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Jüdische Rundschau · 1929-03-01 · Heft 17 (1.3.1929) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 17 (1.3.1929)
Date
1929-03-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr 17. 1.W!920 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 107 Ein Elnslelo-Wald Eine jüdisch-amerikanische Zeitung veranstaltete voj •ln]- gen Wochen che R״ndfrage, wer der bedeutendste und berUhmteste Jude der Gegenwart sei. Die Antwort war vorauszusehen: dieser Mann Ist A Ib e r t E In s t ei n, der am 14. JVISrz seinen 50. Geburtstag feiert. Diesen Tag wollen Insbesondere Verehrer und Freunde das zeitlos berühmten Gelehrten und aktiven Mitarbeiters an allen großen fortschrittlichen menschheltsbefreienden Bewegungen und darum auch an der Aufbaubewegung für Palästina nicht vorübergehen lassen, ohne durch ein lebenspendendes Denkmal Albert Einstein zu ehren. Aehnlch wie man als schönstes Denkmal für Theodor HerzI den Herzl-Wald pflanzte, soll nun in Palästina zu Ehren Albert Einsteins ein Einstein-Waid erstehen. Ein Kreis von repräsentativen Vertretern des deutschen Judentums hat sich zur Durchführung dieses Planes In einem Komitee zusammengeschlossen, das an die deutsch-jildicche Oef/entichkeit einen Aufruf erläßt. In diesem Aufruf heißt es: .,Ein Einstein-Wald in Palästina soll als ein lebendiges Denkmal für ewige Zelten seinen Ruhm und unsere Verehrung künden, aber auch Zeugnil Jüdischer Schöpferkraft, Arbeit und Kultur sein. Wir deutschen Juden sind sloiz darauf, Einstein zu den unseren zu zählen, begrüßen freudig die Gelegenheit, ihm in dieser schönsten und würdigsten Form unsere Glückwünsche darbringen zu können. Schaffet den Einstein-Waid.“ Der Aufruf i t unterzeichnet: Ministerialdir. Badt, Rabb. Dr. B aec k, Prof. Dr. R. E h rmann, Prof. Dr. EIbogen, Jakob Goldschmidt, Prof. Dr. Gotthoid Weil, Dr. h. c. Aron Hirsch, Dir. Oskar Wassermann, Emil Damann, Ministerialrat Hans Goslar, Prof. Heinrich L o e w e, Siegfried Hirsch, Prof.!.Schur, Privatdoz. Dr. D. B a u mgardt, Prof• Julius Citron, Prof. Carl Lew In, Rabb. Dr. Max Wiener, Legationsrat Dr. Moritz Sobernhelm, Kurt Blumenfela, Salman Schocken. »>»•’> •s־»i1: *£££*״ KA*1eMCTH IN ZEICHEN mm HAIFA 1AY I gegeben hat. — Am Abend desselben Tages hielt Dr. Max Mayer einen von der Zionistischen Ortsgruppe veranstalteten öffentlichen Vortrag über Einführung in die neuhebräische Literatur. Der Vortrag stand nicht nur wissenschaftlich auf der Höhe, sondern bedeutete auch rein künstlerisch einen Genuß ersten Ranges für die Zuhörer, die durch den nahezu dreistündigen Vortrag bis zum Schluß gefesselt wurden. Frankfurt 8. M. Die Frankfurter Gruppe der Zionisten- Revisionisten veranstaltet gemeinsam mit der Frankfurt« Zionistischen Vereinigung einen Vortragsabend am 4• Mär« im H5r- »aal der Synagoge Unterlindau 31. Referent: Richard Lichtheim, Berlin. Thema: Aktuelle zionistische Fragen. Plauen. Vor einer gutbesuchten Versammlung hielt am 6. Februar Dr. Werner Bloch (Berlin) ein Referat über ״Die Erweiterung der Jewish Agency und Palästina". Von der starken Geduld der Juden in der Passivität und ihrer Ungeduld in aktiver Hinsicht ausgehend, besprach Dr. Bloch die Ursa hen des Mißlingens der vierten Aiijah. Heute wird ein Unbeeinflußter sofort feststellen können, daß Paläsiina am Anfang ejq.es neuen Aufstieges steht. Im Galuth gibt es neben den eingefleischten Antizionisten, die zuerst die Idee für verrückt erklärten und nun an der Realität mäkeln, eine Gruppe von Nichtzionisten, die dem jüdischen Kleinkampf femstehen und ׳f׳e daher von der Realität des