Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 21 (15.3.1929)
- Date
- 1929-03-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2651273-2653062-2653084--20636-2678641- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 21, 15. m. 1929 JUEDISCHF RUNDSCHAU Sehe 131 Es kommt alles aut das Wachsen des Jischuw an. Die Ausführungen aller Redner, die begeistert und freudig das Aufbauwerk preisen, sind mit den 160 000 Juden verbunden, die heute in Palästina leben und im Laufe von Jahrzehnten soviel geschaffen haben, daß sich alle Zukunftshoffnungen mit ihnen verbinden lassen. Würde man ebenso sprechen, wenn nur 50 000 Juden dort wohnen würden oder wenn diese 160 000 Juden alle in vermittelnden oder städtischen Berufen tätig wären? Sicherlich nicht. Und man wird diese Reden nicht halten können, wenn nach Jahren nur die gleiche Zahl dort siedelt oder wenn auch bei größerer Zahl das jüdische Landvolk nicht gewachsen sein wird. Alle Schwierigkeiten können unsere Siedler ertragen, alle Schmerzen durchleiden, wenn sie wissen, daß das Judentum der Welt hinter ihnen steht. Sic müssen schwach werden, wenn ihnen zum Bewußtsein kommen sollte, daß sie im Stiche gelassen werden, daß nicht Jahr für Jahr neue Tausende in das Land strömen. Neues Leben ist unlöslich verbunden mit ständigem Wachsen der Siedlung. Erez-Israel und wir müssen fühlen, daß es aufwärts geht, daß die Menschen sieb mehren, daß die Bodenfläche größer wird, daß gesunde und natürliche Lebensverhältnisse in einem höheren Maße und in immer größeren Ausmaßen vor unseren Augen entstehen. Wem es ernst ist am die jüdische Qualitätsleistung, der sei heute besorgt um die Quantität unserer jüdisehen nationalen Heimstätte. Für die Arbeit unserer Generation bedeutet in diesem Sinne Quantität Qualität Wir sammeln die Kräfte der Judenheit, weil wir wissen, daß unser Werk in seiner Durchführung an eine uns zwar nicht genau bekannte, aber doch recht kurze Zeitspanne gebunden ist. Wenn unser Freund Schindler Ihnen sagte: ״Wir hoffen, daß in Jahrzehnten in Palästina ein starkes neues Leben erwachsen wird“, so wissen wir, daß es nur auf diese nächsten Jahre und Jahrzehnte ankommt Die Bedeutung unserer Generation liegt darin, daß ihr die Aufgabe auferlegt worden ist, in unseren Tagen durch unmittelbare Palästinaarbeit die Voraussetzungen für die jüdische Zukunft zu schaffen. Wir müssen dafür sorgen, daß Juden ins •Land kommen, daß sie das Land bearbeiten, daß ein geschlossenes jüdisches Territorium entsteht, daß ein Zusammenschluß aller jüdischen Siedlungen die Einheitlichkeit des jüdischen Lebens garantiert, daß ein Gebiet entsteht, auf dem Juden so natürlich und so frei leben, daß sie ihrer spezifischen Bestimmung gerecht werden können. Erst dann wird die Judenheit erfahren können, ob das jüdische Volk noch imstande ist, Neues zu schaffen, Neues zu denken, aufs Neue produktiv zu werden. Im Keren Hajessod besteht die Möglichkeit, durch Hergäbe irdischen Gutes Ewiges zu erzeugen. Nur wer dieses allgemeine Werk fördert, dient in Wahrheit der reinen Erneuerung unserer Art. Wir gehen jetzt aufs Neue an unsere Arbeit in dem Bewußtsein, daß wir alle meßbaren Werte zu steigern haben, daß all unser Streben nur Sinn hat, wenn der Umfang unser» Werkes wächst, und daß nur dann in einer neuen Vermählung von Volk und Land in Erez-Israel die Schönheit, die Kraft und die Otöße des