Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 52 (5.7.1929)
- Date
- 1929-07-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 334 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 52, 5. VH. 1929 Die Makkabi ״ Festtage in Mährisch - Ostrau Nachdem am Donnerstag und Freitag während der Tagung des Makkabi-Weltverbandes, über die an anderer Stelle bcrichtet wird, das Wetter dem eines regnerischen kalten Herbsttages gleichkam, hatte der Gott der Makkabäer bereits am Sonnabend ein Einsehen, so daß das Jugendmeeting, das von den inzwischen von überall eingetroffenen Jugendlichen besucht wurde, bei schönstem Wetter stattfinden konnte. Hier batte zunächst Dr. Wollstein, Jerusalem, Gelegenheit, über die Bedeutung des Keren K a j c in e 111 für die jüdische Jugend im Makkabi zu sprechen. Es sprachen noch Dr. Rosenfeld, Kowno, der in lebendiger hebräischer Rede die Bedeutung der Arbeit unserer Makkabi-Jugend für den jüdischen Aufbaugedanken zeigte, Paul Meumann, Brünn, Dr. Le h r f re u nd , Leipzig׳, Artur Herzog, Prag, der besonders die im Makkabi-Hazair zusammengefaßte Jugend in ihrer bisherigen Arbeit bestärkte und die Hoffnung aussprach, daß aus ihr ein neuer starker Makkabi hervorgehe, der, wo es auch immer sei, für die Zukunft des jüdischen Volkes und den Aufbau von Erez-lsrae! wirken werde. Das Charakteristische dieser Tagung war eine neue festgefügte Makkabi-Jugend, die dem Tschechoslowakischen Makkabi in Gestalt der Makkabi- Hazair-Bünde heranwächst. Diese hielten am Sonnabend vormittag eine Führerbesprechung ab, bei der auch der Makkabi- Hazair Wien und die Berliner Jugendführer vertreten waren. Am Sonnabend abend fand man sich zum offiziellen Begrüßungsabend zusammen, lieber 2000 Makkabim hatten sich hier eingefunden, um dem Tschechoslowakischen Makkabi- ״Verband zu seinem 10jährigen Bestehen und dem Makkabi- 'Mährisch-Ostra zu seinem 30jährigen Jubiläum die besten Glückwünsche zu bringen. Fast die ganze Judenschaft der Stadt fand sich zu dieser Feier ein, so daß kurz vor der angesetzten Zeit der Saal überfüllt war, und in der riesigen Vorhalle des Deutschen Hauses eine Parallel-Veranstaltung abgehalten werden mußte. Man kann ohne Uebertreibung die Zuhörerschaft auf über 4000 Menschen schätzen, und schon dadurch wurde dieser Abend allen, besonders aber uns Makkabim,,zu einem großen Erlebnis. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des Makkabi- Mährisch-Ostrau und den Kreisvorsitzenden Artur Herzog- Prag erhielt E>r. Werner Bloch für die Zionistische Ecxkufivo London das Wort. Die Ausführungen Dr. Blochs waren getragen von einer starken Zuversicht des Gelingens der zionistischen Arbeit, für die nun bald eine neue Aera — durch die Erweiterung der Jewisli Agency — beginnen ■wird. Das Ziel des Makkabi und das der zionistischen Organisation müsse es sein, in dieser Periode des neuen Antriebs zionistischer Arbeit eine entscheidende Rolle zu spielen durch den Kampf für die zionistische Idee und durch die Erfüllung immer neuer Kreise jüdischer Jugend mit dem Geist der zionistischen Idee. — Sodann begrüßte Eh־. R u f e i s e n für die zionistische Organisation der Tschecho- Slowakei, Stadtrat Frischer für die Kultusgemeinde Mährisch- Ostrau und Dr. Wo 11 s tei n- Jerusalem für den Keren Kajemeth. Dr. Marx- Hamburg gratulierte dann für den deutschen Makkabi als erster Kreisverein, da der Deutsche Kreis auch in der letzten Zeit in der man von einem, einheitlichen M. W. V. nicht sprechen konnte, die Idee des Welt-Verbandes aufrechterhielt und dauernd mit dem CSR. Makkabikreis in Kontakt blieb. Das schönste Geschenk, das am heutigen Tage dem CSR.