Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1929-06-25 · Heft 49 (25.6.1929) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 49 (25.6.1929)
Date
1929-06-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2653062-2653106--20839-2678866
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 312 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 49, 25. VI. 1929 Das neue Makkabi - Bundeslied ומעיטו מאס *3י ליי $ חק4 qm \fin ijwi .f״ י־" ״«יי | i אין מו 10 ip ,war «שי i קדיסח־קדיסח הלוצי השוידס | קךימח מגויס מו חורים. 4 pn, תסץ l ת1נו qm I ' קריסה, קדיסה ,וזסמד. ®זדחסכבי- | וזבן. חנון ז דגלנו. הו1(« הכן, הכון! דגלנו qm קדימת קדימת הפגני!!; *בעי תינו חס לגך־חבי * מחננו מאוחד, ימין ושהאל | אין שדעת, «דעי ופועל | כל מכול במכבי יתעסל ־ r הך־הך בו/קז וחלל בחליל ההכנסו סבבי. יחודח והגליל אל הדגל מי הכסק וחשחן חאספו בלבם בגי תעמדו! tfliH) Di rjARCiÄ «5* K >.)? 'X^/9>0־/a7> מאח tpr יקותיאלי חנן, הנון! דגלנו חוק: קדימת. קדימת חסכני ן זקכו הקמות, ראשיכם הרימו ישרו השורות, מת, רות־שימו. זוגור־זוגות וארבעוח נבסחול. קדיבת צקוד,?מאל, ימין. שמאל. ׳נג*ל?י ן• כ־ *■ « >י S'•*״ T- -ן■ fi «־ 9?>},־ «•ן «ן * ♦ת * יי פ׳ 1■ .!ד ׳׳•■״׳ '* ’? '•? V/* t: "י• * 2* •׳* ׳*'?• ׳ ״ » *׳* J -1 t׳-. P- *- ״ «נ- י {4 v - ״,־/־ n ■ f■ ׳* «.*זע /- *א jr n.*l kt ן' tut ....hihihi ..in.... völkerung und der Munizipalität von Tel*Awiw die Ideen des 1 Makkabi vor Augen zu fuhren und ihnen zu zeigen, welche Pflichten die Staatväter für die jüdische Jugend naben. Wir können mit Genugtuung feststellen, daß wir Verständnis gefunden haben, mehr Verständnis als jemals zuvor, da die Stadt• Verwaltung nicht nur durch bloße Ueberlassung eines geeigneten Geländes für einen Sportplatz unsere Arbeit zum ersten Male aktiv fördert. Allmählich finden wir überhaupt mehr Verständnis unter der Bevölkerung. Ueberall finden wir jetzt junge Mensehen, die in kleineren oder größeren Gruppen Gymnastik, Ringen, Boxen, Schwimmen, Rudern, Spiele, Laufen, Springen usw. treiben. Auch hierbei sieht man, daß die Chawerim des Makkabi die Initiative geben, und daß sie diesen freien Sport entwickeln helfen. Darin liegt ein besonderer Wert. Wenn sich in der Oaluth unsere Arbeit in der Hauptsache auf die Tätigkeit im Verein erstreckt, so liegt es hier anders. Der Verein ist die Ausgangszeile, der Punkt, wo wir unsere Kräfte sammeln und entwickeln, um unsere Hauptaufgabe erfüllen zu können. Unser Ziel ist es aber, auf alle jüdischen Jungen und Mädchen zu wirken und somit durch eine allgemeine grundlegende körperliehe Erziehung zu der gesamten Erziehung unserer Jugend in Palästina beizutragen. Die Tatsache, daß Wer Vereine mit verschiedenen Tendenzen bestehen, mag uns zu bestimmter Haltung veranlassen, sie kann aber an unserer Grundeinsteliung nichts ändern: Unsere Aufgabe steht über den Parteien und nichts darf uns darin beirren. Jeder junge Jude ist uns willkommen, dessen Gesinnung ehrlich und wahr ist und der sein Leben in unsere nationalen Aufgaben einzustellen gewillt ist. Wer diese Voraussetzung erfüllt, ist uns willkommen. Wir lehnen es aber aufs entschiedenste ab, daß Sport zu politischen Parteizwecken ausgenutzt wird. Darin liegt eine doppelte Gefahr. Erstens: Die Kräfte Im Lande sind so gering und die Möglichkeiten für eine gute Gestaltung des Turn- und Sportbetriebes so klein, daß eine Teilung nur Schaden und Zersplitterung bringen kann; wo die vorhandenen Mittel gerade ausreichen würden, um eine Halle oder einen Sportplatz zu bauen, wird dies zunichte gemacht, wenn nicht alle Kräfte konzentriert werden. Nur durch Konzentration und Zusammenarbeit aller können wir vorwärts kommen. Zweitens: Die hier bestehenden Arbeitersportvereine benutzen als Propagandamittel, den Makkabi als eine bürgerliche gegen die Arbeiterschaft gerichtete Organisation