Judentunjs offenbar Ferdpt kann, (BeifalL) Oscar Wassermann die Kundgebung mit folgenden Worten: Sie haben hier Redner verschiedener Berufe, verschiedensten Temperaments und verschiedenster geistiger Ein- Stellung gehört Gemeinsam ist ihnen die tiefe Uebcrzeugung ihrer Ansichten, gemeinsam nicht das Motiv, aber das Ziel dessen, was sie wollen, das Ziel des Aufbaus einer jüdischen Kultur, jüdischen Lebens in Palästina. Die Erwartungen, die Hoffnungen, die jeder von seinem Standpunkt, jeder aus seiner Gesinnung heraus an diesen Aufbau knüpft, werden sich vielleicht in der einen, vielleicht in der anderen Weise, vielleicht nur teilweise erfüllen, — wir können das heute nicht sagen; das ist Sache der nächsten und übernächsten Generation. Wir tragen die Bausteine zusammen. Der Bau wird drüben errichtet und in dem Bau wohnt eine junge Generation, wohnen nicht die, die ihn errichten. Aber wir haben das Vertrauen zu Juden und Judentum, und in diesem Vertrauen hoffen wir, glauben wir, ja, wissen wir, daß der richtige Weg von den kommenden Generationen gefunden wird, und daß das, was wir heute Palästina geben, uns d. h. unseren Kindern und Enkeln und der ganzen Welt hundertfältig zurückgegeben wild. Wir wollen hier keine Resolution fassen. Das Werk, das wir tun, das Sie durch Ihre Anwesenheit, durch Ihre Teilnahme an dieser Kundgebung stützen und empfehlen, weiter in Freude tun. Wir bitten Sie, an diesem Werk freudig mitzuwirken, den Palästina-Gedanken weiter zu verbreiten und dem Keren Hajessod neue Anhänger, neue Förderer zu werben. Die Landesversammlung des Keren Hafessod Wir haben in der vorigen Nummer einen kurzen Bericht über die Verhandlungen der Landesversammlung des deutschen Keren Hajessod am 10. d. M. sowie den Text der gefaßten Resolution veröffentlicht. Einen Auszug aus dem bedeutungsvollen Referat von Felix Rosenblüth über ״Das jüdische Kolonisationswerk in Palästina“ sowie Auszüge aus den gehaltenen Ansprachen werden wir in einer der nächsten Nummern zum Abdruck bringen. Heute veröffentlichen wir aus der Fülle der an die Landesversammlung gelangten Begrüßungen besonders bemerkenswerte Bruchstücke. ־ In dem Begrüßungsschreiben des Keren Hajessod- Direktoriums injerusalem heißt es: ״Der Deutsche Keren Hajessod hat vom Beginn an im Rahmen des allgemeinen Keren Hajessod beispielgebend gearbeitet. . . . Der Deutsche Keren Hajessod hat den Vorzug gehabt, im nichtzionistischen Kreis Freunde zu finden, die das Verantwortungsgefühl für unser Werk in Palästina in seiner ganzen Stärke empfinden und sich von Anfang an führend in seinen Dienst gestellt haben. So ist die Geschichte des Deutschen Keren Hajessod zu einem Sieg der Keren Hajessod- Idee geworden. Die Früchte zeigen sich in aen materiellen Ergebnissen ihrer Arbeit. Wir stehen jetzt an einem Wendepunkt der Entwicklung. Die Erweiterung der Jewish Agency ist in der Verwirklichung begriffen. Die entscheidenden Schritte sind in Amerika getan worden. Aber wiederum ist auch das deutsche Judentum dazu berufen, beispielgebend mitzuwirken. Ihre Tagung wird diesem Punkt der Tagesordnung volle Aufmerksamkat widmen. Wir hoffen, daß sie zu Beschlüssen gelangen wird, die die Grundläge dafür bieten, daß bei der Erweiterung der Jewish Agency die Gesichtspunkte nicht aus dem Auge verloren werden, die bei der Schaffung des Keren Hajessod richtunggebend waren. Das Werk des Aufbaus der nationalen Heimstätte in Palästina bedarf mehr denn zuvor der friedlichen Zusammenarbeit aller jüdischen Kreise. Ihre Tagung,möge dazu helfen, diese Zusammenarbeit zu befestigen una sie auf den Keren Hajessod zu konzentrieren. Eine historische Aufgabe der jüdischen Gemeinschaft Ist zu lösen. Das deutsche Judentum hat die Chance, hierbei entscheidend mitzuwirken.