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Jüdische Rundschau · 1928-08-03 · Heft 61 (3.8.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 61 (3.8.1928)
Date
1928-08-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 61, 3.VTO. 1928 Seite 438 mus nennt. Aber gerade um des Werkes der irrationalen Kräfte willen muß in einem bestimmten Moment eine Konsolidierung erfolgen, die das Geschaffene mit den Realitäten in Einklang bringt. Sonst bleibt es flüchtige Romantik, aber keine dauernde organische Wirklichkeit. Dieser Moment ist bei uns schon überreif gewesen. Wir mußten um der Sache willen einen starken Mann haben, der eine Neuordnung herbeiführen hilft, wobei es nicht so sehr darauf ankommt, wie dieser Mann über diese oder jene Eigenschaft der jüdischen Volksseele denkt. Gerade die Arbeiterschaft braucht am dringendsten eine Erfüllung dieser Funktion. Sofern also das von Sacher vertretene wirtschaftliche Prinzip, mit dem sich die ganze Palästina-Exekutive identifiziert, angegriffen wird, muß man in der heutigen Situation, die keineswegs noch ein neues großes Risiko gestattet, den Standpunkt der Palästina-Exekutive unterstützen. Damit ist natürlich nicht gesagt, daß nicht auch diese Exekutive Fehler gemacht hat. Der schwerste war wohl der im Dezember erwogene Plan, die Arbeitslosenfürsorge der Regierung zu übertragen. Aber auch hier muß man die Gesamt- Situation in Rechnung ziehen, um diesen Schritt zu begreifen. Viel schwieriger wird die Beurteilung des Falles Sacher, wenn man auf die persönliche Eigenart des Mannes zu sprechen kommt. Seiner Denkungsart und Erziehung nach ist er sehr verschieden von der großen Masse der meist russischen Juden, mit denen er in Palästina zu tun hat. Es scheint ihm die Fähigkeit oder der Wille abzugehen, mit einer gewissen Einfühlung und mit liebevollem Verständnis auch Wesen und Lage des Vcrhandiungspartners zu erfassen. Er wirkt nach außen mit einer eigentümlichen Schroffheit; so scheint es wenigstens dem Beobachter; Freunde Sachers behaupten, hinter der groben Schale verstecke sich ein zarter Kern. Vielleicht darf man das Bonmot eines deutschen Zionisten zitieren, der zu Sacher sagte: Wir haben Sie gewählt, weil wir Sie für einen harten Engländer hielten, indes sind auch Sie ein weicher Jude. Wie immer dem sein mag, Sachers englische Denkmethode, seine advokatorische Schulung, sein begreiflicher Wunsch, mit möglichst geringem Aufwand an Kraft und Nerven einen möglichst großen Grad von Leistungsfähigkeit zu erreichen, paßt schlecht zu den Gewohnheiten der für Palästina entscheidenden jüdischen Elemente, die sich zu Entschlüssen erst durchkämpfen, wenn alle Gefühlsmomente durchgekostet sind, wenn die eigenen Nerven bis zum äußersten erregt und die Seele durch pathetische Schreie zerrissen wurde. Sachers kurz angebundene Ungeduld konnte oft den anderen als Geringschätzung erscheinen. Man verübelte ihm nicht ganz mit Unrecht, wenn er bei Besprechungen mit den Arbeitervertretern etwa sagte: Ihr müßt hier bleiben, ich kann jeden Tag Weggehen. So kam es, daß aus dem Kampf um Prinzipien nach einiger Zeit ein Kampf gegen Sachers Person wurde. Die anderen Mitglieder der Palästina-Exekutive, vor allem Miß Szold, die nach ihren ausdrücklichen Erklärungen programmatisch sich vollständig mit Sacher identifiziert, ließ man unangefochten; ein Beweis, daß z. B. Miß Szolds persönlich gewinnende Art viel von dem sachlichen Konfliktstoff zu beseitigen vermochte. Wer — wie Schreiber dieser feilen — mit Sacher persönlich niemals zu tun hatte und das sachliche Programm, auf das die Sacher-Exekutive in Basel gewählt wurde, für richtig hält, muß aus den Ereignissen dieser A.