hinzustellen. Es ist nicht notwendig, dieses Argument zu widerlegen. Die bloße Tatsache, daß zirka 90 0/0 der Mitglieder des Makkabi von Erez-Israel körperlich Arbeitende sind, besagt genug. Das arbeitende Erez-Israel hat für den Makkabi die große und wichtig« Bedeutung, die ihm als nationalem Aufbaufaktor zukommt. Wenn, wie ich oben anführte, die Stadt Tel-Awiw beginnt, die Bedeutung des Makkabi zu würdigen, so gilt dies nicht im gleichen Maße von der Zionistischen Organisation. Hier wird es noch viel Arbeit bedürfen, um die maßgebenden Stellen von ihrer Verantwortung für die körperliche Entwicklung unserer Jugend zu überzeugen. In den Schulen steht die körperliehe Erziehung in keinem Verhältnis zu dem, was sonst geleistet wird. Während man auf allen Gebieten der Schule bemüht ist, so modern und fortgeschritten wie nur möglich zu sein, ist man in den Leibesübungen weit hinter diesen Forderungen zurück. D»s zionistische Schulwesen hat es bisher nicht verstanden, hier Abhilfe zu schaffen, noch die vorhandenen Kräfte heranzuziehen. Da ferner keinerlei Jugendfürsorge besteht, so wird natürlich für die Jugend außerhalb der Schulen von offizieller Stelle aus noch weniger getan. Nun zur Chagigah. Schon am Tage vor der Veranstaltung stand Tel-Awiw ganz unter dem Eindruck des Festes. Wir hatten eine besondere Kleidung eingeführt, die von nun ab bei allen öffentlichen Veranstaltungen getragen werden soll. Wir wollen durch diese Einheitlichkeit der Kleidung ausdrücken, daß wir einen? Ziele zustreben und haben den Wunsch, daß sich uns die anderen Makkabikreise anschließen mögen... Abgesehen von einigen Vorkämpfen begann unser Fest mit einem Fackelzuge zum Grabe Max Nordaus am Vorabend. In geordnetem Zuge zogen wir vom Makkabiplatz aus durch die Straßen Tel-Awiws, am Gymnfsium vorbei durch Nachlath Benjamin nach Tel-Nordau, zur Grabstätte unseres großen Führers. Stumm versammelten sich die Makkabim am Eingang zum Friedliof, stumm schritten die Abgeordneten 2mm Grate Max Nordaus; wir dachten daran, mit welch weitem Blick Nordau die Bedeutung der Makkabibewegung vorausgesehen hatte und dankten ihm im Stillen, der uns Antrieb und Weg gewiesen hatte. Danach war noch eine interne Begrüßung im Garten der Palästina-Ausstellung. Vierzig Mitgliedern, die zehn Jahre lang im Makkabi als Vorturner oder in sonst einer Charge tätig gewesen waren, wurde eine Erinnerungsnadel überreicht. Während man dort versammelt war, erschien ein Trupp von zirka 50 Chawerim aus Beiruth und Damaskus, die zur Teilnahme an der Chagigah gekommen waren. Der Vormittag des Hairottages war den Vorkämpfen und der Generalprobe zu den allgemeinen Freiübungen gewidmet. Man sah besonders bei den Jugendlichen und den Mädchen schöne Fortschritte gegen die früheren Chagigoth. Den Abschluß bildete ein Handballspiel der Mädchen zwischen Jerusalem und Rechoboth, das unentschieden endete. Der Nachmittag begann mit dem Aufmarsch durch Tel- Awiw. Vom Klubneim in Lew Tel-Awiw ausgehend, zog der Makkabi unter Führung der neugegründeten Motorradsektion durch die Straßen Tel-Awiws, begleitet von der Kapelle des Haifaer Makkabi. Ke Häuser waren dicht besetzt von den Einwohnern Tel-Awiws, die mit ״Hedad“ und ״Kadimah“ unsere Makkabim begrüßten. Auch der Sportplatz war dicht umlagert von einer großen Menge Zuschauer, als das Rattern der Motorfahrer die Spitze des Zuges ankündigte. Großartig war der Eindruck des Platzes, umsäumt von über tausend Makkabim in ihren kleidsamen blauen Hemden, umgeben von Palmen 1j*nd dem strahlend blauen Himmel. Die leichtathletischen Endkämpfe losten manchmal übergroße Anteilnahme des Publikums aus; während man in Europa bei Wettkämpfen ungefähr die einzelnen Kräfte kennt und Ueberraschungen mehr oder weniger selten sind, so ist man hier