-Kreis überreicht wurde, ist seine Jugend, die mit allem ihr zur Verfügung stehenden Elan für <fie Makkabi-Idee und dfe zionistische Idee und den Aufbau Palästinas kämpft Nachdem auch der Delegierte׳ des Frattzösischen Makkabi Levinsohn den CSR. Kreis in französischer Sprache und Dr. Rosenfeld-Kowno in hebräischer Sprache begrüßt hatten, nahm Dir. Kareski das Wort zu einer kurzen Festrede. Wenn er sich auch durch nichts von den vielen anwesenden tausenden Makkabim unterscheide, so spreche er heute als Exponent einer der größten jüdischen Gemeinden und könne sagen, daß viele tausende Herzen im gleichen Takt schlagen mit diesem Saal. Ueberall, wo weitergearbeitet wird an dem Bau unserer jüdischen Zukunft, empfindet die Berliner Jüdische Gemeinde heute mit. Wenn vor 25 Jahren Theodor Herzl zum ersten Male die Eroberung der Gemeinden als wichtigste zionistische Arbeit forderte, so sei das heute, wie wir es z, B. in Berlin ,und auch in Mährisch- Ostrau sehen, zum Teil verwirklicht. Er war es, der das jüdische Banner, das versteckt in der Rumpelkammer gelegen hat, ans Licht gebracht und die Glut der jüdischen Hoffnungen zur lodernden Flamme entfacht hat. Das große Glück seines Lebens war, daß׳er die Masse von unbekannten Soldaten vorfand, die ihre Pflicht treu erfüllten. Wenn wir glauben, daß das jüdische Volk eine schönere Zukunft noch zu erwarten hat, so ist es die Hoffnung auf die Zuverlässigkeit dieser Masse von unbekannten Soldaten, die wir hier in diesem Saale zu Tausenden heute begrüßen können. Dann brachte Dr. Goldstein die Grüße des Jüdischen Nationalrates, Prag, und Dr. Leiewer nahm das Wort zu einer kurzen Ansprache, indem er sich besonders gegen die Assimilation und den jüdischen Jndividuabsmus wandte. Wir wollen unsere Makkabim zu Kollektiv- Menschen des neuen Judentums erziehen, die sich jn innerster Disziplin in dieses einordnen. Vielleicht hab^a wir bisher zu sehr uns dem Gedächtnis verschrieben, und zu wenig der Zukunft. — Der außerordentlich eindrucksvolle Abend wurde von einem Biihnenschauturnen der Jugoslawischen Makkabim, das für fast alle etwas noch nie Gesehenes darstellte, beschlossen. Am Sonntag vormittag versammelten sich die aus allen Ländern herbeigeholten Makkabischaren zu einem imposanten Festzug durch die Stadt, der, bei allerschönstem Sonnenwerter, ein großartiger Auftakt für das Makkabisportfet war. Zehntausende von Menschen standen dicht gedrängt aut den Straßen, aus den Häusern wurden blauweiße Fahnen geschwenkt und der Weg des Festzuges mit Blumen bestreut. Es scheint für die Tschechoslowakei selbstverständlich gewesen zu sein, daß auch die nichtjüdischen Bewohner der Stadt, die immerhin 120 000 Einwohner zählt, mit äußerstem Takt Und liebenswürdiger Zuvorkommenheit allen Veranstaltungen des Festes folgten. (Bemerkt sei noch an dieser Stelle die lUndiszipliniertheit des Prager Hagibor und der Wiener Hakoah, die als einzige, angeblich aus sportlichen Gründen, diesen Festsetzung nicht mitmachten.) Dieses Bild wie auch die ganze Veranstaltung wird diesmal