-C.-Sftzung den Eindruck gewinnen, daß in der Tat äußere Momente die Spannung zwischen Sacher und seinen Gegnern verschärft haben müssen. Sacher hat in dieser Sitzung, die sein erstes öffentliches Auftreten im Zionismus war, nicht den Versuch gemacht, die schwierige Situation der Arbeiterschaft und des gesamten Zionismus zu würdigen, er hat nicht — was nicht schwer gewesen wäre — das Gemeinsame in Arbeit und in Ziel betont, sondern er hat sich darauf beschränkt, in einer parlamentarisch sehr geschickten, halb ironischen, halb energischen Rede mit seinen Gegnern abzurechnen. Er hat nichts getan, um die Situation zu mildem und einen Ausgleich zu erleichtern; im Gegenteil, er forderte mehrmals in ironischem Ton die Arbeiterschaft auf, ein Mißtrauensvotum gegen ihn einzubringen, wenn sie ״den Mut hätten“. Damit machte er es ihnen fast unmöglich, das Mißtrauensvotum nicht einzubringen. Wer die durch die Mißtrauenskundgebung entstandene bedauerliche Krise der A.-C.-Sitzung verurteilt, muß gerechterweise auch die Schuld an diesem Zwischenfall auf beide Seiten verteilen. Das A.-C. hatte sich nach schwerer Mühe zu einer Einheitsfront für die Agency durchgerungen, und es wäre Sache der leitenden Organe gewesen, dafür zu sorgen, daß diese große Stimmung der Gemeinsamkeit nun auch die restlichen Arbeiten des A.-C. erfüllt. Dazu hätte freilich gerade von Sachers Seite eine Kundgebung dieses Geistes erfolgen müssen. Wenn die 22 Unterzeichner der Erklärung nicht verstanden, daß die Exekutive — ob nun alle ihre Mitglieder wollen oder nicht -- in dieser Sache solidarisch sein muß und daß ihr Mißtrauensvotum zu peinlichen Konsequenzen für die Bewegung und für die Antragsteller selbst führen wird, beweist dies nur aufs neue das Ueberwiegen von Affekt-Momenten über ruhiges logisches Abwägen parlamentarischer Konsequenzen innerhalb unserer Gremien. Meritorisch hat der Mißtrauensantrag ohnedies nichts Neues gebracht, denn da das A.-C. nicht aus allgemeinen Wahlen hervorgegangen ist, sondern die Zusammen- Setzung des letzten Kongresses widerspiegelt, ist es bekannt, daß die Sacher-Exekutive nur von einer Minderheit parlamentarisch gedeckt, von einem weiteren Teil — in Basel die Arbeiter, in Berlin der Misrachi — höchstens toleriert wird. Und daß vor dem nächsten Kongreß eine personelle Veränderung eintritt, mußte als höchst unwahrscheinlich erkannt werden. Die Arbeiterparteien konnten daher das Mißtrauensvotum nur einbringen, wenn sie selbst bereit waren, die Leitung zu übernehmen. Gerade dies aber wäre für sie, in einem Jahre mit sinkendem Budget, ein äußerst zweifeihafter Erfolg gew.esen, den sie wohl auch nicht angestrebt haben. Die zwei Tage und Nächte der Sacher-Krise gehören wohl zu den unerquicklichsten Erinnerungen der zionistisehen Kongreßgeschichte. Sie sind aber eine Lehre für alle, die im Zionismus zwar den Parlamentarismus gelten lassen, aber nicht konsequent zu Ende denken. Hat man ein parlamentarisches System, dann muß