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Jüdische Rundschau · 1928-10-12 · Heft 80-81 (12.10.1928) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 80-81 (12.10.1928)
Date
1928-10-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr 80 12 ,81׳. X. 1028 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 567 er Kampf um die Klagemauer Der Protest der Z. V. #. D. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland hat an den britischen Botschafter in Berlin nachstehendes Schreiben ge• richtet: Eurer Exzellenz überreiche ich den anliegenden Beschluß der Exekutive der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Ich bitte Eure Exzellenz, diesen Beschluß zur Kenntnis der zuständigen Zentralinstanzen zu bringen und mache bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam, daß die Vorgänge an der Klagemauer in Jerusalem sehr liefe Erregung ln der gesamten Judenheit, vor allem natürlich in zionistischen Kreisen, hervorgerufen haben. Mit vorzüglicher Hochachtung und ganz ergebenst KurtBlumeaield. Resolution In der ersten Sitzung der Exekutive der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, die nach dem beklagenswerten Vorfall an der Klagemauer in Jerusalem stattgefunden hat, Ist folgende Resolution einstimmig angenommen worden: Die Zionistische Vereinigung für Deutschland hält es für ihre Pflicht, nachdrücklich gegen die Handlungsweise der Re• gierungsbeamten der Palästina-Regierung zu protestieren, die den jüdischen Gottesdienst bei der Klagemauer in Jerusalem am höchsten jüdischen Feiertag gestört haben, und dem Schmerz und der Empörung Ausdruck zu geben, die durch diese Verletzung des nationalen und religiösen Gefühls der Juden erweckt wurde. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland ist sicher, daß sie in dieser Angelegenheit den Gefühlen aller deutschen Juden, ohne Unterschied der Parteirichtung, Worte verleiht. Sie hat das Bedürfnis, der Regierung Sr. britischen Majestät als der Mandatamacht für Palästina von dieser Stimmung der Judenschaft Kenntnis zu geben und hofft zuversichtlich, daß die Mandatarregierung jede Wiederholung eines derart!- gen Vorfalls in der Zukunft verhüten wird. Juden und Nichtjuden vermögen nicht zu begreifen, daß man, wie auch immer die formale Rechtslage sein mag, einen am höchsten jüdischen Feiertag an der den Juden heiligsten Stätte abgehaltenen Gottesdienst unter Anwendung von Gewalt gestört hat. Wir Zionisten sehen uns in die peinliche Verlegenheit versetzt, daß In der Judenheit, deren finanzielle Unterstützung wir für Palästina in Anspruch nehmen, im Anschluß an dieses Ereignis Stimmen laut geworden sind, die das Vertrauen der Mandatarmacht zu erschüttern versuchen. Wir Zionisten erwarten, daß die Regierung Sr. britischen Majestät so schnell als mögiieh Schritte ergreifen wird, die eine Sicherung der traditionellen, durch die tiefe religiöse Anhänglichkeit des ganzen Judentums geheiligten Rechte der Juden, an der alten Westmauer des Tempels in Jerusalem In würdiger Weise und im Einklang mit dem Geist des Palästinamandats garantieren werden. Das Communiq116 der Regierung Wir veröffentlichen nachstehend den vollen Wortlaut Jes Communiquds der Palästina-Regierung, dessen Inhalt bereits telegraphisch kurz wiedergegeben war. Es lautet: ״Am Abend des 23. September, dem Vorabend des Versöhnungstages, wurde dem stellvertretenden Distriktkommissar von Jerusalem vom Mutawali des Abu Madian Waqf, der