Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 99 (14.12.1928)
- Date
- 1928-12-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 09, 14, XII 1928 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 099 Von der Woche Kundgebung des Hilfsvereins in Köln. In! Hause des Herrn Leonhard Tictzln Köln fand eine Versammlung des Hilfsvereins der deutschen Juden statt, zu der aus Berlin die Herren Wiliy Dreyfuß, Dr. Bernhard Kahn und Dr. Wischnit zer erschienen waren. Nach einer Einführung durch den Gastgeber hielten die drei Herren Ansprachen, in welchen sie die Tätig* keit des Hilfsvereins auf den verschiedenen Gebieten jüdischer Fürsorge schilderten. Herr Dreyfuß hob unter anderem her•; vor, daß nach seiner Meinung für die deutschen Juden zwei I große Aufgaben jüdischer Betätigung vorhanden sind־ För* I derung des Keren Hajessod lind des Hilfsvereins der deutsehen Juden. Durch die Arbeit dieser beiden Organisationen, so führte der Redner aus, werde das Ansehen der Judenhelt in Palästina, im Orient und in Osteuropa gehoben und ihre wirt* schaftliche Lage verbessert. Dr. Kahn führte aus, daß, nachdem die politische Emanzipation und die nationalen Rechte durch die Minderheitsverträge errungen sind, nun auch die ökono* mische Gleichberechtigung für die Juden im Osten durchgesetzt werden müsse. Dr. Wisclmitzer zeigte an einer Reihe von Lichtbildern die Tätigkeit des Hilfsvereins. Zum Schluß wurde, wie berichtet wird, eine Sammlung vorgenommen, die ein be* friedigendes Resultat hatte. Die ״Jüdische Altershilfe“ veranstaltete Sonntag in den Kroll-Sälen einen Ball, der einen überaus festlichen und ge* lungenen Verlauf nahm. Vertreter aller Kreise der vornehmen jüdischen Gesellschaft Berlins hatten sich eingefunden. — Vor dem Bah wurde in der Kroll-Oper eine Festvorstellung von Don Giovanni gegeben — ein erlesener Genuß edelster Kunst, dargeboten von Kleraperer mit einem Ensemble treff* licher Sänger, unter denen vor allem Frau Ritter-Camp! (Paris) durch hohe Gesangskultur hervorragte. Unter den Mitwirken* den waren auch zwei jüdische Künstler, von den iüngc* ren Mitgliedern der Kroll-Oper, und zwar die mit schönen Stimmitteln begabte junge Soubrette Irene Ei sing er und dann G 01 Ia na , der HaDimah-Bariton, als prächtiger, in Spiel und Ton angenehm auffallender Masetto. Cbanukkahfest der Berliner Jüdischen Volksschule. Am Sonntag, dem 9. Dezember, hatte die Schule Fasanen* Straße zu einer Chanukkahveranstaltung eingeladen. In dem stark überfüllten Festsaale hatten sich die Schüler sowie Eltern- und Freundeskreise der Schule zusammengefunden und lauschten mit Spannung den Aufführungen. Das Programm war fast vollkommen von den Schülern selbst bestritten, der szenische Prolog sogar von ihnen selbst verfaßt. Besonders starken Eindruck hinterließen jene dramatischen Szenen, die in hebräischer Sprache so verständnisvoll aufgeführt wurden, daß auch bei den größten Pessimisten kein Zweifel darüber bestehen konnte, daß diese Kinder das, was sie sagten, sprachlich vollkommen beherrschen. Es ist eine starke Leistung der Schule, daß das Hebräische dort zur lebendigen Sprache hn Munde der Kinder geworden ist. Aber auch die deutschen Stücke, die aufgeführt wurden, atmeten den frischen Hauch überschäumenden jüdischen Temperaments, und man kann ohne Uebertreibung sagen, daß hier ein Stück jüdischen Kindermilieus geschaffen ist, das unsere kühnsten Erwartungen übertrifft. Besonderen Anklang fand das aus dem jüdischen Kinderkalender entnommene Chanukkahspiel ״Jomi ben