sich die Leitung auf eine Mehrheit stützen. Auch bei anderen Parlamenten kann man ohne Koalition nicht auskommen. Wir erinnern uns eben noch, wie viele Wochen die jetzige deutsche Reichsregierung gebraucht hat, um eine tragfähige parlamentarische Koalition zustände zu bringen. Jede Gruppe muß dabei gewisse Opfer bringen, anders kann man nicht regieren, außer in Ländern mit Zwei-Parteiensystem (Engländer und Amerikaner finden sich daher viel schwerer in diese Gedankengänge). Die Parole der ״flügellosen“ Exekutive ist also bei einem Kongreß, der keine ״flügellose“ Mehrheit besitzt, parlamentarisch ein Absurdum. Sie wird aber noch dadurch kompliziert, daß die Leitung der Geschäfte in Palästina ohne Fühlung mit den schaffenden Kräften des Landes erschwert wird, selbst wenn man richtige Verwaltungsprinzipien hat. Solange die Palästina-Exekutive keine reine Verwaltungsbehörde, sondern eine politische Körperschaft ist, wird man auf die Dauer ohne Koalition nicht auskommen können. Natürlich muß dessenungeachtet das Prinzip einer strengen Trennung von Verwaltung und Politik bestehen bleiben. Aber politische Realitäten sind ebensowenig beiseite zu schieben wie wirtschaftliche oder physische. Eine Koalition ist vielleicht in manchen Dingen eine Erschwerung, die Vielheit der Anschauungen verlängert die Beratungen, aber vielleicht hilft sie auch zur Vermeidung von Fehlern, die große Erfahrung der palästinensischen Elemente käme der Exekutive zustatten, und der wichtigste Vorteil wäre die wesentliche Erleichterung der Stellung der Exekutive in der Oeffentlichkeit. Die Sacher-Exekutive hat ihre vom Baseler Kongreß übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Sie wird auch weiter, wenn die Lage sich nicht — vielleicht durch die Agency oder durch eine Anleihe — materiell grundlegend ändert, mit ähnlichen Problemen des Abbaus und der Sanierung belastet sein wie bisher, die ihr das Odium der ״Liquidation“ eintragen. Ihre Arbeit ist aber unumgänglich notwendig. Wer immer in der Exekutive säße, könnte nicht prinzipiell anders verfahren. Gerade darum aber ist es zweifelhaft, ob die Ausstoßung der anderen Gruppen richtige Politik war. Wir schrieben schon anläßlich des Basrier Kongresses, daß gerade zur Stützung der notwendig unpopulären Maßnahmen der Exekutive ein breiterer Rückhalt im Volke wünschenswert gewesen wäre. Damals bestand Sacher aus Gründen, die man durchaus verstehen muß, auf der ״flügellosen“ Leitung. Das Problem Sacher ist heute ein Problem der Wiederherstellung der Koalition aller zionistischen Kräfte zu gemeinsamem Aufbau. Sachers Arbeit und seine Verdienste sollen voll gewürdigt werden, aber die Arbeitsfähigkeit der zionistischen Organe —- wofern man an diesem System formaler Demokratie überhaupt festhält — darf nicht so schweren Belastungsproben ausgesetzt werden, wie es durch unsere parlamentarische Inkonsequenz oft geschieht. Robert Weltsclt * Ueber die Entwicklung der Sacher-Krise, deren Hauptstadien wir bereits in unserer vorigen Nummer wiedergegeben haben, berichtet die J.T. A.: Als am späten Vorabend des Freitag das Aktlons-Comitee mit 41 gegen 3 Stimmen die Agency-Resolution annahm, war noch nicht jede Krisengefahr überwunden, die Erledigung der ״Sacher-Krise“ stand noch bevor. Diese brach nun bei Wiederaufnahme der Beratungen am Sonnabend Abend