Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 17 (1.3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite!08 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 17.1. TI!.!920 Verantwortung bewußt“. Wer ״die Zionistische Organisation durch maßlose innere Kämpfe schwächt“, ist eben seiner Verantwortung nicht bewußt. Und wer das nicht ist, der kann seinen ״Zionistischen Patriotismus nicht erweisen“. Welche inneren Kämpfe sind maßlos? Wer stellt das fest? Immer und immer der Patriot. Was ist Verantwortung, zionistische Verantwortung? Wer stellt fest, wo sie beginnt und wo sic aufhört? Immer und immer der Patriot. Wer ist sich seiner Verantwortung bewußt? Wer stellt das fest? Immer und immer der Patriot. Und was ist der Patriot? Der erklärte Feind der Demokratie! Wir wollen uns recht verstehen,!n diesem Fall, bei diesem Leitartikel handelt es sich nicht um die Sache. Darin sind wir einig, auch darin, daß zuniindestens im Anfang nach Maglichkeit ein einheitlicher zionistischer Wille unseren nichtzionistischen Parteien entgegengestellt und die zionistische Propaganda erstarkt werden sollte. Aber es ist der Ton, der die Musik macht. Da es sich bei der erweiterten Agency um Einzelheiten handelt, für die es innerhalb des Zionismus verschiedene Ansichten gibt, wird es im Laufe der Zeit verschiedene zionistische Stellungnahmen geben. Und deshalb ist es heute schon gefährlich, mit der Parole des Patriotismus auch nur zu spielen. Diese Parole ist schlimmer als die des Nationalverrats. Sie ist umfassender und unklarer. Sie kann sich heute gegen den und morgen gegen jenen auswirken, vielleicht eines Tages sogar gegen ihre Väter. Auch hier kennt die Geschichte Beispiele. * Das Gespenst des Patriotismus geht um. Verscheucht es! Der außerordentliche Delegiertentag des deutschen Misrachl Von Dr. A. Lehmann- Berlin. Ueber den Leipziger außerordentlichen Delegiertentag des deutschen Misrachi ist bereits kurz in der letzten Rundschau berichtet worden. Ueber den Inhalt der Referate und Diskussionsreden soll in folgendem einiges nachgetragen werden. Der Frankfurter Delegiertentag des deutschen Misrachi hatte eine Resolution gefaßt, wonach der Misrachi die Umwandlung der Z. V. t. D. in eine territoriale Arbeitsgemeinschaft erstrebt. Er hatte das Zentralbüro des deutschen Misrachi beauftragt, das Erforderliche zur Durchführung dieser Resolution zu veranlassen. Da gegen diesen Beschluß in verschiedenen Orts- und Jugendgruppen erhebliche Bedenken laut wurden, sah das Zentralbüro zunächst von einer Durchführung des Beschlusses ab, und rief in Uebereinstimmung mit dem Willen der Ortsgruppen einen außerordentlichen Delegiertentag zur nochmaligen Durchberatung der in Frankfurt gefaßten Resolutiön ein. Der Delegiertentag wurde in Leipzig am 24. Februar von dem Vorsitzenden des deutschen Misrachi, Herrn Alexander Adler, eröffnet Nach einer Begrüßung des Herrn Tumpowski für die Leipziger Zionistische Ortsgruppe und des Herrn 1. B. Sachs für die Leipziger Orts- und )ugendgruppe de» Misrachi berichtete Herr Adler über die Tätigkeit des Zentralbüros seit dem Frankfurter Delegiertentag. Er stellte in kurzen Ausführungen die Vorgeschichte des Leipziger Delegiertentages dar. Die durch den Frankfurter Beschluß hervorgerufene Ün- Sicherheit innerhalb der Organisation hat ungünstig auf die Entwicklung der Winterarbeit