vor den Wettkämpfen ganz im unklaren über den Ausgang. Daher die große Begeisterung, die jeder Ort und jede Kolonie für seine Teilnehmer aufbringt. Den Hauptteil der Siege errang die Jerusalemer Mannschaft, bei der man auch die beste Beherrschung der Technik der einzelnen Uebungen feststellen konnte. Pünktlich um 4>4 Uhr erschienen der High Commissioner Sir John und Lady Chancellor, vor deren Augen sich dann die Endkämpfe der Staffettenläufe abspielten. Die allgemeinen Freiübungen boten ein schönes Bild und fanden viel Beifall. Bei den Ausarbeitungen des Programms der Freiübungen besteht immer eine Schwierigkeit: Man will einen Einblick in die Körperschulung geben, andererseits aber durch eine Schauvorführung auch auf das ungeschulte Auge Eindruck machen. Nun eignen sich aber viele gerade besonders wertvolle Uebungen der Bewegungsgymnastik nicht für Massenvorführungen, so daß die technische Leitung hier immer vor einer ziemlich schwierigen Aufgabe steht. Ferner ist noch zu berücksichtigen, daß man bisher nicht von einem einheitlichen Gymnastiksystem reden kann. Da die meisten der ausgebildeten Turn- und Sportlehrer ihre Ausbildung in Dänemark erhalten haben, so herrscht meist die Arbeitsweise von Knudsen und von Bukh vor; daneben findet man aber auch andere Systeme, je nach den Herkunftsländern und dem Ausbiidungsgrad der Vorturner. Solange wir hier im Lande keine eigenen Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen haben, ist dem kaum Abhilfe zu schaffen, aber hierzu ist die Mitarbeit -- wie oben betont — verschiedener Stellen notwendig, und es ist unsere Aufgabe, diese maßgebenden Instanzen von der Bedeutung dieser Forderungen zu überzeugen. Ein Motorraefreigen zeigte, bis zu welcher Beherrsclnmg man es hierin bringen kann. Nach anschließender Ueber• reichung der Preise an die Sieger durch Lady Chancellor schloß di« Veranstaltungmit dem Sange der ״Hatikwah“. Der Abend vereinte uns noch im ״Gan Rinah“, einem neu errichteten Park, dicht am Mittelmeer gelegen, mit einer großen Freiluftbühne. Zum Programm hatte jeder der einzelnen Vereine Beiträge geliefert, teils Gymnastikvorführungen, Tänze und kleinere Szenen; aber auch das deutsche Geräteturnen kam durch eine Musterrfege des ganzen Landes zur Geltung. Wir hatten noch die Freude, den Bürgermeister von Tel-Awiw, Dlzengoff, und unseren alten Turnbruder Professor Dr. Heinrich Loewe, der als Tourist im Land« weilte, zu begrüßen. Seine in herzlichem Tone gehaltene Ansprache machte einen tiefen Eindruck und vielen mag dabei erst die Bedeutung und Stärke unseres die Welt umfassenden Verbandes zum Bewußtsein gekommen sein. Damit schloß unsere Chagigah. Sie bedeutet einen Schritt vorwärts in unserer Entwicklung, und wir wollen weiter arbeiten, um beim nächsten Male noch besser gerüstet dazustehen. Wir haben heute den Mut, alle Makkabim der ganzen Welt zu einer ״Makkabiade“ in Erez-Israel aufzurufen. Wir wissen, daß es nicht leicht sein wird, dies zu verwirklichen. Wir rechnen aber auf alle Makkabim, und wir hoffen, daß es gelingen wird, unsere Bewegung auch zu diesem 2iele zu führen. Der Jewish Welfare Board und *eine Bedeutung für die jüdische Jugend Amerikas Von Dr. phil. Salomon Flink, New York. Sieben Jahre sind verflossen, seit der Jewish Welfare Board in Amerika in seiner jetzigen Form geschaffen wurde. Ursprünglich eine Organisation zur Förderung der Wohlfahrt der Jüdischen Soldaten Amerikas im Weltkriege, hat sich der j.W.B. nach dem Kriege ganz der Erziehung der jüdischen Jugend Amerikas gewidmet. Es erfolgte ein Zusammenschluß des J.W.B. mit dem National Council, der damals die Leitung der größten jüdischen Jugendorganisation der Y.M. und Y.W.H.A.’s hatte. Das Aufgehen des National Council im Jewish Welfare Board, das im Jahre 1921 