Jogli“. Dieses sowie die hebräischen Szenen ״Abraham und die Götzen“ und ״Hanna und ihre sieben Söhne“ waren besonders auch in ihrer szenischen Darstellung von außerordentlicher Wirkung. Reigen, Tänze und Chöre, teils in die Stücke ein. geflochten, teils für sich, belebten das Programm und ließen die dreistündige Aufführung an keiner Stelle langatmig werden. Reizcna waren die Kleinen mit ihrer Aufführung ״im Spielwarenladen“ und die Kleinsten mit ihrer hebräischen Kindergartenweise. — Im ganzen eine ausgezeichnete Leistung der Schule, von der man nur wünschen kann, daß sie sich im gleichen Geiste weiterentwickelt und immer mehr Anhänger unter der jüdischen Elternschaft gewinnt. Renaissance-Theater. Es scheint fast, daß ein Stück ohne Judenszenen zur Seltenheit werden soll. Man behandelt heute das Judenthema offener, ohne daß das jüdische Publikum Anstoß nimmt, — was in der vorzionistischen Zeit zu befürchten war. Freilich, ob das immer erfreulich ist? Auch dies hängt von der Qualität des Stückes und des Dichters ab. In Duschinskys ״November in Oesterreich“ sind jedenfalls die Judentypen nicht das schlechteste, wie überhaupt die Nebenfiguren (gespielt z. B. von Willy Forst, Sauter-Sarto u. a.) ein Stück lebenswahres altes Oesterreich verkörpern. In dieses Milieu der Kriegs- und Nachkriegs-Leopoldstadt gehören diese Juden wirklich hinein, und die Szene im SchiebereafS, wo man jüdische Schleichhändler mit gaunernden Feldwebeln und Offizieren Geschäfte machen sieht, gehört zu den besten des (schwachen) Stückes. Die Schauspieler Rihard, Kühne und Hardtmuth spielen, unter Hartungs Regie, diese Schieber nicht schlecht. Hermann Valientin ist besonders gelungen als Hausierer Blaustein, etwas zu stark aufzutragen schien er uns als arrivierter Schicber-Parvenu. Den menschlichen Höhepunkt soll wohl seine große Auseinandersetzung mit dem Offizier bedeuten, der ihn als Juden beschimpft. Blaustein (Valientin) schleudert dem überheblichen Beleidiger die leidenschaftliche Anklage des Juden ins Gesicht, dessen Frau als Kriegsopfer gestorben, dessen Vater von bestialischen Soldaten der eigenen Armee zum Scherz mit glühenden Bajonetten traktiert worden ist. Das entwürdigte und in seinem Heiligsten gekränkte Menschentum — so soll wohl gezeigt werden — gleitet ab in die Regionen des materialistischen Scheinlebens, die allein man ihm gelassen hat. Valientin findet in dieser Szene erschütternde Akzente. Auch sonst gehen durch das Stück allerlei Juden, Pogromflüchtlinge, tragikomische Gestalten, ein spezielles Leid tragend in einer zum Bersten mit Leid gefüllten Welt. Der Held des Stückes, Gerhard Förster, ist wohl vom Autor nicht als Jude gedacht, ist aber der typische Wiener jüdische Intellektuelle. Die Aufführung unter Hartung ist — besonders in den in echtem Wiener Ton herausgebrachten Massenszenen — vorzüglich, allen voran zu nennen die, Trägerin der (zum Schluß lei 1er beinahe lächerlich wirkenden) Hauptrolle Frau Lennartz. ml. Eine Habimah-Premiere. In Te!-Awiw fand die Premiere des Schauspiels ,,Haozar“ (Der Schatz) von Scholem Aleichem in der Bearbeitung von!. D. Berkowitz statt. Es ist dies das erste Stück, das seit einer Reihe von Jahren neu in das Repertoire der Habimah aufgenommen wurde. Es war, wie uns berichtet wird, ein außerordentlicher Erfolg. Alle S hauspieler und der Verfasser Berkowitz (Scholem Aleichems Schwiegersohn) wurden stürmisch gerufen. Es war vielleicht der stärkste Erfolg, den die Habimah bisher in Palästina errungen hat. Trotzdem das Stück gewisse Sehwä’hen