Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1929-02-22 · Heft 15 (22.2.1929) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 15 (22.2.1929)
Date
1929-02-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2651273-2653062-2653078--20594-2678593
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Nr. IS. 22.1! 1029 JUIOISCHC RUNDSCHAU $611® SS Palästina - Jubiläumswoche in Hannover Aus Hannover wird uns berichtet; Aus Anlaß ihres dreißigjährigen Bestehens veranstaltete eile Zionistische Ortsgruppe Hannover vom 13. bis 33. Januar eine f׳alns:;:!.vWoche. Line Festschrift, in welcher t rinnenn;״en an die (jründuuo der Ortsgruppe vor 30 Jahren wachgerufen, sowie Schilderungen verschiedener Abschnitte ihrer Entwicklung gegeben wurden, wurde an sämtliche Ge- Ktcindemitglieder versandt. Die luhilfmmswodie v urde eingeleitet durch einen Festakt, bei welchem Herr Ministeria'rat Hans O 0 s I a r ein Referat hielt über das Thema ,.Jüdischer Wiederaufbau“. Nach einigen Worten der Begrüßung gab Herr Rechtsanwalt Ooldstein als Versammlungsleiter einen kurzen Ueber־ blick über die Lage der zionistischen Situation von heute im Vergleich zu den Anfängen der Bewegung. Verschiedene Begrüßuugen von jüdischen Vereinen und Organisationen folgten. Auch ehe jüdische Uemcintte Hannover ließ durch den Mund ihres Vorsitzenden einen Glückwunsch zum Ausdruck bringen. Goslar skizzierte die Aufgabe nationaler Erziehung itn An- Schluß an die überlieferte Tradition für die im Oalufh lebenden Juden. Niefit nur die Notwendigkeit einer solchen jüclischrn Erziehung unserer Jugend, sondern auch ihre Möglichfreit wurde von ihm in eindringlicher, überzeugender weise dar gelegt. Entsprechend der von dem Redner vertretenen misracfristlschen Auffassung forderte er als übergeordnete und ]fitende Gesichtspunkte für die jüdische Erziehung auch im Oaluth; Thora, Iradifions- und nationalbewufltes Judentum und Palästina. Die Ausführungen Goslars fanden auch unter den nichtziorristischen Zuhörern lebhaften Beifall. Als Ab- Schluß dieser Veranstaltung brachte Herr Oberkantor Alter in eindrucksvollster Weise einige Gesangsvorträge und beschloß den Festakt mit der von ihm angestimmten Hatikwah. Eine erhebende und außerordentlich befriedigende Feier, an der zirka 430 Personen fdlnahmen. Am Dienstag, dem 15. Januar, sprach in einer Jugend- Versammlung Herr Pr. Ka n o w i t z, Berlin, über das Thema: ״Die. zionistische Jugend in der jüdischen Renaissance“. Etwa 150 Jugendliche aller Richtungen, auch eine Anzahl Jugendlieber Nichtjuden waren erschienen. Dr. Kanowitz schilderte die jeweils verschiedenen Stadien und Aufgaben der Jugend- «beit, die innerhalb der zionistischen Bewegung deren Ent- Wicklung entsprechend sich gezeigt haben. Das erste Stadium, etwa bis zur Balfour-Deklarafion reichend, war Kampf für die Idee des Zionismus und Kampf gegen die Assimila'lon. das zweite Stadium jüdische Erziehung und Chahuiuth, das dritte Stadium, in dem wir uns jetzt befinden, bezeichnet(; er als Heldentum der Geduld. Seine Ausführungen fanden Im allgemeinen lebhaften Beifall. In einer Diskus:וזג!