Palästina-Aufbaues überwältigt werden. Diese Gruppe die Verantwortung für den Aufbau mittragen zu lassen, bezweckt die Erweiterung der Jewish Agency, bei der es sich mindestens so sehr um die Frage der Verantwortung wie um die finanzielle Frage handelt In nächster Zeit werden neue Diskussionen über den Palästina-Aufbau begönnen werden. Es ist von Bedeutung, die Stellung des Welt Judentums und nicht nur des deutschen Judentums in diesen Diskussionen im Auge zu behalten. — In der an den Vortrag anschließenden Aussprache wurde noch die Stellung der jüdischen Arbeiterschaft und der Araber zur erweiterten Jewish Agency berührt Brüh ״Trmnpcldor" In Berlin Zum 25- Februar hatte die neu entstandene Gruppe ״Brith Trumpeldor“, Berlin, die zionistische Jugend zu einem Aussprache-Abend eingeladen. Es war ein glücklicher Gedanke, die Gelegenheit der Gründung des ״Brith Trumpeldor“ mit einer derartigen Aussprache zu beginnen. Die Berliner zionistische Jugend war bis zu diesem Tage auf Pressenachrichten und Mitteifungen von dritter Hand angewiesen, sich ein Bild über das Wollen dieser Jugendorganisation zu machen. So stand in dem Mittelpunkt des Abends ein Referat von B. Lubotzky: ״Was will ,Brith Trumpeldor‘?“ Voran ging diesem programmatischen Referat eine Gedenkrede für Trumpeldor von H. Werner. Werner gab in kurzen Zügen eine Biographie Trumpeldors und bemühte sich, die Bedeutung dieser Persönlichkeit als Beispiel und Vorbild für die zionistische Jugend darzustellen. Lubotzky erzählte kurz das Werden von ״Brith Trumpeldor“ bis auf den heutigen Tag, teilte mit, daß die Organisation zirka 16C00 Mitglieder umfasse (davon 11 000 in Polen, 800 in Paläsiiaa, und der Rest ln anderen Ländern, insbesondere in Lettland, wo diese Jugendorganisation zuerst entstand). In seinen programmatischen Ausführungen betonte Lubotzky in Anlehnung an den Oedankengang aes -ideologischen Monismns“ die rein zionistische Tendenz des ״Brith Trumpeldor“. Es käme heute wieder darauf an, den Primat des Zionismus in der zlonistischen Jugend in den Vordergrund zu rücken und alle Sonder- Weltanschauungen und Sonderinteressen den nationalen Erfordernissen Palästinas unterzuordnen. Diesem Grundgedanken entsprechend ordnete Lubotzky das Erziehungsziel und *uch die Erziehungsmittel־ von ״Brith Trumpeldor" ein. Die Jugend muß herangebildet werden, um tatkräftig und gut organisiert dem jüdischen Volk für die Befreiungsbewegung zur Verfügung zu stehen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Sokol- Bewegung und -Organisation vor der Gründung der tschechoslowakischen Republik. Der Wille zur Mehrheit in Palästina und die Verwirklichung des Judenstaat-Gedankens erfordert eine gründliche Erziehungsarbeit in menschlicher und iüdisch-kultureiler Hinsicht. Die neue Judenehre muß disziplinierte junge Juden dem Volke erziehen helfen. Hebraisierung sei wichtig. Das Pioniertura sei nicht nur in der Berufsumschichtung zu fordern, sondern für alle Berufe, die in Palästina ausgeübt würden. Um der körperlichen Regeneration willen sei eine wehrsportliche Erziehung notwendig, die zugleich den Schutz für das Geschaffene in Palästina gewährleisten kann. Eine so erzogene zionistische Jugend würde, auf sich gestellt, den Notwendigkeiten des Tages zur Verfügung stehen. Das wolle .,Brith Trumpeldor“. Die Aussprache wurde dem Referat nicht gerecht Die Tatsache. daß zirka 200 Jugendliche dem Abend beiwohnten, brachte es mit sich, daß die Diskussionsredner allzu schnell dem Ton der üblichen Versammlungen verfielen. Es kam hinzu, daß die wichtigsten ״Gegenredner“ das Referat nicht gehört hatten und nun gegen übliche