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Jüdische Rundschau · 1929-05-31 · Heft 42 (31.5.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 42 (31.5.1929)
Date
1929-05-31
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sene 260 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 42, 31. V. 1029 nation.'ilen Kolonisation und der öffentlichen Fonds. Das sind ebenso ungerechte wie gefährliche Urteile. In Wirklichkeit ist die Selbständigkeit der bisherigen Kolonien ebenso wie die ganze private Kolonisation nur dadurch möglich gewesen, daß Keren Hajessod und Keren Kajemeth ihre Pionierarbeit auf allen Gebieten getan haben und stets gerade dort einspringen, wo kein privates Interesse sich regt. Die Meinung, daß in Zuiunft der Keren Hajessod nur eine untergeordnete Rolle spielen wird, ist geradezu verhängnisvoll. Denn noch lange sind wir mit dem Aufbau des jüdischen Nationalheims nicht fertig, und immer wieder werden wir vor Aufgaben stehen, die nationale Mittel erfordern. ♦ Von der Kooperation in Palästina unberührt bleiben die Aufgaben der Zionistischen Organisation nach innen. Die Zionistische Organisation wird auch in Zukunft derjenige Teil der Palästina-Bewegung sein, der mit aller Konsequenz die Probleme des jüdischen Volkes und seines Zusammenhangs mit Palästina zu Ende denkt. Nur innerhalb der Organisation kann die erforderliche ideologische Weiterentwicklung vor sich gehen, die allmählich auch die Formen der Organisation umgestalten und mit neuem Geist erfüllen wird. Denn innerhalb des Zionismus wird eine freie Aussprache immer möglich sein, ohne engherzigen Zwang einer Uniformierung der Meinungen. Der interritoriale Zusammenhang, der gerade gegenüber den nach Ländern gruppierten Nichtzionisten unseren Vorzug ausmacht, kann auch ein wesentliches Element der Befruchtung der zionistischen Gedankenwelt sein. Heute ist der Zusammenhang nur lose und wenige Zionisten können die in andern Ländern geführten zionistisehen Diskussionen verfolgen. Beinahe überall wird im Zusammenhang mit der Erweiterung der Jewish Agency eine Diskussion über den Begriff des jüdischen Nationalismus geführt. Interessant sind besonders die wocheniangen, oft leidenschaftlichen Auseinandersetzungen in England. Während wir stets betont haben, daß durch die Agency keine Kompromisse der Gesinnung bezweckt werden, die ja die Partner nur diskreditieren würden (auch Louis Mars h a 11 vertritt in seiner in ״New Palestine“ jüngst abgedruckten Radiorede denselben Standpunkt), wurde von manchen unverantwortlichen Seiten besonders in England immer wieder die Version verbreitet, die Zionisten hätten auf den nationalen Gedanken verzichtet (als ob man das könnte!). Die Verbreiter solcher Meinungen glaubten sicherlich, damit der Sache der Agency einen guten Dienst zu leisten und Antizionisten dadurch zu beruhigen. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall, ln London hat der alte Claude Montefiore in einer Versarmnlungder bedeutungslosen, nur dem Namen nach existierenden antizlonistischen League of British Jews erklärt, er traue nicht dieser Verleugnung des Nationalismus durch die Zionisten; dies sei nur Opportunismus, und im Innern ihrer Seele hätten die Zionisten ihre Anschauungen nicht geändert. Claude Montefiore polemisiert hier mit seinen eigenen Freunden, die ihn falsch informiert haben; denn kein Zionist hat in der Tat an dem nationalen Fundament des Zionismus gerüttelt. Der Begriff des Nationalismus