Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 90 (13.11.1928)
- Date
- 1928-11-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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UNTERHALTUNGS-BEILAGE 13. November 1928 DER JÜDISCHEN RUNDSCHAU ״Gdud Megine Hassafa“ Von Sch. Gorelik. Eine Vision: Theodor Herzl, 69 Jahre alt, verbringt seine alten Tage in Palästina. Hebräisch spricht er niclit. Der ehemalige Gouverneur Storrs spricht hebräisch, aber Herzl, angebeteter Fürst in Israel, kann nicht hebräisch. Das ist vorstellbar, und das schmälert um Haaresbreite weder die Größe seiner Persönlichkeit noch seine historische Be• deuttmg. Herzl spaziert also langsam, gestützt auf einen Stock, in Begleitung eines Herrn durch die Straßen von Tel Awiw und spricht in einer der Sprachen, die er kennt und die nicht hebräisch ist. Plötzlich sicht er einen Jüngling auf sich zukommen, und bald muß er gewahr werden, daß der eilende energische Jüngling nicht eine Huldigung Vorbringen will, sondern eine strenge Abkanzlung, eine scharfe Verwahrung. ״Daher iwrith“ herrscht der Jüngling ihn an und geht stolzen, militärischen Schrittes weiter. Herzl schüttelt erstaunt den Kopf und lächelt, * Da sitzt in einem mir befreundeten Hause jemand, der mit vollem Recht zu den Klassikern des Zionismus gehört. Ich liebe und verehre ihn, bewundere die gerade Linie seines Lebens, den einzigen geistigen Roman, eien er hatte, und der Zionismus hieß. Ich weiß, daß er außerhalb dieses wichtigen Bezirkes ein Baal habajit und in anderen höheren Dingen des menschlichen Daseins von auffallender Begrenztheit ist. Aber seine Imposantheit als Zionist, als Kämpfer für das nationale Ideal flößt mir tiefste Ehrfurcht ein. Da sitzt er nun, und ich höre ihn besorgt sagen: ״Sollte einmal ernstlich die Absicht bestehen, eine Aktions-Komitee-Sitzung in Palästina abzuhalten, so darf man nicht vergessen, welche Gefahren, welche Kalamitäten dadurch entstehen können, daß X oder Y seine Rede nicht hebräisch zu halten imstande sein wird.“ Mir wird einfach schlecht bei dieser Kleinlichkeit, diesem Provinzialismus und dieser Engherzigkeit des Geistes, und ich schweige, statt ihm, was viel richtiger wäre zu sagen: ״Gebt nur acht, daß Englisch nicht einmal eine Konkurrenz für das Hebräische werde. Jiddisch wird cs in Palästina nicht sein. In der Tat, Juden lernen zu schnell Englisch. Die Anglisierung des jüdischen Volkes macht Riesenfortschritte. Es sieht schon bald wie ein Dominion aus.“ * Von einem Zionisten, der sich niemals an den scharfen Formen des Sprachenkampfes beteiligte, soll man nachfolgendes ohne Aerger anhören: ln diesem Kampf bedienen sich nach meiner tiefen Ueberzeugung die Hebraisten meist weniger vornehmer, gerechter Waffen als ihre Gegner. Denn was sagen die Gegner? Sie sagen, daß die hebräische Sprache tot ist. Falsche Meldung. Es sind jetzt genug Beweise vorhanden, daß diese Behauptung falsch ist. Aber an und für sich ist in einer solchen Meldung keine Verachtung zu erbliCRüri. Die Hebraisten aber bekunden gegenüber dem Jiddisehen stets Verachtung, und das ist eine größere Sünde wider den Geist als wenn man etwas totsagt. Jawohl, das ist schlimmer, weil die jiddische Sprache eine solche respekt- und herzlose Behandlung