Aeußerungen und Erscheinungsformen von ״Brith Trumpeldor“ in der zionistischen Welt zu Felde zogen. Auch das Eingreifen führender Revisionisten in Berlin diente der ernsten Aussprache einer zionistischen Jugend nicht. So kam es, daß der gewollte Aussprache-Abend in häßliches ״Um die Wette-Klatschen“, bisweilen in Pfeifkonzerte ausartete. Die Leitung des Abends verstand es nicht, dieser Situation Herr zu werden und die Aussprache in andere Bahnen zu lenken. Das darf nicht mehr der Weg sein, zionistische Probleme unter einer Jugend zu besprechen, die es mit ihrem Zionismus ernst meint. Der Abend kann nur als nützlich angesehen werden, wenn die Anwesenden gemerkt und gelernt haben, daß es so nicht geht. Die Fragen der zionistischen Jugend sind wirklich ernst genug, um sorgfältig und ehrlich beraten zu werden. Es war das Verdienst von Lubotzky, den Versuch gemacht zu haben, Grundsätzliches verantwortlich darzustellen. Der Verlauf des Abends hinderte daran, sich ernst mit seinen Ausführungen auseinanderzusetzen. Bei diesem kurzen Bericht ist — post festum — nicht der Platz dazu: Es soll bei anderer Gelegenheit geschehen. Werner Bloch. * Wir veröffentlichen diesen wohlwollenden Bericht, ohne prinzipiell die Ideologie des ״Brith Trumpeldor“ für berechtigt oder für geeignet zu halten, die jüdische Jugend ira Geiste der wahren jüdischen Renaissance zu erziehen. Andererseits sind wir mit Werner Bloch der Meinung, daß die Auseinandersetzung mit dem ״Brith Trumpeldor“ von Fairness getragen sein muß, damit diese notwendige Auseinandersetzung nich» durch Ressentiments verbogen und unmöglich gemacht werde. Eingesandt Zu unserem Bericht Aber die Repräsentanteneitzung der Berliner Gemeinde in Nr.!5 der ״J. R.“ bittet uns Herr Marita A. Loeb in einem Längeren Scbre.ilien um die Feststellung, iai seine StimmenibalUmg in der Frage der Aufhebung der GeschLech'ortrennung in der Synagoge Prinzregentenstraße von ihm in einer Erklärung motiviert wurde, in der er darauf hinwies, daß er in den zehn Jahren »einer Tätigkeit in der Repräsentantenversammlung sich in allen Fragen des liberalen Kultus stets der Stimme enthalten habe, ein Prinzip, von dem er euch in diesem F*ll* nicht *!»gehen konnte, ohne sich selbst zu desavouieren. Dr. Wallar Slelnltz — Prlvaldozcn! für Zoologie Am Freitag, dem 1. März, vorm. 11 Uhr, hält unser Qesinnungsgenosse Dr, med. et phil. Walter Steinitz an der Universität Breslau seine Antrittsvorlesung, nachdem er zur Privatdozentschaft für Zoologie zugeias3en wurde. Dr. Steinitz hat vor Ausbruch des Krieges in den damals noch deutschen zoologischen Stafionen in Neapel und Rovigno gearbeitet, war dann 1924 und 1925 längere Zeit in Palästina, um dort Studien und vorbereitende Arbeiten für die Begründung einer zoologischen M e ere s st a t i o n in Haifa zu machen. Wenn es auch bedauerlicherweise aus Mangel an Mitteln zur Gründung dieser Forschungsstation noch nicht gekommen ist, so haben seine Studien der Fauna des Meere« in der Bucht von Haifa, besonders der dort vorkommenden Fischarten, zu überaus interessanten und wertvollen Ergebnissen geführt, so u. a. zu der Entdeckung einer bis dahin unbekannten Fischart, die dann nach Dr. Steinitz benannt wurde, und zu dem Nachweis, daß durch den Suez-Kanal Fischarten, die sonst nur im Indischen Ozean Vorkommen, bis in die Bucht von Haifa gewandert u!!i jetzt dort zu finden sind. Die Ergebnisse dieser Forschungen sind von Dr. Steinitz teils schon veröffentlicht worden, teils harren sie noch der Publikatiou. Vor allem auf Grund dieser Arbeiten er* folgt« nunmehr dfe Habilitation an der Breslauer Universität Ob sich noch einmal ein Jüdischer Mäzen finden wird, der die Idee Dr. Steinitz׳ zur Schaffung einer solchen für die Wissenschaft und auch für die Wirtschaft wertvollen Meeres- Station in Haifa ermöglichen wird, die der Welt einen neuen Beweis für jüdischen Forschergeist —- unter jüdischer Fi ma — geben könnte? Dr. Hugo SchachteL Vortragsabend Dr. Marlin Buber Der Wille zur Gemeinschaft und Das Leben der Gegenwart. Dienstag, den 12. März, abends 83/י Uhr, *m Hörsaal der KunstbiblioÜiek, SW il, Prinz Albrechtstr. 