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Jüdische Rundschau · 1928-08-24 · Heft 67 (24.8.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 67 (24.8.1928)
Date
1928-08-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 478 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 67, 24.Vm.1928 Nr. 67 recht, sie leben, aber es entsteht jenes wunderbare Dritte nicht, durch das die Menschheit vorwärtsschreitet. Wovon hängt das Resultat dieses Kampfes ab? Wann ist das Zusammenwirken von Volk und Land be* sonders schöpferisch? Wann entstehen hohe Kulturen? Von welchem Volk, in welchem Land wird Kunst gcboren, beglückend die Jahrhunderte, oder Religion, erleuchtend die Zeiten? Es gibt Völker und Länder, die zusammen eine besondere Zeugungskraft haben. Länder, deren Widerstand ihre Völker zu höchster Schöpfung auf peitscht; Völker, die an einem bestimmten Widerstand ihre Kräfte am erfolgreichsten spannen können. Es herrschen dann eben gewisse Beziehungen zwischen der Gestaltungskraft eines Volkes und dem Widerstand eines Landes. Die innere Beziehung zwischen Gestaltungskraft und Widerstand kann zufällig sein; sie kann auch durch tausendjährigen Kampf erst entstanden, gezüchtet und gesteigert worden sein. Daß sie aber da ist, zeigt die Beobachtung der Eigenschaften von Volk und Land und zeigt vor allem der kulturelle Erfolg. * Eine solche Beziehung gegenseitiger Zeugungskraft bestellt zwischen Palästina und dem jüdischen Volk. Das zeigt der Charakter dieses Landes und die Charakterologie dieses Volkes. Das zeigen auch die kulturellen Erfolge besonders deutlich, wenn man sie mit den Erfolgen vergleicht, welche andere Völker auf diesem Boden errungen haben. Palästina ist ein Land der Extreme. Ein Land der Mannigfaltigkeit; wo die schärfsten Gegensätze der Natur, des Klimas, des Bodens auf kleinern Raum nebeneinander zu finden sind. Es ist alles da, womit Natur die Maischen beglückt und beschenkt, in ungeheurer Intensität: Sonne und Licht, Regen und Trockenheit, wilde Berge und liebe Täler, Meer und Wüste, Hitze und Kälte. Es ist ein Land der Mannigfaltigkeit; ein wildes Land; ein Land, in dem die Natur die letzten Kon- Sequenzen zieht; in Gutem und in Bösem; ein Land der Extreme. Es gibt ein Volk, auf welches diese Charakteristik des Landes wie angegossen paßt: Ein Volk der Mannigfalt; ein wildes Volk; ein Volk, das seine Wege bis in die letzten Konsequenzen geht; in Gutem und in Bösem; ein Volk der Extreme: das jüdische Volk. Eine jede Charakterisierung des jüdischen Volkes, welche dieses Volk nach Weltanschauung, nach Gut und Böse, nach irgendwelchen inhaltlichen Tendenzen seines Geistes und seines Strebens charakterisieren wollte, muß versagen. Das jüdische Volk ist nicht nach dem Inhalt seines Woljens und seines Geistes zu fassen; sondern nur nach formellen Merkmalen, und zwar charakteristisch für das jüdische Volk ist die Mannigfaltigkeit seines Wollens und die Konsequenz dieses Wollens; vor allem die Fähigkeit, eine Richtung zu Ende zu gehen bis zum äußersten Punkt. Auf allen Gebieten des Lebens kann man diese jüdische Polarität, diese Intensität der Konsequenz finden. In der Wirtschaft stehen sich Kapitalismus und Sozialismus gegenüber. Die einen sagen: Die Kapitalisten sind die Juden; die andern wieder: Die Sozialisten sind die Juden. Beides ist falsch. Denn weder Kapitalismus noch Sozialismus allein ist für die Juden charakteristisch; sondern: daß sie besonders kapitalistische Kapitalisten und extrem sozialistische Sozialisten sind. Man liebt es, auf die Juden als auf die reichsten Leute der Welt zu weisen; aber man vergißt, daß die Juden ebenso unter den ärmsten — den Luftmenschen, Hausierern — zu finden sind. In der Ethik: Der Wucherer gilt in der Welt als eine jüdische Figur; es gibt gewiß eine Menge gerissenster jüdischer Betrüger und Gauner; aber die ganze Ethik des Abendlandes ist eine