gewirkt. Trotzdem ist cs aber möglich gewesen, die erste größere Aktion für die misrachistisehen Fonds mit befriedigendem Resultat durchzuführen. Die Gründung der Misrachi-Monatsschrift ״Zion“ ist als starker Erfolg der Arbeit zu begrüßen. In sämtlichen Misrachigruppen ist mit Verständnis für die Notwendigkeit eines eigenen Organs gearbeitet worden, so daß heute begründete Aussicht besteht, die Zeitschrift in kurzer Frist in eine vierzehntägig erscheinende Zeitung umzuwandeln. Im Hinblick auf die Haltung, die das ,,Jüdische Wochenblatt“ seit seinem Uebergang In andere Hände zionistischen und allgemein-jüdischen Fragen gegenüber einnimmt und dieesunmögiich macht, das Blatt weiterhin für Publikationen des Misrachi zu benutzen, ist schnellste Ausgestaltung eines eigenen Organs dringende Notwendigkeit. In die Zeit seit dem Frankfurter Delegiertentage fällt auch die endgültige Regelung des Verhältnisses des deutschen Misrachi zu dem vom Weltmisrachi abgeschlossenen Begünstigungsvertrag mit der ״Anker“-Versicherungsgesellschaft. Die Vorarbeiten zur Auswertung dieses Vertrages sind vom Zcntralbüro abgeschlossen, so daß die Arbeiten für diesen Vertrag überall tatkräftig aufgenommen werden können. In einer kurzen Aussprache finden die Ausführungen des Berichtes bei sämtlichen Delegierten vollste Zustimmung. Zur Begründung des Antrages auf Aufhebung des Frankfurter Beschlusses nahm zunächst Herr Edmund L e w y das Wort. Er ging davon aus, daß das Verhältnis des Misrachi zur Z. V. f. D. viel zu wünschen übrig läßt. Die Bedeutung des Misrachi als ein Zentrum des Zionismus wird von der Z. V. f. D. nicht anerkannt. Die Bestrebungen des Misrachi werden nicht genügend gefördert. Dieses sei aber kein Grund, sich von der Z. V. f. D. loszusagen, oder auch nur deren organisatorischen Aufbau zu ändern. Der Klall-Oedanke, auf Grund dessen der Misrachi innerhalb der Weltorganisation arbeite, müsse dazu führen, in den einzelnen Ländern mit den Ailgemeinzionisten in einer einheitlichen Organisation vereint zu sein. Nur in einer solchen könne der Misrachi für seine Idee wirken und den Zionismus in seinem Sinne beeinflussen. In den Ländern, in denen keine einheitliche Zionistische Organisation bestehe, wie Polen und Amerika, stehe weder der Misrachi noch^der Zionismus in Blüte. Herr Dr. Barth trat für die Aufrechterhaltung des auf seinen Antrag hin gefaßten Frankfurter Beschlusses ein. Dadurch, daß die verschiedensten Richtungen in der Z. V. f. D. verbunden seien, muß diese in allen wichtigen Fragen eine Neutraiität wahren und sei dadurch zur Untätigkeit genötigt. — Zu der wichtigsten Frage, die iti den letzten vier Jahren die Zionis״::he Organisation bewegt hat, die Frage der Jewish Agency, könnte die Z• V. f. D. keine Stellung nehmen. Sie könne keine Kultur- und Jugendarbeit leisten, allein die hebräische Arbeit, die doch nur der Anfang einer Kulturarbeit sei, könne von der Z. V. f. D. geleistet werden. Jugend könne nicht durch eine neutrale Organisation geworben werden, sondern nur von einer Organisation mit einer ausgeprägten Weltanschauung. Durch die Mitarbeit in den Gremien der Z. V. f. D. seien die tätigen Misrachisten überlastet und können ihre eigenen Tagungen nicht genügend besuchen und dadurch im Weltmisrachi keinen genügenden Einfluß ausüben. In einer territorialcn Arbeitsgemeinschaft könne