7a, Gemeinsame Veranstaltung der Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina, des Jüdischen Frauenbundes, des Scbwestern-Verbandes der Logen U. O. B. B. Ortsgruppen Beuthen, O.-S. Am Sonntag, dem 17. Februar, veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft der hiesigen Jugendvereine des .,H a - koah“ und ״J esch tt ru tt“ eine Aussprache der jüdischen Jugend Oberschlesiens. Die Veranstaltung, welche aus allen Orten des Bezirks gut besucht war, wurde durch ein Referat von Dr. Max Mayer (Berlin) über Kulturarbeit der jüdischen Jugend eingeleitet, in welchem er vom zionistischen Standpunkte aus die Möglichkeiten und Grenzen gemeinschaftlicher Bildungsarbeit behandelte. Daran schloß sich eine lebhafte Ausspräche, die sicherlich unserer Jugendarbeit wertvolle Impulse Veranstaltungen dspFpauenarDeitsgemelnscnatt Zusammenkünfte der Studiengruppen: 1. Studiengruppe Charlottenburg: Montag, den 4. März nachm. 4>/s Uhr Leitung: Frau Freier, bei Frau Kollemeher, Bismarckstr. 46. % Studiengruppe West: Donnerstag, den 7. März nachm. 4V3 Uhr Leitung: Frau Jenny Blumenfeld, Brandenburgische Str. 46. 3. StudiengruppeSchöneberg: Donnerstag, den 7. März abends 8 Uhr Leitung: Frau Bergel-Qronemann, bei Frau Landsberger, Nachodstr. 5, III. Veranstaltungen der Bezlrksgruppen: Bezirksgruppe Nordwest; Arbeltsaitzung {>« ׳:nerstag, den 7. Mir 1 nachm. 41,» Uhr Konditorei Kahler, Flensburger Str. 19. Vermischtes Schule der jüdischen Jugend. Dr. Martin Buber» gescb'chtlichü Vorlesung ״Zwischen Landnahme und Königtum“ iit auf Montag, den 4• Mär«, 8>/4 Uhr abend» (pünktlich), teetgesetit. Sie findet in den Räumen der Schule Lützowstr. 18 «tatt. Jüdische Gemeinde Berlin. Die Grundatein!egung*-Fejer für die neue Alterversorg u ngsanstalt der Jüdischen Gemeind? tu Berlin findet am Sonntag, dem 3. Mär* er., vormittags 11 Uhr, auf dem Grundstück Berkaer- Ecke Sulz» er Straße in Schmargendorf statt. Dis Messe des Nahen Ostens in Tel-Awiw findet vom 7. bis 21. April d. J. statt. Der Lloyd Triestino gewährt folgende Ermäßigungen: 1. 33 ׳% Ermäßigung auf die Frachtrate für den Transport von Waren, welche für die Messe bestimmt sind. 2. 25 Ermäßigung auf den Normalnrds ohne Verpflegung (Verpflegung voll zu zahlen) den offiziell von der Messe ein geladenen Besuchern gegen Vorweisung eine« entsprechenden Schreibens oder Zertifikats des Messeamtes. 3. Diese Ermäßigungen haben Gültigkeit für Fahrten vom 15. März bis inkt 15. Mai 1929. 4. Die Ermäßigung gilt so* wohl bei der alleinigen Hinfahrt a’s auch bet Tour- und Retourkarten. Nähere Auskünfte erteilt der Palestine Uoyd O. m. b. FL, Berlin-Charlottenburg 2, Joachimathaler Str. 3S. Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Berlin N 24, Artiileräestr, 14. Montag, den 4. März 1929: Vortrag des Ham Oberkantor Magnus Davidsohn: Die jüdischen Festtagstneiodien. Montag, den 18. März 19291 Vortrag des Herrn Polizeivizepräsidenten Dr. Weiß: Polizei und Juden in Vergangenheit und Gegenwart. Die Vorträge beginnen um 8 Uhr. Karten am Eingang der Aula zu je M. 2,— zu haben. Frei: Jüdische Volkshochschule. Sonntag, den 3. März, 8 Uhr, Brüderverein, Kurfürstenstr. 