Schöpfung jüdischer Propheten. Jüdische Märtyrer aller Jahrhunderte sind Blutzeugen der sittlichen Kraft dieses Volkes. Niemand vermag sein Leben mit solcher Intensität einer Idee zu opfern wie der Jude. ln der Religion: Man kennt die tiefe Frömmigkeit der Juden, der Orthodoxen und der Chassidim, und doch trägt der moderne Atheismus zu einem wesentlichen Teil jüdischen Charakter. Und stets hat es im alten jüdischen Reich neben den Propheten und Frommen die immer wieder abfallenden Götzendiener gegeben. Aber sogar die Geschichte der Juden bewegt sich zwischen zwei entgegengesetzten Polen: Zerstreuung und Sammlung. Kein Volk hat solche Zerstreuung erlebt wie die Juden; kein Volk hat sich in solcher Zerstreuung doch als Einheit zusammenzuhalten vermocht. In der Philosophie sind die Eckpunkte mit Juden besetzt. Der Philosoph des absoluten Seins ist Spinoza; ein Endpunkt des Denkens; der Philosoph des absoluten Werdens, der duree, ist ein Jude: Bcrgson; wieder ein Endpunkt des Denkens. Den kritischen Idealismus Kants hat aber wieder ein Jude zu Ende gedacht bis in die letzte Konsequenz: Hermann Cohen. Feh könnte die Reihe noch lange fortsetzen. Aber das Angeführte genügt, um zu zeigen: Die Juden sind ein Volk der Gegensätze, des intensiv Zu-Ende-Gehcns und der Extreme. Ihre Charakteristik ist die gleiche wie die Charakteristik Palästinas. Aber sogar ihre Lagt ist heute die gleiche. Palästina ist verwüstet, die Berge verkarstet, die Ebene verseucht. Und was einst einer der fruchtbarsten Landstriche der Welt war, ist heute in einem desolaten Zustand der Verwüstung. Genau so ist das jüdische Volk. Einst ein Volk höchster Kultur, Schöpfer der Religion und der Sittlichkeit des Abendlandes — heute Sn einem Zustand der Zerstreuung, Verwüstung und Unfruchtbarkeit. Palästina blühte, als die Juden dort wohnten; das jüdische Volk war schöpferisch, als es in Palästina saß. Seit sie voneinander getrennt sind, ist das Land verkarstet und das Volk erstarrt. Keiner der Nachfolger des jüdischen Volkes iin Besitz des Landes konnte mit diesem wilden Lande etwas anfangen. Die Araber nicht und die Türken nicht. Immer kahler, immer wüster wurde unter diesen Völkern Palästlna. Kein anderes Volk aber war in Palästina kulturell schöpferisch. Die Araber, ein Volk hoher Kultur, haben nie eine palästinensische Kultur gehabt, waren in Palästina selbst steril. Von den Türken ist hier überhaupt nicht zu reden. Nur die Juden waren schöpferisch in diesem Lande und haben eine Religion mit diesem Lande gezeugt; einem Lande, das zwischen Meer und Wüste liegt; in dem Gott streng und doch auch milde sein kann; in welchem die Natur so überströmend schenkt und doch so herb versagt; in welchem der Mensch so abhängig ist von der Natur und doch so viel zu tun vermag, um die Natur umzugcstalten; und in welchem das Volk jene eigenartige Synthese von Tatkraft und Demut, von Freiheit und Gebundenheit gegenüber den unbekannten Mächten gefunden hat, welche eben das Wesen der jüdischen Religiosität ausmacht. Als ich nach Palästina fuhr, war meine zionistische Ueberzeugung, daß die Juden Palästina brauchen; meine Reise hat mir eine neue zionistische Erkenntnis gebracht: daß Palästina die Juden braucht. Beide brauchen einander: Volk und!.and. Sie sind aneinander fruchtbar geworden und waren ohne einander unfruchtbar. Sie sollen miteinander wieder fruchtbar werden. Brief aus Polen Nach der A. - C. - Sitzung. — Die Gemeindewählen. — Zwei Zcitungsjubiiäen. (Von unserem Korrespondenten.) —g. Warschau, Mitte August. Wie die Zionisten Polens den Bericht der Experten und der Londoner Kommission aufgenommen haben, erübrigte sich *vor der A.-C.