erfolgte, war das Ergebnis einer Tendenz, die bis dahin neben- und gegeneinander arbeitenden jüdischeu Jugendorganisationen zusammenzufassen und in gemeinsanier Arbeit eine einheitliche Bewegung zu schaffen. Trotz der verhältnismäßig kurzen Zeit, während welcher der Jewish Welfare Board seine Tätigkeit ausübt, läßt sich bereits ein ziemlich klares Bild über den Umfang und Bedeutung dieser Organisation gewinnen. Bereits vor der Gründung des Jewish Welfare Board gab es eine Anzahl nationaler Jugendorganisationen (Young judaah, Makkabi, Young Men and Young women Hebrew Association), von denen der ״National Council“ der Y.M.a.Y.W.H.A. die größte Bedeutung besaß. Dieser ״National Council“ nahmiedoch eine ziemlich passive Steilung ein. Der Mangel an Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Jugendorganisation nen in denselben Orten, die Verschiedenheit in den Statuten, die unzureichenden Mittel, die dem einzelnen Verein zur Verfügung standen, und insbesondere der Mangel eines fortgesetzten Gedankenaustausches zwischen den einzelnen Klubs erschwerten eine erfolgreiche Arbeit des ״National Council“ außerordentlich. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn die einzelnen Vereine in ihrer Arbeit keinen rechten Fortschritt machen konnten, und ihre Einrichtungen sieh in den meisten Fällen als unzureichend herausstellten. Insbesondere beim Bau von Klubhäusern, die in Amerika eine unumgängliche Einrichtung sind, machte sich der Mangel eines einheitlichen Aufbaupanes sehr unangenehm bemerkbar. Die Richtung, die der Jewish Welfare Board einschlagen mußte, war bei seiner Gründung gegeben. Man muß anerkennen, daß der J.W.B. in der kurzen Zeitspanne Außerordentliches auf diesem Gebiete geleistet hat. Und die gegenwärtige Lage rechtfertigt die Behauptung, daß der J.W.B. heute mit zu den führenden Organisationen im Leben der amerikanischen und kanadischen Judenheit gehört. Vom Anbeginn seiner Tätigkeit hat der j.W.B. auf eine enge Zusammenarbeit der einzelnen jüdischen Jugendorganisationen in den verschiedenen Orten hingewirkt. Zu diesem Zwecke wurde die Gründung von sogenannten ״Jewish Centers“ (Jüdischen Zentren) mit allen Kräften gefördert. Dieses ״Center“ ist ein modernes Klubhaus, das gleichzeitig ein Gymnasium, ein Schwimmbad, Vortragssäle, Bibliothek, einen kleinen Theaterraum und Verwaltungsräume enthält. Im allgemeinen besteht eine ziemlich geschlossene Zusammenarbeit zwisehen der örtlichen jüdischen Gemeinde und diesem Center. Dieses Klubhaus ist dann der Sammelpunkt aller jüdischen Organisationen, insbesondere der Jugendorganisationen an den verschiedenen Orten. Das einzelne Center ist in seiner Leitung und finanziellen Politik vollkommen unabhängig von dem j.W.B. Nichtsdestoweniger übt der Board einen um so stärkeren indirekten Einfluß aus. In Anbetracht der geographischen Ausdehnung Am«• rikas und Kanadas wäre es auch praktisch unmöglich, alle Vereine nach einem Schema zu leiten und zu verwalten. Diese indirekte Tätigkeit des J.W.B. erstreckt sich auf die verschiedenen Gebiete. Seit der Gründung des Board wurden 24 Bücher veröffentlicht, die die Organisation, Leitung und Ideen eines Jewish Center als Sujet behandeln. Auf diese Weise wird eine einheitliche Note in die verschiedenen Vereine gebracht. Außerdem behandeln diese Bücher unter Benutzung reichen statistischen Materials die Frage des Budgets und die Frage der körperlichen und geistigen Erziehung der Jugend. Fernerhin veröffentlicht der Board eine Vierteijahrszeitschrift (The Jewish Center), die eine regelmäßige Uebersicht über die Tätigkeit der einzelnen Centers in den verschiedenen Staaten der Union und Kanadas gibt. Besonderes Augenmerk hat der Board der Ausbildung von berufsmäßigen Leitern für ,die einzelnen Centers und