nicht verdient. Jiddisch ist kein gelber Spitzhut, den man einst die Juden zu tragen gezwungen hat, es ist ein geistiges Kleid, mit dem die Juden freiwillig ihre Seele im Laufe von Jahrhunderten umhüllt haben. Ein Goluskleid zwar, aber mit Würde im Leid getragen. Eine beispiellose Undankbarkeit des Herzens ist die Art und Weise, wie Millionen Juden jenseits des Ozeans dieses Kleid von sich werfen. * Jiddisch stirbt. Diese Tatsache zu leugnen hieße blind sein, aber es liegt kein Grund vor, darüber zu frohlocken. Mit dem Jiddisch, das aus einem jüdischen Haus in New York und Montreal auszieht, verschwinden Kostbarkeiten des Gemüts und werden Erinnerungen und Vergangenheiten begraben. Es ist kalt in all diesen anglisierten jüdischen Häusern. Jiddisch wird vergessen, aber seinen Platz nimmt nicht Hebräisch ein. etwas ganz anderes, sehr oft Kultur-Parvenntum tritt als sein Nachfolger auf. * In Palästina herrscht in den Schulen, in der Presse nur Hebräisch, in Palästina lebt der größte Teil der hebräischen Schriftsteller, auch das hebräische Verlagswesen wird wahrscheiiilich dort seine Zentrale haben. Die Gewähr für die Alleinherrschaft der hebräischen Sprache ist also gegeben. Berliner Zionistische Vereinigung Berlin W 15, Meinekestrasse 10 Sdrwechtcn - Saal, Lützowstrasse 16 Dienstag, den 30, November, 3 Uhr KONZERT Alice Jacob - Loewenson ״Neue jüdische Musik“ Mitwirkende: RahelKaufmann und LcoRiasanzew Programm: Grtgoirc Kreta z a! Prelude, op. 5, bl Chant d’Automne, op. 4, Nr. r Mordcdtaf Sandberg (JerusalemErstes Rezitativ aus ״Koheletk“ Josef ÄAroru «) Birkath Schalom, op. 56 Nr. s , bl Der Letzte, op. 54 Alexander Weprik (Moskau): a) Vier Volkstänze (tg2S) bj Kadiisch (1g26) Mario Castelnuovo-Tedesco: Drei Choräle über hebräische Melodien Darius Milhaud! a) Israel lebt, b Zionsgesang, c) Zionshymne Die Werke von Krein, Weprik, Achron und zwei der Lieder von Mühe ad sind Erst auffOhrungen, das Werk ton Sandberg ist Manuskript. Flügel: Stcinway 6■ Sons. Karten su RM. 1.S0, 3.S0, 4. - (Jugendliche 75 Pf. nur im Vorverkauf in der Berliner Zionistischen Vereinigung), im Büro der Berliner Zionistischen Vereinigung, Berlin WI5, Meinehestr. 10. bei Bote <6 Boek, Leipziger Straße 37 und Taaentstenstraße 7, bei A. Wertheim, Leipziger Platz und Tauentzienztraße 13, sowie an der Abendkasse. Wozu in aller Welt braucht man noch einen Gdud, der seine Liebe zum Hebräischen in brutaler Intoleranz, in Flegeleien und Ueberfällen gegen Andersdenkende manifestiert? Was ist das für ein Geist, der dort unter der Jugend gezüchtet wird? Was ist das für eine Jugend? * Neulich fiel mir ein, daß es doch gar nicht übel wäre, die ״Reise Benjamin UI.“ in der Darstellung von der Granowsky-Truppe in Palästina aufzuführen. Denn schließlich, ohne die Sehnsucht Benjamins, dieses jüdischen Don Quichote, hätte die Chibath Zion und die moderne zionistische Bewegung nicht entstehen können, das sind doch die Kräfte, von denen wir alle zehren. Was ist der hochmütige Schüler aus dem Jaffaer Gymnasium, was ist der Gdudnik und der vom Brith Trumpeldor, was sind sie alle, vergleicht man ihre Liebe zum Lande mit dem Feuer, das in der Seele Benjamins hrennt. Ich liebe das Theater von Granowsky wegen seiner ganzen ן Kunstrichtung nicht, aber als ich Benjamin III. sah, sagte ich: ״Alles vergeben“. Niemals noch hat mich das Hatikwah- Lied so erschüttert, so hingerissen wie jene glückselig-wehmutige und gleichzeitig so hoffnungsvolle Melodie, die das Orchester anschlägt, jedesmal, wenn Benjamin auf seinem Marsch sich aufmacht, jene Melodie, die ihn anfeuert und ihn in Verzückung ausrufen läßt: ״Senderl! mit dem rechten Fuß!