“ Die Zionistische Exekutive in Jerusalem telegraphierte wie folgt: ״Die Zionistische Palästina-Exekutive begrüßt die Landesversammlung des Deutschen Keren Hajessod in voller Würdigung der bisher vom deutschenjudentum für Palästina geleisteten Arbeit und in der Hoffnung auf gesteigerte Zusammenarbeit aller deutschen Juden für die historische Aufgabe der Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina.“ Die Hebräische Universität In Jerusalem schrieb: ״Nur die geeinte Judenheit kann den großen Gedanken des Aufbaus Palästinas in die Wirklichkeit umsetzen. Auch B AUMS P EN D Ev״ ־תרומות עצים׳ DIE ERSTEN I Km E■ ■m 1 Ea I 1י 1000 BÄUME Der erste Hain Im Einsteinwald war bis zum 14. Mä 2 vollendet! Die Aktion bis Purim schaffe 10.000 BAUME, EINSTEINS WALD! *»Sät!•t-is *צרי-יי* BAUMSPENDE?03^חריםרח עצי־ם die Universität war von Anfang an für die Gesamtjudenheit bestimmt, ein Zentrum jüdischen Geistes und jüdischer Wissenschaft Die deutsche ludenheit, die die jüdische Wissenschaft begründet und an ihrer Fortentwicklung ständig Anteil genommen hat, die an den geistigen Strömungen Deutschlands teilnimmt, wird sehr gut das Wesen der Hebräischen Universität und den Gedanken der Erlösung des Landes verstehen. — Wir hoffen, daß die große Stunde eine ihrer würdige Generation finden wird.“ Das Landeskomitee des Keren Hajessod in Palästina schrieb u. a.: ״Wenp der palästinensische lischuw in seinem Ringen in der schweren wirtschaftlichen Krise der letzten Jahre na:h Kräften seine finanziellen Verpflichtungen gegen den Keren Hajessod erfüllt und sich mit seinen Spenden an ihm beteiligt hat, so sah er stets mit Befriedigung auf das Anwachsen der Keren Hajessoa-Eingänge in Deutschland, die ein Ergebnis hingebungsvoller, intensivster Arbeit sind. Der Aufbau Palästinas bedarf der Hilfe aller Teile des Volkes, und diese Hilfe ist jetzt, nachdem die schwere Krise vorübergegangen ist und wir vor einer Erweiterung der Bewegung, vor der Erweiterung der Alijah und des Autbaus des Landes stehen, nötiger als je. fm Namen von 12000 Keren Hajessod-Zetchneru Palistinas, die an der Front der Keren Hajessod-Arbeit stehen, täglich sein Wirken sehen und sich durch ihre Spenden an ihm beteiligen, begrüßen wir Ihre Konferenz.“ Vom United Palestine Appeal in New York ging folgendes Begrüßungsschreiben ein: ״Die Mitarbeiter für das Palästinawerk in Amerika benutzen die Gelegenheit, um den Mitarbeitern für das Palästinawerk in Deutschland ihre Grüße zu übermitteln und ihnen zu ihrem stets wachsenden Anteil, den sie am Aufbau der jüdischen Heimstätte nehmen, zu gratulieren. Deutschland sah sich ebenso wie Amerika vor dem Problem, daß seine jüdischen Gruppen in der Palästinafrage gespalten waren. Diese künstlichen Trennungen sind jedoch ltn Verschwinden begriffen, und wir schauen der Bildupg der Jewish Agency in der Hoffnung entgegen, daß dies das Mittel sein wird, alle Gruppen und Richtungen im Judentum für die Aufgabe des Palästinaaufbaus zu einigen. Der United Palestine Appeal von Amerika, der den Hauptpalästinafonds in unserem Lande repräsentiert, drückt der Keren Hajessod-Konferenz in Deutschland seine besten Wünsche aus und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die deutsche Judenheit als Ergebnis der Beratungen der Konferenz bereit sein wird, stets mehr Mittel für den Aufbau Palästinas zur Verfügung zu stellen.