־ mit dem hiesigen Jugendrabbiner Dr. Schorsch kam es zu einigen unerfreuliehen Auseinandersetzungen, die im wesentlichen auf Miß- Verständnissen beruhten. Am Sonnabend, dem 19. Januar, sprach Frau Anna Levy . Salz , Duisburg, in einer gut besuchten Frauenversammlung über; ״Die Aufgaben der jüdischen Frau in und für Palästina“. Auch dieser Vortrag fand reichlichen Beifall und weckte größtes Interesse bei den Anwesenden. Eine ausgezeichnete Illustration für die Tä'igkelt der '' eud ers gezeigte neue Palästina-Film ״Frühling in Pa• llstma“. Annähernd 700 Menschen waren, durah die verfangenen Vorträge interessiert und aufmerksam gemacht, zu er Vorführung erschienen. In den beiden größten Tageszeffungen Hannovers waren am Sonnabend Nachmittag itn Rahmen der üblichen illustrierten Beilage eine Anzahl Bilder erschienen, die zum Teil recht glücklich ausgewählt waren. In dem Begleittext zu diesen Bildern von Dr. Robert Katz, Hannover, war ein kurzer Bericht über die augenblickliche Lage in Palästina und Über die politische Bedeutung des Palästinaprobtems, sowie ein Hinweis auf die Filmveranstal* tmig gegeben. Der zahlreiche Besuch, sowohl wie die kurzen, kntpoen und stolzbewußten Worte Moses Waldmanns, die dieser in der Pause an die Massenversammlung der Film- Besucher richtete, in Verbindung mit den schönen palästinenstechen Beg'cifmelodien lösten eine Stimmung aus, die bei allen Teilnehmern ein erhebendes Gefühl und Begeisterung hervorriefen. In einer Bezirksverbandstagung am 2י. Jan־׳ar, vormittags, gab Moses Waldmann den zahlreich erschienenen Zionisten Hannovers und Umgebung einen fast zweistündigen Bericht über die zionistische Lage, über die Situation und Ergebnisse der A.-(;.-Sitzung, über die Entwicklung der Jewish Agency-Frage und den Stand unserer Arbeit in Deutsch- *and. In dieser geschlossenen, internen Sitzung kam deutlich zum Ausdruck, wie sehr die in allen Teilen geglückte Jubiiäumswoche gerade unsere Zionisten aus ihrer Lethargie u:ul Schlaffheit aufgcrüttelt hat, so daß wir künftig mit einer größeren Aktivität und Arbeitsfreudigkeit unserer Qesinnungsgenossen in Hannover werden rechnen können. Als Abschluß der eigentlichen Palästina-Woche fand am Sonntag Abend ein Teeabend statt, an welchem Herr Rechtsanwalt Gronemann aus unveröffentlichten Werken vortrug. Diese Veranstaltung, bei we’cher man nach der Fülle der vorangegangenen nur mit schwachem Besuch gerechnet hatte, war die größte Ueberraschung der Jubiläumswoche. Infolge des enormen Andranges konnte der Abend erst mit reichlicher Verspätung eröffnet werden und, um die Ueberfüllung des Saales nicht unerträglich werden zu lassen, mußten die Türen des Festhauscs wegen Ueberfüllung geschlossen werden. Viele Zuspätkommende, leider auch mancher Gesinnungsgenosse, mußte vor den verschlossenen Türen wieder umkehren. Wenn auch die Gemütlichkeit und der gesdtechaftiiehe Charakter der Veranstaltung unter der Ueberfüllung zu leiden hatte, so entschädigten die Vorträge unseres Freundes Gronemanrt doch die Anwesenden in vollem Maße. Geist. Witz. Humor und Groteske sprach aus jedem Satz, den wir zu hören bekamen. Wir richten hiermit neben riserem herzlichsten Dank an den