“ Und selten hat mich die Rede eines zionistischen Propagandisten so ergriffen wie jene ukrainischen Worte ,,Kudi tut dorolia <io I rez Israela“ (Wo ist der Weg nach Lrez Israel?), mit denen Benjamin sich an einen Bauern wendet. Wahrhaftig, es wäre notwendig, daß man von diesem großen Kunsterlebnis und nationalen Impuls in Palästina erfährt. Aber wie denn? Gesetzt, daß dieser unwahrscheinliche Fall eiiitrctcn würde, nicht vorstellbar all die Stürme des Protestes, all das Jammern und Wehklagen, das sich bei diesem Anlaß erheben würde, nur weil Benjamin seine Sehnsucht, seinen heroischen Entschluß, sich auf den weiten Weg zu machen, in Jiddisgli ausdrückt. Aber vielen, die dieser Vorstellung beigewohnt haben, erging es gewiß wie dem Schreiber dieser Zeilen, sie haben den gewaltigen seelischen Ergiissen Benjamins gelauscht und dabei an die Sprache, die gesprochen wurde, gar nicht gedacht. Man sali einfach beglückt da, und es wurde auf einmal klar, daß die Chaluzim von heute ohne den Chahiz Benjamin nicht da wären und daß auch Herzl in den Augen der Wiener Journalistcn aus der ״Neuen Freien Presse“ ein Benjamin war, ein Don Quichote, der plötzlich von einer Sehnsucht gepackt, mit derselben Frage aufbrach: ״Kudi tut doroha do Erez Israela“ (Wo ist der Weg nach Erez Israel?), ja, Herzl, Sew Benjamin Herzl, Benjamin IV. 5* *• Da habt ihr es nun, da seht ihr an dem angeführten Beispiel, wohin Kultur-Chauvinismus, wohin geistige Kleinlichkeit führen kann. Man wird in Palästina hebräisch sprechen. Damit man dessen sicher bleibt, vermehrt die Zahl der Schulen, schreibt gute Bücher, führt Propaganda in Wort und Bild, aber seid nicht kleinlich, macht nicht aus jeder Sache eine Affäre, fallt nicht aus den Wolken, wenn Bialik während des Besuches eines jüdischen Schriftstellers einige warme Worte, die hoffentlich nicht nur Höflichkeitsworte waren, über Jiddisch sagte, und vor allem hütet Euch vor Intoleranz, dieser häßlichsten aller Kulturkrankheiten, vor Intoleranz, die die größte Idee zugrunde richten kann. Intoleranz! Hier ist der Punkt, wo man sich zur Wehr setzen muß. Ich weiß nicht, ob es schon Straßen in Tel Awiw gibt, die die Namen von Mendele, Scholetn Aleicbem, Perez tragen. Man soll Straßen mit diesen Namen benennen, wenn man es bis jetzt noch nicht getan hat. Man wird diesen Männern später einmal auch Denkmäler setzen müssen, wenn man nicht die jüdische Geschichte, die Geschichte des jüdischen Geistes, der jüdischen Literatur absichtlich verfälschen will. Die Schüler, die an diesen Denkmälern stehen werden, sollen auch wissen, daß es Schriftsteller sind, die jiddisch geschriehen haben. Man darf cs vor ihnen nicht verheimlichen, man soll sie nicht in Unklarheit darüber lassen, sondern sie in Ehrfurcht gegen eine Vergangenheit erziehen. Aus diesem Grunde ist es schwer, sich etwas Unsympathischeres, Engherzigeres