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Jüdische Rundschau · 1928-08-24 · Heft 67 (24.8.1928) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 67 (24.8.1928)
Date
1928-08-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 482 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 07» 24. VIII. 1928 Bodenreform In der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ finden wir eine ausführliche Wiedergabe des Referates ״Bodenreform“, das Rabbiner Dr, Salzberger, Frankfurt a. M., auf der Hauptversammlung des Liberalen Rabbiner-Verbandes gehalten hat. — Das Referat ist ausgezeichnet, ob es nun eine Darstellung der theoretischen Grundlagen und ihrer Literatur oder eine solche der biblischen Agrargesetzgebung bringt. Wir finden' fast nirgends einen Wiaerspruch zu zionistischen Gedankengangen. Ja, wir glauben beinah, daß Zionisten besser als die Mehrzahl der Leser der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ die entscheidende Feststellung־ des Verfassers zu würdigen wissen werden, ״daß aus dem leidenschaftlichen Willen, der Ferdinand Lasalle und Karl Marx zu Vorkämpfern einer neuen gerechteren Gesellschaftsordnung machte, der Geist ihres von ihnen selbst verkannten Volkes und seiner Bibel spricht.“ Wir sehen mit Dr. Salzberger in der Tatsache, daß David Ricardo, auf dessen Grundrententheorie sich die Bodenreform stützt, von Geburt ebenso Jude war wie Stamm und Fluerschheim, Hcrtzka und Franz Oppenheimer, kein zufälliges Moment; Dr. Salzberger wird wenig Grund haben, uns zu widersprechen, wenn wir derartige Feststellungen als überzeugende Bestätigütigen einer national-jüdischen Auffassung bezeichnen wollen. Eben weil wir Juden im Guten und im Bösen, bewußt oder unbewußt in unserem Denken und unserem Tun jüdisch fixiert sind, weil wir letzten Endes als Angehörige des vonsoviclen Juden verkannten jüdischen Volkes handeln, war es möglich, daß bis in die neueste Zeit gerade Juden den Forderungen sozialer Gerechtigkeit entscheidend Form und Ausdruck zu geben verstanden haben, eben weil die Kontinuität jüdische!* Wesens und jüdischen Denkens durch die Jahrtausende bewahrt wurde, ״knüpft die Bodenreform bewußt und unbewußt an die Bodengesetzgebung unserer Bibel und an die erstaunliche Weisheit der einzigartigen Agrarverfassung des jüdischen Staates an“. Und weil wir Zionisten glauben, daß diese Kontinuität ein menschlicher und mcnschhcitlicher Wert ist, den wir weder schwächen noch zerstören lassen wollen, sahen wir uns manchmal genötigt, die ״Jüdisch-liberale Zeitung“ und ihre Anhängerschalt zu bekämpfen, die nicht immer Anschauungen, wie die des Herrn Dr. Salzberger gelten lassen wollten. Hätte das Referat nur rückschauend die Verdienste jiklischer Bodengesetzgebung dargestcllt und apologetisch gewürdigt, es wäre ein hübsches Spiel mit Worten und Ideen, deren Verwirklichung in der jüdischen Sphäre nicht in Frage kommt. Aber damit begnügt sich Dr. Salzberger nicht, im Gegenteil, er greift in das Gebiet des lebendigen, zukunftsbewußten, notwendigerweise nationalen Judentums über. Daß Dr. Salzberger die Sicdhingsbestrebungcn des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten oder des ״Ort“ erwähnt, braucht noch nicht aufzufallen, obgleich die stille Opposition nicht unbedeutender Persönlichkeiten aus dem liberalen Lager gegen diese Pläne nicht unbekannt und nur durch wahlpolitische Erwägungen gemildert ist. Aber mit Genugtuung müssen wir feststellen, daß