Vortragenden, den wir geichzeitig auf sämtliche Redner unserer Veransta'tingen ausdehnet! wollen, die Bitte, durch Veröffentlichung dieser Werke uns die Möglichkeit zu verschaffen, die uns im Ausschnitt des Vorgetragenen so lebendig gezeigten jüdischen Typen in ihrem weiteren Lebenslauf zu verfolgen. Vertreterversaminlfrag der B. L V. Die Vertreterversammlung der Berliner Zionis isehen Vercinigung hat in ihrer Sitzung vom 13. d. M. nach einem Referat von Dr. Sandler und anschließender Diskussion mit 15 gegen 5 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen folgende Resolution angenommen: Die Vertreterversammlung der B. Z. V. spricht der Fraktion der Jüdischen Volkspartei in Vorstand und Repriisentanz der Lu uner Jüdischen Gemeinde das Vertrauen und die Anerkennung der Berliner Zionisten für die von Erfolgen begleitete Arbeit seit den Wahlen von 1926 aus. Sie begrüßt den Fortschritt unseres Gedan'.ea?, der seinen deutlich erkennbaren Ausdruck in der Wahl unsres Freundes Am Sonntag, den 10. Mau 1929, vormittag* V12״ Uhr, im großen Festsaal bet Kroll des Keren Hajessod anläßlich der Landesversammlung des Keren Hajessod (Jüdisches Palisitaaw**k) JLV״ i* Doutaihlaad. Vor s i t z: Direktor Oscar Wassermann, Berlin Redner! Rabbiner Dr, Leo Baeck, Berlin Kurl Bi unten leid, Berlin Dr. Martin Buber, Heppenheim Dr. Nation! Goldman n, Berlin Generalkonsul Eugen Landau, Berlin Alired Lisser, Hamborg Felix Rasenblüth, London Alired Leonhard Tiets, Köln Eintrittskarten werden im Büro des Keren Hajessod, Berlin W 15, Meinekestrafi« 10, kosten* los ausgegebeo und aui Wunsch per Post zugestellt. Klee in den Verwaftungsrat der!ca and unseres Freundes K&rcski zum Vorsitzenden des Gemeindevorstandes!efuttden hat. Von den Erfolgen, die die Volkspartei gerade in kfrftr Zeit errungen hat, b5|rü3t sie vor allem die U Übernahme unserer Grundschule Rykestraße und dis bevorstehende Erflehtung eines Lehrstuhles der Berliner Jüdisehen Gemeinde an der hebräischen Universität in Jerusalem, ein Erfo’s׳, der vor allem auch dadurch seine große Bedeutung erhält, daß er die Zustimmung derselben liberalen Partei gefunden hat, deren Vorstandsmitglieder noch unlängst es abgelehnt hatten, von der Universitätseinweihung auch nur in Form eines Begeh- Cunpsfelegnmms Kenntnis ru nehmen. Sie hofft, daß es der ticlbawußten Weiferarbeit and der damit verbundenen Stärkung und Ausdehnung der Volks- Partei gelingen wird, bei den nächsten Wah'en so entscheidend zu siegen, daß die weitere Mitarbeit der Ber ner Gemeinde am Aufbau des Nafiona’hefms, und die Unferstütmn1» der dlcem Aufbau dienenden Fonds, des Keren Hajesöod und des Keren Kajemeth gesichert werden. DrurkfeMer-Berl-Mfgonjr. In Nr. tt, ja. Februar S. ד«: Brief an di« RedaUm toll m ttait •frtjJR JWMJ״ ridiüjf heißen 3#!5«תה הגביור׳* Ortsgruppe« .. Gleiwitz. in strikter Befalgunf iis vom Kowiiee für (jtirtge Interessen ausgearbeiteten wjnterpragranun* wurden bisher zwei Referate gehalten. Das erste Im November von Dr. Hamburger über den .,Zionismus bei Theodor Herzl“ und das!weite im Januar von Rabbiner Dr. Vikfor-Hindenburg über ״Buber und Achad Haatn“. Im Januar fand eine