man von Fall zu Fall darüber Übereinkommen, welche Arbeiten gemeinsam gearbeitet werden sollen, welches diese Arbeiten zur Zeit seien, sei eine spätere Frage. Die Vertreter beider Anschauungen wählten drei Generalredner. Von den Anhängern der Frankfurter Resolution sprachen: Dr. R a b i n - Breslau, Dr. Grünfeld - Würzburg and Lazarus Barth- Berlin. Dr, Ra bin weist darauf hin, daß die Anschauungen des Misrachi in der Z. V. f. D. nicht genügend berücksichtigt werden. Wenn die Verhältnisse in Polen und Amerika schlecht seien, 80 treffe daran nicht die Misrachisten, sondern die AU- EINLADUNG zur Landesversammlung des Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) E.V. in Deutschland am Sonntag, den 10. M&rz. nachmittags 34י Uhf im großen Saal des Logenhauses, Berlin W, Kleiststr. 10. Tagesordnung: 1. Bericht des Präsidiums. 3. Die Erweiterung der Jewish Agency (Refe- 2. Das jüdische Kolonisationswerk in Palästina rent: Herr Direktor Oscar Wassermann). (Referent: Herr Felix Rosenblüth, Mit- 4. Änderung der Satzungen. glied der Zionistischen Exekutive, London). 5. Wahlen. Teilnahmeberechagt ist jeder, der im Jahre 1928 oder 1929 «einen Beitrag an den Deutschen Keren Hajessod gezahlt hat Die Zulassungskarten werden im Büro des Deutschen Keren Hajessod, Berlin W15, Meinekestr. 10 (Tel. Bismarck 7165) ausgegeben und aui Wunsch per Post zugestellt gcmeJnzionisten die Schuld. Außerdem seien die deutschen Zionisten nicht mit den Zionisten anderer Länder zu vergleichen. Er macht auf die Schwierigkeiten der zionistischen Arbeit mit den Zionisten in der Gemeinde aufmerksam und verlangt, daß auf jeden Fall der Misrachi in seiner Kultur-, Jugend- und Gemeindearbeit selbständig sein muß. Dr. G r ü n f e 1 d beantragt, den Frankfurter Beschluß nicht aufzuheben, sondern nur seine Ausführung zunächst zu suspendieren. Solange das ״Ob“ des Palästina-Aufbaues noch nicht von allen Juden bejaht wird, sei eine zionistische Einheitsfront in den einzelnen Ländern nötig. Sobald aber das ״Wie“ des Aufbaues in Frage steht, muß der Misrachi selbständig vorgehen, da die Zionisten schon jetzt die Frage des ״Wie“ antizipieren, muß auch schon jetzt der Misrachi seine Ansicht selbständig vertreten. Dr. Grünfeld geht auf die geschichtliche Ent- Wicklung des Misrachi ein und betont besonders die religiöse Einstellung. Lazarus Barth weist besonders auf die unerquick• liehen Zustände auf dem Kongreß hin, auf dem nach den Rednern der einzelnen weltanschaulich gegliederten Fraktionen Ver• treter der einzelnen Länder auf treten, obwohl es in den Ländem keine einheitliche Stellung zu den zionistischen Fragen gibt. Er weist darauf Hin, daß die Jugend bereits vollständig selbständig sei und daß diese sich deshalb nicht dagegen sträuben dürfe, wenn der Allgemein-Misrachi für sich die Haltung ändert. Für die Aufhebung des Frankfurter Be- Schlusses traten die Herren Max Kober* Berlin, Dr. Leibowitz- Köln und Dr. O. Wolfsberg- Berlin ein. Herr Kober berichtet über seine langjährige Tätigkeit im geschäftsführenden Ausschuß und Landesvorstand der Z. V. f. D. Die Zusammenarbeit sei für beide Teile ersprießlich gewesen und er hätte für die Fordeningen des Misrachi immer Verständnis gefunden. Die Arbeiten in den Gremien der Zionistischen Organisation und des Misrachi seien keine doppelte Belastung, sondern die beiden Tätigkeiten