für den gepflasterten Weg und den ganzen Raum vor der Klagemauer zuständig ist, eine Beschwerde überreicht, daß aut dem Steinplattenbelag vor der Klagemauer eine spanischeWand aufgestellt und andere Neuerungen gegenüber der bisherigen Praxis vorgenommen worden seien. So seien weitere Petro* leumlampen aufgestellt, eine Anzahl von Matten gelegt und eine viel größere Heilige Lade als üblich aufgestellt worden. Der stellvertretende Distriktkommissar besuchte daraufhin die Klagemauer während des Abendgottesdienstes und entschied aui Grund der von der Regierung festgesetzten Praxis, daß die spanische Wand noch vor dem Gottesdienst am kommenden Tage zu entfernen sei. Er gab dem für die Arrangements des Gottesdienstes an der Klagemauer zuständigen Aufseher entsprechenden Auftrag, während er sich die Entscheidung bezüglich der Lampen, Matten und der Heiligen Lade vorbehielt. Der Aufseher übernahm es, die spanische Wand zu entfernen, und der stellvertretende Distriktkommissar gab ihm hierfür bis zum nächsten Morgen Zeit. Er akzeptierte die Zusage des Aufsehers, daß die Instruktion ausgeführt würde, und verständigte gleichzeitig den wachthabenden britischen Polizei- Offizier, daß, falls der Aufseher seine Zusage nicht erfülle, die spanische Wand zu entfernen sei. Am folgenden Morgen besuchte der Polizeioffizier die Klagemauer und stellte fest, daß die spanische Wand nicht entfernt worden war. Er forderte daher anwesende Gemeindemitglieder aut, sie wegzunehmen. Auf die Antwort der Juden, daß sie wegen der Heiligkeit des Tages außerstande seien, die Wand zu entfernen, wurde diese von der Polizei selbst entfernt. Die Menge der Andächtigen, die von den vorangegangenen Vorgingen nichts wußte und nur die Polizei bei dem Akt der Entfernung der Wand sah, die dazu gedient hatte, Männer und Frauen beim Gottesdienst zu scheiden, geriet in Erregung, und einige versuchten, die Entfernung der Wand mit Gewalt zu verhindern. Schließlich wurde diese entfernt Die Aufstellung der Wand und ihre Befestigung am Fußboden bedeutete eine Verletzung des Statusquo, die die Regierung außerstande war, zu gestatten. Die Regierung bedauert andererseits die Erschütterung, die einer großen Anzahl religiöser Menschen an einem den Juden so heiligen Tage zugefügt worden ist. Die Regierung hört, daß der Aufseher, der für die Neuerung, durch die der Vorfall hervorgerufen wurde, verantwortlich war, von den jüdischen Behörden zur Verantwortung gezogen wurde. Die Regierung hat demgegenüber die jüdischen Beiiörden auf die Notwendigkeit hingewiesen, die sich im Zusammenhang mit den Vorfällen an der *Klagemauer in den Jahren 1922 und 1923 und auch jetzt wieder gezeigt hat, soweit es sich um Vorkehrungen für Gottesdienste an der Klagemauer an den hohen jüdischen Feiertagen handelt, zunächst mit den zuständigen Regierungsstellen zu beraten. Im vorliegenden Falle war an der Klagemauer kein einziger jüdischer Polizeioffizier anwesend, da alle jüdischen Offiziere in Jerusalem wegen des Versöhnungstages dienstfrei waren. Die Regierung wird jedoch erwägen, ob es nicht wünschenswert ist, daß in Zukunft sich unter den an den hohen jüdischen Feiertagen an der Klagemauer diensttuenden Offizieren ein verantwörtlicher jüdischer Offizier befindet. Die Regierung glaubt zusammenfassend, daß die Entfernung der spanischen wand notwendig war, bedauert aber alle Umstände, die mit der Entfernung der Wand verbunden waren.