. Wochenprogramm vom 7. bi» 13. Juli. Sonntag, den 7. Juli, Ausflug nach Griinau-Waldesruh, Treffpunkt 81/2 Uhr früh Bahnhof Börse, Leitung James Bendersky. Mittwoch, der! 10. Juli, Worbezirkel im Süden, abend» 8V2 Ühr, Annenstr. 13, (bei Getlinger). Donnerstag, den 11. Juli, Konstituierung des hebräischen Konversationsarkels, 81.4 Uhr, Rosenstraße 2/4- Frankfurt a. M. /Generalversammlung der Revisionistischen Ortsgruppe.) Am 16. Juni fand die Generalversammlung der Union der Zioiusten-Revisiomsten Ortsgruppe Frankfurt a. M. statt. Die Zahl der organisierten Revisionisten hat sich in den letzten Wochen verdoppelt, während für die Kongreßwahlen eine Verdreifachung der revisionistischen Stimmemahl stattgefunden hat. Revisionist«! arbeiten in allen Jugendorganisationen mit, teilweise an führender Stelle, Die Vertretung der revisionistischen Partei in der F. Z. V. wurde verstärkt. Die Neuwahlen der Leitung hatten folgendes Ergebnis: Herr Ingenieur Richard Jakoby 1. Vors., Samuel Kornreich und G®* riehtsreforendar Gustav Levisohn gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende. Beitrittserklärungen und sonstige Zuschriften sind nunmehr an Herrn Ingenieur Richard Jakoby, Langestraße 33, zu richten. Konstanz. Die Zionistische Ortsgruppe (Schriftführerin Frau Th. Meinrath, Lutherplatz) bittet alle Zionisten, die sich während der Sommermonate in der Nähe von Konstanz aufhalten, mit ihr in Verbindung zu treten. Waldenburg. Hier hat sich ein ״Zionistischer Stammtisch" für Waldenburg und Umgegend im Waldenburg«■ Hof konstituiert. Br tritt, «m Montag nach dem 1. «ue» jaden anmn