115/116, Liederabend Leo G 011 a n i n. Einleitende Worte Dr. S. Hildesheimer über das oetjüdische Volkslied. Karten zu 2 und 1 M. an der Abendkesse (siehe Inserat der heutigen Nummer). Die Gemeinschaft ״Porza“ veranstaltet am 2. März, 20ys Uhr, in dem Atelier Vogelsang, Kurfürstendamm 201, IV, einen Abend französischer Musik. Mme. Sarah Fischer von der Opöra Comique singt, begleitet von Herbert C a ז r I c k, Lieder von Hahn, Dunarc, Aubert, Roussel, Georges, Debussy. Nähere Auskunft erteilt die Geschäftsstelle der .,Porza“, Chariottenburg, Reichssir. 99, IV (Tel. Westend 5231). Der Israelitische Humanitäts-Verein ״Ez-chajim“ feiert am 3. Mär* d. J. sein 10jähriges Stiftungsfest. Unter Leitung der drei Vorsitzenden: Benno Danziger, B. Goldstein und Julius Friedländer, war dieser Verein in der Lage, eine große Zahl von über 60 Jahre alten Personen vor bitterster Not zu schützen und in den letzten Jahren im Dezember je zirka 250 bedürftige Kinder mit neuer Kleidung reichlichst zu beschenken. Das Stiftungsfest wird im Saal des Bruder-Vereins begangen. Eine Tombola soll mit ihrem Erlös den Armen dienen. Ifrie. Stellenvermittlung des K. J.V. Assisienieiwtetlo in Berlin sofort zu besetzen. Auskunft erteilt das K. J. V'., Bleibtreustraße 50. Schöneberger Synagcgen-Verein, Münchener Str. 3״. Heute, Freilag. nach dem Abjpdgoltesdiemt, Vortrag: Maren die Juden ein harttragendes Volk. Rabb, Dr. Rosenwasser. —- Täglich nach dem Maariogebet Lehrvorträge, Rabb. B. Dessen, Rabb. Dr. Ksinski, Rabb. Dr. Rosenwasser. — Sonnabend, im Anschluß an die Habdala, gemütliche» Beisammensein, Bosprechung der Wochensidra. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 1. März, abends: 5/15 Uhr: Svnagogo Fasanenstraß«: 6,30 Uhr (Mincha 5,j!5 Uhr'). In den Synagogen Oranienburger- und Fasanenstraßfl Ansprache de« Rabbiners. Predigten: Synagoge Lützowstraße: Dr. Weiße; Syn» agoge Levcizowstraße: Dr, Prinz: Synagoge Friedenstempel: Dr. Bergmann. II. Gottesdienst: 7,30 Uhr Synagoge Lindenstraße: Dr. Warschauer. Sonnabend, den 2. März, morgens: Synagogen mit allem Ritus und Al'ersversorgungsanstalten: g Ihr: Frn’ cotiesdicnst Synagoge Rykestraßc: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus (außer Synagoge Friedcnstempe!) 7,30 *Uhr; ilauplgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Neue Synagoge: Dr. Blumcotha!; Synagoge Fasanenstraße: Dr. Galliner. SehrifterkUrung: Synagoge Münchener Straße; Dr, Arthur Levy. Jugend gotteedisost: 4 Ühr: Synagoge Kaiserstraße; Dr, Rosenberg; 4 Uhr: Synagoge Peatalozzistraße: Dr. Emil Levy; 4 Uhr: Synagoge Level zowstraße: Dr. Lowkowitz; 4,30 Uhr: MOnchener Straße: Dr. Arthur Levy. Sabbat-Ausgang; 6,37 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Synagogen: 6 Uhr, morgens: Svnagogen mit altem Ritus außer Synagoge Pestalozzistraße: 7 Uhr: Synagoge Pestalozzistraße und Synagogen mit neuem Ritus: 7,30 Uhr. Düren (Sterbefalt). Unser um unsere Idee und Bewegung verdient«■ Jakob Levy, Nouwied, ist verschieden. Mit ihm ist ei״ echter, treuer Zionist von uns gegangen, der als langjähriger Vertrauen »mann der Z. V, f. D. »eit mehr als 35 Jahren mit einer unbeirrbaren Begeisterung für un.-on! 11• 1!׳! gekämpft hat. Violen von uns bat er tn unser« Jugend den Wog zum Zionismus gezeigt und geebnet.!911 wurd« •r als Repräsentant m die Gemeinde- Vertretung gewählt. Hier setzte er mit unermüdlicher Tatkraft sich für •Hm positiv Jüdisch• •in. Einen Helfer der Armen, einen Kämpfer für Gerechtigkeit haben wir verloren. Dr. E.

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