ergänzten einander. Dr. Leibowitz geht davon aus, daß der Zionismus nicht nur ein Mittel für den Palästinaaufbau sei, sondern Selbstzweck. Die Zugehörigkeit zur Z. V. f. D. sei für ihn ein zionistisches Symbol. Eine Propaganda in der Orthodoxie, besonders im Esra, sei nur möglich, wenn auch nach außen kenntlieh sei, daß der Misrachi auf Gedeih und Verderb mit der Zionistischen Organisation verbunden sei. Dieser Eindruck wird geschwächt, wenn das organisatorische Verhältnis zur Z. V. f. D. gelöst wird. Dr. Wolfsberg weist darauf hin, daß die zur Debatte stehende Frage in erster Reihe eine politische Frage sei. Gerade jetzt bei den Verhandlungen zur Bildung der Agency sei es notwendig, daß den Nichtzionisten eine geschlossene zionistische Vereinigung gegenübertrete. Die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit mit der Z. V. f. D. werden von den Rednern übertrieben. Die Kulturarbeit der Z. V. f. D., insbesondere die Tätigkeit des Herrn Dr. Max Mayer wird unterschätzt. Dr. Wolfsberg ging dann noch auf die ideologische Bedeutung des Bestehens einer Z. V. f. D. ein. Am Sonntag, den 10, März 1929, vormittags 7»12 Uhr, im großen Festsaal bei Kroll KUNDGEBUNG des Keren Hajessod anläßlich der Landesversamralung des Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) E.V., in Deutschland- Vorsit z: Direktor Oscar Wassermann, Berlin Redner: Rabbiner Dr. Leo Baeck, Berlin Kurt Blumenfeld, Berlin Dr. Martin Buber, Heppenheim Dr. Nah um Goldmarn, Berlin Generalkonsul Eugen Landau, Berlin Alfred Lisser, Hamburg Felix Rosenblüth, London Alfred Leonhard Tietz, Köln s Eintrittskarten werden im Büro des Keren I Hajessod, Berlin W 15, Meinekestraße 10, kostent los ausgegeben und aui Wunsch per Poat rüge«teilt, j :nlendie Ar- Namens der Z. V. f. D. empfiehlt Herr Dr. Martin Rosenblüth, den Frankfurter Beschluß aufzuweben. Er jeht besonders auf die schriftlichen Ausführungen Dr. Barths rin, die den Ortsgruppen vor dem Delegiertentage zugegangen waren. Daß die Vertreter der einzelnen Länder auf dem Konjreß gleichberechtigt mit den Rednern der Fraktionen auftreten, hält auch er Tür einen Mißstand. Er und seine Freunde werden für Aenderung dieses Zustandes eintreten;׳ eine Um- Wandlung der Z. V. L D. sei dazu aber nicht erforderlich. Dr. Rosenblüth weist auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Z.V. f.V. für das Auftreten gegenüber dfen Nichtjuden und Nichtzionisten hin. Er betont den Einfluß, den der Misraehj im Geschäftsführenden Ausschnß und im Landesvorstand au?- übt und bedauert, daß der Misrachi zur Zeit im Geschäftsführenden Ausschuß nicht vertreten sei Nach dem Schlußwort der Referenten wurde über den Antrag auf Aufhebung des Frankfurter Be- Schlusses abgestimmt Die Aufhebung des Frankfurter Beschlusses wird mit 34:13 Stimmen beschlossen. Am Nachmittag behandelte der außerordentliche Deleglertentag die Gemeindepolitik des Misrachi. Zu Referenten waren Dr. Werner Silbersteln-Bsrlin und Dr. Rabin-Brestau bestellt Dr. Silber stein-Berlin erörtert zunächst in eingehenden Ausführungen die Notwendigkeit zionistischer und misrachitischer Betätigung innerhalb der Großgemeinden und schildert eingehend die Arbeit, die die Jüdische Volks- Partei insbesondere in Berlin für das positive Judeqfum und den Palästinagedanken innerhalb der letzten Jahre g־ leistet hat. Redner ist der