ist aber selbst vieldeutig, das macht den ganzen Irrtum aus. Der liberale ״Jewish Guardian“ meint zum Beispiel, daß die Annahme des ״Weißbuches“ ein Aufgeben des Nationalismus bedeutet, weil im Weißbuch gesagt wird, Palästina könne kein einheitlicher jüdischer Nationalstaat sein. Nach unserer Auffassung liegt das Wesentliche des Nationalismus ganz anderswo. Er ist zunächst der Akt der persönlichen Einordnung in den nationalen Zusammenhang des jüdisehen Volkes und der Glaube an die schöpferischen Kräfte dieses Volkes; er ist die Bereitschaft zur Verantwortung für das Schicksal des Volkes und für seine innere Entwicklung, eine sittliche Macht, die das Volk geistig und sittlich aufrüttelt, da es aus der einschläfernden Verlogenheit einer primitiven Assimilationsvorsteilung herausgerissen wird. Diese Bedeutung des jüdischen Nationalismus, der in dem heutigen ״Nationalheim“ freilieh nur zum Teil bereits Realität ist, verstehen auch Außenstehende sehr gut, und sie sind um so freier in ihren Anschauungen, als sie keine politische Befangenheit haben. Manche Zionisten aber fühlen sich gerade dadurch irritiert, da sie fürchten, daß unter dem Vorwand ״geistiger“ Ziele die politisch-wirtschaftliche Basis des Werkes bagatellisiert werden soll. Vielleicht gibt es auch solche Tendenzen, aber jedenfalls nicht bei denen, die innerhalb des Zionismus als die Protagonisten dieser Idee angesehen werden. Trotzdem hatten wir jetzt in England eine kleine Debatte aiten Stils zwischen ״poiitischem“ und ״achadhaamistischem“ Zionismus, und auch in anderen Ländern klingen derartige Töne von Zeit zu Zeit nach. Ausgangspunkte sind nicht nur die erwähnte Legende vom zionistischen ״Verzicht“ auf jüdischen Nationalismus, sondern merkwürdigerweise auch nichtjüdische Aeußerungen, die das geistig-nationale Wesen des Nationalheims stark betonen. Nicht nur in der von uns wiederholt zitierten letzten Rede von Ormsby- G 0 r e im Parlament, sondern auch in Reden von Führern der ״Palestine Mandate Society“ wurde großer Nachdruck gelegt auf den Gedanken eines geistigen Zentrums. Darauf veröffentlichte ein bekannter englischer Zionist im ״Jewish Chronicle“ eine Zuschrift, in der er sagte, der Zionismus sei für ihn niemals ein Streben nach einem geistigen Heim gewesen, sondern nach einem Heim für ״wirkliche menschliche Wesen“. Hier sind die Nachklänge der alten Polemik einer früheren Epoche gegen Achad Haam, die längst ihre Aktualität verloren hat. Denn wir stehen de facto bereits in einer Synthese des politischen und achadhaamistischcn Zionismus drin. Wir wissen heute, daß ein Nationalheim zwar ein Heim für ״wirkliche menschliche Wesen“ sein muß —- was auch Achad Haam nie geleugnet hat — aber das allein wäre zu wenig; es ist ein Heim für ein geistiges Wesen, nlmlieh für die Nation als solche. Heimstätten für menschliche Wesen, auch für Juden, können wir auch andere finden, Heim für die Nat io n nur das Eine. Und deshalb ist es nur durch die innere Unsicherheit verständlieh, wenn ein zionistisches Organ wie der ״Jewish Chronicle“ wochenlang seine Spalten mit einer so primitiven Problematik füllt, um schließlich erleichtert aufzuatmen, weil er in einer soeben erschienenen Broschüre des Generalsekretärs der Exekutive, Israel Cohen, einige Stellen entdeckt hat, die er als Beweis dafür akzeptiert, daß die Exekutive den nationalen Gedanken noch nicht verraten hat. Wir glauben, daß das wirkliche Schicksal unseres Nationalismus jenseits allen