in dem Referat auch darauf hingewiesen wird, ״daß die Zionistische Organisation in Erez-Israel mit beispielloser Hingabe und unter Nutrung aller Errungenschaften der Technik aus einer Wüste fruchtbares Saatland, aus giftigen Sümpfen blühende Kolonien gemacht hat“. Dr. Salzberger glaubt in den jüdischen Kolonisationsbestrebungen in aller Welt geradezu einen verheißungsvollen Anfang eines neuen AbschnittsjüdischerGeschichte, ״sei es im Lande der Väter, sei es in der Diaspora“, zu erkennen. Es ist schwer zu glauben, daß die Leser nicht einschen sollten, wie wenig notwendigerweise diese Verkündigung einer neuen Aera mit der kleinlichen antizionistischen Haltung der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ in Einklang zu bringen ist. 1 Wenn Dr. Salzberger die Forderung aufstellt, daß überall, wo eine jüdische Kolonisation größeren Stils entsteht, sie im Geiste der sozialen Gerechtigkeit und der biblisch-religiösen Forderungen aufgebaut werden soll, so ist dies gewiß zu begrüßen. Sicherlich hätte es Dr. Salzberger, wenn es ihm die Zeit, und die ״Liberale Zeitung“, wenn es ihr der Platz erlaubt hätte, gern darauf hingewiesen, daß nach 2000 Jahren es die zionistische Siedlung in Palästina ist, die unter Schwierigkeiten und Opfern die Bibelforderung einer gerechten Bodenpolitik zu verwirklichen sucht. Der Keren Kajemeth Lejisrae. hat bisher etwa 220000 Dunam palästinensischen Bodens zu Gemeineigentum des jüdischen Volkes gemacht und damit die Basis für eine Bodenpolitik geschaffen, die bei konsequenter Weiterführung jeden Mißbrauch des Grundeigentums in Palästina verhindern und Agrarverhältnisse schaffen kann, die dem Geist der Bibel entsprechen und die in anderen Ländern und bei anderen Völkern die moderne! Bodenreform bisher vergeblich erstrebt. Daß die Zionistische Organisation an einer solchen Bodenpolitik fcstzuhaltcn gesonnen ist, haben die Beschlüsse des Aktions-Comites zum Bcrieht der aus Nichtzionisten zusammengesetzten Expcrten-Kommission aufs deutlichste bewiesen. Richtig ist, daß der Keren Kajemeth heute leider noch nicht stark genug ist, um zu verhindern, daß in Palästina gegen die in ihm verkörperten Grundsätze gesündigt wird. Er verfügt ja nur über diejenigen Mittel, die ihm die Juden der ganzen Welt auf Grund seiner Sammeltätigkeit zur Verfügung steilen. Man weiß sehr gut. wie schwer es ist, diese Mittel aufzubringen und wieviel die'״Jüdisch-liberale Zeitung“ dazu beigetragen hat, ihre Aufbringung zu erschweren. Jetzt wird das sicherlich anders werden. Begeisterung für die erhabensten Ideen der Bibel, zukunftsfroher Glaube an eine neue Aera jüdischer Geschichte darf nicht nur auf dem Papier oder in einer Rede in Erschcinung treten. Wir sind überzeugt, daß der Abdruck des Salzberger sehen Referates eine neue Haltung der ,.Jüdisch-liberalen Zeitung“ vorbcrciten sollte. Wer das Referat Dr. Salzbergers mit Verständnis liest, sei er auch liberaler Jude, der muß zu dem Ergebnis kommen, daß er verpflichtet ist, im Sinne der Bibet und der Bodenreform den Jüdischen Nationalfonds nach Kräften zu unterstützen. Dies ist eine willkommene und erfreuliche Förderung der Sammeltätigkeit des Keren Kajemeth, die gerade noch rechtzeitig genug kommt, um der bevorstehenden Rosch Haschanah- Aktion einen überwältigenden Erfolg zu sichern. Die zustimmenden Zuhörer Dr. Salzbergcvs sollten die Gelegenheit nicht versäumen, zu beweisen, daß es ihnen mit ihrer Begeisterung für jüdische