Auffassung, daß bei den au: blickiichen Parteiverhältnissen innerhalb des deutschen Ju lums die Jüdische Volkspartei die e i n z i g c P a r t e 1 ist, auf dem Boden des KlaJ-Gedankens stehend, aufbauende beit im Sinne des historischen Judentums leistet Er gibt eine ausführliche Darstellung der letzten in der Presse vielfach falsch dargestellten Vorkommnisse nnerhalb der Jüdischen Gemeinde und betont die Notwendigkeit, auch an den Oran an denen cs bisher eine Jüdische Volkspartei nicht gibt, eme ä־h« tasuiU ״»!״׳ ״־. d־r Volk.״־!!« .*,״ die misrachistisclicn Vertreter zum Teil mehr als bisher mit Initiative, besonders in religiösen Fragen, vorangehen. Dr R a b i n - Breslau erklärt, daß er mit den grundsatzliehen Ausführungen des Referenten einverstanden ist, doch De Ständen besonders in Breslau große Schwierigkeiten, da bu den zionistischen Vertretern m der Gemeinde kein yerstandna. für die religiösen Forderungen vorhanden sei. tr gior zur Erwägung, ob in solchen Fällen der Misrachi nicht verpachtet sei, selbständig innerhalb der Gemeinde vorzugehen. Dr. Sulzberger bedauert, daß der Misrachi in Oemeirtdefragen keine genügende Tätigkeit a , j n:!-! religiösen Interessen werden durch die Jüdische Volks.,artei nicht genügend vertreten. In religiösen Fragen muß der Misrachi die mtj Es spraehaVsdann Bamberg״. Würzburg über ote Ver• hältnisse in Süddeutschland. Er weist darauf hin, .^8 die V r• handlungen zwischen Voikspartei und Liberalen m Berlin da Arbeit für Wahlen zum Bayerischen Landesverband sehr er- Schwert haben. Ueber religiöse Fragen dürfe überhaupt kein« Vereinbarung getroffen werden. Er verlangt vor allem m rdigiösen Fragen Gewissensfreiheit. Dr G r ü n f e 1 d - Würzburg hält es für unmöglich, die Verhältnisse des Misrachi zur Volkspartei im allgemeine״ zu regeln und verlangt für die Ortsgruppen in dieser Frage volle i reihut. Lina Scharf-Chemnitz berichtet über die Tätigkeit Jer Jüdischen Volkspartei in Chemnitz, mitder tcr durchaus zufrieden sein kann. Seine religiösen Forderungen haben stets volles Verständnis gefunden. I Were-berger -Leipzig bemängelt, daß die Volks- Partei nicht einh ritlich demokratisch in Deutsch and orgamliiert sei. Der Misrachi hat deshalb keine Mog ichkeit, saie Forderungen durchzusetzen. Er hält die Bildung zweier Kulmskotnmissionen für notwendig. Or. S. Grünberg -Berlin beleuchtet die Gerneindeverhältnisse in Palästina und meint,_ daß man Analogien zu den hiesigen von dort nicht ziehen könnte. Die Debatte wurde mit einem Schlußwort von Dr. Silberstein geschlossen. Es wurden dann die vom Zentral-Büro vor• zelcgten Statuten mit den von der Statutenkommission, über Jeren Arbeit Dr. A. Lehmann berichtete, vorgescblagenen Aenderungen angenommen. — Da zu einer Einzeldurchbe- ■atung der Statuten keine Zeit war, wurde auf Antrag des Herrn Dr. Barth beschlossen, daß die Statuten auf dem nachitea Delegiertentag nochmals durchberaten werden sollen: eine Aenderung der Statuten solle auf dem nächsten Delegiertenlag mit einfacher Mehrheit möglich sein. Entsprechend dem Vorschlag des Permanenzausschusses sah der außerordentliche Delegiertentag von einer Neuwahl ies Zentral-Büros ab. Es wurde nur Dr. Wolfs* »erg* Berlin hinzugewählt, der den Vorsitz mit Herrn Adler gemeinsam führen soll. Dr. Wolfsberg hat sich eine Erklärung Iber die Annahme des Vorsitzes Vorbehalten.