*‘ Die Zionistische Palästina-Exekutive gab das folgende Communiqud heraus: Auf Grund des Vorfalls an der Klagemauer hat Col. Kisch namens der Zionistischen Organisationen die führenden Beamten der Regierung noch am Abend des Tages, an dem der Vorfall passierte, aufgesucht und einen förmlichen Protest gegen das Vorgehen des stellvertretenden Distriktkommissars eingelegt. Er erklärte, daß keine formale Abweichung von der bisherigen Praxis der zeremoniellen Arrangements für den Gottesdienst an der Klagemauer imstande sein könne, die Verwendung von Polizei für ein agressives Vorgehen an solchem Orte und an solchem Tage zu rechtfertigen. Die Zionistische Organisation könne weiterhin nicht zugeben, daß ein Irrtum eines Auisehers das Vorgehen des verantwortlichen Regierungsbeamten rechtfertigen könne, zu dessen ersten Pflichten es gehören müsse, Sicherheit dafür zu schaffen, daß die Juden in ihrem Gebete an dieser allerheiligsten Stätte nicht gestört würden. I1M s * « * Weitmauer des Tempel! (Klagemauer) Mann staht den schm&Un Varrsum, dar ein Mittfldmy zwischen Hof und Gäßchen ist und zu den umliegenden kleinen Hausern (rechts) gehört In der ״Berner Tagwacht״ finden wir in einem Bericht über aie Vorfälle folgende treffende Charakteristik der Klagemauer: ״In einer schmalen, winkligen Gasse der Altstadt erhebt sich die von mächtigen Steinen gebaute Wand, Grau und traurig starrt dieses eigenartige, mächtige Heiligtum in den hellblauen Himmel Jerusalems. An jedem Wochentage sieht man Männer und Frauen aus allen Weltteilen an dieser Mauer, oft bitter weinend ob des nationalen Unglücks, des Verlustes eines Vaterlandes, ein Schmerz, der schon lange zurückliegt und doch noch so jung ist. Oft kommen Arbeiter aus den jüdischen Siedlungen, um diesen einzigartigen Ort vergangener Blüte zu besehen. Es ist ein herrliches Bild, wenn diese braunen, trotzigen Arbeiter stumm vor der Zyklopenmauer stehen, ergriffen ob der herben Ewigkeit, und sich plötzlich daran erinnern, daß sie, die Braunen, die Starken, die Jungen, sich etwas viel Schöneres, viel Dauernderes erwerben: die Freiheit, die Arbeitl Und erst zage, dann freier erschallt das feurige und schaurig-wilde Lied der jüdischen Arbeiter: Wir vom Galil, Wir im Sumpf, Wir bauen aas Land, Wir trotzen dem Tod. Freiheit, Freiheit! Faust für die Freiheit, Faust für die Arbeit! Und dumpf erwidert das Echo der Klagemauer die berggutturalen Laute des hebräischen Trutzliedes. Ganz anders ist das Bild an religiösen Feiertagen. In Gebetsmäntel gehüllt stehen Patriarchen in der schmalen Gasse vor der Mauer, in rasender Verzückung vor ihrem Gotte flehend, ihnen das zu geben, was zu nehmen sie zu schwach sind. Sie trauen nicht dem starken Arm des Jungen, denn er ist nicht gottesgläubig genug, nicht demütig will er warten, der hemdärmelige, grobfäustlge Gesell, der dort in der Ecke steht, dem Organisation mehr wert ist als Glaube.“ ui1111iunM111111m1m1m1mmmnmnun11nn1nm1m»m1m1m1mwwm11mm1n11mm1111ffltm1m11׳m1mmmv11n1m111nu Nach den Ereignissen Von unserem palästinensischen Korrespondenten. AG. Tel-Awiw, 4. Oktober 1928. Nach den Massenversammlungen in der vorigen Woche, die in allen Städten Tausende von Menschen zusammenführten und in Jerusalem mit einer Demonstration unter der Führung von Colonel Kisch endeten, sind keine wichtigen Ereignisse im Zusammenhang mit der Mauer mehr zu verzeichnen. Jedoch beschlftigt sich die Oeffentlichkeit weiter erregt mit der Frage, und auch die Araber haben