Vergangenheit und jüdische Zukunft ernst ist. Aber ebenso haben die Zionisten, die große Worte von Bodenreform, sozialer Gerechtigkeit, nationaler Erneuerung im Munde führen, dessen eingedenk za sein, daß diese Worte Phrasen bleiben, wenn ihre Verkünder sich ihren Verpflichtungen dem Keren Kajemeth gegenüber entziehen. Karl Glaser, Briefkasten der Redaktton Manfreid Geis, Fritz Wulff und andere. Wir stimmen mit Ihnen überein in der Beurteilung des sogenannten Palästina-Films, wie an anderer Stelle des Blattes zum Ausdruck kommt; dadurch erübrigt sich der Abdruck Ihrer Zu- Schrift. Persönliches. Am Sonnabend, den 16. Kllul, 1. September d. J, repebt der .Ehrenvorsitzende der Ghnwra Kadischa Groß-Berlin, Herr Eduard Wischnitz, seinen 80. Geburtstag. Der ehrwürdige Greis!rfreut sich infolge seines vornehmen und gütigen Wesens in weiesten Kreisen der Berliner Judenbeit der größten Werlsehätzung. DP Jbewra Kadischa wird im Sinne des Jubilar* an diesem Tage Lebensnitlei und Brennmaterialien an Bedürftige zur Verteilung bringen. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z.V. Montag, den 27. August abends S>/8 Uhr Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina» bei Frau David, Charlottenburg 2, Berliner Str. 162. Herr Lazarus Barth: ״Der Keren Kajemeth itn neuen Jahr“. Nur für geladene Gaste. Abends Sty2׳ Uhr Mlsrachl. im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Bericht über die Misrachi-Weltkonferenz in Danzig. Referenten: die Herren A. Adler, Dr. A. Barth. Dienstag, den 28. August abends 8Vs Uhr Gruppe Süd der B. Z. V״ im Deutschen Hof, Luckauer Straße 15. Herr Dr. Rcinhold Cohn, Jerusalem: ״Der Keren Kajemeth in der zionistischen Diskussion“. Mittwoch, den 29. August abends 81/8 Uhr Iwria, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Chawer Menashc Rabinowitz (Musikkritiker am Dawar und Lektor f. Musikgeschichte an der Universität Achad Haam): ״Das Musikleben in Palästina“. Abends 8Vs Uhr Jung-Jüdischer Wanderbund, im Heim, C 2, Gr. PräsJdentenstr. 2. Herr Erwin Loewensohn: ״Die Schule der jüdischen Jugend“. Gäste willkommen. ההסתדרות העברית בברריו. אגודת ״העבריה״ עורכת הרצאה פומבית ביום הרביעי ב 29/8 בשמונה ומחצה בערב בדיוק בבית הקהלה רוונשגיד. 2/4. הה׳ מנשה דבי נוב י ץ המבקר המוסיקאי של ה״דבר" ירצה על הנושא: חיי המוסיקה בארץ ישראל ועתידה. Donnerstag, den 30. August abends 81/3 Uhr Gruppe West — Charlottenburg — der B. Z. V, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Herr Dr. Fritz Löwenstein, Jerusalem: ״Nation und Boden“. Gottesdienst der B.Z. V. und des Misrachl, an den Hohen Feiertagen, in den Sälen Meinekestraße 10. Karten zum Preise von 15, 10 und 5 M. erhältlich im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10 (Bismarck 7165—7170), und des Misrachi, Weinmeisterstr. 18 (Norden 1159). Briefe an die Redaktion Von Herrn Dr. Simon Bernfeld, dem Verfasser des Artikels ״Apostasie“ in der ״Encyciopaedia Judaica“ Band II erhalten wir als Erwiderung auf den in Nr. 60 der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichten ״Brief an die Redaktion“ des Herrn Prof. Rudolf Cohn folgende Erklärung: Die Angabe im Artikel ״Apostasie“ der Encyciopaedia Judaica, daß Nachkommen des gefeierten Rabbiners Akiba Eger das Judentum verlassen haben, beruht auf einer mündliehen Mitteilung, die mir von einem bekannten Gelehrten gemacht wurde und an deren Richtigkeit nicht zu zweifeln ist. Es handelt sicit nach der Angabe meines Gewährsmannes