vorzustellen, als die Weigerung, einen Lehrstuhl für die Geschichte der Literatur in Jidddisch an der Jerusalemer Universität einzurichten. Weil für Hebräisch stärkere Kräfte wirken als für Jiddisch, ist dieser Hochmut, ist dieser Kultur-Chauvinismus, diese Kleinlichkeit unverzeihlich und in höchstem Maße verwerflich. Jeder, der in einer Bewegung wirkt, sei es als Propagandist, als Schriftsteller oder als praktischer Arbeiter, hat das Recht, in stillen Stunden des Nachdenkens sich zu fragen: Welche Umstände könnten es herbeiführen, mich in meinem Glauben an die Idee schwankend zu machen? Was mich Der Reiter Novelle von Ludwig Stroms (Nachdruck verboten) 3. Fortsetzung. Dies ganze Wesen hielt Naftali für schlaue Verstellung und er machte sich fest im Glauben und Willen, dem Alten die Wahrheit herauszulocken oder zu -zwingen. Wenn die Gäste erst fort wären, er allein mit Abraham und unabgelenkt, müsse es gelingen, so beredete er sich. Aber die Gäste hatten, mit Naftalis Ja, die Heimkehr angetreten, und weiter wie bisher lief Tag um Tag in vergeblichem Lernen und Sprechen leer aus. Eines Morgens, als der Alte, wie er gerne tat, mit den Kindern war, stand Naftali, laut klopfenden Herzens, Schweiß auf der Stirn und tiefe Uebelkeit im Magen, am Tisch des Gastes und wühlte mit fahrigen Händen in dessen Büchern und Briefen. Da fand er, und brach fast in die Knie vor Schreck des Triumphs, ein kleines Pergament mit verblichener Schrift, das wie ein Lese- Zeichen aus einem wohlbekannten Buche ragte. Naftali begann zu entziffern, mühsam den Tränenschleier der Augen durchdringend: es war, von Urväterhand geschrieben, die Anweisung, den Lichtgeist höchster Erkenntnis in offenbarende Erscheinung lierabzubeschwören. Der Reiter nahm das Blatt an sich und als am Nachmittage der geduldige Gast neben ihm saß vor aufgeschlagenem Buch, legte er auf die neuere Schrift die mächtige alte, mit riehterlichem Blick das Auge ihres Besitzers suchend. Der Maggid sah ruhig, ohne Vorwurf und Ueberraschung, doch nicht ohne Schwermut ihn an. Das Blatt sei ihm vom Vater überkommen, der ihn geheißen habe, es mit sich zu führen, doch nicht danach zu verfahren. Der solches, vor ungemessener Zeit, versucht habe, solle tot vor dem Pergament gefunden worden sein, und die Sage gehe in seinem Haus, wer diesen Zauber recht übe, der müsse dran sterben, wer aber ihn verfehle, großes Unheil über Israel bringen. Auf Naftalis erregte Bitte, ihm das Katt zu lassen, da Abraham es noch nicht nütze, schüttelte der mit gebietendem Blick den Kopf: dies Erbe sei nicht feil. So wolle ers abschreiben, sagte Naftali, und dann zurückgeben, und kein Mahnen und Bitten des Alten vermochte ihn davon abzuwenden. Er kopierte getreulich die Schrift, und was an Zeichen nicht mehr sicher zu lesen war, ergänzte er aus Erwägungen, die. wie er meinte, nicht fehlen־ konnten. Freilich, als dann neben der flüsternd blassen, schicksalvollen Urschrift die Abschrift lag, blank schwarz und spielend zu lesen, schien das neue Blatt dem Schreiber seltsam eitel und leer, und als Abraham mit langem, schwerem Blicke, sein Eigentum zurücknehmend, ihn ansah, vermochte er nicht der verwirrenden Scham zu wehren, die seine Augen zu Boden neigte. Mit Dank, Ehre und