Generalversammlung mit Jahresbericht (Dr. Hamburger) und Kassenbericht (Fritz Silbiger) statt. Nach der Entlastung des alten Vorstandes wurde ein neuer Vorstand gewählt. — Am 10. Februar fand hier die Einweihung einer neuen Thora-Rolle statt. Die Zionlstische Ortsgruppe beteiligte sich an dem voraufgehenden ״Einschreiben“ und ließ zu Ehren Josef Lachmanns ein Juej in das neue Szeifer eintragen■ Die religiöse Feier fand in der Synagoge statt, wobei sämtliche Thorarollen das neue Buch empfingen und in fünf Umzügen zur Lade geleiteten. Rabbiner Dr. Ochs hielt bei dieser Gelegenheit eine längere Ansprache an die sehr zahlreich versammelte Gemeinde. Die weltliche Feier mit Aufführungen und Tanz fand am Abend statt. Dr. E. H. Königsberg, Im weiteren Verlauf des von der Zionistischen Ortsgruppe veranstalteten Zyklus zur Einführung in die Geschichte und Geologie des Zionismus sprachen am 18. Dezenther Herr Dr. Kli mo w s k y über Baseler Programm, Mandat und Jewish Agency, am 15• Januar Herr Dr. Schloßberg über Herz! und der politische Zionismus, am 29. Januar Herr Dr. Daugilajcky über Achad Haam und der Kulturzionismus. Am 23. und 24. Februar feiert die hiesige Verbindung Jüdischer Studenten Maccabaea ihr 25jähriges Stiftungsfest, anläßlich dessen am 21. Februar vormittags ein Fest3kt vor geladenen Gästen stahfjndct, bei dem die Herren Kurt Blumenfeld und Dr. Schloßberg die Festreden halten. veranstaRangenderFraaenartialtsgemelnschatt Monatsversammlungen der Bezirksgruppen; Bezirksgruppe des Westens: Dienstag, den 26. Februar nachm. 4V2 Uhr im K. J. V.-Haus, Bleibtreustr. 50. Dr. Werner Bloch: Einwände gegen den Zionismus. Bezirksgruppe Tempelhof: Donnerstag, den 28. Februar abends 8(4 Uhr bei Frau Dr. Salomon. Neutemnelhof, Kaiserkorso 4. Arbeitssitzung. Zusammenkünfte der Studiengruppen: ]. Studiengruppe Hatikwab: Montag, den 25. Februar nachm. 4ys Uhr Leitung: Frau Dr. Nadja Stein, bei Frau Siedner, Güntzelstr. 66, 2. Studiengruppe Granewald: Montag, den 25. Februar nachm. 41/3 Uhr Leitung: Frau Prof. Koigen, bei Frau Freund, Hohenzolleradamm 124. 3. Jugendgruppe II; Mittwoch, den 27. Februar abends 8*/4 Uhr Leitung: Frau Dr. Nadja Stein, bei Ruth Byk, Prager Str. 34. Vermischtes Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentusna, E. V. halt ihre di**j5brig» Mauptvarasnamluag »m Mittwoch, dem •e. Mtrs, au Ehr, im Loppncchäude, Berlin W* Kleb!str. »0, ab. I’toiteMOr Dr. Gott h® Id!Veil,!terllji, wird über (.eine ״K<-i,׳1'׳!‘vltfi1:.U ,ס״־ dem Vorderen Orient" »procUen. G.üsto kür map eingefülirt »erden. HHf$verein der Deutschen Juden, Am :!• Mir?, *!««4» 8 Uhr, finde' im Tir.rgsitfnhof, Bahnhof Tiergarten, eine Öffentlich® Kundgebung im Bezirk Nordwest, für den lÜlf»w<rnin der Deutsch«» J1»d«n statt. Ansprache« werden hatten: Frau R.ihb. Dr. Ernestine Eschclbacher, Prof׳>«ss>r Dr. Engen Mittwoch, Rabb. Dr. Joachim Iteuu, ör. Mark WUchniizor (Lichtbildcrvortrag' 11. a. Die ßsdwr werden eine Balte aktueller Problem• aus dem Gobiato der jüdisch•״ Auswandererfürsorge, Siedlung und Jugendfürsorge behandeln. Freie jüdische Volkshochschule• 8*n»tst»ra! Dr. 8. Lachmann spricht &m Mittwoch, dem »ך. Februar, 9—10 Uhr, Synagoge Fa»nen*treß®, I» Zyklus: ״Dia Religio» im Geistölkampf dw Gegenwart" über Okkultismus und Religion. Die junge ostjüdfseh* Pianistin Mir* F«jgel*®n gibt am Dowrstsg, dl•ך ׳״. März, im Scbwechtensaal einen Klavierabend, dessop Programm außer Werken von Bach, ScarUtti, Brahms. Beethovpn, Chopin und Debussy selten gehörte alte Musik von M«mm und Rameaw und Werke von Prokofieff und Emst TocH enthält. Poafe Zion. Sonntag, da34 ״. Februar, abends 8 Uhr, veransUltet die Berliner Ortsgruppe der Poalo Zion in den »Sophien* sälen" (Weißer Saat), $ophitn*tr. 17/18, am llaekcschon Markt, ein« öffentliche Kundgebung, an der Eliahu Goiumb, General- *ekretir der allgemeinen jüdischen Arbeiterorganisation in Palästina, ferner JI. IJstzfcld und Salman Rukschow teilnchmcn. Da» Thema des Abends lautet; »Was fordert dio paliUünensischo Arbeiterschaft vom XVI. Zionittetikcmgroß2“ Sterbefail. Am Montag, dem 18. Februar, verstarb in @Wli« Nathan Marx, der im jüdischen Leben Stettin* eine aktiv# und führende Rolle spielt« und «ich um dio Gemeinde als weiter Vorsitzender außerordentliche Verdi«»;• «rworben hat. Seit 1$at förderte er sls Nichtzionist den Palä*tina־Aufb*u. Bereits bei der Gründung des deutschen Keren Hajessod erkannte •* mit d•» Sachliehkeit und dem Weitblick, dl» ihn ausretehneten, die Bedeutong der Palästina-Arbeit för das Gasamtjudentum. Br hat lieh daher sofort dem deutschen Keren Hajessod angeeehloajen und dessen Arbeit mit Tatkraft und Großzügigkeit gefördert. Noch im!•taten Jahr« übermittelt« er dem Präsidium »ehr wertvolle Ra Hehl it ge, deren Durchführung er leider nicht mehr erlehte. Mit NVh»n Mars, der ale Stadtverordneter der demokratischen Partei auch in dem pohtischen und Kommun»flehen Stettins großes Ansehen genoß, verliert der Keren Hajessod einen Vorkämpfer, desjen Andenken er immer׳ tu Ehren halten wird. Mensa academica Judaica. Am 5. Februar «92a wurde der Verein »Mensa academica judaica“ in Berlin gegrünaot, der den jüdischen Studierenden aller Berlin«* Hocbschulon einen rituellen MittapSiach gewihren will. Vor»»t*«mder ist Herr Generalkonsul Pr. Isi Kahn-Jaffa. Dip Mensa wird in den Rlwtncn Hackeschw Hnf» Rosen Ihalcr Str. 40 '41, bei genügender Beteiligung bereits irrt Mär*, sonst zu Beginn des Sommersemester 19*9 ®rt'f f״ct werden. Für di® Mahlzeit i»t «ja Preis von 80—5ן Pf. in Aussicht genommen. Di• Essenszeit wird slsb von tfat bis *44 Uhr e,r»traehen. Die Mensa steht untar Aufsicht de» Rabhinat» dar Ksichruth'Kwnmissto» d#r Jüdischen Gemeind«. Sie wird bei gsnügwder Batnilipng *n de« Freitag־!banden gefiffoet »in. Um •me U«h®r«icht über die **W dn* BKepsteitneihmer au gewinnon, hlttet der Verein » unversüpwh• unverbindliche Anmeldung hei der Geschäftsstelle Berlin 0 9, Rosen* siraße »4׳, Zlmheer 1§ (pöffnet Montag bi« Donnarstag' 8—4, Freitag 8—3, Sennabend 8-־-* Uhr). Persönliches. Der Kaufmann Eduard Lsipslger,!»