mit aller Heftigkeit aus, Schon während der vorangegangenen Plenar- Sitzungen erhoben die Vertreter der Arbeitsparteien Poale Zion und Hitachduth, sowie die des Misrachi immer wieder heftige Anklagen gegen das Mitglied der palästinensischen Exekutive Harry Sacher, dem ein der jüdischen Arbeiterschaft feindlicher Kurs vorgeworfen wurde. Die allgemeinen Zionisten waren die letzten Tage über bemüht, die genannten drei Fraktionen davon abzubringen, ein Mißtrauensvotum gegen Sacher einzubringen, da Weizmann wiederholt erklärt hat, die Exekutive müsse sich mit Sacher solidarisch erklären. Vom Sabbat-Ausgang bis spät nach Mitternacht tagte die politische Kommission gemeinsam mit der Exekutive; ein Ausweg wurde nicht gefunden. Während dessen behandelte die Vollsitzung des A.-C. Fragen der Universität in Jerusalem. Gegen 121 % Uhr nachts erschienen die Mitglieder der Exekutive und der politischen Kommission im Plcnarsitzungssaalc. Präsident Motzkin erklärte die Sitzung für vertraulich, Pressevertreter und Gäste verließen den Saal, wo sehr erregte Diskussionen begannen. Präsident Motzkin erklärte, er könne die Abstimmung über das eingebrachte Mißtrauensvotum gegen Sacher nicht zulassen, da es zweifelhaft sei, ob das A.-C. zu einem Beschluß statutengemäß das Recht habe. Der Vorsitzende des Kongreßgerichtes Groiiemann gab der Meinung Ausdruck, daß eine Interpretation der Statuten im Sinne der Einbringer des Mißtrauensvotums zumindest zweifelhaft sei. Daraufhin verlas K a p 1 a n s k i (Poale Zion) eine von 22 Mitgliedern des Aktions-Comitees (8 Misrachisten, 6 Poale Zion, 6 Hitachduth, sowie Supraskv und Dr. Mossinsohn) unterschriebenc Erklärung, in der es hieß, die Unterzeichneten geben ihrem Mißtrauen gegen das Mitglied der Exekutive Harry Sacher Ausdruck, da aber die Be'wpik des A.-C. zur Annahme eines formellen Mißtrauensvotums statutengemäß nicht ganz geklärt sei, werde auf eine formelle Abstimmung verzichtet. Nach Verlesung dieser Erklärung sagte Sacher, er trete zurück, und verließ den Saal. Dr. Weizmann gab die Erklärung ab. er habe wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß er und die Mitglieder der Exekutive «ich mit Sacher solidarisch erklären, er und die gesamte Exekutive legen nun ihre Aemter in der Hand des A.-C, Nach diesen Worten verließen auch Weizmann, SokoJow, Lipsky, Miß Szold und Felix Rosenblüth den Saal, wo zuerst Konsternation herrschte und es darauf zu leidenschaftlichen Ausbrüchen der allgemeinen Zionisten gegen die Gruppen, die die Erklärung unterschrieben hatten, kam. M. Großmann (Revisionist) forderte die drei Fraktionen auf, als die Verantwortlichen für die neue Lage nunmehr an die Bil* düng einer Exekutive aus ihrer Mitte zu schreiten. Die ganze Nacht über dauerten die erregten Auseinandersetzungen fort. Gegen 6 Uhr morgens faßte das Aktions-Comitee den Beschluß, die Demission Weizmanns und der Exekutive nicht zur Kenntnis zu nehmen. Am Sonntag früh begab sich das Präsidium des Aktions• Comitees, Motzkin, Sprinzak, Kaplanski und Rabbi Berlin (an Stelle des abwesenden Farbstein) zu Dr, Weizmann in sein Hotel, teilte Ihm den Beschluß dies A.-C. mit, die Demission nicht zur Kenntnis zu nehmen und ersuchte ihn, mitsamt der Exekutive, die Geschäfte weiterzuführen. Dr. Weizmann erwiderte, daß er und die Exekutive nicht in der Lage seien, nach einer Mißtrauenserklärung von 22 A.