um Zweige der Familie Schiff und um die Kinder von Prof. Rosanes aus Breslau, die von R. Akiba Eger abstammen. Es lag mir fern, sämtliche Nachkommen Egers als vom Judentum abgefallen kennzeichnen zu wollen, zumal sie jetzt verschiedene Familiennamen führen. Ebensowenig lag es in meiner Absicht, die zahlreichen jüdischen Nachkommen, die mit Recht auf ihre Abstammung• stolz sind, zu verletzen. In den fetzten Jahrzehnten ist es häufig vorgekommen, daß Kinder oder Enkel hervorragender jüdischer Gelehrter sich vom Judentum abgewandt haben. Aus naheliegenden Gründen habe ich bloß diese Tatsache erwähnt, die Namen aber verschwiegen. Bei R. Akiba Eger hingegen, dessen Leben und Wirken um etwa ein Jahrhundert zurückliegen, glaubte ich im Interesse der geschichtlichen Treue diese Rücksicht nicht üben zu sollen. Ich gebe aber zu, daß es in dem betreffenden Satz meines Artikels richtigerweisc ״einige Nachkommen“ und nicht ״Nachkommen“ heißen sollte und bedauere das Fehlen dieses einschränkenden Wörtchens. Dr. Simon B e r n f c I d. * An die Verleger und Verfasser jüdischer Werke. Um wichtige Neuerscheinungen aut' den verschiedenen Gebieten des Judentums in der ״Encyciopaedia jmi.-iic;»־‘, insbesondere im bibliographischen Teil, berücksichtigen 711 k.".1m״n. richtet die Zentralredaktion an Verb'gm• und Verfasser di•• IL'l:r uni Zusendung ihrer Veröffentlichungen. Encyciopaedia Judaica. Zentralrc.laktion, Berlin-Charlottenburg 2, Bismarckstr. 106. Vermischtes Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände E. V. Am 2. September iij'uS findet auf dem Jugcndland Brieselang bei Nauen das 3. Jugendtreffen der jüdischen Jugendbünde Berlins, die im Lamlesansschuß der jüdischen Jugendbiindc Berlin zusammengeschlossen sind, statt. Das Treffen, an dem alle Richtungen innerhalb der jüdischen Jugend beteiligt sind, sieht.'u. a. vor: Sportwettkämpfo um Wanderpreise, die von den großen jüdischen Organisationon 11ml Zeitungen gestiftet worden sind, ferner eine Singerast mit Licdenvel!kämpfen und eine Feierstunde mit Sprechchor, Fahrten- Orchester ״sw. l)'e Vorhiimpl'c zu den sportlichen Wettkämpfen werden am :!6. August in der Nähe von ltirscligarten und am 27. August auf dem Sportplatz ,,Einsame Pappel'‘, Schönhauser Allee, ausgetragen. Der Besuch der Veranstaltungen ist frei. Die Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin t\ 24, Auguststr. 17, hat reichlich Stellen für gewerbliche und kaufmännische Lehrlinge vorgemerkt. Sie bittet diejenigen abgehenden Schüler, die sich einem Berufe zuwenden wollen, sich wegen einer LehrstcHcnbcschaffung an das Büro zu wenden. Sprechstunden für Lehrlinge: Dienstag mul Freitag 10—1 Uhr und Dienstag und Donnerstag 3—4 Uhr. Sprechstunden für Lehrmädchen: Montag und Mittwoch 10—1 und 3—4 Uhr, K. J. V. Wir können einem jungen approbierten Arzt An- Stellungsmöglichkeit in Berliner Frauenklinik nachweisen. Wir suchen Anfingerstellen für Maschinen- und Elktroing. Meldungen ans K. J. V, Wir können einem Arrt günstige Nicderlassungsmöglichkcit in nachweisen. Wir suchen Anfängerstellen für Maschinen- und Elekt»■* ingenicurc und Vertreter für ärztliche Praxis in Berlin und Provinz. Meldungen an das Präsidium des K. J.V. Wir können ein Zimmer in Moabit (Preis 45,— M. monatlich) nachweisen. Zu erfragen im K. J.V. W ir suchen für einen Referendar Beschäftigung in einem Berliner Anwaltsbüro. Wir können jungem Dipl.