der Film festhalten, denn die Ufa hat das Makkabifest für die Wochenschau gefilmt und ein eigner Makkabifilm ist seit längerer Zeit in Bearbeitung. Ganz besondere Hochachtung verdient der Makkäbi-Mährisch-Ostrau und die Tschechoslowakische Kreisleitung für die großartige Organisation dieses Festes. Die unermüdliche tast einjährige Vorbereitungsarbeit hatte diesen unbeschreiblichen (Erfolg des Festes zur Folge gehabt. F. M, Von SCHMARJA GORELIK erausgege To d es tag e 50 Pf bezieh Berlin W15, Mcinekestr. 10 Postscheck-K.: Berlin 8091 Das II. CSR. Kreis-Tom- und Sporttest war wohl in jeder Beziehung das beste jemals durchgeführte Sportfest. 2000 Teilnehmer, Turner und Sportler aus allen Ländern des Makkabi-Welt-Verbandes boten den 4000 Zuschauern ein prächtiges farbenfrohes Bild, Man weiß gar nicht, was man besonders hervorheben soll, die technisch musterhafte Zagreber Turngruppe, die glänzenden Reckturnübungen der Männer, die Breslauer Damenriege, und ganz besonders die überwältigenden Massenübungen von über 1000 tschechoslowakisehen Makkabim, die auf alle einen unvergeßlichen Eindruck machten. Die leichtathletischen Wettkämpfe waren diesmal heißer denn je umstritten. Wir können besonders mit Freuden feststellen, daß die Durchschnittsleistungen sich bedeutend gegenüber dem Vorjahre (in Bresiau) gehoben haben. Die schlechten Laufzeiten sind einzig und allein auf die weiche Aschenbahn und den starken Wind zurückzuführen. Wir können wohl mit Recht behaupten, daß jeder Sieg im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft worden ist, sah man doch selten so gleichwertige Gegner, ln den technischen Uebungen, die nicht in so hohem Maße von der Anlage abhängig sind, traten die Verbesserungen besonders deutlich zutage. Vier Mann warfen diesmal die Kugel über um, drei den Speer über So m, de« Diskus über 33 m, sechs übersprangen 1,60 m. Obwohl der B. K. Berlin nicht mit seiner ersten Rennmannschaft antreten konnte, — die 4X 100-m-Staffel sowie Bergmann, wurden vom V. B. A. V. wegen der Brandenburgischen Meisterschaften nicht freigegeben —, wurde die große Ueberlegenheit der Berliner Sprinter durch den Sieg Simmenauors über 100 m erwiesen. Zu einem Doppelsiege kam Kat? über 1500 und 5000 m, jedesmal vor Frankl-Prag. Hakoah-Wien gewann die "Xiooo-m-Staffel und die 4X100, bei welcher die Berliner unglücklicherweise durch Stabverlust gehandikapt waren. Die beste Leistung mar der Joo-m-Sieg von Deutscher, Wien, der in 53,6 Sekunden vor Heller-Wien und Eger-Berlin das Zielband zerriß Blödy-Wion gewann die 800 m. Besonders erfolgreich war die ״#*Äs;jugenC״d«■ lOO-m-LauE sah 13 Sekunden, und auch die Schwedenstaffel konnten die Berliner Jugendlichen nach spannendem Kampf vor Breslau und Wien gewinnen. Daß die Länderstaffel von dem deutschen Makkabikreis gewonnen würde, stand außer Zweifel. Dennoch zeigten die Wiener und die Prager, daß sie sich stark verbessert haben und daß ihre gemeinsame Mannschaft für den 11, August den Berlinern ein schwerer Gegner sein wird. Nach dem Aufmarsch aller Teilnehmer, an die noch einmal Kareski begeisterte Worte richtete, fanden noch die Hockey- und Fußballspiele statt, deren Ergebnisse, wie auch die des sehr stark besuchten Wettumens wir nachtragen werden. Nachstehend die Leichlathletikergebnisse: 100 m: 1. Simmenauer, Berlin, 11,6 Sek.; 3. Polak, Prag, 11,8 Sek.; 3. Klein, Wien. 300 m: 1. Polak, Prag, 33,9 Sek.; 3. Klein, Wien, 34,1 Sek.; 3. Deutscher, Wien. 400 m: 1. Deutscher, Wien, 3. Metzei, Wien, 3. Eger, Berlin. 