*1 Aus der großen Zahl der Einzelbegrüßungen geben wir nur die folgenden wieder: Herr Alfred Leonhard Tletz in Köln telegraphierte: ״Dringende Gründe verhinderten mich plötzlich, an der heutigen Versammlung teilzunehmen. Ich bedauere dies außerordentlich und wünsche der großen Veranstaltung Erfolg in jeder Beziehung. Möge der Gedanke der Kooperation in der deutschen Judenheit Allgemeingut werden und die Ucberzeugung weiter an Boden gewinnen, daß durch Unter- Stützung aes Palästinawerks ein weiterer Schritt getan wird zur Regeneration des Judentums.“ Der bekannte französische Politiker löon Blum (Paris) telegraphierte: ״Meilleurs voeux pour suteis votre Conference. Espere: coordination toutes les forces du Judaisme mondial asturera reeonstruction Foyer National Juif sur l’antique terre de Palestine, gagn^e ä unc nouvelle et meilleure vie par le travail juif.“ (Deutsche Uebersetzung: Beste Wünsche für den Erfolg Ihrer Konferenz. Ich hoffe, daß das Zusammenwirken aller Kräfte der Weltjudenheit den Aufbau des jüdischen Nationalheims auf dem altchrwürdigen Boden Palästinas sicherstellen wird, das durch jüdische Arbeit einem neuen und besseren Leben wiedergegeben ist.) * Die Landesversammlung wählte, wie wir bereits berichtet haben, auf Grund der Vorschläge des Präsidiums gemäß § 14 der Satzungen ein Zentralkomitee, bestehend aus 51 Mitgliedern. Das aus 17 Mitgliedern bestehende Präsidium wurde in der bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Es besteht aus folgenden Mitgliedern: Direktor Oscar Wassermann (Vorsitzender), Generalkonsul Eugen Landau, Kurt BIumenfeld (stellvertretende Vorsitzende), Dr. Alfred Apfel, Rabbiner Dr. Baeck, Dr. A. Barth, Alfred Berger, Willy Dreyfus, Dr. Bernhard Kahn, Professor Carl Lewin, Fritz Naphtaii, Dr. Martin Rosenblüth, Alfred Lisser (Hamburg), Kommerzienrat Albert Moos (Stuttgart), Julius Schindler (Hamburg), Fritz Sondheim er (Frankfurt a. M.), Alfred Leonhard Tietz (Köln). Agency •Konferenz der englischen Jnden London, 10. März. (J.T. A.) Die englisch-jüdische Konferenz, in der der Wunsch der jüdischen Gemeinschaft Großbritanr.iens an der Jewish Agency teilzunehmen, zum Ausdruck kommen soll, wurde vom Jewish Board of Deputies für den 21. April nach der Rudolf-Steincr-Halle in London einberufen. Einladungen ergingen bisher an den Reichsrabbiner Dr. Hertz, an den Marouis von Reading, an Lord Melchett, an Sir Herbert Samuel, an die extrem-orthodoxe Gemeinde Adass Jisroel, an die Föderation englischer Synagogen (konservative Richtung), an den liberalen Synagogenverband, an die spanisch-portugiesische Synagoge; an die Provinz-Synagogen, an die Anglo-Jewish Association, an die Jewish Friendly Societies tFreunaschaftsbünde), an den Beth- Din, an den Verband jüdischer Studenten, an die Liga der britischen Juden sowie an alle jüdischen Gewerkschaften. Der Einladung ist ein Memorandum beigefügt, in welchem als das Ziel der Jewish Agency die Mithilfe an der Errichtung des jüdischen Nationalheims in Palästina im Geiste der Balfour- Deklaration und des Mandats angegeben wird. Dar Einstein -Wald bei Kiij&tti Aoawim? Nach einem Telegramm aus Jerusalem ist ab Anpflanzungsort für den Einstein-Wald Kirjath Anawim in Aussicht -־•- ■ ׳ "־י ’’ . . . 