hat, war do'h die Aufführung, insbesondere das Spiel der Herren Gnessin und Meslcin. hinreißend. Nach der Vorstellung fand eine Zusammenkmft statt, bei welcher Bialik eine Rede auf den nichtjüdischen Regisseur Dikl hielt, der 'in herzlichen Worten er- Viderte. Herr Halevi beglückwünschte namens der Theatertruppe ״O h e 1" die Habimah zu ihrem Erfolg. Es wurde auch beschlossen, an die Witwe Scholem Aleichems' nach Amerika ein Begrüßungstekgnnim zu schicken. Professor Isaak Marken wurde von der jüdischen Getnefnde Hamburg zum Leiter ihrer in der Ausgestaltung begriffenen Bibliothek berufen. /SJhääi /\D1 WELTV DEUTSC band KREIS Von der Jüdischen Jagendbewepng in Amerika Von S a I. Flink in New York. Die größte jüdische Jugendorganisation in den Vereinigten Staaten ist die ״Vereinigung jüdischer junger Männer und junger Mädchen“ (Young Men's and Young Women’s Hebrew Association, abgekürzt Y. M. W. ti. A.). Sie ist vor ungefähr 50 Jahren in New York entstanden und hat sich von hier aus über ganz Amerika ausgebreitet. Zurzeit existieren in Amerika etwa 400—500 Y. M. W. H. A’s. Jeder Ort, an dem einige 1000 Juden wohnen, setzt seinen Stolz darein, ein Y.M.W.H.A.-Haus zu besitzen, das der Treffpunkt der jüdischen Jugend ist. Jede örtliche Organisation bildet eine unabhängige Gemeinschaft für sich, jedoch besteht eine lose Zusammenfassung aller dieser Organisationen ln dem ״Jewish Welfare Board". Das Ziel dieser Vereinigungen ist die kulturelle und soziale Zusammenfassung der Jugend beiderlei Geschlechtes. Es finden regelmäßige Kurse in jüdischer Geschichte und Vorträge über zeitgenössisches Judentum statt. in dem Betätigungsfeld des Y. M.W. H. A. nimmt der Sport eine ausschlaggebende Rolle ein. Während der verschiedenen Seasons finden regelmäßige Sportturniere um das Championship des Ostens, Westens, Südens und Nordens der einzelnen Staaten statt. Die Preise werden vom ״Jewish Welfare Board“ gestiftet. Es finden dann auch Kämpfe um das ״State-Championship“ und die ״National Championship“ statt. Gepflegt werden folgende Sportarten: Football (das dem europäischen Rugby ähnlich ist), Baseball, Leichtathletik, Schwimmen, Boxen, Basketball. Die Einstellung der einzelnen Vereine zum Zionismus hängt von der Persönlichkeit der Leiter ab. Die Mitglieder des Vor- Standes sind meistens reiche Juden, die sozusagen nur das Protektorat über den Verein ausüben. Die eigentliche Leitung liegt in den Händen festangestellter Leiter (Social-Worker). Im allgemeinen hat jeder Y. M. W. H. A. seine eigene Klubzeitung. Außerdem erscheint vierteljährlich das ״Jewish Center Magazine“. Einmal jährlich findet eine ״State-Conference“ statt, aut der die Probleme in den einzelnen Staaten diskutiert werden, und im Anschluß daran wird die National-Conference abgehalten. Auf der letzten Tagung der National-Conference ist insbesondere die Frage der jüdischen Erziehung eingehend erörtert worden. Sie hat dort noch zu keiner abschließenden Stellungnahme geführt. Die Beschlußfassung ist aut die nächste Sitzung verschoben worden. Im Mittelpunkt wird die Frage der Ausbildung ln der hebräischen Sprache stehen. Dentseher Kreis Bar Kochba schlägt R.J.F. Berliner Handball vom g, Dezember 1g38. Am verfangenen Sonntag •landen sich Ga Handballmannschaften des Bar Kochba und der Sports gruppe des R. J. F. im Gesellschaftsspiel gegenüber. Die Männermannschaft des Bar Kochba steht zur Zeit an der Spitze in der a. Klasse d! s V. B. A.V., während die des B. J.F. in der 5. Klasse und bisher ohne Gewinnpunkt