Formelstreites entschieden werden wird, nämlich im geistigen Leben der Nation, das durch Resolutionen u. ä. nur sehr unvollkommen zu leiten ist. Und nur ein Zionismus, der eine enge Verbindung mit den geistigen Gütern der Nation zu finden weiß, wird auf die Dauer wahrhaft national sein können. Die Diskussion zeigt, wie auch innerhalb des Zionismus noch immer einfache Begriffe schwankend sind. Und doch ist eine Klärung auch der theoretischen Anschauungen von fundamentalem Interesse nicht nur für die Gewinnung der Jugend, die heute sehr desorientiert ist, sondern für das innere Leben der Bewegung, die aus sich selbst heraus stets neue Impulse erzeugen muß. * Auch für die Politik ist die Auseinandersetzung über zionistische Grundbegriffe nicht überflüssig, denn sie sind das Fundament der Politik, ln dem jetzt beginnenden Wahlkampf wird auch der theoretische Meinungsaustausch eine große Rolle spielen. Es kann grundverschiedene Auffassungen in Fragen der Weltanschauung, die für den Zionismus von Belang sind, geben, bei denen trotzdem in der Praxis oft eine weitgehende Annäherung möglich ist. Politik erfordert Zusammenfassung von Kräften, Theorien trennen. In einem Volk gibt es naturgemäß verschiedene menschliche Typen. Der Wahlkampf ist ein soziales Phänomen, das seine eigenen Gesetze hat. Jeder Wahlkampf wird mit einer gewissen Heftigkeit und unliebsamen Begleiterscheinungen geführt, momentane taktische Erfolge werden auch dann nicht verschmäht, wenn sie nur durch das Mittel der Demagogie erzielt werden können. Da jedermann dies weiß, braucht man auch einzelne Vorkommnisse und Aeußerungen dieses Wahlkampfes nicht zu überschätzen. Es scheint,, daß auc£ persönliche Kafnpfeswelse nicht zu vermeiden ist, und oft fühlen sich Menschen gerade durch etwas ironische Kritik verletzt. Dies mag auch der Fall gewesen sein bei Lichtheims Breslauer Rede, über die unser Breslauer Berichterstatter, offenbar unter dem unmittelbaren Eindruck der ihm aufreizend erscheinenden Aeußerungen, hier in einer Weise berichtet hat, die, wie wir mit Bedauern zugeben müssen, nicht frei war von persönlichen Spitzen. Diese Form zeugt vielleicht von dem ungestümen Temperament des bewährten alten Zionisten, der den Bericht schrieb, aber die ״Jfldisehe Rundschau“ als das zentrale zionistische Organ ist — nach unserem Wunsch — als Ort einer solchen Polemik ungeeignet, selbst wenn, wie dem Berichte zu entnehmen ist, Herr Lichtheim die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ auch nicht gerade schmeichelhaft bedacht hat. Wir exemplifizieren auf diesen relativ sicher belanglosen Vorfall, weil er in manchen Kreisen, und gerade unter unseren Freunden, berechtiges Befremden hervorgerufen hat, und weil der eigentliche Wahlkampf erst bevorsteht. Wir wünschen, daß der Wahlkampf von Besonnenheit beherrscht ist und daß bei aller Gegen* sltzlichkeit der Anschauungen und Charaktere Zionisten nicht vergessen, daß auch bei Auseinandersetzungen innerhalb der Organisation das Gemeinsame über das Trennende gestellt weiden muß. * Das Gemeinsame! Vielleicht klingt es angesichts unserer heutigen Zerrissenheit etwas kühn, wenn wir den Wunsch aussprechen, daß wir am Anfang einer Periode stehen, die das Gemeinsame, Verbindende, wieder in den Vordergrund treten läßt Die letzten Jahre waren aus• gefüllt mit erbitterten Kämpfen im Zionismus. Heute sind durch den Gang der Entwicklung die meisten Streitfragen aus der Welt geschafft Wir stehen vor Tatsachen, und