versucht, Stellung zu nehmen und ihre Forderungen der Regierung zu übermitteln. Gleich nach den großen jüdischen Versammlungen berief der moslemische Rat eine Beratung auf dem Tempelplatz zusammen, zu der inan auch Gäste von außerhalb, vor allem aus den umliegenden Dörfern, heranzuziehen sich bemühte. Ais Grund der Aktion wurde angegeben, daß die Juden heute nach dem Besitz der West mauer streben, dagegen morgen oder übermorgen um den Besitz des Tempelplatzes und damit der Omar-Moschee kämpfen könnten. Diese Gefahr gelte es rechtzeitig abzuwenden, die Forderungen der Araber zu formulieren und der Regierung egenüber zu vertreten. Das Memorandum, das im Anschluß an iese Versammlung ausgearbeitet und dem Oberkommissariat übergeben wurde, erklärt als Ziel der Moslems die Erhaltung des Status q u o. Das würde bedeuten, daß die W'estmauer nach wie vor unter der Aufsicht des ״Wakuf“ bleibt und keinerlei Aenderungen an dem Orte gestattet werden sollen. Die Begründüng dieser Forderung ist in erster Reihe die, daß die westmauer den Moslems ebenfalls heilig sei und sie sie daher nicht aus den Händen geben wollen. (Die Gegend der Mauer gilt der Legende nach als der Platz, wo sich die Ställe für die Pferde des Propheten befanden.) Es werden auch vereinzelte andere Stimmen unter den Arabern laut. Nach den (nicht ganz klaren) Berichten soll sich in der Versammlung bei der Omar-Moschee eine Stimme gegen die Proteste der Araber in der Frage der Westmauer erhoben haben. Der Bürgermeister von Haifa hat gelegentlieh seines Rosch Haschanah-Bcsuches im Haifaer Arbeiterrat seine Unzufriedenheit mit dem scharfen Vorgehen der Regierung an der Mauer ausgesprochen, in einem offenen Briefe treten drei Engländer für die Forderungen der Juden und gegen das Vorgehen der Polizei auf; da die Veröffentlichung aber anonym ist, wird ihr Wert stark gemindert. Der stellvertretende Oberkommissär, der in diesen Tagen Nahalal, Baifouriah und das Ruthenberglager in der Jordansenke in der Begleitung von Colonel Kisch besuchte, hatte an den verschiedenen Orten Beschwerden und Anfragen über den Jerusalemer Zwischenfall entgegennmehmen. Im Ruthenberglager wurde ihm von den Arbeitern ein Me m o ra n - d u m in der Frage der Mauer überreicht und der Oberkommissär versicherte wiederholt, daß die Regierung den Zwischenfall nicht nur außerordentlich bedauere, sondern im Begriffe sei, den Fall genau untersuchen zu lassen, und zwar durch eine Kommission, in der der jüdische Jischuw vertreten sei. Unterdessen hat die Zentralregierung dem Jerusalemer Gouverneur untersagt, irgendwelche Verfügungen in bezug auf die Hei- Iigen Stätten zu treffen, ohne sich mit dem Zivitseicretariat vorher zu verständigen. Diese Maßnahme wurde von jüdischer Seite begrüßt. Dagegen hat es großen Unwillen erregt, daß derjenige englische Offizier, der für den Zwischenfall an der Mauer verantwortlich ist, jetzt für einige Zeit einen höheren Polizeioffizier während seines Urlaubs vertreten soll. Ansprüche marokkanischer Jaden Jerusalem, 9. Oktober. (J. T. A.) Soeben wurde hier die Tatsache enthüllt, daß der Sultan von Ma rokko das Grundstück vor der Klagemauer, auf dem sich jetzt die Häuschen der Moslemiten befinden, käuflich erworben und es dann der gesamten marokkanischen Gemeinde Jerusalems, die Juden inbegriffen, zum Oeschenk gemacht hat. Auf Grund dieser Dokumente erheben jetzt die aus Marokko stammenden Jerusalemer Juden den Anspruch, daß ihnen ihr Teil