der Errichtung einer Bauabteilung gewidmet. Hierdurch wurde es ermöglicht, daß in den verschiedenen Orten entsprechend den vorhandenen Mitteln di« Gebäude auf die rationalste Weise gebaut wurden und einen einheitlichen Stil erhielten. Besonders die Ausbildung von berufsmäßigen Leitern (social workers) hat sich hervorragend bewährt. Diese Leiter, die ihre Ausbildung in enger Zusammenarbeit mit dem Board erhalten, sind auf diese weise in die Lage versetzt, die Ideen der Bewegung in enger Fühlungnahme mit dem J.W.B. in die Tat umzusetzen. Zum Schluß noch einige Zahlen, die am besten über die Tätigkeit und den Erfolg des J.W.B. Aufschluß geben. Seit. Bestehen des J.W.B. (1921—1928) wurden in 76 Städten Gebäude im Werte von 12,5 Millionen Dollar errichtet, so daß zurzeit 139 Städte ein eigenes Center-Haus besitzen. Fernerhin sind zurzeit 15 weitere Gebäude im Werte von 5 Millionen Dollar im Bau. In der gleichen Periode stieg die Mitgliederzahl um ungefähr 60000 auf 275 000. An Vereinen gehören dem J.W.B. an 70 Y.M.H.A. (Young Men’s Hebrew Association), 47 Y.W.H.A. (Young Women’s Hebrew Association), 43 zusammengeschlossene Y.M.H.A. und Y.W.H.A. und 47 Jewish Centers. Außerdem steht der H.W.B. mit weiteren 97 jüdischen Vereinen, von denen 12 Aufnahme beantragt haben, in dauernder Fühlung. Die Bedeutung des Jewish Welfare Board für die Judenheit Amerikas wurde im Jahre 1926 bei der Grundsteinlegung des Jewish Center in Washington von dem seinerzeitigen Präsidenten der Vereinigten Staaten Ex-Präsident Collidge in äußerst lobenden Worten hervorgehoben. Auch auf der letzten Tagung des Jewish Welfare Board im Jahre 1928 In Washington nahm der damalige Vizepräsident Charles G. Dawes die Gelegenheit wahr, dem Board zu seiner Tätigkeit und zu seinen Erfolgen zu gratulieren. Man darf ohne Uebertreibung sagen, daß der J.W.B. auf dem besten Wege ist, die gesamte jüdische Jugend Amerikas und Kanadas in einer Bewegung zu organisieren, und man darf hoffen, daß auf diese Weise eine Organisation geschaffen wird, die zu einer geschlossenen national-jüdischen Jugendbewegung in Amerika führen wird. Die Sanierung von Tel-Awiw Jerusalem, 19. Juni. (J.T. A.) Der Oberkommissar für Palästina, Sir John Chancellor, hat in seiner vor seiner Abreise nach England mit Mayer Dizcngoff, dem Bürgermeistcr von Tel-Awiw, gepflogenen Unterredung diesem mitgeteilt, daß das Kolonialamt zuge8timmt*fcat, daß die von der Regierung dem Stadtrat von Tel-Awiw zur Durchführung von öffentlichen Arbeiten vorgeschossene Summe von 29 000 Pfund abgeschrieben werden solle. Harry Sacher, Milglied der Zionistischen Exekutive, teilte Herrn Dizcngoff mit, daß die Exekutive die ihr von der Stadt Tel-Awiw geschuldete Summe löschen werde. Beim Abschied von Dizengoff sagte Chancellor, die Regierung habe Vertrauen zu der jetzigen Administration der Stadt Tel-Awiw; die kürzlich erlassene Bestimmung• wegen einer Laborprüfung der Be- Schlüsse des Stadtrates durch die Regierung wird nicht zur Anwendung kommen. Bezüglich der Frage der Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei öffentlichen / .׳beiten sagte Chancellor, er habe diesbezüglieh dem Direktor für öffentliche Arbeiten strikte Anweisungen gegeben und hoffe, daß die Frage eine befriedigende Lösung finden wird. * ln der Sitzung des Stadtrates von Tel Awiw stellte Zavarski fest, daß es sich bei den 30.000 Pfund um Zuschüsse der Paiästina-Regierung an die Stadt Tel-Awiw zur Erhaltung der Polizeimacht und zur Durchführung von öffentlichen Arbeiten handelt, und daß diese Summe von dem Stadtrat niemals als Schuld an die Regierung anerkannt worden war. Die Regierung handele nur folgerichtig, wenn sie nun diese Summe auf das Subsidien-Konto überträgt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.