800 m:■ 1. Blödy, 4406«, 3:3,6 Min., 3. Frankl, Prag, 3. Tichler, Wien. 1500 m: 1. Katz, Berlin, 4 : 30 Min., 3. Frankl, Prag, 4; 34 Min., 3. Beck, Wien. 5000 m: 1. Katz, Berlin, 16 : 31 Min., 2. Frankl, Prag, 3. Weiß, Prag. Hochsprung: Zander, Mährisch-Ostrau, I, 65 m, 3. Simmenauer, Berlin, 1,63 m, 3. Deutscher, Wien, 1,63 m. Kugelstoßen: 1. Klempfner, 11,g5 m, 3. Friedmann, Bielsko, II, 30 m, 3. Koffler, Berlin, 11,04 m. Speerwerfen: 1. Feher, Preßburg, 44,70 m, 2. Neumann, Mährisch-Ostrau, 43,15 m, 3. Koffler, Berlin, 43 m. Länderstaffel: (10X335 m) 1. Deutscher Makkabikreis, 3. Jüdischer Sporlverband Oesterreichs, 3. Makkabi Tschechoslowakei; 4X1°° m: 1. Hakoah-Wien I 46,3 Sek., 3. Hagibor-Prag, 3. Hakoah Wien II; 3x1000 tn: 1. Hakoah-Wien, 8:33,9 Min., a. Bar Kochba-Berlin 8 : 47,6 Min., 3. Hakoah-Wien II. J u - gend: 10o m: 1, Fuchs, Berlin, 12 Sek., 2. Leibholz, Berlin, 12,2 Sek., 3. Israelowitsch, Wien. 400 m: 1. Buchsbaum, Mährisch-Ostrau, 47,4 Sek., 2. Fuchs, Prag, 3. Holzer, Wien. 800 m; 1. Königsberg, Leipzig, 2 5 13,0 Min., 2. Kauf, Wien, 3. Zinn, Wien. Hochsprung: 1, May, Wien, 1,61 1», 2. Stemlieb, Breslau. Kugelstoßen: 1. Leibholz, Berlin, 13,34 m» 2. Steiner, Prag, 12,85 m, 3. Sternlieb, Breslau. Der Juni~Ausweis des KKL kann aus technischen Gründen erst tn der nächsten Woche erscheinen. Das Monatsergebnis setzt sich folgendermaßen zusammen: 3Ut Elnsleirt-Wald. i 613,60 •*#•■****•• 5 075,88 Gelegenheitsspende: a) Landspende . 2 081,77 b) Baumspende. 5 069,50 c) Goldenes Buch. 866,03 Imi. 209,21 Materialien.. . . 52,80 Eingänge aus Vertragen. 2000,— Fi Irrt •••••••••••* 114,91 17083,70 Zur Deckung des Juli-Kontingentes ist energische Durch■ führung der Herzl-Aktion notwendig. Bar Kochba Berlin bei den Brandenburgischen Meister- Schatten erfolgreich. Während di« Mehrheit der Bar Kochbaktopfer in Mährisch-Ostrau kämpfte, starteten dio Sprinter und Bergmann bei den Brandenburgischen Meisterschaften mit großem Erfolge. Zwei zweite und zwei dritte Plätze sind, gegen schärfste Konkurrenz, errungen, sehr beachtenswerte Ergebnisse. Der Endlauf des 100-m- Laufens sah die drei Bar Koehbaner Kurz I, Lewin und Gerber, zwei 5. C. C., Körnig und Nathan (auch ein Jude!) und den Teutonen Steffan am Start. Georg Kurz kortimt gut vom Start weg und geht mit kräftigem Antritt in Front. Bei 60 m liegt er noch mit r m Vorsprung vor dem übrigen Feld, aus dem dann Körnig mit seinem berühmten, rasanten Antritt bei 80 m an Kurz Vorbeigehen und mit 1 m Vorsprung it^.10,8 Sek. als Sieger das Ziel passieren kann. 1 m hinter Kurz kommt Nathan auf den dritten Platz, t/3 m vor Lcwin — der seine gute Vorjahrsform noch nicht erreicht hat — und Gerber. Ein schöner Erfolg für Georg Kurz, dessen Sprintererfolge in letzter Zeit immer zahlreicher werden, und auch für die anderen Bar Kochba- Sprinter. Gerber kam im 200-tn־Laufen zu einem guten dritten Platz hinter Schlößke und Nathan in der guten Zeit von 22,4 Sek. vor dem bekannten 400-m-Meister Schmidt. Ein weiterer Beweis für die Qualität der Bar Kochba-Sprinter war der Verlauf der 4 X loo-rn-Staffcl. Den Vorlauf gewann Bar Kochba in der Aufstellung Gerber, Kurz I, Lewin, Kurz II überlegen in 43 Sok. vor S. C. C. II und Teutonia. Der Endlauf vereinigte drei (!!) S. C. G.