-Ing. ries Maschinenbaus Anfängerstelle im Berliner Büro nachweisen. Meldungen an das Präsidium des K. J. V. Die Stellenvermittlung de« Preußischen Landesverbands* jüdiseber Gemeinden bemüht sich, auch in diesem Jahre Beamten, die Stellen zu den hohen Feiertagen suchen, solche zu vermitteln. Er bittet uns, die Gemeinden, die sich dieser Vermittlung bisher nicht bedient haben, nochmals auf sie aufmerksam zu machen, da ihm eine große Anzahl Bewerbungen von geeigneten Vorbetern und Predigern vorliegen. Berlin. Verein Frieden Stempel. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 2g. August, 81/4 Uhr abends, in den Johann Georg-Festsälen in Berlin-llalenson statt. Tages- Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes, a. Beschlußfassung über aj Aenderung des Namens des Vereins in Synagogenverein, b) weitern Tätigkeit des Vereins (ein Arbeitsprogramm wird Herr Rabbiner Dr. Prinz entwickeln), c) eine gesellige Veranstaltung zu Szimchas-Tauro. 3. Wünsche und Anregungen, insbesondere für den Gottesdienst zu den hohen Feiertagen. Schöneberger Synagogen-Verein, Münchener Straß« 37. Täglich abends 61/2 Uhr Lehrvorträge: Das Gebetritual, für Neujahr und Versöhnungstag. Religiöse Vorschriften für die hohen Feiertage. Rabb. Dr. Rosenwasser. Schuld und Sühne nach Maimonides, Rabb. Dr. Ksinski. Synagoge ״Adaß Jeschurun“, Clausewitzstraße 4 am Kurfürstendamm. Gottesdienst am Schabboß ״Ki Sscze“: Freitagabends: 7,15 Uhr, Sonnabendmorgen: g Uhr; Sonnabend (Minche) 7,15 Ulir. Schabboßausgang: ך5,ך Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen täglich morgens: 7 Uhr, abends 7,30 Uhr; Plätzevermietung täglich nachmittags von 5—7 Uhr. Sonntag vormittag von 1—וו Uhr dortselbst. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 34. August, abends, in den Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanslaiten: 7,15 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus': 7 Uhr. Sonnabend, den 25, Aug., morgens: Alte Syn. und Syn. Kottbuser Ufer: 8,30 Uhr; übrige Syn. mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: g Uhr; Syn, mit neuem Ritus: Frühgottesdienst: 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Neue Syn.: Dr. Warschauer: Syn. Lindenstraße: Dr. Blumenthal; Syn. Liitzowstraße: Dr, Weiße; Syn. Fasanenslraße : Dr. Wiener. Schrifterklärung; Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Levy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Alte Syn.: Rabbiner Nobel; Syn. Pestalozzistraße: Dr. Emil Levy; Syn. Kottbuser Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Levelzowstraße: Dr. Lewkowilz; 4,30 Uhr: Syn. Mimchencr Straße: Dr. Arthur Levy. Sabbat-Ausgang: 7,67 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen bis 30. August: 7 Uhr; morgens Alte »Syn., Syn. Kaiserslraße, Uykestraßo und Kottbuser Ufer: 6,30 Uhr; Syn. Pestalozzistraße, Münchener Straße und Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Sport Kreistapng des Dentschen Makkabikreises in Breslau Am 2. und 3. September veranstaltet der Deutsche Kreis im Makkabj-Wdtyerband die 12. Jüdische Turntagung, verbunden mit den deutschen Makkabi-Meistcrschaften, in Breslau. Der Turntag wird am 1. September, abends SV! Uhr, in den Räumen der Herrmannloge eröffnet, wo auch am Montag die Tagung stattfindet. Diese wird für die Entwicklung des Deutschen Makkabikreises von großer Bedeutung sein, da die prinzipiellen Fragen der Bewegung, insbesondere die der jüdisehen Arbeit und der zionistischen Aufgaben des Verbandes besprachen