spielt. Der Bar Kochba •teilte eino kombinierte Mannschaft gegen •einen jüdischen Gegner, in der der Innensturm und die Verteidigung der zweiten entnommen war. Auf dioso Weise entwickelte sich ein Spiel, das der R.J.F. durch großen Eifer ausgeglichen zu halten suchte. In seiner Mannschaft war der Torsteher Pfeffer der besto Mann. Die Mannschaft des Bar Kochba war jedoch trotzdem bedeutend durchschlag!;räftiger und gewann dos Spiel, das jederzeit ruhig und fair geführt wurde, mit 4:3. Leider leisteten sich die Zuschauer des Unterlegenen Uebergriffe, die man bei einem Freundschaftsspiel für nicht möglich gehalten hätte. — Auch die a. Mannschaft des Bar Kochba gewann gegen die zweite des R. J. F. mit 3! 1 Toren. H. E. Bar Kochba Berlin. Handball: Bar Kochba I gegen R.J.F. I 4:3; Bar Kochba II — R. J. F. II 3:1: Bar Kochba (Junioren) — Spandau 3:6: Bar Kochba Knaben — Brandenbürg I 0:4• Bericht der Männer siehe oben. Die Knaben spielten r;en die 1. Mannschaft des als besten Spielvereins bekannten f. T. S. S. Brandenburg und es ist dies Sptolergobnis für unsere junge Mannschaft als sehr gut zu bezeichnen. Dio Jugend war spielfrei. Hockey: Bar Kochba I — Teutonia I 2: 4• Berichte fehlen. — Genoralversammlung: Auf der am 4• Dezember, stattgefundenen Generalversammlung des Bar Kochba erstattete zunächst der!.Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Leiewer, einen Jahresbericht, an den sich die Berichte der Spbr. Bernstein (Kasse), Hirsch (Jüdische Gemeinde), Nesselroth (Sport), Eger (Jugend) und Lewin• sohn (K. K. L.) schlossen. Es wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt, lieber die Besetzung des Turnwarts entspann sich eine längere Diskussion, man einigte sich schließlich auf folgende Vorstandsliste, dio en bloc mit großer Mehrheit angenommen wurde: 1. Vorsitzender Dr. Leiewer, a. Vorsitzender Bruno Dobrzvnski, Schatzmeister Fritz Bernstein, Kassierer Fritz Ghssner, Finanzkommission Julius Hirsch, Direktor Schmeldlor, Erich Burin. Sportwarte: Hans Eger, Kurt Glaser, Kurt Lewin, Heinz Nesselroth, Heini Baranski, Stefan Stcinhnch. Keren Kajemolh und Keren Hajessod: Fritz Lewinsohn. Erziehung: Hans Friedenthal. — A bteilung Bötzowviorlel: Die im Mai ds. Js. gewendete Gymnastikabteilung erfreut sich eines regen Besuchs. Hallenabend der Abteilung an jedem Mittwoch, von 8—10 Uhr. unter Leitung von Dipl. Sportlehrer Scheinessohn, in der Hallo der Schule Heinrich Roller- Straße!8. Auf jeder Veranstaltung dor Abteilung sind G.'is'o herzlieh willkommen. II. E. Hakoah. Beuthen. (Generalversammlung). Auf der Tagesordnung stand: 1. e n Referat von Tbr, Iluttarer-Wlen. 2. Vorstandswahl, 3. Verschiedenes. — Der 2. Vorsi'z-nda, Tbr. Silo Blitzer, eröffnet» die Versammlung und erto'lte Tbr. Hu l״rer das Wort zu •einem Referat über ,,Die jüdische Turn- und Sportbewegung“. We'terhin berlch'ete der Referent von den russischen Makkahivereinen, dia •r während »einer Kri״gsgefanren»ohaft kennenlernte bzw. gründete. Sie bestanden leider nur kurze Zeit, da sie von der Sowjetregierung verbo'en wurden. Während •eines Aufenthaltes in Petach-Tikwah gründe’o Tbr. Hutterer gemeinsam mit einem aus Rußland stammenden Arzt einen Turnverein, der sich nicht entwickeln konnte, da er sehr primi ive Turngeräte zur Vorfügung hatte. Tbr. Hut'erer hob dabei die Wichtigkeit des Keren- Ilamigraschim hervor. Er erzählte von spor'lichen Wr'nsta'tu-g n, gemeinsam mit den arabischen Turn- und Sportvereinen, die sehr zur friedlichen Verständigung von Arabern und Juden b״i!rug-n. Das sehr interessante Referat wurde mit großem Beifall am'atenoinmen. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Dr. Fränkel, 3, Vorsitzender und Sportvvart Sab Blitzer. KassVrer Silbermann, Schriftführer Gallinek, Turnwart Kohn. Beisitzer Edith Weinstock und Löbmann. Die Adresse des Schriftführers lautet jetzt E. Gallinek, Beuthen O.-S., Dyngosstraße 3g. — Verschiedenes: Es wurde Stellung genommen zu dem neugegründeten ״Jiid'schen Sport- Bund“, der sich als überparteilich bezeirtmet und damit dem Makkabigedanken ablehnt. Beschlossen wurde, durch Aushänge in Geschäften Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Mcinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165 —70. Postscheck* konto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltting der B. Z. V. Montag, den 17. Dezember abends 8(4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Saal der Synagoge, Fasanenstr. 79/80, Aussprache-Abende über Erziehungsträgern 2. Abend: Rabbiner Dr. Joachim Prinz: ״Jüdische Geschichte als Erziehungsfaktor". Dienstag, den 18. Dezember pünktlich 8 Uhr Chanukkahfeier der Zophlm, Bund jüdischer Pfadfinder, in den Sälen der Ressource, Oranienburger Str. 18. Aus dem Programm: Ansprache, Kinderchor, Musika'ische Darbietungen, Aufführung Moritz Heimanns ״Das Weib des Akiba , Revue, Tombola 118w. Eintritt M. 1,—, für Chaluzlm M. 0,50. Karten im Büro, Luisenufer 17, und bei unseren Bundesmitgliedern. . . V Veranstaltungen der Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina Kindernachmittag der Bezirksgruppe Lichterfelde. Sonnabend, den 15. Dezember nachm. 5 Uhr Märchen Vorlesung von Frau Lina Wagtier-Tauber bei Frau Hans Herrmarin, Lichterfelde, Wilhelmstr. 29. Anläßlich der Anwesenheit von Frau Vera Weizmann. Empfangstee der Bezirksgruppe G r u n e w a I d. Montag, den 17. Dezember nachm. 4V5 Uhr bei Frau Siegfried Hirsch, Grunewald, Hagenstr. 8. Geladene Gäste. T eenachmittag für die engeren Mitarbeiterinnen der F. A.P. Mittwoch, den 19. Dezember nachm. 41/2 Uhr bei Frau Selma Kareski, Sclilüterstr. 44. mehr Propaganda für un» zu treiben. Auf Anregung von Dr- Fränkel wurde eine Aitherieuriege gegründet, der die anwesenden Harren beitraten. Dr. Fränkel schloß die Versammlung mit der Aufforderung zum ständigen Erscheinen zu allen unseren Veranstaltungen. Bar Kochba Frankfurt. Trotz der vieler» Gründe, die dagegen sprachen, daß der Bar Kochba eine Fußballabtfilung seinen bkberigon Abteilungen angliedern »oll, hat »ich der Vorstand doch entschlossen, auch dioso Sportart auszuüben und in» Bar Kochba zu propagieren. Um es vorwegzunehmon: wir wollen nicht den FuSWl- Sport enthusiastisch oder gar fanatisch betreiben. Das liegt gar nicht in unserer Absioht, wir wollen — im Gegensatz zu anderen Vereinen — diesen Sport nur aus Interesse und Freude am Spiel betreiben, ohno Verbandsspiele, die lediglich nur aus Meisterschaftsgründen ausgefochtcn werden. Wir wollen vorerst unsere Fußballabteilung nur Privat- und Freundschaftsspiele aus tragen lassen, um Entgleisungen, die bei Vcrbandsspiclen in unteren Klassen noch mehr als in Liga-Kämpfen Vorkommen, zu entgehen. Unser Prinzip soll sein, anständige, wertvolle Menschen in unseren Reihen zu haben. Dio spielerische Qualität des Einzelnen ist egal. Es wird trainiert und wer Interesse an der Sache hat, dor wird sich auch Können aneignon. Dank der guten Beziehung des Bar Kochba ist cs uns möglich, u. a. gegen andere Vereine des Makkabi-Yerbnntlcs zu spielen; es ist sogar in Aussicht genommen, nächstes Jahr eine