-Sitzung zu besprechen. Die Parteiverhältnisse sind ja hier so starr und die Anschauungen der einzelnen Gruppen so allgemein bekannt, daß der Eindruck der Londoner Beratungen feststand: Die ״Eth Liwnoth“ waren äußerst zufrieden und sahen ihre Prinzipien von den Sachverständigen bestätigt. Die Griinbaumgruppe ging sofort mit Freude und Wut zugleich zur Attacke über und schaute begierig und werbend nach dem linken Flügel hinüber. Während, im Lager des ״Misrachi“ auch in Polen Sich Stimnieft für ithd wider vernehmen ließen, waren hier die Arbeiterparteien anfangs desorientiert. Die ״Empfehlungen" wirkten zwar auch hier niederschmetternd und überraschend und riefen starke Gegnerschaft hervor — aber was nun zu tun sei, darauf konnten die gestrigen Agency-Anhänger unter den zionistisehen Arbeiterparteien keine klare Antwort geben, bis die Be- Schlüsse ihrer leitenden Organe in Palästina bekannt wurden. Aber auch nachher war man noch ein wenig ratlos. So vollzog sich der Aufmarsch der polnischen A.-C.-Mitglieder nach Berlin, und die Sitzungen wurden in Polen mit großem Interesse verfolgt. Als Erste sind nun zurückgekehrt und haben sofort Bericht erstattet die Vertreter der ״Eth Liwnoth“. Während in den letzten Wochen vor der A.-C.- Sitzung die Radikalen in Polen eine sehr lebhafte propagandistische Tätigkeit entfalteten, beginnen jetzt die ״Eth Liwnoth“ Versäumtes nachzuholen. Ihr erstes Auftreten geschah mit großem Schwung, nicht ohne — Uebertreibung in Form und Inhalt. ״Eine neue Epoche im Zionismus“, ״der Sieg des neuen Kurses“ und ähnlich lauten die Ueberschriftcn der Zeitungsaufsätze und der Versammlungsthemen. Der starke Sieg weizmanns in der Agencyfragc und die Annahme der bekannten Resolution mit 41 gegen 4 Stimmen wird von den ״Eth-Liwnoth“-Delegicrten als Sieg ihres Programms ausgeschlachtet. Wir glauben aber, daß mit solchen Enunziationen dem Zionismus in Polen ein schlechter Dienst erwiesen wird. Es wäre viel erwünschter, wenn das Koalitions- und Koordiitationsprinzip, welches die 41 um die Jewish Agency-Resolution zusammenscharte, jetzt in die breite zionistische Masse in Polen getragen und sich in irgendeiner organisatorischen Form ausdriieken würde. Dies wäre der einzige Weg zur Ueberbrückung der starken Gegensätze, vornehmlich im allgemein-zionistischen Lager. Denn der polnische Zionismus kann weder auf dem Boden der ״Eth Liwnoth“ noch des ״Al Hamischmar“ gesunden. Wird jetzt ein Sieg der ״Eth Liwnoth“ ausposaunt, so ist es genau so schädlich, wie es ein eventueller Sieg der Griinbaumgruppe gewesen wäre. Weizmann hatte ja recht mit seiner Behauptung, daß die breiten Massen intuitiv hinter ihm stehen. Aber das heißt bei weitem nicht, daß die Pro-Agencv-Stimmung in Polen gleichbedeutend sei mit dem wirtschaftlichen Programm der ״Eth Liwnoth“. Hier liegt u. E. der Haupisehlü.isel für die nächste zionistische Zukunft in Polen. Man rennt sich wieder auf die Gegensätze fest und bis zum nächsten Kongreß haben wir wiederum keine Möglichkeit ruhiger, vereinigender zionistischer Arbait, Es fehlt in Polen die Persönlichkeit oder die Gruppe, welche, über allen Parteien stehend, das Vertrauen aller genießen würde und so die Möglichkeit hätte, die zionistische Arbeit in neue, richtige Bahnen zu lenken. Dies bezieht sich selbstverständlich haimtsächlich auf Kongreßpolen und nur in gewissem Maße auf Kleinpoien. Hier hat man sich nicht so verrannt und der Koordinationsgedanke ist vorherrschend. * Seit zwei Monaten finden in vielen Städten und Städtchen der polnischen Randgebiete und Galiziens Wahlen zu den jüdischen Gemeinde n statt. Wir haben seinerzeit die neue Wahlordnung und ihre Licht- und Schattenseiten besprachen. Nun ist es interessant, den Wahlkampf zu verfolgen und die Ergebnisse abzuschätzen. Ein endgültiges Urteil zu fällen ist noch unmöglich, da in vielen Ortschaften, so auch in Lemberg und Krakau, die Wahlen noch nicht stattgefunden haben. Das bisherige Resultat ist kaum befriedigend. Zionisten sind wohl überall gewählt worden, aber nur in sehr wenig Fällen haben sie die Gemeinde e tob e r t, so z. B. in