-C.-Mitgliedern gegen ein Mitglied der Exekutive die Führung zu behalten, sie könnten dies nur unter der Bedingung tun, daß die Erklärung zurückgezogen wird. Das Präsidium begab sich nun in die Sitzung der politischen Kommission, die seit dem Morgen tagte, und teilte ihr den Be- Schluß Dr. Weizmanns mit. Die allgemeinen Zionisten richteten an die Sacher gegnerischen drei Fraktionen die Aufforderung, selbst eine Exekutive zu bilden, oder zu erklären, daß sie hierzu nicht in der Lage seien, wodann die allgemeinen Zionisten die Befugnis erhalten sollen, eine Exekutive zu bilden, gegen welche die anderen keinen Einspruch zu erheben hätten. Die drei Fraktionen zogen sich zur Beratung zurück und ließen dann der politischen Kommission erklären, daß sie eine Zurückziehung der Erklärung ablehnen müssen und Vorschlägen, daß die bisherige Exekutive bis zu einem schon im kommenden Winter einzuberuefnden außerordentlichen Kongreß die Geschäfte führen solle. Wenn sie dies ablehnt, so werde die Bildüng einer neuen Exekutive unter Einschluß der allgemeinen Zionisten vörgeSchlagCn. Die letzteren erklärten aber, sich an der Bildung einer neuen Exekutive nicht beteiligen zu wollen. Schließlich berieten die drei Fraktionen über die Bildung einer neuen Exekutive; zu einem Beschluß kam es aber nicht. Während Poale Zion und Misrachi für eine Neubildung gestimmt zu sein schienen, erklärten die Hitachduth-Vertreter, daß eine Exekutiv-Bildung aus diesen Gruppen ein einheitliches Programm nicht würde vertreten können und daß sie deshalb sich an dem Wagnis einer solchen Exekutivbildung nicht beteiligen wollen. Im Verlauf des Sonntags wurden abwechselnd Beratungen der drei Fraktionen gemeinsam, der Fraktionen einzeln und der allgemeinen Zionisten abgehalten. Zwischendurch trat mehrmals die politische Kommission zusammen. Die für 3 Uhr nachmittags angesagte Plenarsitzung fiel aus. Die mannigfaltigsten Kombinationen schwirrten herum. Man nannte als Vorschlag der 22 Unterzeichner Ussischkin als Präsidenten der Organisation, als Mitglieder der Exekutive Dr. Ruppin, Sprinzak, Kaplansky. Grünbaum; Kisch, Prof. Pick, Dr. Soloweitschik, Greenberg׳ (London) u. a. Als alle diese Kombinationen scheiterten, schien es, als wenn man zu dem Auskunftsmittel schreiten wollte, die juristischen Sachverständigen darüber zu befragen, ob eine Annullierung des Protokolls der letzten Sitzung, deren Verhandlungsgegenstand den Statuten nicht entsprach, sich rechtfertigen ließe; in diesem Falle würde natürlich auch die Demissionserklärung der Exekutive als nicht existent erachtet werden. Am späten Abend erschienen die Mitglieder der Exekutive im Logenhause, was allgemein als ein Symptom nahender Beilegung der Krise angesehen wurde. Es vergingen aber noch viele Stunden* bis es zu einer Einigung kam- ׳ Am Sonnabend, 2 Uhr nachts, eröffnete Präsident Motzkin die Vollsitzung des A.-C. und erklärte die Verhandlungen für vertraulich. Am Tische der Exekutive saßen Weizmann, Lipsky, Henrietta Szold und Rosenblüth (Sokolow war durch Unwohlsein Sonntag im Sanatorium festgehalten, Sacher nahm an der Sitzung nicht teil). Rabbiner Nurok erstattete den Bericht der politischen Kommission, wonach die 22 A.-C.