-Mannschaften und Bar Kochba. Gerber lief gegen Körnig ein gutes Rennen, verlor höchstens t tn, der allerdings hei einem schlechten Wechsel auf 3 111 vergrößert wurde. Ueberraschenderweise lief Kurz I, der im Vorlauf hervorragend gelaufen war, recht schwach und verlor an Grosser noch 1—3 m, Lewin und Nathan waren sich gleich und Schlößke II lief gegen Kurz II noch etwas heraus, so daß ca. 6—ך m den Sieger von der Bar Kochba-Staffel trennten, die ihrerseits die 2. Mannschaft des S. C. C. jederzeit sicher hielt. Die Zeit des Siegers war 42,3 Sek. Bei besserer Wechseltechnik und guter Form der Einzelläufer wird das Ergebnis gegen die stärkste deutsche Staffelmannschaft noch knapper ausfallen. Im 800-m-Laufen lief Bergmann ein taktisch kluges Rennen, hielt sich im Mittelfelde, ohne seine Kräfte zu vergeuden und konnte einen guten und sicheren dritten Platz hinter Müller- Zehlendorf und Böcher-S. C. C. belegen. Seine Zeit von 1:5g,6 Min. ist sehr ansprechend. — Zwei zweite und zwei dritte Plätze, ein schöner Erfolg. Hoffentlich kann man bald auch von errungenen Meisterschuften berichten! R. A. Bar Kochba Köln beim Reichsarbeiter-Sporttag. An dem Reiehsnrbeiter-Sporttag am 30. Juni 1gag im Kölner Stadion startete die Rennmannschaft des Bar Kochba Köln. Der 1 OO-m-Lauf brachte nach spannendem Kampf folgendes Ergebnis: t. Druyen (Düsseldorf) 11,4 Sek.; 2. Weiß (Bar Kochba) und Irmscher (Düsseidort) 11,5 Sek.; 3. Kellner (Bar Kochba) 11,6 Sek.; 4• Gaßner (Bar Kochba) 11,8 Sek. Bei den Sportlerinnen kamen zum ersten Male die blauweißen Farben durch Malta Gradmann im 100-m-Lauf mit der Zeit von 13,8 Sek. in Front. Der 40o-m־Lau£ brachte das erwartete spannende Rennen zwischen Gradmann (Bar Kochba), Engels (Sülz) und Szersba (Düsseldorf), den letzterer knapp für sich entscheiden konnte. Die Zeit ist: Szersba 54,1 Sek., Engels 54,3 Sek. und Gradmann 54,3 Sek. Auf der 3000-m-Strecke trafen sich die Rivalen des schon vormittags staltgefundenen 8000-m-Lanfes, den Thiemonns (Ehrcnfeld) nach wechselnder Führung gegen Cerf (Bar Kochba) gewann. Wenn man dachte,»der oooo-m-Lauf würde ein umgekehrtes Ergebnis bringen, so zeigte der Verlauf dieses Rennens, daß der Bar Koehbaner noch taktisch viel von dem Ehrenfelder leinen kann. Ergebnis: 3000-m-Lauf: t. Thiemonns (Ehrenfold) 8 Min. 43,ו Sek.; 3. Hostorf (Sülz) g Blin. 51 Sek.; 3. Cerf (Bar Kochba) g Min. 51,6 Sek. 8o00־m־Lau£: 1. Thiemonns (Ehrenfeld) 26 Min. 30 Sek.; 2. Cerf (Bar Kochba) 26 Min. 40 Sek. In den Staffeln der Sportlerinnen dominierten die Bar Koehbaner und konnten an ihren Besiegern des Vorsonntags Revanche nehmen. 4 X 100 m, Sportlerinnen: 1. Bar Kochba 57,3 Sek.; 2. Düsseldorf 58,4 Sek.; 3. Sülz 58,g Sek. Der Erfolg bei den Sportlerinnen läßt schon jetzt erkennen, daß das seit ein paar Wochen für die Rennmann- ,x.^dwft1,״W»gettahtel«׳ Training,,,,.*ehr .günstig , apl״$e»0 eingewirkt ’""ttf.*ST!tKf׳|Äöhste’ Rohnen de». 'Tage* .hraeljte. ijff '.