Drohobvez, Stryj, Przemysl, Wilna, Kowno, in anderen haben sie festen Fuß gefaßt, wie in Biaiystok und Stanislau. In Galizien hat wiederum der mit Regierungshilfe geübte Wahlschwindel Triumphe gefeiert. Die ״Agudah“ hat überall in den alten Kahalkiiquen und Resten der Assimilanten ihre Verbündeten gefunden, und so gelang cs ihr, in vielen Gemeinden eine ansehnliche Zahl von Mandaten zu erlangen. In den Randgebieten wieder, so keine ״Agudah“ vorhanden ist, bildeten sich, nicht ohne ihren Einfluß, verschiedene orthodoxe Gruppen, welche selbständig oft als Synagogengemeinschaften auf* traten und viele Anhänger gewannen. Es befinden sich unter diesen auch manche zionistisch gestimmte Leute, aber für ein klares zionistisches Programm sind sie nicht zu haben. Was aber sowohl in den Randgebieten als auch in Galizien augenfällig wird, das ist die überaus große Zahl der Listen, welche verschiedene philanthropische Vereine, wirtschaftliche Oruppen, ja sogar Familien repräsentieren, ln Wahrheit sind es Listen ambitiöser Leute, welche sich ein ״Programm“ machen und allerhand Gruppen teils mit Verspreenungen, teils mit Pressionen um sich scharen. Ein toller Wirrwarr herrschte in manchen Städten bei den Gemeindewählen. Man konnte sich kaum orientieren. Da standen sich z• 6• gegenüber: eine zionistische Liste, drei Listen verschicdener Beth-Hamidraschim, eine Liste der ״Chewra Kadischa“, des Handwerkervereins (ja manchmal auch diese geteilt nach Fächern!) der großen und kleinen Kaufieute U 8. W. U. S. W. Eine große politische Unreife offenbarten die jüdischen Massen während dieser Wahlen. Die Zionistische Organisation hat zwar knapp vor den Wahlen ordnend einzugreifen versucht, aber die Folgen der lange Jahre versäumten politischen Erziehung ließen sich nicht so rasch beseitigen. * Zwei ernste, zionistisch erprobte Tageszeitungen feierten im vorigen Monat ihre Jubiläen. Der ״Hajnt“ in Warschau, der bereits 20 Jahre existiert, gilt mit Recht als das beste Blatt in jiddischer Sprache. Redigiert in gut zionistischem Geiste wird er in Polen als das zionistische Tageblatt angesehen und hat sich als solches große Verdienste erworben. Hoch anzurechnen ist (was aber in anderen gesunden Verhältnissen doch als selbstverständlich scheint), daß er während der letzten Sejmwahlen mutig und unerschrocken für die zionistische Losung eintrat, trotzdem er deswegen viele Schikanen auszustehen hatte. Der ״Hajnt“, dessen Mitarbeiter auch Abg. Grünbaum ist und der daher zuweilen als dessen Sprachrohr angesehen wird, bemüht sich trotzdem, sämtliche zionistische Strömungen und Führer zu Worte kommen zu lassen. Der ״Nowy Dziennik“ in Warschau, gegründet in den letzten Kriegsmonaten 1918, das erste jüdische Tagblatt in polnischer Sprache, hier also bahnbrechend, kann als die zionistischste Zeitung in Polen betrachtet werden. Immer von hoher zionistischer Warte, streng objektiv, aber kompromißlos, ernst und durchdacht, sind seine zionistischen Aeußcrungen und Berichte. Geleitet von Dr. Wilhelm Bcrkelhammers, hat sich der ״Nowy Dziennik“ nicht nur in der jüdischen, sondern auch in der nichtjüdischen Gesellschaft große Achtung erworben. Ein Palästina •Film Eine ״Palästina-Füm-ücsellschaft“ in Berlin bringt unter großer Aufmachung einen Palastina-Film heraus. Länge des Films sechs Akte, Dauer zwei Stunden. Die Aufnahmen zu diesem Film sollen aus dem Frühjahr 1928 stammen. Die Technik und die Regie des Films stammen zweifellos aus dem Jahre 1912. Der Film enthält auch nicht ein einziges geglücktes Landschattsbild.