werden. Eine ausführliche!Diskussion im Organ des Deutschen Kreises ״Der Makkabi“ bereitete diese Aussprache seit längerer Zeit vor. Man muß die Entwicklung der deutschen Makkabibewegung mit um so größerem Interesse verfolgen, als der Kreis erst vor kurzem die Reorganisierung des Makkabi-Weltverbandes übernommen hat. Auch wird ein Vertreter der Z. V. f. D. mit einem Referat auf der Tagung vertreten sein. Der Sonntagvormittag ist den T u r n w e 11 k ä m pf e n , der Nachmittag dem Sportfest mit den stattfindenden Makkabi-Meisterschaften Vorbehalten, während abends ein Festakt in den Räumen der Herrmannloge stattfindet, nach dem auch der Tanz zu seinem Recht kommen soll. Außer den Vereinen des Deutschen Kreises haben zahlreiche Vertreter und Sportler des tschechischen und polnischen Makkabikreises ihre Teilnahme zugesagt, so daß das Turn- und Sportfest zu einem großen Ereignis zu werden verspricht. F. M. Das große internationale Sportfest, das im Stadion vor 30 000 Zuschauern einen ausgezeichneten Verlauf nahm, zeigte wieder einmal mehr, daß die Leistungen des Bar Kochba sich auf ganz hohem sportlichen Niveau bewegen und sich auch in der allerersten intcrnationalen Gesellschaft sehen lassen können. So nahm Bergmann am 800-m-Lauf teil und belegte in einem Elitefoid von n Teilnehmern den 6. Platz hinter dem Weltmeister Lowe (England), Dr. Peltzer und Bocher (Deutschland), dem Wcltrckordmann über 800 m Martin (Frankreich) und dem 2. aus der deutschen Meisterschaft Tarnogrocki. Noch besser schnitten die Bar Kochha-Sprinlcr ab, die sich zwar in den Einzelläufen nicht durchsetzen konnten, dafür aber in der 4 X 100-m-Staffel hinter der amerikanischen Ländermannschaft, dem deutschen Meister Eintracht-Frankfurt und dem S.C. G. den 4. Platz belegten, während der Berliner Meister B. S.C. geschlagen blieb. Die Zeiten sowohl von Bergmann wie die der Staffel sind ausgezeichnet (1:57,5 und 42,1). Daß auch der Nachwuchs des Bar Kochba auf der Höhe ist, zeigte die Schwedenstaffel für Jugendliche. Hier liefen Rosenthal, Koffler, Fuchs und Goldschmidt ein vorzügliches Rennen. Die sechs stärksten A-Vcreinc beteiligten sich an der Staffel, die der Potsdam-Berlin-Sieger D. S. C. vor Bar Kochba gewann, doch blieben Brandenburg, B. S. S. U.Z. und Teutonia geschlagen. Besonder; Kofiler lief glänzend und brachte seine Mannschaft vom 4■ auf den 2. Platz. — Am Sonntag, den 26. d. M. startet der Rar Kocliba auf dem Sportfest in Zehlendorf und beteiligt sich an zahlreichen Konkurrenzen. R. A. Wie ״Egyenlöseg“ mitteilt, ist der Sieger der sogen, geistigen Olympiade ein ungarisch-jüdischer Mitteischulprofessor Dr. Franz Mezö, der das beste Werk über die Olympia-Spiele geschrieben und dafür mit der Olympiade• Meisterschaft ausgezeichnet wurde. Ferner ist Attila Petschauer, der an zweiter Stelle im Säbel-Einzelfechten und an erster Stelle im Säbel-Gruppenfechten gesiegt hat, Jude. Stettin. Am 12. August startete der Bar Kochba, Stettin, auf einem Sportfest in Bahn i.Po. und konnte recht ansehnliche Erfolge erzielen. Steinberg siegle in den Konkurrenzen für Jugendliche ia/13 im 100-m-Lauf und im Weitsprung. Im 800-m-Lau£ für Senioren konnten wir hinter Altmeister Iforn (S.S.C.) den a. und 3. Platz durch Fischer und Samter belegen. In der 4 X 100-m-Staffel kam unsere Mannschaft durch schlechten Stabwechsel 2 m hinter dem Stettiner Sportklub nur als 3. durchs Ziel,

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