*»deck i, Sch!., der seit zirka So Jahren Repräsentant der Syna^ogengemeipda ist und verschiedene Ehrenämter im Städtischen Gemeind«wesen hekleidet, feierte «inen 85. Geburtstag. Zum Dank seiner der Qemelnda Landeck geleisteten Dienste verliehen Ihm die Städtischen Körperschaften einstimmig das Ebrenbörgorrecht der Stadt Landeck i. Sehles. Jüdische Musik in Königsberg. Alic« Jaeob-Lo•- wenson wird *m 30, Mär* im Verein »Noa»“ in Königsberg «inen Vortrag über ״Moderne jüdische Klaviermusik“ halte». Im Rahmen dioaes Vortrags werden viele neu« Klavierwerke von Alkan, Alman, Achron, Engel, K r e i n , Weprlk, Sternberg, Castein uovo-Tedesco, Milhaud, Erne st Bloch usw. in Königsberg erstmalig zu Gehör gebracht werden. — Ortsgruppen und Vereine, die sich für ähnliche Ver* anslatliingen interessieren, werden gebeten, sich an die Musik-Rodaktion der ״Jüdischen Rundschau" zu wenden. Arbsitsgemeiitsehaft der Jüdischen Arbeitsnachweis®* Jugendliche, die zu Ostern die Schule verlassen, melden sich *weckmäßig schon jetzt wegen Lehrstellen hei der Jüdischen Berufsberatung und LclirstellenvermiUlung. Wir erteilen Rat in allen Berufsfragen Jugendlicher und vermitteln Lehrstellen in alle Berufe. Besonder« Berücksichtigung findet die Vermittlung sabbatfreier Stellen. Sprechstunden: Für Knaben: Dienstags und Freitag» van 10—1 Ihr vorm. Für Mädchen: Montan und Mittwochs von 10—r Uhr vorm. Für diejenigen, die noch nicht von der Schule abgegangen sind, haben wir Nachmittags-Sprechstunden eingerichtet, und *war: Für Knaben: Dienstag» und Donnerstags von 3—4 Uhr. Für Mädchen: Montags und Mittwochs van 3—4 Uhr. Arbeit»- f, ־*־* * ״י •- ■■ ' * , -* , .״ *" . K. J. V.-Stellenvdrmittlung. Wir suchet» eilte Vertretung für Allgemeinpraxis oder dermatologische Praxi». — Für Endo April such«״ wir einen Vertreter für klein• Al!|«ro«inpr»xis bei Berlin auf einige Wochen. — ln norddeutscher Kleinstadt wird Assistant für große Lmdpraxis gesucht. — Nied«rlassungsmöglichk«it für Kinderarzt gesucht. — Für ein» chemische Fabrik wird chemischer Pharmazeut gesucht. — Auskunft erteilt K. J. V., Bleibtreustr. 50. Jüdischer Ruderclub »Ivrla“. Wochen program in. Sonntag, den 34• Februar 1939: (offiziell) ji Uhr Kastenrudern bei Rothenberger, Bahnhof Tiergarten. Donnerstag, den 38. Februar ipsc!: (inoffuitll) ft Uhr bchachabend b« Hermann Salraonson, Tellower Str. 16, Aufgang 8, kt G0H. Pünktlich erscheinen, da di® Haustür nicht lang« offensehaUan werden kann, Schaehspiel« mitbringenl Sonntag, dan f. Mir* «0*9; (inoffideU) wanderen*. Trafwunkt 10 Uhr an der Normaluhr Bahnhof Zoo. Dl» Heimabend® der Jufeodmitgltede? werden gesondert bek&nntgcgeben, Kiel. Uns wird gesehrieknt Im Interesse jüdiseher Student«!, di® ein oder mehrere Semester in Kiel ra verbringen beabeiehtigon, sei darauf hingewiesen, daß der auf Veranlassung des Hamburger »Verein* nur Förderung ritueller Speisehituser“ E. V. hier errichtet® Mittag*- und Abendlisch hei Frau Ehrmann (Waisenhofstr. 7) gut« koschere Verpflegung ermöglicht zu mäßigen Preisen, dio für atudierendo noch besonders reduziert werden können• Kiel bietet auch sonst (nach (iemcindeinstitulionen, G<d׳u:r11״v-it .-1״n Lernen und m hebräischer Konversation, Vorträgen über jüdisch« Themen 11?w.) einen günstigen Boden für jüdische, speziell auch 9re«gtzestreue Skdierenas.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.