an dem Grundstück zur Verfügung gestellt werde. Sie wandten sich an einen bekannten arabischen Juristen, der ihre Ansprüche rechtlich vertreten wird. * Die Vorkommnisse an der Klagemauer werden ein gerieht!iches Nachspiel haben. Zwei Frauen, eine von ihnen ist Amerikanerin, die beide von der Polizei bei der Aktion der Entfernung des Wandschirms beleidigt und geschlagen Wurden, ■h@oe.n - gegett die schuldigen Polizisten Klage bet Gericht «ngereichtt Hillei Balopolskl 60 Jahre Fast zu derselben Zeit wie Naiditsch beging auch Hilfe! Zlafopolski seinen 60. Geburtstag. Zlafopolski gehörte noch den alten Chowewe Zion an und arbeitete mit Prof. Mandelstamm an dem Ausbau der Zionistischen Organisation in Rußland. Er war wiederholt Mitglied des Zionistischen A-C. Nach dem Kriege siedelte er sich in Paris an und setzte hier seine zionistische Tätigkeit fort. Zusammen mit Naiditsch ist er einer der Gründer und ersten Direktoren des Keren Hajessod. Vor dem Kriege war er einer der größten Zuckerindustriellen^ Südrußlands. Vor einiger Zeit wurde er wegen seiner Verdienste um die französische Industrie zum Kavalier der Ehrenlegion ernannt. Besonders groß sind ZIatopolskis Verdienste um die hebräische Literatur. Er und seine TochterSehoschana Persiiz (jetzt in Tel-Awiw) haben in Rußland nach der Revolution ein großzügiges hebräisches Verlagswesen hervorgerufen und dann nach dem bolschewistischen Umsturz in Deutschland, Frankreich und Palästina fortgeführt. Die wichtigste Gründung ist der Verlag ״Omanuth“, der eine große Reihe Jugendschriften herausgab. Zlafopolski hat auch an alten Bestrebungen zur Organisierung der hebräischen Kulturarbeit und Förderung des Hebräischen aktiv teilgenommen und ist selbst Mitarbeiter hebräischer Zeitschriften. Wir wünschen dem alten Kampfgenossen noch viele Jahre segensreichen Wirkens. Irma Undheim bleibt in Deutschland Das Präsidium der Hadassah niedergelegt. Frau Irma Lind heim, die Präsidentin der Hadassah, die bereits vor der Convention in Pittsburg krankheitshalber abreisen mußte, ist jetzt für kurze Zeit aus Europa nach Amerika zurückgekehrt und hat dort ihr Amt als Präsidentin der Hadassah-Fraucnorganisation definitiv niedergelegt. Frau Lindheim wird ihren Wohnsitz in München aufschlagen. Ueber die Frage der Nachfolge in der Hadassah ist noch nichts bekannt. Frau Lindheim, die sich um die Organisierung der Hadassah große Verdienste erworben hat, die wiederholt in diesen Blättern gewürdigt wurden, hat nach dem Tode ihres Gatten eine schwere Nervenerschütterung durchgemacht, und die Aerzte haben ihr jede aufregende organisatorische Tätigkeit untersagt. Die Hadassah, die schon durch die Wahl von Miß Szold in die Palästina-Exekutive einen schweren Verlust erlitten hat, muß nun auch auf Mrs. Lindheim verzichten. Hindenburg-Feier in Jerusalem. Die deutschen Kotonisten in Palästina, die in Jaffa, Sarona und Wilhelm.! angesiedelt sind, versammelten sich in Jaffa zur Feier des 81. Geburtstages von Hindenburg. Bei dieser Gelegenheit hielt der deutsche Konsul in Jaffa, Herr Hoffmann, eine Anspräche, in der er ungefähr ausführte: Das Bestreben der Deutschen in Palästina wird es nach wie vor sein, an der Entwicklung des Landes rüstig mifzuarbeiten. Die Deutschen unterhalten freundschaftliche Beziehungen zu der Mandatarmacht, die den Kolonisten geholfen hat, nach dem Kriege die deutschen Kolonien wieder aufzubauen.

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