־■ Die Photographie ist unter jeder Kritik. Gesichter von Menschen sind nie zu erkennen; die Schwierigkeiten der palästinensischen Beleuchtung und Lichtwirkung nicht einmal gekannt, geschweige denn überwunden. Innenaufnahmen, z. B. aus Fabriken oder aus Schulen, ebenfalls so, daß buchstäblich nichts darauf zu erkennen ist. Von irgendeiner Regie oder irgendeinem schöpferischen Willen ist nichts zu spüren. Personenaufnahmen sind völlig naiv gestellt. Nirgends irgend etwas erfaßt, was dem wirklichen Leben oder der Natur abgelauscht wäre. Jede Gliederung, jedes Fortsclireiten der Handlung fehlt vollkommen. Man gewinnt den Eindruck einer unbegabten Arbeit von Amateuren. Das inhaltsmüßigc des Filmes entspricht ungefähr seiner Technik. Der völiig'ungenannte Operateur bringt es z. B. fertig, einen zweistündigen Film über Palästina abrollen zu lassen, auf dem keine Orange vorkommt. Drei Akte spielen allein in Jerusalem, jedoch werden weder die neuen jüdischen Wohnviertel noch etwa die Universität gezeigt. Den größten Teil des Filmes nehmen uninteressante Landschaftsbilder und tote Erinnerungen ein. Viele Vereine und Organisationen (z. B. Agudas Jisroel) werden genannt, die Zionistische Organisation, der Keren Hajessod und alles, was sie geschaffen haben, jedoch ausgelassen. Manche Bevorzugungen und manches in der Anordnung des Filmes läßt auf nicht ganz unpolitische Quellen der Finanzierung schließen. Gern jedoch würden wir dem Film jede politische Tendenz verzeihen. Unverzeihlich bleibt nur, daß er aus Palästina eine tote und langweilige Angelegenheit gemacht hat und daß er es wagt, eines der modernsten Länder der Welt völlig ohne jede Fachkenntnisse und mit völlig veralteten filmtechmsehen und szenischen Mitteln aufzunehmen. e. a. ®י * Wir werden um die Feststellung ersucht, daß weder die Zio• nistische Organisation noch eine ihrer Institutionen mit diesem Film irgendetwas zu tun haben. Die Anleihe des Jldischen Nattonsllonds Vor einigen Tagen ist der amerikanische Bankier Mr. Kelly, der Chef des Bankhauses, mit dem über eine Anleihe von drei Millionen Dollar für den Nationalfonds verhandelt wird, in Paris eingetroffen. Mr. Kelly kam in Begleitung von Marek Schwarz, der als Vertreter der amerikanischen Zionisten die Verhandlungen wegen der Anleihe geführt hat. Mr. Kelly beabsichtigt, in Europa mit den zionistischen Instanzen die vor einiger Zeit ins Stocken geratenen Anleiheverhandlungen wieder aufzunehmen. Wie vermutet, bestehen günstige Aussichten für ein Zustandekommen der Anleihe. Die Nachrichten von einem erfolgten Abschluß, die in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht waren, sind jedoch auch diesmal nach unseren Informationen verfrüht. Zwei Zionisten in Saloniki gewilitt Saloniki, 21. August (J. T. A.) Bei den Wahlen zum David M a ta l o n und der bisherige Abgeordnete Bessantschi, beide Zionisten, im jüdischen Sektor gewählt worden. Matalon und Bessantschi erhielten 5100 Stimmen, während auf die drei anderen Listen (Venizellisten, Antivenizellisten und Kommunisten) zusammen 4400 Stimmen entfielen. Am 20. August begann im Hotel ״Die drei Könige“ zu Basel eine für drei Tage berechnete Konferenz des Kuratoriums des judaistischen Instituts an der Hebräischen Universität zw Jerusalem. Es ist die Eindr wiederzug religiöse und Feier liehen Kr Religionsi Cs kann fragen u an diesei nach uns! manifestic lieh sehr Beteiligte Das Zus: einem Ai Reform ו sehr wei dische C sprechen suchen, c und ihre scheint < die treib faltenden zeigt sic Deutschli Repräsen bloßen 1 Irrtum ( iation b< wendige! Zusamrm der Libi Sphäre von den Judentur dazu gib punkte ׳ fassaden oft anmi um Fra nicht ge Lebensg die als der Kin< gerade worden, religiöse mit der daß ein und Na unserem finden, einheit verzieht We zunächs konfere: greifen, Entsche eine Ai kussion schöpfe erstaun' Resulta diese י sie auc Zionist! kreten entfern sieren. sehr F durch < iiberra) Gedanl geben zwar!ו sonderi einen Stellung Konzef und di! Liberal rede g der jü< ״zeitge Durch Tendes verlöre Punkte Liberal t e n d die ״' Forder unbeki wirklic ״im A auf di Qottsc mißvei histori Bourg tender Erez-1 einbez Renais wie s< jenes gespr« beton! sehen sonde!1

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