-PS *oo-m-Staffel « , der Sportler, in welcher die Düsseldorfer knapp vor dem Bar Kochba das Zielband zerriß. Wenn bei dem Bar Koehbaner der Wechsel besser vonstatten gegangen wäre, so hätten diese den Sieg für sich buchen können. Die Zeit ist eine sehr gute, und zwar: 1. Düsseldorf 44.3 Sek., 3. Bar Kochba 44,6 Sek., 3. Sülz 46 Sek. Einen unsportlichen Eindruck machte das Äufgeben der zweiten Mannschaft des Bar Kochba, wo der dritte Mann, in dritter Position liegend, unverständlicherweise aufgab. Die interessanteste Staffel wurde die iox t/j-Bahnrunde (250 m), wo nach wechselndcr Führung Düsseldorfs Städtemannschaft vor Bar Kochba den Sieg für sich buchen konnte. Im Weitsprung siegte der Bar Koehbaner Weiß mit 5,7g vor SceTba (Düsseldorf) 5,45 m und Spiegel (Köln) 5,3g m. Bei den Schülerkämpfen wurden folgende Ergebnisse erzielt: 50-m־Lau£ der Schüler: 1. Retz (B. K.), 3. Buibaum (B, K,), 3. Wilken (Ehrenfeld). 5 x 50-m-Staffel der Schüler: 1. Bar Kochba, 2. Ehrenfeld, 3. Kalk. Bei dem nächsten Zusammentreffen mit Düsseldorf am 4- August in Köln-Sülz hoffen wir, daß es der Rennmannschaft des Bar Kochba nach intensivem Training gelingen wird, die Scharte dieses Sonntags auszuwetzen. Ost. Bar Kochba Lübeck. Von Ostern bis Pfingsten turnten wir unter Leitung von Tbr. Lanzkron noch in der Halle. Nach den Pfingstferien begannen wir mit dem regelmäßigen Training im Freien. Es ist uns gelungen, für diese Abende einen Trainer zu gewinnen, wodurch die Leistungen und die Beteiligung bedeutend erhöht wurde.' Unsere Faustballabteilung macht bedeutende Fortschritte und konnte sich in vielen Spielen gegen, die ersten Herrenmannschaften Lübecker Vereine tapfer halten, trotzdem unsere Mannschaft nur aus Jugendliehen besteht. Seit einigen Wochen haben wir mit Handballspiel begonnen. Den Schluß dieses Semesters bildet eine Wanderung nach Segeberg, die wir mit dem Jüdischen Jugendbund am 30. Juni unternehmen. Deutscher Anwaltstag, Hamburg. Der Bezirksverband Hamburg im K. I. V. veranstaltet gemeinsam mit dem Zionistisch- Akademischen Klub, Hamburg, am Donnerstag, dem 12. Sept. 1929, abends 1/jg LJhr, im grünen Saal des Hotels Esplanade, Eingang Esplanade, einen Begrüßungsabend mit zwanglosem Beisammensein für die anläßlich des Anwaltstages in Hamburg weilenden zionistischen Anwälte. Wir bitten alle zionistischen Teilnehmer des Anwaltstages, zu dieser Veranstaltung zu erscheinen. Ein® weitere Ankündigung erfolgt in dem Programmheft des Anwaltstages. Anfragen an Dipl.-Ing. II. Allen, Hamburg-Lockstedt, Behrkampsweg 11. Bezirksverband Hamburg Zion.-Alademiseher Klub im K. J. V, ■ Hamburg. Jüdischer Ruder-Club ״Irrla“, Berlin-Frledricbshagen, Hahns Mühle 16, Telephon: Friedrichsilagen 901. Wochenprogramm: Sonntag, den 7. 7. 1939: 9 Uhr bootsfertig, Bootshaus Friedrichshagcn. Mittwoch, den 10. 7, 192g; ab 18 Uhr Uebungsbetrieb im Bootshaus. Donnerstag, den 11. 7. 1929: 20!/a Uhr (pünktlich!) Heimabend bei Leo Hutscbnecker, Lauenburger Straße 2a (gemeinsam für Aeltere und Jüngere. Sonntag, den!4. 7. *939: 9 Uhr bootsfertig. Mittwoch, den 17. 7. 1929: ab 18 Uhr Uebungsbetrioh. Donnerstag, den 18. 7. 1929: ab 18 Uhr Schwimmen im Wellenbad am Lunapark. Sonntag, den 21. 7. 1939: 0 Uhr bootsfertig. Mittwoch, den 34. 7. *929: ab 18 Uhr Uebungsbetrieb. Donnerstag, den 25. 7. 1929: 20t/a Uhr (pünktlich 1) Heimabend 1 bei. Julius und Fritz Masur, Alte Schönhauser Straße 43/44 (geineinsam für Aeltere und Jüngere). Sonntag, den 28. 7. 15)39; g Uhr boot*fertig. Mittwoch, den 31. 7. 1939: ab 18 Uhr Uebungsbetrieb. Günther Boas, Bin .־Schöneberg, Berchtesgadener Str. 15. ״ Telephon: Stephan 60 68.