Gabe, die reichlicher geboten als genommen ward, entließ er den Gast. Bald darauf begannen die Vorbereitungen zur Uebersiedlung in die Stadt des neuen Amtes, und zwischen viel notwendiger Arbeit und Begegnung flog nur selten ein fiebernder Gedanke, ein hungriger Blick des Reiters zu dem erzwungenen Kleinod. VI. Kapitel An Naftalis erstem Jahre in Frankfurt blieb von dem Herbstabend seiner Ankunft ein Schimmer haften. Ehe noch die Stadt sichtbar geworden, war sein kleiner Reisezug, die Wagen mit Frau und Kindern und den Treuesten aus Schülern und Gesind auf einen festlichen Zug getroffen. In geschmückten Wagen oder auf schön gezäumten Rossen holten die Vornehmsten der Gemeinde den neuen Rabbi ein. Die sinkende Sonne goß freigebig ihr Licht auf die bunten Staatsgewänder, die blanken Gefährte und Tiere der heiter lärmenden Willkommbringer; es strömte an Stoffen und blitzte an Metallen, und noch das Erd-, gewölk um Räder und Rufe schien stäubendes Go'd. Wie einem Fürsten rief dann in den Gassen der Judenstadt das gedrängte Volk sein ״Segen dem Kommenden“ Naftali zu. Der gewaltige Mann, der, was Anmutendes ihm fehlte, durch Kraft und Hoheit vergessen ließ, hatte sogleich die Menge gewonnen. Er spürte, daß sie mit seinem Ruhm sich schmeichelte und, je mehr er sich erhöhen werde, sich selber würde erhöht fühlen. So waltete er denn nach Fürstenart und wandte die Pracht einer kleinen Hofhaltung auf. In der Zeit des Uebergangs hatte sich viel unentschiedener Streit angehäuft, und Naftalis rasches, entschlossenes Richten oder unwidersprechliches Schlichten bekräftigte sein Ansehen. Seine Auslegungen des Gebots erzählte man sich von Haus zu Haus als Muster gewisser Kenntnis, scharfer Unterscheidung, überraschender Einsicht. Bald dachte Der und Jener sich schwierige Fragen nach Erlaubt und Verboten aus; er trug sie zum Rabbi, um eine der köstlichen Antworten zu erbeuten und vor Nachbarn und Freunden damit zu prunken. Daß Naftali geheimer Künste Meister sei, war ausgemacht in der Gemeinde, und flüsterndes Gespräch ging darüber um, das, weil keiner Genaues wußte, nur geheimnisvoller und triftiger klang. Tausendfach sah sieh der Reiter gespiegelt und kostete den Glanz der Bilder und ward seiner selbst sicher daran. Die Anfechtungen des Vorjahrs schienen ihm hohle Narrheit, deren er nicht mehr denken mochte. Als aber das Jahr um war, der zweite Herbst das Land kühlte, waren die Spiegel wie blind und die Bilder schattenhaft geworden, das erregte Getriebe ruhiger und gewohnt, und der Unrast im Blute des Reiters erwiderte nichts im behaglichen Gang des Lebens umher. Naftali setzte sich vor, die Schrift, die er in Warschau unvollendet batte liegen lassen, zu Ende zu bringen. Während der Arbeit wurden die Stunden der sinnlosen Angst und Lähmung ihm wieder gegenwärtig, in denen er einst von ihr gelassen hatte. Er zwang sich, zu vergesset! und vorwärts zu schauen, trieb Geist und Hand zu blinder Eile; Wett lauf wie die des Schülers ward wieder die Arbeit, aber Wettlaul jetzt mit Schatten der Verzweiflung, die im Rücken und zu Seiten ihn jagten. Noch einmal gewarnt er das Ziel, ab!•׳ keine Lust war mehr im Sieg, und über der fertigen Sclui!; brach er in Schluchzen hin wie damals nach dem ersten Tage des Lernens.