Makkabi-Meisterschaft austragen zu lassen, zu der wir ebenfalls unsero Meldung abgegeben haben. — Wer nunmehr in den Kreisen des Bar Kochba und auch in den Kreisen unserer Anhänger und Freumio Interesse und Sympathie dem Fußballspiel entgegenbringt, den bitten wir, in unsere!leihen oinzutreten und uns milzuhelfen, daß das jüngste Kind des Bar Kochba ebenso blüht und gedeiht, wie die anderen. Bar Kochba Magdeburg. Der Bar Kochba Magdeburg veranstaltetc aus Anlaß seines fünfjährigen Bestehen» ein Handballturnier, zu dem er dio drei spielstarken Vereine, Z.d.A. I, Borussia I und Fichte-Altstadt I, verpflichtet hatte. Das erste Spiel am Vormittag brachte gleich dia beiden alten Rivalen Bar Korhim und Fichta-AUstadt zusammen. Wie schon so oft, lieferten sich auch di-ses!Mal wieder beide Gegner einen harten Kampf; dio Bar Kochba-Mann- Schaft, dio glücklich aufgestellt war, versuchte mit aller Kraft in das Schlußfinale zu gelangen, doch versagte jedes Mal im geeigneten Moment di» Stürmerreihe. So konnte Bar Kochba, trotzdem wir leicht überlegen waren, nur 0:0 spielen. Fichte-Altstadt konnte das Siegerlos ziehen und kam so unverdient in das llauptspiel. Im zweiten Spiel konnte Z. d. A. liorus-k 8: ״ ו!!fertigen. Im Spiel der Unterlegenen am N'aclunillag, 7wi*rhen Bar Kochba und Borussia, war dio erste Halbzeit Bar Kochba immer vor des Gegners Heiligtum, doch zeigte auch hierum wiod״r die Stürmerreihe mangelndes Schußvermögen. In der zweiten Halbzeit kan» Borussia durch einen UcberraschungBft'Cffer zum Tor. Alle» Bemühen der Bar Kach'mncr war vergeblich, es blich beim Stande von 1 : o. Im llauptspiel konnto Z.d.A. über Fichte-Altstadt üherleotcu mit 8:2 zu triumphicron. Das Spiel der Schüler zwischen Bar Kochba Schiller uni! Buckau Schüler ondelo nach schönem Kampf 3: ז für dio blauweißen Jungen•. Den zahlreichen Zuschauern wurde immer guter Sport geboten, und es ist zu hoffen, daß die Spiele für un» auch propagandistisch gewirkt haben. S c h i c k o. Bar Kochba Hamburg. r. Darnon — Uh len hör» t er II. C. I. D. o: 3 (0:0). Ein ganz hervorragendes Ergebnis gegen dio gute L'hlenhorster Mannschaft spricht für dir Form erbesscru-g unserer I. Damen. Bcsnnd •rs 11־’> •rra« •hen muß das Ilalbr-eitercrcbnis, das zeigt, wie großartig Bar Korhbas Mannschaft gekämpft hat. Ellen IVsncr im Tor übertraf sich seihst und laXt dia schwierigsten Bälle. III. Damen — Bergedorf III. D. 0:5. Die neuanfgestcllto III. Damcn-Manns-hatt konnto gegen di» rou'inicrtco Dorgedorferinnen in keiner Weis# bestehe:!. II. Herren — Sportkameraden I. H. 5:4 (3:2). Ein schöner Sieg unserer von Spiel zu Spiel besser werdenden Reserve-Mannschaft. III. II 0 r ren — Ehlf aherster Klipper II. A. H. 2:2 (0:3'!. Die Dritte ließ sich auch von diesem erfahrenen bc״n״r nicht schlagen. I. Jugend — Uhlcnhorstcr A. C. II. Jun. 2:0 ('0:01. Bar Kochba Jugend konnto glänzend gegsn dio sehr spielstarken II. Jun. des IJ. H. C. gewinnen und bewies dadurch, da ß5ia in Hambürg keinen Gegner zu fürchten haben. Bar Kochba München. Der Turnur.d Sp2rtbe:riob in allen Abteilungen ist sehr rege. Doch vermissen wir noch eine Anzahl unserer älteren Mitglieder, insbesondere die alten Herren 1 Da die uns zur Verfügung stehende Hallo au der Louisenschulo sich für unseren Sportbetrieb zu beschränkt erweist, pflogen wir Verband- Jungen, um eine Sporthalle zu erhalten, welches auch unseren Ansprüchen genügt. Dio geselligen Abende werden in absehbarer Zeit wieder beginnen; hoffen wir, daß unsoro Mitglieder zahlreich daran teilnehmen werden.