-Mitglieder, die die Mißtrauenserklärung gegen Sacher unterschrieben haben, mitteilten, sie seien wegen der Kürze der Zeit nicht in der Lage, eine Exekutive zu bilden, woraufhin die politische Kommission beschlossen hat, der Vollsitzung des A.-C, den folgenden Antrag zu unterbreiten: Das Aktlons-Comltf ersucht die bisherige Exekutive, im Amte zu verbleiben. Der Antrag wurde mit allen gegen die zwei Stimmen der Revisionisten bei StimmenthaltungderbeidenArbeiterparteienundderzwei Radikalen angenommen. Damit hatte die Krise ihre Beilegung gefunden. Die amerikanische Palästina-Konferenz New York, 19. Juli. (J. T. A.) Louis Marshall, der Präsident des American Jewish Committee, der an der Londoner Konferenz der Joint Palestine Survey Commission teilnahm, erklärte nach seiner soeben erfolgten Rückkehr nach New York dem Vertreter der J. T. A., daß der Bericht der Jewish Agency-Kommission, der auf Grund der Darlegungen unparteiischer Experten abgefaßt worden war, eine wirtschaftlich gut fundierte Plattform für den Aufbau Palästinas geschaffen hat. Es werden, fügte er hinzu, ungesäumt Schritte unternommen werden, um die Nichtzion ist en zur Mitarbeit an dem Palästina-Werk heranzuziehen. Ich hoffe, sagte Louis Marshall weiter, schon für den Frühherbst eine Konferenz von Nichtzionisten einzuberufen, um ihnen die Ergebnisse der Experten-Berichte und die Schlußfolgerungen der Joint Palestine Survey Commission vorzulegen. Unter den Mitgliedern dieser Kommission herrschte bei der Abfassung und Annahme des Berichtes völlige Einigkeit. Sollte diesen Vorschlagen gemäß verfahren werden, so hoffen wir, das Problem des jüdischen Aufbaus in Palästina lösen zu können. Der in dem Bericht entworfene Plan schafft eine Basis zur Unterbringung einer in den Verhältnissen bedingten Zahl weiterer jüdischer Siedler in Palästina. Hinsichtlich der bevorstehenden Kampagne für Palästina-Fonds stellte Herr Marshall fest, daß die Aufbringung der Gelder zur Deckung des gegenwärtigen zionistischen Budgets in diesem Jahre noch Sache der Zionisten bleiben müsse. Der Wein- und Mandelanban in Palästina Ueber den Wein- und Mandelanbau in Palästina veröffentlicht der ״Haaretz“ folgende Zahlen: Die Gesamtfläche der Mandelpflanzungen in Palästina beträgt gegen 22000 Dunam. Davon gehören gegen 80 ״/« jüdischen Pflanzern, deren Zahl gegen 450 beträgt. Der größte Teil der Erzeugnisse wird nach Aegypten exportiert. Die Fläche der Weinpflanzungen beträgt gegen 15 000 Dunam, die fast zur Gänze in jüdischen Händen sind. Die Zahl der jüdischen Weinbauern beträgt 32ft. Nr. 61,; Nachdei hatte, ging liehen Bera jetzt zur B schöpft, die und es sch sich zwäng sprochenen dieser Nach unseren Kc senelnt eine Resolutione Gründen e gegen die abreisen mi heit Beschl — was noc tlt des A.־ keinen rea ganz ander A.-C., die s gilt vor al über Einw jeder weiß, Palästinas keineswegs Beschlüsse, Je weniger so mehr f Am le Debatte vc dieser Sitzi von reiner lautloser 5 Beifall pers die von d Sie gab nii ließ das * anderen T stand leidi Arbeit und eintritt, da der Exeku Palästinafr Von d wir nur n ausscheidei wird mit 1 als der Ger erwarb.! konziliante mission w tritt in d Verlust vc Das a! Es konnte nahmen e gilt es, d Sitzung h: besseren 2 Schlu Die S öffnet. N; der Dizen Budget di! Da die E erklärt, sc Vorschlag tive zurüc zu tragen 10 0/0, d. 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