1920 gekauft wurden. Auf 110 Dunant sind hier bis Herbst 1922 ca. 29000 Waldbäume gepflanzt Forcjen. Die Rote ' Ihre VereuclC i1n‘‘te1TÄin6iü,״FelCh landes für Kulturen erweisen sollen, bekannt geworden. Frez-Israel frflßt Albert Einstein Obwohl Einstein den Wunsch ausgesprochen bat, daß alle Blumen und Geschenke, die ihm zu seinem gestrigen Geburtstag zugedacht waren, von seinen jüdischen Freunden durch Baumspenden abgelöst werden sollen, hat ihn doch gewiß ein besonderer Gruß aus Palästina erfreut, der ihm durch den Keren Kajemeth zukam. Außer der Adresse, welche die Glückwünsche und Namen der Stifter des ersten Hains im Einstein-Walde enthält, wurde ihm ein Korb mit Früchten aus Palästina übersandt, Jaffa-Apfelsinen, Zitronen, Mandeln, Feigen, Datteln enthaltend, dazu wein aus Ri schon Ie Zion und Orangenhonig von Rechoboth. Blumen des Landes, Anemonen und Pfefferblüten, schmückten den derben Bienenkorb, an dem auf einem Spruchband aus Pergament der Glückwunsch Erez-Israels an den großen Gelehrten zu lesen war. Der erste Einstein-Mn zustande gebracht Bei dem Berliner Komitee für Schaffung eines Einstein- Waldes ln Palästina sind bereits mehr als 1000 Baumspenden eingelaufen, so daß die Anlegung des ersten Hains (1000 Bäume) bereite gesichert ist. Die Urkunde über diesen ersten Einstein- Hain ist Prof. Einsfein an seinem 50. Geburtstag, 14. März, übermittelt worden. v Anläßlich des 50. Geburtstages Albert Einsteins hat die Jüdische Altershilfe, Groß-Berlin, beschlossen, eine Reihe ihr vorgeschlagener jüdischer Gelehrter und Künstler durch eine besondere Zuwendung zu unterstützen. Diese Form der Ehrung hat die freudige Zustimmung von Professor Einstein gefunden, der der Arbeit der Jüdischen Altershilfe Groß-Berlin seit inrer Konstitution nahesteht. Die Ei■• and Auswanderung im Jahre 192$ Nach einer Uebersicht in ״Mischar Wetaassiah“ betrug die Z|hl der Einwanderer nach Palästina im Laufe des Jahres 1923 3086, darunter 2178 Juden, die Zahl der Auswanderer während des gleichen Zeitraumes 3122, darunter 2178 Juden. Die Zahl der jüdischen Ein- und Auswanderer im Jahre 1928 hält sich somit genau die Wage. Der Anteil der jüdischen Einwanderer an der Gesamteinwanderung Palästinas betrug im Jahre 1928 70 0/0, Im Jahre. 1927 75 »0,1׳m Jahre 1926 95 »0. Au der Aus- Wanderung waren die Juden im Jahre 1928 mit 68 0/0, 1927 mit 75 0/0, 1920 mit 80 «,0 beteiligt Im ersten Halbjahr 1928 hat die Zahl der jüdischen Auswanderer die der Einwanderer nicht unwesentlich überstiegen, während vom Monat Juli an ein Uebergewicht der jüdischen Einwanderer über die Auswanderer zu verzeichnen ist. (Ziko.) Die Unterbringung der neuen Chalozim Die Zahl der seit dem Einsetzen der neuen Alijah ins Land gekommenen Chaiuzim beträgt 400. Die Einwanderer haben zum größten T eil in den judäischen Pflanzung sk o I o n i c n Arbeit gefunden. In Chedera wurden 57, in Rechowoth 56, in Petach Tikwah 44, in Kfar Saba 42, in Neß-Zionah 35 Chaiuzim untergebracht Aus dem Jemen kamen 71 jüdische Einwanderer, die zum größten Teil in Kfar Saba und bei Rischon-le-Zion unterkamen. Mit den nächsten Schiffen werden wieder über dreihundert Einwanderer erwartet.