jeder Politiker muß vollendete Tatsachen anerkennen und seine Politik der neuen Sachlage anpassen, nicht aber einem Ressentiment erliegen, das Geschehenes im* geschehen machen möchte. Der Zionismus hat jetzt eine ganz neue große Chance, unter anderen Bedingungen und in anderen Formen als den durch die Gewohnheit zu einer Art Schablone gewordenen. Wir erleben einen ungeahnten Aufschwung der Palästina-Stimmung im jüdisehen Volk; der vergangene Frühling in Palästina war von tiefeinschneidender Bedeutung, er kann ein Wendepunkt zum Outen sein, wenn wir es verstehen werden, die entstandenen Energien in die richtigen Bahnen zu lenken und auszunützen. Wenn wir aber uns in inneren nutzlosen Streitigkeiten verlieren, wenn niemand da Ist, der den Weg zeigt und das innere Feuer schürt, dann besteht die Gefahr, daß die Möglichkeiten ungenützt verflüchtigen. Der Zionismus, in geschlossener Kraft, muß das treibende Element sein, das die Palästina- Arbeit vorwärtsdringt, ohne Prätentionen, ohne Pochen auf unsere Erstgeburt, aber njlt der ganzen Uebe, der alten, älteren Liebe, die unser zionistischer Vorrang ist R. W. Exehulive gegen Regierung ln der Frage der Zcrtffikai~Vcrteilung Die Regierung hat für die Verteilung der von Ihr bestätigten Einwanderungs-Zertifikate eine Reibe von Bedingungen gestellt. So sollen von den 2400 Zertifikaten 1500 für männliehe Arbeiter, 600 für Frauen und 300 für Qualifizierte Arbeiter verwendet werden. Von den 1590 Zertifikaten für Minner werden jedoch zur sofortigen Verteilung nur 1000 zur Verfügung gestellt. Die verbleibenden 500 will die Regierung als Reserve für politische Flüchtlinge und für Einwanderer, die als Touristen ins Land gekommen und dann hier geblieben sind, verwenden. Von den für Frauen bestimmten Zertifikaten will die Regierung nur 400 zur Verfügung stellen, und auch diese nur auf Grund namentlicher Vorschläge der Zionistischen Exekutive und unter der Bedingung, daß die Betreffenden Argehörige im Lande haben. 200 Zertifikate für Frauen sollen als Reserve zunächst noch in den Händen der Regierung zur späteren Verteilung an politische Flüchtlinge und Touristinnen bleiben, die nachträglich das Aufenthaltsrecht erhalten. Die 300 Zertifikate für qualifizierte Arbeiter wird die Regierung ebenfalls nur auf namentliche Vorschläge der Zionistischen Exekutive zur Verfügung stellen. Die Zionistische Exekutive, die sich in einer Sitzung eingehend mit diesen Bedingungen der Regierung beschäftigt hat. verlangt von der Regierung. daß Ihr sämtliche Zertifikate zur Verfügung gestellt werden (mit Ausnahme der für die politischen Flüchtlinge bestimmten). (Ziko.) * Dazu schreibt unser palästinensischer AG-Korrespondent: Sieht man sich die neuen Bestimmungen genau an und prüft man sic im LicWe der palästinensischen Bedingungen, so ergibt sich folgendes: Von den 2400 Zertifikaten stehen nur 1000 zur freien Verfügung. Der Rest ist allen möglichen Einschränkungen unterworfen. Die Reserve für die politischen Fluchtlinge aus Rußland ist so groß bemessen, daß sie — wie die Verhältnisse in der Sowjetunion liegen — kaum ausgenutzt werden kann, abgesehen davon, daßdieselmmigration bisher außerhalb der allgemeinen Quote stand. Die Bedingung, Arbeiterinnen nur dann zuzulassen, wenn sie hier Familie haben, ist für palästinensische Verhältnisse geradezu absurd. Die Mädchen, die hier auf dem Lande und in der Stadt beschäftigt sind, sind unabhängig, schaffen sich ihre eigene Existenz und ein ״Familienanschluß" ist in den meisten Fällen unmöglich. An vielen Stellen fehlen heute weibliche Arbeitskräfte, und es ist absolut nicht einzusehen, warum eine Frau, die arbeitet, nur dann zugelassen werden soll, wenn ihre Tante oder ihr Bruder zufällig im Lande lebt. Eine namentliche Auslese der Facharbeiter schließlich, und zwar auf bürokratischem Wege würde die Versorgung der palästinensischen Betriebe mit geschulten Kräften außerordentlich erschweren, weil die Erledigung eines jeden solchen Gesuches viel Zeit wegnimmt Alle diese Bestimmungen jedoch sind vielleicht noch begreiflich — wenn auch schwer —, aber der Versuch, Immigranten, die bereits feste Arbeit haben, auf die Rechnung der kommenden Einwanderung zu schreiben, nur weil sie auf Touristenvisen hergekommen sind, hat keine praktischen Motive mehr, da ja der Arbeit«־ bedarf nach dem jetzigen Stand, nachdem diese irregulär Eingewanderten bereits absorbiert sind, berechnet wurde. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß es der E%ekutive gelingen wird,dieseneuen Bestimmunsehr ungeschickt, denn er ist rein bürokratisch und so unelastisch, daß er die Arbeit außerordentlich erschwert. Wenn die Zionistische Organisation für die Einwanderung ver» antwortlich sein soll, so muß sie die Einwanderung in gewissen Grenzen selbst regulieren können und nicht gezwungen sein, mit jeder kleinen Sache zur Regierung zu laufen. Die Maodatarmacht muß ein gewisses Vertrauen zur Zionistischen() rg an ו sat ionhabe n, und die äußerst vorsichtige Politik der Exekutive im letzten Jahre — eine Vorsicht, die so groß war, daß sie Immer wieder die Ungeduld des Jischuw hervorrief — zeigt deutlich, daß keine überstürzte Einwanderung jetzt versucht wird. In der Zionistischen Organisation hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis von der Notwendigkeit einer Regulierung der Immigration durchgesetzt. Und weite Kreise des Zionistnus, auch in Palästina, wären durchaus bereit, mit der Regierung in dieser schwierigen Arbeit zu kooperieren. Eine Regulierung kann jedoch nicht rein bürokratisch und ohne jede Elastizität gemacht werden. Und wenn d)e Behörden sie auf die Art durchzufübrea suchen, wie sie in den neuen Bestimmungen zum Ausdruck kommt, so kann man sich nicht des Eindrucks erwehrem als ob ihr nicht so sehr an einer Regulierung als an einer Ein- Schränkung der Immigration gelegen wäre. Die Erfolge der Tel-Awlwer Aassteflmg Der Bericht, den die Leitung der Palästina-Ausstellung in TeJ-Awiw nach Schluß der Veranstaltung an das Komitee erstattet hat, enthält eine Reihe bemerkenswerter Daten. So sind während der Dauer der Ausstellung 118 942 Karten im Betrage von annähernd 2000 Pfund verkauft worden. 16000 Karten wurden durch die Ösenbahn verkauft 15 bis 20 0/0 der Besucher waren Araber. Die Kosten der Ausstellung für die Leitung und die Aussteller selbst werden auf etwa £ 10 000 geschätzt. Es ist bemerkenswert, daß die Rechnung der Aus- Steilungsverwaltung ohne Defizit abschloß. Infolge des roßen Interesses vor allem ausländischer Industrie- und Haneiskreise soll die Ausstellung Im nächsten Jahre in größerem Maßstabe wiederholt werden. Auf der Ausstellung wurden Umsätze und Aufträge im Betrage von 37 000 Pfund erzielt. Allein in der Automobtihalle wurden 12 Automobile verkauft. Auch in landwirtschaftlichen Maschinen, Textilien, künstlichem Dünger u. a. fanden angemessene Umsätze statt* (ziko.)

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